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Wiener Morgenzeitung · 1919-10-29 · Heft 279 (29.10.1919) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 279 (29.10.1919)
Date
1919-10-29
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Rr. 27S Men, Mittwoch Wiener Morgenzettrmg Sport. Die sonntägigen Hockehwektspiete Wiener Hockeyklub--Hakoah 2 :1 (1 : 0.) E>n wunderschöner Wettkampf und ein noch schönerer Achtungserfolg der jungen Hakvabmannschast. Der Hockeyklub, der heute gute internationale Klasse nt. bat er doch erst vergangen? Woche m München hervor raaende Erlös ge erzielt, trat ,n seiner stärksten Ausstellung an. D>e Merster müßten sich gehörig strecken, M» der Hakoah die zwei Punkte abzunehmrn. Das Spiel wirr durchwegs offen, was ein Verdienst der beide» Halls der Hakoah, U t i und Klimt, war. Neuwelt, der linke Hali, war bedeutend schwächer. Sonst war die Mannschaft tut« aus einem Guß. Die Störmcneihe wird von Wettspiel zu Wettspiel besser» doch läßt das Zusammcn'prel noch viel zu wünschen übrig. Beide Parteien forcierten ein rasches Kombknationsspiel. wobei man eme br-llinte Stocktechnik bewundern konnte. Urb er den Epielverlaus ist nicht v el z« srg'n, da das Match sich meist im Mittelfeld bewegte. Tank seiner vorzüglichen Stürmerreihe war. der Hockeytlnb vor d?m Tore sehr getährlich. Die Goals schaffen Kirndler und Schubart. Für bic Hakoah war Frrtz Klimt »ach einenr Strasdully erfolgreich. Im Spiele rer Reserven unterlag die Hakoah 1:8 f0:2\ was hauptsächlich dem Umstande mm chr eiben rst. daß S. Wertheimer zehn Minuten nach Beginn wegen derben Spieles ausgeschlossen wurde. Der W. A. C. schlug die Lehrersport verein iaung8;3 (3:1) und 'M Reservespiel 4:0 (0:0). — Die Katholischen Hochschüler wurden im Freundschastsivrele vom Verein für Bewegungsspiele 10:0 (4:0) geschlagen. _ Das internationale Meeting der „Danubia". Wir hrbey gestern über-das sonniäg ge Meeting der ,Dan«bia" ku-Z beruhtet. Dazu ist noch nachmtiagen, daß auch der Sportklub Hakoah einige schone Erfolge auftuweien hatte. Im R e u l i ü g s s ch w i m m e n über k>0 M e t e r Plaettire sich R. K e m p l er an zweiter Stelle, während L. Schenkt, der den zweir-ni Zertlaus überlegen gewann, wegen Mangelnder Konkurrenz n'cht ganz ausschwamm und dadurch um den sicheren Sieg kam. Das Mädchenschwimmen übec &'» Meter brachte bei lehr grofer Starterzahl e,nen knappen Eurlaui, rn welchem daS sehr talentierte Frl. Hedwig Karnivl den vierten Platz besetzte. Die zwer Juniorenstaketten der Hafoah endeten der miernaironaler Konkurrenz auf dem vierten, beziehungsweise iünttcn Play. Ein »euer jüdischer Turn- und Sportverein. In Linz wurde ein jüdichrr Türn- und Sponverein geglünpet.Vovläusig wurde der Tm »betrieb ausgenommen. Am 14. d.M. r«nd daserste Damenturnen statt, das sehr stark besucht war. Da zahl'eiche Lmzer Juden ihren Hrrtrnt zugesagt harten, rst der Bestand des Vereines gesichert. Gefährlicher ^port. Bei den 'lieber lanbfliigen von der atnerikanlicksen Ostkilste nach der Westküste sind bereits neun Fleger abgestiiizt und gestoiben. Nur einem Flieger ist es gelungen, de» ganzen Flug von dem Nrw-Aorler Flugplatz brs an dre Westküste zu vollenden. ...