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Wiener Morgenzeitung · 1919-11-10 · Heft 290 (10.11.1919) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 290 (10.11.1919)
Date
1919-11-10
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Nr. 290 Wien, Montag Tagesbericht. Der AnLisemitenbummel. Die nanonalistischen Schlier der' tunlichen Hochschulen 8?iens srylen gestern ihren Sport fort. Wuder erschrenrn sie au tem Fron, Ioscls-Kar. um dort ihre Auffassung von der Ku'lur iner Wellsiadt unrer den Augen der in ÄZ>cn iveilendc« fsremdW p brkunden. GeNein fand sich aber auch ein tlemcr Terl der Dischnationalcn Srudentenschafc an derlesden Stelle ein, um pöb-leien energ'sch entfleaeruutrelen. Ihrem Knllurnivean mk' Pfchtnd. bewrhrtcn dre Ittdischnauonaleu muftcvlmfte Nutze und aalen nrrgendS ans dem Nahmen abwarlender Reserve heraus. Die „Korrespondenz Wilhelm" berichtet über den Verlaut »er neuesten, aus du Hebung des Ani^ens Wiens berechneten llktion der Orll) Srdlak. Iermbek und Ursin lotgendcs: Gestern, zum dritirn M üe, vciunstalleten die Deutsch» äationalen einen TemonstrationZbunimel aus der Vorkaiseite des!ranz Iases-Kai. Sie waren etwa 150 bis 800 Mann stark nt einen G>uvpen anaerückt und promenierten zwischen Stefanie' rnd M 'rrrnbrucke. Da und dort sab man erregte Gruppen und Lobend geschwungene S:öcke, wenn sich ein durch seine kracht kennil.cher g a l i z i s ch e r I u d e ,n die Re-heu verirrt jiatte. Aul der Sladt cire des Kais hatten sich zur gleiüien Art chl'ge hundertIüdlschnatronale angeiammckt. und euch sie schritten har und her. mrmer in gleicher Hobe mit den Demonstranten au der anderen Serie. Es wurden ßmufe und Schlmviivorte gewechselt und an manchen Süllen sah rs so aus. »!s sollten dir gegnerischen Massen aufeinander stoßen. Aber -eiderscitS schritten rnmrlten der Demonstranten viele S r rli e rj e l t i* und S t a d t s ch u tz l e u r e, dee .mmer dorthin nlten, po es zu ^usammenstö ien m tvmmen drohte. Ohne tleme Plänkeleien jtittfl es auch gestern Nicht ab. Als die Stimmung sehr gewannt schien, liit beidrrsets mit den D nronstratvnszrigm eit kleinerer Kordon jott Srcherhei'.swache zu Pf rde mit, der gleichsam die trennende lltarrer bildete. Bei den Brücken ballten 'ich immer, wenn es znm Lmkehrrn kam, die Züge zusammen, und die gereiz e Sliminung wollte sich dann icdesinal zu eniladen. Nich ernstiindiger Dauer vurde genau um dre Mittagsstunde dem Bummel ein Ende bereuet. Die Berittenen und Wache zu ftitlie drängten die Deutich- »at'vnalen bei der C'efanlebrücke siromausivarrs gegen dre llugarirnbrücke. Zu gleicher Zeit drängten Wachen zu £ u 6 e und z u Pferde die Jüdischnationalen gegen den -Morzinplatz und in die Serien» mssen des Kai ab., DaS grcng aus beiden Seiten nicht ohne Vidcrwruch vor sich, übte aber die mite Wirkung, daß die zeguerrschm Masten getrennt waren. Die Dem'chna ivnalm zogen Iber den Scholtenrmg ab und bc m Schotten'or kamen nur mehr »crime an. In den Nebengassen des K.rrviertels kam es zwnchen slenim Gruppen, die einander traien, zu Pläntelcien und Fch rrmstycln, bei dmen es auch Stockhiebe abietzre. Auch gestern vmde eine Anzahl Arretierungen vor genommen. Sperrung des Restaurants