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Wiener Morgenzeitung · 1919-10-30 · Heft 280 (30.10.1919) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 280 (30.10.1919)
Date
1919-10-30
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 Wien, Donners!aK Wie« er MsLgerrzerLuuA 30. Oktober 181S Nt. 280. Kommunales. r\ Wiener GemrivLeraL. «itznng am LS. Oütvdcr. Die gestrige Sitzung wurde wieder in Abwesirrhelt -der EhriMchfozraleri durchgeführt. Sie war zum größten Teil durch «ine mehrstündige Debatte über die neuen Gemeindeabgaien ausgrsiült, in welcher die Gerneinderäte Doktor Ehrlich und Dr. Pallas, letzterer als Genera lrebner pro, das Ward ergriffen. In einer kurzen, Debatte über die Aiisspeisimg de« städirschen PflsAlinge der Gnmbarmtns)äuser gab Doktor Plasch ke s die Anregung» die GrimdsrmenhLuser, welche wahre Ekmösstätten sind, aufzulsssen, und durch den Erlös für den Verkauf der wertvollen Grundobjekt« das L-ainM BersvrguugShauS zu erweitern. Dir AuSfpkiftkNg 1« tzr» städtischen G«mdavr»euhSttsrr«. Frau Gerneirrderat Leihet veferiert Wer die WSfpeisrmg der Pfleglinge der städtischen .Grundarruen- und StifeungShmrfer und beantragt, für die AuLfpeisung dev. selben einen HÜchstbetrag von 8000 Kronen zu genehmigen. Sie verweist darauf, daß den PflegltnKn mit einer Er» yöhrmg des Taggeldes nicht gedient fei. GemeinLeraL Dr. Plaschkes unterstützt de» Referrntr»- antrag und verweist auf seine mehr als 2öj,Ihrige Er» fahrrmg bezüglich der Trundarmenhänfer im allgemeinen und des Leosoldst ädter Armr-nhauses irrsbesondere, ül ivckchem 51 bejammernswerte alte Leute geradezu schmachten. Me wichtig die Annahme hetz NeferenterkiurtrageL fei, gehr schon daraus hervor, daß diese altersschwachen Leute tzetteln müssen und in den' Nöten der letzten Monate dm Hungertod grstvebear wären, wenn nicht drei bis vier Monate laug die Mische Volksküche in der K-runrmbmwrgaffe die Äermsten erhalten hätte.! Das Aussehen dieser Häuser sei geradezu enksrtzklch) Niedere Zimmer mit von Feuchtigkeit triefenden Wänden, a« Lenen Schimmelpilze wachsen, mit vergitterten Unstern, diene« alten, kranken Leuten zum Aufenthalt? obwohl sie im Versorgungshaus in Lainz bessere Unterkunft und Verpflegung finden können. Was heute beantragt weiche, fei ein Keines PEativmittel, das Ziel müsse sein die Auslösung der G rund armen Häu ser, aus deren Grundstücken so große Einkünfte erlangt werden konnten, um das Lainzer Versorgungshaus für die Aufnahme der Pfleglinge aus den ^nm darmenhäuftru zu erweitern. Die nruen Gemeindesteuern. Stadtrat Breitver referiert hierauf über die Gesetz-, entwürfe betreffund"die Einführung einer Abgabe von höheren Mietzinsen, die Bodsnwertabgab« und die erhöhten Gememdeabgahen von gebrannten geistige« Flüssigkeiten. Durch diese Abgabe« sollen der Gemeinde neue Einnahmen von rund 100 Millionen Kronen zufließen. Der Redner begründet die Notwendigkeit dieser neuen Abgaben, welche ihre Ursache in der sinanzickle» Lage der immune