Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 251 (30.9.1919)
- Date
- 1919-09-30
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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Seite 4 Wien, Dienstag 30. September 1919 Nr. 251 Telegramme.! Bo» -er englischen Pogrommisfion in Polen. ' . Warschau, 29. Septemter. (Privat.) Außer den in Warschau bereits weilenden zwei ^Mitgliedern der Pogrommission, Sir Samuel in»d Hauptmann Wright, end° sandte das englische Auswärtige Amt noch' ein drittes Mitglied in der Person des Herrn P h i l i p p, ebenfalls Jude, der das Aint eines Sekretärs bekleiden wird.' Sir Samuel und Hauptmann Wright statteten dem Jüdischen Nationalrat in Warschau einen Besuch ab, wo sie vom Präsidium empfangen wurden. In der Aussprache lonrde auf das traditionelle freundschaftliche Verhältnis Englands zu den Jaden Hingelviesen. In bezug auf die Pogrome wurde betont, daß man jüdischerseil s lediglich die F e st st e l l u n g der Wahrheit wünsche. Sir Samuel bemerkte daraufhin, das; seine Anfgabe vor . allem darin bestehe, die Wahrheit zu ermitteln und seiner Regierung zu berichten. Die polnische Regierung habe sich damit einverstanden erklärt. . . Samuel konferierte bereits mit den jüdischen Landtagsübgeordneten und empfing auch eine Abordnung der orthodoxen Juden heit. Verlängerung des Moratoriums für Galizien. Warschau, 29. September. (Privat.) Der Mmisterrat hat beschlossen, die Rechtskraft des durch die seinerzeitige österreichische Regierung verfügten Moratoriums für Galizien zu verlange r n. Paverewskis Errthü Lungen. Berlin, 29. September. (Korr.-Bur.) Die ..Deutsche Allgemeine Zeitung" meldet aus dem Haag: Paderöwski hat in einem Interview mit dem Pariser Korrespondenten, der ..Daily Mail" erklärt, daß die V e r b ü n d e t e n ihn ersucht hatten, auf ein Friedensangebot der Räteregierung nicht einzugeh e u, sondern den Krieg fortzusetzen. Dir englische Regierung habe den Alliierten votgeschlagen, eine Sonderkonferenz einzubcrufen, die sich nur mit der russischen Frage beschäftigen soll. Paderewski will demissionieren. Mähr.-Ostrau, 29. September. (Tschecho-stowi Preß-' bnrrau.) Der Warschauer „Pizeglad Wirczornh" meldet aus Paris, daß Paderewsli bei den Verhandlungen über Ostgalizien dem Obersten Rat für den Fall, daß die polnischen Forderungen akgrlrhut werden sollten, mir seiner Demission gedroht hat. Ostgalizien. Kamrrretz-Pvdolsk» 28. September. (Radio.) Der Ukrainische Pressedienst meldet amtlich: Die Gerüchte über ein. angebliches Desinteressement des ukrainischen Direktoriums oder eine Verzichte cklärung Petljuras bezüglich Ostgalizien werden mit aller Entschiedenheit als unwahr erklärt.. Ein. osten?, kundiger Beweis ist. daß bei der vor wenigen Tagen erfolgtenr. Rekonstruktion bcr Regiermrq. der Ukrainischen Volksrepublik die ' Stelle eines MininerZ für Galizien neuerdings durch «inen galizi- , schm Ukrainer besetzt wurde, und die galizischen Truppen-des Diktators Petrnszewicz an der gestrigen Wiederemnahme von Schitomir wesentlichen Anteil hatten. '' "P . - * . .