Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 242 (21.9.1919)
- Date
- 1919-09-21
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2979076-2979077-2979319--02164-2987647- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
/ Sk. 24S Men, Sonntag ' Wiener Morgeuzermntz 21. September 1919 Sette 5 Tagesbericht. Dte Pogrome in Ungarn. > Die von der zionistischen Bezirkssektion LeopoldstM einbsrufene Protestversammlung gegen dis Pogvomv i« Ungarn vereinigte ungefähr 8000 Personen im großen Saale d«r Produktenbörse. Gemeinderat Doktor Leopold Plaschkes eröffnet« kurz nach 7 Uhr dis Versammlung. Dev erste Redner, Abgeordneter Ingenieur Robert Strickerführte aus, daß die ungarischen Juden, die bisher ihren Stolz darein legten,, vlß „Nurmagyaren" ihrem Vaterlande zu ddenen, letzt durch das Blutbad, das die Negierung Friedrich unter ihnen anrichtet, belehrt werden, daß die von ihnen betriebene Assirnilatbonspolitik ihre' bösen Früchte zeitigt. Die ungarischen Juden haben sich nie alk Angehörige M Gesamtfudentums gefühlt. Sie dachten, sich zu schützen, indem sie ihr»- geflüchteten Brüder aus Galizien MiSgabsn und sich, staWauf die Seite der Mischen Flüchtlinge, auf die der magyarischen Regierung stellten. Sie waren Verbündete der Wiener KultuSjuöen. Es umschlang sie aber nur das äußere Band. ^esnerfd^aft gegen hie Nationaljuden. Doch jetzt krnut^ die Wiener Kultusgemeinde ihre vorjährigen Freupede nicht mehr. Aber auch die Wiener „liberale", also Judenpress« hat ihre ungarischen Freunde vergessen. Die Wiener Presse bringt keine Berichte aus Ungarn, sondern nur Friedrichs Dementis. Wir Nationaljuden vergessen aber jetzt dte Vergangenheit der ungarischen Juden und erklären, daß wir ihnen helfen wollen mit allen unseren Kräften. Hierauf ergriff der Budapester Redakteur Hermann Hyrdes das Wort, um Über den Vernichtungskampf der weißen Berrowffiziere Horthys, d^r erwachenden Magyaren" und der hinter ihnen stehenden offiziellen Kreise ein schonungsloses Referat zu erstatten. Er erklärte es als eine Lüge der ungarischen Regierung, baß die bisher vorgekommencn und täglich sich erneuerndes Pogrome gegen den Willen und ohne Wissen der Regierung sich ereigneten. Allerdings seien Fr isd r ich ivud sein Busenfreund Graf Teteky vor allem für etttar wirtschaftlichen Gernichtungskampf tzege» die Juden, die, wie so manche ihrer Reden bewiest, die Juden selbst der bescheidensten bürgerli/-en Rechte beraube» wollen, um sie so zum Verlassen des iLandes zu bringen. Graf Teleky, das Haupt der klerilatelt antisemitischen Bande, sagte erst kürzlich in einer in der Ofner Rotunde abgehaltenen Versammlung: „Wozu brauchen wir durch Judenmorde die Aufmerksamkeit der ganzen Welt auf Ungarn zu lenken? Wir werben das uns gesteckte Ziel auch erreichen, wenn wir an Juden weiterhin keine Gewerbekonzession verleihen, wenn wir den geringsten Anlaß zum Borwand nehmen erreichen, um dev Juden, die bereits Lizenzen und Konzessionen besitzen, diese zu nehmen." Graf Teteky schloß diese Ausführungen mit der Erklärung, daß das christliche Ungarn alles aufwenden müsse, um den Juden das Bleiben im Lande zu verleiden, um sie bei Nacht irrtb Nebel davonzujagen, hinaus über die Grenze Ungarns, jedoch nicht unter Mitnahme des Vermögens, nein, ohne einen Heller, ohne ein Stückchen Brot, hungernd und bettelarm sollen die Juden aus Ungarn vertrieben werden und ein anderes Land mit ihrer . wirtschaftlichen Tüchtigkeit glücklich machen. Es ist klar, bemerkte hierzu der. Redner, daß die