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Wiener Morgenzeitung · 1919-10-03 · Heft 254 (3.10.1919) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 254 (3.10.1919)
Date
1919-10-03
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 Wien, FmtaA 3. Oktober ISIS Nr. 254 Tagesbericht. / . Aviso für die Mitglieder derjüdischen Turn- und Sportvereine, des Gefamtverbundes der jüdischen Hochschulen „Judäas -es Schomer, Hechaluz und des Jüdischen tzandlungsgehilfenverbandes. Die Versammlungen finden wie folgt statt: Samstag den 4. Oktober, 8 Uhr nachmittags: Cafe Industriellen: Hakoah r Restauration Kahn, XX., Heivzelmanngaffe 5: Angehörige des XX. Bezirke-. Sonntag den 8. Oktober, 9 Uhr vormittags; Cafe Rsmdrandt, ll., Untere Augarten* stratzer Hakoah und Turner; Jüdischer Nationalrat, N., TaborstratzeSünr Makkabi II und Jüdischer Handlungsgehilfen* verband^ Zionistisches Bureau. N., Zirkusgafse 33; Zionistisch-akademische Verbindungen; »-JLon,tt., Enns gaffe 13: Chaluzim; etw, Uv Obere Dougustratze 91; Hochschüler, Restaurant Kahn, XX» Heinzelmauugasfe 3: Z. MV., Makkabi XX, Hochfchüler. Zaungäste. > Entfvenrdetrr. tzcm dt« Ahnung der Mischen Gemeinschaft die Seele rüyrt: Sei aus der Hut, wenn es dich drängt, jin jenen „toeihedunklen Stuben^, (wie sie unser Hugo Zuckeren amr nannte) dje erhabene Snmmrrng des Jom-Mppur „nritzugenießey". Sei gewarnt. baß dft nicht daS Erlebnis das Herz beschwert. Du tust wie jener Schöngeist, der in ein Heiligtum tritt, den köstlichen Kuvpelb<m zu bewundern und mit der UrLerlegenhett des Aenreßenden in der kerzenduftenderr Kühl« denk heiligen Gesängen zu lauschen- Plötzlich erhebt seine Seele: In diesem Augenblicke wird ihm seine erbärmliche Verlassenheit bewußt und die Sehnsucht nach dem gläubigen Glück dieser Andächtigen zieht ihn M den Fließen nieder. Er möchte eins werden mit diesem Raum« und mit dieser Gemeinde, die sich im Gebete erlösen kann. Da geht ein erschrecktes Murmeln durch die Reihen, sie rücken mit scheuen Augen fort von ihm und wenden sich verstört und verletzt ab mch der Eindringling schleicht von bamen f» Scham und Anmrt. Nicht anders, Fxeurch, «tag es dir ergehe«, wenn du im Krvift der waychaft Frommen diesen ßvMgst« jüdischen Tag verbringst, um feine gewaltige, «seilende Schönheit, so in dich aufzunehmen, wie etwa die Musik Beethovens oder sine« schweigenden Abendi am Meere. Du kommst genießen und wirft beschämt. Du kommst dich bereichern und wirst bettelarm. Dü kommst den heiligen Rhythmus des Festes bekmschsn und hörst den Angstruf deines Epigonentums, D«m ab«, Frmnrd, tst's arg um dich besteMt Dam fühlst du Plötzlich die Tragik des Entfremdeten: Man möchte gerne wie der verlorene Gehn in« Vaterhaus zurückkehrchl, aber die Stube rückt ab von dir, die Geschwister sind höflich, doch einsilbig und der Vater erkennt das Kind nicht «wieder. Mart Witt häuslich tun, man spricht, singt, schlendert im Hause herum - aber unser Lied. tvidniMt nicht vyn diesen Dauern, unsere Reden sind dem Schöne mit den urcckirn Büchern ein Greuel und unser Gehaben erschreckt die Kinder, die wir so gerne an uns ziehen möchten. Drum sei auf der Hut, Freund, sonst lernst du verstehen, was es heißt, mit sehnsüchtiger Liebe hineintreten in die lebenatmende legenden,rmwobene Häuslichkeit des Volles und gewahr werden, daß man ein gaffender Störenfried ist. dem man nicht recht glaubt, baß er zur Familie gehört, wie sehr er es auch beteuert. Mit allen Fibern nach dem VolLStume zurückstreben, dem man