• - '• Der Ukrainische Pressedienst meldet: Die Regiernüg der ukrainischen Vollsrepubllk bat niemandem die Vollmacht erteilt.' bezüglich der Grenzen mit Polen Abmachungen zu treffen, somit ‘ ift auch das schriftliche Dokument betreffend eine angebliche Verzichtlerstung ans Ostgalizien, auf das sich der polnische Ministervrösidmt Paderewski jetzt in einem Pariser Interview berufen , bat, eine Erfindung oder Fälschung, als deren Autor der von berufener ukrainischer Seite schon genügend' entlarvte Herr Kurdinowsky gilt, der nach amtlicher Feststellung keine Vollmacht zu derartigen Erllärnngcn besaß oder besitzt« Der FunferruL und die oftgalizrsche Frage. Perris, 27. September.,(Privat.) „Echo de Paris" schreibt in der Angelegenheit Ostgaliziens: Die polnische Bevölkerung in Ostgalizien betrügt 4.0 Prozent. Angesichts dessen hat der Fünferrat beschlossen, Galizien vorläufig Polen anzualiedern, rmd zwar als autonome Provinz, ans G.'r unde i n e s b e s o n d e. r e n internationalen Statutes-, späterhin j e d o cd e c n P l e b i S z i t ii b e r d i e F r a q e s c i n e r slugehörcgkeit entscheiden soll.' Vorläufig wird Galizien ein durch die Warschauer Regierung und den Sejm zu erneunender Generalgouverucur verwalten. Die Angelegenheit der Milüarvflicht für Ostgalizien ist noch nicht entschieden. (Wie aus obiger Nachricht hervorgeht, hat die aus der österreichisch-polnischen Zeit verrührende gefälschte Statistik, wo die Juden durch Kerker- und Geldstrafen zur Abgabe eines polnischen Bekenntnisses gezwungm wurden, auch für dm Fünferrat ihre Gültigkeit' beibehaffen . .. Die Red.) - Die litauische Regierung von England anerkannt. Korvuo, 29. September. (Korr.-Dur.)' Nach einer Meldung der Zrittmg „Lietnva" richtete die hiesige englische Mission an den litauischen Staatspräsidenten folgendes Schreibm unter dem 25. d.M.: „Ich habe die Ehre, Ihnen mitzuteilm daß ich vom Auswärtigen Amt ein Telegramm erhielt, worin die Regierung des Königs von England den Vertretern Litauens ihr Einverständnis ausdrückt, die provisorische Regierung äs facto rls unabhängige Einheit auf derselben Grundlage wie die des esiländischen und lettländischen Volkes anzuerkennen nnd mir befahl Jhnm hiervon Mitteilung zu machen. Ward, Oberbevollmächttgter für die baltischen Lande." Aapan bewilligt Kottschak einen Vorschuß. / Berlin» 29, September. Die „Deutsche Allgemein« Zeitung" meldet ans Frankfurt: Der „Frankfurter Zeitung" zufolge hat die sapanische Regierung nunmehr der Negierung des Admirals Koltschak einen Vorschuß von zwei Millionen Dm bewilligt. Englische Fliegerangriffe gegen Kronstadt. Berlin» 29. September. Der „Abend" meldet aus Hamburg: Das „Hamburger Fremdrnblatt" berichtet aus Helsingsors: In der letzten Zeit haben die englischen Flieger eine sehr lebhafte Tätigkeit entfaltet. Fast jeden Tag richteten sic große Luftangriffe gegen K r o n st a d t. Allein in der letzten Woche sind «H.YvO Kilogramm Brennstoff ans die Festung abgewogen worden« Die vollständige Entwaffnung Deutschlands. Versailles, 28. September. (Korr.-Bur.) Der Friedensausschutz dev franzSsischen Kammer versuchte gestern nachmittags, für dis Tagesordnung Ärrdrö L e v e f r e einen Wortlaut zu finden, dem die Regierung zustimmen könnte. Dem „Matin" zufolge schlug G o d a r t nach längerer erregter Aussprache folgenden Wortlaut vor: Die Kammer ersucht die Regierung, Verhandlungen mit den alliierten und assoziierten Regierungen anzuknüpfen, um die Entwaffnung Derrschlands und seiner Alliierten durch das Verbot gewisser Kriegsindustrien und durch aste notwendig erscheinenden Maßnahmen effektiv zu machen. Der Ausschuß wird am Montag diesen Wortlaut nochmals besprechen und zugleich die Tagesordnung Anriol betreffend die interalliiete finanzielle Solidarität mit dem