Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 218 (27.8.1919)
- Date
- 1919-08-27
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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u Ne. 218 Wien, Mittwoch Wiener Morgenzeitung 27. August 1919 Seite o. Die Ententemisston in Laibach aufgelöst. Laibach» 26. August. lKorr.-Bur.") Samstag dm 2t. b. M. erstattete der Chef der interalliierten Mission in 8 arbach dem Präsidium der Landesregieumg die amtliche Mittelluna, daß sich die Mission am 24. d. M. auf höheren Befehl a u f t ö st. Die italienischen Mitglieder der Mission verließen am 24. b. M. Laibach. Sie fuhren mittels Automobils über Tarvis nach Wie n ab. Die Meutereien in der englischen Armee. Rotterdam, 26. August. Der Nieuwe Rotterdamsche Courant meldet aus London: Die 260 britischen Soldaten, die sich m Soutbamvton weigerten, an Bord der Schiffe zu gehen, die sie mach Rußland bringen sollten, wurden von drei Kompanien des aus Portsmouth; herbogehollen Suffcx-Regiments m dem Park, wo sie ttbernachhttcn, umzingllt. Die hcrbeigerilten Truppen waren mit Maschinenqcwchren ausgerüstet. Den Meuterern wurde eine Stunde Bedenkzeit gegeben. Als diese vergangen war, ohne daß sie sich ergeben hätten, wurden alle 200 verhaftet, ohne daß sie Widerstand leisteten. Weitere Auszahlung mn Depots in der Tschecho-Slowakei. s Prag, 26.August. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") Das Finanzministerium beabsichtigt, in den nächsten Tagen Einlagen tjtttb Anteile, welche die Summe von K 50.000 .nicht übersteigen, bis zu Beträgen .von K 2000 zur Gänze und bei höheren Betragen bis zu S5 Prozent (bisher 70 Prozent) freizugeben. Der Prager BsEeamtenstreik. s Prag, 26. August. (Tel. der „Wr. Morgenzeitung".) Der Streik der Bankbeamten dauert unverändert fort. Obwohl die Verhandlungen g ii n st i g fortschreiten, wurde beschlossen, ehe nicht alle Forderungen erfüllt s i n d, im Streik zu verharren.. Eine Koalition der deutschen und tschechischen Sozialdemokraten. » Prag, 26, August. (Tel. der „Wr. Morgenzeitung".) Hier kursieren Meldungen von einer geplanten Koalition der deutschen und . tschechi.schen Sozialdemokraten gegen die Rätin onals o z i alen. Dazu schreibt das führende Organ der tschechischen Sozialdemokraten, „Pravo Lidu", daß'es sich bloß um einen Zusammenschluß . zu w r r t s ch östlichen Zwecken handeln dürfte. Fm Uebrigen liege es nur an den deutschen Sozialdemokraten, sich für die Republik zu erklären und dadurch eine proletarische Einheitsfront zu ermöglichen. Nordböhmen vor dem Sifenbahnerstreik? s Rerchenberg, 26. August. (Tel. der „Wiener Morgenztg.") In Reichenberg fand eine massenhaft besuchte Eisenbahnerversammlung statt, in der eine s ch a.r.s e Resolution gegen die überhandnehmende' L e b etts mit t e l- und Kohlen not beschlossen und darauf verwiesen wurde, daß das Personal, infolge der andauernd schlechten Erna h ru n g s v e r h 8 l t ni s s e auf das äuß erst e erregt sei. Es wurde ein kurzfristiges Ultimatum an die zuständigen Ministerien abgesendet, in welchem erklärt wird, daß das Personal aller Kategorien für den Fall, als die Verhältnisse sich nicht bessern sollten, zum Luße'rsten entschlossen sei. Eine Anzeige wegen Gesnndheitsfchadigung gegen die Tabakregie. s Prag, 26. August. (Tel. der „Wr. Morgenztg") Wie Ihr Korrespondent aus Tabor erfährt, hat die Bevölkerung, nachdem alle Beschwerden vergeblich geblieben sind, beschlossen, gegen die T ab a kr e gi e die Anzeige wegen Gesundheitsschädigung und Entwertung der Erzeugnisse der Tabakregie zu erstatten. Herrenu. Damenhiite werden nach neuest. ‘**~*1**r Mode prompt und billigst modernisiert XVIXI., W&hrlago? Gürtel 21 und VII., Mariahilforstrassa 88 Letzte Nachrichten. Friedrich will nicht znrücktreten. Budapest, 26. August. (12 Uhr nachts. Telegramm rttlsercs Korrespondenten.) Bis zur Stunde ist. obwohl heute abends die Kabmcttszusammenstellung vollendet und der Entente initgetellt werden nrüßte, noch keine Entwirrung zu verzeichnen. Im Gegenteil, das Chaos naht dem Höhepunkte. Ministerpräsident Friedrich erklärte