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Wiener Morgenzeitung · 1919-08-30 · Heft 221 (30.8.1919) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 221 (30.8.1919)
Date
1919-08-30
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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V'Shw Nr. 221 Wien, Samstag Wiener Morgenzeitung 50. August 1919 Seite-.5$* toheu Preis für ihr veräußertes Besitztum zu sichern, soll »ine Liquidierungsbank geschaffen. werben. Die Vorarbeiten >ür diese Gründung sind bereits im Zuge, wobei natürlich löicit nicht selbständig, sondern im engsten Einvernehmen nit den Zentralbehörden Vorgehen muß. Daß der zionistischen Partei, beziehungsweise dem Palastinäaint als deren ^ponenten in diesem Unternehmen, ein gewisser Einfluß gesichert werden muß, versteht sich von selbst. Bedauerlicherweise und sehr zum Schaden der Cache kämpft bas Palästinaamt mit große,: finanziellen Schwierigkeiten. Seine Arbeit ist vermöge der Stellung Wiens als zionistisches Zentrum nicht auf Deutschösterreich beschränkt, wohl aber seine Einnahmsquellen. Daß diese bei der herrschenden finanziellen Situation und bei den starken Anforderungen, welche die Partei an jedes einzelne Parteimitglied stellen muß, nicht sehr ergiebig fließen, liegt auf der Hand. Der" Zionismus ist aber heute über brs Stadium hinaus, pro man eine Förderung darin erblickte, wenn man ihm einmal' ein größeres oper kleineres Almosen zukommen ließ. Palästina ist keine Parteiangelegenheit; das ganze Judentum ist daran interessiert und . alle müssen an seinem Aufbau' mithelfen, wie jeder es vermag. 'Diese Ueberzeugung muß'" nicht nur in zionistischen Kreisest, sondern überall unter aller; Juden Platz greifen, dann wird es uns mich möglich sein; allen Anforderungen, die die Sache an uns stellt, gerecht zu, sterben. Tagesbericht. Die Erzählungen des Herrn Landeshauptmannes Schrasfl. > Aus dem heilige» Land Tirol. In der gestrigen Sitzung des Tiroler Landtages kam auch die Ausweisung!» er S o m m e i* g äste zur Sprache. Landeshauptmann S chraffl erklärte auf eine.Anfrage, daß die Zahl der in Tirol sich aufhaltenden Sommergäste etwa 7200 betrage, worunter allerdings die Touristen, die ohne festen Aufenthalt.in Tirol herumreisen, nicht eingerechnet sind. Herr Schraffl erklärte in biederer Tiroler Gemütlichkeit, daß die Rückbeförderung der Sommergäste ihn nichts angehe, das fei Sache der Eisenbahnverwaltung, welche allerdings bei dem herrschenden Kohlenmangel mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen haben werde. Aus diesen Erzählungen des Herrn Schraffl geht klar hervor, daß das Märchen von der Ueherfchwemmung Tirols durch Sommergäste ein aufgelegter Humbug war. Herr Schraffl wird doch nicht glauben, daß 7200 Personen imstande sind, Tirol arm zu essen. Die Ausweisung der Sommergäste ist auf ein anderes Konto zu setzen! Die .Herren in Tirol sind jetzt, fremdenfeindlich geworden und möchten nicht gerne, daß. ihnen die Wiener zu sehr in die Töpfe schauen, und,..das Prassen. und Schlemmen her sogenannten bodenständigen Bevölkerung mitansehen. Tirol will sich abschließen, um ohne Kontrolle zu sein. Bis Herr Schraffl und feine Genossen im nächsten Jahre wieder die große Werbetrommel rühren werden, auf daß der Fremdenverkehr