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Wiener Morgenzeitung · 1919-11-04 · Heft 284 (4.11.1919) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 284 (4.11.1919)
Date
1919-11-04
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Sk. 284 Wien. Dienstag WrE« Morgettzeitung 4. November Seite 5 H Sport. JttteMatrsnote l Me Ut Gchiff-veLketzr auf fron* Mete «fffenfrtfc ftft- «Äanntsp interrtfiitonÄ '»jfttnttrtunge« UtUektvotsen lf, \9 wlfife auch die LtfrschMhtt, je Wehr fte sich enttvtckett, Mt ittnW tLnttSN, Gesetze zu fchsffen, die. von ihren Dnfeyfekq sotvahl im eigenen, att auch im allgemein«» üiter- MtonMn tznteress» zu beobachten sind. An den einzelnen Ländern hsixb derett» eine VesetzLeVung Be den Lnfummfe anKasarbsiwt, bk bin internationalen Bedürfnissen nach MSgltchkeit Wchnupg tragen soll. Latz diesen B^ürfiri'sen auch überall voll und ganz Geltung verschafft wird, tut Aufgabr der zu ölldaudsn tttternationalen Lominissio« für Luftlchissahrt sein. An ihrer Gründung ml E^üischland nicht teihwfewn dürfen. Erst nach dar WAnKung wirb man LeutschkSttd jwr Aufnahme zulasf-n. VLecht groß Ist da» Material, da» von der Nommissisn zu chskediKvn skttt Wirb. Go ist ein lntec,rationale- Orisntteruug-- Wem. dir AuS«stakt«ng bti dralMsen Verkehre- und hi«« wiederum dis.Ortrbrstitnmuiig des Fahr-MLS«, ferner die öichlanbringung auf Fluaplä^en als Hauptaufgabe an',»sehen. Austr^fchdestimmungen, Regeln ilbeö Lichterführung, Signale, Kenntlichmachung de« Gtaatt-ttzotzöriZfel Ilsw. harren einer irrternatipnalen Festlegung. ) Sttzwiettg wirb die Lösung der ZoNftafle fein. « sei fett», daß MM f!ch dahin etirigt, daß sider Lnstbafen -um Alkfefs« wird. Der Vorteil ui Luftverkehr-, fee in der ßwfen Geschwindigkeit und tu fer drvelt^n Luftlinie liegt, Würbe beeinträchtigt werben, wollte man bestimmt« Luit« strafen Und Smslvgstellen fei GreNzüberschreitungen fest» lsHett. wie e$ &iw verfchisferisu Saiten gefordert wird. Eine wertere Negelung erfordert das Recht der freien Landung, das bisfer in kaum ftnem Staate festgeloat, dafür aber in dek Pravtin kost allen Fällen wkderfvruch-los ge- . ttzLhrt w-rfen ist. , Wvcheapvsgramrtt M Spsrtkl«sts Haksah in Wien. lErichtint jchen Dien-tgfl.) ' . Gchwimmfektiort« Da miottr Kohlen«öt sämtliche Schwimmhallen --lchlssfen lind, wußte der Deine» bis auf MlereS emgeflellt werden. Zv^nimenUmire der Mnglndrr finden ftfe« Diensiog um S Uhr abends im C.Ü4 Prückl. L LludMring, in Verbindung mit Borirög.» uüb Tanz statt. Gäste wildk»mmm. . Lsichtathlettkfektion. G.ialn«tmrig findet DienStaa ab V*7 ttfe tzveud» und Sonntag ab 10 Uhr vcnmttta-tz im h Diener Jüdischen Turnverein, 1X„ Ltechtenstciusttatze so, statt. Äittgsöktiün. Traiuittg Dien-Iaa und DonrNrSlaz von 0 bis 8 Uhr abetths im Klubbttm (Coutckrain). - 1 ^ackeysektio«. Training Fr «tag nachmittags aus dem Hakoahplatze. . TouristeriseKtion. Sonntag den 9. d. M. mtternimmt dre TütMÜfesetlMn »rter tzittnuna des Ing. Acketmemn r neu LagrsaMüg in Vrn Wienerwaid. TikffPUtttt 9 Uhr stütz Ertfe feiron des 43er Wagens. (Nemvaldegg.) ~ Ausibüllsektlon. Dmislüg ab 6 Uhr abend- Baal- Naiurng rm AkMeim. Donnkrsta« üb V84 Uhr nachMktrogS HdliüatorischeS Trarmng auf dem Hakoabplatz. Sonntag Mrtst«- WSsf-fsttA gegen Slovan. 