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Wiener Morgenzeitung · 1919-09-11 · Heft 232 (11.9.1919) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 232 (11.9.1919)
Date
1919-09-11
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 232 Wien, Donnerstag Kadima-Romania 2:t> (2:0), Kadima mit f,chs Ersatzleuten antretcnd, .lieferte ein vorzügliches Spiel. Glech.vom Beginn, weg, setzt sich die Mannschaft im gegnerischen Felde fest Ultb. führt ein schönes Kombinationssprel zum ersten-Treffer, r». . Minute. Der Schütze ist Rosenfeld II. Ber eimgen Dutzchorüchen des. Gegners ist es die äußerst ambitionierte KatzitnaKalftelhe, in welcher Rosenfeld I und Kaplan brillierten, welche jede Aktion zum stellen bringt. In der 25. Minute verwandelte der in Höchstform stehende Tormann Felix! einen schön getretenen Elftneler .mit Prachtschuß zum zweiten' Treffer. In der Weiten Halbzelt'vostführt der Kadlma-Sturm unter Führung des .vortrefflichen /Zenterstürmers Natan durch die Hcüsreihe nnt^tstÜtzt, sehr'schöne Angriffe, welche durch Schußunnchoibeit einzelner Stürmer entweder im Out oder in den Händen des gegnerischen Tormanns ihr Ende finden. Bis zum Schluß konnte an dem Resultat-nichts geändert werden. Bei Kadima Rosenseld l, Natäy, Hemkraut. Kaplan, Selzer; bei Romania Schenker und Kleist sehr güt. VKadima U-Romania U 5 r 0.- Meisel-ll allem bucht vier Treffer.' > Sportklub Hakoah. Klub leitung Heute findet um 7 TLtftr abends eine außerordentliche Sitzung statt, in welcher die L^ichtathüten über ihre Prvpagandafahrt berichten werden. —1 eichta th l etiks ektro.n: Heutenachmittags obligatorisches Training für die gesamte Sektion auf dem Hakpch-latz. ____ GerLchtssaaZ, Kläge eines Angestellten snf den zweijährigen 'Gehalt. . >'Das ZivillandeSals Berufungsgericht^ verhandelte' in'den letzten '.Tagen über, hie Klage des BuchhallungsbeamtM Max I ü^n'g gegen die We r e i n i g t e n I u r e f a b t i t e n A.-G. wegeft Bezahlung Zeines Betrages von K 13.879 auf Gruttd der V.ollzUgscmweisnng vom S. Juni d. I. .Der- Kläger ist. am 15. April 1903 in die Dienste der Beklagten eittgetreten,. bat Kriegsdienst gMistet und ist am 11. November v. I. znrückgekchrt. Als er sich an'diesem Tage zum Dienste meldete, wurde ihm soiort gekündigt^ auf seme Dienste gänzlich verzichtet und nur m Entsprechung her .erschienenen Bollzugsauweisungen icwcils, schließlich 'bis. 30.' Juni d. I. die Kündigungsfrist verlängert. Der Kläger gab ist seiner, au das G e w e r b e g e.r ich t' gerichtcfm Klage an, er sei am ll.Movrmber nur deshalb gekündigt Worden, weil, wre der Direktor ihm angab, das Sch wcrp.e wicht d e r.G e s ch äs t e v o u. d e r G e s e lisch a f t rtts'AüslaNd (nach Krag) verlegt wurde: es sei'seine Klage'aus den zweijährigen Gehalt mit Rücksicht auf s scchzehnsährrge Dienstzeit begründet, da die Anflöiimg des Dienstperhältniffes nach dem 3i. Dezember v. I., nämlich am 81. Jüni 1919,. eingelreten sei. Das Gcwerbegerichl hat die Klage'a b g e w i efc n, da das Dienstverhältnis schon vor dem 81. Dezember, nämlich am 11. R o v e m b e r v. I., gelöst Worden sei..Der Kläger habe nämlich von diesem Tage an tatsächlich keinen Dienst mehr geleistet, man, habe seitens der Firma auf dieselben verzichtet, das Dienstverhältnis bestand f a k t i s ch lra ch d e m 3 t. D e z e m b e r nicht mehr: Gegen dieses Urteil brachte der Kläger die Berufung an das .Landesgericht. ein. Die beklagte, .Fnnia wendete ' ein. sie habe als Grund der Kündigung picht die Verlegung des Schwergewichtes nach Prag geltend gemacht, es lag eine irrige ’ Auffassnng:ffeitslrS «des. Klägers vor. Der-Platz war Hinfach.' besetzt. Daß nach wie . vor die Hauptgeschäfte in Wim gemacht werdenbew.