Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1919-10-05 · Heft 255 (5.10.1919) · p. Seite 6

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 255 (5.10.1919)
Date
1919-10-05
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
86% known words query
IRI
…/2979076-2979077-2979332--02282-2987778
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

7.Seite S %für % Bühne und Kunst. %' V; . •'■' Aus den Theatern. ■ Men-Sonntas -~ 5. Oktober 1919' 'Rr.288 r V, '■ Der Spielplan desBurgtheaterZ 1iir die kommende Woche wnrde^wie folgt festgesetzt: Montag den,6. d. M.: .A n n a K a'^r t n i n o.* Anfang Vs6 Uhr. Dienstag den 7/b. M.: „Garten der Jugend." Anfang V,? Uhr. Mittwoch dm 8. d. M.: „Die v e r s u n k e «e ©Io ck r. Anfang V«6 Uhr. Donnerstag dm 9. d. M.: »E i n G esch.lech t." Anfang 7 Uhr. Freitag den 10. d. M.: „D e r R'a u b d er S a b i n er i n n e n. Anfang Uhr. Samstag den-11. d. M.: „E g.m o n t/ Anfang Uhr. ' *. Der Spielplan des Schönbrunner Sch l o ßt 6t o t e r § vom 6. bis 11. d. M. lautet: Montag den 6. d. M.: „Mi r a n d o l i n a/ „D i e H d i r a t wid e r W i l l e n/ Anfang 6 Uhr. Dienstag den 7. d. M.: „D a S K o n z e r t. Anfang 6 Uhr. Mittwoch den 8. d. M. (z u m ersten M a l «): »C an di L a/ Ansang 6 Uhr. Donnerstag den 9. d. M. : „M i r am dolin a/ „DieHeirat wid er W i l l e n. Anfang 6 Uhr. Freitag den 10. und -Samstag den 11. d. M.: »Candida/ Anfang 6 Uhr. r . Der Spielplan des Operntheate^s vom ’S. bis inklusive 12. d. M. lautet: Montag den 6.: „T i e fl an d. (An? fang 7 Uhr.) Dienstag den 7.: „D i e I a h r e s z e r te n d e r 8 ie b e." „Faun u n d N y m p b e." „DieP r im z e firn v o n-T ragant." (Anfang Vs7 Uhr.) Mittwoch den 8.: „D l e E-n t f üh r n n g*a n s d e m S e r a i I." (Anfang 7 Uhr.) Donnerstag den 9.: ÄGaTaUer4ani8tuana. „Der Bajazzo/ (Anfang %7 Uhr.) Freitag den 10.. bei aufgehobenem Jahres-, Saison- und Slammsitzabonnement, zu erhöhten Preisen, für das Pensionsinstitut des Operntheaters, mm erstenmal: «Die Frau ohne Schatten". (Anfang 5-Uhr.) Samstag den 11., bei aufgehobenem Sailonabonnement, zu' erhöhten Preisen, für das Pensionsinstilut des OperntheaterZ: „D.i e F r a u o h n e S ch a t t e u/ (Anfang 5 Uhr.), Sonntag den 12., zu erhöhten Preisen, für das Pensionsinstitut des Operntheaters:ÜU«Violetta"P(nL^ravjfe'O .»Anfang Vs? Uhr. ■ $ r\ } vl.'-’ Im £ar l-TBeater siMMSEstagden 11.d.M., Nachmittags Vs3, eine Festvorstellung statt und gelangt die Leo Fall'sche Opevette „Die geschiedene'Fra u" in te,l-- twerser Premrerenbesetzimg, und zwar-zrnie^ gefälliger Mitwirkung wer Damen: A ri n io D i e r k e n s, MizziZwerenz umdKer Herrvn JosefKöuig, Hube^rtMarischka, AarlZeska (Burgthrater) und unter persönlicher Leitung von (S.,e o F a l l imd Victor LZonzur Aufführung. Karten- Worderkauf/m den beiden Küssendes Carl-Theaters. § * Die Neur Wiener Bühne hat die Komödie r«J a k o b und C hr i st o f eiMwn^ sin dieser Spielzeit angenommen. } 4 In der Neurn W i en er gelangt Dienstag denÄl.'d. M. „Der F e l d h e r r n b ü g el" und Freitag deu^lO. d. M. i e B ü ch s e d e^r P a n d o r a", an alle« anderen Tagen „Die gelbe LL^TM'-Achfühning. Beginn aller Vorstellungen V-7 Ulir^i^Hs Adolf Wersse gastiert atm^Diener Komodienhaus Moutag den 6. und Dienstag dm^. Oktober in ..Na 1 ban der Weise". — Die von Herrn Oberregisienr' Egon Brecher in Szene gesetzte Auffiihnmg ist in den Hauptrolle» wie folgt besetzt: Sultan Salladin — Willi Volker. Sittäh— Else Ostheim, Nathan — Adolf Werste als Gast, Recha — sKarola Wirlfcke, Dajr — Therese Bellan, Tempelherr — sHans Kurth, Derwisch — Arpad Krmner. Patriarch -r Karl ^Knndmger, Klosterbr^w. -^LLalt^^e^e. <. ' .