Juden Ungarns jetzt den KampL bis aufs Messer aufnehmen müssen, denn es gehe nicht an, daß anderthalb Millionen Juden, die sich seit Jahrhunderten um den Wohlstand des Landes viel mehr als die Magyaren bemüht haben, plötzlich ihres Vermögens beraubt, ohne Rücksicht auf die ihnen staatsgrundgesetzlich gewährleisteten Rechte aus hem Lande gejagt und daß die ohnedies nach Hundertbausenden zählend« Schar bettelarmer Juden noch um weiter« Hunderttausende vermehrt werden. In diesem Kampfe aber müssen di« erst jetzt zum nationalen Selbstbewnßtseiu erwachten Juden Ungarns ihre Brüder in der ganzen übrigen Welt um die tatkräftigste Unterstützung bitten, sie wenden sich vor allem mit dieser {Bitte an dte Juden in Peutschösterreich. damit diese dte erschütternden Nachrichten über die Massenmorde, dte an der jüdischen Bewohnerschaft in Ungarn begangen wurden und werden, an die einflußreichen Brüder im Msten ^weiterleiten. So soll eS die Welt erfahren, wie in Ungarn, diesem neuesten Balkanstaat, Hunderttausend« von Menschen moralisch und Physisch um. gebracht werden. Man soll es in Paris, wo die Geschicke der Welt für dte nächsten Jahrzehnts bestimmt werden, mit aller Deutlichkeit zu wissen bekommen, daß in Ungarn siebzigjährige Juden, denen man gewiß kein schlechtes. Leumundszeugnis hinsichtlich ihrer Beziehungen zum Kommunismus ausstellen kann, gefoltert und gemartert und auf den nächsten Obstbaum gehängt werden. Man soll es in Paris erfahren, baß zwölfjährige Judemnädchen bloß mit Rücksicht auf ihre Volkszugehörigkeit von rohen Heiducken unter der Anführung von ungarischen Gsneralstabsoffizteren, die im Auftrag des Budapester Kriegsministeriums ihre schurkischen Pogromaktionen durchführen, geschändet und erdrosselt werden. Und Friedrich, der unter den Augen der Ententemtssionen all diese Verbrechen nicht npr duüwt, sondern auch durch offizielle Dementis deckt, hat den Arm der Gerechtigkeit der großen Mächte imWestennoch immer nicht zu spüren bekommen. Erlügt weiter, entläßt höchstens einige kleine Beamte und läßt »m Mattensee und in Westungaen noch immer Inden hinmorden, in Budapest seine„erwachenden Magyaren", den weißen Terror gegen die hilflose Judenschaft toben. * ■ - Gemeinderat De. Plaschkes legte in seiner Schlußrede dar, daß dte Gefahr des Pogroms nicht an der Leitha Halt machen werde und daß auch wir. in Deutschösterreich Grund zur Sorge haben. Er schlug die Ännahme folgender Resolution vor: Die deutschösterreichische Judenschaft protestiert in der heute in Wien abgehaltenen Massenversammlung auf das entschiedenste gegen dte Massenmorde an Juden in dem Ungarn des „weißen Ter vü r s". Sie fordert von den Ententemissionen, daß sie mit unnachgiebiger Strenge „den, Judenmetzvleien in Trqnsdannbwn^ ein Ende machen'und jeden eistzelneit'Falt an Ort und Stelle zur Untersuchung bringen. Dev weiße Terror, de« dte gesamte jüdische Bevölkerung in Angst. und Schrecken versetzt und' sie oer ftaatsgrmlbgesetzftch gewährleisteten GleichdeMchtigUnz brraubt, muß ein Ende finden. Dev amerikanische Oberst Horowitz mutz bei der jetzt beabsichtigten Aufstellung einer nationalen Gendarmerie die weiß terroristischen Element unbedingt ausschalten, Überdies jedeneinze.'nen Mitschuldigen an den Massenmorden in Transdanubien - ohne Rücksicht daraufob er Generalstäbler oder Aristokrat ist, zur Verantwortung ziehen lassen. Diese Entschließung wurde einstimmig angenommen. Die Versammlung hörte die-Berichte in tiefster Bewegung an. Die FremderrauSweisung und der