Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 266 (16.10.1919)
- Date
- 1919-10-16
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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!j Erik r~ 25>teic, DvrtttrrsrslF 16. Oktober Nr. 266 - JSentt die Reaklivn etwas gegen die Sori'albemorratie untermehnren löottte, würde man vor ihr teure Furcht eatyfhtöeit. Dine Politik ohne Bermtnft u.-rd Borficltt würde nur der Reaktion dienen, wofür Ungarn «lu erschreckendes Beispiel Biete. In Ungarn gab es srirhec cincn konsequent befolgten isozialiZmuZ, heute gibt eZ dort einen konsequent derfolgten Sozialismus. (Heiterkeit und Zustimmung.) Die Koalition, sei die einzige Möglichkeit, das Land zusammen- ^uhalten. Wir müssen einen ehrlichen Versuch machen, daS Volk vor dem Verhungern zu bewahren. Wenn trotzdem die Katastrophe nicht Mifgehalten werden kann, dann'trifft tzms keine Verantwortimg, wir müssen alles vermeiden, was tzsr Katastrophe führt. StaatsseSreLüe Zerdik tritt srrs 8»-« chrrsittch» sozrarerr Partei aus. Wie wir .erfahren, ist der Staatssekretär für öffentliche Arbeiten Herr Zerdtk chus der chrifllichsozialrn Partei ausgetreten. Er ist damit feinem Ausschluß aus der Partei zuvorgekvrnmen. der von dem radikalen Flügel aus religiösen Gründen beantragt worden war. Herr Zerdik hat sich nämlich einen Dispens verschafft, um sich von seiner Frau scheiden lassen zu können. Der Dispens war von seinem Parteigenossen, dem Landeshaitprmarin^Siellveljreter Leopold Steiner unterfertigt gewesen. Bsrichttgurrg. Huf er gestriges Inlandsreferat ist dahin rrchtig zu stellen, daß d^er Bortrag Dr. Schumpeter s in der chnstlichsosialen Vereinigung nicht siaügefrmdcn hat. Ferner ist durch ein Versehen der sür den Inhalt wichtige Satz weggeblieben: *U c B t r das Auftreten Dr. S ch nm p e r e r s i8 her Kabinettssitzung vom 1. d. M. wirHnochmitig e i e i l t: Es zeigte sich usw." Ans -Pole«. Die VerWalirrng GalizieKS« Bukarest, 15. Oktober. (Tcl.-Kompi) Die Agentur Dcma Lteldet aus Czernowitz: Wre das „Cznnowitzer Morgenblatt" Ehrt, beabsichtigt bie Warschau erRe.gierung mit Rücksicht auf den m Teilen Galiziens herrschenden Kriegszustand die mit der Verwaltung des Landes betraute Generntdirektton aufzuheben und auf die Dauer deZ Krieges an die Spitze der Regierung in Galizien einen General zu stellen. Für diesen Posten ist bereits eine Perlönlichkeit ans dem Warschauer Kriegsmintstenum ausersehen. Zum Zivilberater des Generals wird eine Persönlichkeit aus den Richterkreifen beigesteüt werden. GenevarstreikÄ rshrmg der Efferröahner. MLHrrsch-Oftran, 15. Oktober. (Tschecho-slow. Pretzbur.) Warschauer Blättern zufolge wurde am IS.d.M. in einer Versammlung der Eisenbahner in Warschau einstimmig beschlossen, der Regierung neue Forderungen vorzulegen und nur einige wenige Tage auf Erledigung zu warten. Sollte die Regierung die Forderungen nicht bewilligen, ist ein G eneralstreik zu erwarten. Ein Mischer Trausrtag. , -Oftra«, 15. Oktober. (Tfchecho-slow. Prellbur.) Warschauer Blätter melden, daß über Antrag *-"* polnischen zionistischen Zentralorganisation der der gelinge Tag. in ganz Polen ' zum P r o t e ft t a g e gegen die Iudenmass a k e r s i fc b e t Ukraine erklärt worden ist. Peirolsrmr- und BbnMfchnmggel. Mährisch-Ostrau, 15. Oktober. (Tschecho-slow. Preßbur.) Dus Lemberg wird gemeldet, daß Riesmmengen von Petroleum rrndBenzin aus dem Borhflawer Gebiet über die Grenze geschmuggelt