entfremdet war und zaghaften Schrittes vorwärtstasten zu müssen, wo man doch jub^std hinein stürmen möchte — bas, Freund, ist ein schmerzliches Erkennen. Drum fei gewarnt »nd prüfe dich, ehe du „zuhören" gehst, ob du im Gleichgewicht bleiben wirst, wenn dich dieser Tag in diesem Kreise lehrt, daß man vom Art« und Bruder nicht erwerben kann, was einem die Großväter zu vererben unterlassen haben. . . Dtto. AbeleS. Viktor Zaeobfo« 80 Jahre alt. In der vergangenen Woche feierte Dr. Bikhor Jacob s>n, einer der führenden Männernder zionistischen Bewegung, in alter Stille im Kreise der engsten Freunde in London seinen 50. Geburtstag. Jacobfon ist feit 1911 Mitglied des engeren Aktionsckomtbees der zionistischen Weltorganisation und der eigentliche Leiter der Mnistischen Politik. Bis zum behüten Kongreß war er als einer der höchsten Beamten der Partei tätig und leitete die Anglo-Levantine Banking So. in Konstanttrwpel, wo er gleichzeitig die politische Vertretung dys Zionismus führte. Er stand ialso. schon damals auf dem wichtigsten Posten, den die Organisation zu jener Zeit zu vergeben hatte. In sKoristanttrwpel hat er trotz byr schwierigsten Verhältnisse nach der türkischen Revolution mit bewunderungswürdigem politischen Scharfblick und feinem Verständnis sdw Afchäfte geführt, bis er vom zehnten Kongreß jauch zum verantwortlichen Träger der Politik gewählt jwurde. Während des Krieges gehörte Jacobson zu den Männern, die immer kühle Neberlegung bewahrten, W5 sein Verdienst ist es zum guten Teil, wenn die XÄnheit und die Neutralität der Organisation inmitten der kämpfenden Parteien, stveng gewahrt blieb. Auch jats im Verlauf des Krieges der SchwerMrkt der politischen Arbeit nach England verlegt wurhe, blieb Jacob ßon. der gleichzeitig die Leitung des Kvpenhagener Zio* mistischen Bureaus übernahm, mik alle« Faktoren in irrigstem Kontakt. Seit Dezember ist er \* London, wo p provisorisch das Neffort für Organisation über- MsttMSN hdt. kM.Ä?L?MnA, HüMI .ist M .de r OMn MM weniger bekannt,, weil er mehr ernster, fachlicher Arbeiter als pvpularitätsüchtiger Volksmann ist. Seine Vorliebe führt ihn immer wieder zur Beschäftigung' mit jd-en geistigen Problemen des Jrchcntums, sy wie seine ungewöhnlich umfassende Bildung auch die Kulturwerke und geistigen. Schöpfungen der anderen Kulturvölker sich zu eigen gemacht hat. So gilt..sein Interesse nicht nur der zionistischen Praxis, sondern auch der Theorie im Zionismus. In der nun kommenden wichtigen Periode wird Dr. Jaoshson zweifellos eine bedeutend? Rolle Matten. ' ' - ,;wi*ri, .. , Die Pygromhetze. Wie die „Wiener Stimmen^ mitteilm, hat die Negierung die Abhaltung der sm Sonntag vormittags in die Volkshfllle einbergfenen Versammlung des Deutschen Volksrates gestattet. Ki<» Vertrauensmänner der „deutseharifchen" Vereine waren für gestern in den Deutschen Klub zur „B esprechung d erDurchführung der Versammlung" geladen. „Dap Tragen esnes Bartes gestattet"« Das Jüdische Pr? ßbnrean in Stockholm teilt mit : Wir schamlos die polnischen Truppen es treiben, zeigt ein dem Rabbiner von Smoelwitz bei Minsk ausgestelltes Zeugnis einer polnischen Militärstelle» das die Warschauer Mische Presse in Faksimile veröffentlicht. Das Schriftstück lautet in der Uebrrsctznng: „Erste Abteilung des Kommandos des Unterfüherrs der Gruppe Saritzki. Bescheinigung. Chaskst Abramski Ist Rabvmer m Snwlrwch. und wird . ihm« als Geistlichm daS Tragen eines B a r t e S g e st a t t e t.. Gültig ohne Stempel bis zum 