>?, Spielplan des Wiener StavrryMers vom ö. bis jll.^d. M. Montag den 6. um §7 Uhr „Gespenstersonate"; sDienstag dev 7. um V-7 Uhr „Die Weber"; Mittwoch den 8. -um V-7 Uhr „Der WcibZtenfÄ""; Donnerstag den 9. um Vz7 Uhr f«Die.Weber"; Freitag den 10. um V«7 Uhr „Die Weber"; iS a m s t arg den 11. um V-? Nhrl.. „D i. e Stützen d e r sG e s e l l s ch a f t"; Sonntag dm- 12. um V°3 Uhr „Die jRatten"; Sonntag deml2. m'h ‘ : K li/ Beda-Abend der HaLoah/j Dki. am *18. ^d. M. im Sophieufaale eikfen gro. dorrten mit' »unter anderm die. Damen_ _ _ Main er, brc Herren Dr. Fritz Löhner (Be da), iH. F r i s ch l e r (Bolksvper), Fritz Grünbaum (Srmpli- ^issimus). G. M a r g n l i r^S <G^ang), Rudolf Lampe l (Violine). Max N e u f e l d. DasiJntereste, das sich für diesen Abend kundgrbt, beweist neuerdings, wie groß die Zahl der freunde und Anhänger der Hakoah ist^ Kartenvorverkanf im Äsö Industriellen, I., Konkördraplatz 4*jin der Buchhandlung Lowit, JL, Rotentnrmstraße 22, unoUn^der Brichhandstms Mp., WpplmgerstraßKl. ***. .. . >aMh'MMMtet .. Beda-Abend. Es Loe - Lev, Lme Sauer & < 3<tbcttft<toi. - Kultur^ Judentum Bon Michael Georg Conrad» Münchm. Mr. entnchmNk Nachstehende Ausführungen einem Beitrag, den Uns' M. U. Conrad für ein MrLereMeL MWueWK . Alle ursprüngliche ^^äsL-^^stige^Vesensart! m Volkes eigenste Angelegenheit m seinen geschienen lKrenze«. .wächst aus seiner Rasse, seinem Wut, bildet sich fort sei«» geschichtlichen Entwickkuns «ach den allgemoinen. w« 1e«ew dch«ch«en Lebe«Sges<chien, ohne vLek nach dem VeiM der iapdere« zu frage«, die seine Nachbarn sind, aber tz« Inach btot U«fcei| btx sygsnaNnten Menschheit. Nach bvy AnfLsv», dost alten jüdischen MtAtteÄ mrd dev Zerstremrngk Vtzwyhuer in alle Webt, konnte, die ursprüngliche, jttKia^&|gj0Mp 8Uk der sMMn KnNur pur da am uuge- PÄckOm WdvchW,iw^ jichiiche Mümmg in tzrotzeren Wusse«. tzus«ßvNWd»HBe, «nt btu$ die Bahrhnpderte stch in heilige« evhieÜM. Der ech> LypuL deL geistigen. jAdßche« Kuliurweserrs. tritt daher im Osten Narer zutage fett t» Vesten. Die fortschreitende Assimilation, die Anpassup» Mw vnglerchrmg an die geistige Internationale des iDestenmck dessen völkische Dekadenz unter den: Einfluß Heß' Ma«unü«iSm»S. Ztzapitqirsnlus und einer atheistischen Wiflenschast und 8m,st. hat wichtige Züge der Westjirdenschast vtzMhNt. wmifäU verdnn lelt. ZWEI URTEILE UEBER: VIE FLUCHT AUS JERUSALEM NOVELLEN VON ' JAKOB FINGERMANN „Two storics of such different worlds and periods reveal a talent of no ordinary character“. ISRAEL ZANGWILL (London) „Zwei in bestem Deutsch geschriebene Erzählungen. Die erste, die im Orient spielt, musste man von lia Rosen vortragen hören. Es ist ein Harnischklang, ein Stuck Bibel und ferne Zeiten steigen auf.. HERMANN BLUMENTHAL G,Jüdische Volkstimme-) R. LOEWIT VERLAG / L FLEISCHMARKT WIEN Erst mit dem mifsteigenben ZioniSnmS ist die westjüdische Kultur wieder ihre höheren Aufgaben bewußt geworden und hat sich mit neuem Stolze auf das Erbe derj Väter und die Heilighaltung der Ueberlieferung