Krantz auf vier Wochen. Fkekschfpeisen an fleischlosen Tagen. — Die Gr- RührmigskontroÄore werden verprügelt. — Die Gasse der hageldichten Hiebe. Am 29. v. M., einem Mittwoch, hat das Kriegswucheramt sestgestellt, daß im Hotelrestaurant des Hotels krantz, Kärntnerstraße 22, trotz deS fleischlosen TageS dreierlei Fleischspeisen an die Gäste verabreicht wurden. Bei einer Nachschau wurden in den Kühlräumen 235 Kilogramm R'ndfleisck, 107. Kilogramm Schweinefleisch und 52 Kilogramm Kalbfleisch, die entzögen den bestehenden Vorschriften im Schleichhandel irworben worden sind, gesnnden und beschlagnahmt. Der Direktor des Betriebes Karl Nießner vurde wegen Uebertretnna. der ErnLhrungSvorschrilten mit einer Strafe von 2000 Kronen, eventuell eurer Woche Arrest belegt. Das Vorgefundene Fleirch wurde für verfallen erklärt nnd der amtlichen Uebernahmsstelle für Vieh und Fleisch in St. Marx zugewresm. Als nun die Uebernahmsstelle das Fleisch abholen lassen vollte, verweigerte das Personal die Herausgabe. Am 7. d. M. wurden nun neuerlich drei ErnährungSntssichtsorgane in das Hotel Krantz entsendet, um einerseits sestzustellen,'ob an diesem fleischlosen Freitag die Lrncihrnngsvorschristen genauer eingehalten werden, und andererseits, um nacl'zmehen, ob das beschlagnahmte Fleisch noch vorhanden war. Da wurde nun sestgestellt, daß abermals in der Küche Rindfleisch verabreicht wurde, das für das Personal in der Küche bestimmt war. Der fleischlose Tag war also abermals nicht eingehaltm worden. Auch die Speisenkarte für die Gäste wies an diesem Tage Fleischspeisen auf. . Nun begaben sich die amtlichen ErnähnmgSmssichtsorgane über die Stiege in den Keller, in dem das Fleisch ausüewabrt ist und der zwei Stockwerke tief liegt. Das Personal des Betriebes strömte zum Teile nach. Die drei Amtsorgane sahen sich plötzlich von einer 80 bis 40 Personen b «st e h e n d e n S ch a r u m r i n g t. Sie wurden beschimpft. Die Ruse: „Schmeißt öS außi!* und „Haut'S öS nieder!" wurden laut, und mit den rohesten Schimpfwörter» wurden in der feigsten Weise die drei von den 80 bis 40 g e f ch l a g e n, so daß sie die Amtshandlung nicht durchführen konnten und aus dem Keller flüchten mußten. Auf dem Wege Lber die Stiege bis auf die Straße mußten die drei Amtsorgane ein Spalier passieren, in dem die Hiebe hageldicht auf sie niederprasselten. Eine der Amtspersonen wurde mit den Füßen in die Weichteile gestoßen. Sie erlitt Abschürfungen an den Händen» an den Schläfen und an der Rase. Gegen einige der Angestellten des Hotel Krantz sind Nun Erhebungen wegen Verbrechens der öffentlichen Gewalttätigkeit im Zu)«, und die Betroffenen werden^, nach Abschluß der Erhebungen dem ÜandeSgerichteHingeliesert werden. Der Direktor des Hotels, Karl Nießner, wurde aus dem Grunde, weil er das mit Beschlag belegte Fleisch, daS als verfallen erklärt war und dar einen Wert von etwa 85.000 Kronen hatte, weiter verbrauchen ließ» zu einer Lrsaüürafe von 25.000 Kronen und wegen Wiener Morgenzeitmrn 10. November 1919 %ette )Tl neuerlicher * krasser Überschreitungen der Ernährungs- Vorschriften zu 20.000 Kronen Geld st rase eventuell einem Monate Arrest verurteilt. Ueberdies wurde der Gasthausbetrieb des