Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 326 (18.12.1919)
- Date
- 1919-12-18
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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wirr Gien, Donnerskas SMener Morgenzeitmtss 18 Dezember ISIS fit 828 NiederSfterreichifcher Landtag. fprechnnflen steht d-r Witte'der Entente, die Entwicklung Oesterreichzu kontrollieren und ihren Wünschen' entsprechend zu ßrelnflussen. wobei allerdings die Ansichten her Entcntestaateu in vielen Dingen ziemlich weit au?einanderfeh7n. Es bL'!e".u inter Ange 4'en'eit Krundsätzfich verschiedene tzlusiassungen zwischen Italien und Frankreich, während sich England mit Frankreich bereits -reinigt haben. Eine ausgiebige und erfolgreiche Hilfeleistung hat aber eine solche einheitliche Auffassung der Ey'-eniestaaten zur unbedingten Voraussetzung, -a ja Oesterreich kein eigenes politisches Velen führen kann^ Es ist darauf angewiesen, stets nach Paris zu schauen und nicht allein diese prinzipielle Orientierung nach dem Westen, sondern in noch höherem Grade die politische Klugheit schreibt ihm vor, alles zu unterlassen, was das Mißtrauen der Entente wachrufen und nähren könnte. Zu dieser Erkeunrnis mutz - sich aber neben der Zentralrcgierung auch ihr Behörden* japparat und das Land durchringen. Die Entente kann Und wird die österreichischen Länder nicht auS der moralischen upd wirtschaftlichen Solidarhaftung für die Erfüllung des Friedcnsvcrtrages entlassen. Die Anschlußresolutioncn der Landtage, der wirtschaftliche Radikalismus des linken' Flügels der Sozialdemokraten und das nach Ungarn Schielen der 'ChristlichsoziaK'u bleiben Wünsch«, deren Realisierung an der Ohnmacht Oesterreichs scheitern muß. Ein symptomatischer Prozetz. Äon unserem Berliner Korrespondenten. Vf* e r 11 n, 12. Dezcmbtr. Die jüngste Vergangenheit «ist wahrhaftig , fein ruhmreiches Kapitel der deutschen Geschichte. Die merkwürdige Kollision, in die das deutsche Bewußtsein geriet. als auch nur ein Ansatz revolutionären Geschehens in dem durch den militärischen Zusammenbruch hervorgerufenen Chaos sich bemerkbar machte, führte eine' Zßitlaug ein leichtes Schwanken der deutschen Politik herbei, das jedoch schnell und energisch durch entschürfsenr Wendung nach rechts sein Ende fand. DaS zweifelhafte Verdienst, diese Wendung radikal vollzogen und eine Entwicklung, die vielleicht dem immanenten Willen des deutschen VolkSgeisteS entsprach, befördert zu haben, hat Noske, heute der populärste Politiker Deutschlands Wust sind Hiudenburg und Ludendorff —? und der verbannte Kaiser doch noch mehr); der umstrittene NoSke, der .Mnthund", der Erhaller der Ordnung und Retter beS Vaterlandes. Bereits mehrmals wurde im Gerichtsfaal in das schier Unglaubliche der Vorgänge in der deutschen Revolution und lhrtzr Niederwerfung hiuemtzeleuchtet. Man hat verlernt, von solchen Prozessen Gerechtigkeit zu erwarten; sie liefern höchstens ein Sittenbild. Letztes,Ereignis der Prozeß Marl oh, :ine Woche lang die Sensation der Berliner Zeitungen, das Tagesgespräch der Kaffeehäuser. Allzusehr ereifert hat sich eigentlich niemand darüber. Man stellte Tips .an, wie das Urteil lauten wird, man folgte dem spannenden Fortgang der Verhöre und besondere Feiuschmeck r gruben mit Wohlbehagen in den psychologischen Abgründen; man fp.ach. immerhin mil Entrüstung, über d'.e Ermordung. ou 31 unschuldige» Menschen, tyit