'Hakoahpiatz V-8 Uhr.) : D!e ÄesökVeWaUUschaft der HaKoah steste Men S l«r Star 6:0 und Al e d S t a r 3: 0. 9i, Keidea SptzllM war Ne« seid N^meS) m,k großem ErwlgD tätig. M fchvß auch mcbrere Tore. Für die erste Mannschaft rclangt HjS «rfk «ach fem S. Nommber die Op-elbewiüiguug. Gie «ngarischon Gaftsokele abgesagt. Am kommenden Aonmag hätte der Kispestt Ä. C. m Wien gegen me Amattme aatrete» sollen. Mit Niicksicht aut dm W,kte>«naS» «Mchwnm wurde b'rsks Wettsviel. rdmsv «ie rin spSrervS der MrdollShugler gegen B. T. E. obgtfagk. TMMW AttWauer waren in der Vorwoche bei ritn« FuyballwLttspiel m Glasgow anwesend. 9WWHBBBM GerichtssaKl. Pelze find keine Kostbarkeiten. Aus femselfeu Zimmer tm Hotel Imperial, duwelchem die berühmte Geige Proni-latv H u b«r m a n n s outloendet wurde, m dem Bubapester Arzt Dr. Gyula Kraus, der im Hotel ftittfeeUil abgostiögen war, «in Stadt Pelz im Werte von 16.ÖÖ9 Kronen geftoyken Mtbcn- Das Hotel lohnte die Haftieng für da- Mohlen, Gut in der MgÄrochruou HM . ab und ekLilrte sich bereit, ein« EntschäLiaunL nur bis 1000 Kronen zu gewahren, wett ai« Metze felgt, baS der Hpteli« fei „Kostbarleiten" nur btt zu einer Höfe von 1000 Kronen zu hasten Habs. Dr. Kraubrachte fetat ' Be-irrsgertcht für Handelssachen dürch Dr. Alftstz Girafer die Klag« «tu uud machte in derselben geltend, ein Kwibungsstück, und fei eS noch so teuer, daS nur den Zweck hat,.ge tra gen LU werden unprakttsch«n Zwecken bknf, lSrine nie als Kostbarkeit m Ginne des Mfctzes anaesehen wachen. Der 8?2S deallfen,Linen bürgetlichsn Gesetzbuch«- spreche von Kostbar- Mft: „Iüttelett, andere KoMkielten^. Schon aus dieser Aassung gehe hervor, fetz KeidungDücke unter fen Begriff ^ostferkeltc'n" nicht Men. Das beklagte Hotes wieauf die Höfe feZOstesses, fest der Pelz repräsentirre, bin und vswerrbe, d»ß «in Stück, in-befonder« ein Pelt. der 16.000 Kronen Wert besitze, ein mstbare» Stück, also ein« Köstlarkal. ftt, Der Kichttr (LanfeZgerichtSrat Kietzling) fet der K!afe stattgegsöeu ustö i»t der Begranbuna -* «a Ginne Der Klage —. feevorgehofen, fetz das Gesetz unter Kv.stdar-eiton kineSsatt» Kleidungsstücke verstehe. (gitt tzschverratSprszetz In Prag. Prag, 8, sstov mber. <Tel.-Komp.) Vor dem hicstäM Dfv ßonskfrichte drsann feme die ösieninche Hauvtvfkhattdlnng gegen d>« Gistnsteimr Legionäre. Über deren P.« t f chversuch »M Inst d. Z. außsÜbtlich benchltt worden war. An« geklaot stnd-SS Lrgwnäre wegen de» Verbrechens de» ÄrrsrnhiS und Hschverwts-,-wer tfch .