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Wiener Morgenzeitung · 1919-11-07 · Heft 287 (7.11.1919) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 287 (7.11.1919)
Date
1919-11-07
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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M. Wf 3tRm, Feeiiatz WBtomt _ 7. Nosemk« IW__ Seite & TelegramMe. Die DargLnge in Berlin. WrMifÄe Schritts der deutschen Ueaimnma s«4«t di* Amtvisd« der Kommu»ift«r «»d AvsdyHvrsize«. Verkin, 6. Novetnbcr. Da- Wskfffche Bureau Der OberbesehlShaSax ist g7z«n ja«« Gketten, fcts versucht haben, die Arbeiterschaft unter wahrheitrwidrige« Augsbrn %um -»»Mischen Generalstreik aufzurufen, mit jene« GchKeke v»rxeZa«xe.N, ‘ntlttyz die außewrbentliÄ geftihick«Le Laze der LÄ«tSEksl- und Ävhltnversvrqunz «r^srbert. Unter anderem ist das ParLeibure.au dar Berliner U n b h L n i» e n militärisch besetzt worden. Bei der vsw Dbtt' befehlshaber angeordnete« Untersttchtrng ist sehr. be« lastende- Maiericl vorgefunden wsrd-rft, da' über ben Urnfsu^ der initiativen Tätigkeit der ParL'i e'tung d'er Unabhängigen bei der S'rttkhetze und ihre Bervindung Mt de» Kommunisten Aufschluß gibt. ,' ferner ist di" Versammlung der GLrüßen- 5 ahne«, in welcher. entgegen dem wieder in Kraft getretenen Erlaß des Oberbefehlshabers, der die Auf- K-rdeMng zur» Streik in lebenswichtigen Bririeben unter Straf« stellt, zur Arbeit§nirb«rle;un« aufzefi-«- bert wurde. militLri'^ «ufgelSsi **#■"&.??. ', Äußer-«« ist Zer SsllzusSrat der Arbeiter' -dat« Us»ß-^?r'in*, £«•: i* V » i?' mr- 'nt? U n a-.Z ii n- .o,t g.fi « un4 Kommunisten SestrA imseine durch 'die bestehend« Dersasfu.'rg nicht brgrüxd^^ GteÄunz ber'ützt Hai, um Unruhen und Awltkspa'tt in' die /Leihen der Arbeiterschaft zu tragen ukv auch den zum .Mlrtischen Generalstreik aufsvrbern^on Nufrirf in der gestrigen Morg-ruäuSgM der „Frerhrrt" rintuMrz^ichnet hat, aufgelöst worden. Weiievs' Haßu.ühmen gegen Personen, die Triebkräfte der Slvttkhetzs find, stehen umnittelbar bevor. . .Berlin, 6. Novembers Das Wolfffche Bureau meldet: Die Zentralstelle der Gintvohnerwehren im Winifwrium b«S Inner» hat an die Ei'7wshnerweh''ex Grsß- BerlinS fsftende M'-tettunr gerichtet: Rach h'-r vorliegenden Meldungen beabstchtrgen dir Radikalen, in der Zeit vorn 6. bis 11: November die WnffendepotS der Einwohnerwehren auszuheben Die Mitglieder der (tinwvhnsrwebren werben angewie'en. sich während dieser Heit bereit zu halten und bei einem Alarm raschest zur Stelle zir sein. , Berlin, 6. November. Wie die Berliner Sicherheitswehr n-tttMt, wurden heute früh durch 36 Beamte der GichsrheiLZwehr in einem Kaffeehaus etwa 20 Spsrrta-- ckisten, die sich zum Emu fang' von FlugLlät^r- und Haffen dort ver'smmelt hatten, verhasst. ÄWe von Flugschriften wtr der Nnierschvift wurden ve'ch^agnahmt. Die Lo«dorrer Konferenz zur BoLrLmKfnrrg der. Hun<ersnoL. . Amsterdam, 6. November. DaS Renterlche Bm ean MMü. daßParmovre gestern in der in der Centtal Hast ft > Westminstrr stattgefnndcnm öffencktcken Berjanimlung d:S MleS M Bekämp ur.g des tznnaerß den Vsrsttz lhlntt. Kc er« tlärte. devör nicht durch den Druck auf die »ffenlhche Meinung > mr dctart'ge Abänderung deS ^riedenkver- 'Uiß »es erzwungen werde, wrkchs die intzifirielle GatwMmg irr aanz Earova mSzlich «acht, sei keine AiMchr „Hi eine Lindenmft der Not. WlmftsrSam, r. Vir »3Mfc&$w H-tzritt" iSfctäni W vkü ev zisch Vm^rvch «Ve>«t t»*m m** dir «Aiefc? tk^m^nk mi «fern We »wt WitäfctfyM .Wchr» Sf» m ren»tßrn IMHw ßktzim-G duckchm sswk f*wvi®<9 WirtschairMchve-rstWtziam qrMrt wirl, irrt ir«& Srnrr, feftwwe« fln-, um dp Nnsksnwg^Sfte -n drs»reMcn. Mw Gr-enwan hier kann »nbedmstt n»iwmdiaenannt werden. OaS LebknSrnMelvroblem ist ein Welwrodlem medMS Mißglstcken -'chrr.Lostma dresrs Problems fihe jedes eix^ftc V«nd kann verhässsriSvoue Fblf>rn fite dir Fftüiie.lisn baden. Wenn )mr hurmlandr nicht «-1 den MrtlAaMLchvrr» Mldizen über dieses Thema örsrtm fötumf, istld« Hem, Knrde«;n ^liefen. nntzlsS. ^. LRÄhlstegs ver A^u'brm<ttrer -M AmerLka. Mmtlir«. S. Navembae. Die .Nelst^Kr Lkibm-" «ehxt arS M-vich-a« : Nach BEun a«r Bsw-Drr? h-bm die MchnWamr Ü« d» Ksnsra-MalKe» §rm WtHtot t«»6e wt^« rMtnr«- Mk-dw wHkt ffii»«PMt dis d«»«p«vch war. ffrknam ■ Ls vWAiit»«« iNcha. - m tomfa, »dl >#%r; tos&sm* dsmoÄ^dich we-h Ukm hj« AchÄWww zr»Z» Meho-sit« ■3M» ArptivvMr^ tewsße m Ämrvs«, 4. K»nr«Kd^ Gunkst>r<rich6 8* karr Antwort«»w <.« Mnvstd an Vklzarie« werde» im z « rt » aeVv- MH^n^a«e. De RmbeüdiMvmrd-r Wremen wirfte nft z e t e h « t, dtsZkeicheH dre Ae»Henmg der mfitSrtiäitk \Be« »iu««Lrtrrn. A'n den f i« a n r i e l l e n Klauseln Md iittefc «erin« AclatstÄndnM eemrchi w»Mre. die de« Gen» >Mörrnsen DUlzsMrtr Nrch»n«a ttntnL 8w »tl-emrim« ist der ^edenZverttsz unverändert geSmden. Dstz BorM»r?ch WAlscheWr^sÄ. S. Notzembrr. A?lmkftnn8.l -s'snibmcht im 'i.>. M.: An feer Murmanskont AuftlörnnASscleckM. An der IMtSburarr Front find bic Aplirupven las in die gmtt 20 An st westlich Peierhoi, vatfchma und Za W m Den Seite tzM De -chri Jmchz« wmdr n pw ihm , jn'Ärs* if mü iw HrMajme imra fyttwim den ir.. MrtzsU»a»i««t seristibrachu wcfillch Kradnoie Gelo und von Etifi« vorredtunst-n. 5m wir 4« Werst sWSÄich so» tce hkMss« Käwpnu ti r^'tw-stkj« crebwt und «dttft *%b n d» wio^D tn wer ..da»« KLOpfe in Klsknasts». LowstM, S. November. Eel.-Komw) ^Do-lv TelMahh" «ekdet «S Atven. dafi die Nvstckkn von A « q o r a durch die AMiindfiche» m die lsust gestuenstt wurden. DaS Dlatk berichtet weiterS, daß starke tÜrkischeAbteilungen bei einem An-nste auf iianwsliche Tiupven nach mebrstüudiaem Kamvie in die Flucht steschlaaen wurden. Eine Basteiie F^daeschütze wurde eibentet und viele Gefuigene seneicht. Ein krani-HMsr Krane,^^^n'psrf. der Vmvimdete na^ Kou'- hwVMv-rl sststitr, wuftr von den Tnrppen Mustapha K'.ma>L smzezrK«. GeriLchLe Der L-r« Kz-chrkdiL««; dsr Negienmg . in der Lschecho-blorvokei. Pv«S, S. Novimbcr. lPrivd.l In »arlamentari^chen Krefien »erlPstete b'ulr. d-ß ei» neneS bal^a'lamentarisches Kabine'^ aMset weiden tolle, nn> ewar in der Werfe, das von den ''(0 Parteien de? ParlaW-n!