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Wiener Morgenzeitung · 1919-10-02 · Heft 253 (2.10.1919) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 253 (2.10.1919)
Date
1919-10-02
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 26S Wien, Donnerstag 2. Oktober 1919 Seite 5 Die Ernährung. , Der Marktbericht. Die Marktlage hat gestern nur insoferne eine Veffmmg erfahren, als eZ außer Gemüse in ausrerchendeu Mengen und Obst »m Ueberfluß auch Eier gab. Die Nachfrage war natürlich, da schon seit einer Woche keine allgemeine Eierausgaben stattgefunden haben, sehr lebhaft, doch reichten die vorhandenen Menge» so ziemlich zur Deckung des Bedarfes. n " Unter dm gestern zugefuhrten Obstsorten befanden sich wieder große Mengen steirischer Aepfel -um Preise-von K 3.80 für das Kilogramm, so daß auch billige Aepscl mühelos erhältlich waren. An Gemüse waren Weißkraut, Kohl und Paradeiser i'owie grüne Fisolen zu haben, - Die Groß Markthalle bat nichts als etwas Wikste. Heute kommt G e s ü g e 1 zum Verlause, aber um in kleinen Mengen. Aus dm Fisch Märkten waren gestern auch ungarische lote Karpfen zum Preise von LI 19.— für das Kilogramm erhältlich, doch handelte es sich nur um ganz kleine Fische. Neue Oöstpreise. « Das Marktamt hat gestern die Obstpreife neu ereg elt. Es wurden \\vc alle Arten von steirischem und iröler Obst bestimmte Kleinverkaufspreise festgesetzt. Die Händler haben die Verpflichtung, die Herkunft der Ware ersichtlich z« machen. Infolge Verschlechterung unserer Wahrung sind die Preise für die Südfrüchte namhaft gestiegen. Die Zitronen, die noch vor kurzem 60 bis 65 Heller das Stück kosteten, werden bereits orn 90 Heller bis eine Krone verkauft. Mitteilungen der „Rohö". Heute, Textil- Md Schubabteilung, VII., Westbahnstraße 31, Aktion „Hilf dm selbst", StravazAeidung, gute, billige Stoffe, Schuhbestellungen Md Schirhreparaturen. — Zentralmagazin, VIII., Piaristerrgafse 19: Abgabe von einem Quantum lebender Gänse, so lange der Vorrat reicht. Weiters Meraner Aepfel, Birnen (1 Kilogramm K 5.—1, Magazin, I., Nrbelungmgasse 7, Haselnüsse, Kartoffelwalzgrieß. Sardellenpasta, Sens, Masol und chinesischer Tee von 8 bis 12 Ilhr und 3 bis 5 Uhr. — ll. Bezirk: Abgabe von Fruchtmarmelade, Kartvsselwalzgrreß, Neibtücher und diverse Klernigkeiten von 8 bis 12 Uhr. — Iv. med V. Bezirk: Sardellen in Del, Kartoffelwalzgrieß, Neibtücher und diverse Klein,gkeiten von 8 bis 12 Uhr. - XIII,, XVII, uttb XVIII. Bezirk: Abgabe von prima Meraner Aepieln vnd Birnen von 8 bis 12 Uhr und A bis 5 Uhr. — XIX, Bezirk: Fruchtmarmelade, Sardellen t« Oel. Kartosfelwalzgrieß, Neibtücher Md diverse Kleinigkeiten, von 8 bis 12 Uhr. — Rayoniemngsabterlung mit den rayonirrten Artikeln: Abgabe von Eiern an die vtit Mehl bei Ms rayonirrten Mitglieder. Abgabe von Kartoffeln. Bon DomerStag bis SamStag werden in, IX. und XXI. Bezirk V, Kilogramm Kartoffeln pro Kopf zum Preise von K 2,60 für das Kilogramm abgegeben. Abgetrmnt wird der Abschnitt „0“ der Kartoffelkarte. Außerdem werden am Dvnnerstag außerhalb der Rayonierung auf dm Markten im XIV., XVI., XVIII. und XX. Bezirk Kipflerkartoffeln, ’/a Kilogramm pro Kopf zum Preise von X 3.84 jür das Kilogramm, gegen DurchlochMg des Buchstabms *T' am unterm Ötanfce der Mehlbezug starte abgegeben. Rudolf Feldschuh» II.» Peatevstrntze S4. Zucker abgabe für August, Schokolade, Tee, Kakao, Tischweine, Sardinen WM. Geöffnet von 3 bis 12 und l/s3 bis 8 Uhr abends. Sport. Die Inder» im Sport. Fü den Boxkämpfen im Apollo-Theater. Am-30. September