Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 261 (11.10.1919)
- Date
- 1919-10-11
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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Nr. 261 Wien, Samstags 11. Oktober 16 LZ /öeii^TS Cöute Zwischenrüse nntcrbrochen, : .auf btt*' er sofort reagie'.tk. .Die - in erdrückender Mehrheit befindlichen Sozmilsten 'beantworicten diese Unterbreckimgen mit stürmischen Kundgebungen für den Staatskanzler, der sich sofort pack, seiner . Redeenffernle. Nach ihm sprach der Kommunist .Paul $ r l c. b* ' t'L n d e t. Schon nach semem ersten Angriff auf den Swatssanster. gestaltete sich die Berlammlrrng sehr stiinnffch, ftrirm Anhängern wurde von der Mehrheit stark zugesetzt. oft schienen Tätlichkeiten -'zwischen einzelnen Gruppen unvermeidlich. Nach NnäuSgFetzten Lärllnszenen -walncrtd der Aussilln-nngen Doktor? Frtedländerß wurde die Versammlung vom Brrn?ci0en vor-- reitig geschlossen. . Jüdische Heimkehrer, Offiziere rmd Soldaten! /. Ihr. die Il,c vom Felde und ans der Kriegsgefangenschaft nackr Hause in bessere Verhaltniffe henngekchrt seid, habet Eure Militärische Kleidung abgelegt und bedürfet ihrer nicht weiter. Mn so'düngender benötigen wir sie iiir.unsere jüdischen Arbeiter, .sthid in harter« ehrlicher Arbeit durch dm Fleiß tchrcr Hände zwar 'ihr. 'tägliches Brot, aber auch um ..nichts mehr verdienen roryllm.. Wir muffen ihnen .*u Kleidung für den Wenter sttzexhclfen, wollen wir nicht haben, daß tönend.äö Arbeiten unmöglich wird. Aus eigenem können wir es nicht tun; -kenn es gebricht, uns an Geldmitteln. Gebet uns Eure nfflitäri- Men Kleider.- Eure Mantel, Mrlitärwäsche und M'lriär'chM! Für-Euch bedeuten sie nichts, für unsere Arbeiter sind fic Existenz-- frage.,. Direkte' .Ziacudungen der-BekleidiingSsiuck«, benehimgs- -werse.Angabeder Adresse, wo solche' abzuholen sind, erbtticn'wir "wn Mser .Bur.ean. ' ° - '' Denen,. die helfen wollen, sagen wir herzlichen Dank.' : V -' ■ Die Gewerbesektion ' -''ss- *. ... des Jüdischen Nationalrales für Deutschosterreich l/*Wrcn) U.. Praterstraße 43, II. Stiege, Tür \ > v ' Aevztttche BeLr«rchta«gen. //'.-/s .:..Wrl Dr. Sane! Beer. - ' -' /:.Jm Herbste .vorigen Jahres brach die fürchterliche- G r i v-p.e- ■ fß&l 1. e btt uns. ein und forderte mannigfache Opfer. Die Folgen ch'ex immer größeren Ledensmtttelnot und der Unterernährüng Mgtm. sichwe'tters rwch Kriegsende in e ner erhöhten StM-chkeu Bevölkerung. Dann kämm infolge der rmsriticien Esnahrüng Idie eigentümlichen Knochenerkrankungen hinzu und das ungeheure Llchvachsen der Rhachrtis bei den Kindern. Das Allheilmittel, der - «Lebertran, -konnte mangels der ungeni'rgmdcn Zuschübe -aus -- dem Auslande nur, - ...in geringen QüaniMm verabreicht werden. -— Wohin man blickt, sieht man die lrunznim Bkiuchen, die.rmgedrückrerr Brustkörbe, die,schiefen Wirbelsäulen --derhärmen-Kleinen. Unsere Jugend wrrd'rn der ganzen folgenden Generation in. ihrenr Krüppellum die schrecklichen Folgen des 'Krieges aufzeigen und neben den -vielen Invaliden die lauteste, immerwähreudc Anklage gegen das 'verhaßte Kriegssysteur fein. / Nun schleicht sich langsam^ aber unaufhaltsam eine hartrräckr^e Infektroriskrankheik, d re' N u h r,in unsere ohnehin 