Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1919-08-30 · Heft 221 (30.8.1919) · p. Seite 6

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 221 (30.8.1919)
Date
1919-08-30
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
83% known words query
IRI
…/2979076-2979077-2979298--01974-2987436
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Seite WM/SamÄag'^ MeÄer Morgenzertung? isM - -- 1 * Raubmorde. In Kaltenbrunn bei Brawartb wurde vor einigen Wochen die 86jährige Maria Hartwig ermordet.'Geraubt wurden ihr etwa K450 und ein Ballen feiner Leinwand. — In ihrem Tabartrafikladen wurde vor einigen Monaten in Eisenerz die Einjährige Eisenbahnerswitwe Katharina Meitner ermordet. Geraubt wurden^ ihr 1\ 1500 bis 2000. * Anfall. Die sechsjährige Marie Iindrich wurde heute mittags ans der Hütteldorferstnme 'von einem Straßenbahnzug der Linie 49 erfaßt und von der Schutzvorrichtung weggfichlendert. Sw wurde am Kopf, am Kinn und am rechten Arm schwer verletzt. Die Freiwillige Rettungskolonne vom Roten Kreuz „Uuter-St. Veit^ leistete ihr Hilfe und brachte sie in die elterliche Wohnung, XVII., Seitenberggasse 78. * Bahngendarmerie im Kampf mit Wiener Hamsterern. In der Haltestelle Nnter-Siedenbrunn der Ostbahn kam es gestern um etwa 2 uhr nachmittags zu erregten Szenen zwischen Wiener Hamsterern und der Bahngmdarmme. A!S die Gendarmen ihre- AmtrS walteten, wmden sie von den Hamsterern angegriffen. Einem Gendarmen wurde das Gewehr entrissen und die'Waffe dann zertrümmert. Ein Probegmdarm schoß auf einen der Angreifer, den 19jährigen Hilfsarbeiter Karl Ia kn b of t, in Wien, XI., Penfionsgasir Nr. 4, wohnhaft. Er erlitt eine Schuß» wunde an der rechten Brustseite und einen Schuß in den rechten Oberarm, der dm Knochm zertrümmerte. Iaknboff wurde mit der- Ostdahn nach Wien und von der NettnngSgesellschaft in4 Wi ebner Krankenhaus gebrächt. * K 12.000 im Stiefelabsatz. Vor einigen Monaten bat ein etwa 30- bis Zbjähriger Mann in ZngSführerumform in Moxg?,m der Hermine Treiber einen braunen Segeltuchkoffer verlauft: er enthielt einen dunkelblauen Kammgarnrock und Hofe, eine dunkelblaue Samtweste, einen graugrünen englischen Ueberzicher mit dlauweihkarrintrm Futter und ein Paar Boxkalfschnhe Nr. 42 der Wiener Finna Neumann. Es stellte sich heraus, daß in den Absützm X 18.000 in ungestempelten Banknoten verbargen waren. Nun sucht man den Verläufer «nd den Eigmtstmer des -offmbar gestohlenen KofferS. * Der Autobus-Verkehr. Die Eröffnung des städtischen Nutobusverkehres wird in den ersten Tagen de- Septembers, wahrscheinlich nicht vor Mitte September erfolgen. Der Betriebsstoff ist stchergestellt. ES wird vorläufig nur fine Linie in Betrieb gmommen, und zwar Nordbahnhof— Stephans» platz—Schottmtor. * Die größte Tiroler Mühle abgebrannt. AuS Innsbruck wird telegraphiert: Heute nachtS ist in M ü h l a u bei Innsbruck die R a u ch! ch e Muhle, die größte in Tirol, bei heftigem Winde aogebrannt. Als Ursache