Finanzminifter Klotz erörtern. Der englische Eisenbahnerftreik. Die Verpflegung Londons gesichert Earnarvon, 29. September. (Funkspruch.) Bis jetzt stehen 500.000- Eisenbahner und Eisen-, Lohnarbeiter im Streik. Es sind keineZwischenfälle vorgekommen. Die Verpflegung Londons ist durch Kraftwagen g e s i ch e r t.' Berlin» 29. September. Das „Berliner Tageblatt" meldet ans Basel: Am Streik der Eisenbahner in England beteiligen sich bis jetzt 500.000 Eisenbahnarbeiter, so daß fast der ganze Eisenbahnverkehr in England, Schottland und Wales lahmgelegt ist.' Es ist bis jetzt keine Aussicht auf eine Beilegung des Konfliktes vorhanden. Grey in New-Bork. Amsterdam, 29. September. Wie Reuter aus New-Dork meldet, ist Greh dortselbst eingetrosfen. Er erklärte, er habe den Botschafterpostm angenommen, um das gute Verhältnis zwischen Amerika und Großbritannien zu fördern. Dieses gute Verhältnis werde hoffentlich das eine große Element der Sicherung sein, das zu einem besseren Verhältnis auf größtmöglicher Grundlage fuhren werde. * Das Referendum irr Luxemburg. , Amsterdam,, 29. September. Aus. Luxemburg wird gemeldet, daß dort'in vollständiger Rühe die VolksübstttMüna über die Frage dev' Beibehaltünst der Dynastie und';des wirtschaftlichen Anschlusses an Frankreich oder. Belgien vor. sich .geht. Man schützt, daß 75 Prozent der Stimmen für die Beibehaltung des Großhrrzvgstums sein werden. Dit liberale' Presse sowie die katholischen Redner^ traten für den wirtschaftlichen Anschluß an Belgien - ein. Die Ansichten der Sozialistensührer über die Anschlußfrage sind geteilt. ' Eine KüffeehaUsschlacht in Rom. - Berlin, 28. September. Der „Lokalanzeiger" nreldet aus Bern: "Nach der gestrigen 'Sitzung der italienischen Kammer ist c| nn Caf6 p'Otagno. zu. einer wahren Schlacht zwischen So z ia listen und' Nationalisten gekommen. Die beiden Parteien schlugen unter den Rusen „Es lebe Lenk n", beziehungsweise „Es lebe d'A n n n n z i o" aufeinander los, wobei die Einrichtuugsgegenstande des Kaffeehauses als Waffen dienten. Nur mit Mühe gelang es der. Polizei, die Ordnung wieder' hcrzustellen.. . Die tschechischen Fruauzen. Eine scharfe Kritik Dr. Naschins. PrÄg, 29. September. (Del.-Kvmp.) Gestern sprach ans dem Kong res; der natioualbeinokratischen Gelverbeorganisatioucn iu Pilsen der gewesene Finanzminister der tschechoslowakischen Republik Dsr. R a sch in. Er kritisierte die gegentoärtige Koalitionsregierung und sagte: Die alte Regierung schloß mit einem. Defizit von . 4 Milliarden. Nach zwei Monaten Wirtschaft der neuen Negierung besteht bereits ein Defizit von 6 Milliarden, das Heißt, monatlich ein Defizit von einer halben Milliarde und täglich ein Defizit von 17 Millionen. Jin Voranschlags für das heurige Jahr sind die Arbeitslosemlrüerstützungeu mit 100 Millionen monatlich, .das ist beinahe so viel, als die Ernährungsbeiträge ausmachen, präliminiert. Ueberdics wirst man noch immer viel Geld für das Militär hinaus und wenn man dazu die Differenz zwischen dem Preise des Getreides und dem Preise, den der Staat für. das Mehl zahlt dazu addiert, so sieht mau, daß wir Milliarden ersparen könnten. Namentlich, lvenn' wir die überflüssigen und teueren Z^tralen sofort auflvsen würben.; > Die Prager Journalisten bei Dr. Benesch. Prag» 29. September. (Privat.) Heute nachmittags um 2 Uhr vcrsaurmelten sich sänitliche tschechischen nnd deutschen Journalisten Prags sowie Vertreter der Journalisten