81. d. M. Gez. Unteroffizier Md provisorischer Kommandant der Stadt". Das Dokument spricht Bände. Detriebseinstettrmg der Semmeringhotels. Die Semmermghoiels werden, wie wir erfahren, ihren Betrieb demnächst f ü r e in i g e Z e it s ch l i e ß en. Dieser Beschluß der Semmermghotels/worm die großen Unternehmungen solidarisch und. gehr lediglich auf die K o y l e n f r a g e zurück.. Die großen Hotels auf dem Semmering brauchen ihre Vorräte stir den eigenen Gebrauch Md sind daher außerstande, den Betrieb im großen fortzuführen. Sie haben daher beschlossen, m allernächster Zeit ihre Pforten zu schließen Md erst am l&. D e* zemberdie Wintersaison aufzunebmen, vorausgesetzt, daß es bis dahin möglich ist, entsprechende Kohlenvorräte anznlegen. Die kleinenHotels, die ihre Osenfeuerung mit Holz bewerkstelligen, bleiben nachwievorgeöffnet. Der Mistbauer streikt. Seit vorgestern nachts ist ein aNgemelner'Streik ko Personals des städtischen Fuhrwerksbetriebes und der städtischen Straßenarbeiter und Arbeiterinnen Wiens ausgebrochen. Der Streik, wich damit begründet, baß die den Straßenarbeitern zugesagten Lohnerhöhungen nicht eingehalten wnchen. Wenn nicht bald eine Einigung erzielt wird, kann dies zu brdenklichyn saiütären Uebelständen führen. « Persorra!»achricht. Herr Moritz B o n d i, der Ehrenpräsrs und GrWer Wu asigmemen. Kranken-. und Uuterstützungßverein „Montefiore feiert am 4. b. M. seinen 70. Gebmtstag, aus welchem' Anlaß demselben zahlreiche Ehrungen bevorstehen. ' * HebrMche Schulen im U,f Bezirk» Große Mohrenaaffe 16/28 und im XX. Bezirke Denisgaffe SS/14. Die Emschreibnmen in die hebräischen Schulen für Kinder und Erwachsene, für Anfänger und für Fortgeschrittene insbesondere für solche die Talmud Tnach, Grammatik, hebrälsche Sprache und Lüeraiur lernen wollen, werden täglich von 4 bw 6 Uhr abends md Sonntag von 10 bis IS Uhr vormittags entgegenommeu. * FubULum im Zritungsbüreau Goldschmied, Wien. Am 4, Ottober feiert Herr Rudolf Z u 6 s ch w e t d t fein. Sbjähriges JubiläMi als ExpeditionSbeamter in obigem Unteruehmm. Der tüchtige und pflichteisriae Beamte erfteut sich großer Bellebtheit und werden sowohl me - Leitung des Unternehmens als auch, seine Kollegen und Freunde ihm zu seinem Jubiläum Beweise ihrer Wertschätzung geben. * Ausweisung der Flüchtlinge aus MÜHrifch- Ostrau. Aus Mäb^isch-Ostrau wird gemeldet: Die politische BezirkSvertretung von Mährisch-Ostrau gibt bekannt, daß die galizischm Flüchtlinge nur mehr hiS zum 20, d. M. im Bezirke Mährisch-Oftrau verbleiben dürfen. - Die GesundheitSyevhMtnifie Mseus. Im Monat August war der Krankenstand gegenüber dem Vormonate wesend, sich n i e d r i g e r. Bo» den Infektionskrankheiten, die eine gering^ Ausdehnung »eiatm, hat die Ruhr im BerichtSmonal eine Pumhme gegen den Monat Juli auszuweisen. Angezeigt wr ZtMNhme gegen den Monat Juli auszuweisen. Angezeigt wurden 60 Scharlach, fll Diphtherie, 45 Typhus, 468 Ruhr, 1 Blattem Md 43 Var(zellrnfälle. Auch die S1 e r v l i ch t e i t zeigte eine Abnahme gegenüber dem MoNat Juli, ist aber noch immer beträchtlich höher als in dm ersten KrreÄjahrm. Die g r § ß t« Zahl der Tvde^Sf.