'genug-bedrängte Stadt cm. Sie scheint vom westungarMen .Gebrete über Gr>rr,s wo zahlreiche Erkraukunoen vor gekommen' sind, zu uns auf längeren'Besuch zu kommen. Auch Deutschland' hat fime Rnhrwclle. Die, größte Gefahr' dürfte von denheimiehrenden'Kriegsgefangeriell kommen, die als Bazillenträger die infeknöken Keime in ihrem'Da>me beherbergen und.so der Anlaß Zahlreicher Mkranküritzen der Famstlenmikglieder werden. Bei Dysenterie oder Ruhr kommt es zu häufigen schleimig- Llptigrn Msopderungen, .woher. dr<ansteckenden Keime gewöhnlich au, der/Händen, des Kranken' hasten - blechseu, ans EinrichiungsgcMnsiäüde. MdttrnkemGriftepDIahmugsmUtelübeitragen Wörden zznd so in, den Mund anderer: Menschen gelangen/ -her ■ däprl das'Älden unter FichrrerscheinuMen mit Heftigkeit aGbrrch^.JLds MtmstLiung - ist ätso zu' beachten/ denn sie er- -eiHltört das Wst'lHeü deZ Ruhrbazillus ' 's- / ,- D-e r d e st e' S'ch « tzrst größte Rai nlich C e 11 'brelr.H ä n d e. die.wiederholt im Tage, besonders vor jedem '- WM.. -Üzü-.'.chiniP»--'Nd. Bn ärisgebrocheuer Krankheit rst zum der'Mitbrwohner. unbedingt Jstzl'eruirg des Pattruteu, Abgabe.Ln ein Spital durchzu'üyrcn. Es ist zu hoffen,>- daß 'chre Bevölkerung-ittfolg^ der Aufklärung die nötige Einsicht besitzt -ay. drr Eindämmung der Krankheit mtlzuhelsen.. /. ' ■ -- - ■* . /,' ■ //, "Wenn'nmn die wöchentlich erschcmeuden stalisrivch.a //a tm "beI städtischen Gesundhertsaurtes mir. Allsme>.ksamkeic ^n'^lbückr, ckaun'mün nr dem dunkle« Chaos nnseies Daseins einen hoffnüngs- ..chMdn Lichtschimmer beobgchten. Uebö,-trafen im Kricgedrr .T-odesdre Zahl der Geburten üm das Zwei-- bis Drettache. so sieht 'inan m der letzten Zeit ein-e r'f r e u l r ch es An f ch ra cÜ de n - derGed u r t e n z if f e r, ja r-n d e r' l etz -re'«'-W-d:ch.'>ö-.- t,st - - s Lg a-r t in Plus an G e b ur t e uzir verzeichne n. Wer bat -<tlfo Recht bchaüm? . Die Schwarzseher, die da glanhten,.' die .. -Heimkehrer werden es sich wohl übnlegrn, wieder so blMlmgS Mnder in'die 'Welt, zw setzen, und wcrden lieber aus Klnd.erfrürLen -verzichten. Ddx.r schwindet - gar schön das Todes wüten iui§ btm Gedächtmffe -der Menschheit? Das natürliche Muttetgesühl läßt 'sich eben nicht vetdrArgen und wird höchstens dmch ..die sozrale Not Äu wenigin Schranscn gehalten. Ob gerade eine Zpnahrne det'Geburten in den. jetzigen Berhältniffen, bei dem.M sich-'- und .Nahrungsmänge! vernünftig und für 'bre Kinder von Vorteil ist, bedarf ernte eigenen.Erörterung; v - ' V!...... - * ..... - .. /. Alltäglich hstren wir aus dem Polizetbeuchte,, daß bei. -Streifungen so und soviele Mätzchen - krank * befunden nup '.ins Spital abg ^üben wurden. Ist Las her - Behörde ganze Weisheit? Weiß sie den nicht/ daß. durch Bchändlung der knrnkcn Frauen allein die GsschlechtskrankbelreN nicht ausgerortet werden? Warum werden denn die betroffenen Männer nicht auch sirztlich untersucht und der sicherlich notwendigen Behandlung zwangSwerfe zttgeführt? Warum das Vorrecht der Frau, gesund z««werden?? Oder sollten dre kranken Männer rücksichtsvoll gesclxont werden - M a ».