Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 303 (24.11.1919)
- Date
- 1919-11-24
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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v» c“ u,. - Volks-Degeneration und Regeneration. Ukbtt dieses Thema sprach vor einigen Tagen in der Bezirkssektion Alsergrund Herr Dozent Tr. Kornfeld und führte unter anderem folgendes aus: Die Symptome des Der» falleZ bei Individuen und Völkern äußern sich folgendermaßen: »Ddr Grkneinsinn und das Verant»ortungsgefühl für die Allgemeinheit lasten ausfallend nach. Wenn auch' einzelne sittlich hochstehende Persönlichkeiten mit allen Mitteln des Geistes gegen den Verfall austreten und anknmpfen. so ist an Hand der Gkchichte des griechischen und römischen Volkes fest« Mellen, daß ste den Kamps vergebens führten und den Untergang nicht aufhalten konnten. Diese Kräfte werden immer seltener, denn das geistige Wort mutz vor der De' stechkichkeit und der Gier nach dem Gelbe kapituliere«, was schließ" lich dazu führt» daß der Wrlle zum nationalen Fortbestände zu Mieren aufhSrt. Auffallend ist doch in der Geschichte, daß daS jüdische Volk!nt Gegensatz zu den alten kulturgcsch;chtlichrn Völkern sein^ Lebenskraft behalten hat, trotzdem eS ein Volk ohne Land wurde. ES ist jedoch nicht zu leugnen., daß das jüdische Volk Spuren de* Degeneration neben der Lebenskraft zeigt, und zwar die Verringerung des Gefühllebens und die Euieugung deS GemüteS. zumal stch die EntwicklungShöhe eines Volkes an der Lebhaftigkeit und Feinheit des Gefühles erkennen läßt. Die Abnahme des NechtsbcwußtfeinS und des Gewistens, die Lockerung des VerbilltnisteS zwischen Eltern und Kindern, die Verminderung des Nationalgesühles, daS Nichte, kennen deS drohenden Unterganges und der anzuwendcndcn prophylaktischen Erhaltungsmiitel machen sich zwar hie und da bemerkbar, aber da bei uns die Selbsterkenntnis nicht fehlt und die Degeneration an und für sich noch nicht tief erscheint, sind wir in der Lagedurch Weckung deS Sinnes für die Allgemeinheit, des sozialen Empfindens, durch Erziehung und Aufklärung, durch Pflege deS zärtlichen und liebevollen Familienlebens und der Achtung vor Geist und Ideologie, vor Führern und Lehrero dem drohenden Verfall rutgegenzustrurrn. * Geld- und Arrestftrafen gegen die Lichtverschwender. Else Nuttershekm zu drei Monaten Arrest verurteilt. Die gewesene Schauspielerin Elle R u t t e r s h e i m, 26 Jahre alt, derzeit in Baden wohnhaft» hat nach einer Anze'ge der Gemeinde Wien — städtische Elektrizitätswerke. in ihrer letzten Stadlwohnung, fl, Kohlmarkt I, in der Zeit vom '4. bis 17. Mai d. I. 4316 Hcktowattstundcn elektrischen Lichtes verbraucht. Da in der Zeit gemäß den Vorschriften der Sparmaßnabmen nur 266 Hektowattstnnden zulässig gewesen wären, beträgt die U e b e r s ch r e i t u n g 4118 H e k t o- Wattstunden. Der Mehrverbrauch beziffert stch daher auf 2059 Prozent. Else Ruttersheim ist aus dem gleichen Anlaß schon nur K 1' öd und & 3000 Geldstrafe belegt. Da das Licht fast ausschließlich