-iiche SsrialdemokfMkN weftcii Teift nähme an diesem und zwei drn-sche Soüaldemokralen wenen Derl^lung zur Bcrtctznng der be mworenen militärischen Pflichten. Dte ZM der o-tgrtadeneu istttsten bet'.äat 70. die Vertndigung bade« U Advolatrn tibe>nommen. Der dürste vorsusflchlllch m drei Wochen beendet werden. Der Volkswirt. Wie ameristunifchv Anleihe für Polen. AtlS Warschau wird ber cht«» : Die ^.Gazeta Wark-zawölaE veiänenil cht rin ge Deal» über die Vedingungen der amerikanischen Aninde kür Polen. Der Vertrag wurde mit dem Beitrrlcr der amerikanischen Vankoruppe Herrn Zahn O'^angdliN. alS dem Venreter der Ge« stllset af« »Tde P'npleS Jndustr al Tradina Eorvvrarion os tbr nnned StateS". die mit fer »National City Bank" l ictt rst. Die Anle he lautet auf 850 Millionen Dollar, ,st 6%tn und binnen 20 Jahren rückrablbar. Der Ab'chlnst konnte unter so günstigen Bedingungen erivlgen, we>k die Grutidlaa.'n der Anleihe vt« Kav-tatren d^r voln>schen Auswanderer rn Amerika bIden. Dir KombiNaiitzN stützt sich nämlich daraus, daß die amettkanlschen Polen nach betlirustaer Schätzung etwa eine M lliarde Dollar ihrer Erjvarntste tn L°/»iser und 8V»/»igrr ümerikanischec KrregS» anleihe lozicrt haben. Diese Anleihen flehen überaus!l ü n fl r g, beinahe nl pari. Die OistigatioNen dteker ameri« anrschen Anleihen sollen C100 pro 10 >) gegen die polnische Anleihe umgetaulcht werden. Nach Ansicht deS Herrn John OVanghlin und hervorraaender Drrireter der,amerikanischen Polen wird du Aktion -««»felloS vav d e st e m C r f o l g begleitet fein. > Aufhebnng'desCkstiervng derKontrollbezrlchnttngen. Die Wiener Börlekammer verlaukbart: D e am Freitag v.r* fügte G , fl i r r u n tz der K o u t t o N b e z«r ch n u n g en wurde aufgehoben. Dte Kontiollbepichnungen weiden bis auf werteretorntrü wie brSher flatiflndeN. Materiell tritt mfoteme eine Aenderrmg eut, als an Stelle der Boraukset-ung der Staatsbürgerkchakt die BorallSsetznng der H e i m a t s z u st 8 n d i gteil rm Sinne deS FrredenSvertrageS treten wird. Von dieser Modrükaliou rverdeN die schon koiiirollberekchneten Slilcke Nicht d«troffen. Bei zur KontroÜbezkjchmmg zugelaffenen aber tatsächlich noch Nicht kontroüvezeichnelen Etiiltr,, werden wesentliche, den Umfang der erj-rderllchcn Nevtsto» sehr einschränkende Erleichterungen vorgesehen «erden. «sstzinr Größte Auswahl! Billigste Preise! Leopold Steinhnch Men, >.,Biberstraßr 9. Nachvorsorgtlns Vor Wstense BÄsso. Die Wiener! Börsekammer bestimmt, Satz täte Behebung der c r h e b t ichen «Ückstande m der Mcktcne nt cserung bum W i c n .tij Giro« und Kassen -> P erein heute Dienstag de» November, rn der Zeck von V*tO bis tl Uhr vormittags eine 11. November 1919 zu bereinigen sind und w rd alle zur endliche«' Helheilsthrung der Ordnung nouveudtgetr Maßnahmen unnach-, sichtlich tressen. GrstS österretchlsche Sparta sie. Der Gesamtt'rMgen-' stand dieser Anstalt betrug am 31. Oktober K 6S6,73!