«a ch.e e r« e S a ch e e n t w ed e r g r ü n d- Lich oder garnichr, man. betreibe keine A u g e n a u § w i s ch e r e i. Die Lchge der jüdischerr P^idLstöLLMtLn. Eine in' eurem erstrangigen tuiopäischen Vttsicherungs-' ^rsiitRe in leitender Stelle tätige Persönlichkeit, Lre vvr kurzem in Zür-ich Zwecks Vorbereitung der Gründmig einer rnter-- "riationalen VersicherungLges e II l ch r f iweilte, terlt her Jüdischen Preßzentrale Zürich über die Lage, der jiidrschen Privarbeamtcn folgendes mtt: Bekanntlich gab eS im alten O e st e r r e i ch»U'n g.r k n in allen Fmauzinßituten. feien . cS Banken oder Bersicberungs» g^scllschaften, einen großen Stab jüdischer Beamter. Obwohl diese.nach besttzm Können und Wissen stets ihre Pfl cht und mehr als diese erfüllten, stehen sie jetzt vor einer-großen Gefahr. -Pie Wiener Großbanken waren der früheren Großmächtstehung MAmeMmlaar«- ..armevM.und werden^ teilung des alten. Reiches ihre Ge'chäste und somit auch den Pec'vn-.ll'laliiS dem Klrinstaate Dealsck>--Oesterreich, anpaffen müffen. Aehnlich verhält es sich mit den Dersicherüngsgescllschaften. Daß man bei der Entlassung der überzähligen Beamten wohl z u e r st d i e I u d e N I) et a u s g reife n wird, bedarf, keiner besonderen Erivähnnng. Die Hostniing. daß diese Beamten von 'den Jnstl'uten der Sulzeffionsstaaten mit übernommen werden, ist nur eine lehr geringere.- Im Ost e n kommt cs bei der Anniabine von Beamten nr. erster Neide . auf den Famiciennannn an. Oualfifat'-ot? und Studium sind Neben- 'ache. Gesuche eines Roscnbaum oder TaubeS wandern in denPaPierkorb. während die Offerte eines siRichalvwiaz oder JamvoW nach ,hrer Nassenreinhei: untersucht wird. In zweifelhaften^Fättcn wird ein T a u f s ch e r n , v e r la n g t und der Bewerber, falls azrch nur seine Grohcllern Inden ivaren, unter ' verschiedenen SBoi* wänden zurückgcmiesen. Als unlängst m Warschau, ein. Vrrsichernngsinstitut mr t jüdischem Gelds gegründet würde, hat man, mm die Konzession leichter zu erlangen. das. At'iienlap'tal zum Schein unter einbermrsche Polen verkeilt. Aber.auch diese' Herren besitzen jetzt den Mut, jüdische Beamte zurückznweu/n.. Um für b/icic Jntell-cttncllen c>n' neues Arbeitsgebiet zü schaffen, müßte ein ' neues W e l t r n st i t u t enistelicn,' in welchem ein jeder, der Nachweis der nötigen Fähigkeiten, Anstellung finden könnte. Das Kapital müßten Juden, die Sinn und. Herz skr ihr Volk haben, hergeben. Aufgabe dieses..Institutes wäre es, überall Frl-alen zu schaffen, um^ auch auf wirlschastlichcm Gebiete mitreden zu können. Wir wollen ,niit unserem Kapital tolerant sein und die Tore des Institutes sollen natürlich allen fähigen Bewerbern, Juden mie Nicht-Juden, offen stehen.- Dies Institut könnte und müßte den brotlosen jüdischen Privatbcamtcn wieder ermöglichen, ihren Kenntnissen und Fähigkeiten entsprechende Stellungen m erlangen. Welche Dienste eine solche Gründung dem jüdischen Volke zu leisten rmstande wäre, ist klar> - Der- Gewährsmann der „3- P. Z." hat sich von hier nach Holland begeben, um weitere Verhandluntzen-in dieser Sache nüt den führenden holländischen Finanziers zu pflegen. _ * Are die s^rsuen der Welt richtet sich ein Aufruf der Verewigung der Mütter und F'auen von Kliegsgesangencn in Rußland, Sibnien und Tmkesian, in welchem mit beweglichen Worten arff die Not der Kriegsgefangenen hingewiesen wird. Der