wurden. Der Schade betrögt viele M illionen K r ß.it c n. Es wurde eme ganze Reihe von Zoll- und Finanzbecrmtcn sowie ein Offizier der früheren österreichischen Armee namens M atous verhaftet. Die Waren wurden angeblich nrittels gefälschter Dokumente über die Grenze befördert. Die Abgeordneten Stern mrd Aeizes im Landtag. l Dre» ehemaligen, Abgeordneten des österreichischen Abgeordnetenhauses Stern und Reizes sind in Warschau cmgetroffen, wtb. haben ihr Recht auf die Ausübung des Mandates im polnischen Landtage angemrldet. (In Ostgalizim -find bekanntlich keine Wahlen in den polnischen Landtag vor-- ^enommen worden. Die Berftetrrng OstgalizirnS im Landtag besteht aus den ehemaligen polnischen Abgeordneten im österreichischen Abgeordnetenhaus.) Abgeordneter S t e ru, der seinerzeit bem P o lenklub angehorte. wmde als . Ab geordneter! AM «4.*^ «M 0I4*(| aW... Ql. f.. .'i ...i . . änerkmrnt und in den Klub der konstitutionellen Arbeit ausgenommen. Die Anmeldung des Abgeordneten Reizes wurde -dem Verfasstnrgsausschusi zugewiesen. Zum Referenten wurde P. Lutoslarvskr bestellt. Die jüdischen IrrteritterLerr in Galizien. . Wir das ..Lemberger Tagblait^. berichtet, Halle dessen lRrda'rteur Herr MoseS Frostig eine Unterredung mit dem 'Grasen Rostworowßkv. welcher von Dr. Galecki be- -austragt worden ist, die Beschwerden der jüdischen Oessentlichkert lwegcn Behandlung der jüdischen Internierten zu untersuchen. jGraf Rostworowsly zeigte sich durch die Schildemngr» der Latze jder Iniernicrien äußerst überrascht und versprach, Abhilfe zu jschassm und die schuldigen Organe irreng zu bestrafen. '-Er forderte die Redaktion aus. der indischen Orfftntlr'chkeit mit-utülln, daß jeder Angehörige eines u » s ch u l big Internierten fid> sofort m einem Gesuch an ihn wenden isolle und. gab die Versicherung, für eheste Befreiung zu sorgen. (SDte Redaktion des „Lemberger Tagblatt" fordert daher alle Au- 'Sehörigen der unschuldig Internierten auf, ihr die näheren Daten jehestenr bekanntzugebrn. j Es bleibt nun abzmvartrn, ob die Remednr auch wirklich >mit der Mgesagten Beschleunigungerfolg«: wird oder ob wieder 'nur gute Vorsätze unter emirr Flut von Gesuche« begraben i werden. Wichtig ist jedenfalls die Feststellung, daß der polnische Kommissär die schmähliche Behandlung der Fntttutttlm selbst als keine Schande bezejMtt hat. t, tmJgiotiiwuüwiXl TelegraMMb. Sine Errrährrrrrqskrrse fn der Tschecho- SlowaLeL. ' Prng» 15. Oktober. (Privat.> «Narodni L'sth* schreibt: Das emnae Gesprächsthema im Parlament war heute die Ernährnngsknse im tschecho-slowMchdn Staat. Die-Versorgung, insbesondere mit Mehl,- stockt vollkommen., Es wird nach den Ursachen dieser Krise geforscht, ob die Ablimcung der Erzeuger öder, der Verkehr - so - mangelhaft ist. Als Folge dieser Knse ficht «ne Krise im ErnährunWnmifterium bevor. Der Staatssekretär in diesem Mimstermm, Srba, hat rem sozialdemokrattschen Klub seinen Posten zur ÄerfÜMng gestellt. Um 2 Uhr nachmittags traten die Sozialdemokraten und' die tschechischen Agrarier zu einer Beratnng zusammen, um 3 Uhr die parlamentarische Kommission der Regirruttgspärtet-rn. Die SkodawerLe ürfolge KohlenmangelS bedroht. Prag, 15. Oktober. (PrivM ^Pravo Lidu^ meldet: Infolge Kohlrnmangrls wurde dte Erzeugung der Skodawerke in sehr empfindlicher Weise eingeschränkt. .Seit dem 13. d. M. wird täglich nur durch sechs Stunden gearbeitet und außerdem wttrden 4000 Arbeiter von der Arbeit enthoben. Wenn