gehoben werde, dann dürste er auch — hoffen wir. es — die gebührende Antwort von den Wienern erhalten. Der ^kampf der Länder gegen die Wiener. Die Regierung wird energisch . .. Dem Staatsamte für Inneres und Unterricht ist zur Kenntnis gekommen, daß die von einigen Landesregierungen mit i. September verfügte Evakuierung der Sommerfrischler gewisse Härten beinhaltet und auch im Vereine mit der bestehenden Vcrkebrsnot. zu unhaltbaren Zuständen auf den Bahnen führt. Es wird daher, den in Betracht kommenden Landesregierungen dringend nahegelegt, zwecks Erzielung eines allmählichen AbströmcnS der Sommerfrischler die Frist für die Beendigung der Sommerfrische bis z u m 1b. S e p t e m b e r z u e r ft r e ck e n. ... Revision der Sommerftischlev vor der Abreise. _ Wie berichtet wird, haben zahlreiche Gemeindevorstehungen in Niederösterreich eine Kundmachung herausgegeben, in der mitgeteilt wird, Paß die Sommerfrischler, ehe sie die Ortschaft verlassen, kurz vor ihrer Abfahrt von zwei seitens der betreffenden Ortschaft entsendeten G c m e i n d e m i r t s ch a f t 8 r 8 t e n i h x R e i s e g e p ä ck überprüfen lassen m ü.s s e n, damit sie nicht Lebensmittel mitnrhmen. Nach dieser Revision ' versehen die Gemeindcdclegierten das Reisegepäck mit einem Gememdesiegel und der betreffende Sommcrsrffchlcr erhält eine'amtliche Bestätigung darüber, daß sein Reisegepäck unter gemeindeamtlicher Kontrolle eingepackt wurde. Rückkehr der Flüchtlinge nach Ostgalizien. Von der polnischen Gesandtschaft mWieu wird verlautbart: Das. Präsidium der Statthalterei .m Lemberg teilt mit, daß es im Einvernehmen mit dem Mrlitärkomando die Rückkehr der Flüchtlinge und der zwangsweise Evakuierten in alle Bezirke Ostgalizitns, das Hecht vis zu den Grenzen des ehemaligen russischen Reiches gestaltet. . Das Statthalterei-Präsidium ordnet au, daß alle Flüchtlinge spätestens bis 3 0. September inihren früheren Au f e n t h a l t s o r t zurückzukehren haben. Gemäß dieser Anordnung gelten alle bisherigen Vorschriften betreffend die unentgeltliche Menbahnfahrt, Transport des Reisegepäcks und Bezug oer Flüchtlingsunterstützung durch 60 Tage nach der Rückkehr. , ' Dir in Wien wohnhaften Flüchtlinge haben sich zwecks Erlangung der Ir eien E l s e n b a h N s a h r t im Laufe dieses Näuiats, beziehungsweise im Monate September dieses Jahres beim Delegierten des Staatsamtes für die Angelegenheiten der Kriegsgefangenen und Flüchtlinge, Herrn Trenner, Schwarzenberg- Platz 8, an Wochentagen vormittags zu melden. Die Evaluationc. züge für M üb e l t r a n s p o r t e werden Mitte und Ende September., von Wien abgehen. Diejenigen Personen, die hier keine Einrichtungsgegenstände haben, können sich. jeden Tag zum Transport melden. Solche Transporte gehen jcd en T a g von Wien ab.? - Um den Flüchtlingen, welche bis jetzt die Flüchtlings- Unterstützung bezogen haben, die-Möglichkeit zu geben, nach der Nückkehr nt die Heimat die Unterstützung weiter beziehen zu können, werden ihnen im Unterüützungsbureau der polnischen Gesandtschaft diesbezügliche Bescheinigungen ausgestellt. Die Heimreise der Palästinenser. Der am 19. d. M. von Wien über Anordnung des Palä- 'tüiaamtes und dank der Munifizenz des Joint Cornmittee sowie anderer Hilfskomitees abgegangene rste