finden. Gemewderat Dr. Ehrlich: Der Finanzreferent hat rm Bericht über den Hauptvoranschlag 1919/1920 die Mietzinssteuer als letzte Reserve bezeichnet. Wir find daher überrascht, daß auf diese Reserve schon heute zurückgegriffen. wird. Dies ruft um so mehr Bckwnkeu Hervor, als erst vor kurzer Zeit die Erhöhung der Fahrpreise auf den Straßenbahnen, der Gaspreise mw der Preise des elektrischen Stromes beschlossen wurde und wir vor der traurigen Situation stehen, neue Steuern beschließen zu müssen, um aus ihrem Erträgnis die notleidend gewordenen städtischen Unternehmungen aufzufüttern. Wir werden uns deshalb bald die ernste Frage vorigen müssen, ob wir die städtischen Unternehmungen weiter führen können oder ob wir uns nicht zu radikalen Maßnahmen werden entschließen müssen. Jedenfalls können «vir uns heute leider der Notwendigkeit neuer Steuern »icht verschließen. Was die Miet zinsst euer betrifft, ist sie als Auswandsteuer angekündigt worben, welchen Charakter sie eigentlich erst bei der Besteuerung der höheren Mietzinse anirintmt. In einem Punkt entscheidet sich die Vorlage vorteilhaft von deren Ankündigung, indem sie die Mietzinse unter 900 Kronen von der Steuer ausnimmt. Dies ist von zwei Gesichtspunkten aus gerechtfertigt. Die Besteuerung der Mietzinse unter 900 Äonen würde vor «Kam ein geringes Erträgnis abwerfen. Außerdem wurden aber gerade jene Mieterkategorien, die wir bis jetzt unbesteuert lassen, durch die Fahrpreiserhöhung der Straßenbahn cmfs schwerste belastet. Die 400.000 Wohnparteien die jetzt rmvefieuert bleiben, trugen den größten Teil deS mit 92 Millionen Kronen veranschlagten MehrerträgnisseS der Straßenbahnen. Im weiteren Verlauf feiner AuZfähruitgen bespricht Dr. Ehrlich die einzelnen Bestiminungen des Entwurfes, kritisiert verschiedene Punkte desselben und schlägt für deren endgültige Fassung einige Abänderungen vor. tkt Entwurf enthalte wohl viel« Härten, sein Grundgedanke fei aber ein gesünder, weshalb di« Jüdisch« nationale« iüc ihn stimmen werden. Die Gemeinderäte Sicotek nüd Felb- Man n (Aationaldemokratf.stimmen der Vorlage z«; letzterer wünscht nur einige Abänderungen. Kenerakredner Gemeindecat Dr. Po klar (pte) ist mit den neuen Säuern einverstanden, will aber twr alle» Experimenten, ,wie Verpachtung oder Verkauf der städtische» Unternehmungen, warnen. Die Errichtung dieser Unternehmungen hat hunderte Millionen Mer Goldkronen gekostet, ma« müsse also heute ebenso gute Franks verlangen, tooS ausgeschlossen ist, da sonst die «Luser viele Milliarden Kronen zahle» müßten. Aehulich sei es mit der Verpachtung und die Folge wären dann kolossale Tariferhöhungen, womit wieder der Gemeinde nicht gedient ist. Die einzige Möglichkeit, unsere» armen Staat zu retten, ist der E x p o r t. Dieser bedingt aber billige Löhne und diese wieder billige Lebensmitteln Gemewderat Dr. Schwarz-Hilter spricht gegen dis Vorlage. Nach dem Schlußworte des Referenten werden Me Anträge unverändert angenommen. Dereinsneuhrichterr. Jüdischer Gesaugverein MelmngÄokal .KvmerihauH, Heute, V,7 Uhr abends, findet im Cass Srttz, IX Porzellangaffe j, i. Stock, der erste Vortrags- und Unter» haUungsadrnd statt. — Sektion XlX. Heute, *L9 Uhr abends, im Tafö Döblmg AuSschuHfiyuna. — Zronistrsche Ä e k t i o u f ü r d i e westltcheu BezirkeDiens Mariahilferstraße 75). -eure, lf»l Uhr obenW, Vortrag De. Oskar Ä os enteld: »MraSertebmffe undErfahrungen «attt U* 5jäm des VattarrS*.