>.669, dev Sk,.nd der Hypothekardarlehen betrug K 318,018.796. Die P aridbrieidarlehcn bclte'en sich aus K 17,341.315, LOjährife Psandbnese waren K 18,01^20!) nn Umlaut. Wechsel wurdest 041.8QO eskontrert, fegeacu 1,260 40; emfafiieit. Drv Besitz a Wschfrln uub Schahschrmen betrug K 19,833^00, an WißNer Börse. Du k8 «n Anregungen kehlte, nahm dir Svekulatton de« BrrkeHr an der gestrigen' Börse nach zweltagier Verkehr-- «nterbtechtiiig m lustloier und teservierter Stimmung auf. Dl? Bewegung war keife einhe>tl'che. In Ungarischen und tschechischen Werten fanden NeaÜsationctt statt, wogegen SiiddahnweM um StneltSbahngettußscheine ru steigender Äi-ehtung verkehrten. Begehrt Und höher waren ferner die Aktien der Sremens- « Schuckertwerke. Im wetteren Verlause trat eine allgemeine Besestißung ausgehend von Staaisbahnaklien, die iniolge von ar oberen KaU'en bis 8 2190.-* um K bO.— stiegen und an deit Nrchl'örsr vtS tl S1M.— um weitere K 70.-^ in btc Höhe gingen^ Im Schiankett war das Gtsehäft geringer als in, den letztes Tagen. Wassettsahrrk bra6)ten eilten Teck des letztgemeldeten Vertz lustss wieder herein, ferner wurden emzelm: Kohleupapier^ Veil'cher Magnesit, Austro-Amcrikana mrd Nordbahu mit Besserungen bedacht, dagegen wurden Karpathcp-Petroleum um ll ISO.— billiger abgegeben. Äenren waren wenig verändert, bloß osterrelchi'che Gstvrcnte ä*/t°/o billiger kthäillrch. Im Wrtgeu verweisen wrr auf nachstehrude Schiußkürse: Anvustrie-Unternehmungen. Mgememe BangeseVi schall 8OO.— Wrcner BaugesellickaN 491.— ,+ 5.—)j Wienerberger Ziegel 22ü0.— \ -f 50.—), L>esinger Brauerei 838.—! 18*'*’), Aussig Ehem. 2690.— (— 30.—5, Brosche Spiritus! 1700.— 5.—), HoichündelSgesellschast 1275.-. (+ 6.-)l ©teinrtt8 Schuckert 640.— i-f 60,—), A. C. G> Union Elekt« 895.— (.— 47.—1, Alpine 1635.— (4- 85.—}, Berg HüttÄ 6500.- <— 480.-), Poldihütte 1619.- 1+ *49.-), Pragtt Elim 4800.— i—5V.-i, Rimamuranhcr 1804.-(-S Gkodvwerke 188V.— (-¥■ 10,—j, Waiisntabrti 8250.— <+ 200.—fl Sa'.gv Tarjancr 1858.— t-4- 3.—). Trifailsr Kohlen 2520.-^ l-f- 70.—), Uttg. Allgem. Kohlen 3550.— 1-.-—),- Urikany 1925.— (-f_ 26.—^ Wesihähm. 2360.— (-f- 10.—), Brünnej Mai'chinm 1840.— (-f-'40.—)> Heidi 645 — (4- 35—),Lokomyttv Sigl 99Ü.— "st 17.—). Simmermgcr 760.— i-f- 1.—), Ueykarst 905.-7 t-f 75.—), Karpathen 7470,— (— 120.—), Galltziö 667t).— <-st 80.—), FeMbrtken 1635.— l-st 35.—), SchüMe Zucker 8000.— (-Oesterr. Eiienvahnverkehr 917-:—s 1- Türkenlose 905.- iP 5.-), Ämpv A.«G. 860Ls (-st SO.50X Ruston 1385.- t-st 15.—). tztatwerke 1320.-^ t—60.—), Beitscher Magneül 5700.— t-st 200.—), Schonpciesener 1950.— (-st 20.—), Austro-Amerlkana 3890.— (+ 100.—). j Tvansport-Anrernuhm ungen. Adrm 8700.— H-150.—)- Duschttthradel lit. 8. 15lS.—(—10.—), Donou-Damps. 3680,-i 1—8,—), FerdmandS-Ätordbahn 7990.— <4-840.—), Lloyd 7020.— (— —.—), EtsatSeisenbahn 2090.— (-st 80.—)i Lombardm 282.— (-st 13.—i. 3% Südiiahn-Prior. 732.-H <-st 40.—), Staaisbahn-Geuußsch. 1065.— (-st 85.