äNe entfiel auf Tuberkulös e und S k r.o v h u l o s e mit 739 Füllen. Das männliche Geschlecht war mit rund 45°/«, das weibliche mit rund bü°/l> an der Sterblichkeit beteiligt. * Jüdische Kinder i« Rotterdam. An die Angehörigen der m Rotterdam auf Erholung befindlichen Kinder: „Ueber mehrfache Anfragen, die hierher gerichtet waren, gebe ich kund, daß sämtliche m Rotterdam vesindlichen 108 Kinver aus Wien sich hier wohl und gesund fühlen und dts besten Ergehens erfreuen. .Für' die KinderaktivN in Uotterdamr Jsak B l a u st e i"n. Bs» de» tschechischen P»tzstli»len. Bevollmächtiaten der Ischecho-slowakii' Vom SO. September ä« wich die . Hflsnerstraße 80, aufgehoben. Die tschechische Wiener Bevölkerung des Vis.. MI., XVI.. XVII. unb xvni. Bezirkes hat sich Mt ihren Gesuchen um Ausstellung von ReiWgitimationen an die Paßfiüale, xV„ Herklotzgasie 12, zu wenden. ™ Vuhe in Lunde»huvg. Das Tschecho-slowaMe Preßburea» meldtt ans B r ü n n: Die, Polnische Tttegtaphm- Agentur verbreitet die Funkendrpesche, daß M L u u d e n b u r g in der Nacht vom 26. auf den 37. September blutige Exzess e g e g.e ti bi e D rutschen und Juden ausgebrochen und daß viele Personen getötet oder verwundet worden seien. Dementgegen stellen der I ü d i f ch e N a t i o n a l r a t in Lundmburg und der Jüdische Landesnationalrat für Mähren fest, daß diele Meldung jeglicher Grundlage entbehrt und daß in Mrg vollkommene Ruhe herrscht. * Hohe Auszeichnung de- Lords Allenby. Aus Haag wird gemeldet: Lord A l l e n b y. der Eroberer Palästinas, wurde auf Schloß Balmoral vom König empfangen, der.ihm das Großkrenz des Vachordens vercheh. * Die amerikanische Kinderhilfsaktion ersucht um Ausnahme folgende? Mitteilung: Die amerikanischen Vertreter des ernopäischen Kindersonds ln Wien bringen zur Kenntnis, daß die United States Gram CoiWratlon/ welche bisher für die amerikanische 'Kinderhilfsaktion die Verfrachtung der Lebensmittel in Triest und Hamburg besorgt hat, l i g u i d i e r l worden ist. Die Firma Schenker & Cy. hat nun in anerkennenswerter Weise im Interesse dev ünterernährten Kinder Oesterreichs emgewilligt, die Spedition zum Selbstkostenpreis ohne NMndwesche Kommission zu Uhemehmen und hat es auf diese Weise ermöglicht, daß durch den Abgang der United States Grain Corporation in der Zufuhr der Lebensmittel keine Stochmg eintritt. * Neß^Lfiedlung HM TMtschAstervkichern ans Galizien. Die UebersiedlungZaktion für jene deutschüftenei.chisch'LU Staatsbürger, welche in der Zeit vor dem Umstürze in Galizien beschäftigt und. nach nicht' in der Lage waren,, ihve dort zurückgelassenen Effekten in die Heimat zn überführen, wird m der nächsten Zeit cheenbigt. Es werhen daher alle jene Personen,' welche noch Uebersiedlungsefsekten in Galizien habe») .ausgefordert, sich bis spätestens 20, Oktober schriftlich . an bas Staatsamt für. Heerwesen, Abteilung für zwischenstaatliche Angelegenheityn^ zu wenden- -s . . . * 18 Kilogramm Sttmmmtm Keschlagnahmt. Am 29. v. Mabends wmde einer Aufforderung eines FtnanzwachorganS gemäß der 40jährige Kaufmann Ernst Weiß aus Malaezka in Ungarn ungehalten^ Der Mann erschien dadurch verdächtig, baß er zwei Pak^ts^rm Gewichte von 1-9 Kilogramm, die durchaus mit'Zweikrvnennvtien siefüttt waren,>Lmd ein Couvert mrt 1860 Kronen bei sichhatte. Weiß behauptete hei seiner Linvernahme, daß er am 38. v. M. zur Besorgung geschäftlicher Angelegenheiten nach W ien gekommen sei, Am Abend des SÄ v. Mi. habe er in einem Kaffeehause aus der Praterstraße einen Herrn kennengelernt, der ihn ersucht habe, hie beiden Pakete und . das Couvert, deren Inhalt er nicht gekannt haben will, gegen ein Entgelt von 300 Kronen auf den Handelskai zn einem ihm näher bezeichneten Kapitän eines Dampfers zu bringen. Er habe nur den Auftrag ausgefüllt. Weiß wurde der Finanzbezirksdirektion Überstellt. "; r * Verband dev Angestellten der jüdischen 0?