Palästinaheimkehrertransport schwimmt bereits auf'hoher See. Herr Jacques Brings, Direktor der Jüdischen'Palästina-Neife- und Transportgesellschaft, der den Transport bis Triest begleitet hat, ist nach Wien zurückgekehrt. Die bekannten Kohlen- und Lokomotivkalamitäten bewirkten die jetzt ja unvermeidliche Verspätung, so daß der Transport schon in Amstetten den Anschluß versäumte. Dem energischen Einschreiten des Transpvrtführers ist es zuzuschveiben, daß unsere Separativaggons mit einer Erforöernislokomotive bis Sankt Michael nachgeschickt wurden, wo der Anschluß erreicht würde. Sonst verlief die Reise ohne jeden Zwischenfall. Das Verhalten der Heimkehrer war einwarürfrei. Die Einschiffung auf dem Dampfer „Corinthia" erfolgte Sonntag früh. Die tadellose Abwicklung der Einschiffitng machte einen ausgezeichneten Eindruck auf die italienischsn Behörden sowie auf das zahlreia) erschienene Publikum. Den beutschösterreichischen sowie italienischen Behörden gebührt für ihre Unterstützung unser Dank. Von ber Jüdischen PaWtna-Reise- und Transportgesellschaft wurde' für die mehr als zwölftägige Seereise! betreffs ritueller Verköstigung Vorsorge getroffen und hierfür sowie zur Aufrechterhaltung der Ordnung ein Komitee von drei Frauen und drei Männern aus der Mitte der Passagiere gewählt. Das Palästinaamt Jaffa ist vom Eintreffen des Transportes verständigt. Die Kohlenkrise. Die Lage ist noch immer sehr kritisch, da die Zufuhren nur sickernd eintreffen. Eine unvorhergesehene Stockung des Zuschubes würde genügen, um den ganzen Betrieb ber Elektrizitätswerke und damit aller industriellen Unternehmungen stillzulegen. Die Vorräte des städtischen Elektrizitätswerkes reichen für höchstens zwei Tage. Oberbanrat Philipp vom Staatsamt für öffentliche Arbeiten hat sich persönlich an den Wiener tschechischen Gesandten um Aushilfe gewendet. Am 26. d. M. sind 2500 Tonnen oberschlesischer Kohlen nach Wien abgegangen, die aber noch nicht £ur Gänze eingetroffen sind. Dennoch haben die heuttgen und gestrigen oberschlesischen Einläufe bereits eine kleine Besserung gezeigt. Aber die Situation ist infolge des langen Ausbleibens der Zufuhren derart kritisch, daß nur unter der Annahme besserer Zufuhren aus Böhmen der Betrieb noch aufrechterhmten werden kann. Besonders macht sich die Wirkung des oberschlesischen Streiks gerade jetzt in der Industrie geltend. _ - Der Vizepräsident des Di rektore »Verbandes, Direktor Höllering, ist vorgestern aus Prag zurückgekehrt, wo ev beim Präsidenten Mäsaryk wegen gesonderter Belieferung der Theater , mit Kohlen aus dem tschechischen Gebiete vorgesprochen hat. Die Verhandlungen haben im Prinzip ein günstiges Ergebnis gehabt und die Theaterleute hoffen, daß die Saison durch die Kohlenfrrge nicht allzusehr behindert sein wird. Drohender Schneiderstreik. Hundertprozentige Lohnerhöhung gefordert. Im Verbandsheim in Gmnpendorf fand vorgestern abends eine von der Gehilfenschaft der. D a m e n s ch n e i d e t e t massenhaft besuchte Versammlung statt. Gehilfenobmannstellvertreter W o n d r a teilte der Beschluß der Dertrauensmännerversammluug mit, wonach eine hundertprozentige Lohnerhöhung gefordert wird. Gehilfinnen, welche selbständig ein Kleidungsstück Herstellen können, sind in der Entlohnung den männlichen