Apvell wurde in cnalischcr und französischer Sprache den großen. Frauenvereinen in den neutralerr und in den Ententeländeru übermittelt. Die freie Vereinigung der Mütter und Frave-n von Kriegsgefangenen in Rußland. Sibirien und Tsirkestan hält am Sonntag, den 12. d. M. um S Uhr nachmittags im Festsaal des Militärkasinos, 1. Bezirk, Schwarzenbergps<;tz 1. eine Massenversammlung ab.'SamStaa werden die Mütter und Frauen der Kriegsgefangenen die Einladungen m den Str aß entpersönlich verteilen. - . * FÜV die jüdrsthexr Km den irr HoKmrd. Aus A m st e r d a m schreibt man uns: Dre Srndennnnen m Levden haben ein? SarumUaktion zur B e k l e i d u n g der. dort weilenden jüdr'ch'ur/Kmdcr aus Wien cmgeleitet, 'anwelcher sich auch ch r r st l r ch p S t u,d ent r n n v n rege betciligen. Aiitäßlrch des NeujahrstageS -rvaren die Kinder zu einer glänzenden Festjaufr geladen. Z. ^rLvrsche-Hä.«Sgehrlftttrrerr. Jüdische Mädchen, welche als H a usge h ill f i n n e n nt jüdischen Familien" gehen, wollen, mögen sich. Montag und Dienstag von.9 bis 12 Uhr in der Gewerbesekrion des Jüdisch m Nationalrates, U.,' Praterstaße .Nr. LS,' U. Strcgr, Tür N. melden.' . / . * Protest der NatroNalstätttert gegen die Kunstverkiiuse. Zu dem schon gemeldeten Einspruch des Gesandten All i z ö gegen den Verkauf der Kirnstschatze lommt nun auch ein P r o t e st d e r N a t r o n a l st a a 1 e n.. Drcse nchmen den Standpunkt ein, daß d>e Kunstschätze, znm Teil, gemeinsames G-m-t a l l e r L ä n d e r der.alten Monarchie sind, lleber dm Verkauf, der darmt hinausgrschoben .scheint, wird eine gemischte Komnnssion aus den Vertretern Deuischösterrelchs/der rNteressierlen Nationalstaaten und der Entente zu entscheiden haben. ' * AnEaLriürrLaLion. trrrsländischev Abiturienten. Diejenigen jüdischen Hbilmrenten. dre rr i ch t -in Deuischvsicrre'ch daS SlaatSl-ürgerrecht besitzen und ber der- Eureichung um Immatrikulation von den Dekanaten z ü r ü ck -g e w,i e f, e n wurde n. werden aufgefordert, zwecks Unternehmung eines Äollektrvschrittes bis spätestens Montag zwischen 1l-und 1 Uhr sich ,m jüdischen Hochschulanöschnß. IX,, Alstersirüße 28. zuverlässig einzuffuden und, folgende Dokumente mrtzubrrngen: Aufenrhalisdewilligung, Heiniarsscheiu, Maturitätszeugnis llegalisierle Ucbersetzung). Das Präsidium dcs jüdischen Hsch'schnlausichuffes. * „Was soll ich Ihnen sagen, es ist Friede..." Das Parrser Bla'.t ..L'Ocuv.re" veröffenlbcht' ern Spottbrld. Man sieht zahlreiche Menschen, dre sich bei einem Kohlenhändler anstell u. Unter einem beinahe kahlen Baum, dessen letzte Btätirr der Wrnd fortweht. stehen eine Frau und ern Mann und sprechen miteinander mrt besorgten Mrcnen. ^Wir werden emcir harten Winter staben." sagt dre Frau. „Was soll ich Ihnen sagen," erwidert der Mann beruhigend, „es ist Friede..." BeeunglLekteAeberlandflieger. Aus Washington wird gemeldet: Der Ueberlandmenflug auf 6400 Meilen, welcher gestern, begann, bat bereits v r e r O v f e r gefordert. Drei F lr e g e r haben durch Absturz ihr Leben cmgebüß.t, ein Teilnehmer hatschwere B e r.l e tz n n 6 e n davongelragen. 