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Wiener Morgenzeitung · 1919-10-10 · Heft 260 (10.10.1919) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 260 (10.10.1919)
Date
1919-10-10
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Ar. 260 MW, Weffag 10. Olltober 1919 /Sette 5? fügsame Prvsefform, hahenunsere anderen " Ho.chschylry in Verruf gebracht. Sie hab.echans! de)r Stätten der Wissenschaft Prügrlbödm gemacht, welche der Fremde* meidet. - Sie l^aben in den letzten Jahr« -allch, .^daraus, .MgeleKt^-. ".an W Hochschulen schon unter sich zu Llefben. Dcr Iremdv, welcher Hk. kühpe Idee hatte, eine Wiener Hochschule zit besuchen, ^betrat iyn^n Leidensweg.. Ezsi machten ihm Wndeufemdlichr.Dck.ane Unh Sekretariatsbrümle das Leben sauer , und wenn er schlieststch - Madigst angenommen wurden mußte er dw brutalen RechpMen Alldeutscher Coulemstudenten. über sich ergehen. lösten, Sr chlieb der-Geduldete. Vor solchen. Zustauden .muß hie ficue Hochschule . lhechahtt wcrdw. «enn.ihr Hauptziel,, die Einführung Oestekieichs «u den Weltverkehr, erreicht werden soll. . r . , . / - >. j Kulturdokminente. / iWem-ging loieder ein Ärnderzug^ tri-'dlr"Tchw'eiz/ab. Mt ihm 'wurden auch sieben Mieuer Kinder - mitgenommen. Das wäre Wohl kaum ein besonderesEreignisaber , die «njterfatnöung. diesen. Binder hat.. Witz/ die. „Aeichsppst" .he« richtet, jhrr „besondere Geschichtet.' ' .-/''s. , :v <£s, bedurfte Zämlich diesma l. eines' Befonheven/ Änrerzes für.die-'gastliche Ostfchtveiz.' Die'christliche- Nächstenliebe ckllern tät - ' anscheineub -nicht -mrhb^'Da .Md sich, ein ' rettender Engel -'ein:- e.jne ützrau---. die....-.-schl^t^t--Rv.mqne:;MMdh,'^-M «u^rhepr.. noch immer Baronin ist, ,unb. die es ^sich ^gerste essw^tzvosten läßt' -— zwar nicht das' llnterbrirchen. von.Mirdyrp, aber/' das Untecb'rmgen von 'Römimen. 'Ipnd 'so'- Üh0ctüßt 'sie' ihrew' "neuesten historischen Roman .Mer heyksche Wlb"/".der gegenwärtig in der -»-Reichsvost" >:-jer,'cheiht" p«d fy-Mevaus großen Beifall, findet,, d'ey. Hstfchhieizer'-kMNi« f i'z'W.' Wiener - Kinder:.- in die 'Schweizer -FMisien llringen.! Rnd' richtig/.- die „katholische , Qstschweiz. i stäket M^dies^ hochherzigen.Weise ihr. Honorar, an Enrira. HqzihÄwofür natürlich'-osr -Dichterin, ,/hie- -tzMruM kDr''Kistddräkkiöir aufandere' 'Ansprüche 'därzichM-^hät'sisiMlnk tzLWhrt. - -pn.? Gin einfaches. Kompensationsgeschäft, .wie iin/KriegeüLlich war.. §)ie- -^Retchspost" - liefert, '.abgelegte.Montan^' chtzb ii<tz,>Mho/Ljche Dstschchnz rev.anchlert sich'..Git/GOstfre'n'nhscha.st. H-offentsich werden' wenigstens die Kinder/ die 'sich- Dcht dagegen wehren-können, als Tausch wäre gegen LiteraMtzrsäh perfchickk zu werden,- 'von ihren Gastgebern nicht gezwungen, sichdort von lenen.Roinanen zu .nähren, denen sie ihre Reise verdanken..... . .. . ... .... -.. 1 r Me perscharft^ KoHlettnoL- Mer. gestrige Tag brachte wieder einen so. solgeschweren Tiefstand- -des - Kohleneinlauses, .daß;■ die Befürchtung nicht-'ausgeschlossen ist,-das; .her Lurch die bestehenden updin Aussicht genommenen Sparmaßnahmenstark ver rL ai g srte V'obL-t-f nich t meh-u wird ge deckt werden könn.en, wenn-- die schlechten.. Eingänge..»nhcrlten. ..Als Ursache sider Mlechten.