wird Heißlausen einer Walze angegeben. Sämtliche Feuerwehren haben mit italienischer Hilfe dev Brand lokalisiert und so die Gefahr vom Dorfe abgewendet. Durch den Brand sind 15 Waggons Mehl, die für die öffentliche Versorgung bestimmt warm, zugrunde gegangen. * Demonstrationen gegen die Kaffe eh aus preise in Bukarest. Das Rumänische Premmreau meldet auS Bukarest; Gestern kam es hier zu großen Demonstrationen deS Publikums gegen die Preistreibereien der Kaffeehäuser. Demoustrantm drangen ln Gruppen in die vornehmsten Cafös auf der Calea Bictoriei und auf dem Boulevard «in und zwangen die Kaffeebausbesttzer zur Herabsetzung der Preffe. Delegierte der Liga der Konsumenten beaufsichtigten dir genaue Einhaltung des '^gesetzten Preistarifs. Das Ersuchen der ein-rlnen Kaffeehausbesitzer um den Beistand der Polizfi wurde von dieser mit dem Bemerken z u r ü ck g e w i e s e n, die Polizei sfi nicht, da, um Preistreibereien zu begünstigen. * Gefälschte tfchecho-florvakische Banknote«. Aus Grund einer vertraulichen Mitteilung wurden am 26. d. M. bei dem Kausmannc Hersch Bloch, 32 Jahre alt, ll.. Obermüllner» straße Nr. 1 wohnhaft, 14.000 X, die mit falschen tschechoslowakischen Stempeln versehen waren, gefunden. ÄlS die Kommission eben bei Bloch weilte, kam der 34jährige Kguimrnu Abraham N e u m a n n zu ihm zu Besuch. Auch er wurde imtetfurfit und man fand bei thm 18.000 K in ungestempeltem Gelde. Es besteht der Verdacht, daß die Ötute sich ungestempeltes Geld nur zu dem Zwecke verschaffen, um eS mit den falschen rschecho-slowakischen Stempelmarken zu versehen und el batttt zu verkaufen, um an der Balntadifferenz zu verdienen. Auch der Bruder des Hersch Bloch, der 20jährige Handelsangefiellte Samuel Bloch wurde verhaftet. Er behauptete, er habe oftmals in Driinn tschecho-slowakisches Geld für Zweikronemwten umgewechselt bekommen «nd daher stamme daS bei seinem Bruder beschlagnahmte Geld. Daß die Stempel falsch sind, behauptet er, sei i h m n n b e k a n n 1 g e w e s e n. Die Brüder Bloch wurden gestern dem Landesgerichte eingeliefert. Abraham Neumann und zwei andere Personen, die der Mitschuld verdächtig erscheinen, wurden der Staatsanwaltschaft angezfigt, aber auf freiem Fuße belassen. * Ein Stratzenbahnfchastner als Diebshehler. Am 14. d. M. nur die Mittagszert wurde da§ Geschäft deS Wirkwarenhändlers Moritz L ö w, I.. Börsegasse S, erbrochen. Gestohlen wurden Waren im beiläufigen Werte von X 48.000. Auf gleiche Weise wurde am 25. d. M. in. der Mittagspause daS Geschäst des Adolf Blau, 1„ Comordiaplatz 1, mit Nachschlüssel geöffnet. Hier wurdm Warm;m Werte von K 30.000 entwendet. Das Polizeikommifsariat Innere Stadt hat om 27. d. M. einen der Täter in der Person deS Wjshrigen beschäftigungslosen Fleischhauergehilfrn Franz Kocrr ansgeforscht. Er hat mit zwei noch flüchtigen Genoffen die gestohlenen Waren im Wagen zu einem Straßenbahns ch r s f n e r in Ottakring gebracht und dieser hatte gegen eine entsprechende