^ em Beilieler UiS^Mni» steriirm eft't'tt, die ülmgen Ministe!ro^en mit Fachmännern Wfit-t werden svhen. In manchen volstn'cheu Kre sen winde der Wunsch aeäuß-r-f. da^d diese neue Regierung noch vor Ende deS Iiehret die Güschäfre übrrri'hme. Arrs Ärv Slowake?. / PreßbUktz, 6. November. (Privat.) Der ^Tlovevssti Pychvd" schreibt: Gleich hin:er der eiugcsiü'z'eu Brücke über den Bvdrvfi beginnt eine um: Welt als ob dort d": NepM>k m Knde -wäre; M n k a c t » e fleht schon üdnhnuvt w der lscheebostowafisch mrr n»ch ruliFch. D-e Städter c.lauben noch immer, da?i sie w'.'ftrr.Mqztzrkiru «fasten werden. In diesem Sinne «ftesten fi? auch. Der Brrkebr stockt zänü'ch, mü den Strecken Ohrt m ew A»r manchmal nur an Wochrntazen, und da O 99 nm m tmeitfujof. In C a j» sagte man unS, daß i« hmck Gebiete » nr drei 8»-»«ewlv'« faheen. Dr Post siebt darnach anS. ES ist hier stberm ährz teuer, drei« b>§ viermal is tuier als in Kaschau. GS ßibt kein Me dl. kemm Zucker, kein Petroleum. DaS Held wmde hier nicht abqestempelt und tcrt der Anstr.st nnsereS Militärst. ist dicr gostemrickteS un^ ungestcmvelteS Geld im Umlauf. Der Kais de-Z gestemvrltcn Geldes ist 166. Di« Randleiste lönncn den Kiü^meerschlcd nicht veist'bm und wollen daS gestemv.elte Geld Nicht nehmen, auch die nemm ^-dtrt« krvnennoten mein. ©ts AffLrr ZiraL. Prsg» 6. November. lPrivat.) In der Angel-igenb ii Irak tf! «estern RalchiN. heütr Bene'ch t!vvernommen worben. Ent« a-fisn den M-ldmefi^n einiger Dläitrr haben die Bemühirnaen deS Veiteid Hers, HirakS Enthatzirng zu erreuhen, noch keine« Er» svlg gehabt. Prag, tz. Navenibew (Privat.) Heute fand in der Sache I i r a k »in Mm'.ficrrär statt, der rmf An'raq des Ministers lür syz>ale Fli'israe, Wrntcr, beirbloß, Iustizmm fter D-scly im Namen des MiwstermmS im Parlamcut über diese Angeltgeuhest eme Erklärung abgeben solle. Das Lchechi^chs VeLrrebsraLegesetz. Prag» 6 November. (Privat? Im sozialistischen Ausschuß der Natioualverlanmrluüg wurde itittactcilt, daß die Regierung aus dem Entwurf des Gesekes über die Betriebs' und Nevierräle nu Bergbai! iolgenden Satz gestrichen habe: „Die Bediensteten im Bergwesen haben das/Recht, bn der Verwaltung dicker Be° Nicbe mitznenckcherden und einen Anteil am Reingewinne." Der Ausschuß beschloß, eine Mitteilung des AibeusmrnistrriuntZ zu verlange«. -_ TagesÄericht. ©k KshLeN- Arrd ErnLhruNgAkTLss. Mit unheimlicher Gefch.vindigkeit nähern wir uns bem Punkte, an dem wir der Entwicklung der Dinge machiloZ gegenüberstehen. Die Kohlen- und Ernährung'- krisr ist bereits so weit vorgeschritten, daß wir si: allein absolttt nicht mehr bannen können. Wir. sind — es nützt da keine Bogel-Gtranß-Poliiik — dem Erfrieren und dem Verhungern ausgelie'ert, wenn nicht in letzter Stunde genügend Kohle ein ang'i, wenn nicht die Entente i« letzter G:und« sich eiree- Besferen besinnt und ihr v»ied«rh»lt Legebem) VsrL einlSst, hie ss dringend b«- nZLigte» Transportmittel beizustelien. Wenn wiv durch drei Tage klm Einlaufs erhaltrn — unddie Gefahr besteht — so sind wir auf dem Nullpunkt angeüangt, denn wir haben keine Vorräte mehr. Dem stäö'ifchen ElektriftAtSwerk wurte auf Kosten der Industrie mit Kohle ausgeholfen, damit nicht jene Industrien zmn Stillstand kommen, welche mit elektrischer Kraft arbeiten. Den städtischen Gaswerken, welche sehr ökonomisch gearbeitet haben, geht eS etwas besser, sie haben noch für kurze Zei't Vorrat. „Den künftigen Sparmaßnahmen" — so ätrs^eete sich der Leiter der Kohlrnamt^ Hvfrat