sind die Boxkämpfe im Apollo-Theater yr Ende gegangen. Wie beliebt diese Wettkampfe waren, erwies die große Anteilnahme des Publikums, das jeden Abend das . Haus bis auf das letzte Plätzchen füllte. Verweichlichte Personen zeigen gegen diesen männlichsten aller Sportzwerge einen großen Widerwillen. Sie dichten ihm Roheit, Brutalität. Mangel an Schönheit usw. an. Wer aber Gelegenheit hatte, mit den Boxern zu sprechen, wird sich sofort vom Gegenteil überzeugen. Der Boxsport ersieht in jeder Hmstcht faire Menschen, fürr in DenkungÄveise Md Handlnng. Seine erzieherische Einwirkung, was Mut, Entschlossenheit, Energie, Ausdauer, Unempstndlichkeit und Enthaltsamkeit anbelangt, wird wohl niemand bestroten wollen. Und gerade wir Nalrvncrljuden müffen uns alle diese Eigenschaften ane>anen, um die uns gestellten Ideale der Verwirklichung py pifilyren. Wie geeignet Juden für jeden Sport sind — Asstmilanten aub Antisemiten versuchen immer das Gegenteil glaubhaft zu machen — beweist die abgrlausene Boxkonkurrenz. Sowohl Bello Czirolnik. Sieger der Schwergewichtsklasse, als auch Harry S ch w a r z - D o n g l a §, Sieger im Leichtgewicht, sind Jsiden. Bello Czirolnik, der 24 Fakire zahlt, ist m Trenczen-Teplitz geboren. Sein Beruf, er ist Elektrotechniker, führte ihn nach Schweden Md Norwegen» wo er auch das Boxen erlernte. Mit großem Erfolg war er bisher als Ämatyrr tätig; im Apollo- Lheater ist er das erste Mal als Berufsboxer aufgetreten, wobei es ihm sofort gelang, so erfolgreiche Kämpen wie Kött, Kudernatsch, Czaja, Werner usw. zu besiegen. Crirolnik» der 83 Kilogramm wiegte ist eine prachtvolle Athletengmalt, di« an griechische Vorbilder erinnert. Wegen semeS gentlemenlikea Benehmens und seiner fairen Kampfesweise wurde er sofort der erklärte Liebling der Znscher. Harry Schwarz-Douglas hat die Leichtgewichtsmeisterschaft gewonnen. Sem Vater ist Wiener, seine Mutter Engländerin. Obwohl er nur 54 Kilogramm wiegt, hat er Wunder an Kraft, Mut und Geschicklichkeit vollbracht. Auch er zählte M. dm Lieblingen der Wiener. Die Erfolge dieser beiden Juden sollten für unsere großen indischen Sportvereine ein Anlaß sem. den Boxsport in ihr Programm aufzunehmrn. Die edle Art der Selbstverteidigung wird bestimmt ein gutes Mittel zur Kräftigung Mseces Volkes sein. _ F5. Kadima—Columbia 1:1 (1:0). Kadima war am letzten Sonntag kaum zu erkennen Md ist eZ tun dem Berteldrgerpaar Hirschfeld-Wäldler Md Tormann Felrx zu danken, welche die sonst äußerst ambitionierte Mannschaft vor emer Niederlage bewahrten. Die Siürmer sowie Halsreihe spielten zerfahren ohne vor de« gegnerischen Tore eine Ehance ausznnützrn. In der 80. Mmme gelang es Küöhab«, i» Meingaug den einzigen Treff« zu «zielen. Bo« Columbia ist noch wemg« LodeuSweneS zu sagen und tonn« d« Zenierstünner 10 Minuten vor Schluß aus einem Gedränge vor dem Kadimawr gleichziehen. Vorherr wurde ein M<mu der Columbia vom Schiedsrichter Schnschuy ausgeschloffm. Der Volkswirt. Die Devalvation der Krone. Za dem unter diesem Titel erschienenen Artikel schreibt uns unser a. b. Mitarbeiter: Der wohldurchdachte Vorschlag in Nr. 251 dieses Blattes auf Uebergang zu einer neuen Währung hat einige Schwierigkeiten, die von dem Autor des Vorschlages nicht erwähnt worden sind. Er spricht davon, baß wir zu einer neuen Währung übergehen sollen, bei der die Relation, wie sie sich stabil fest gelegt hätte, als Verhältnis der alten zur neuen Währung zu bestimmen wäre. Mm hat sich eine Relation zu den ausländischen Währungen nicht nur nicht stabil sestgelegt — siehe die täglichen heftigen Schwankungen — sondern es ist aus dem Vorschlag auch nicht zu ersehen, wie die neue Währung in ihrem Werte stabil erhaltest' werden soll! Nehmen wir zum Beispiel an, wir setzten heute eine nominelle Frankswährung fest auf Grund der Relation 100 Kronen gleich 0 Franks neue österreichisch« Währung. Wie könnten wir verhindern, daß dieser Franks österreichisch nicht morgen schon nur 0,80 Franks schweizerisch wäre, übermorgen 0,70. usw., so lange wir die letzten Gründe der fortwährenden Devalvation nicht beseitigen, das heißt, so lange wir die Passiva unserer Sta-ats- und Volkstvirtschaft durch Ausgabe von immer neuen Noten, Anlechen usw. bedecke« müssen? Auch wenn es uns gelänge, eine Valutaanleihe in Gold zur Fundierung der neuen Währung zu erlangen, so würde dies den Wert der Valuta nicht stabilisieren können, so lange wir unter solchen Verhältnissen arbeiten, denn das Gold würde wieder ins Ausland abströmen, um unser Passivum zu decken. L Alle Versuche, unsere Währung zu sanieren, bleiben so lange erfolglos, als nicht gleichzeitig unsere gesamte Staats- und Volkswirtschaft aktiv gemacht wird. Deshalb wurde schon in einem früheren Artikel gesagt, baß die Valutasanierung weder als isolierter Akt gesetzt werben, noch damit der Anfang gemacht werden kann. Nur durch eine ganze Reihe tiefgehender Maßregeln, wie Beseitigung des Staatsdefizites, Herabsetzung der „zusätzlichen" Kaufkraft, die repräsentiert wirb durch Staatsanleihen und Noten, welche für unproduktive Zwecke oder zur Deckung von Defiziten ansgegeben wurden, im Wege der Vermögensabgabe, Ingangsetzung der Produktion durch Einfuhr von Kohle und Rohstoffen, was natürlich nur bei Erlangung auswärtiger Kredite möglich ist usw., kann unsere Wirtschaft und damit unsere Valuta saniert werden. Der Finanzplan, den Dr. Schumpeter ausgearbeitet hat, umfaßt, nach den Comrmmiquss zu schließen, alle diese Punkte. Wird es möglich sein, durch ihn im Verlaufe von einigen Fahren unsere wirtschaftliche und finanzielle Lage zu verbessern, dann wird auch die Valutafrage zu lösen sein. Der Autor des betreffenden Artikels will nur deshalb sofort an die Aenderung der Währung schreiten, um die Staatslasten nominell zu vermindern, so daß der Staat bei Besserung des Wertes unserer Valuta nicht die .in schlechterem Gelbe aufgenommenen Schulden seinerzeit, in besserem Gelde zurückzahlen muß. Es ftagt sich nur, ob dieses Ziel durch seinen Vorschlag überhaupt erreichbar ist, wobei wir einen Moment lang annehmen wollten, die eingangs erwähnten Schwierigkeiten bestünden nicht und es wäre möglich, die Valutareduktion sofort vorzunehmen. Der Staat würde also eine Kriegsanleihe, die auf 100 Kronen lautet, auf 9 Franks österreichischer Währung abstempeln. Was ist damit erreicht? Hebt sich der Wert der österreichischen Frankswahrung bis zur Zeit der Einlösung der Kriegsanleihe, so wird der Staat eben mit diesem gebesserten Gelbe zahlen müssen — die Aenderung von 100 Kronen auf 9 Franks wäre «ine nominelle geblieben, die sie in Wahrheit auch ist. Daß der Staat, falls er die Währung nicht nominell ändern würde, die 100 Kronen Kriegsanleihe in alter Goldparität an den Jnlandsschuldner zahlen müßte, was der Autor selbst als unangängig bezeichnet und waS er durch die Reduktion vermeiden will, ist doch eine durch nichts begründete, Hypothese. Mit anderen Worten, der Uebergang zu einer anderen Währung, so lange er nur nominell bleibt, kann keine wie immer geartete Aenderung der Verhältnisse erwirken. Neue Regelung des