—> »nd Skedehalle '"'X HvchschLler. m MWKtzer, Velche an der d-m S. November stattstndamm -Mrlgrmg der , . V« ffr«lüffch»a KuWesgemeinv» ir Mm mr < eß«tzem Vorträge des Herr« BwlwchckarS Dr. Wachste Wrsche Drucke lrilnchtmn wollen, mögen chro Die Eruühpung. DVU MaekLheiicht. Die der G r u n w a r e n m ä r k t e ist gntrrn noch irhwMer als an den Bortaacn üusgrlallrn. Es Mangelt dereus an d^n soukt m dieser Zeit noch reichlich vör>« nandttttn Genntzesartru. Aü Gannrrwarw waren blyß Kilogramm, a-n veeichurdeuey Grtinware» »000 Kiloaramni aus dem Ngschprarkk ^rtge'uhrt. Kraut, das ryit Is.LVl» Krlrgramm mis Nnderöüerrerch vertreten war. wurde im Preise auf X l.M rm EngrvSvekbtmf Md- L 1.40 «in Kleinhandel erhöht. Auch die P r er \ e für Zwrdbelvud Kn oblau ch erfuhrm ems % x f v S h i n a u f i e v uug um L0 Heller pro Kilo-- gramm. Auf dem O b st m tz r kt wärest nur geringe Quantitäten von ftemrÄen ÄepsÄ» und Birnen vorhaude«. I» der G r o H ma r k t h a! l e herrschte nur schr schwach« Bcrsehr. Byrratrg waren bloß ganz gerinMarge Mengen von Wurst. Mn her Dahn sind heute 21 WaggonS a w e r i k a n i f ch e p Gefrierfleisch im Gewichte von $18 ftfotmiin Kngervrrltne». Die Frschmstrkte hatten hloß germgsügige Mengen von gewässerten KliMilschen zur Dcrsügung' Gier fehlten wieder aus allen MSrkien. DleifchansZude in Wien iu Vor Widcha »om 30. Hdroveu dis 5. ÄovsmLpr 1919. Vom Stckatsamt für DolkServahrunH wird verlantdart: Da in dm letzten Tagen größer? Mengen Gefrierff'ersch erngekangt sind und ns Laufe brr nächsten Tage m Wen noch eintangm wrrdey. kann in der Woche vom ÜS. Oktober bis Mir s, November m Wien wieder Rind« fleisch zur ÄrvSgabe gelaugm. Dre Kopfgvote Beträgt 10 Dekagramm. Der Verlauf erfolgt diesmal zum »etbiHtotert Preise von K 22.-»* für Vordere-, K 25.— fiir HintertS und K 84.— für Bratenstnsch pro Kilogramm >m Klemm. De>m Bezüge wnden dre mit Rr. 8 bezrirhmtru Abschnitte des Emkausichemes für Rmdstellch abgetrennt. Abgabe von Kartosteln. Von DonnerStafl bis Samstag werden im XI. und XU. Bezirke inländische Kauoffeln zum Preise von K 1.80 pro Kilogramm gegen Abtrennung des Buchstaben- „ft" der Kartoffelkarte abgegeben. Aussveisvng südischer Kinde« durch die amerikanische HilfsLornrnission in Graz. D e tttdrkche Franenorgani« fatiou in Graz erhrclt von^drr amcrrsantschenHilfSkounnisffonLebeuS- Mittel zur Ausspeilung jüdischer Kinder zuaewicleu. Es erhalten 32 Kinder der .hiesigen israelitischen BolkSsckrüe zwcmwl ta der Woche Kakao mit Mischbrot. Die Aktion leiten. Frau Herma Fe u