Hotel Krantz auf die' Dauer von vier Wochen, und zwar für die Zeit vom 9. November bis 6. Dezember l. I. gesperrt. Einreise nach Palästina. DaS Palästinaamt in Wien teil!' uns mit: Noch ist der Moment für'die Massenbewegung nach Palästina nicht gekommen, aber Angehörige einzelner Kategorien können in Ausnahmsfällen, deren Zahl allerdings sehr beschränkt ist, bereits jetzt Berücksichtigung finden. Der jetzige Augenblick erfordert von uns allen eine eiserne Disziplin, ein unbedingtes Unterwer en unter die Weifungen der zionistischen Leitung. Wir sind überzeugt, daß alle, die nach Palästina gehen wollen, die Reize nicht zum Schaden des jüdischen Volkes, sondern zu seinem Heil und Frompren antreten wollen. Auf Grund der vom Londoner Zentralbureau ergangenen Weisungen gibt das Palüstinaamt Nachstehendes bekannt: Die zionistische Leitung hat das Wiener Palästinaamt bei der.britischen Mission in Wien als alleinige Vertretung der zionistifchen Partei in allen Angelegenheiten, die Einreife nach .Palästina betreffend, autorisiert. In mehrfachen Besprechungen zwischen den Vertretern der Mission und des Palästinaamtes wurden für die Erwirkung von Einreisebewilligungen nach Palästina folgende Richtlinien festgesetzt: Zur Entgegennah ine der Ge'uche um Einreise nach Palästina ist a us sch lie ß lich das Wiener Palast inaaint berufen, wo die von der britifchen Mission herausgegebenen Formularien erliegen. Das Palästinaamt nimmt die Anmeldungen der Auswanderungsbewerbl r entgegen, begutachtet die eilen auf Grund der vorgewiesenen Dokumente und eingeyolten Re erenzeir und leitet die Gesuche an die britische. Mission, welche das Weitere telegraphisch, durch Kurier usw. auf dem kürzesten Wege veranlaßt. Die hiesige britische Mission kann nach den dem Palästinaamt gegebenen Informationen im eigenen Wirkungslreis keine Bewilligungen erteilen, sondern kann lediglich Gesuche entgegennehmen und weiterleiten. Ein eine Bewerber um Einrei e ewilligungen nach Palästina werden von der britischen Mission nicht empfangen, sondern an das Palüstinaamt gewiesen. Demzufolge ist es klar, daß derartige Vorsprachen zwecklos sind, ja noch mehr, sie schädigt' das Ansehen der zionistischen Partei und bringen unsere Sache in Mißkredit. Für die Einwanderung nach Palästina kommen vor- - läufig nur folgende Kategorien in Betracht: 1. Flüchtlinge, das sind solche Personen, welche in Palästina ihren ständigen Wohnsitz hatten und durch den Krieg an der Rückkehr gehindert waren. Alle Bewerber dieser Kategorien müssen ihre frü'e.e Seßhaftigkeit in Palästina durch Vorweis einwandfreier Dokumente Nachweisen; in deren Ermanglung müssen die Angaben der Bewerber durch Zeugenaussage von Personen, welche dem Palästinaamt als Palästinenser bekannt sind, bestätigt werden. - 2. Personen, welche bereits in Palästina gelebt haben und derzeit Eltern, Kinder oder nahe Verwandte dort haben. Das.umer 1 Gesagte bezüglich Nachweis des Aufenthaltes in Palästina gilt ebenso hier. 3. Solche Personen, welche in Palästina Gründungen beabsichtigen, welche vom Einweichen um Einreisebewilligung bereits durch die maßgebenden zionistifchen Behörden konzessioniert wurden und für «den Aufbau deS Landes von großer Bedeutung sind; solche Personen müssen über die notwendigen Geldnrittel verfügen. 