Warenverkehrs mit dem Ansland. Unberstaakssekretär Dr. Ellenbogen erklärte in einem Gespräche, das Staatsamt für Handel und Gewerbe habe eine Bvllzugsanweisun g betreffs Regelung des Warenverkehrs mit dem Ausland fertiggeftellt, die in wenigen Tagen erscheinen soll; Folgendes wird darin verfügt: Darüber, ob eine Ware eingeführt, ausgeführt oder. Wer unser Gebiet durchgeführt werden soll, hat eine Zentralstelle zu entscheiden, die aus Angehörigen -er Industrie und des Handels, weiter aus Konsumenten, Arbeitern und Vertretern der Staatsämter für Handel, Volksernährung, Landwirtschaft und Finanzen zusammengesetzt ist. Sie hat da- Recht, Ausschüsse zur Behandlung bestimmter Warangattungen einzusetzen. Es wird insbesondere die Freigabe der Einfuhr von Rohstoffen verlangt. Auch die Rohstoffeinfuhr muß eine Begrenzung infolge der Schwi«chgkeiten erfahren, die die schlechte Valuta bringt vnd daran, dvß fie zu exzessiven Schiebereien mißbraucht Sartg,-4*. JUt. Schädigung, d§r Kermögtzisabgabe. Es. ü Seil reitimaschln enhaus LeopoMStelnM Ä H Wien, L, Biberstrasse Kr, 9 H WoK«a Sie gwfl, mfoe jS$ 1§!IM MOöiMMiner LM-M WM. Z g)2g[ im Tolephonvereolchnia «intrag«n WO CT bleibt auch weiterhin bei dem allgemeinen Einfuhr»-! verbot. Ausnahmen müssen speziell bewikligtzwerden, doch wird sich die neue Stelle den BedürftüssHm elastisch anpassen. i! Für die Ausfuhr wird vorgesehen, baß die Liste;, der der b otenen Waren wesentlich beschränkt wird«- Es ist nur die Ausfuhr von Waren verboten, in. denen derH inlandische Bedarf ungenügend gedeckt ist, ferner von Waren^ die gemäß dem Friedensvertrcrg nicht ausgesührt werdend dürfen, wie Waffen, und dann von Gegenstärrden, bei d^ens die Ausfuhr Unterschlagung der BermögenZ?-' abg abe bedeutet, wie Edelmetalle und Edelsteine, Das Staatsamt für Handel hat sich auch bei der Devisen^! zentrale erwirkt, Laß diese nicht Hindernisse macht, die jM allgemeinen Interesse nicht nötig sind. ' ’{! Die neu gebildeten Staaten iverden in Lep.' Vollzugsanweisuttg so wie das übrige Ausland behan-i delt; es ist aber beabsichtigt, mit ihnen Uebereiukornmen zw! treffen, um eventuell entstehende Erschwerungen zuj verhindern. Es ist ja auch im Vertrag mit' I u gvii sla Wien eine weitgehende Befreiung von HemvrnisMi vereinbart. 4 Den Absichten der neuen Vollzugsanweisung ist dach! Staatsamt durch Gründung von Zweiganstaltsn der ncuanj Amtsstelle in Graz, Klagen surt und Innsbruck zu,. Hilfe gekommen. Das ist nicht eine Verländerung der Hanbft! habung des Auslandsverkehres, sondern eine D'ezeutr-wlif ation zur rascheren Erledigung der Anträge Ein« Durchbrechung der Grundsätze, die für die ZeütxtzL-- stelle maßgebend sind, ist davon nicht zu befürchten', -! i * Stand der OefLexrerchisch-rmgamschLN Banft KM' 23. September ISIS. Banknotenumlauf 45'2 Milliarden« A k t c v <r: . verLndrrunge» Strianjdjftij: feit dem Stande borft, K R 15. (Bepiwin Sokdmünzeir der Kronen«LH. rung, dann Gold in Barren, in ausländischen u. Handels. niLnzerl, da« KU» sein zu K 8278 gerechnet.260,98-1.880,17 Goldtvechsei auf auswärtig« Mätze und ausländische Noten.18,888.402.80 Silöerkurant. und Teilmürizen 56,695.644.97 830,708.788.01 -j- 1$7.648J1| Ungarische Staatsnoten.. 86,009.880.— 4- 36,vgtz.280^— Kaffmscheine der KriegSLarlehenSkaffen . . . 457,884.750.— -}- 1,756.750.—! Ertontterte Wechsel, WarrmtS und EsMr» . 4.572,L8S.SZLL0 — 6,686.5C5.38> Darlehen flogen Handpfand. 8.863,918,500.— w 1L76LL0L-—! Schuld der k. k. österreichischen EtaatSver» waltung.. ... . 60,000.000.