Friedens- Vertrag mit der Entente. Von Rechtsanwalt Dr. Maximilian Koeßler. Die jüngst epflossene Kundmachung der niedervstcrreichischen Landesttglerung Über die Ausweisung der Fremdm wird widerrufen werden Müllen. sobald der Fncde mit der Entente in Kratt tritt. Denn Oesterreich verpflichtet sich nn Artikel 238 dieses Friedtnsverlrages imto anderem (a. und d) ausdrücklich dazu, die »Angehörigen der Verbündeten und assoziierten ffla ch t e hinsichtlich d e r Ausüb u na von Handwerk, Beruf. Handel und Induürte teincrlei ausschli eßeu r, en M a ßn a h nt e z« unter w «f f e n, d > e n t ch t in gl e, cher Welt« und a u S n a h m S! o S a u t a l l e F > e m d e n A n w c n d u n g f t n d e t“ und eS vnt fl chiel sich we-'ers, ..den Ange-örigen irgendeiner der Verbündeten oder assoziierten Mächte keine Beschränkung a u s z u e r l e g e n. die nicht a m 16. Juli. 1914 auf die Angehörigen dieser M a ch t e anwendbar war, s o f e r n e nicht dieselbe Beschränkung seinen eigenen Angehörigen ebenfalls auferlegt wird." D e hier in Rede stehende Ausweisung der Fremden ist aber eine derartige Maßnahme, die nicht in gleicher Welle und ausnahmslos aus alle Flrmden Anwendung findet. Es werden ja von »ht nur Neuausländer betroffen und auch solche nur, sofcrne sie nicht vor dem 1. August 1914 bereits hier wohnhaft waren Sie ist weiters eine Maßnahme, welche sich gegen Angebörige der ^assonreiten Mächte" (insbesondere gegen Angehörige der Republik Polen) richtet und sie ist schließlich eme Beschränkung, die ans die Angehörigen d-eser Machte ,am 18. Just 1914 nicht anwendbar war. Kurz d>e F emdenauswklsung ist eine Mn 'rnahme, welche zwellellos rm Widrripruche zum Artikel 228 des FriedensvcrtrageS steht und daher u n b e d i n g l widerrufen werden m u ß, sobald der Friedensvertrag in. Kraft tritt. Es elübeigt atsö die Untersuchung der Frage, ob. die mit der Kundmachung der nicdrrösterreichischen Landesregierung verfügte .Fremdenausweisung nach der gelt enden Gesetzgebung durchführbar ist, eine Frage, die zweifellos zu verneinen wäre, da nach dem Gesetze vom Jahie^sll eine Abschaffung von sonst unbescholtenen Personen, wclcnPWnt Geltungsgebiete dieses Gesetzes nicht heimatsberechngk sind, nur dann stattstnden kann, wenn sich ihr Aufenthalt daselbst «aus Rücksichten der öffentlichen Ordnung oder Sichrrheil als unzulässig darstellt". Unbeschadet dieser Frage sind die Tage dieser Bero'dnung gezählt, ihr Außerkrasttieten ist eine Frage der nächsten, ja der allernächsten Zeit. __ Tschechische Poftsparkassafordermngen. DaS tschecho-flowakische Handelsministerium verlambart: Forderungen auf das Scheckkonto beim P o st s p a r k a s s e n a m t in Wien können unter folgenden Bedingungen ausgehoben werden: Die Postspmkasia m Wien muß ersucht werden, die Forderung kri der Diener Steuerverwaltung anzumelden, worauf der Betrag von der FManzverwaltung freigegeben und an der Kalla der Postsvarkassa mittels Kassascheck in u n g e st e m v tz t.t c n Banknoten wird behoben werden können. Es ist möglich, den betreffenden Betrag auf da- Konto irgendeiner Perlon, die, »m Bereich der Republik Oesterreich wohnt, oder einer Firma, die sich dort bestndet, gutzuschrciben, wobei allerdings vorausgesetzt wird, daß dre Person oder die Firma Eigentümerin eines noch auf alte Kronenwährung lautenden Kontos ist. Schließlich muß bemerkt werden, daß die Hinüberschaffung ungestempelter Banknoten in die tsrhecko-slowakischr Republik nur mit Bewtllitzgng detschechischen Finanzministeriums