—). :/^| Renten. Mairenke 98.25 (+ —.50), FcbruarrMk 95.-4 ■—* Oesterr. Kroneurenke 86.50 (— —.—). Oestertj Goldrente 19050 (— 2.50, Ungar. Kronenrente 100.— (4- —.25)1 Dünken. Anglo 623.— (— 1.—),: Bankverein 630.-4 (+ 85.-), Bodenkredrt 1890.- (-st 60.-), Kredit-Anstalt 938.-^ ^wii''iitj»wiiiiiirimraiBiBgBBa^^ia!WBmaBtyiiBwtwieia<^ An der Wegscheide. I Bott Döjta KaKvttS. 'Gnsig bttechtigte Uebersetruno nutz d«m Tschechischen von \ Emil Gattdek.) , (1. Fortsetzung.) | r Dis tpsißtz Btvae wank» sich von Gtnrkoe bis zum ViWk M PSdhvrairer Hilfe empor und feer kreuzte sis tim flnbevs Strafe, bk links von Nynov gegen Wlott« zuftksöl'e. Au dem O«w> wo Adam Manfelik ßWtt bkW, bildeten dl« deifen Strafen eine Weg- Wife — die Psbhoranvr Wegscheibe. Bon diesem Puiikt öritalfeetv Adam Man^ltk fen blüfend««.. in Mt tagsüsLh schlttmmerttfen Gau tmb sein ganzes SiSferige» LSfett Wst vor feinem geistigen Auge vorüber. Bild auf Bild Ott!stieg den Tiefen feiner'Göott. Hier rechts vs« VSk Wegschstbe Pobhvrsny und dahinter, in freiem Felde, das Psbhvremer jüdische Gebethau-. Als Miner KttaOe pflegte er alle SamSkügH und Feiertage Mittäter -ttd Mübev hierfer zu gefen. spLter, «ach des Vaters A'.vde, «nv mit dem Brudar. Aktes fchaure er tu Helle«, lehMrvsllktt Farben. Unter diesem alten Strohdach feS <^iL^ceL AudenhauseS hatte sich sein ganzes vorheriges Leben abgespielt. ES waren nur zwei Kinder: der um drei Zahvs ültsrs Aron und er. Der Vater unterstand dem Schüfe und der SerichtOtzarksit der Aleber Obrtgfelt- Diese war es, die vor langen Jahren den Vater, der von irgendwo ans der Gegend von Turnau stammte, Glaubt hatte, sich t« dem Starkoeer JuLenhause nieder-' Aküsstztt, das schon ordentlich vom Mrer Hergenemme« nttd nntzewvhttt war.' Der Stärkster verstand es bald, sich die Gunst der Obrigkeit und der Höfeverwalker zu erwerben und bald gab es auf der Zleber Herrschaft btztnen Hof, wo matt Alteisen einem anderey tzndrn verknust hätbe. fe war ledig und als er i» Gtnrkoe Wurzel gefafe fette, gelang ed ihm, bi«Heirat», lwwiltlgung zu bekommen. Dt« Braut fette er sich gar üuS der ^urnauer Gegend. Lame Jahr« waxr« sie verlobt — und fett jener Zeit gab eS tn der ganzen Welt leinen glücklicheren Menschen att diesen Star- So cor Juden.. . Glücklich wie er gelebt, starb er auch in voller Zufriebenheit. Nach seinem Tode wirtschaftetem die Sühne mit der Mutter. Damals war der Llterq, Aron, 85 Jahre alt und Ln das väterliche Gewerbe hinlänglich eingetveiht. Er hatte nach ihm nicht nur da» Gewerbe, sondern auch die Gunst der Behörden und Verwalter geerbt. Er war Kaufmann mit Leib und €c«fe und Übertraf darin gewaltig seinen Vater. Dieser war er zufrieden gewesen, wenn er für seine Paultn« Beat und ein Dach Über dem Kvpfe Hatte, Aron MandelikS Sehnen1 aber strebte nach Höherem. Aerger stand es mit dem jüngeren. Adam. Ein unpraktischer Mensch, träumerisch, weich und nachgiebig angelegt. Während Aron