wegen derin der Wohnung der Eise NuuerSheim veranstalteten Hasardpartlen verbraucht worden rft, wurde Else Ruttersheim mit Erkenntnis des Polizeckommrffarimes Innere Stadt vom 5. d. M. mit 16.000 G e l d st r a s e und drei Monaten Arrest bestraft. Sie hat am 19. d. M. beim Stadtvorstand in Baden den Rekurs angemeldrt und gleichzeitig ein Gnadeug6uch eingrbracht. Noch eine verurteilte Schauspielerin. Vorige Woche wm de, wie bereits berichtet, m den Bureau-- rLuntllchkeiten der Blumenhandlung'Marp, fl, Kärnmerring 11, eine Hasardpartie ausgehobcn. Die Veransialkeriu, d,e gewesene Schauspielerin Margarete F e U it e r, 41 Jahre alt, IV., Schikanedergasse 18 wohnhaft, welche zur Beleuchtung der Räume Karbid und Kerzen verwindet hatte, wurde mrl Rücksicht daraufdaß ste aus gleichem Anlasse schon nur K ßoo.— und ll 1000.— vorbestraft-ist, mit Erkenntnis deS PolizeilommiffaiiitteS Innere Stadt vom 26. d. M. mit 8 16.0M.— undfechö Wochen Arrest bestraft. Auch Margarete Fellner hat «kuriert und ein GUadrngrsuch eingedracht. Der Prokurist vom Sacher ebenfalls verurteilt. 1 Der Pro'urist pnd verantwortliche Geschäftsführer derHotel- RestaurattonSacher, 1..AugustincrstraßeS—4, Ferdinand Krönet» er. wmde aml.d.M. wegen Ueberlretrmg der Lrchckparmah^ nahmevorschriften mtt L 5060.-, eventuell elf Wochen Arrest bestraft. Er hat gegen daS Erkenntnis den Rekurs einr;.‘fr. Große GtsenbahndiebstShle ln Wrsrr. ASa« «Le» gestohlen wird. — Die Anficherheit 1« den Straßen. In der letzten Woche wurden km Nord- und N v rd westbahn Hofe Waggons erbrochen. Gestohlen wurden 3000 Meter Aermelfittter aus gestreiftem Satinvier verschiedene Muster. 1000 Meter Cloth, schwarz und särbig, 1000 Meter Stoffe für Herrenmizüge, Hosen und Winterröcke in Stücken bis zu 60 Meter, zusammen eineinhalb Millionen Kronen wert. Auf die Wiedererlangung ist eine Belohnung von L0.00O Kronen ausgesetzt. . Nm Frachtenbahnhof des Tflbahnhofes wurde am 18. d. M. ein Waggon erbrochen. Zum Nachteile der Speditionsfirma Leinkanf .wurden 12.000 Dosen Sardinen im Werte von 43.000 Kronen gestohlen. Bei einem Einbruch in der '.Wohnung deS Franz W o d i c t a, Vllf. Schlösselgasse Nr. 24, wurde ein Betrag von 40.OO0 Kronen in Banknoten zu 1000 Kronen gestohlen. — Am 21. d. M. nachts drangen Schränker vom Kanal aus in die Räume der Firma Heinrich Rainer, IX. Ban Ewieteiigaffe Nr. IO; mit einem Sauerstofsgebläse sprengten sie eine eiserne Kassa auf und stahlen ungefähr 7000 ftionrn. — Am 22. d. M. wurden der Firma GM & Stift. XIX. Weiuberggafje Str. 76, vier Motormagnete und zwei Dynamomotore im Werte von 4O.OV0 Kronen gestohlen. Der Frau Marie Urba n, 13.Dez., Liuzerstraße,42b, wurden durch Einbrecher Kostüme,/. Pelzfv.aren und KleidnngsstÜcke im Werte von 20.000 Kronen gestohlen. Am 22. d. M. wurde die Tabaktrafik der Marie, G l a n z n e r. 4. Bezirk, Henmühlgasse Nr. 32 erbrochen. Gestohlen wurde» sämtliche bezogenen Nanchsorten im Werte von einigen J OOO Kronen. An: 22. d. M. um etwa halb 6 Uhr früh wurden aus dem Sloffmagazin