«st"dev^lmstand, daß hierüber 60, mPräg blost 12 Beamte seien.' Das Landesgericht . hatdie Berufung ,a bg e wst e s e u. In der Begründung bemerkt der Vorsitzende, der Anschauung . des - Gewerbegerichtcs, daß das Dienstverhältnis schon, am-11. November gelöst war, könne n i ch t beigrpftrchtet Werdern--- Das ' Dienstverhältnis bestand so lange, , als der , Kläger zum Dienste überhaupt verpflichtet' war, daS ist biszum Aust r 111, dem 30. Juni. Ob er den Dienst leistete oder nicht, sei irrelevant. Er blieb bis Austritt Beamter bet Firma und erhielt in dieser Eigenschaft seinen Gehalt.' Hingegen mußte die Klage aügrwiese'n werden, weil eine Verletzung , des Schwergewichtes'der Unternehmung nicht cingetreten ist; selbst wenn , der Direktor, ihm dies gesagt hätte, wäre der Anspruch nicht gegeben. Denn der Schwerpunkt des Unternehmens ist weiter in Wien.'Das Hauptgeschäft ist nach Prag verlegt worden, es ist. alles beim alten geblieben. Auf die t a t s ä ch l i ch e n B e rh ä l t u t i s e komm! eö an, nicht aber, was in Aussicht stand, beziehungsweise was darüber Mprochen wurde. Das Vorgehen der Beklagten entsprach dem Gesetz, das Klagebegehren mußte daher abgewiesen werden. ' , Der MWoneudiebstahl im Steueramte. - Der. große Einbruchsdiebstahl in daS Steuerämt. in Mistelbach.. bei welchem den Tälern Bargeld in der Höhe von mehr als' einer Millwn KroneU in die Hände fiel, beschäftigt beute- und morgen das Schwurgericht unter dem Vorsitze des OLGR. Dr. F.r a u en fei d. Angeklagt find der 23Wriae Monteur Leopold Krajezek, der 24jälmge Schloffergehrffe Georg Petzer, der 26jährige Handelsangcsiellte Hermann D o n n e r b r u n n, der 24jährige Kontorist Leo' K o v a c z wegen Diebstahls^ und der 30jährige Hcmdelsangeftellte Karl Weiß, wegen Mitschuld am Diebsiahl. Dre Anklage vertritt Staatsattwaft Dr. S o o s, als Verteidiger fungieren Doktor H e r z b e r g - F r ä n l e l, Dr. I o l l e s. Dr.. Adolf U n g e r, Dr. Friedrich und . Dr. Max N eud a. In der. Nacht zum 21. März. 1919 wurde in das Steueramt in Mistrlbach eingebrochen. Die Täter waren s in die, Amtsräume.eingedrungen, hatten die Steueramtskaffe Mt eineur Schweißgeblase geöffnet und daraus einen Betrag von X 1,183.196 in Banknoten gestohlen. Aus der Schreibtischladt des Steuerverwalters Florian Banner fehlte ein Betrag von K 430.—, in den Kaffenräumen waren alle Tische und . Kästen .erbrochen worden, doch hatten die Diebe dort keim Wertsachen gesunde«.. Schon am Morgen des 21. März gelang es, fast den ganzen gestohlenen Betrag stcherzustellen. Gendarmen mtb Bolks- S“ c hätten nächst Stammersdorf ein Auto angehaften, dosrhnen Lchtig vorkam. In. dem Kraftwagen befand sich em Rucksack und eine mit Banknoten vollgestopfte Handtasche. Die Insaffeu des' Kraftwagens wollten flüchten, doch igelang ihre Jefinahwe - und sie entpuppten sich als die fünf AntzMgten. Der Chauffeur Otto Klein, der bei seinem Wagen stehen geblrebe» -war und. dessen Mittäterschaft an dem großen Diebstahls nicht festgefielltwerden , konnte, hatten die Beschuldigten am Morgen zur Fahrt nach Wien ausgenommen. Bei den Verhafteten wurde msgesamt der Betrag von 1,159.253 K vorgesunden. Die Verhafteten verantworteten sich in der Untersuchung sehr widerspruchsvoll nnd