e r st e r n nnd Frl. Lina Brrmau. Rudolf Feldschuh, II.» Praterstratze 84. Zucker' abgade für September, Schokolade, Tee, Kakao, Tischwe,ne, Sardinrn rckw- Geöffnet von ö bis 12 und 3 bis 7 Nhr abends. m ns Bühne tmb Kunst. KlavLeraberr-e. Die kleine Betty Fischer wurde schon nn Vorjahr bei einem Schülerkonzert Professor Julius Wolfsohrrs dem Publikum vorgeführt und siel damals durch ihre glatte Le'chuifchs Fertiget angenehm auf. Nun gab sie gar einen eigenen Klavierabend und soweit die Kräfte des jugendlichen Wesens reichten, bewältigte sie das fchwrerrge Programm mit erstaunlicher pianistischsr Bot'enbung. Mn Mehr an seelischer Rei'e und physischrr Kraft und eS winken ihr dir schönsten Künstlererfolge. — Louise Wandel, eine Schülerin des gefchcktzten Pianisten Richard Byk, zeigt sympathischen Ernst in Haltung wie im Spiel, das sie als künstlerischgereifte Persönlichkeit erkennen läßt. Fein ziselierte Technik und egases Pafsagenspiel bergen bet ihr auch höhere Werbe: eins den JntentiStren der Komposition voll gerecht roerdenbe Vortragskunst und selbständig gestaltend« künstlerische Kraft. — Die Abende Dr. Viktor Ebenst «ins lassen den Fortschritt erkennen, den dieser tüchtige Musiker von Jahr zu Jahr in unausgesetzter Arbeit seinen Leistungen abringt. Wenn er auch in seinen Programmen dem Publikumsgeschmack stärker huldigt, als notwendig wäre — wir denken dabei an die belanglosen „Don Juan-Neminlszenzen" 7— ist sein Spiel doch immer interessant und rechtfertigt die wachsende Beliebtheit, der sich der junge Künstler zu erfreuen hat. —-Grete Hinterhoser spielte in einem Or'chesterkonzert d'Alberts effektvolles Klavierkonzert und ein gleiches von Rimsky^-Korsakow sowie die bekannte Burleske von Strauß. Man vermißte bei aller Vollendung des Technischen und musikalischer Sicherheit jenen zündenden Funken, den das Temperament nun einmal aus dem Werke schlagen muß, wenn wahre Lebens wärme in die fönst unwohnlkchen Räume des musikalischen Gebäudes einztshen soll. — Eins Begabung voll echter Musikalität ist Gerty Popper. Intellektuelle Erfassung des Werkes begegnet sich bei ihr mit tiefem Eindringen in die Gefühlswelt des Komponisten. Ihre Kantikene ist wirklicher Gesang, ihre Technik niemals Selbstzweck. Bei Schumann und Chopin konnte man sich vor allem an der schönen AHordregiftrierung und der vernünftigen Pedalbehandluug erfreuen. Ihre Begabung für Kammermusikspiel bewies sie mit Pfitzners hier schon wiederholt aufgeführten E-moll- Sonate für Violine und Klavier, bei der Philharmoniker Karl Knoll den Geigenpart ausführte. Das Werk gefiel auch diesmal dank der verstLndigen 'Interpretation durch die beiden Künstler, deren Spiel sich zu schönem Klingen und Gelingen ergänzte. __ Dr. K. M. <£Uie Krm-ßswmfft* V«rsths§ter-kekt-r Setn«. L' att Drv Ust» ©tf lOo ferfsnm kt» 5 Mf Bmgrheatn-, «m m m nchmm, Herr verlas eme RqobÄou, m der «rSaefÜhrt mrd^ fühlen, >m Interesse der Erhaltung des Burgtkeaters Alhech deine anWordern, von seinen