Hütteldorferstraße Nr. 63 etwa 4OO Meter dunkelblauer Fuchs im Werte von 70.OOO Kronen gestohlen. Sechs biö sieben Männer haben die Stoffe ans einem leichten Strei'wagen mit braunem Pferd in der Richtung gegen den Gürtel sortgesübrt. Der Kutscher Adolf Novotny, 21./ Leopoldauerstraste 73 bedieystet, suhr am Samstag früh um halb- 4 Uhr mit seinem Gespann durch die Leopotdauerstiaße. Ptötzlich wurde er von vier etwa 2öjährigen Burschenangehalten. Einer von ihnen rief ihm zu: ».Stehen bleiben oder wir schießen I" Novotny hieb eiligst in die Pferde ein und suhr den Straßenräubcrn davon, ohne daß sie ihn Überfällen konnten. Wie berichtet, wurde am 2. d. M. nachts in dem Palais des früheren Grafen Erich Salm-Reiff erfcheidt, Neubau, Mintergasse Nr. 11, ein Einbruch verübt, bei dem Silbergegenstände im Werte von K. 110.000 gestohlen wurden. Unten dem Verdachte der Beteiligung an dem Einbruchrdiebstabl wurde ein Dacbdcckergehilfe verhaftet, in dessen Besitz verschiedene von dem Diebstahl herrühreude Gegenstände gefunden wurden. Scharfe Schüsse vor dem Volksthearer. Raufhandel zwischen italienischen Soldaten und ' Zivilisten. Aus ganz nichtiger Ursache kam es heule nachts in der Nähe deS Deutschen VolkScheaterS zu einem Raufhandel zwischen rtalicntschen Soldaten und Zvilisten. Der Raufhandet, den die Zivilisten hervorgerusen hrben dürften, nahm in einem Kaffeehause seinen Anfang. Im Ca!6 ,Rheintzvld". in der Strozzigasse Nr. 1 war es nämlich gestern gegen 741 Ühr abends ztt einem Streit zwtschm fünf dort weilenden Soldaten der italienischen Mbston und mehreren anderen Bestlchrru in Zivil gekommen. Ein Zivilist soll den Italienern das Wort „K a tz e l m a. ch e r* zug«rufen haben. Darüber hielten stch die Italiener auf und es kam zu einem Wortstreit und bann zu einer Nüusrrei. SichcrheitSivache der Abteilung Joiefstadt schritt ein nnd schützte die Italiener vor weiteren Angriffen. Sie verließen daS Lokal und gingen durch die Lerchcufelderstraße gegen die Stadt zu. Die Sicherheitswache begleitete zum Schutze die Italiener» die in verschwindender Minderzahl waren, da eine aufgeregte Menge ihnen folgte. .Die Leute konnten auch dank dem Schutze der Wache nicht näher kommen, Als die beiden feindlichen Scharen vor das Deutsche Volkstheater kamen, und dir ihnen folgenden Leute auf der Seite deS Fustizpalästes standen, zog einer d e r i t a l i e n r s ch d n Soldaten, wie sich hnauLftrllt« der Kanonier Gmv F v gli, am 11. Juni 1898 zu Psa geboren, m der Schwarzenberg-- kaserne brauartiert, semcn Revolver und gab gegen die Menge vor dem Justizpalast einen Schuß ab. Darnach ergriffen alle fünf Jtalrencr die Flucht. Run entstand ein fürchterlicher Wirbel, in denr ungefähr fünfzehn Schüsse sielen. Wer sie abgegeben hat und gegen wen sie gerichtet waren, ließ sich in der Dnnkelhelt und in dem Wirrwarr nicht au-nehmett. Die SicheiheitSwache vermochte vier Italiener, unter ihnen Fogli, der den-ersten Schuß abgegeben hatte, fcstzunchmen. Em Stadlsckutzmann nahm ihm den Revolver ab. ans