aller größeren Städte der Tschecho-Slowakei in der Burg im Emvfaugssaale des Ministeriums des Aeußeren. Präsident Masaryk entschuldigte sein Fernbleiben mit. wichtigen Konferenzen, das gesamte Kabinett aber, mit Tusar an der Spitze, war erschienen. Der Minister des Aeußeren B e n r s rp gab eine interessante Darstellmrg der Tätigkeit der 'tschechischen Friedensdelegation in Paris und entwickelte sodann die Hauptpunkte seines morgien E-posös über die auswärtige Lage. Bemerkenswert waren darin die Auslaffunqeu über die Beziehungen zu Deutschland nnd Deutschösterrerch. die der tschccho-slowakische Staat möglichst freundlich und sympathisch gestalten und erhaltm will. Die Konferenz währte 8 Stunden. Lkop. Kurzer, Wien, VI!., Westbahnstraße 23. in allen Dreisraaeie. Neliaratnrcn unter Garantie. Farbbänder für alle Systeme, erstklassige» Material. Telehpyn 31537. ser Tagesbericht. Das jüdische Opfer der jüngsten antisemitischen Demonstration. Wie berichtet, ist anläßlich der wüsten Demonst'ra^' tknteit, welche von deutschradikaler Seite am verflossenen Donnerstag in der Brigittenau veranstaltet wurden, der jüdische Heizer Ignaz Feltmanw durch einen Stich in die Schultergegend schwer verletzt worden. Da der Verwundete sich in arger Not befindet, haben wir einen Appell an unsere Leser gerichtet, dem Manne beizustehen, und schon können wir mit Genugtuung ein erfreuliches Resultat. verzeichnen. Herr HeinrichTeilelhaum hat eine. Sammlung veranstaltet, die 600 Krorren ergeben hat. Die Sumnte wird Herrn Feltmann übergeben. Wertere Spenden bitten wir, direkt an die Klinik Eiselsberg für.. Herrn Felttnann zu leiten. Drohender Streik der Jndustrieaugeftellteu. Der Hauptvorstand des Bundes der Industrieang estellten hat in seiner letzten Sitzung nachstehende. Res olution beschlossen: 1. Die Ablehnung der Unterilehmerorganisation, über einen neuen K o l l e k t i v d « r t r a g und die Verlängerung der bestehenden Verträge zu verhandeln, zwingt den -Hauptvorstand zu dem- Beschlüsse,- im gegebenen Augenblick die gesamte JndustrieLeamtensch af t.^ Oesterre ichs zum Kampfe'mit den äußersten' Mitteln, auch mit dam des Ausstandes, zurufeu. 3. Die' Unternehmerorgarnsation wird verstäudrgk, baI für den Fall, als.hiß 4, £>ltp1919 von ihr die Verhandlungen mit dem Bünde nicht ausgenommen sein wer--, den, der Ä usstand aller Jndustrieangestellien' in Oesterreichan diesem Tage vrrküudigt wer den wird. Hierbei wird Vorausgesetzt, daß die Wirk-, samkeit der bestehenden Kollektivverträge vollkommen - und überall aufrechterhalten bleibt, da der Hauptvorstand int gegenteiligen Falle den früheren Ausbruch von Ausständen nicht verhindern könnte. . ' ' 3. Der Bundesrat wird ermächtigt, vor der Proklamie-.. rung der Anwendung der schärfsten Kampftnittel alle niög-. lichen Bemühungen zu unternehmen,'um' die Unternehmerorganisation zu den verlangten Verhandlungen'' zu'veranlassen. Hierzu gehört es insbesondere, im Interesse des Staates und der Gesamtwirtschaft die Staatsregiernng, - nnd die gesamte politische, Oeffentlichkeit von dem bevorstehenden Kampfe in Kenntnis zu setzen.