9 Ausgabe ssu Kerzen. Die deutfchöstcrreichische Erdvlstesie hat aus Poleneinige Waggons K e r z 'e u eingcführt, die im Laust des Oktobers in den einzelnen Bezirken Demschosterrcichs im Wege der polttrscherr BesirksbchLrden zur Austeilung l gelangen werden. Da die zur Verfügnug stehenden Kerzenkontingente - nrcht für die gesamte Bevölkerung stiureichen, werden Kerze» nur an' P e t r o! e üin b e zu g s p e r c ch-- MARKX3S AKmR Kaufmann ln Wien, I., Sohulocstr&sse SL zeigt seine Verlobung mit Fräulein GÜSTI PAUKER an, \71on, in Oktober 1910. bei Schreib-'" , maschinellreparaturen ■ . . Tetophots faav 4973/8 iaßöpaai'traja* eii Ffi Weff&stättef&s'Mtameetasntku.: b aäa 6 «--S'LL. ^escäslmenfeaw, e.yÖiSOscrsSfaße 9: * ©es Wiener KinLevelend. Einem der Zentralstelle für Km.derschntz' und Jugendfürsorge vor gelegten Berichte zufolge, wurden im Jahre 191^ in Wien 2592 I u g e n d l i ch e a l Ä> a v d a ch l o' s auigegriffen. darunter 881 Kinder im unmündigen- Alter (GOl Knaben, 280. Mädchen); außerdem wurden 4078 Jugendl-che älS. abgängig Und entwichen gemeldet. Jnnidjt .weniger als 1-1196 Fällen mußte wegen strafbarer. H a n d l u n gen I ug c n d l i dre r emgeschritterr werden. Davon ^mußten 1393 Jugendl'che den Gerichten'übergeben werden/ dm übrigen, wurden von der Polizei besiralt, oder wenn sie, das Alter von zehn Jahren noch nicht erreicht statten, der häuslichtw - - Züchtigung übergeben, sofern von Häuslichkeit überhaupt die Rede stm konnte.'621 Jugkudliche und' 154 Unmündige /tMrden Beffernngsanstnltcn. 1661 Kilwer der.städtischen UebernastmZstellcz / und - 505 Jugendliche und 851 Kinder dem städtischen-Werk- und Asylha'ust überg-sten. In 1592 Fällen fanden Kinder und Jngendliche im volizeil chen Jugendheime Unterkunft, 103 Kinder' wurden im , Landrs-ZentlaNinderheim, 520 in privaten Anstalten, unttrgrachk, 7123 den Ängchörrgen wieder übergebe». , ' ' '/" / Die streikenden PsendieihÄttstatten. Wie sterichtet,- ist.- bei den Piivalpfandleihanstalten ein Streik der Angestjellten an?gcbro'chen. Dieser Umstand trifft viele Parteien anss nnpfmdlichste,' d:e wegen der bevorstehenden' kalten Jahreszeit ihre Win t e r k l b.\ der auslöstn wollen. In dieser Erkennjtus N o 1 b i e rt ft e i n zur t ch t e n. ■ $ . . * (Sin StiefcitfA«^." Wr der -hiesigen Polizridirektrs» telegraphisch mikgetcilt, wird, find der < 25jährige Artist Haus. T h o in a und der 22jährige Drogist Ewald D e t lo f arrS ^'e-chenhall stüchrig geworden, nachdem.sie eine Sumnre vo»' 689.000 M a r k g e'r a u b"t hasten. ' « Ern netten Betviebsvat. Der 88Mrige^Prjvafbta»ltK- Franz K oin w§a l r n a, der im Kricgsspttal Grinzing äls- Betriebsrat fmtgierle,war vom GefällsgerichtWien wegenBollznsieS - einer n e u n m o n a t 11 ch t n A v r e si st r a sie lurreudreri: und war außerdem wegen Gesäh.duua der. öffentlichen Jnterefftn und ' der S r ch er h eit des E i gentum-§ auf fünf Jahre.aus Nlederösterreich abgeschafft. ^Gestern wurde Konwaliukr vse rh a f t et' und znm Strafvollzugder' Fmanzbesirksdnemow übrrstrUt. - - - - BeveinsMchricht^/-^ iN aich richte n v o n B e r e i »cif e r s ch e i » e na ti ahm Zlo s n u r a m T a g e d ct Ötta n st ab tu» g.) - ''/" ' Heult: /':' -.'"