Gehilfen glttchzustelleu. ' Gehilfenobmann Abgeordneter S m i t k a betonte, daß in bezug auf die Kaufkraft unseres Geldes die 100prozen1ige Lohnerhöhung noch lange nicht an den Wert des Lohnes der Vorkriegszeit heranreicht. Der Beschluß über die Frage, ob gestreikt werden solle oder nicht, blecht einer weiteren Versammlung Vorbehalten. Die Forderungen sollen bereits am 1. September in Kraft-treten. Eisenbahnunfälle. Aus Brünn wird rmterm 29. d. M. telegraphiert: Heute gegen 5 Uhr früh fuhr eine leere Garnitur in der Richtung gegen den Bahnhof Lundenburg auf d en Wi en er Person e n z u g Nr- 16 auf. Beim Zusammenstoß wurden 39 Passagiere, darunter einige schwer, verletzt. Aus Fürstenfeld wird unterm 29. d. M. telegraphiert: Der gestern von Graz um 1 Uhr 25 Minuten mittags abgegangene Persouenzug entgleiste um 5 Uhr 50Minuten nachmittags knapp nach der Ausfahrt aus Fucstenfeld durch Bruch der Schwellen. Drcr Personen wurden leicht, eine schwer v e r l e tzt, eine Reche Waggons wurden zertrümmert und ein größeres Unglück nur dadurch verhindert, daß die Böschung des Eisenbahndamrncs an der Unfallstelle nicht steil ist. Reichsdeutsche Spartakisten in Wien. Die Polizeidirektion brachte in Erfahrung, baß in dem kommunistischen Parteisekretariat des Kreises F'loridsdorf, 21. Bezirk, Holzmeistergasse 10, reichsdeutsche Spartakisten verborgen gehalten werden, und nahm am "28. d. SOft. dortselbst 'eine Nachschau vor. Hierbei wurden zwei reichsdeutsche Spartakisten, angeblich Franz Beckenbauer und Ewald Erz borg er, angetrofftn und verhaftet, von denen der Erstgenannte wegen spartakiftischer Umtriebe zur Zeit der Räteherrschaft in München zu einem Jahre und vier Monaten Festungshaft verurteilt worden und vor kurzem aus der Haft in Passau entsprungen sein will. Erzberger gibt zu, aus demselben Grunde in München verfolgt und deshalb nacb Deutschösterreich geflüchtet zu sein. Im Parteisekretariat wurden sechs Ga s g r a n a t e n, ein Paket mit Gewehrmunition, ein Kavalleriesäbel, eine Buchdruckerpresse und eine Anzahl von zur Fälschung von Dokumenten bestimmter Abdrücke von Stampiglien von in Wien residierenden ausländischen Missionen sowie eines Wiener Pfarramtes vorgesunden. Äuf Grund des Nevisionsergebnisses wurde der Parteisekretär Jplfef Lnmpi in Hast genonmren. Gr wird rrach Abschluß der polizeilichen Erhebungen dem Landesgerichte Wien eingeliesert werden. - Die falschen Soldaterrräte. Ein frecher Betrug. Aas E-'enstadt m Wcfiungarn war dieser T-.ge Frau iriuba Kisfalussy, die Gatttn emrs Postiekrclärs, nach Wien gekommen, um hier Einkäufe zu besorgen. Als sie nun am 26. d. M. nach Erledigung aller Emkanse mtttags auf den Südbcchnhof Fant, um hemizm-eaeri, sah sie sich plötzlich zwei ihr unbekannten Männern gegenüber, die mit der Amtsmiene auf sie 641 Seit reift» Maschinen Reparaturen schnell, billig1 und gut Franz Josef Pelz, ft., Biberstrasse 9. zutratm. Sie stellten sich als Polizeiagenten vor, der eine Überdies als „Soldatcnrat Alfred Kersch bäume r". der andere als Bezirksarbeiterrat Bernhard Koritschone r. Die Männer teilten Frau Kissalussy in\ sie müßten sie wegen' des Verdachtes des Schmuggels von Waren" nach Ungarn verhaften und in die nächste Wachstube führen. Frau Kissalussy glaubte fest an den Amtscharakter