- Die Wiener tschechischen Schulforderuugeill. Wien,' 29. September. „Delnicke Listh" meldet: Die Delegation des tschecho-slowakischen Natiouala-rssthusses, welche vorigen Donnerstag der Engrlete gewogen war, welche behufs Lösung der Frage des. teschechischen Schulwesens einberuseni war, referierle Samstag abends über den Verlaus der Enquete. den Standpunkt der staaklicheir und der autononren Vehörderr zu den tschechischen Schulforoecungen und über die- Aussichten^' des Schulkainpses der. Vertreter der Eltern, aller Bezirke. -- Nachdem stlbg. Dvorak, Dr. Kantor, Dr. Vahala und! Abg. Klimesch ihr Referat erstattet .hatten, wurde ein-- . stimmig folgende R e s o l u t io n gefaßt: „Die versammelten! Vertreter.' dev' tschechischen Faulilien aus . allen' Wiener Bezirken, . haben den Bericht der Vertreter der österreichischen ischecho-slowalifchen Minderheit über die Ergebnisse der.dnrch. dis" österreichische "'MKeruytz zur Lösung.'der tschechischen ... Schulfrage i in' Oesterreich öiWe'msenen Enquete zür Kemitnis'. genommen und erklären: Wir tragen bitter, daß 'die vetänt-' wörtlichen Faktoren der österreichischen Regierung mch. der Wiener Gemeinde bisher keine positiven Schritte zur , Befriedigung unserer Schulforderungen getan haben. Wir machen es unseren Vertretern zur Pflicht, für den Fall, daß die Re- ' gierüntz,' der die- Gemeinde sich auch weiterhin mit dervfseuen soder geheimen Absicht trägt, durch unnötige Hinaus» ziöhlmg. div Erfüllung unserer gerechten Forderungen zu vereitln und den Unterricht unserer Kinder ür 1>er Muttersprache unmöglich zu machen, sich der schärfsten Mittel zubedienen und in unserem Rainen öffentlich - öen Schiilstreik zu erklären. Wir werden Uns in diesem Falle bis in di« letzten Konsequenzen hinter Unsere Vertreter und den Zentralkreisansschuß stellen. Wir werden unter-keinen Umständen unsere Kinder'in die deutschen -Schulen schicken nnd werden in diesem gerechten Kampfe bis zum endlichen Siege aus- ^harren.. Wir fordern gleichzeitig, bas; die Vertreter!der tschecho-slowakischen Minderheit offiziell die Regierung! der tschecho-slowakischen Republik und den Obersten Entente-- rat in Paris, über die heutigs Lage der Schnlfrage in Oesterreich und über das Vorgehen der österreichischeir Regierung informieren. __ Die Verwüstung des Wienerwaldes. Gegen die fortwährende Devastierung des Men«?» ivaldes durch Holzdiebe, die sich nicht damit begnügen, e.tnm Abfall zu sammeln, sondern in rücksichtslosester Weise den jungen Nachwuchs mit Säge und Axt vernichten, nahm verflossenen Sonntag eine in Nenlengbach tagende Persammlur.g nieoerösterreichischer Lanbbürgermeister Stellung. Auch ein Vertreter des For st ä in t e s wohnte der - Beratung bei. Alle Bürgemneister waren darüber einig, daß der Schutz des W ien«rWaldes eine Lebensnotwendigkeit sür- Niederösterrerch und vor' allem die Stadt Wien und ihre Bewohner sei. Sie drällgen darauf, daß ehestens alle M a tznah m e n .g e t r o f f e u wer den «ruß t e n>. um die Bar- . wüstupgen hmkanMhaltvn.' Besonders schwer sind durch tzie sinnlosen Bevioüstungen die Gegenden am Leopoldsberg,- am Kob enzl. am Hernnauns ko g.e'l und:Weibli mst . getroffen. An der Ihsihrerwiese sei in absehbarer Zeit' eine Aufforstung überhaupt nicht mehr möglich. Der Referent,^ Bürgermeister Palme richtete au die gesamte Oeffentlich-' keit den warmen Appell, mitzuhelsen, um zu retten, was am Wienerroald noch zu retten ist. Post-Luftverkehr Hamburg—Wieu— Konftautinopel. Prag, 29. September. (Tel.-Komp.) Eine englische Gesell»' schaff, deren Vertreter beretts in Prag weilt, plant die Emchlung eines Paffagier- und Post-LuftverkehreS zwischen Harnbnrg— ' Berlin—Prag—Wien—Belgrad, mit einer Abzweigung nach Künstanlinopcl, Bukarest und Salonit'i.