Kloß — »dürft« abgesehen wevdM, dg t* bei d«r «ugrnbliiS-' nche« Lage ja nichi- «eh« zu ersparen gibt und es sich jetzt tfn* «ehr um Leben »der Gi«eben hqndelt." Dabai »rrschfknmE stch unser» KiH»nSmiLtskk«ze bs» T«z zu Taz nnd wir stsuern «rtch da der Aat»- strophe zu. Gefrieren und Hungers streben, das scheint unsere nächste Zukunft zu sein, di« unS die Entente und die Nstisvalstaatrn befchirdrn haben. Auf unseren Hilferuf haben sie mt3 Kommissionen Fsschickt, Zusagen gemacht, aber die Ksh lene inlaufe wunden geringer, bis sie fast auf den Nullpunkt sanken. Alles hängt jetzt von den Trankporlmitteln aö, die uns fehlen und die wir nur von brr Enftn!'« erhalten können. Wir leben von der Hand in den Mund. Die Stadt Wien steht heute ohne den geringsten Getreide- oder Mehlvorrat da. Die ■ i alieni'che Regierung soll, wie wir hören, nnferer G aatsverwa^unz sofortige Lieferung v>-.n ZQO 0 To.i7.en Mehl aneftLo'en ba'rn. Die soll du ch Sni- Lßmiar tv: Aepa a on'ZsA l isfion en fchie en n« d ». In dießee rn srtzlich^n Lazr hat sich dl« 3?tf «eimg B»ch «enmal an die Niis«äs damit sie «ns LvVv»*ot'i-«« fövte fein k4:4|* §i»hLe Mr Pfftttg jWTta. VaS tewbt to %** i>»achdr4<-- lkchft«« %*m gnstelk. DL .GM mW«. eSok sofort geleistet werden,, b«u« die tnländischs Aufbringung ßommt überhaupt nicht «ehr in Betracht. Die Vrvölkerung lebt jetzt nur von der H'offtmng, die sie auf feie Entente setzt. Wird sie diesmal in der Smnde der höchsten Not im Stich gelassen, dann istj nicht auSzu^euken, wie sich die Dinge weiter gestalten« Der D'r k or des Gaswerk S an die Bevölkerung. Der Direktor der städti'chen Gaswerke richtet an r die Bcvölke^unH die dringlichste/Mahnung, angesichts der furchtbaren Kohlennot die GaSsparmaßnahmen aufs ftcen^.ste ein^uhalten, da andererseits sofort mit dev - Einstellung der GaSlieferung für die .Haushaltungen vorgreangen werden müßte. ES ist eine Ehrenpflicht einer jeden Haushaltung, die S. armaßnahmen aufs peinlichste einzuhalten. Gin Aebsrqrrff des Wutymm" Die De'irkSver'retung der Brigittenau hat an das Wohnungsamt die. Aufforderung gerichtet, den Bezirks- Vertretungen allmonatlich feiL Zahl der abgereistetli Flüchtlinge und dis Zahl der srsigewordenen Wohnungen bekannt'ugeben. Das städtische Wohnungsamt hat daraufhin an bas Präsidium der PolizeidirLktiott eine Zuschrift gerichtet, in der es heißt: „Es ist unbedingt notwendig, daß dir Direktion des -Wohnungsamtes. »der unmittelbar die zuständigen Wohnungsksmmiffare der einzelnen Begirke sofort die Wohnungsadrrssen aller Personen erhalten, bezüglich deren dis Answei'ung beabsichtigt oder vollzogen wird." . Während also die Bezirksvertretung nur die statistischen Daten über die Zahl der bereits ab gereist e n Flüchtling«^ und Über die von ihnen geräumtes Wohnnngrn verlangte, will das Wohnungsamt die Polizei dazu veranlassen, alle diejenigen auf die Proskripti-onSliste zu setzen, die mach gar nicht ab reisend! gemacht wurden, deren Ausweisung > noch gar nicht rechtskräftig ist. ja sogar die Namen derjenigen werden» m'.tgeteilt, d«"«n Auswslsung auch nur beab s ich L i g k ist! Was will das Wohnungsamt mit dieser unrrhörtcnt Scharfmachers? Soll die Polizei haranguiert werden, b«r:«'.