■, l A k ade m r s ch e r B e r e i n I n d i s ch e K w l l n r« Hcusiv6 Uhr abends,'findet im Vereinslokale,' Bö.rstplatz V ■tute Mit glrc d e r v e r s a m m l.un g statt. — Knltur-- v e r ba n d I a b n e. H, Türkenstraße 9. Heute, uste nachmitcags': Frau Esther N a p a p'o r t - M i e'f e s : VMl-> tnrslGenesisX- I n g t tt b-ti e tt t n A.h a v-tt t h-Z i o r^-- W i e n, U.. Eunsgüsse 15. Heute, .^^3 Uhr nachmittags, außer-- ordenklichc Gen eralvefiammluug. Heute, '/? .Uhr abends, in der z i o n r st i sch e n F rau e n g r u p P e deL B e z i r k s s e-k t i o n A l s e r g rund Fortsetzung der BürlragLieche im.Lokale, IX.. Licch'ensteiustraße 11/13. >Thrma: .Gesrmdhcirsi'fl-se und Ksrpcrhhüiüte der' Frau. Referent': Dr. Alfred L ö w p. / / ll i'.—; für e:n Stück Kerze mt Gew'chte von Vus Kilogramm (16 Stück' Kerzen im Gewrchtr -von 50n Gramms K —.50; für cm Sriick Kerze im Gewichte von V«0 Kilogramm $0 Stück aus 500 Gramm) £ —.27. 1711 MeNev GLMSiAhepLt., ./ 7 > isftzrmg «m 1Ä. Dktobsr. - Dir gestrige Sih'.urg stand unter dem betrübeircen Ei,> i druck 'emes- 'selbst im Wiener Gemeinderate - seltenen - Mänd.aÄ,!-., den der tschechische Gemerilberat Kli. mesch leider bei'einem/ Anlässe hervorgernfen Ijat, der alles andere, als eine solche Dchaudkrng verdient hatte. ESgelangtL eine Anfrage^ zur Vchtlesnng, welche die. Unterbringung von 7000. tschechrsche»r - Mchulkindern, welche bisher - in/Gasthäusern u»-tergibvachte sind, zum''Gegenstand hätte. Eß Unterliegt gewisi'keinem Zweife!, daß die Forderung,, für 700.0 ^chulkindor gerigtrete Schullokalitäten beigustett-en, eine gerschtserttgte ist. Auch drL. ' Bürger-.nerster. steht - aus diesem Standpunkt-' und er gab wiederholt die Erklärung ab, daß alles aufgeboten werden -wird, um diesem Zustand.ein En-de/zu machen, nur.ließe ‘sich daö nicht übers Knie brechen.' Es-weiche alles geschehen, .um die Lokalitäten-bald frei zu .bekÄMwen. / Herr M ime sch benützte diese Gelegenheit aber,, um ^«ffne Komödie aufzusührLir, die Zeradezu-traurig war,. uM e0 ist charakteristisch, daß selbst seine Konnationalen, wenn-'sic:', auch äuf manche Zwischenrufe reagierten, sich''von ihm doch.- nicht -mitreißen ließen, im . Eeg-entrik' bestrebt Ware», -beschwrchtigcud cinzuwirken. Dieser Desomwuheit ist es auch -rr'-danken, daß es nur zu eruem/ Pftifen-So'o des Her.ru'' Klimesch kam/und nicht ztt einem -Orchesterkonzert. - - - - ' Der Berkmr^ des H-etÄ. de llEuvope. ' - Hier das Wesentlichste aus der Sitzung: , Gemeinderat 'Bau g-o t n, (christlichsozial) bespricht der» Verkauf des Hostels de llEurope'an das WarenverkehrZbur-eau,' wodurch die Wohnungstalamitüt wieder u.n ein üeiracht.-- licheS gestiegen fei., Er fragt den Vürgermeister, ob er basj . Wohnungsamt beaustragen wo-^le, daß sämtliche versügbar-e 'Zimmer des genannten Hotels im Sinne der Berordnrrng sidr - amt des Innern, sondern auch der . Eemeinderat seine Zustimmung erteilt hat.- ,; Bürgermeister R e rr man u: /Durch eine ÄusorbSruuL e dpi, ’ter» Itimf . Sa?{.<■» 5.1» . Dagsgen ist die .Umwandlung in Bureaus nur mit. Genehmiguuü ö«6 WoA uungSamteS aus Antrag des Mieters oder' d«ö- HauSeigtzn-- tümers statthaft. Bisher ist ein solcher Antrag nicht gestellt -worden. Der GehilsenauSschutz des Gremiums dar Hoteliers, -hat gegen eine derartige U'üwandlung Einspruch erhoben. Ich werde cm die Mündigen! ZMtralstcM daS. Ersuchen richten^