Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 224 (2.9.1919)
- Date
- 1919-09-02
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 223 Miss» Kienstaä fr— ■ . ■» I «.I» ■ ■— ,|!■' » <m+ , -"iWn. Preise für kindovreiche FamMe«. Weimar» 1. September. (FuMpruch.) Airs Paris wich berichtet, daß die ftanzöstsche Avadmüe Preise für kinderreiche Familien cmsgesctzl hat, um der WrederhevSKenmg Frankreichs uufzuhelfen. Nach behördlichen Umfragen gibt, es 2009 Familien mit je 9 Kindern. Die Akademie hat nun beWssscn, alljährlich boo.OVO Dollar zu gleichen Teilen an jene 86 Familien zu der-, teilen, welche bedürftig sind nnd wenigstens 9 Kmder von der-« selben Mutter haben. Die Eltern und die Kinder müssen leben oder im Krieg gefallen sein. Vater und Mutter müssen gebürtige Franzosen sein. Die erste Verteilung wird 1920 stattfindcu. Rumänien und -re BalnLafrage. Bukarest, 1. September. Das Rumänische Preßbureau meldet: Mit Rücksicht auf das von den neugegründeten Donaustaaten ausgestellte Prinzip, Zahlungen nur irr eigener Valuta anzunehmen, werden für das ganze Gebiet Rumäniens nunmehr nur Leinoten wm von den Landesregierungen in der Bukowina und Siebenbürgen abgestempelte Kronennoten angenommen werden. Auf dem Gebiete des Königreiches m seinem früheren Umfang gelten nur Leinoten. Es wurde eine verschärfte Grcnzübertvachmig gegen Notenfchmuggel eingeführt. Gegen Zuwiderhandelnde Personen sind strenge Strafen vorgesehen; geschmuggelte Noten verfallen. Die Ueberwachung erfolgt nicht nur in den Einbruchstationen, sondern auch auf dem ganzen Gebiete Rumäniens und insbesondere' in allen Eisenbahnstationen. Gegen eine Reihe von Firmen des In- und Auslandes, die im Verdachte von Valntaschiebungen stehen, wurden Erhebungen emgeleitet. Seitens der rumänischen Finanzbehörden wird diesbezüglich mit den beteiligten ausländischen Detrisenzentralen ein Einvernehmen gepflogen werden. Ein Franzose Stadtkommandant von Vrünn. Brünn» 1. September. . iKorr.-Bur.) Zum Stadtkommandanten wurde der französische General Ren6 Chabord, Kommandant der 6. Division, ernannt. Sin Monsterprozeß in München. München, 1. September. (Korr.-Dur.) Vor dem Volksgericht begann heute die Verhandlung gegen sechzehn angeklagte Funktionäre der R ü t e r e g i e r u n g wegen der bekannten Ermordung von zehn Geiseln, unter denen sich auch der Wiener Professor und Kunstmaler Ernst Berger befand. Zur Verhandlung sind 200 Zeugen vorgeladen. Der Anklageakt schildert ausführlich die Ermordung der Geiseln und legt hierbei den Angeklagten ungewöhnliche Roheit und Brutalität zur Last. Einer der Hauptangrklagten namens Seidel wird von dem Berliner Rechtsanwalt Theodor Liebknecht, einem Bruder Karl Liebknechts, verteidigt. Erfolge der Sowiettrrrppen. Amsterdam, 1. September. Die englischen Blätter melden, daß einem bolschewikischen Kommunique zuzufolge die Bolschewiken 30 Meilen südwestlich von Krasnojar, eine der Divisionen Denikins geschlagen und 2000 Gefangene genracht haben, darunter den Divifionsfittö. Auch Mit der Gegend von Z-arizyn und Korsün (Cherson?) haben die Bolschewiken ^.Erfolge errungen. Die, Trupp en Dem lins sollen sich in Unordnung in der.Richtung aus Znamenka. z-urückziehen. Amsterdam, 1. September. Einer Wireleß-Preß- Meldung zufolge berichten die Bolschewiken, daß alle britischen, kanadischen und japanischen Truppen Wladiwostok verlassen haben. Moskau, 1'. September.