Bewunderung von der Kaltblütigkeit und der militärischen Disziplin des Angeklagten und der arrderrn Hauptakteure. Man betrachtet es als tragische Verwicklung, daß die Erhaltung der Ordnung, die unbedingte Forderung jener Stund«, infolge von Mißverstästduissen und durch die Unvollkommenheit der menschlichen Natur, unschuldige Opfer gefordert hat. Die links- und die rechtsstehende Presse findet die stärksten Worte: „Gute Zeiten für Mörder, fy schreibt „Die Freiheit" über den Freispruch, während die konservative Presse die Schuld der Umstürzler und das Verhängnis der Revolution aus den Ereignissen Ableitet. Die Milde des Urteils gegen Marloh Hab im 'übrigen nicht Überrascht. Marloh ist zweifellos nicht der Schuldige. ES wäre unbillig, sich daniit zu begnügen, diesen jungen Offizier als daS Opfer eines Systems herairSzugreifeu, wofern man daS System weiter bestehen läßt. Gegen die Zeugen Olerst -Reinhardt und Hnuptmann v. Kessel wurde so viel belastendes Material zutage gefördert, daß es wirklich nur in Berlin möglich ist, daß diese Menschen sich tveitevhi« frei bewegen können und als Ehrenmänner behandelt werden. Zwei Tage nach dem Urteil^hat man imme.hin Kessel verhaftet und Reinhardt enthoben. (Noske aber bleibt,'natürlich.) Es wird also noch eid Prozeß Kessel folgen, und schon heut« nimmt der mehrheitssozia.istische Berliner Polizeipräsident Ernst sich seines Untergebenen an. den er als tüchtigen Polizeivffizier zu schätzen weiß. NoSk«, auf dessen bekannten Erlaß letzten Endes die Erschießung der 31 Matrosen zurückgesührt wird, versucht es, die an sich bedauerliche Tat in einem Acitunjsinterview zu rechtfertigen. Er kann nicht anders, da er sich mm einmal d>'m m.litärischrn System verschrieben hat. Er tut es aus Ueberzeugung. Konsequenz ist auch eine Tugend. Wer ist schuldig? Die Gestalten, die auf der Bühne dieses P o esses a i reu, gehö.en in ein: Welt, zu der für un er einen kein-' Büke des Bexständni ses führt. Diese Menschen bewegen sich mit exakter Hal un z, unglaublich stramm, tadetlo'eS Benehmen, mit einer i.eberfchätzung der äußeren Forme» der Männlichkeit, die ans Groteske streift. Sie haben ihnen Begriff von Ehre nud Pflicht weit ab ton jener elementaren menschlichen Empfindung, die wie als ethische Regung anzustzrechen gewohnt sind. Böüia ahnungstos. ienseiiL von Gut und Döie> in einem.Formalismus, der lei» Korrelat in einer irrationalen und amoralischen Bindung an fiktive, gottserne Werte findet. Die Tötung vor» Menschen beschwert nicht ihr Gewissen. Was ist ein Menschenleben, gemessen an ihren Begriffen vonHeldentum und Vaterlandsliebe! Man steht vor diesem Bilde verblüfft und tzerständni^o?-. Ein Jude karm daS ebenfo'.venig fassen wie diese Offi.iere einen Inden vg.stehen können. Man sieht, bei dem Rampen!1cht dieses Gerichts* saales in die Spalten der Weltgesch'ch e: wie die christlich«- Welle, die aus dem Orient herüber kam, nur eine schwache Tünche ist, under der die uralten Instinkte über die Jahrtau ende triumphierten. Man kann nicht behaupten, daß Kessel und Marloh En.arliingen des deutschen WesenS sind; it.i«, so ist es wirklich, so steht es, schaueren egend, unsagbar fremd, vor uns, und erlaubt uns nicht, mit unserem Bedürfnis nach Beschwichtigung und Ausgleich in jenes Zwielicht her Literatencafss oder der Warenwirtschaft zu fliehen, die in ihrem grstalilo'e». Kulturmifchmasch die Möglichkeit