-^-Einläufe-stft nach wie. vor.hie der-pingerte M oh len fördern u g und der.- .W-a.':g g o.nma n gel anzusehe'n^ - -.- - : l, . -- Äer -Mstrige- KohlsÄsinlauf.. Mr WitznhMZ.-. x- . /. .'Äus/Q st:«»'a L'S-..-Einbihf AI^Waggons..- Davon.erhielten disDaswhrke 43?-hie Oerbpancher in Mien 1-h/.-die außerhalb Wiens- 36 Und die'Hahnen- 7 Waggons: Die Belieferung -der Oüstvevk? ist 'alsowieder recht ungenügend - geworden. ' / 'P'o l e n: Emlanf ILWaggons, davon an die.Elekkrizi- Mswerke '6, >.au -die - Ähwraucher . außerhalb Wiens: ueuu Waggons. - '- -.?ü- D'b e r s ch l e s ie nr - Einlauf -76 .Waggons,. 'davon: den GleMizitatSw'er'ken 30 zugewiefen, 6 Waggons an die-Ver» Lraüch'er in-'Äien,' 28'' an die außerhalb Wiens/ . 5 an die Hahnen^ :-v- DiyschrLttkung des SonntagverÄehrs auf den Straßen- ' bahnen. >. "Im Verkehrsamt fand gestern eine 'Sitzung statt,-.welche MH ^nit der Einschränkung des Solmtagsverkehresbefaßte. - WM.-einer Mittelung Nus dem Stadtrat "steht Ler S.o.n,n- Ia'g-s v-^r le h r, der. Straßenbahn .vor. einer. i§>nsch/äiMng, Mlche.die. sogenanr:!.eu Ausflugslinien und Zahlreiche.chchere Miien HLrühren wird. 1/..;..., .^Ufc der französischen Regierung? ... x? ], AK? von .hiesiger, ofii^iellev.. Seiten der. Cnte«Lte/ch<y- .sichert.. wi^d, hat. dis französische Regierung nt Würdigung Häs^rLr'' surchtdaren Kohlennpt und des großen " Wählgvü-- .HMxsels, der Lschechö-slowakischen Regierung das AnLoK-/ge-- -Hachtihr 100 Lokomotiven zur Verfügung zu stellen. . /- / .V.v. Dt«- se 1 <)0 'Lok omot.tven sollen a u $ sch'l.ile hkW..- z.um- Transport, der für uns bestinr-.nrste-n 5k» h l e u z u r B e r tv e n d u n g g e la n^e u. .;. - ' -- Städtisches Notgeld ob hettte. . / /- . ' Die von der Stadt. Wien-zur Behebung der Kleiugllbstpl km Betrage von 3 Millionen Kronen ansgegShenen MOMr- -Pypier-Notgeldscheinc luuvbcu bereits an die städtischHaiMM und an btt Unternehmungen, w.e Straßenbahn. ElekinzttWwette, Gaswerke, a « S .g e g e b e n. Dre Fahrgäste der Stsgßenbähri werden also bereits heute früh die neuen SO-Heller-Mrnxnscheine von den Schassneru bekommen. Die Kassenscheine' .fitzd uttaefcihr halb so groß wie die Ein-Äronennoten. Äus der.Vdrderseite zeigen sie einen blauen Raster , und m S.chwarzdruck die Msschrist: »Kassenscheine der Stadtgemeinde Wien über 20 Hestcr". Dänmter befindet sich die Haftuugserklärung der Gemeindtli. . / Streik bei Le« Pfaudleihattstalt^rr. / ' "Seit 'gesttrufrühsind ..du «.-.Au-fl-e/stdllte.u,./8 er S.r dw a 1 l e-i h a »>staltenin Heu A u.s ft eut.> getreten /tnid'esmusiten infolgedessen allePfandleihapstalten g ef chl-o s-s'e n bleiben. Bor den Psandleihänstülten sammelten, fick zahlreiche - Wtteien an, die sich die Spcrte - der Anstalten Nicht' erklären konnten Es waren deshalb b e ü n r it h i g e n d c G e r ü.ch t« veibrriiet, daß eitle. B e sch l a g n,q.h -m e v e r-.s x ß t--e. r Ms a n d.-o-.b j e k t.e,. nqmcnillch solcher rn Gojd und Srlper, •Ä Htaätz ü«s eMgtn üer3el 'Erst allmMich bttuhlgte M das Wblimm,' als es den wahren Grünt> der -Sperre erkubr. ,- " - Die Angestellten der Privatteihonstalrrn find nämlich hes° halb in dm^ AuSstand getreten, weil sie Lobnfordcruvgm an ihre Mernehmvngen Mm, die bisher ttvtz wiederboltn Tennnueurug iMcht erfüllt wurden.Außerdem erstreben sie die D r r st a a t» PhDManstM«. ' -7.