- a GerichLssaal. Der Beschluß -er LevenSmüdeu. -----Westernhatten sich der Zuschneider Josef Wale«ka Lud die Kellnerin Aloisra Nekuoa vor dem Schwurgerichte wegen Mord, beziehungsweise Mordversuch zu vecarrtwort-en. Die Rekud a. Tochter eines Bersrcherungsbeamten, batte «in uneheliches Kind. Der Vater desselben hatte sie noch vor der Geburt des Kindes verlassen. Sie wurde Kostenlos und hatte schwer zu kämpfen, sich und das Kind M erhalten. So faßte sie den Entschluß, sich und das Kind zL tüten. Sie vertraute sich dem Walecka an, der auch vom' Schicksal hart verfolgt war.' Er hatte in seiner Ehe Schiffbruch gelitten und so kam es, daß beide Unglückliche den Entschluß faßten, gemeinsam i» den Tob zu gehen und vorher das Kind zu tö ten. Sie Melt best SLügttug von der Pflegesrau ab, fuhren in die Wen von Katferiuühlen und dort erschoß Walecka das Kind. Ms' er bann, die Nekuba töten wollte, hatten beide nicht ckehr den Mut zue Tat. Die Frau sprang mit der Leiche ihres Eudes in die Donau, wurde aber gerettet, während sich der Mann selbst dem Gerichte stellte. Beim Verhör erklärte sich Aloisia N ekuda schuldig^ Bors.: Es wird von allen Seiten bestätigt, daß Sie Ihr Aino geliebt und innig betreut haben. — A ngekl.: Ir, ich habe es sehr gerne gehabt.,— Bors.: Und trohd'ein Liese Tat! — Ang« kl. .(weinend): Ich habe Mt das' Kind n icht mehr das Kostgeld aufg'e b rächt. Die ewigen Vorwürfe zu Hause haben Mich zur Verzweiflung gebracht. Vors.: Damals lernten Sie den Walecka kenne». — An gek l.r Ja. Er verrichtete für meinen Vater Schneiderarbeiten. Im Gespräch gab er mir zu erkennen, daß er Selbst-» Mvrdgedatrkeu. hege. Das war mit sympathisch. — Dorf.: Pas,hat er Ihnen gesagt? — Ang «kl.: Daß ich ihn mitnehmen soll, wen» ich in den Too gehe. — D o r s.r Am Abend vor der Tat besuchten. Sie das Apsllotheater. — TnL«kl,: Sa, auf sein Zureden. Aber Vergnügen batte ich keines. Nach dem Theater kam er zu mir, weil seine Wohnung ln HütdeLdors liegt. Dieser Besuch brachte meinen Vater furchtbar auf. Er sagte: „Jetzt verreise ich für zwei Tage. Wenn ich nach Hause komme, will rch dich nicht mehr se he n." , Die Angeklagte schildert die Vorgänge während der Tat. Sie. schildert, wie sie tn den Prater gefahren sind,, wie der Mantel' ausgcbreitet und das Kind daraufgelegt wurde. ie' gab ihm ' den ' Revolver. Walecka feuerte dann heu Schu ß ab. Vors.: Sie haben sich bann die Kindesleiche «nt den Leib gebunden und sind in die Donau gesprungen» Ein Sicherheifswachinspektor hat Sie gerettet. ■ Hierauf wird der Angeklagte Josef Walecka verhört, bekennt sich ebenfalls schuldig. D«S psychSatrjsche Gutachten.; Professor Dr. Bischof, erklärte in seinem Gutachten, baß bezüglich deS Angeklagten Walecka keinerlei Anzeichen kur irgendeine geistige Erkrankung vorliegen. WaS die Beschuldigt« Neluda betrifft, so, müsse sie allerdings als eine Person van schwerfälliger Auffassung bezeichnet werden. ES müsse der Angeklagten zugebilligt werden, daß ihre ohnehin geschwächte Willenskraft infolge der aus sie einstürmenden Genrütserregungey. völlig auSgeschalbel war. . Der Staatsanwalt Dr. T » p p i trat tn seinen SchlußauSführungen für die Schuldigsprechung der Heide« Angeklagten ein. Das Urteil. ' Die Verbandluna wurde erst tu spater Nachtstunde »u Me geführt. Die Geschwornen (Obmann Herr Gustav Herz) verneinten die Fragen auf Mord für beiden Angeklagten mit 11 Stimmen; die Frage auf versuchten Mord für Walecka wurde mit der gleichen Stimmenanzahl verneint; die Frage auf Vergehen gegen die Sicherheit de- Lebens durch unvorsichtiges Hantieren mit einer Waffe für Walecka wurde mit 7 Nein gegen 5 Ja beantwortet. Auf Grund dieses WahrspWheS verkündete der Vorsitzende den Freispruch beider Angeklagten. Walecka sagte mit zitternder Stimme: „Ich danke den Herren Geschwornen für das Urteil." Im Zuhörerraum wurden „B t avorufe" und Händeklatschen laut. „Jude" als Schimpfwort. Aus Leipzig wird uns geschrieben: Die Strafkamnrer beim Amtsgericht