einer Annäherung zwischen deutschem und jüdischem Geist Vortäuschen. Der Zufall hat es übrigens gefügt, daß der einzige überlebende Matrose, der durch eine» Zufall nicht erscho sen, soydern nur verwundet worden war, der Jude Lewi» ist.. Er repräsentierte gewissermaßen unter den Zeugen die geschändete Mensch.ichkcit. Uober dir Bestialitäten bei der Ermo.dung der Matrosen, die er schilderte, kann man nach den Fällen Luxemburg und Landauer nicht mehr erstaunen. Ans Ungeheure hat man unS gewöhnt. Eharakleristisch ist jedoch die Angabe Marlvhs, nach welchen Gesichtspunkte« er die Opfer zur Erschießung ausgewählt hat; er habe vor allen diejenigen herausgegrifsen, „die ihm besonders. intelligent erschienen". Dies ist die neue Methode, die besonders staatsgefährlichen Menschen zu finden,/ eine Methode, dischon der rufissche Zarismus gekannt hat. Früher sagte man einfache die Rädelsführer seien die Juden. Da das nicht mehr ausreicht, hat man den Kreis auf die Intelligenz erweitert. Die ,Hielt am Montag" glossiert diesen Ausspruch: so stehe «S al'o.jetzt um Deutschland, daß intelligente- Aussehen eine -Lebensgefahr bedeutet. Durch systematische Ausrottung'der Intelligenz wich Deutschland kaum gerettet werden könn.'n. ' Die deutsche Republik ist ei« merkwürdig unaufrichtiges Gebilde. Aeuß-:rlich gibt f|c sich als ein Resultat der Revolution, in Wirklichkeit ist die Reaktion im Besitz alter wirklichen Machtpositionen. ES kann heute kaum mehr ein Zweifel bestehen, daß sie in dem Kamps mri der Intelligenz siegreich geblieben ist, - denn auch jene Parteien, doren Programm fortschrittlich, demokratisch oder gqr sozialistisch ist, zeigen wenig; Geist und wenig Elan. DaS ganze politische Leben ist beherrscht von trostloser Oedkgkcit, bar jedes schöpferischen Hauches, ohne durchgreifenden Erneuerunstswillen, ohne klares Bewußtsein für hie Forderung der Zeit. DaS einzige Element, das noch Leben in die Wüste, bringt, ist der gemeinsame Antisemitismus, der in allen Variationen auftritt. ES ist leine. Macht da, welche dem Vordringen der alten, dunklen Gervalten erfolgreichen Widerstand leisten könnte« * Snlottb. Nationalversammlung. Dir Nationalversammlung erledigte ohne Debatte den Bericht dch Ausschusses für Heerwesen über di« Feststellung von Pflicht- Versetzungen militärischer Organe im Kriege sowie den Bericht veS FrnanwuS'chusfcS betreffend die Bewilligung von Anschaffung-* beitragen für die stchipersoaen an Volks- und Bürgerschulen, Achtstundentag. SierÜber referierte der Sorialdemotal Wiedenhokee. ögeordneter Dr. W » t t e igroßdeutich) «endet sich dagegen, daß nnr Oesterreich den Achtsiundmt.m emführm »»0«. wählend die großen Weltmächte rbn nickt «inge'übrt hade». Deshalb müffe feine Parte» gegen diese Boilage stimmen. Staatssekretär Hanns ch beweiÜ, daß der Achtstundentag in den meisten' Varivern Gesetz geworden ist. Sein Amt sei soüalpol tisch oorauSstkend gewesen, den Arbeitern argtben. waö ibnen g biihre. Wäre dies nicht geschehen, dann hätten wir die Flut de- Bolschewismus, die von Miincke« und Budapest hcsanzukomme» drohte, nrchl elndäwmcn tönnest. Abgeordneter S v a k o y S f to ichtistlichsoziM tritt für die Vorlage ein. Auch die christlrchru Arbuler« sind für den Achtstundentag. ' Abgeordneter Dengg (großdenlfch) verlang^ daß die Beüimmtmarn des Achlstuirdcntages.für gewerbliche Betriebe leine .Geltung haben syllrn. Abgeordneter