suchten glauben zu machen, daß der Plan, zu dem Emvruche eigentlich - von einem Unbekannten auSgegangen sei, den Kraiezek und Peyer anläßlich eines Besuches in Mistelbach dort getroffen haben wollen. Weiß gab an, er stehe der Tat ganz ferne, et fet mit dem Chauffeur Klein nur nach Mistelbach gefahren, um Fleisch emzukausen. Die Verhandlung wird erst morgen.zu Ende geführt werden. Heute bekannte sich nur Krajmk und Peher schuldig, die übrigen Angeklagten stellten ähre Teilnahme an dem Eiubmchsdiebstahl in Abrede. Wiener MvrgenzettmrF 11. Septemöer 1919 Seite 5 Die GMSHrung. Dev Marktbericht. /Die Lebensmiitelverforgung ans Mn Mäikten gcstaltct sich täglich schwicrlger. Gestn'n waren die Mfiilirett nach' den Grünwmenmärt'ten derartig ungünstig, daß der Verkauf bald nach Eröffnung des Marktes unter Anstellungen statlsand. Selbst Gurken waren nicht genüaend vertreten, grüne Fisolen und Kraut fast nirgends zu hüben. Gegen 9 Uhr vormittags verfüalen die Märkte Lberharrpt nur mehr über Mais am Kolben und Zwiebeln. Letztere sind übrigens sehr schlechter Qualnät. An O b st aus Niederösterreich und Steiermark sind zwar große Sendnnaen etngctroffen, die größten, die nn heurigen Jahre zu verzeichnen waren, aber die Marktbesucher bekamen auffallend wenig davon zn sehen. Hoffeütlich wird der Verkauf heute, ortgesetzt. In der Groß Markthalle gab cs nichts als das rayonierte Rindfleisch für jene, die es in dieser Fleischbczugswoche noch nicht abgeholt haben. Heute beginnt die neue Flcischausgabe. Geflügel fehlte gestern und dürste auch heute Nicht, zu haben sein. * * Bei den Fischsiänden gab «S nur mlilere WeWsche zu und L 18.—das Kilogramm. Eier wurden heute, auf nahezu allen Märkten ausgegeben, doch kommen dre Händler der. Verpflichtung des Leüchtens anichcineud Nicht nach, da die Konsumenten immer wieder Klage darüber führen, daß ein großer Teil der Eier verdorben ist. Es geht wohl nicht an, daß man bei einem Preise von K 2.05 für das Stück nach langem Warten verdorbene E.er erbälr. Es müßte daher der Geichästsgebarung der Händler größere Aufmerksamkett zugewendet werden. Fleischausgabe ttt Wien in der Wo^e vom 11. bis einschließlich 17. September. Vom deutschösterreichlschcn Staatsamt für Vvlksernährung wird Mitgeteilt: In der Woche vom 1t. bis 17. September gelangen , sämiliche Haushaltungen (10 Dekagramm pro Kopf), Spnäler und Veisorgmigsanstatlen. Kriegs- und Gemeinschaftstüchen' sowie Gastwirtichaflen mm Bezüge von N l n d s l e i s ch. Jene Verbraucher, die bei alten Fleischhauern' mit den Anfangsbuchstaben L—Z und jene Verbraucher, die bei den Exlrcmfleischhauern mit den Anfangsbuchsiaben A - K rayoniert sind, erhalten das Rindfleisch zu den Auslandspreisen- (l( 36.— für Vorderes, K 38:— für Hinteres, K 46 — für Braten fleuch) zugewiesen. Au die bei den Elnheitssleischhanern m>t den Aniangsbuchstaben A—k( rahonirrtcn Verbraucher erfolgt die Rmdfleifchabgabe zu den Einheuspreisen (K 10.80 für Vorderes. K 14.— fist Hinteres, L 20.