die Koblenzu« wnsmtg in absehbarer Zeit keine wesentliche Erhöhung erfahren sollte, droht dm.Skodawerkeu die vollständige ProdukttottScin« stellung. , Die Gefahr der AeberschVSMMung mH Kronen- «oten arrs der Lfchecho-Srowaker. Prag, 15. Oktober. Das Bankamt des tschecho-ssowakifchen Fmanzmmisteriunts toll mit: D« Etn-- und Zwelkwnenbanknoten, welche in der tschecho-slowakischen Republik mit 14. d. M. aus dem Verkehr gezogen werden und die Gültigkeit verloren haben, können -war nicht mehr »mgetanscht werden, aber man kann sie bei den G e 1 d i n st i t u t e n um den K u rspreis verkaufen, da sie als Zahlungsmittel m -Oesterreich, Ungarn, Jugoslawien und Polen weiter bestehen. Die deutschen Firmen mSffen sich tschechisch protoKoNieren lassen. 16. Oktober. (Pnvat.1 Das. tschecho-slowakische Eisenbahnministerium hat einen Erlaß herausgegeben, wonach von nun ab die Privatgüterwaggons nur mit einer tschechischen Firmenausschrist versehen sein müssen. Die deutschen Firmen wurden ansgefordrrt, die tschechische Protokollierung ihrer Firma durchzuführen. Krawalle anläßlich der Verhaftung Hlinkas. Prag, 15.' Oktober. iPrivat.) Aus Rosenberg meldet „Ccske Slovo". daß sich bott am 1. b. M. infolge der Verhaftung Hlinkas große Demonstrationen ereignet haben. Einem Abgeordneten wurde dte Wohnung demoliert, einem anderen Abgeordneten und dem Minister Houdek wurden die Fenster «ngeschlagen. Biele Slowaken, hauvtsächlich Protestanten «nd Tschechen, wurden bedroht und verwundet. Auflösung des slowakischen Ministeriums. Pr-ag, 15. Oktober. (Privat.) DaS Ministerium mit Vollmacht für die' Slowakei wrrd am 1. November aufgelöst. In Preßburg bleibt bloß das Schul-, Landivcrtschasts- und AdmtnistrationSreserat. Alle anderen Referate werden nach Prag verlegt und den zuständigen Ministerien emgcjügl werden. Mmister Srobar ist bereits'nach Prag überstedrlt. Kaiser Karl und der Schieber. Prag, 15. Oktober. (Privat.) Ein vor kurzem hier verhafteter Mann namens Ko s chak, der unerlaubte Kohlentransporte nach Men betrieben hatte, gab b« der Einvernahme an, daß er Lurch einen Komvlrcen nämms K n d l i cz mtt den Umtrieben in Men in Verbindung kam. dte dahin zielen, daß der ehemaltge KakserKarlnndd'.e Habsburger neuerlich aus den Thron gelangen. Mdltcz soll oft mit Dr. M e n d 11 j obn verhandelt haben, der ein eifriger Teilnehmer an monarchistischen Umtrieben ist. Er soll auch Koschak «klärt haben, daß, falls es gelingen sollte, Len ehemaligen Kaiser Karl neuerlich aus den Thron zu setzen, ec dädurch 10 Millionev Kronen verdienen würde. Der SLrßeiksiche VloÄ \n Angarn. . 1b. Oktober. (Ung. Tel.-Kor.-Bnr.) Gestern abends hielten die Purteilestnug der ungarischen Bürgerpartei einerseits und di« Unabhangigkeits- und Achtrindvirrzigerpart« (Lovaszy-Parter) andererseits, e,ne Konferenz ab, in der beschlossen würde, die Parteien aus-ulösen, beziehungsweise korporativ in die neu zu gründende nattonaleLandespartei ernzutrcten. Die neue Partei wurde b«eits gestern abends konstiturert. Zum Präsidenten wurden Franz Heinrich, Martin Ä o v a s z y, Plattin und Baron Solymossh gewählt. DeAtschlarrd tritt morgen in ast. . Der Friede wtt Kra Bevlirr» 15. Oktober. Die „Deutsche Mgememe Zeitung^ meldet: Nach Pariser Nachrichten erwartet man die Deponierung der englischen, französischen und italienischen Ratzfiziemngen dcS Friedensvertrages beim Grneralsrkretariat der FrirdenSlonferenz ür morgen. Damit würde dir Friede.i« Kraft treten. ProLestVerfamMmchs« rr«d SLrttkS in BeEn. Berlin, 18. Oktober. (Tch-Komp.) Sehr zahlreich haben sich dil Arbeiter an den gestern abends siattgrfundenen Protest- Versammlungen gegen Belagerungszustand und Z e i t« n g s v e r L o t e beteiligt. Berlin» 15. Oktober. (Korr.