dem, wie sich später herausstellte, vier Scküffe avgegbm worden waren. Außer ihm wurden festgenommen: der 22lährige Eltuk Brumctt, Oldonnanz der italienischen Mission, zu Sofia ge* borcn, nach Görz zuständig, der Zlsiährige Korpora! Carlo Bogliettt, zu Turin geboren, und der 26jährige Kanon>er Emanuel Ciandano' zu St.Margarech in Italien geboren. Bei den drei Letztgenanttten wurden keink Waffen gefunden. Dre vier Italiener wurden zum Polizelkommiffartat Nmbau gebracht. Dort stellte sich heraus, daß drei von chüen verletzt waren. Fogli, der zuerst geschossen, hat mehrfache Schnittwunden am linken Unterschenkel, Bogltetti hat eine Wunde, dtv mäglichtzrweise von einem Schuß herrührt» am rechten Oberschenkel, und Brummet eme Ltichivundt an der linke« GesichlSseite. Die Rettungsgrsellschaft wurde berufen und leistete den vier Verletzten erste Hilfe«, Ihre Wunden sind durchwegs nicht schwer, weshalb ste auf dem Konmüffariat belasten werden konnten. Außer ihnen soll noch ein Zivilist namenS Fialka, der in der Ncustätgaste wohnen soll, verletzt sein. Ob durch die Schüße weitere Personen verwundet worden find, ist bisher unbekannt. Die italienische Mission wurde wegen Abholung der vier Soldatrn von dem Vvifall in Kenntnis gesetzt. Ein Streit mit e>nem italienischen Soldaten ist auch heut« nachts in der AmbstellnngSstiaße im Prater entstanden. Der 22jährige Musiker Karl Hvfnrann, H., Tabcustrahe 24 wohnhaft, wurde von einem italrensichen Soldaten durch einen Stich rn dm lmken Unterschenkel verletzt. Der Täter stüchtete. * Der allfonntirgige Unfug. Wie eS stch überzeugungStreuen und tcutscheN Männern gezieint, wnrde auch der gkstrrge Vormittag von etwa IbO Dcutichnalionlilen dazu benützt, um auf dem Franz Josefs-Kat zu sianieren und die Gelegenheil Al einem Unfug zu suchen. Dir Stuumung war mit Rücksicht auf das schlechte Wetter sehr stau und da- ^Frst" verlief daher ohne Zwischenfall. Arme Narren! * Sam«nlr»»«g für dir Wiener Freiwillige Rettungsgesellschaft. DaS «Wiener Stadl-Cafü". t, Koblm.'siergaife 2/4, hat uns Uten Betrag von K 2t 0.— als Eigebnis et net SaillMlüitn Unter seinen Siammgästen, übergeben, und zwar: S. Händel ll. 16.—, N. N. io.—. Rurmdt L 10 —, Fny Sonnenschein kl 10.—, Sternbchl & Locwy K 10.—, Kekisel K 10.—/ Gouttrb K io.—, Sptra L iq.—, Wcißmauu L 12.—, HaaS K 10.—, Ch. K 5.—, Josef Kantor K20—, Klein K5.—, Roth K 10.—*j Pack er K 10.—, Presofski K ’io.-. Strauß, Naab K 10.—# Ftschl, Prag S 10.—, Thlamtatsch K 18. -; Summe 200.—. Wir hat <n den Bttrag an die NeltUiigsacscÜschast ndgefülirt. Selbstmord eines FabrlkSdirektorS^ In der Nncht gut» 23. d. M. hat sich in seiner Wohnung der 44jahrigd Fabriksdirektor Karl Ferdinand G. durch einen aus einem Armeen revolver gegen. I-:« ic-mC . :. . ,n^.^>eo>.