Tag und Nacht auf den Beinen war und di« HerrschaftShöse immerzu abhausiecte, Versatz Adam die ganze liebe Zeit zu Hause, litt Ehumisch und andere fromme Bücher vergrab«», deren er eirt« Lcgion besaß. Im Sommer träumt« er am tiahfeir auf der Podferauer Anhöhe und vermachte ss, ganze Stunden in Verzückung in bi« un- ' endliche CaSlawer Eben« hinauszubttcken. auf die in ihr verstreuten Dörfer und auf den himmelan strebende» Turm inmitten. Zu irgetckwine« praktisefea Tätigkeit eignete sich Adam Mand«lik ganz und gar nicht. Am SamStag und an Feier tagen war er Vv-beree Im Podtzorauer Tempel — elnsn Ffebbiner hatten st-e damals nicht — besuchte fleißig kranke Glaubensgenossenauch in den enflegenften Dörfern, betete bei Sterbondctt und niemand ln fee ganzen EaSlaner Gegend verstand es, so vorschrtftögemätz eine &i<fe anzukleideu und für da» Grab verzüberelten wie er. In ruhiger Zufriefenheit flotz das Leben lm Starßocer JudeahaUdahin. Denn starb nach Jahren di« Mutter und die Brüder wurde« einsam. Da war Aron , W)tt 33 und Adam 85 Jahr« Alt. Fast zugleich mit ihrer Mutter war im benachbarten Zdislav eine jüdisch^ Witwe gestorben,.arm wie eine Kirchenmaus, und hinters liest ein einziges Töch ierchen, das ohne Freunde und, Verwandt« bastanb, verwaist wie ein Pfahl im Zaun^ war 20 Jahre alt und es war ihr wie göttliche Vor-i sehuna, als ihr die Mandeliks gleich Leim Begräbnis den Antrag stellten, sie möge zu ihnen in das Starkoce^ Judenhaus Übersiedeln und ihre Hauswirtschaft an Welle der verstorbenen Mutter führen. . . Mlt der Ankunft des jungen Mädchens wArkH da» alte, schweigsame Juhenhaus so recht lebendig! Als ließe sich in einem verlassenen Hain eine ganz^ geftefecta Gängerschar nieder. j Und schön war Terynka! Schlank wie eine LannH. der kleine, anmutige 5kopf konnte die schwarze Haarbürfe kaum ertragen und dunkle, süße Augen hatta' sie! Mit der Ankunft des jungen Mädchens ging miß dem verträumten, nachdenflichen, Adam eine seltsanvä Veränderung vor. Schon saß^ er nicht mehr ganza Tage über dem Chmckifch und'den frommen Büchern-, verbrachte auch nicht mehr lange Stunden, ans den . Pvdhorauer Anhöhe, in die Schönheit der CaSLaurp Ebene versenkt... j Während der unermüdliche Aron immer auf den« Wege von einem Hof zum anders» war und oft ganzA Tage und Nächte hindurch nicht einmal nach Haufe kam, verbracht« der stille Adam seine ganze Zeit in - d«S jungen Mädchen» Gesellschaft. Ganze Tage wtöi Nächte hindurch waren die zweit die einzigen Bewohner. deS Judeuh'aufeS. Und Adam hatte bisher kein Weiö^ erkannt... Und so geschah, was geschehen mußte . . Eine» GamStagS, auf dem Rückweg aus dem Podii ferauet Tempel, Überraschte Aron den jungen Drudemit der Na-ckirtcht, daß er heiraten wolle. Der Gunst fee Behörde war er sicher und ihr» als Aelteren würfen dritte Ochwiecigkeiren bereitet iverfen. < (Fortjchuuü wigt.)

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