— für Bratenfleischf.' Den Kriegs- und.Gemeinschaftsküchen sowie den Gastgrweibetrieben' wird etn Teil, der Wochenfleischmenge in Pökelriudstelsch getiesert werden. Beim Bezüge werden von den Fleischhauern intt den Anianasbuchstabm A—K die mit - Ruinmcr 17 bezcichnetcn Abschnitte und von den Fleischhauern mit dm dinsangdbuchstabcn U—Z die mit yhumner 19 bezeichnetcn Abschnitte des Elnkausscheines für Rindflcisch abgctrennt. Die Ausgabe von frisch cm K a l b s l e i s ch, dessen Umfang von der Größe der Eingänge während der Woche abhäiigr, geschieht nach den Bestimmnngen der Magiftralskmidmachung,vom 3t. Mai 1919 'gegen Abtrennung des Mfchnittes Nummer 38 des amtlichen Einkauffcheiurs. Dre Mehlirbgabe. In der Derbranchsivoche vom 14. bis 20. Deptembc:, mtt Bcgmu der Ausgabe am 16. September, werden die Mahlerzeugmsfe zur Hälfte in.F e i n m e h l Und H a fe rs l v ck e n ausgegeben. Auch die-Ktudeizubiißen für, die Zeit von Mitte Sevtcmber bis Mitte O kl ober werdm in Häferflocken ver-- ' adivlgt. Em Ersatz der Haferflocken durch Mehl heimischer Herkunft rst vorlänfig . wegen Mangels an Druschkohle nichts möglich. / ' KnrLoffelirbgaLe. Donnerstag bis Samstag werden im V!., VIII., X. und XI. Bezirk, Freitag und Samstag im XlX. mrd XXI. Bezirk l/3 Kilogramm. Kartoffeln zum Preise von X 2.60 gegcn Abtrennung des Abschnittes „dl" der Kartoffelrarte abgegeben. — Donnerstag bis Samstag werden im Ikl.. Bezirk polnische Kartoffeln, */* Kilogramm zum Preise vom K 2.- für den Kopf gegen Abtrennung des Abschnittes „fl" der Karioffelkarte abgegeben. — Donnerstag werden im XVl. und XX. Be.urk Kipflerkartosfeln, Kilogramm für die Person zum Preise von £ 3.84 abgegeben. Diese Abgabe erfolgt gegen Durchlochung des Buchstabens „U" am unteren Rauhe der gelben odrr lila Mehlbezngskarte'nnd außerhalb der Nayon'.erung. Nudolf Feldfchrrh»!!., Prntcrstrage 54. Zucker' abgabe für Juli, Schokolade, Tee, Kakao, Dschweine, Sardinen usw.'Geöffnet von 8 bis 12 und l/s3 bis 8 Uhr abends. Eingesen-et. Wien, i., Stephänsplatz (Jasomirgot'tstrasse 2) U iedererfilfnung Anfang . nächster ICbche vw Besitzer: Ludwig Riedl jutl. ■ 1 .. j» —BnMBWWBSBSBWiaMHlby mnffliincn Größte Auswahl^ BiMgfte Preise! F . 640 Leopold Steinhart, Wien,!.,Biberstraße 9. BAWL rmd Kuuft. Aus den Theaterm. Im O p e r n t h e a l e r haben die Proben zu „D i 1 Frau dhneScha 1 t 6 n" bereits begonnen. Dr. Richard S 1 r a n ß, der neue Mrtdrrektor des Operntheaters, ist vor einigen Tagen in Wim eingetroffen und wird die letzten Proben seines Merkes persönlich leiten. X Iin Deutschen V^olkstheater gelangt Freitag zur Nachfeier voM Felix S crl t en s 60. Geburtstag dessen Wiener Komödie „D e r -G cnu itie" zur Wiederholung. Herr Ernst Arnold, erst kr jugendlicher D-Fangskomiker von denvereinigten städtischen Bühnen in Graz, wurde von der Dircklion des Carl-Theaters für zwei Jahre verpflichtet. Im T h e a t e r in d er I o s ef st a d t ist SaniStag Premierenabmd.Zur Darstellung gelangen v i e r G r otesk eu, und zwar „Lohengrin", „Tosby", „Der-fliegende Geheimrat" t^nd „Mmna Magdalena" von dem bekannten Znaimer Schanspielet Kurt G ö'tz. -Im Wi ener Ko modienhaus geht allabendlich die Operette a s Nachtlokal" in Szene. — Mittwoch nachmittags Uhr gelangt als Klassikernorstcllung bei ermäßigten Preisen „K a b all e , und L r e b e", inszeniert von Herrn Regisseur Feld a. Samstag. 1!S Uhr, das Volksstuck „Der t M e r. neldbaue r", vün Herrn- Regiffeur K n e i d i« g e r . inszeniert, zur Aufführung. Die U k r a i n i s ch e r e p u b l i k a nis'ch e Kap ell« bringt in iluen beiden am Donnerstag den 11. und Samstag de» ^3. d< im große n Ai u s i k v e r e i n s s a a l e stattstndendsn Konzerten ausschließlich in Wien noch nicht bekannte, ukrainische Vottslieder, alte Andgchtsliede!', Werhnachts- und Neujabrsl eder zum Borrrag. Das Programm beider Abende ist verschiede» nnd b!irigt keine Wiederholungen. Karten bei der Konzertkaffe der Hellmchcn Buchhandlung, I., Bauernmarkt 