DvineS Wsrialdemokratj erklärt, die Arbeiter werden sich Elrringknschaftcn. di« während des Kciegeerworbcq wurden, Nicht nehmen lass n. . Abgeoldirewr Stöcker: Der Gtaa'Skanzler in BarrS erklätt, wir miifsen durch Arbeit .mm Leben gelange». Hier werden Gesetze gegen b»e ÄrbeitSzert gemacht. Nachdem noch dir Gmeralrevner Ahoeordnetn B a f ch e f (vro). At'gsv dneier P a 1111 kontra g sproche» hatten, wurde die Vorlage «« der Fassung drS Ausschußes angenommen und die Sitzung g t f di l o i i e »I. Nächste Sitzung he« te 11 Uhr vormittag-. Schluß de« Weihnachtssefsto«. Das Vvdgetprovrsorium wird m der Donnerstagsivung verhandzch und anr ftreitoo yi\ Ende a «» führt werden. Jnzrv.s^en (risst, der SlaarSkancker D-ktyr 'R t u «er aus Pms in Wien ein,' konfrt'erl n„r dem »ä doo ein l'ttukn^w KablnetrSrat und hält Wer Stunden nach feiner Ankunft io der Nni>vnalverininmlung sein T x p a s h. Die Sitzung düiste am Kreitag um 6 Uhr abend» g t' ch l o s s e n wer den und die Abgeordneten verlafsea noch im ban -e dcS AbendS Wren. womit die varlamentarischen WerhnachtSferrru begrn«*n Sitzung am 17. Dezemvep. In der gestrigen Sprung deS nirderöiteereschrschen Land» tageS wurden rahlreiche Annage des Ban- «nd ßandetzkultar-, Schulrmd Beiwalrrrngöiairsschusteverbandest rmd erledigt. Urrker anderem wtlrdc ritt Arrnas detrestend' die Abtrennung und' Ausgestaltung der Leßrerakademre am Pähagogrnm rn Wien, ferner en Antrag betiksinid die N eur eg elu n a deö D lenste inko mm ende r Krndergärt ne rinnen und Kindez war tennnr» an d e LandcSkrnderggrren und ein Antrag betreffend die Am« nabme der vrovisorrschen rechuischen H>lf»bramtcn <Bntrag<- beamtet d«-- LandeSbauamteS m de» bleibmdm Landeöd'«st angenommen. — Nächste Slhiing beirre. Aul der T'ge-vrd»>mg stcbt die Debatte über die neuen Gemeindesteuern wie dre E'Nhrb»ng erner Abgabe von gemeines Boden werten und Köderen Mi etrir, len. einer Wertzuwachsa d g a b« und die E'nbebnng erhöhter G'meindcabgaben von gebrannten geistigen Flüisigkerten sowie einer Gemeindcadaabe von Schantnrvr'n. Der Debatte siehr man i» der Bevölkerung mit großzx Spannung eritgegen. we's einerseits die geplanten neuen Gemeinde- Heuer n »vr jeden HrnSbnlt von riet e«iischne>drnder Wirkung sind, andererseits aber auch man eine Klärung in dem Bechältm" der Koaljltonspaueie» zuem-»drr erwartet. Die Vor^erei<u«''en zur Verfaffungsrefor«. Wie die ^Dmtschö'1 erretMche» Mitteilungen* er'abrcri. können die Vorarbeiten für die Jnaitgrlsrnahme der BerfassungSresorm im wesevttichen als abaeschlosie« gelten. Der Entwarf trägt den Sondenvitnschen dre Länder i« weitesten Maße Rechnung. Die Berburidlungr» mir de« -Ludern werde« fofprt nach Neujahr begmum. Die tschechischem Schulen in Wien. vor einigen Woche« wurdß nn Einvynrhmen «it akkck» Parteim de-Gemeinderates Kommtsstone» ringcketzt, die Eck hebunge« darüber'ev vsteaen hoben, inwieweit hei^ Notwendigkeit einer bekondere« UnterrichtSabtelkung für tschechische Schukkinde, Rechnung getragen werde« könnte. Wie nun verkantet, sind diese Kommissionen zwar «ach nicht an der Arbeit, doch sind bereits die Vorbtreitungen für da- Znsammentrfte« dieser Komatisstonen beendet, Kompeusatiunsvephundlungstu mkt Angaru, Vudapeft. N. Dezember. (Tel-Komp,1 Gestern ttak ein» wirt^chairlichk Kommisstvn o>,S Wien rin. die beute vormittagß mit btn w rischaitlicktn Vertretern der ungarischen Regieruna