(Fnnkspruch.) An bet Ukrainischen Front haben die Rottruppen Denikm und Petljura einen schweren Schlag versetzt und gleichzeitig die Offensive gegen die Pole^n begonnen.. Im Südvsten von' Kiew wurde Deriikin, im Siköwesten Periinra tzurückgÄvorfeu. Die Polen, denen die Einnahme voll Utv.wvgrad-Wvlüisk gelungen war, wurden zum Rückzug. gezwungen und auf Nowuo zmückgeworsen. Mir Kiew besteht keinerlei Gefahr, mehr. Die militärische Gesamtlage in der Ukraine ist dank den letzten ErstHvn. unserer Truppen sehr günstig. Die Offensive bamrt^ort. Gründung einer Organisation - ungarischer Juden. B n b <a c ft, 1. September. (Tel. der „Wiener Morgenzeitmrg.") Zar kräftigen Abwehr der rüden Zudenhetze wurde hier eine LandesorganisaLion der nngarrfche« Inden geschaffen, die auf eine Unterstützung der Rumänen und Ler Ententemisfiorr gegen die Aebergriffe der Pogrsmisten hofft. Keine Entwirrung der Lage in Budapest. Budapest» 1. September. (Tel. der ,Wr. Morgenztg.") Der heupge Tag sollte' die endliche Entspannung der Lage bringen, da der Ministerpräsident Friedrich gestern abends dem Minister Heinrich die Kabinettsbildung zu übergeben erklärte, falls dieser Nachweisen könne, daß er große« Vorteile Ungarn zu bieten vermöge als MimstirprMent Friedrich. Da jedoch unter dem terroristischen Dmck der erwachendemMagparcnunddie Ehriftkichsozialen nicht von Friedrich abzuschwenken wagte», v«Kef die Aktion des Hcmdelsrm'rnsterZ ergebnislos. Friedrich blsbt nach wie vor Herr der erbärmliche» Situation. Im Telegraphenbureau wurde heute «ne gsoße Anzahl jüdischer Mitarbeiter plötzlich gekündigt, während dh Leiter, Sektionsrat Neme, sich vormittagtauft« ließ. Heute erschien beim Mmkstee Lsvaszh eine Abordnung terroristischer Mitglieder der Bmbindung ,Erwachendes.Ungarn" und fragte ihn, warum er mit Leuten wie Garami verhandle und die Entwirrung verhindere Die Adoedmmg «klärte, daß Lovasztz zurücktrete oder sich den Ghriston cmfctzlleße, da er «ue verkrachte Politiker und Juden hinter sich habe, b i e unbedingt b rs e i t i g t w r r d e n m ü s s e n. Wiener AftutgouKsitung Uebe«reichU«K des Friedens- Vertrages am Mittwoch. UrtLerzeichmtrrg am 7. September. Lyon» 1. September. lFunlrfpruch.) 'Das Beglettschreiben zu den; Friedensvsrtrug für Deutschssterrelch wird MiLLWvch früh der OeffeuLlichkeiL übergeben werden. Dre ÜnLer- Zeichnung des Vertrages, die für den 7. Septenrber vorgefeherr ist, wird im Saale des SLemzeitalters in Saint-Germain in feierlicher Weife erfolgen. Lageshericht. Die Warnung vor dem Geist. Welcher Geist im neuen, durch die Revolution hindurchaegangenen Deutschen Reich noch immer lebendig ist, beweist ein Ausspruch des bereits sattsam bekannten alldeutsch-antisemitischen Berliner UniversitäksProftsforS R o e t h e (nickst zu verwechseln mit Goethe!) in einer Rede gelegentlich einer Begrüßungsfeier em Realgymnasium in Potsdam- Rocthe hat nach dem wörtlichen Beruht der „Deutschen Zeitung" gefügt: „daß daS deutsche Volk nur einmal in einem Zeitraum von hundert Jahren das Voll der, sogenannten Drchterund Denker gewesen sei, daß cs aber sonst, ■ aeführtvonkrastvollen Kaisern, stets den Platz in der Welt behauptet habe, der dem deutschen Volke znkommt. Wenn jetzt selbst von deutschen Männern