besonnen. Diese zionistische Bewegung, die allmählich die gesamte Juderrheit auf dem Erdball ergriffen und zu entscheidenden Taten neu erwachter nationaler Politik angefeuert hat, ist ein untrügliches Zeichen für die durch keine Unterdrückung und keine Assimilation zu zerstörende Lebenskraft des ursprünglichen Jubengeistes als des auserwählten Wottesvolkes, dem alles Veistige und Materielle der völkischen Entwicklung sich zu einer wachtvollLN' Lebensernheit im angestarninten Baterlande, in Palastrua, dem heiligen Ursitz, neuformen muß im Reinigungs- und lDammelProzeß aller Völker nach dem Zusammenbruch der Psendokulturen im Weltkrieg. Ob der seiner Neubegründung entgegengehende Jüdenstaat in geiftig-kultsireller Hinsicht für die anderen Völker wünschenswert ist. «der nicht, ist für den weltgeschichtlichen Vorgang selbst gleichgültig, denn er vollzieht sich' in heiliger Notwendigkeit jüdischen Eigenlebens. Wie jedes Volk, muß auch das jüdische fernen festen Platz an der ^onne, seinen nationalen Mittelpunkt haben, fein eigenes Heiin, darin eS Herr seiner selbst und' mit. höchster Verantwortlichkeit gegenüber seinem völkischen .Gewissen in äußerer Unabhängigkeit als Nationalstaat nach seiner „Fasson" selig werden kann. Ob zum!Legey oben Fluch, für .sich ruck, die anderen, dass steht r» der Hand einer höchste« Macht, die, mit dem Psalmisten zu reden, bas Leben der Völker lenkt wie Wasser* Sache. Ahasver ruht wieder am Herzen seines Gottes. Die unter , emderen Völkern heimisch gewordenen und' en deren Wltur eingelebten Juden werden nicht alle liebgewordenen Bande zu lösen vermögen und mit ihren' beste« Kräften dem Wirte, bienen, ohne ihr Herz der« eigenes V«lke in der albe.« heiligen 'Heimat zu entftemden. Alle Juden, die gesetzestreuen wie die liberalen, die religiös indifferenten wie die erklärt konfessionslosen werde« sich selbst in zurückgebliebenen Fremdstaaten die volle bürgerliche und politische Gleichberechtigung erringen und damit aufhören, sich selbst als Fremdkörper im Woptivvaterlande zu.empfinden. Je reaktionärer ejn Rtaatsvolk, desto hestitzer wird es die Juden als die wenigen Unruhestifter beargt^ wohnen. Wie der Augenschein lehrt, Hat der Judengeist in der Fülle seiner Interessen für alle weltgeschichtlichen Vorgänge sich nie damit begnügt, im Geheimnis seines! Blutes die ntonothListische Offenbarung durch' die Jahrhunderte zu tragen und mit seinen heiligen Schriften der Welt das Buch der Buch'«, die Bibil, zu schenken; er Hais auch unter den MestvRLrn? als' der Träger der kapitalistischen Entwicklung - zugleich alle . revokutronürme Ideen I« sich 'großgezogen und' den Geknechteten - int - wirtschaftlichen und politischen 5kanchfe das Banner vorangeftagen vud die Losung - des. Umsturzes gegeben. Wehen wir ft jüdische! Märmer im Vordergründe von Umwälzungen jeglicher Art, so wird, wenn sich der Geist des i Zionismus int jüdischen Staatsgedanken Volk verwirklicht und - die Heimatideale in Laten umgesetzt Hai, das neue Judenreich durch eigene fort, gesetzte Erneuerung und rasttosen Aufschwung berufen sei«, Verheißung »mb Vorbild' . staatlicher; Eigeneutwickümg zur Whersichrung Mer völkischen Reinigung und Sammlung zu werden und damit eiv. Legen für die. zukünftige Menschheit. vriM kMM-LMßM v. Lularim erstklassige Qualität, sehr preiswert von Mapjtrag wird zur Schaffung, eines