NNnittsabfickNeu avzugehm. D^' Nrederlegung der Tirettion durch Heme wäre 1öc daS BurK theater die ärSAe Guahr, ja eine unheilvolle Katastrophe; denr^ mir durch Heme könne eine Sanierung der BrrWiniffe durch- ' aeMrt werden. Es kam zu einer stürmischen Oval ip w fnt Heine, der nich^ anwesend war. * Es kann nicht schade«, wen» solchermaßen dre OMntlichW gezeigt wird, daß mi Burgchcater ein enger Zusammenhang zwischen Leitung und ausübenden Künstlern noch immer besieht» daß die Schauspieler treu zu ihrem Direktor und m dieser elfte«, deutschen Bühne halten. — Aber die Angelegenheit darf nicht aud das Nebengelnse von Aktionen geraten, die für ab« «eitet* einzelne Perwmn gerichtet sind. Ss muß vielmehr «ndUch dieser Anstalt zur völligen Sanierung und Sich < rst e l 1 u n g des BurglheatetS benützt werden und Vahm sollten alle. künftigetr Unternehmnugen der Künstler und Zamrstfreunde zielen. _ Aus de« Theatern. Im D »r g t h e a t e r gelangt morgen Freitag Schön-- herrs ..Erde" mid „K a r n c r l e u t" zur Ausführung. Anwr,^ Vt$ Uhr. Im Opernth eater wird morgen Freitas Mkrhöhttzw Pveisen ^6s.vnUeriL matteana“ und e r Bajazzo" -gegeben. Aiffang 5 Uhr. Im WienerKoMödienhauS geht Donurrstag den 80. Oktober, abends 1 Uhr», als SondervorstellutM tzrs BereineS Micher Mediziner daS Drama »M t x 11 e (£ f t 0 Ä" von Jakob G 0 r d i n rn Szene. , \ Im Neuen Th e a t 11 (Kammerspiele im Solk^, bildringshaus) findet SawStag den 1. November di« Grstaussührvng von IbsenS ^Komödie der Liebe" statt. W wirken ww d e Damen Ängerer,' Danegger, Emmering, Lohr, W^gandt vm die Herren Dr. Gerharidt. Halban. Jarap, Kopal und Ozory. Im Dentschev BolksthELter gelangt hettteü Donnerstag dar dremkrige Lustspiel Mein Freund« T e d d v" von Rivotre und Besnard tn folgender Besetzmtg dtr: Hauptrollen zur eisten Au^i'ch'nna: Dldter-Aiorel —- Herr.' Iwald; seme Frau — Frau Köckeritz; Berdier — Herr Amon^ D'Allone, Kunstmaler — Herr Wuch; Teddy Ktmberley — Herr Everth; Bctt'N. Gesandlschaftssekretär ~ Herr Henke; Mad. Raucher -- Frau Schweighofer. Spielletter: Dr. Hemz. Schulbaur. . Direktor Bernau bat die neueste Gühuenarbett Dr. Krul Schönherrs »Ktndcrtmoobie", Drama » drei Men, zyr slw sührung in dieser Sptelzeit erworben. - Im Carltheater wirb SamStag um '/»S Wcnachmittags bei ermäßigten Pi eisen Anzengrubers VolkKstink „DerPtarrer vouKirchse l b" mit MüyThaller als Äwrzelfepp, Felir Norfolk in der Titelrolle und Pia Arnold als Anneil aufie»ühr t. — Eonutaa den % November um Vj8 Uhr nachmittags geht bei ermäßigten Preise« die Operette »Die schSne H e l e na" mü Dora K e p 1i u g e r in der Titelrolle in Szene. In der Neuen WienrrBühne spickt in der beute Donnerstag startffndenden Vorstellung non „D i e S e n d nn g S e m a e l s" die Rolle des El'jahu Hetr A s k 0 n a s statt Herr Iwald, der an diesem Tage für das BoMheater beurlaubt ist. Fck'x H u p k a, der bereits im Alter, von 1$ Iabren mit: feinen Wiener Konzerten großes Aukichev bei Prelle und PlMikum