-Vlw.) Der Streik der fiädti- ' fchrn Hilfskräfte hat sich ftti Lause des gestrigen Tages auf fast sämtliche städtischen A e m t e r ausgedehnt. Vom Magistrat wurdm rur Verteilung der Lebensmittelkarten RvtauSgovestellen errichtet. l Heute vormittags finden im Berliner Ratbaus,, Bechanblringkn zwischen Vertretern .aller .Großbcrlmrr Genternden rmd den Vertretern der Stveileiiden statt. Berlin, 15. Oktober. Wie das .,8 Uhr-Abeübblatt^ vom Verbände der Maschinisten rmd Heuer erfährt, ist dur Antwort des ReichsarbeitSmincsttts aus d«S Ultimatum, das heute nachmittags um 5 Uhr ablies, vnbrftiedrgmd ausgesallcn, so daß von 8 Uhr an dte Maschinisten und H«zer aller Groß-Berliner Betriebe in den AuSstand träte». Der den Gas-, Wasser- und Elektrizuätrwrrken sowie bei allen lebenswichtigen Betrieben wird weiter gearbeitet, so daß eine Stockung m der Licht-, Kraftrmd Wasserversorgung nicht ciutrckt. . Awischensgll voUruaeu wo.rd?n» Die VorgLAge im Saargebiet. Berlin, 15. Oktober. ('Korr.-B.m'«) Das „Berliner Tugeblatt" meldet aus Saarbrücken^ Itr den dem Saargcbirt benachbarten preußischen Grenzdörsern iir es zu nerren-Plündewandet' wurden. Zur . Nufrechterhalturrü französische Truppen emgerückt. oer iduurig sind Die Kampfe im VaMtmm. Amsterdam, 15. Oktober. Das Prrßbnreau Radio wlldet auS Horfra, daß die deutschen Truppen der wrswmnschrnstftgu'.nnf-^. bis zu den Vorstädten von Riga vorgednutgrn sind, die Dw . jedoch noch nicht überschritten haben. FraUftreLchs Furcht vor Detttschland. Paris» 15. Oktober. (Korr.-Bnr.) Den Blattern zrrfolge verlangte der Abaeordncte Andre Lrfevre in der Karmner gelegcnklrch der Debatte über den Mllitnrkrcdit, daß Frank; «ch sein Kriegsmaterial ,m Werte von iß Milliarden mit Rücksicht auf die militärrschen Vorgänge irr Deutschland behalte. DaS Material genüge für eine Äncgfühnmg-von acht Ntonaren. Der Streik der Hafenarhsiter in New-Bork. 88 LebensmitLelschisse in Gofah*. Paris, 15. Oktober« ,Darlp Mail" meldet auS New-Uor- Die durch den Streik der Dockarbeiter gefchaffttre Lage wird immer ernster. Die Zahl der -'feiernden Arbeiter ist auf über 150 000 gestiegen. Im Hafen liegen 85 Schisse mrt Lebensm i 11 e l n. die verderbe n. Tausende Tonnen Nahrungsmittel sind zum Verladen bereit und verderben ebenfalls. Uriter der.Bevölkerung herrscht Elbitternng, weil sich am Streik". - nie schon ernigemale in den letzten Monaten, sich auch die Fäh reu beteiligen und' dadurch das Publikum zwingen, weite Strecker! zu Fuß zu machen: Pogrome durch die Demkinschen Bauden. Der ukrainische Pressedienst meldet: Bukarcfter Blätter berichten Über einen blutigen Pogrom rn F a st i w. Em Teil Lee Juden flüchtete in dre Synagoge, worauf die Soldaten Drnikins dre Synagoge mit Naphtha begossen vnd anzündeten. Aus die ans dem Feuer flüchtenden Juden wurde auS Gewehren geschosse«. Bei dresem Pogrom sind über 8060 Juden ums Leben gekommen. Dieselben Blätter berichten jmtf) über Judenpogrome in Charkow und Jekaterrnoslaw. in atrcn VreiSiaar». Nevaeatnre« urger Garantie, tzcrdbündcr fä« alle Systeme. crstHasiiges Material. Leop. Kmzer, Wir«, M, Westbahnstraße 23. Telehvon 315S7. 