Lublinitz hat am 21. März den P'a r:r Paul Rogowski wegen Aufforderung zum Ungehorsam gegen die Gesetze und wegen Beleidigung zu 4ö0 Mark Geldstrafe verurteilt. In einer öffentlichen Rede in Eisdorf sprach ein Kaufmann Breitenftahl von den Aufgaben der Arbeiter. Der Angeklagte ergriff das Wort, hielt eine deutschfeindliche Rede und rief, man brauche den deutschen Ämtsvorstehern nicht mehr zu gehorchen und ihre Anweisungen nicht mehr zu befolgen. Als der Kaufmann Breitenstahl ihm inS Wort fallen wollte, rief der Angeklagte: „Was will der Jude?" „Warum habt ihr Juden als Gemeinderäte?" .Haben sie die christliche Kirche gebaut oder wir?" Das Gericht hat in den zuerst erwähnten Worten den Tatbestand des § 110, St.-G.-P., erblickt, in der wegwerfenden Bezeichnung des Herrn B. als „der Jude" eine Beleidigung. Es hat ihn mit Rücksicht auf seinen Bildungsgrad und feinen öffentlichen Einfluß zu der angegebenen Strafe verurteilt. In feiner Revision behauptete der Angeklagte, die Be eichnung Jude sei ebensowenig eine Beeidigung wie die Be eichuung Christ. Das Reichsgericht hielt die Absicht der Beleidigung für ausreichend festgestellt, auch sei der § 110 mit Recht angewendet. Es verwarf deshalb dis Revision des Angeklagten als unbegründet. Dss ungesetzliche EinrerseverSot. Ein für die Allgemeinheit wichtiges Erkenntnis fäMe der Dersassuttgsgerichtshof unter dem Vorsitze des Präsidenten Dr. Vittorelli. Der Vorarlberger Landesrat hatte im Dezember vorigen Jahres an geordnet, daß die Einreise nach Vorarlberg nicht mehr gestattet sei und eine spezielle Einreiseoswilligung rerlangt werden müsse. Hrrr Siegmund Glas, der sich E Februar dieses Jahres in Feldkirch aufhielt, wurde von der dornigen Pon^ei wegen Üebertretunz der Kundmachung zu einer Geldstrafe von 56 Kronen verurteilt und zum Verlassen von Vorarlberg gezwungen- Er erhob nm» an den deutfchösterreichischen Verfafsungsgerichts-- hof eine Beschwerde, in welcher er den Standpunkt vertrat, daß durch seine Bestrafung und durch die Abweisung das noch in Kraft befindliche Stsatsgrurtd-- gesetz verletzt wor'en sei. Der VerfassungZgerichtshof erkannte, daß durch die Entscheidung der Vorarlberger Landesregierung, die den Rekurs des Glas abgewiefen hat, dem Beschwerdeführer das durch das Staatsgrund-> gesetz - verfassungsmäßig gewährleistete Recht des freien Aufenthaltes verletzt worden sei. Namen der Republik Oesterreich." Dem Fr,edmsvtttmge von Saint-Gcrrnam ge,;wungmermqße» Rrchnuvg nagend, brschloß bekanntlich die Äratwnalönsamwlltng dir llmwantlttng der bisherigen Bezeichnung „Deutschöstene'ch" in „R e p u d l i k Oesterreich". Blvgrsterm wurden mm erstenmal bei sämck'chen Gerichlen in Wreu d»e Urteile »Jrn Namen der Republik Oestttrerch* gefallt. _ Der Volkswirt. Die Lederzwangswirtschaft. Bon einem Fachmann. Dass Horoskop, das der Lederzwangswirtschaft &:i der Gründung der nouen Lederstelle gestellt wurde, hat gestimmt. Heute steht die Lederstelle mit einem Te'izit von 5 Millionen da. Was noch im Mai gegenüber dem Ansturm der Länder möglich war, nämlich die Existenz der Lederzentrale mit der daran hängenden Kotcrie von Interessenten zu retten ein Verdienst, der besonders geschickten Leitung der damals abgehaltenen Enquete — ist jetzt nicht mehr möglich. Angesichts der Freigabe des Lederverkehres in Deutschland und der Tschecho-Slowakei hat die Beibehaltung des Zwangsverkehres in Dcutschösterreich auch bei neuerlicher Erhöhung der Höchstpreise nur die Folge, daß das gesamte Häutegefätle seinen Weg ins Ausland nimmt. Dort wird unter Berücksichtigung der Geldentwertung bis zum