Provision den Verkauf der Waren besorgt. Korer wurde dem Landesgerichte eingeliefert. Der Straßenbaynschaffner wurde der Staatsanwaltschaft angezeigt. * Badgastei« Pension Kokisch. Dtf viele Anfragen wird mitgrteckk, daß die bestbekannte Penston K o l i s ch auch während der jüdischen Feiertage geöffnet bleibt. .Feierlicher Gottesdienst im Hause. Für vorzügliche Verpflegung ist gesorgt. Voranmeldungen erbeten. VereinSnachrichten. g . ^Nachrichten vonVereinen erscheinen von nunan stets amTage der Veranstaltung.) Heute: Hebräische Arbeitszentrale, H., ZirkuS» gaffe 33, }/a6 Uhr abends, hebräischer KonversationsknrS. — Z i o n i st i s ch e S e k t i o n B r r g i t t e n a u, XX., Karl Meißelstraße 5. Tür 1, Vortrag deS Herrn Dr. Meier Geier: „Rück- und Einwanderung". — Verei n ZetniMiSrachi, '/,6 Uhr abends, Herr Zeni Bah a d, bebräischer Vortrag über ,Abstammung der polnischen Juden". VereinSlvkal: XV,, Kluclyflrtffc 17, Tür 1«. — Kulturverband Iabne» >X., Tlirkeustraße 9, v,5 Ubr nachmittags, Frau Esther R a p a p o r t - M i e f r S: BibrltmS für Anfänger. — Iung-Inda Iugendbnnd. Heimabend itm r» nhr im Bundesheim. Briefkasten der Redaktion. .tz. K. 933. Diese Frage ist noch nicht spruchreif und ivird >!.sk iv iumcv Kennlms der FlikdcusbediugUttgeit beantwortet sund:ii tnnitnt. — K. Ch. Nach den vorläufig geltenden Br- »uminiriigeii mliü öl!- Eimcisctzcivilligung amefordert werde». Im vorliegenden Falle werden sich hoffentlich kemeSchwierigkeitenergrbev. I Die Ernährung. Der Marktbericht. Obwohl aus Ungarn, das uns sonst große Mengen mn 'Gemüse geliefert hat, jetzt leine Sendungen eintreffen, herrscht augenblicklich Ueberfluß an G e m L s e, da die Ankünfte an fetb* mäßig gebautem Gemüse heimischer Erzeugung außerordentlich günstig sind. Es ist daher zu erwarten, daß die Gärtner mit ihrer Forderung im Erhöhung her Preise für Gännergrmüse nicht dnrchdringen werden. Das Obstangedot beschränkt sich auf Aepsel und Dirnen. Pflaumen und Weintrauben verirren stch nur in verschwindend Hemm Mengen auf die Wiener Märkte. F i s ch e find auf den Märkten nicht zu haben. In der G r o ß «i a r l 1 h a l l e gab es außer dem rahonierten Rindfleisch kein Angebot. Heute kommt amerikanisches Speckfleisch und in dir Geflügelabteilnug Gänsefleisch und Gänsefett j»tm Verkaufe. Die Bvotpreiserhöhrmg. In der gestern unter bent Vorsitz des Landeshauptmannes S e v e r obgehaltenen Sitzung zur Bestimmung de s Brotpreises* wendeten sich die Berti eiet bet Verbrauch« gegen eine Erhöhung des BrvtpreiscS und waren aber geneigt, die geforderten zehn Heller zur Ausbeffenmg der Gehilfenschaft zu brwilligm. Die Unternehmer betonten, daß auch afle flhrigen ia dm Betrieben beschäftigten Arbeiter in gleichem Maße wie die Bäckergehilfen aufgebeffert werden müßten und begründeten damit ihre höheren Forderungen. Zu einer Einigung gelangte man nicht. DaS LandwirtschastSamt nahm alle Aeußeruugm zur Kenntnis und wird im Laufe des heutigm