8SS Tagesbericht. \ DaS Ende der Anschlußpolitik. In der - „SB jener Abend p o ft" warnt die gierung vor der Veranstaltung von Kundgebungen sür den A. u? s ch l u ß a n D e u t s ch l a n d. Begründet, wird drese anft. fallende Aeusrerung mit der internationalen Stellung Deutschösierreichs. Di« Erklärung der ossiz'vsen „Aendpost" bedeutet -das öffentliche Zugeständnis des Schtffbruchcs der Bauerscheu Srnümentpolttck. MLuchusr Irrftifizisruu'Ze«. Beelirr, 15. Oktober. Das „8-Uhr-Abendblatt" meldtt ans München: DaS Todesmletl gegen ÄloiS Kammersielter ist heute tut» 'V«4 llbr uachmitwp.s im Gtrasvollstrecknngsgeftingnis ohne Die verschärfte Kohlenkrise. Neuerlich« Eparmatzmahme» in Beleuchtung und Verkehr bevorstehend. Mnrsterialxat Kloß, unser Kohleuunteichänbler mit ber tschrcho-slowakischen Regierung, ist von Prag nach Wien zurückgekehrt: Mit leeren Händen und mit leeren. Taschen. Die tschechische Regierung hat sich unserem Vertreter gegenüber abermals über den eigenen Waggon- Mangel beklagt und wiederum nur Versprechungen gemacht. Wenn wir aber von dm: Versprechungen, leben könnten, mit denen uns die Tichecho-Slowakei bisher in ber verschtvenderischesten Weise beoacht hat, dann wäre uns allerdings ausgiebig ^geholfen. Dir sind diesen regelmäßigen Erfolg unserer Vertreter in Prag gewöhnt, deren Reiser sich immer, mehr und mehr zu einer Art von ^Höflichkeit^-' besuchen" heraus gestaltet haben, deren Endresu ltat uns nun ftte hoffrmngsvch Kohlenlag-t * gebracht hat. ■; DaS ist das Fazit der letzten Unter-:- .ttckur.gen ui'- - Prag. Wieder Versprechtngen, dir einer -Absage gleichkormneu-,^ weil bie - Tschechen selbst an Waggvnmangel leiden. . . »' Auch von Fr änkreicki haben wir «ine A b s a g e' erhalten, eine bittere Pille, die ««d) - durch- - 'die ' Erkläru.Ug' nicht versüßt wird, daß Frankreich selbst Mangel an 8»hl«ü^- Waggons habe, aber gerne bereit sei, der PrÄger R-Lgiernng hundert Lokom.otiven zur DefSrdenu.rg von Kohle-n"- zügen zur Verfügung zu stellen. Äas ist der reine Wiu'^ mühlenkampf! Was nützen uns dte Lokomotiven, wenn die Kohlenwaggons fehlen? Damit kommen wir Ankeiner stöhle. Wir gehen eiyer hoffn u ngslosen,Zukun.st unserer Kohlenversorgtrug entgegen, und es ist - nicht autzgeschlossen, baß wir uns glücklich schätzen werden, wenn tvir im Winter ab «nd zu mit der „Elektrischen" oder mit dev' Dahn werden fahren können.; Die letzten Koblenzuschübe sind ä u ß e r -ft s ch l e ch t.. Sowohl «u:S Oberschlesien wie auch aus Brüx find nvv sehr bescheidene Mengen erngelangt. Da die Sta-äi^- bahnbirektivnen über keine Vorräte m-ebe verfügen und' mit den ihnen zugetviesenen Kvhlen ihr Auslangen nicht' fnchen können, sind bereits gestern ein« Reihe von Lastzügen Auf de« Gtreckm stetzengeblieSen. — Dös:städtische G aLwerk erhielt gestern .68Waggons aus Ostrau, das Elektrizitätswerk .18 aus. Ober^ Mesien, 3 ans Polen und 8 Waggrsts Bcannkvhls,' i^r ganzen , also nur 28 Waggons bei einem Ta g e sbeda r f von I IÜ Waggvn S. ES stehen sonach unter den gegebLuen VeLhältnissen. «euerMe SpmmvafiMhm« '' . st» der Beleuchtung und weitere Einschränkung gen im Straßenbahnbetrieb bevor. Es ist gut, wenn di« Bevölkerung sich mit dieser neuerlich drohender Massnahme schon jetzt vertraut macht. Das.Glimd' bw Mischen NeUzzwrrslehrer. Man schreibt unö mtS Leserkreiseu: Die Notlage der israelitischen NeligionZkessrer in Men hak (lnttt Hvhkpknlt erreicht. Kein anderer Stand, keine andere OraÄmsMu hat sx MW m