eneate, gibt am Mittwoch den 5. November im kleinen Konzert- Haussaal einen Klavierabend, an dem er unter anderem Beethovens Sonate r>p. 101 und Brahms Härckel-Barralionm spicke« w'rd. Karten Bet Gutmann. __ Soeben euschlenea r r 0 b l e m r d e S F « b k «» t u m s" von Raphael Selegmaun. Inhalt: Whischer Impressionismus; SchopenhauerDer Jude; Ep vom und die Weltanschauung deS IitdenkumS; Ind-vidvum und EthvS; Vom Ut-sen der Mischen Moral r Von der mnerm Bedeutung des Prophetismus; Vom moralischen und künstlerischen Tvvus; Vom Messianismus; Hetmann Cohen; Montsmuß und MonvibeismuS : Die CdristuSmvthe (tzussi von pbmckncks); Gchankcu über die-Emanzipation; Bejahung und Berneinuna des Galuth. Ja schönem künstlerischen Einband. ' Pre>S geheitet f 19.80. gebnnden ft 21—. Zu benrhen durch N. L 8 w i t, Buchhandlung, Wreu, l., Notenturmstraße 23. Sport. Die Wichtigkeit des Trainings.Die Machen Vereine haben wähtend der kurzen Zeit ihres Bestandes, Irstl der dun Iudeniume innewohnenden Jmcll grnz, Energie uud MbiS^ feit Leistungen vollbracht, bie dir wörtliche Oeffenilichke,t m Erstanntn setzten. Die Begeisterung und die hochgespannten Ztrle der tüdischen Epvrtöleute find eine Gewähr für die WenerentwMuntz des jüdischen KörversporteS. Mir stchen mmtttw rrnev Spvrvsatson. Die Fußballer dreier jüdischer Vereine gehen mit alle« Energie daran, die Erstklasstakeit zu erringen. Es find dres- H a k 0 a h lW i e n), B. A. C. lD u d a p e st) und M a k k ab ä a (P r e si b n r g). In allen drei Vereinen wird mit Hochdruck daran gearbeitet, um dieses erstlebenSwerre Ziel z« erreichen. Die Leitungen sind sich bewußt, datz nur wohl rrmmerte Spieler dre Meisterschaft gewinnen können. So hat die Seknonölertung der Hakoab angeordnet, datz dre Fußballer mit Rücksicht a»s dre finttn Tage einmal in der Woche nach Bureau- und Atbmsschlliß bei Azetylenbklenchtung auf oem Hakoahplatz dem 8Mtrriumg obl egen müssen. Reger Dportbetrieb. Am 1. mrd S. November wich ist Wien reger Sportbeirieb heerschen. Während der erste^Tag den Meisterschails'vielen gewidmet tst, finde« am zweiten Tage zahl-d reiche Freundschaftsspiele statt. Der LSnderwettkarrrpf gegen ttttgom Durch blc Mage der Ravidspielrr. die ertlärrn, ncht abkvmmen zu tonnen, gerät der Oesterrelchckche Fußballverdand in eme Mißliche Situation. Er wird große Mühe habe», ein entsprechendes Team nach Budapest zu bringen. Da« Stockholmer Gtadio» wird mit der stebEtt» Olympiade am 11. August 1920 feierlich eröffnet. . Die heurige Leichtathretiksaison findet am G-nntaa mttdemWegfmerder -Lausen (Rapidptatz-Auhof »yd retour) ihren Abschluß. Hechawer spielt Samstag a«l dem Hakoahvlatz gegrv Prater Sportfreunde. DaS MersterschaftSspteldtüiNNl n« N Uhr vormiltolgS. / s« Düsseldorf ist ein Mischer M E-oMttklS gqstÜnL« worden. Dich WasMVMUMWschzisit dg» W. «. 4* tzrW aw 1 m»tz S. November i» Leipzig Wettjp'.rsi guS. GpsvlM«- ih,tch-h^ Hrutr W sblisa1orW«s AmiM tzer

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