^cnJwert-e.Galizianrr aus ihren Wohnungen vertreiben zu lssfes, bevor noch das Gesetz die Handhab^ dazu gibt? . " Dirfsr Erlaß des Wohnungsamtes enthält einen Rechtsbruch und er macht dem Geiste der Herren, di« ihn v er'atzt haben, keine Ehre. In der jüngsten Sitzung jbet Bezirksvertretung für die Leops ldstadt haben bit - jüdisch na tionale n Bezirksräte Dr. Abeles und Plcrschres gegen diesefamose Zuschrift des Wohnungsamtes an die Polizei-' direktton Stellung genommen. Dre aTgemeine WohrmKgsarrfrrKhrrre. Am Montag beginnt die allgemeine Wohnungsaufnähme in allen Bezirken Wiens. Aus ' dem Rathaus wird hierzu folgende, den meisten Leuten! sicherlich unverständliche Anleitung gegeben: Für die. Besitzer größerer Wohnungen dürfte er sich empfehlen,' Planfkizzeu tunlichst im Maßstabe von. 1:100, welche in. einfacher Form (Bleiftiftskizze), aber korrekt auf einen halben Bogen Schreibpapier anzufertigen wäreü, vorzubererten. Diese Skizzen werden von der ^Kom^ Mission bem Meldeblatt arrgeschlossen. Eine Pflicht zur. Beibringung dieser Skizzen besteht aber nicht. Die Besichtigung einer ^Wohnung dient nur bettt angeführten Zweck. DieAu'ßorderung selbst darf die Ksminifsivn nicht aus sprechen. Die Kommission gibt «ur ein Gutachten a^,-auf Grund dessen die EnÜ» schridunz durch de« Wohnungskommissär des Bezirkes' getr»ffen wird. Die Kommission nimmt auch kein« anderwtitigen ErheHungen vor.und die KomnnssionsLerlnehmer sind zur strengen Verschwiegenheit über alles anläßlich diefrr Amtshandlung zu ihrer Kenntnis Gelangte verpflichtet, lleßer bie von den Wohnungsinhabern bereit zu haltenden Dokumente usw. geben Kundmachungen, die im Laufe dieser Tage säirtt-- lichen Häusern zukommen, Ausschluß. Eine NazZis iw C^?6 Ritz. Nu« Kommission d«S KrregSwucheramtos unÄr Mhru«^ mehrever KonzeptSbeam-ftr mit Ernährungsaufsichtrsrzansn und Beamten der Finan^behörde kam gestor» «achmittagS ix das Caf^ Ritz,' bas wie gewöhnlich stark besucht war. Di« Nachscha« galt vornehmlich fern EiistLx, die xValutaschisöungen und Stenerhinterztehirxgsn verdächtig war««. Alle Gäste mußten sich legitimie'««. Gleich zu Beginn wurde wahrgenommen^ daß di« EraLhrungSvarschriften übertreten worden waren. 84 Gäste wurden dem Kriegswucheramt überstellt. Es vffurden bei den Gästrn insgesamt 2,130.000 Kronen in österreichischem Gelbe und nur geringe .Summe« i« fremden Valuten gefunden. Wegen der krassen Ucbertretungen feer Ledensntittelsparmaßnahmen' hat das Kriegswucheramt sofort über den Besitzer des Kafsse^auses, Josef Krone iS l. eine Geldstrafe von 20.000' Kronen verhängt und zugleich die Sperrung des Kaffeehauses gleich von morgen an aus vier Wochen verfügt. _ 9 Der neue Direktor der Wiener AniversitLtds bibUrLH^'. Zu« Rächfrlf.rr de- ,»t Fttibjtihrc t>IÖi;ltdi vre- % TQtmt fesr W:«rkr tzkidiis'ftrt Hosrat Hr»«el!»«ker «mde wie wir rrsabren, der bisbrngs »r m fiPtanlfiuttr ernannt. Die GN »«««»^ e»i«I-te Wrvrtd e t» st t« m t g c w Vorschlages » e v « t « > e « , i Lj e r. VenateS und dev VDIMSDr. Frxnküm.er, der in der Wiener »«kÄ f»N »er Koke «nf gedient hat, ist cm weck y« iit chamet vmevS dM»lh4karischer Fachmann.

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