-^..-.. ^- I: *. * Grösinung des zloniftifchen Verbandsheimes Wien-West. Bor emigeil Tagen fand die Eröffnung des Heims der zwnsttischen Sektion für die westlichen Bezirke sta't. Die äußerst geschmackvoll adaptierten Räume vereinigten eine große Anzahl von Mitgllcdern und Gästen dieser rührigen Sektion. Seklionslciter Dr. Max B r r n h a r d t erosfncte die Festvcr--. sammlung mit einer Begnißnng der Erschienenen, speziell des Abgeordneten Inamrcnr Stricker, der Gi'wcinderate Doktor Ehrlich und Dr. P l a s ch k e s. des Bezirlsrabbiners Herrn Dr. D r v b l n s k h, Herrn Direktor T r e b i t s ch, der als HanSeigmiümcr die Errichinng des Heims ermvglichie, und die Abordnungen besreundcter Vereine. Er dankte den Mitglredcrn Archltekt K o li s ch und Ingenieur S o n n en s ch e i n, btc mit Äebe und Sorgfalt die Ausgestaltung überwachten und dem Finanzkonutee, den Herren K l e n. L i s s i a n s kv. Flaschner und Schwär z. Es sprachen ferner Abgeordntter Stricker über »Die Lage der'Jndcn^ sowie Rabbiner Dr.Dr ob in skh. * Indisches Museum. Das Mische Museum, ll., Malzgaffe 16. deffen Sammlungen letzthin durch eine namhafte Kollektion von Darstellungen aus verschiedenen Gebieten des jüdlschen Volkslebens bereichert-wurden, wird am S o n n t a g den 12. Oktober wieder eröffnet. Besuchs', eiten wie im Voriahre Samstag und Sonntag von Il blS'l Uhr; Besichtigung ohneEntgelt. . - Airzelgen bei Kindermißhandlungen find stets an die Kanzlei der Kurder-Schutz- und Rettungsgesellschaft, lX., Scnsengaste 5 (Fernsprecher 9292), zu richten. Der Verein lenet sofort die entsprechenden Erheburtgen ein, vertilgt, wenn notig, durch die zuständigen Behörden die Abnahme des Kin d es und ferne Unterbringung rn einem seiner Herme. ® Die rumänische Universität in Ezernowitz. Aus Bukarest wrrd gemeldet: Das Rumänische Preßburean meldet: Der ^Monitornl Offizial" verösfentl'cht ein Dekret, durch w'clches die Aktivierung der rumänischen Universität in Czernowitz mit 10 d. M. ungeordnet wird. ' . Tvnnsport nach Siebenbürgen. Ungefähr am 20. d. M. geht ein Transport nach Slebcnbürgen ab. Bcrlitsmrlrtärpersoneu. die ihre Bagage abholen wollen, können diesen Uug zur Einreise ^benützen. An Dokumenten sind nötig: Paß, Marschroute, Zertifikat; die Ausstellung muß ficb jeder selbst besorgen. Ammldung bis 17. d.M. bei Rittmtrster Dclbas, Staatsamt tür Heerwesen, 1. Stock. Zimmer 63. Visa werden besorgt. Der Transport dauert 3 bis 4 Wochen. r * Luftverkehr LudwigshafeN-Stockholm. Aus Berlin wird gemeldet: Das Passagrerluftschlsi «Bodeusee", daß von Lndwrgshafen nach Stockholm abgegangen ist, ist dort heute nachmittags eingetrosfen. * Die Ausreise aus der Schweiz frei. Bis auf weiteres kann die Ausreise von Ausländern aus der Schweiz über eine beliebige Grenzübergangsstelle des großen Grenzverkehrcs erfolgen. Eine besondereBewilligung Uir die Ausreise über eine von -er Einreckestelle verschiedene Ausgaugsstation ist n i ch t m e h r t t f orderlich. Es empfiehlt sich immerhin, über die nämliche Grenzübergangsstelle einirnd auszureffen. * Billige Restaurants. Das Kricgswnchcramt hat mr Anzeige gebracht: Den Restaurateur Paul D e i e r l, l, Getreidemarlt Nr. 17, wegen Verkaufes einer Portion G ulnas um X }6.