Vormittags Über dm neuen Brotpreis abstimmen. Der tägliche Mehleinlauf. « An Getreide und Mehl find mit Ententeseudungen in Deutschösterreich eingelaW: am 25. d. M. 1082 Tonnen Getreide ---- 9SS Tonnen Mehl, ferner 197 Tonnen Mehl und 50 Tonnen Haserflocken; am 26. d.M. 295 Tonnen Getreide -- 266 Tonnen Mehl, ferner 111 Tonnen Mehl und 29 Tonnen Haserflocken; am 27. d. M. 124 Tonnen Getreide --- 112 Tonnen Mehl, ferner 176 Tonnen Mehl und 12 Tonnm Haserflocken, zusammen 1790 Tonnen Mehl und 91 Tonnen Haserflocken. Der tägliche Milcheinlauf. Aus der Provinz wurden nach Wien geliefert: am 25. d.M. 70.504 Lltrr Milch, davon 30.986 Llter sauer; am 26. d. M. 68.227 Mer, davon 26.821 Liter sauer; am 37.d.M. 70.981 Liter, davon 29.515 Liter sauer. Mitteilungen der „Roho". Zentral m a g rz i n. VHI., P i a r i stengasse 19: Schweizer Schokolade, Terpler, Salzheringe. Franckkaffre, KartoffelwalMirß, Mandolatto, Slibowitz lGesäße milbringenV Bon 8 bis 12 und von 8 bis 5 Uhr. — M a a a z i n, 1,, N ibelungengasse 7: Haselnttffe/Kartomlwalzgrieß, Sardellenpasta, Senf. Von 9 bis 12 und von 3 bis 5 Uhr. — II., Ul., IV., X., XU., xm.,. XVII. und. XIX. Bezirk: Sardeflmringe in Oel, Kartoffelwalzgrieß und diverse Klrinmkeilen. Von 8 bis 12 und 9 bis 5 Uhr. — IX. und XXI. Bezirk: Geschloffen. Abgabe von Frühkartoffeln. Samstag bis DieuStag werden in den Bezirken VI., VUl., XI. bis XIII. und XVif.* Frühkartoffeln holländischer Herkunft, und zwar % Kilogramm pro Kopf zum Preise von K 2.6 o iür daS Krlvgrannn, gegen Abtrennung des Abschnitlts „Xder Kartosselkatte abgegeben. Äepfel und Bittren aus den Wiener Warftten. Die in Wien emgelangtrn Obstsendungen wurden m folgender Wecke verteilt: IV. Bezirk: Naschmarkt 25.000 Kilogramm Aepsel und Birnen & X 7.30, 2500 Kilogramm Aepfcl ä K4.6K XIV., Meiselmarkt 3000 Kilogramm Atzisel und Birnen, XlV^ Sckwendrrmarkt 4000 Kckogramm Aepfrl und Birnen. XVI, Bezirk Markt 3500 Kilogramm Aepsel, XVII., Donierplatz 3500 Kilogramm Aepsel, durchwegs um X 7.90, XVIII., Kutschrermarkt 4000 Kilogramm Birnen und IX. Bezirk (Halle) 2000 Kilogramm um je X 5.60. Lebensmittel für Gastwirte. Die Genoffenschaftsvorstehung bringt ihren Mitgliedern zur Kenniniö, daß im Zerttrallager, VI. Brprk, Köstlergaffe 6,. Zwieback. Kompott, Ffigen. Kümmel. Majoran, Neugewürz und Paprika fteihäudig zum Verkaufe gelangen. . > Erhöhung der Marktgebühren. Die Marktgeblihrcn jeder Art wurden sowohl auf den offenen Märkten wie auch in den Tetailmartthallen bedeutend erhöht. Eröffnung einer jüdischen Arbeiterdiiche im ll. Bezirk. Die berertS anaekündigte Gemcmfchnflskiiche des Ällaemeinen jüdischen ArbeNervereineS ..Poale Zion" fift jüdische Arbeiter und Äimestelltt, Wien. H., Blumanergasse 1, mürbe eröffnet. Da die Teilnchmtranzahl begrenzt ist, werden weitere Anmeldungen nur .noch ln den nächsten Tage,l berücksichtigt. Der Preis pro Mittagmahl beträgt X 9.50. Die Anmeldungen werden im Lokal der Küche von 8 biS 9 Uhr entgegengetlümmen. Audolf Feldfchnh, N.» Pratcrstratze 54. Zucker* abaabe für Jnli, Schokolade. Tee, Kakao, Tlschweine rrsw. Geöffnet von 8 bis 12 md Vj8 bis 8 Uhr abends. 