-tcrr g. tötet. Er dürfte die Lat im Zustande geistiger Verwirrung begangen haben. f * Mrtzglüekter Hinbruch ln ein Bankgeschäft. teufe nachts haben Kassenembrechereinen großzügig angelegten lnbruch in die Räume des BanlhauleS Louis Tauber, lX., Maria Therenelistraße 22. vcrsuchl. Sie hakten stch gestern abends ins Haus geschlichen und Inder oberhilb gelegenen Wob nung verborgttk gehalten. Nachts haben ste in die Decke der Räume des .Baukhmlscs ein Loch gebrochen und wollten sich hinablaffen. Da wurden sie bemetit und verscheucht. Mit Sellen konnten ste sich au? die Sirasre hinablassen und fliehen, ohne erarcksen werden zu tonnen/ Sie schlugen die Richtung gegen de» Deu'schmetsterplatz ein. Es sollen drei UV timtet aewcsen fein. Auf dem Tatorte ließen sie die Einbrnchswerkzeuge. eine Militärbluse, emen Äiegenschiim Und einen Rucksack zurück. * Großer Hoteldiebstahl. AuS einem Zimmer des Grand Hotel wurden am 22. d. M. den Viüdem Simon und Arnold Luiom rski 8250 Schweizer Franken, em hellgrüner Winterrvck Mit Güitel und Mit grauem Seidenstoff halb gefüttert, 8 <5000 w>'rt, und ein SealSkindamen»nautel Mit Biberkragen und Nl'anschektkn und B'vknifutier. K 80.000 wert, sowie eine flriti lebeirte Aklentaschc ohne Inhalt gestohlen. * Paffagier-LuftverUrhr Amerika—Europa. Da- ..Berliner Tageblatt" meldet ans Basel: Aus Rew-Äork wtrd berichiet, Man beschäftige sich in dortigen Finantkreisen nttl der Gründung euer Akkteuge'eüschast, die den PassagieT* Luftverkehr von Amerika nach Europa einführrn soll. Man rechne dabet aus Luftschiffe, die ttt Deutschland geharrt werden. * Briiudungsfest. Samstag den 89. d. M. wird der Sportklub der Wiener B e r u s s f e u e r w e h r daerste GründuugSfcst abhalten, für das bereits ein reichhaltige- Proaramm auSgearbettet ist. Das Fest beginnt in den Sophren» sälen um ö Uhr nachmittags. EiittrittSkütten sind im Vorverkauf um K 5.—, an der Kaffe um kt 8.— in den Telegravhenzimmtrn aller Beru^sfeuerwehren sowie vlll., Auerspergstrape 11 (Gastwirtschaft Matinkovusi zu haben. * Trost in der Kvhlenkrise. Auch die Pariser haben utiter der, Kohlennot zu leiden. Um sie zu trösten, erzählt- L'A'v e 11 iS, 'daß m fiüfjcvcit Jahihundntcn der>E»ebr>ruch der Steinkohle in Har'S geradezu verboten war. Die Pariser Fakultät gab >m Jahre 1520 em Gutachten, das vom Parlament und dm Vorsteher der Kaufleilteiiinung eingffordert worden war, über die Gefahren, des S,te>nkohlenoerbrauches ab, daS negativ aussiet.. Man verwendete damals vorwiegend Holzkohle. Erst akS Franklin im 18. Jahrhundert nach Paris kam und dm Fianzvsen die Steinkohle warm empfahl» welche schon damals in England viel vktw ndet wurde, währmd ste in Paris dölllg unbekannt war, begann matt sich in Panö mit der Steinkohle zu befreunden« " * tflstin Millionen australischer Schafe Verdurstet. Wie aus Sidney gekabelt wird, sind Äteu'Üdwalrs und Oucenöland von einer enlsetzlichen Trockenheit heimgesucht, die jetzt schon aeht^ zehn Monate MiNNterbrocheu anhält. Srchß Millionen jung« Schaie, die für die Wosterzrugung Australiens so sehe in Betracht lomuken und drei Viertel der normalen Aufzucht anßmachen, sind zugrunde gegangen. Em trockener Wirbckwmd hat wettere drei MlÜiönen Stück vernichtet. * cher Aeberseedienst« „Telegraaf* meldet aus New- Aork. daß die