3. Ans der- Gemälde-Ansstellung W r l h e l m Wachtel wurden bisher nachstehende Werke - angelaufr: Das große Gemälde „Flüchtlinge". i,Motiv aus Lublm", „Blondkopf" und „"Sphinx". — Dce Ausstellung bleibt bis '1. Oktober in den Räumett der Verlagsanstalt R. Löwit der freim Bcsichtigung zugänglich. _ „Der heilige Weg", ein Wort an die Juden und di< Völker, nennt sich die neueste Schrift von Martin Bub e r. d'.c den Abschluß der beiden Werke „Drei Reden" und „Vom Geist« des Judentums" desselben Vcrfaffers bilden. Buber weift hie« den Juden ihre besondere Mission zu : Aus dem Wege (dem Aufbau der wahren Gemeinschaft) zum Mrnschheitswerke (der Ver- . w.MchtMft dcö Göttlichen im Menschen) den anderem Bölkero ' voranzugeheu. Preis brosch. X 9.—, geb. K 15.—. Zü beziehen . durch R. Löwit, Buchhandlung, l., Notentumrsiraße 22. Der Volkswirt, -v Nerserlichss Sinken des Kronenkurses. In Zürich ist die Devise Wien mit 9.75 gegen 10 am vor« ängcganftenen Tage notiert worden. Der Kurs gehtnunmehrrapid abwärts und jeden Tag ist ein neuer nnerhorter Tiefstand zu-verzeichnen. Die fortschreitende beängstigende Entwertung unseres Geldes bat hier eine Flucht vor der Krone zuv Folge, die sich in dem täglichen Rmnmcl auf der Börse äußere.' Die Dotierung der gestempelten und nngestemvelten Kronennoten, ist in Zürich von 10.50 ans 10.— gesunken. Auch P r a g bleibt nicht verschont: Der Kurs der tschechischen Krone hat.sich von 18.50 aus 17.50 erniedrigt. ^Ebenso verschlechterten sich dir Mark- Notierungen (in Zürich 22.80 gegen 23.— am Vortage, in Stockholm 17.— gegen 18.50). Zu den von ' der hiesiger, Devisenzrntrale festgesetzten Kursen sind zum Beispiel Dollar- und .PsundsterliNgnvten nicht zu beschaffen, der Preis im unstatthaften freien Verkehr gehl über den offiziellen bedeutend hinaus:. Zur internationalen Einsuhrmeffe in Frankfurt a. M. Fvankfrwt a. 2B., 10. September. Zur Beschickung der Iüternätioualcn Einsuhrmeffe tn Frankfurt a. M>, die Heuer znn> ,'Vstenmal, und zwar in der Zeit vom 1. bis 15. Oktober l. I. wird abgchalten werden, laufen ununterbrochen A um e l d u u fl e n ein. Die Zahl der beim Meßamt angemeldeten Aussteller beträgt bereits über 1000. Man hatte beim MeßamI dämit gerechnet, alle Anssteller in der großen Festhalle unterzubringen, was sich aber als völlig unmöglich erwiesen hat. Es michien daher uwhrere große Hallenbauten bereits in Angriff gcnoyrmen werden, nur die vorliegenden Anmeldungen berücksichtigen . zu können. Sehr lebhaft ist das Interesse für die Meffe im b.es e' tz"t e n G e b i e t, vor allem bei beit'bott tätigen ausländischen Geschäftsleuten. Um die Erteilung von Auskünften im besetzten Gebiet zu erleichtern, hat das Meßamt. in K ö l n rmd M a i n z zwei- Geschäftsstellen - errichtet. Verschiedene Anftagen geben Veranlassung, darauf hmzmveisen, daß auf der Frankfurter Einsuhrmeffe auch bisher nicht bekannte Artikel und Erzeugnisse von Neuheiten zugelaffen und besonders willkommen sind. Bei dem starken Besuche, der aus dem Auslande zu'erwarten ist, ,st damit zu rechnen, daß sich den Erfindern w e r t v'o l l e Geschäffts^cöglichkeite n bieten werden. In diesem Zusammenhänge sei nochmals daran erinnert, daß auf den Antrag des Mcßamtes der Reichsjnstizminister eine Bekanntmachung erla-ffen hat, derzufolge Erfindungen, Muster und Warenzeichen, auf der Frankfurter Meffe der nach dem Gesetze vom '18. Märr.1904 vorgesehene Schutz zuteil wird.

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