8 Dar Zionistlscbdabrbucb I sZüdlscberlNsttonslkalender 5680) I V. Iakrgang. ->n,s 1 v»l> Abelen nndLudwig ZZ»»ko ist in Vorbereitung Bühne und Kunst. Wiener Stadttheater. (Eröffnimgsvorstellung: Gcrhart HauvtmmwS «Die Webers Als Josef Jarno im Sommer 1915 das Stadtth«-te« räumen wußte, ließ erunter seinem Publikum ein Abschieds^ schreiben vrrieilen, in dem er der Hoffnung Andruck gab, rechtz bald ans einer neuen Stätte sein Werk sorlsetzrn zu dürfen^ Nim erlebt er die Genugtuung, ddö er schon» nach Jahresfrist wieder ih fein Stadttheater einziehei'. kann. W« beglückwünschen ihn und das Wiener Kunstleben und wollm als .ein günstiges Symptom ansehrn, daß zuM erstenmal eintzj Operettenbühne in ein Schauspielhaus um-ewändelt wurde. ' ¥\ Die neue Direktion Jarno-Karczag eröffnete mit Haupts mannS Proletarierdrama „Die Weber-, daS heute schon recht bew blaßt ist. Herr M a r r, der ausgezeichnete Künstler, der das Bnrg^ theater verlassen hat und Jarno als Spielleiter zur Seite stehen wird/ hat das Stück inszemert. Die Maffenszenen schienen uns nicht immer' lebendig genug. Auch daS Tempo -war zu schleppend. Hervprragerck^ einzelne Leistungen. Insbesondere Frau I 0 s e f s Y als ans-', begehrende, das Sklavenjoch abschüttelnde Proletariermutter ganz ansgezeichnet. Vortrefflich waren auch die Herren Ti ll e r,! l e i ß m ii l l r r und M a r r. Das Publikum zsllle! starken Bcis„ü. aber es klang doch nur so wie Bezeugung de«! Hochachtung für Grrharl Hauptman». Derttfche- VolL-theate*. „Uu b Pippa tanz^, Gerhart Hauptman,iS Glas-, hüttemnärchen, dieses Schrecknis für alle T«utl!chkei^sanatik«rJ daL Werk des Dichter-, dessen Poetische Schönheit zu ergründelc', sich die Literaturrattonalisten hoffnungslos mühen, wurde' gestern im Deutschen Volks theater zum erM Male «nfa geführt. N; i Direktor Bernau hatte stch alle Mühe gegeben, tn*.! das Stück herauszubringen und seiner Regie gelang «ine Aussührung, di« sowohl was das Znsamm^nsPiel betrifft, als auch in Beziehung auf dte Tönung der SLenen diel Lob' verdient. Man spielte gestern mit Hingabe Und gutem lingen. Fräulein Hochwald, durch ihre -arte Mädchen-' Hastigkeit für die Gestalt der Pippa prädestiniert, brachte das Unbewußte der Figur zu guter Geltung. Eine «echt-, erfrenliche Leistung bot Herr SteinbSck als Michael' Höllriegl. Herr E v <- c t $ \oat ein, grufel^regender ant-' malischer Hahn, sehr gut auch der junge Schildkraut afffj Italiener. Den mythischen Wann des Herrfi Ouno Wiel man weniger salbungsvoll gewünscht. Die Ausführung fand i eine höchst beifällige Aufnahme und z,im Schlüsse wollte' der Beifall kein Ende nehmen. Aus den Theatern. Im Operntheater gelangt beute ..D e ri M a S k e tt B a L t“ ntrt ben Damen Windheufer, Paalen, Schäm,! Herrn Max S a l z i n g e r auS New-Nork als Gast, den