Zwanzigfachen der hier geltenden Hö^stpreise gezahlt. Um dieser Entwicklung beiznkommen, müßte man zu ^dem Kalb einen Gedärmen hinstellen. Und selbst diese Maßregel würde dank der weitverbreiteten Korruption keimn Erfolg in der gewünschten Richtung zeitigen und das Defizit der Lederstelle nur vergrößern. Ist «S ja jetzt schon nicht so sehr durch die Produktiven Ausgaben, wenn man die Gehälter der Direktoren und Beamten so nehmen will, derart angewachsen, sondern durch die Kosten der Kontrolle. Wenn nun das mißglückte Experiment mit der Lederstelle beendigt werden würde, raschestcns der fre e Verkehr in Häuten und Leder begänne, wozu natürlich auch der freie Import gehört und nicht wie bei der sogenannten Freigabe deS Kaffe-.verkehrS nur der Jnlandsverkehr unter gleichzeitiger Drosselung des Importes, so märe trotzdem kine Steigerung der Preise für das Fertigprodukt, die Schuhe, zu befürchten. Denn 29. Oktober 1919 'Bette t j die heutigen Schuh preise, wie man sie in den Geschäften angeschrieben sieht, sind nicht etwa auf den amtlichen Höchstpreisen auf^ebaut, sondern auf den Schleich- Handelspreises, bre den Weltmarktpreisen unter steter Berücksichtigung des Geldwertes Nachfolgen. Jedenfalls beweist die Preissituation am Schuhmarkt, daß nicht die niedrigen Höchstpreise von Hauten und Leder dev Kalkulation zugrunde liegen, sondern die Schleich- Handelspreise. Der Lederfabrikant ebenso wie der Schuherzeuger können mit den geringen offiziellen Zuweisungen seitens der Lederstelle Überhaupt keinen Betrieb aufrechterhaltew.' Um die Generalregie auch mi* auf ein halbwegs erträgliches Maß zu reduzieren, müssen sie Häute, beziehungsweise Leder aus dem Schleich Händel dazukaufen. Die Verarbeitung dieser Quantitäten ist für sie die Hauptsache. Was Wunder, wen» hie und da auch ein Äil der zugewiesenen Materialien bei der Durchleitung durch den Betrieb die höheren Preissätze erhält und wenn der Rest der aus dem billigen Material in ehrlichem Wege erzeugten Schuhe am Wege über den Handel ebenfalls nur zu den hohen Preisen in den Konsum gelangt. Infolgedessen hat der Konsument' schon feit Jahren gar nichts davon, daß der Fleischhauer die Häute und der Gerber das Leder zu Spottpreisen hergeben muß. Er würde auch durch die völlige Freigabe des gesagten Verkehres nicht geschädigt werden. Im Gegenteil. Es ist folgendes zu bedenken: Derzeit ist weder der Ledernoch der Schuhfabrikant in der Lage, iernen Betrieb rationell auszunützen, weil er zu 'wenig Rohstoffe hat. wobei nicht nur an Häute, sondern auch an Gerbstoffe zu denken ist. Würde er mm in die Loge kommen, sich genügend Rohstoffe zu beschaffen, so würde nicht nur die auf das Paar Schuhe entfallende Quote der Generalregle, sondern auch durch Ausnützung der Arbeitskräfte, deren Entlassung heute nicht möglich ist, die Lohnquote derart reduziert werden, daß die Steigerung des Lederpreises wettgemacht werden würde. Außerdem aber ivare die eine große Möglichkeit, deren Ausnützung bisher durch das Prinzip der gleichmäßigen Aufteilung aller Importe auf alle Betriebe einschließlich^ der Kleingewerbe, sowie überhaupt durch die Drosselung des Importes an Leder, Häuten und Gerbstoffen dirrch die Lederstelle vereitelt wurde, gegeben, jenen Zweig unserer Schuhindustrie, die schon vor dem Krieg aus« ' schließlich für den Export gearbeitet hat, neu zu beleben : die Galanterieschuherzeugung, deren Produkte trotz der Geldentwertung mit Rücksicht auf die im Vergleich zum Ausland noch immer niedrigen Lohne jetzt, noch besser wie vor dem Krieg ihren Weg nach England, Amerika usw. finden könnten. Diese