4. Solche Personen, welche als Arbeiter usw. in diesen Neugründungcn beschäftigt werden sollen; dies« Bewerber müssen eine von ihrem Zukünftigen Arbeitgeber ausgestellte Zusicherung der Anstellung vorweifen. Schließlich Personen, welche in bereits bef elenden Unternehmungen Palästinas. Stellung Nachweisen durch eine Bestätigung ihrer Arbeitgeber, welche durch die zionistischen Behörden in Palästina (Waad oder Palüstinaamt, Jaffa) vidiert sein mutz. Alle anderen Kategorien können derzeit noch nicht nach Palästina. Wie bereits aus einem kürzlich veröffentlichten B ief des Palästinaamtes Jaffa sowie aus privater Korrespondenz he^vorgeht, herrscht ln Palästina gwße Arbeitslosigkeit, die naturgemäß durch Zustrom neuer Eimvanderer noch eine Verschärfung erfahren würde. f In Anbetracht dessen und mit Rücksicht darauf, daß die Ausbringung der Reisekosten durch Sammlung usw. in Wien so gut wie unmöglich ist, kommen für Erlangung der Bewilligung zur Einreise in erster Linie jene Emigranten in Betracht, welche über die zur Reise notwendigen Mittel verfügen. Auch ist das Wiener Palästinaamt nicht in der Lage, für Leute, welche von auswärts nur zu dem Zweck nach Wien kommen, um hier die Einreisebewilligung zu erhalten. Verschleppte Millionenwerte. Auf Grund einer Anzeige der Hauptanstali für SachdemodilrsieruNg, 2., Tabvrstrahe 18, wurde am 6. d. M. der Leiter der Filiale Wiener-Neustadt der Lujtsahrrwesen->Gescllschast «t. ft. H. („Lusvg^) LadiSlüur Pettuch unter der Beschuldigung, Material im Werte von mehreren Millionen Kronen verschleppt, beziehungsweise ver^ heimlicht zu haben, in Haft genommen unÜ auf Ersuchen' der Staatsanwaltschaft Wiener-NeustsÄ dem dortigen Kreisgerichte überstellt. Neue Telephonzentralen. Das Staatsamt für Handel hat beschlossm, die Herstellung der so lange verzögerten neuen Telephonzentralen in Wien endlich zu beschleunigen und als Notstandsarbeit durchzusühren. Zunächst kommen die Zentralen im IH. Bezirke, Nasumofskygasse, und im IX. Bezirke, Zimmermanngasse- Hebragasse, zur Ausgestaltung. Für letztere Zentrale ist bereits die Gas- und Wasserleitltngsinstallation vergeben. Für bte Landstraße? Zentrale sind soeben die Steinmetz-, Tischler-, Steinzengrohr- und Kanalistetungsarbeiten tos*- fristig ausgeschrieben worden. Arr die jüdischen Jugendlichen des XX. Bezirkes t Die am 1. Juli d. I. von der zionistifchen Organisation in der Brigittenau ins Leben gerufene unpolitische Jugend gruppe, die derzeit bereits über 200 Mitglieder zählt, will die jüdische Jugend bis zum 25. Lebensjahr körperlich uüd geistig zu verantwortungsbewußten Juden erziehen. Zu diesem Zwecke hat sie Turnergruppen (der Turnverein „Makkabi" turnt bereits seit September), Wandergruppen und' SeibsterziehrMIsgruppen gebildet. Letztere veranstalte» allwöchentlich einen Deretnsabend mit Vorträgen usw., haben Hebräischkurse errichtet und verfügen über riüL reichhaltige Bibliothek. Alle jüdischen Jünglinge und Mädchen, denen das Wohl des jüdischen Volkes am Herzen liegt, sind eingeladen, der Jugendgruppe beizutreten. Heute findet: um 6 Uhr abends im Pereinslokal, 20. Bezirks Karl Meißlstraße 