Hexrey Markt, Brtetjo. Madin, Breuer und LPuzzarelli zur Aufführung« Eugen d'AkbertS Oper „Der Stier v 0 «; Olivirrck" wurde zur Erstaufführung au dir Wiener Vvlksoper und an der BdlkSoper in Hamburg mit D«a Schwarz: als Gast erworben. JmSchönbrnnner Schksßtßeater, deffe» Spielzeit wahrscheinlich bis Ende Oktober verlärtgert wird, kommt als erste Novität G 0 l d 0 n i s „Locandiera" mit Frau M e d c l s k y in der Titelrolle. Die männliche Hauptrolle dürfte -Herr M a y e r h v f e r, der in diesen, Stücke sein Engagement antreten fall, darstellen. Ende September wird Molieces> „H e i r ,n wider J8B t {t e tt" in einer neuen Bearbeillmg^ von Hugo von Hoffmannsthal folgen. Itt Aussicht genommen ist auch für,das Schloßtheater eine Aufführung von S h a w S .,E and d d a". Zum Dramaturgen de8 B u r g t h e a t e r s ist Doftor Stephan H o ck ernannt worden. Dr. .hockt ein Wiener, ist- Brivardozeiit an der hiesigen Universität und Lehrer an der^ Dev Lvhnkampf der Wiener Btihirenangeftellte« beendet. Bei der heule stattgesundenen gemeinsamen Sitzung des DwektormverbaudeS und,. deS TbeaterratrS. welche im SitzungS*, male des Deutschösterrcichischen Bühnenvrreiurs abgehalten wiltde» ist a»rs Basis der Vorschläge der Vertreter der Sühnenangestesttr». eine Einigung erzielt Wochen. Die B;rtreter des Dirckioren«'! verbandeS - haben sich bereit erklärt, den Forderungen' des technischen Personals und der Orchestermit-' glwdrr in jenem Ausmaße zuzustimmen, welches' in der unter dem Vorsitze deS Landeshauptmannes Scver statt», gelundenm Sitzung sestgelegt worden war. Dem darstellenden Personal'wurde zugestauden. die Erhöhung aller Bezüge unter K 500 aut diesen Betrag als Mininialgage, ferner eine Quote van fünf Achtel jener Forderungen, welche der Bühmnvrrein für seine Mitglieder ursprünglich gestellt hatte. Mit diesen Brreiubarnugrn. die nach überaus langwierigen Verhandlungen zuftandekamen. ijL der Lohukampf der Wiener Bühnenangestellten beendet. Von der BolKsoper. Der Siadtrot hat nach einem Berichte des Stodtrates B r c i t n e r den Eintritt der Gesell« schaff in. I>. H. Felix Weingartner in den^ Pachtvertrag Ke8 Jubiläums-Stadttheater» für die Zeit zugestimml, Llfl Direktor Felix Weingartner tatsächlich die künstlerische Leitung di0 Theaterftme hat. - »Var dem Sturm." Bon M. I, bin G 0 r i:o n, Den icue Band des großen GrzithlerS wird die Freunde seiner Kunst ilcht m«-er et'tmken. nt» die bereits erschienenen. Nicht ver-- uiuucke Güettvrornantik. „och die stellt Versonnenheit tt«»« Mdtisch«- Idnllen spinnt der» Leser dieftS Buches ein, l»»r weht Aktvttici tntkx verhaltene Dramatik wetierkmchtel gnS den krastvoll irttallrtm Erzählungen, in denen Lehen und Schicksal astsiidischex heuschm von dem grwaingen Hinkutzrimd des Bottes sich i» icndcndem Lichte abhe'n. Pre.'-, schön achrmden. X ft—. Zg riiclun btucl) die Buchhandlung ^R. V, 0 w i t, W»en, 1., Roiens

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.