äfte nifationcit, II., Zirkusaasse 83. Die nächste Ausgabe der Bekleidrmgsartikel findet Montag den 6. d. M. zwischen 6 «Nd V.8 Uhr abends statt. Verkam nur gegen Vorweisung de? Mt- MedÄegitimationen. Die Mitglieder werden gebeten, an diesem Tage bestimmt zu erscheinen. * Freie Lehrevftellen. Am Jüdischen Realghmnasinm sind S Zeichenmd 3 Kligravbiestunden zu vergeben. Für Mittelschulen geprüfte jüdische Bewerber wollen. sich sofort bei der Direktion, I., Draytgasie 4, TV. Stock (vormittags), melden. * Der dritte Band von Bismarcks Erinnerungen in Druck. Ans Berlin wird gemeldet r Die „B. Z. am Mittag" schreibt: Der Verlag C o t t a kündigt cm, daß er trotz des Einspruchs der Erben Bismarcks sich nicht habe entschließen können, den dritten Band von Bismarcks G e dank e n und Erinnerungen, der vertragsgemäß bet Ledzeiien des Kaisers Wilhelm nicht veröffentlicht werden sollte, ver OeWlichkeit länger vorzüenthalten. DaS Werk fall noch vor Weihnachten erscheinen. (Dieser Band behandelt die Phase vom Regierungsantritt des Exkasiers biß zum Sturz deS Reichskanzlers, der bekanntlich in einem ausgesprochenen Gegensatz zu der Mlhelmschen Politik stand, was zu keiner „Abiägung" führte. Diese Beröffmtllchung dürste viele Ursachen des Aufstieges und Niederganges der deutschen Macht. bloHltzgeu. Die Red.) ö * Aufhebung der Freudenhäuser in Prag. Aus Prag wird uns gemeldst: In der heutigen Sitzung der Nationalversammlung wurde em Antrag auf A ushebungderöffent-» lich en Prostituttonshäuser, ferne? ans strenge Kontrolle der g e h e i m e n Prostitution emgebracht. . * Der neue Schnellzug Berlin—Prgg^MIen. Die ab Montag den 6. Oktober jeden Montag, Donnerstag und Samstag verkehrenden Schnellzüge Berlin—Prag—Wun und zmück werden Wagest aller Klassen führen. Jy Tetschm wird um^eftiegen werden müffch. * Helmttansport der Kriegsgefangenen aus Albanien «yd Frankreich. Nach einer Mtttetluna heg italienischen KriegsminisiertumS soll der erste Transport aus Albanien, umfassend 1460 Kriegsgefangene, am 94. September in Venedig eingetrofim sein. Weiters ist vom deutschösterreichischm Gesangenendirnst in Bern eine Nachricht eingelangt, wonach für die zweite Oktoverwoche mehrere Züge mit deutschen, österreichischen ' und ungarischen Kriegsgefangenen aus Frankreich avisiert sind, Die näheren Zahlen sind noch mrbekannt. Mitteilungen aus dem Publikum.; Für Herrn Michael Wenger ans Tarnow rrlieam bei der Abteilung Amerika der Delegation des Ostgalizischep Mischen Nationalrates X 600.— von seinem Bruder Max aüs Amerika. Mr Herrn K. Brauner aus Lodz erliegt Expreßkarte feines Sohnes M. Brauner.du Beschlas, Berlm, Münzru*R( ft, bei der Mischen Palästina-Reise und Transport--. eftllfchaft m. b. H„ U., Praterstraße 9. B^einsttschvichtetn. h^e m i,a und I e d i d a e a. , .. . ^.. A Ruße dorfer str aß e 61. Jene Freunde, die am NeumhrStag m unserem Lokal erschienen sind, werden gchcten, bestimmt Samstag den 4. d. M. zwischen 2 bis 3 Uhr nachmittags wuder zn erscheinen. 8 ese- und Re'd e h a ll e j st d isch er H ü ch s ch ü l e r i n Wien, IX., Türkenstraße 9. An einem -der Vormittage wüchry dem S. «nd 6. d.,M. findet ein Rundgang durch dm alten, htstortsch-mtereffanten Friedhof jn der See-' affe unter Führung, des Herrn Dr. Wachstein statt. Anmeldungen "c Teilnthmev biL zum 6. Oktober in den Amtöstunden. fS Driefkasten der Redaktion. Leser 72. Wenden Sie sich gefälligst an den rMercur*, l, Wollzeilc.

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