das Schlagwort von oem Volk der Dichter und Denker in die Welt gesetzt winden ist, so sollte die deutsche Jugend d agegen schreien: Min, wir wollen wiederdasBolk d e r T a t werden lu > So spricht em Mann der Wissenschaft zu der deutschen Jugend. Eine Warnung vor dem Geiste, an dessen Hypertrophie das deutsche Volk, geführt von kraftvollen Kaisern, ohnedies nicht gelittm hat. Nein, dieses Volt, ist kein Volk der Dichter und Denker mehr. Die Warnung ist ein Kampf gegen Windmühlen. Die Pogromhetze in BsrlL«. Was die Hetzpresie treibt. tht'fer der Berliner Hetzpresse zeichnet sich' durch besondere antisemitische Exzesse die alldeutsche „Deutsche Zeitung" aus. Das Blatt fordert in folgendem Grvß- Berliner Stimmungsbild geradezu zu einem Pogrom auf. „Samstag den 23. v. M. gegen 10 Uhr abends an der Ecke Joachimsthalerstraße und Kurfürstendamm, beim alten Ca so des Westens. — Soldaten mit Stahlhelmen, Offiziere und Passanten, viele mit nationalen Abzeichen. — Viele Christen — wenig Juden! Man atmet ordentliche auf! Sonst meist semitischer Kursürstvndammpobel, jetzt fast nur Christen, schlichte, ordentliche Gestalten. Da sagt jemand: Was die Juden hier bloß noch beiuns wollen, sie haben doch jetzt eine selbständige Netzublik in Jerusalem, sollen sie doch auswandern! — Oooer wohl so unrecht hat?! —. Der ZeitmugsverBuber mr der Me verkauft viele nationale Maiter. — Schaulusirigr wasrdern auf und ab. Sie warten auf kommende Ereignisse, doch es geschieht uiMs! —- Die Stirnmung ist gespannt, es liegt sehr viel Zündstoff in der Luft! —- Wann wird er sich entladen?.!? — Mit, gelassenen Schritten ziehen die Juden ihres Weges, sie fühlen sich sicher; die Regierung hat ja Militär zum Schutz geschickt! — Vorläufig bleibt alles ruhig. Wie lange noch?!! Ruhe — doch Ruhe vor hem Sturm! Ein Kommentar ist wohl Merflüssig. Man sieht, mit welchen Mitteln die reaktionären Elemente in Deutschland die Ruhe zu gefährden versuchen. „RshmMK GULsnstsin." Der Jux geht wsrter und nach Tirol und Salzburg, die mit großen: Erfolg die Offensive gegen die Wiener Sommerfrischler ergriffen haben, komrut jetzt sogar Nieberosterreich, das den Kampf gegen die Wmev eröffnet.. We Gerneickde Gntenstein im Bezirk WiensELustadt pfeift auf' die ganze Staatsregrcvung, Ps^ft «wt die niederösterreich ifche Landesregierung und macht sich selbständig, indem sie die Sommerftifchler arrSwsift. mck» die Ntchtfolgelekstung dieses' „Befehles" unter . MrafjMktion stelst.. Wenn daS in diesem Wempv weitergehh dann köMM wir demnächst mit 'Si'cherhH eAnwrten, ^d«ß sich die Werter äußeren Bezirke von b&v iÄÄdt MßWchen werden und daß ein BÄvoyner des 1. BeÄÄkes zuut BGrche eines stLHMrants im Bezirl« MarialM ekkre Edwe^ennd MfonthNMewÄligung haben mutz.- Die ganze Sache Hort sich zwar lustig an. ist aMv jo tief t«aurig nick beLm.chtet grell dre Verhälln.isst, m denen wir' Men und zeM die ganze Ohnmacht der Rsgierung. Die „Vsvfüguna" der Lkepnbll^ Mtevstein lautet: Dsr Ue?m eÄM<e r a'r der NLvwtzöÄs Gn ibv « st e im hat der: Beschluß gvfaftE, den Arkstnchakt der Gmnmergäste in Gutenstein auf Re ZM bis 15. d. M. zu beschranken; di- BezirkÄhaÄtmarrrrschaft Wierrer-Nsrstadt hat diesen BesÄknß.genehmHsvd zu» KenntnU genvrnmen. Die SommergÄste werden aufgesÄrdert, mrr 15. d. M. unbedingt Guten- Mn xa verlMen, wÄwigerrfaW gegen sie das Slrafverfahre« gemW § 8 der Bollzugsanweisung der StvatKregiernng vom 29. April l. I. Wer die Regelung des Reist- und SMrw«we«WvB emgÄestet, bezLahUWSweise ihr« Answech»M anS der wmfakt MurSH § i dieser BoltzngßoRtoeiföwö tm M»ge De» NSch^M^vEMw^ndsSregiLOttW veDLNlaßt wavbeu mußte. WeKW» tz all« BretSsaaen. ölebarytarev «stter (SarLntte. Farbbänder' für «Nie Shtzeme, erstklassiges Diatcrial. Leop. KilM, Wie«, W., Westbahnstcaße 23. Tvlehpo» 81887. m ■ '.