r» Mmisten,mt des Aenßern eine Konferenz Miels. In des Konferenz wurde in erster Reche über dre Kpmvensation-»' f r a gen «nterbandelt» ousteidem bildete bas wipscha^liche Verhälints beider Staate« den Gegenstand eingehender Bejprechungetdj Politische^rundschau. Aus tzep Drsgrammred« deS «wg«rischen NrLionalit3tenminift«vs. stveftchrgar« -leibt ungarisch. Jakob B l e tz e r, Minister der ungackändischm nationalen Minderhntm. dickt vor einigen Tage«!» S t. Gotthard - eine Pipgrawmrede, der wir di« soigenden wesentlichen Stellen entnehmen : »Meine Tätigkeit wird von zwei Gedanken geleitch und zwar der Iber de- Christentumzum Siege zu verhelfen untz die Pazzstzierung der nicht ungarisch sprechende« Rationalitäten. De« chnsttichnaliavaken KvrS mtsprerhe« dre in Ay-stcht genommenen Reformen, Unter dicke» stehen an erste« Stelle erne gewchenhafre v » d e yre f o r m, wekche hie Jnteresten der llcknm -ent« berückstchtigt und die im nationale« Geiste zu lösende Regeln« st der Arbeit e^r fragst. Dadie.NaiianafliKte« dckrrstt, erklärt Minister Plcyer, daß die von Ungarn loSgctrenntm Rational,täten, nun, die ^lowakey und R u t h e n e n, sich nach Ungar« zurücksehnen. Anch Westungarn strSabtsicheinmü tig g e ge« denAnschluß o nO e st e r r ei ch. Der An, schluß wird auch nicht erfolgen. Westungarn bleibt uugstusch. denn, daß Post dickedqndtcklewird stch ditm letzte« BlütSttovfen verteidige«, ehe ch sich von Nngarn lo-reeße« läßt. D»e christlich« Lände, »stsien die christliche I « t e r n o t i q n’o 11 aufrichien, Minister Bleyer hiett seine Programmrrdr in zwei veisammlange« gesondert in ungarischer und deutscher Sprach». Ungar» «ird den Friedensyertrag nntepo fchrgrSen. Petzwn Wounhch hielt der »ngackfche Wnlsterpräsldenk Karl Hu-zur ln Kec-kemet eine große Rede, in welcher tt wj« schon kurz berichtet, unter anderem ouSsührte: 1 .Lsn kurzer Zeit worben Wir nach Pari» gehen müsse« «« hon Friede« adzuschlieben, von hem ich schon heute osson erklären kann, dqß «r strenger, harter, nach unsere» Mehrung ganz und gar ungerecht nutz unhaltbar sein wird. Und trotzdem werden wir gezwunger» sein, lhu zu unterzeichne«, wett wie sonst perdorren und selbst der Hossnnng einer nationalen Zukunst entsagen müßten. Vir aber »voller unser« historischen Rechte nicht preiSgete». Vollen wtr jrooch, daß wir bei den FriepenSverliandlUttge» die ungarische Nation «tt «rsolg vertreten, daun müssen wir auch darauf achtem daß km Lande Ruhr, Friede, Ordnu ng herrsch» unk dir Achtung vor. heu Gesetzen Platz greife. Mlj Abscheu wende ich mich aß von jeder Grausamkeit, möge sie von Juden oder von Christen begangen rverde». Wer in dieser Beziehung sich vergeht, wird die starke Hand der Regierung zy fühlen bekommen, denn ich werde in diesem Lande weder Anarchie, noch Unordnung oder antwortliches Morden dulden." Eine Stimme: „Nieder mit den Juden!" „Lieber Freund," anjwyrtete der Mlnisterprösisent henk »nzettgenläswn Zwlschenruftr, „diese Frage ist nicht aus solche Weise zu lösen, sondern so, daß dachristliche UwgartUna sich zusatttmenschließt. lexirt. arbeitet, sich auf gesellschaftlichem und wirtkchaftllchem Gebiete organsslert. Wir brauche» drtugeild die Ruhe im Hände." (Inzwischen morden Huszar» «nd Friedriche Scherge» weiter. Hu-zae hätte k» sterSkemet interessante Studie» darüber anstetlen könne», wie dopt die Achtung vor dem Gesetz auösieht. Die Red.l -,v ÜH MW