5, Tür 1, unser Vereinsabend statt. „Der Chassidismus", Referent med. Vernarb Laut erst ein; Rezitationen aus „Jaakobs Traum"; Mitteilungen. Gäste willkommen. Gefälschte tschechische Banknote«. Vor kurzer Zelt gelangte dem SicherhettSbürea» zur Kenntnis, daß mehrere Personen sich mit de» Vorbereitungen zur Fälschung der neuen tschecho- - slowakischen Banknoten zu 100 Kronen befassen. Am 30. v. M. wurde nun zur Verhaftung zweier Verdä^ilger geschritten. Es sind dies der 26jährige Stanzengraveur Otto Maly, 8. Bezirk, Stvlzenthalergasse Nr. 21 wohnhaft, und der 33jährige Kupferstecher Karl Goldwald, zu Königsberg in Preuße« geboren, 17. Bezirk, Dornerplatz Nr. 1 wohnhaft. Bei Karl Goldwaü» wurde eine echte tscherhvslowakische Banknote zu 100 Kronen, die als Muster für die Fälschungen dienen sollte, dann zwei Messingklischees der Stempel der tschecho-slowakischen Ban^ noten zu 1000 Kronen gefunden und beschlagnahmt. Als Mitglieder dieser Fälschergesellschaft wurden dan» noch verhaftet: der geistige Urheber des Unternehmens, der 21jährige Privatbeamie Hugo Gold stein, falsch Faß, zu Graz geboren, 2. Bezirk, Rotensterugasse 31' wohnhaft, sein ZinPwrgenosse, der 20jährige Kontorist Mendel Gleicher, zu Milocin in Galizien geboren» der 24jährige Hanbelsangestellte Josef Halberthal, richtig Tanzmann, zu PrzemySl geboren, S.Bezirk, Große Sperlgasse Nr. 37,a wohnhaft, und der 30jährige Graveur Heinrich I o k l, zu Men geboren, zuletzt 7. Bezirk, ^Zieglergasse Nr. 80 wohnhaft. Die vier letztgenannten Personen hatten Mach und Goldwald allmählich für ihren Fälschungsplan gewonnen und hatten es verstanden, die Beteiligten zu öettr verbrecherischen Zwecke zusammenzuführen. Die Bande hielt ' wiederholt Sitzungen ab, bei denen die Einzelheiten des UnternehinenS genau besprochen wurden. Jofef tzalbcrthal war es auch, der die Fälschung des Stempelaufdruckes der tschecho-slowakischen Banknoten zu 1000 Kronen ins Auge gefaßt und zu diesem Zwecke die, wie erwähnt, be'chsagnahm ten Klischees dieses Stempelaufdruckes beigestellt hatte. Er war «S auch> der das Unternehmen 'mit seinem Gelds finanzierte. OS die Beschuldigten mit den eigentlichen FäLschungSarbelten schon begonnen haben, konnte bisher nicht festgvstellt werden. In diese Angelegenheit ist noch eine Reihe anderer Personen verwickelt, von denen zwei wegen Fälschung tschccho-slowakischer Banknoten* stempelaufdrucke schon verfolgt werden. Sämtliche Beschuldigte mit alleiniger Ausnahme des Karl Goldwald' wurden am 9. d.M. wegen Verleitung zur Banknote^- fälschung dem Landesgerichbe eingeliefert. Gegen Goldwald, de: Militar ist, wurde die Anzeige w'egen Verdachtes der Banknotensäkschung an den seinerzeitigen Militäranwalt geleitet. Er bleibt bis zur Entscheidung in Verwahrungshaft. Japanische Werbestellen In der Schvetz. Zürich, 9. November. (Meldung der Schweizerischen Depeschenagentur.) Gegenwärtig finden hier im Wideripruch zur Schweizer Bundesverfassung japanische mik* tärische Anwerbungen von Ofiizieren und Unteroffiziere» der schweizerischen Armee zum Eintritt in die japanische Armee statt. Die sich Meldende» Müssen sich aus 8 Jühi'k verpflichten

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