geschehen kann. Neue Absatzmärkte für den Apfelfinen-Export aus Palästina. Die Zahl der vor dem Kriege von Jaffa aus exportierten Apfelsinen betrug ungefähr l‘(9 Millionen Kisten, das hc»srt 250 Millionen Stück pio^Smson.. An dieser Zahl waien die Juden mit Atrfa (500.00Ö Kisten beteiligt. Wenn wir nun ännehmen, daß die Juden auch in diesem Jahre eine ähnliche Anzahl von Kisten werden erportieren können und wenn wrr den Reinertrag einer solchen Ärste mit 6 bis 7 Franks, ein bei den gugenblicküch. auf dem Weltmarkt herrschenden Preisen mcht m Hoher Preis, anletzen. wrrd sofort klar, welchen Verlust die Avsclsincngärten Palästinas erleiden würden, wenn wcht rrchfleitiLte energische Mittel ergriffen werden, um den Export dieser Früchte durch Schaffung Eingesendet. Möbel u. Innendekoration in grtator Auswahl. Nur gHHefent kiP Erzeugnisse. J. SPIHA Ulli, UU., Siebenslsrng. 1 u. Z (Kcke Karl Schwelghofergasie). Größte Auswahl! Billigste Preise! 640 Leopold Steinhart, Wien, Biberstraße 9. und Vorbereitung neuer Absatzmärkte zu sichern. Wenn wir noch berücksicht'gen, daß es infolge des Mangels an Schiffen vorerst nicht möglich sein wirb, den Export nach L i v e r p o o l auf derfelbm Höhe wie in der Zeit vor dem Kriege zu haltech werden wir die außerordentliche Bedmlüng der Schaffung vo> neurn Absatzgebieten emsehen. Ein solcher Markt für den Matz von Apfrlsinen können die skondmavlschen Länder werden. Diese Länder können, obgesehen von dem großen Verbrauch durch ihre eigenen 11 Millionen Einwohner, als Transttvunkle für unsere Früchte nach Finnland, den neuen Ländern am Baltischen Meere und teilweise auch nach Polen (via Danzig! dienen. Die günstige gcoaraphlsche Lage dieser Länder, die Freihäien m Kovenhagen und Göteborg, die vorzüglichen yruchnäume in diesen O»ten werden uns die Möglichkeit geben, den Transport in befriedigender Weile zu regeln. Der L?ch>fssve>kehr nvischm diesen Landern und den Ländern des nahen Ostens einerseits und den finnländi'chen Hären sowie L>bau, Rma. R'val und Danzig anderersettS wird den schnellen Transport unserer Früchte erleichlern. Es muß in Skandinavien, wo die palästinensischen Apfelsinen fast unbekannt sind, eme energische Propaganda :ür den Bezug dieser Früchte einietzen. Die beste Reklame werden natürlich unsere Friichte mit ihrem vorzüglichen Wohlgeschmack selbst sein. Die Ausschristen des Packpapiers müssen natürlich hebräisch sein, da. abgesehen - vom nationalen Srandpunite, hieidurch der Unterschied zwischen unseren und den spanrichm und italienischen Früchten am besten gekennzeichnet wird. Es gibt noch verschiedene andere Mittel, das breite Publikum dieser Länder für un'ere Früchte zu interessieren. Es besteht kem Zweifel, daß, wenn wir diese Mittel nm der nötigen Energie anwrnden werden, die skandinävischeit Länder ein Absatzgebiet und Transitplatz für viele Zehntausende von Kosten mit Palästina-Apfelsinen werden können". Zionistische Bezirkssektion VI. Dienstag deck *3. d. M.. H Uhr abends, im neuen Bezirksheim, VI., Amerlmgstiaße 19 (Mailahilfcrstraße 75, Hosstrege. Mezzanins Versammlung aller Bertranensmänner. D>e gewählten Bezirksräle: die Herren Dr. I m m e r g l ü ck mrd Dr. Schubert, werden ihren RechenichaltSbericht erstatten. Anschließend Diskussion. * Für die Ziviltnternierten.. Me wir von authentischer Seite krsahien, ist die deutschösterrtichlsche RegierNng nach Unterzeichnung des Slaatsverlrages von Salnt-Germam neuerdings im Wege der kouigl'ch schwedischen Regierung an die