■ nr* •**■* 'mi" mW»...•~ii" '***;; .* ... DIE NEUE GOLD-EINLOSE ANSTALT DODD J, LAHDE, IX. Seciisfichdfiimelgasse 26 zat(kt die feocJatstea Preise kür Gold, Silber, BrlUaalea, Perlen und falsche Zähnte. Ueberzeugen Sie «ich von der Reeöität meines Anbotes. °« 2. September 194.9 Seiie^"? mm,«.*,...-.. . . -.-->—X DM der KUrderhilfsakLio« des ZSdischen NatiMalrales' ' Die Ferienaktion des Jüdischen NationalrateS, die unter der Leitung der Frau Anitba' Müller steht, entsendet deni nächsten TranSpor-t erholungsbedürftiger Mischer - Kinder; Mittwoch den 3. September muh Drifte st. Es nehmen 2Q& jüdische Kinder teil. Im -Laufe des Monats September werden noch zwei; Transporte, und zwar nach Holland und der Schweiz abgeyen, für ’ wÄche 500 jiwifche Kinder bestimmt wurden^ Bon den in Holland und Dänemark derzeit bsfinblichen füdi- 1 schon' Kindern sind im Bure«m der Fvan Anttta Müller 'die - besten Nachrichten über das Aesinden der Pste§8n-ge eipgee langt. Die Inden schüft in Holland, Dänemark und in der Schwei,', hat in übsraus barrkMswevtsr Weife Motze maleiw Opfer für die jüdische Kin-der-aMon au^Lbracht. -und »vÄk sich auch weiterhin der uAteverMhÄteir, durch d-LMriegSzeit in ihrer Entwicklung zuvückgMieberreu Mischen Kinder annehmen. NLcht genug eindringlich kann uiarr aber der Wiener JudM-schait ans Herz letzen, d-ie Bedeutung und unbedingt« SSotwendi-gldit dieser AMon g*t cxkm&n u^> sie durch G e l dz n w e n d'u n g-e u sch { e u u l'tz st zu f ö, r d e r n. Es ist ja bekannt, daß von den meisten anderen Kiudsrsürsorgeaktionen Judenkin'der ausgeschloffen' sind. &ktvH) Hefonders wird daraus lMgerviefen, baß man auch erkrankte Nstoer, die M Knochentuöerkulvse oder ILungenerkrankungöN leiden, in. Erholungsstätten bringt, so znm Beispiel nach Davos. .Selbstverstärrd-^ ' - Mh mÜsiMdie für die Ve-rpslegung üwb Bchandkreng inbetu HeilstLklcn erwachsenden ÄLshär von der KirrberlMsaktionj aufgebracht werden,?uud ÄL voLhürröenx« Mittel sind vieb zu gering. Mr sM überzeugt, daß dtefer AppE genüWv>-. wivb, alle jüdisthsn Kinberftemrde zu veraMsseu, nüch Kräften zu dem UnternehmAc^ beiMtragen. Die Adresse der -' Ferienaktion für jüdische Kinder Lautst: 2. Bezirk, Praterstraße 17, - --J. ■ Schweizer Hilfe für drs Merrsr Kmder. \ Die Aktion wird fortgesetzt. Zu Beginn des vorigen Monats begaben sich in Aus-' führung. eines Stabtratsbefchlusses Mzebürgerineister Max- Winter und der Direktor des städtischen Jugendamtes,. Gold, in die Schweiz, um den in der Fürsorge für-di«' Wiener Kinder so hilfsbereiten Schweizern derr Dank der Stadt Wien zu' übermitteln. Der Besuch des Mzebürgermeisters Winter und des-Direktors .Gold, dem sich als Abgesandter der Staatsregierung, Sektionschsf End er es anschloß, hatteeinen vorläufigen Erfolg insotveit, als die drei LestchendeN Komitees in St. Gallen, Zürich und Bern, mit