Ameiican Line am 10. Dezember den D i e n st nach Hamburg Über Southampton mit dem Dampfer „Rtongolia" beginnen werde. * Kongreß für Lieffeeforschnng. AuS Madrid wird gemeldet: Die E> äffnnngssttzung des Kongreffes fürTiessee» forschnng fand in Gegenwart deS Königs statt. Es soll ein Zeniralsitz in Monaco gegründet und von dort anS die Unteri'uchungSarbeit geleitet und geregelt werden. Zunächst wird dw i.l«lersuchung.des Mtttclmecres vorgeuommen. * Glu merlwnrdiges Auleiheanbot an die englische Regierung. Unter Leitung des englischen Premiers fantz^ dieser Tage eine Beratung Über das Angebot eines Mr. Nobmsvv» eines Schotten und Bevollmächtigten xiutS schotlifch-amerikanischen Ttusts von Millionären, statt, die eine Summe von 200,000.000 P und Sterling dem Staate unter dem gewöhnlichen Zinsfuß als Datlehen anbieten. Offiziell w rb bekanntgegeben, daß das Ergebnis ein sünstiges war. Finanzblätter warnen allerdings vor diesen Millionen. Schon im Sommer säen. Irland und bedeutenden Jndustrieftädten Englands von dem unter hoher Patronanz stehenden Robinson Darlehensanträge gemacht worden, trotz gegebener Zusage seien die Sumtnen bis heute nicht zur Be?» fügung gestellt würden. * Falirplanänderungk«. Die Indienststellung einer entsprechenden Anmhl aus der Repatatur eingeliefeiten Lokomotive», welche bet Herabsetzung der Znasbelastung und geänderter Fahrt- Verfügungen einen geringeren Kohlenverbrauch erfordern, ermöglicht vom 84. November l. I. angefangen die nachstehenden Fahrplanvcrbeffernngen durchuisühren, wobei gleichzeitia eine Trennmm des Fernverkchres vom Lokalverkehr bewert stelllgt wird. Der von Wien um 7.00 Uhr fl üh abgehendr Personenzng wrnd nur bis Hobenan verkehren. Zur Beförde'.untz der Fernrelsendeir über HohenaU hinaus wird von Wien em Zua um 8 Uhr t Mrniitrn früh mir Wagen 1.» 2. und 8. Klaffe abgehen, die Strecke bis Hohenau ohne Aufenthalt durchfahren und m Lunden bürg um li Uhr r> Minuten vormittags einiresfen. Der von Wien um 2 Uhr 10 Mimiteu nachmittags abgehcnde Peffvuenzug w'td nur bis Hohenau verkehren. Zur ^Beförderung der FerUkessend-m über Hohenau hinaus wird von Wien ein Zug um 3 Uhr 30 Minuten nachmtttagS 'init Wagen 1., 2. und ö. Klaffe abgehem die Stiecke bis Hohenau ohne Aufenthalt dnrchiahren und \ n Lundenburg um 6 Uhr 25 Minute» abendS eintreffen. BereLstsstach richten. Frü'UeNgrnppe der zionistischen Be» z i r k s s e k t i 0 n kür die w e st l l ch e tt Bezirke. Heute Montag, lll)t nbeitbS. Dr. B raudt »Dy: Eni- WicklUNgdesZ'oniSlmrsvor Herzl . — I Ü d i f ch - a k a d «M tscher I u r i st e n v e r e i n r AmcSstnndcn biS auf werteres iäglrch von 11 bis 12 Ubr V0tm. im Verc.nslolal. lX., Alserstrasw28, ViblivthelSstunden jeden DienStag UNd DoUNkrSlÜg vß>» 11 bis 12 Uhr voriit. und jeden Samstag von b bi- 6 Uhr nachm. In Pa>)attgkle>rknhr!leit jeden Monrag und DonnerSlSk von U dis 12 Uhr vortn. Die Anineldesiist für die Rechtskurio ist diS zum 3».-d. M. verlängert. Die Eröfmmtg der Kurse 1« Dezember. Der Beitrag macht L 22.— monatlich (m&.