— und einer Porüon Kartoffeln um st 3.S0; den Grschäftslührer Bernhard W eis e r, XIX., Hohe Warte Nr. 7, des Restaurants o h e Warte" wegen Verkonfes einer Portion Holländerkäse um K 6.— und K 7.— und eines Nchkellitcr gespritzten Weines um K 3.—. :4f Rittmeister Ludolf enthaftet. Rittmeister Lu d o l s, dervor einigen nachTagen der Volkswehr auch dieWienec Stadischutzs wache und^ die Polizei in W.en fiir seine „Umsturzpläne" zu geivmncn suchte und verhaftet wurde, ist nunmehr wieder auf steien Fuß gesetzt worden, da die Behöldeit ferne Pläne offenbar nnht ernst zu nehmen schemem Der Plan des ehemaligen Graten Ludolf ging dahm, die ..kommunistischen" ■ Mitglieder der Regierung, die Slaatssckretäre Dr. B a u e r und Dr. Deutsch in Haft zu nehmen, mm dann eine .demokratische" Regierung vorzuberelteu. Beschleunigte Heimbeforderurrg bet KriegSsefangeuen. Amtlich wird mngctcilt: Die italienische Misfion hat^ mitgctcikt, . daß, m t Rückficht ,rnuf die beschleunigte Heimbetörderung der Krieasgesangeuen auS Italien und dw infolgedessen eirrtrelende Entleerung der Kriegsgesangeulager die durch das deuffchvsterreichrsche KrregsgeMngenen- und Zioilinterniertcnamt angeregte Notiveudigkeit einer Besichtigung dieser Lager durch das deutschösterrelchische Rote Kreuz entfallen ist. * Eiustellunq des gesamteu Perfouenverbehres a« SonntUgen. Ab Sonntag den 12. d. M. wrrd der gesamte Personenverkehr au Sonntagen eingestellt. Im Fernverkehr treten von Samstag auf Sonntag außerdem folgende Einschränkungen ein: Der am Samstag um 5 Uhr 3V Mm, nochnnttags von Wien-Westbahubof abgehende Ferupersonenzug Nr. 111 verkehrt nur^dis Lrnz. In der Strecke Wie» Franz Iosefsbahu'—Gmünd entfällt der am Samstag von Wien (Franz Ivsessbahn) um 8 Uhr abends abgehrnde Personcnzug Nr. 111. s Bollzugsanweisung betreffend Beschränkungen bei der Abgabe von Äeosalvarsan in den öffentlichen Apotheken. Heute gelangt rite BollzrrgSanweisung des StaatsamteS fiir soziale Verwaltuna vom 1.'Oktober betreffend Beschränkungen bei der Abgabe von Neosalvarsan in den öffentlichen Apothrkcn zur Verlautbarung. Darnach darf aus ärztliche Berschreibuiigen von Neosalvarsan, selbst wenn ste auf mehrere Abpackungm lauten, in den öffentlichen Apothekrn jeweilig nur eine Abpackmg abgegeben werden. * Unfälle. Dem 15jährigen Schlofferlehrllng Ferdinarid Fürtner, X\r,, Marlahilterstraße 125, schlug hellte bei der Arbeit eine Stichflamme ins Gesicht. Er erlitt eine Verbrennung der Hornhaut bcS linken Auges und wurde von der RettungSgeskllschast verbunden. — Die 75Mrige Pensionist!» Iosestne Spielvogel, X., Kolumbusgasse 10 wohnhaft, brach heute durch Stürz ans der Favvritenstcaßc, den linken Oberschenkel. Die Nertttnasgesellschast brachte _ sie ins Wredner KrankcnhailL. — In. der Kailer-Ebersdorftr ArtilleriMerne stürzte heute der^ 42jährige Schlosser Josef Seipka von einer Leiter und erlitt einen Bruch des rechten Unterschenkels und eine Verrenkung des linken Oberarmes. Er wurde ms Rudolfsspital gebracht. — In Schwechat rollte beute bei der Arbeit dem 42jährrgrn Monteur Johann Höfler, XIV., Behcimgaffe 57, wohnhaft, eine Kabelrolle über die linke Hand und zermalmte chm den Daumen. Er wurde von der Rettungsgesellschast verbunden. Don Breit ELngesendet. WrWer bei Schreib-] maschinenfeparainteni Tslefihon Nr. 4073/0 interurban. «üj F i ESIaKv Werkslätte für Pelnmeehanlkihi ■ t£a r CBS Maschinenbau,I,,6lberstra0e9 “ r 1 Unter dem Verdachte des Betruges verhaftet.