deren» - jedem einzelnen Verhandlurrgen gepflogen wurderr, ihre Tätigkeit nicht einstellen toerden, sondern dararrgehen werden, das. Hilfstverk für die Wiener Kinder fortzrrsetzen. Die einzelnen kantonalerr Konritees bleiben aufrecht. In Kantonen, die bisher noch keine Kinder beherbergt haben, sollen, neue. Komitees gebildet werden. Alle Bestrebungen» aber, derr SBioiet Kindern zu helfest, sollen in einmu interkantonalen Komitee ihre Sammlung finden. . ~ ' Die Lohirbewegrmg in der WetzLerdKrrgss irrduftrLS. V Nrtter tzem Vorsitz des Stückm-eisderS H-a s ch a fand vorgestern abends in der Budweiser. Vftrhslle in Hernals. . vine rnaiqenh-ast besuchte. Bersamntluug der SLücknteifte^ .der- 'KSttfettiönsfirvust^-r statt, die sehr bewegt verlief und bei welcher nachstehendes/ am '4. d. M. fälliges Ultimatum an die Konfektionäre gerichtet wurde: - 1.. Es dürferc nur organisierte S t ü' ckmeister in den KonfektionsbetrisLen beschäftigt werden^' 2. Kostenlose Beistellung des gesamten N ä y z u b e h ö r s . seitens der Konfektionäre. 8. Bezahlung der rwuen Stücklöhne fiir alle derzeit in Arbeit befindlichen Kleiderstücke, so daß bereits am 0.^Septem ber die neuen Löhne in Kraft treten. 4. Ein fünfprwzentiger Zuschla g auf die Zugeständnisse seitens der Engros- . und ber Detaillo4tfektion6re. .5. Bewilligung dieser For-, , derungen bis 4. September 1919. -! . Hmrte. abe^chs findet neuerlich , eine allgemein^ Ver-. samnrlung aller in der Wiener Dennenschneiderei beschäf- . tigten Arbeitertategorien statt, in welcher bereits die >. erste Aeußerung der Unternehmer zu. den neuen Forderungen zur Kenntnis gebracht nnd zur Diskussion gestellt werden wird. , f. ';! f . * ■ ■■ ... - Die Zuschneider, Direktricen, Arrangeilrinnen und - ProÜiermamsellen hielten 'vorgestern km' Restauran't Tischler in der Schauflergasse eine zahlreich besuchte Versammlung ab. Diese Berusslategorten fordern so wie die Schneidergehilfen und -gehilfinnen'' - eine hundertprozentige Lohnerhöhung. Es' wurde auch beschlossen, den neuen Lohnvertrag mit ' den' llnter- " nehmern nicht früher abzuschließen, bis nicht die Lohnbewegung der übrigen Arbeiterschaft erledigt ist. . Staatlicher Holztzvncher. Der Bürgermeister von Baden hat sich in einer Denkschrift an den Staatssekretär Z e r d i k gewendet, in der er mitteilt., daß bei der letzten staatlichen Holzauktion, unerhörte Preise erzielt wurden, so daß -nm Beispiel die Gemeinde Badev . nicht Mltkvtckurrnren komtte. Die von der Reglerung erzieften Preist würden, da Private das Holz gekauft haben, der Be-- vtzfkemng den Hylzauka«f einfach unmöglich machen. - * Wirtschaftsstenremschaft jüdischer Festbefoldeter» IL, Eastrve-gasse 31/11. Wir machen unsere Mitglieds darauf ansmerksam, daß wir mir einer größeren Schneider» wEiitte ftir die M a ß a n f e r t i g u ü g v o« Kleidungsstücken .mit eigenem und fremdem Stoffvmterial überaus bMge BovMsvereinbamngett gelrostm habe« und diesbezWich demnächst ein Liefcrregulativ veröffeulliche, werden. H o l z v e r t r ä g e, die wir gelätigt haben, wrrdcp mrs — wenn nicht außorordenttickie Widerstände rintrsten — i« die Lage verletz«, unfeve Mitglieder in Kürze mit Holz ai Vorsorge«. Die bisher vorgenrevkten Schuhe sowie B a t t i st C h i f f o u e Oit K 10.— pro Meter), werden in den nächster Taaen rur Ablicferuna gelangen»