Erzeugung ist rn Wien bodenständig und schon deshalb allen anderen überlegen. Durch die Ausgestaltung des Exportes dieser Schuhe könnten auch für den inländischen Verbrauch Rohstoffe oder Schuhe importiert werden. Dazu a^er ist keine neue Organisation, sind keine neuen BiweauS und keine ^neue Zentrale nötig. Eine neue Lebensmittelanleihe in Holland. W.e wir erfahren, «ntrchandelt der Direktor der Kredit». Anstalt. Dr. Wilhllm Regc-ndanz, m Amsterdam wegen rinn neuen ^ebensmiltelanleihe von fünfundzwanüg Millionen holländischen Gulden. Znm berrt'gen Kurse umgerechnet, macht dieser Be» luifl ungeiähr eine Millunde Kronen auS. Damit dürste jedoch kaum ein Zehntel vn'eres Bedarfes an Lebensmitteln destrittev werden, so daß unser Bedarf für etwa une» Monat qp deckt wäre. Reform der Devifenzentrale. DaS Komitee zur lleberprülung der wirtschastlichm Demo» bilisterung besprach in seiner gestrigen Sitzung den Regierungsdericht über die Devifenzentrale. Ministerialrat Dr. Schwarzwald erklärte, die Zentrale müsse aufrecht bleiben, gab jedoch zn, daß gewisse Erleichterungen notwendig seien. Der StaatSickrrtär der Finanzen verhandle hierüber mit dm in Betracht kommenden Giuvven. In der hierauf jolacndm Diskussion wmdi du möglichst baldige Durchführung dcc Erleichrermigen gefordert^ Der fylnanz- und Dudgetansschutz. Der Grseheutwmf über die P u v i l l a r s i ch e r h e i 1 des von der Gemeinde Wien auf Grund des Landesgesetzes vom 16. Juli 1919 bewilligten Anlehens wwde in der gestrige» Sitzung des Finanz- und Budgetausschusses zum Beschluß erhoben. Bern vorfcr Metallwarenfabrik ArturKrupp A.-G. In der am 21. Marz 1919 abgehobenen Generalversammlung der Aktionäre der Berndorter Melallwarmtabrik Arthur Krupp A.-Gwurde, wie erinnerlich, der Beschluß gefaßt, das Aktienkapital von 40 Millionen Kronen durch Ausgabe von 100.000 Stück auf den Jnhaben lautender Aknen im Nominal» bktlage von ll 200.— ant 60 Millionen Kronen z« erhöhe». Infolge Ermächtigung der Generalversammlung hat der BerwallungSrat defchlosten, nunmehr an bic Begebung der neuen Aktien zv schreiten. Der BegebungSkurS der neuen Aktien wird mit K 550.— festgesetzt und den allen Aktionären das Bezngsrecht auf die neue» ANikn »m Ve,hällnis von z w e i a l t e n zu e i n e r n « u e» Aktie eingeräumt Die neuen Aktien sind an dem GeschästSrrgebmff« der Gesellschaft vom 1. Juli 1919 ad beteiligt. Die Anmeldung hat bei sonstigem Erlöschen des BezugsrcchteS in der Zeit voll 29. Oktober b,S einschließlich 7. Nwember d. I. HerderLiqmdatm derOesteneichlschenKredit-Anstall t.H. n.G. in Wien, I., Am Hos 6,W ertolgen. Bei der Anmeldung ist für jede z» beziehende neue AK» e,ne Anzahlung von K 300.- zu 5*/, Zinsen von diesem Detraae vom 1. Juli 1919 bis zum ZablungStage zu erlogen. Der Restbetrag von K 250.— zu f,*/o Zinsen von diesem Betrag« vom 1. Iitli 1919 ist bei sonstigem Beilust des Bezngsrechtcs »nd der berenS geleisteten Anzahlung b,s spätestens 89. November 1919 zu bezahlen. — lieber die Geschäftslage hat die Direktion dem Verwaltunstsrate Mitgetrilt. daß die Bilanzarbeiten pr, 1918/19 noch nicht derart vorgeschritten sind, um rmen Uebrrblick bezüglich der E>gebniste dieser Geschästspcriode zu gestatten. Doch könne schon heute festgrstellt werden, daß mit der Auszahlung einer Dividende für daS veefloffcnr Bilanzjahr wohl-nicht zu rechnen sein dürfte. Direkter Warenaustausch zwischen JstunrLnie» und Oesterreich. Ans Bukarest wird geiiieldel: Gestern tand hur eme Versammlung der rumänitchen ©ioöfai$wtfe ftotfy d«

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