^ In einem Hotel auf der Landstraße wurde am 6. d. M. der«, Kaufmann Andre G a u t h i e r zu Neuchatel in der Schweiz!' geboren, 22 Jahre alt, verhaftet. Gauthicr weilt feit etwa vieri Wochen in Wrrn und hat in Zeirungm infmett, daß em Schweizer Kaufmann Lebensmittel und sonstige Waren abzugeben habe. /Auf Grund seiner Annonce haben sich mit Gauthier Vien Wiener Kauileute in Verbindung gesetzt. Er lreß stch von den! Käuslemen an FrachtvorschüssenX 4000.— aus-! folgen. Die Waren trafen aber zu dem vereinbarten Termin und auch späterhin nicht ein, weshalb die betrogenen Kauflcute An-- zeige erstatteten. Gauthier gestand bei semer Einvernahme, daß er - das vorschußweise erhaltene Geld für sich verwendet - hat^-' Gaulhrer wurde dem Landesgerichte eingelrefert. ";■'*"** # Große Unterschleife eines BnchhalLers. Die Unterschleife und der unaufgeklärte Todeines Buchhalters beschäftigen jeit vorgestern btc Polizeibehörde. Der Mann ist der. 31jährige Andreas Ried l, IX., Nußgasse 4 wohnhaft. Er war. seit achrrehn Jahren bei der Firma Max E i s e n s ch i m in e l &!Co., I., dteruorgaffe 17, zuletzt als Buchhalter in Stellung und, hatte sich das vollste Vertrauen seiner Chefs errungen. Wre sichaber jetzt hcrausstellte. hat er das Vertraam m der letzten' Ztrtz mißbraucht, mdem er sich an dem ihm a n v e r t rau den. Gel d e v e r g r i f f. Die Höhe des Schadens-dürste stch zu--, mindest z w r s ch e n X 50.000 und K 100.000 bewegen. Noch anr 6. d, M. hat Riedl widerrechtlich bei - der Nrederösterrcichischen, Eslomptegcscllschaft für Rechnung seiner Firma L 35.0W behoben. Seither war er u b g ä n g i g. Am 7. d. M. wurde die L e i ch e R i e d l S nächst Stadlau aus der Alten Donau gezogen. Obn Riedl 'S c-l b st m o r d ansgcsührt hat oder einem Unfälle z 't Opfer gefallen ist, ist noch mcht ganz aufgeklärt. - bVersinsttachrichten. (Nachrichten vonVereinen er sch einen au^. n a h m s l o s n u r a m T a g e d e r V e r a n st a ltuu g.) Heute: '"Wi Verband der j ü d. I n v cr l i d e n n. H e i mk e h r e r nt Wien. Heute findet um 6 Uhr obends im Wiener Theatercass, II., Praterstraße 33, die konstituierende Alls-j schuß-Sitzung statt. — Gründung einerzionistisch eu Bezirkssekt'ion Wien XXI, Kürzlich fand,die gründende Versammlung dieser Sektion statt. Nach Bericht»! erfiattung seitens des Vorsitzenden Herrn Dr. R u ß über die - Vorarbeiten des Gründungskomitees wählte die Versammlung-! folgende Funktionäre: Zum Obmann: Dr. Samuel Ru ß> zum' ObrnatnnSrcslverlleter Dr. Leo Knecht. ttrat-a« Wirii—Dwapcst Verlobte. iw Oktober 1C19. iSAS Eine österreichische ZnÄerlieferrrngsaffare. , Bern, v. Oktober.