der Leute, beteuerte, daß sie ja nur für ihren eigenen Gebrauch eingekauft habe;- aber all das nützte ihr nichts; sie wurde abgeführt, wie die Leute sagten, zur Wachstube. Aber so eilig hatten es dre Beiden nicht. Auf dem Wege dahin begannen beide zu sprechen und der Frau - die Schrecken ihres Schicksales vorzuhalten; sie machten sie aufmerksam, daß ihr langdauernder Arrest bevorftünde, dann müßte sie eine hohe Geldstrafe bezahlen, und überdies sei cs nicht unmöglich, daß ihr; Gl t e seine Stellung verlieren konnte. Die Frau war ganz mürbe, als der angebliche Arbeiterrat Koritschoner Frau Kissalussy aussorderte, doch den Soldatrnrat Kerschbaumer zu bestechen, damit er sie laufen lasse. Frau Kissalussy griff nach dem Rettungsanker und zog eine 1000-Kronennote hervor; allein die Summe war dem angeblichen Kerschbaumer zu wenig. Die Frau wollte auch mehr opfern und drückte dem Manne 2000 K in die Hand. Sie fühlte sich auch bemüsstgt,. dem.vermeintlichen Arbeiterrat Koritschoner für seinen. Rat auch K. 800 zu geben. Allein der Mann lehnte die Bestechung ab, indem er meinte, das sei ein „Nachtmahlgeld". Schonhatten die Beiden die Frau laufen lassen, als fürsie eine glückliche Wendung eintrat. Ein . Bekannter der - Frau, ein Herr Karl Turner kam hinzu und begrüßte die geängstigte Frau, die er eben mit' den beiden - angeblichen Polizeiagenten sah'. Er durchschaute den Schwindel und forderte die beiden zur 'Legitimation auf. Herr. Turner, der von Frau KiSsolussy kurz den Sachverhalt gehört hätte,-, ließ' die beiden M-änner vvn einem SichLrheitAwachmamr. auf., per? Straße auhättÄ?, als sie eben >her iinem M'einbar haviAlosen Pasfänten'eiM der beiden'1000-Kronenuoten umwechseln ließen.. Die OtlMalteuen wurden dem Amte überstellt. Auch,-, der „härmlvse" Pdfsant mußte mit. Am i27. d. M. .kam nun- Frau Kisfaluffy zum Kommissariat, und dabei stellte sich - heraus daß es sich nicht um einen gelegerttlichen Gauner-s streich gehandelt hat, sondern baß das Ganze ein förurli<Hes' Komplott war. Der „harmlose" Passant ist der mehrfach - vorbestrafte und aus Wien für 10 Jahre abgeschaffte Leopolds Bustin. Er ist der Bruder der Schnittwarenhändlerin' Regina Heinrich, 3. Bezirk, Rennweg 35 etabliert, bei - der 'Frau. Kisfaluffy ihre Einkäufe besorgt hat. Es waren? eben die Waren, die Frau Kisfalussy zum Südbahnhvf brttrgew' wollte und deretwegen sie die falschen Polizeiagenten arrettert hatten. Die ganze Sache mit der Arretierung war von Bustin- und den beiden Schwindlern abgekartet, um von der Frau Geld zu erpressen. Bustin konnte bisher nicht aufgegrissen,' werden. Regina Heinrich wurde unter dem Verdachte der Teilnahme im dem Streich verhaftet und heute dem Landes-, gericht eingeliesert. Gegen Kerschbaumer und Bernhard Korit-.' schoner ist die Strafamtshändlung eingeleitet. * Schweizer Hilfsaktio» für Wiener Hochschüler/ erste Transport von Ilv Teilnehmern geht Montag, den Der . ... .. 1« September mittags versirät auf. ab. Die Teilnehmerliste liegt in der Uni- * Die Rückkehr der Invalide» aus Italien. In der Zeit vom Neujahr bis Ende Juni wurden aus Jtalwn. 