britische Regierung mrt dem Ersuchen herangetreien. die Frcilallung und Hcimbciördcrung der in Kanada, A u ft r a N e n, Indien, Aegypten und aus M a l t a beftndlrchen deutschösterreichischen Zivil nternierten zu verfügen. Für das Ansuchen - ist der jetzige Zeiipunkt gewählt worden, da die britische Regierung selbst seinerzeit anläßlich einer Vorstellung wegen Entlassung der Zwilgefangenen aus Malta als Termin für deren Repatriierung die Untcrzelchnung des Friedensvertrages bestimmt hat. Der britischen Regierung wurde abermals ans Herz gelegt, daß schon rein humanitäre Gründe sür die endliche Freilaffung der Zivillnternierlen sprechen, da jede weitere Zurückhaltung zwecklos erscheint und nur geeignet rst, dre Leiden dieser unschuldigen Opfer des Krregcs unnötigerweise zu verlängern. - * 280 Waggons Naphtha beschlagnahmt. Aus Oderberg wird gemeldet: Im Aufträge des Ministeriums iür Landesverteidigung wurden auf dem hiesigen Bahnhofe 260 Waggons Napbiha beschlagnahmt. Das Naphlha wird teils zum Betirebe von Druschmaschinen, teils für Beleuchtungszwecke verwendet werden. * Falsche Hnndertkroneknoten. Aus Schwan wird beuchlet: In den letzien Tagen wurden m mehreren Geschäften falsche Hunderlkroncnnoten verausgabt, dre die Serre 2011 und dre Nummer 96.884 tragen. Die Falsifikate sind glatt und jetlig und haben etwas verschwommenes Aussehen. * Die Verwaltung von Czernowitz. Die Telte graphen-Kompagnre meldet aus C z e r n o w i tz : Seit Beginn der rumänischen Herrschaft in der Bukowina hatte den Vorsitz des provisorischen Magistrates Pfarrer S ch a n dru, den die österreichische Regierung schon während des Krieges eingesetzt hatte, inne. Er batte es verstanden,. durch sachliche und entgegenkommende Führung der Ämrsgeschäfle sich das Vertrauen der ge-, mm len Bevölkerung zu erwerben. An ferner Stelle ist nun kürzlich der gewesene Vizepräsident des österreichischen Abgeordnetenhaus es Hofrat Theophil Simionov i c t zum Bürgermeister der Stadt Czernowitz ernannt worden. * Die »Großmutter der Kevolutton" in Wien, Aus P r a g wird gemeldet: Die „Großmutter der Revolution", Frau B r e s ch k o w S k a j a, rsi gestern von Prag nach Wien ab geltest. * Die Einreise dem Grafen Maximilian Thun- Hohenstein in die Slowakei verweigert. Aus P r a g wird gemeldet: Wie die „B o h e m i a" meldet, wurde dem gewesenen Obcrsthosmcister Grasen Maximilian Thun^Hohenstern, der zum Besuche seiner Familie nach Böhmen reisen wollte, von der Wnuer tschrcho-slowatischen Gesandtschaft die Einreisebewilligung verweigert. Graf T h u n- Hohenstein ist mit einer L o b k o w l tz vermählt. Das Einreiseverbot ist um so unerklärlicher, als sich Tliun-Hohensteiu politisch me betätigt hat. ' * Perfonalnachricht. Ante um V,12 Uhr vormittags findet im Seucnstcttentempel dleTiauung desHcrmDr. Alexander Herzbaum nut Fräulein Fauka Hermelin statt. « Zahnarzt Dr. Schattt ist nach Wien zurückgekehrt und hat seine Tätigkeit, IX., Wcihmigerstraße 3, wieder auf-envmmcn. Spenden für da» jüdische Kind. Sammlung von Dornbacher Kindern (durch Dr. Btund Pollack) K 8b.—. Dereinsnachrichten. Jüdische B o l k 8 b i b l i o t h e k ,Z-i o n". Aus technischen Gründen bleibt die Bibliothek morgen' geschlossen. K u l t u r v e r b a n d a b n e", IX., Türkcnstraße 9. Morgen, 7 Uhr abrndS: Menachem Frostig: Kurs über die Agadah. Institut für EihranKunsen der Atitiungsorgane. Dr. Ostermann, Wien, v. Bez„ Tpitalaasse 1». Modernste Heiibehrlfc. i Tel. 21503. ßvbiiiifrt von S—12 lUld -Von 3—6 Ubr. 637