- Nach der „Tribüne de Lausanne" schwrbbgegenwmtig zwischen der Schweiz und einem österreichischen. Bankeusyndikar eine ZuckerlieferungZangelegcnheit. Im Jahre 19.17 har das schweizerische Bundcsernährungsamt Unter Garantie ernes schweizer' Bankenshndikätes einem vsterrcichlschen Syudikat 42. Millionen geliehen. Die Gegenleistung sollte in -der Lieserungvon Zucker einen Monat nach ' der Unterzeichnung des Friedens bestehen. Diese Zuckerlieferung'ist jetzt natürlich in Frage gestellt.' Die Schweizer hoffen, daß die Lieferung doch möglich sein wird, weck dem Wiener Syndikat auch d a s H a u s R o t fischil d angehorr, das seine mternationalen Beziehungen avszuuützen imstande sein werde. ' v ' England r'LLiftzrsrL den FriedLnsVerSsag.^^.' London, 9. Oktober. ^(Korr.-Bur.) Nachdem die Antworten, aller britischen Dottrinions elngegangen sind, steht die Ratifikation des Versailler' Friedensvettrages durch den König mrmittelbar bevor. Tschechisch-polnische Verhandlungen. Ltoakau» 9. Oktober. (Poln. Tel.-Agent.)' Montag den u. d. M. fand in Krakau unter dem Vorsitze des polnischen' Generalstabsobersten N r e n i e w s k i eine Sitzung der t s ch e'ch i s ch p o l n i s ch e n V e r st ä n d i g u n g sk o m rn i s s i o n tschechischer und polnischer GenerMabsoffizrere statt, wobei die Bedingungcn, unter denen eine Entspannung' der tschechffch-polmschen Bezsthnngen in den Grenzahschnitten zuerreichen ist. sestgestellt wurden. - Das Ergebnis dieser Konferenz, welche durch beiderseitige Loyalität gekennzeichnet ist, wird zum Ausgangspunkte weiterer Verhandlungen, die im Interesse beider - Nationen liegen, führen. * Die östliche Grenze Polens. Mährrsch-Ostvau» 9. Oktober. (Tschccho-slow. Prcßbm.) Einer- Pariser Meldung au§ Warschau zrffolge soll sich der Oberste Rat bezüglich der östlichen Grenze Polens für die Gretrzedes .Kongceßpvlms vom Jahre 1815 entschieden haben. Darnach tvmde die östliche Grenze mit der des ehemaligen russischen Gonvernemenis Su w alki zusammenfallcn und dann weiter längs der Flnßläuse" des Njemen und des Bug' biS zim östlichen Grenze Galiziens verlaufen. G r o d n o und B i a l y st o k fiel eit daher n i ch t a u P o l e n, B r e. st - L i t o w sk bliebe polnisch. / Die Regelung der syrischen Frage. Paris, 9. Oktober. (Kocr.-Bur.) „Journal des Däbitt4" wendet sich gegen die Meldung der „Dunes" über die beabsichtigte Negkkmg der syrischen Angelegenheit nrck der Betonung, daß für Frankreich kein Grund vorliege, von der Zlbmachuug vorn Jahre 1916 zurückzukommen. Palästina habe darnach ein internationales Regime zu bekommen, wovon nur abgcgaugcn werden konnte, wenn England einen Gegendienst .elwa in Syrien leistet. Die Bildmtg des Staates Lrbanon sei zu billigen. Was aber das übrige Syrien aulangr, so nMe es Franfteich überlasten bleiben, sich mir den Eingeborenen über das aufzustellende Regime zu verständigen. England beabsichtige schc'mbcy:. die Fottfrtzung der Methode, die ' es in Syrien während feg' Krieges durch die.AnSschaliung Frankreichs befolgt hat. Frankreich würde es ebenso gut verstehen, sich mit den Erngeboreneu i» Syrien zu verständigen wre England in Mesopotamien. Was würden die Engländer sagen, wmn Frankreich in einer Zone, w» sie sich mit den Eingeborenen zu verständigen haben, so vorginge, al^' dieses Recht Nickt vorhanden wäre. .

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