Reisofond» für atme y Palüstma-Emigranten verwendet TMsioM iMwErez Israyel“, n., Praterstr.9 L Stock kmi XVIII,, 'Wftbrinser Qfcrtel 21 M*de prompt und billii HÜTREPARATOR -flHCTfllT i-tt. DamenbQte werden nadi neuest. rr., Kariahilfarstmane WitWWm w allen BretUaaen. Neharatuetn untir Garantie, Karttändrr sür alle Systeme, erstklafligeS Mattrtal. Leop^ Kurzer, Wien, M„ WestbaWtzaße P. iXeutnatmi. «y. ‘ 'm Vom Ursprung des Alphabets. '" r Zn diesem schon vielfach abgehandelten Thema lieftM Dr. EliaS Auerbach aus Haifa in der Juli-Sitzung, de« Vorderasiatischen Gesellschaft neue interessante Einzelheiten, von denen hier die folgenden wiedergegeben sein mögen., Dip Bilder Und die Degriffsschrift, so führte Auerbach unter anderem aus, wie auch die Silbauschrift, di« der Buchstabenschrift voraufgehen, bieten sehr viele Zeichen, ein genialer.. Kopf wird es zum ersten Male wohl erfaßt haben, wie man über die Fixierung der Silbe hinausgrlangt zur Fixie- ‘ rung' des Konsonanten? eben diese Idee des Konsonanten g«-. ' funden zu haben, als des Trägers der Hauptelemente eines, Begriffes^ ist das. Wichtigste, die Vokale sind vorerst von.. nebensächlicher Bedeutung für den Zkenner der lebenden!' Sprache. Dieser Erfindung schiebt sich überall die iZilbe als. Hindernis vor. Der zum Alphabet gelangte, svrang nach' Set he, von der Wortschrift über die Silbenschrift fort/ Diese Erfindung nun muß bei einem semitiM schen Volke gemacht worden sein; denn eS liegö im Geist der femittfchen Sprache, daß der Konsonant dort! eine hervorragende Sebeututtg besitzt. Die Grundbedeutung für eine Tätigkeit haftet im Semitischen meist an btei' Elementarlauten, und diese isolierten Lautelemente in ihrer. Zusammensetzung, die Konsonanten, ergeben die Grundform', des Wortes. Durch die Einfügung der Vokal« kommt es dann cSft. zum sprachlichen Ausdruck. Die Vokale erkennt; nun her, der in der Sprache lebt, leicht, aber ihre Ein- , führung in die Schrift ist verhAtnismäßig spät erfolgt^ Heute itodj werden hebräisch e Zeitungen in Palästina oder in Osteuropa nur in den allerseltensten Fällen mit ' Bokalzeichen gedruckt. Zur Zeit der Erfindung des Alphabets bestand nun die Abstraktion darin, den Konsonanten als das! einfachste Lauteelement der lebenden Sprache festzulegen. Der Erfinder muß ein Bewußtsein der Funkttonsverteilung Zwischen Konsonanten und Vokalen gehabt haben. Auch' wird di« Erfindung des'Alphabets mit einem Schlage einem' genialen;, Kopfe entsprungen sein. Wo ist nun die Idee entstanden, die Konsonanten zur Grundlage unserer Schrift zu machen?^ Die Wahrheit von.Herodots Ueberlieferung, wonach di« Phönizier die Erfinder seien, ist bisher nicht bewiesen wvrd^r/ Es ist auch höchst unwahrscheinlich; die Erfinder müssen!, einenr südsemitischen Volke angehört haben. Von,- der südsemitischen Schrift hat sich' dann bald eine nvrd-' sem itische abgezweigt, Die Anlehnungen des Alphabets in seiner sehr alten heutigen Anordnung an die babylonische' Schrift sind sehr unbestimmt, in der äußeren Form der! Zeichen sind gewisse Anlehnungen an die ägyptische Schrift, vorhanden; dennoch bietet nach Sethe die ägyptische Schrift nicht das Urbild, sondern nur ein Vorbild für unser in der, hebräischen*Tradition überliefertes' Alphabet. In der' Darstellung der Konsonanten als Buchstaben liegt die' ge-, danÄiche.. Leistung. Obwohl das Aegyptische