4560 Invalide und sonstige berücksichtigungswürdige Kriegsgefangene heimgesendet. Ende,Juli setzten die verstärkten Jnvalideutransvorte aus Italien ein. Die Zahl der aus Italien heinigekehrten Dentschösterreich er erreichte im Juli 2500, in der Zeit vom 1. bis 16. August 18.000. * Hebräische Schule, Wien, H., Große Mohrengasse 19, Tür 22. Die Einschreibungen in die Kurse für Kinder und Er- WuMwn*!. nne Fortgeschrittene finden vom 1. bis wachsene, Anfänger .... . ..... 8. September täglich von 5 bis 7 Uhr im Schullokale statt. S p a t e r e Anmeldungen werden nicht berücksichtigt werden. * Der Schiffsverkehr Budapest—Pretzburg wiederaufsenommen. Aus B u d a v e st wird gemeldet: Die ungarische Fluß- und Seeschiffahrts-Gesellschaft teilt mit, daß. der Passagurverkchr zwischen Budapest und P r e ß b u r g wieder arlfgenonnnen wird. Von Budapest geht das Schiff jeden Montag und Freitag um 5 Uhr nachmittags ab und trifft Diens-' tag, beziehungsweise Samstag um 10 Uhr vormittags in Vreßburg ein. In der Gegenrichtung verkehrt das Schiff jeden Dienstag und Samstag um 1 Uhr 30 Minuten nachmittags ab Preßburg und trifft in Budapest um 12 Uhr 15 MiMten nachts ein..- * Brand auf dem Schweinemarkt zu St. Marx. Ern Brand, der sehr gefährlich hätte werden können, ist heute abends auf dem Schweinemast zu St. Marx ansgebrochen. Aus bisher unbekannter Ursache geriet eines der riesigen Schweinestallgebäude in Brand. Die Baulichkeiten sind aus Holz und haben eine Länge von etwa 100 und eine Breite von 10 Meter. Statt der Schweine war aber jetzt in dem Gebäude Stroh cingelagert. Das Holz der Wände und das Stroh der Lagerung boten, dem Feuer reichliche Nahrung und es stand zu besiirchten, daß der Brand nicht nur diesen Bau vernichten, sondern auch auf. die- Nachbargebände übergreifen könnte. Die Feuerwehr kam aber rasch und mit starken Kräften unter Führung des Branddireltorstellvcrtreters Mayer. Ohne Verzug wurden von allen Seiten Wassermasseu in me Flammen geschleudert. Durch die ziclbewußte und an der richtigen Stelle' einsetzende Arbeit der Feuerwehr, gelang es in einer halben Stunde, das Feuer aus etwas über die Hälfte der Stallbaracke einzudämmen.. Die andere Hälfte samt dem cingelagerten Stroh konnte erhalten bleiben. Nach einer weiteren halben Stunde war das Feuer ganz gelöscht. Der Schaden ist ziemlich groß. Eine Brandwache blieb auf dem Platze über Nacht zurück. * 67.000 Kvone» im Grabe seines Bruders versteckt. Wie belichtet, find als Terluehnier an dem Diebstahl aus dem Wagen der Staatseismbahngesellschaft, bei dem. K 272.260 gestohlen wurden, die Hilssarbeiter Josef K u b i c e k, Franz. B a t t i st a und der Schmledgehilfe Franz N a k u s ch a n verhaftet worden. Nun hat Franz R a k u s ch a n bei seiner Einvernahme :m Sicherhensburcau das Geständnis abgelegt, daß er von der Blcrtelmiltlon einen Teilbetrag von K 67.000 auf dem Grabe seines verstorbenen Bruders auf dem Zentraljriedhose vergraben hätte. Polizeiagenten haben grstern vvnnittags,das Grab des Bruders ausgesucht. Sie fanden wirklich im Erdhügel auf diesem Grabe unter Blumen : versteckt diese Summe auf. , wi •ifij W I' vfi, #1 j Iw Ä?. \ - 1 " l"ik ■! iH 'vSr'H'; £ HU >.W.■ „D- J , I; ’ * fi\y 'V< §, ■ ] 5 . k!,I iVfi I I i Ir? •i m. Tli I ' [5 ir y g ' i** t«? Li . ] 'j';| I I «; jiM ‘f ». i] H " nt i J V Ul- I iiV'f/i; - VI ’ - ftst t ,f j it ,, fi«: - ,K I I: ‘ r/

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