-. . *.gr Darlehensschuld der!! Staatsverwaltung «Ls - Grund besonderer Vereinbarungen .... 22.034,000.000.— Darledensschuld der k. una. Staatsverwaltung auf Grund besondererLereinbarungen. . . 10.980,000.000.-«- . Kassenscheiusorderung au die k. k. Staatsverwaltung .-.. 1.786,013.892.— — 35,983.290,-5 Kassenscheinforderung an bi« k. ung. Staatsf Verwaltung.. 1.028,183.708.- 584.810,— Forderung an die t. T. Staatsverwaltung ans sälligen Kassenscheinen. 8,697,820.598.88 4- 35,98?.876Jtl* Forderung an die k. ung. Staatsverwaltung 'J m$ fälligen Kassenscheinen.i.58! ,511.918.80 + *0,594.5fiL*K Forderung an die ung. Staatsverwaltung i (RLteregiermig).. 3.829,449.459.— 4 3229,449.«2,—»' Effekten... 54,123.925.30 -f. 196.98«.«' Hhpothekardarlchen . 270,212.523.23 — 1,408.774.84? Andere Aktiva . .. 1.289,937.645.46 — 966,180,525^6i 59.155,494.216.06 Passiva. Aktienkapital. 210,000.000,— . . . Reservefonds.. . 42,000.000.— . . . .-V Banknotenumlauf..45.203,196.209,— + 73S,51SLS9.W> Girogntüaben und sonstige sofort fällige Berbtndlichkeiten. 9.088,S75.108.98 -^1692,032^80-4! Pfandbriefe im Umlaufe. ........ . 261,027.800.-..-j Kassenscheinumlans .... — 60,577.500.—! Sonstige Passiva. 1.542,093.098.13 —' 84,462.533,97t 59.155,494.216.05 .. Zum erstenntal erscheint unter dm Aktiven die Post voR' 3229 Äkillionm Kronen als Forderung ab die ungarische Staats-! Verwaltung (Rätercgierung), welche Post aus Entnahmen dieses Negierung von „weißem" und „blaum" Geld herrührt. Dagegen weisen unter den Passiven die Giroguthaben ein Plus vorp 1682 Millionen auf, welche Steigerung teilweise dadurch ver-j ursgcht wurde, daß die ungarischen Staatskassen einschließlich betf Postsparkasse während der Rateresiierung ihre Guthaben nur 1226 Millionen Kronen stärkten? Unter den Miven erscheinen^ auch 36 Mrllionen ungarische Staatsnoten, das smd zumeist: Noten der ungarischen Postiparkaffe und nur mit einem geringelk Teile „weiße Rätenotev", welche nach den Vorschriften auf rim Fünftel des Nennwertes reduziert wurden. ' ti Die Steigerung des Notmumlaufes um 739 Milkioüer5 wurde hervorgerusen durch Eingang Ungarischer Staatsnotm mit^ 36 Millionen, Entnahmen der Rätereaierung mit 3229 Millionen- Kassenscheincinlösung 57 Millionen, Bermrndenmg der „Sonstige»' Passiven" nm 84 Millionen, dagegen verminderte sich derselbe' durch Eingänge im Leihgeschäfte um 19 Millionen, durch Ab-! nähme der „Anderen Aktiven" um 966 Millionen - und durch dich Vermehrung der Girogmhaben »m 1682 Millionen. Die urrgarifche SLaaLsmrlerhe. Budapest, 3v. September. (Privat.) Die Verhandlirngefk. betreffs der Anleihe der Regierung , von 420 M i l l i v> n e m' sind nüt Erfolg beendigt worden. Die Negierung kann dem dringenden Verpflichtungen ab 1. Oktober nachkounnrn, dg de« Betrag bei der Staatskasse eingeganzen ist. Der Zinsfuß b^ trägt 5'3°/,. Skergerrrng der Budapester Valutcr-Kurse. Budapest, 1. Oktober. Die starke Steigei-ung der Valuta-», kurse auf dem Budapester Markt hat sich noch fortgesetzt. Das Geschäft war sehr erregt und namentlich der Markknrs stieg gegen' gestern um weitere 25 b>s 30 Punkte. Lci-Noien waren um 1§ fcjß 20 Punkte höher. In Marknoten zeigte sich ein großer EiEe-' Mangel. Der Höchstkurs der Mark war 355, jener der Lei Nachmittags stellte sich eine Abschwächnng eilt, wobei Lei mchl Mark züla 6 Punkte von rhrcn Höchstkiwsen abgaben. Dollar' lvaren eher angcboten und gaben zrrka einen Pnnlt nach, Wnds Sterling imd irarrzosische Franken warm weniger bchaliptei.'

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