ebenfalls den Stannnbegriff an dem Konsonanten haften läßt, hat eK doch nicht'die letzte Folgerung aus dieser Tatsache, gezogen./. Es blieben.Lautzeichen bestehen, woher die große Zahl der Hiroglhphen ^stammt; von einem ägyptischen Alphabets nicht gesprochen werden. Die semitischen Entdecker des AlpM bets machten eben die Konsonanten, das.heißt die wesend liche» Lautelemente, zu, den. Buchstaben; die Vokale ließen , sie zunächst fort. * . . Eine jüdische Schrift aus der SelenkidenzeM In der letzten Sitzung der philosophisch-Worischen Klaffe der Berliner Akademie de? Wiffenschaften legte Profeffor Eduard Meyer eine Abhandlung vor: Die Gemeinde des neue« Bundes. im Lande Damaskus, eine jüdische Schrift aus der Seleuftdenzeit. Die von Schechter 1910 veröffentlichten, in zwei Handschriften der Synagoge von Kairo gefnudeum Schriftstücke sind kein Erzeugnis der Sekte, sondem völlig orthodox. Sie entstammen aus den Kreisen der Frommen, die in scharfem Gegensatz gegen das hellenisierende Reformjudentum - der Seleuttdenzeit standen und sich um 170 vor Christo,, vor dem entscheidenden Eingrcisen des AntiochuS Epipbanes, von der abtrünnigen Judenschaft Palästinas' sepa-, vierten und als eine Diasporagemeinde in Damaskus konstituierten, die dm alten Bund der Vorfahren erneuert hat und das unmittelbar bevorstehende Kommen des Weltgerichtes und des Messias, erwartet. Ihre Schriftm, «me prophetische, in zwei Redaktionm erhaltene Mahnrede und ein Gesetzbuchs stchm un engsten Zusammenhang mit den ältesten Bestandteile» des Henoch, dfS Jubiläenbuches und der Testamente der zwölf Patriarchen, deren Zeit dadurch bestimmt wird. Bo» besonderer Bedeutung sind sie dadurch» daß in ihnen eine rein auf jüdischem Boden verlaufene Entwicklung ohne hellenistische Einwirkungen zum Ausdruck gelangt. Auch die dem Danielbuch eigentümlichen, auf parsischtn Einfluß zurückgehenden, eschatolögische» Anschammgen fehlen in ihnen noch völlig. Dr. August Laugmesier» Mose und Elim Verlags buchhanblnng Bethel, WandSbeck, gebunden 3 Mark. — Die Erwartung, 'mit der man dieses Büchlein zur Hand nimmt, wird einigermaßm enttäuscht, Bei dem Mangel an Monographien und ftir Bildungszwecke brauchbaren Darstellungen des Lebens und Mrkens unserer gwßen Männer sind wir geneigt, auch bei der christlich« Theologie Anleihen zu mach«, die doch um eine» Schritt voraus ist und deren Literatur mit entsprechender Modifikatio» oft für unsere Zwecke verwendbar ist. Dr. LangmeffuS Buch ist aber ganz und gar nur sür christliche Lehrzwecke berechnet; es ist zudem in der Diktion recht «üchtmr, zuweilen banausisch, voll bizarrer Stilblüten, der Große des Stoffes -dicht gerecht werdend. Wenn trotzdem insbesondere unserm lehrend«, selbständig mtnlendeu jüdischen, Menschen empfohlen wird, auch dieses Buch anzuschauen, so geschieht dies deshalb, weil in der Anlage im Aufbau und Methode etwas. Gelungenes steckt, das für uns, die besonders im Methodismen des Unterrichts m den ersten Anfängen stehen, von Wert ist. Die fortwährenden Anlpiclmrge» auf das Christentum und die enge Verknüpfung mit christlichen Tendenzen muffen wir natürlich aNsfchaltm;' darum ist das Buch nur sür Erwachsene und Lehrer geeignet, der Jugend kann man es nicht m die Hand geben.^ Ach lv)te.ÄsiüMMteu.Mr M.wüffttt.M.wckrc.wLrt«. ’ o. j

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.