heute, ein Pariser Telegramm erhalten zu haben, demzufolge er den Genelal Tanczos, den. Szegediner Haudelsminister Varjassh und den Grafen Telcki als Delegierte nach Paris entsenden soll. Lovaszy erklärte das Telegramm als Mystifikation. Friedrich wollte dadurch offenbar die Situation, rettep und die von chnsilichsozialer Serie unterstützte ^kombination eines Kabinetts unter seinem Präsidium behaupten. In den Abendstunden entspann sich ein interessanter Kampf zwischen den Anhängern der Kombination Lovaszy, die der Entente genehm ist, und Friedrich, dem nahegelegt wurde, daß er zurücktreten soll, da er sonst das Schicksal des Landes verantworten werde. Auch die Cozialrstenführcr Perdl, Peyer und Garami beteiligten sich eitrigst an den Verhandlungen. Pcidl und Peyer enttcrnteu sich jedoch, alS man beschlossen hatte, Friedrich sofort zur Beratung zu holen. Augenblicklich sieht es so ans, alS ob Friedrich noch in der heutigen Nacht zum Rücktritt veranlaßt und Lovaszy mit der Bildung deS Kabinetts beginnen würde, in dem auch zwei bis drei Sozialisten Platz finden werden. Lovaszy will auch das Ministerium des Arußern behalten, dem er sich vor allem wldmen mochte, während ein besonders vertrauenswürdiger Staatssekretär die Präfidialagerrdcn nrnNNMNMI Tagesbericht. Zur Wiener Sokolaffäre. . Aussprache zwischen Marek und Tusar, j Das Tschecho-slowakische Preßburecm meldet: Brr dem Besuch, den der Bevollmächtigte der deutschösterreichischen Regieruyg in Prag, Dr. Ferdinand Mar ek, heute dem Ministerpräsidenterr Tusar abstattete, wobei er im Namen der deutschösterreichii'chen Negierung sein lebhaftes Bedauern über die Vorfälle im Wiener Nordwestbahnyof ansbrückte, sagte er, daß die Vorgänge von unverantwortlichen Elementen inszeniert wurden uii'o daß >diese zur Veranttvortung werden gezogen weröen. De. Marek gab ferner feiner Hoffnung Ausdruck, daß diese unliebsamen Vorfälle, für die die Regierung nicht verantwortlich sei und die jeder friedliebende Bürger verurteile, nicht Ursache einer Trübung der freundschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Republiken sein werde. Ministerpräsident Tusar nahm diese Loyalitätskundgebung zur Kenntnis und versicherte, daß auch die tschecho-slowakische Republik den Wunsch hege, mit der deutschösterreichischen Nachbarrepuülik die freundschaftlichen Beziehungen aufrechtzuerhalten. Die Antwort der Zrraimer Tschechen auf die Wiener Demonstration. Der „Korrespondenz Herzog" wird aus Znaim berichtet: Die Behinderung der Abreise der Wiener tschechischen S'vkoln auf dem Nordwestbahnhofe nach Znaim, wurde von hiesigen tschechischen Agitatoren^ dazu benützt, um eine Deutschenhetze in Znaim zu inszenieren. Insbesondere unter den tschechischen Eisenbahnern wurde die Hetze gegen die deutschen Eisenbahner 'betrieben und am Montag kam es tatsächlich zu schweren Ausschreitungen tschechischer Eisenbahner gegen beu'.scke Eiienbahnbeoiensteie. Montag abends üOctficicit etwa 2.0 tschechische Eisenbahner am hiesigen Bahnhofe den deutschen Schaffner La Grande und versuchten, ihn aus seiner im zweiten Stocke gelegenen Wohnung in die Tiefe zu stürzen. Unter übermenschlicher Anstrengung vermochte er in das Parierte zu flüchten, wo er von einer zweiten Gruppe tschechischer Eisenbahner überfallen und verprügelt wurde. Am Boden liegend, wurde er noch mit Stöcken geschlagen und mit Fußtritten traktiert, wobei er zahlreiche Verletzungen am Kopfe und am Körper erlitt. Eine besonders schwere Verletzung erlitt La Grande am linken Auge und ah der Stirne infolge eines Stiefeltrittes. Das Auge dürste aller Wahrsckeiulichieit nach verloren sein. Eine andere größere Gruppe, etwa 60 bis 80 tschechische Hetzer, drang gewaltsam in die Wohnungen der deutschen Bahnbeamten Holuschka und P r r n z ein, angeblich um den sozialdemokratischen Führer Scheuer zu suchen. Prinz, der sich in der Wohnung befand, bedrohte man, aus dem Fenster zu werfen. H o l u s ch k a, gegen den sich hauptsächlich die Wut der Menge richtete, war glücklicherweise nicht anwesend, doch wurden in seiner Wohnung ein Diwan, ein Kasten und verschieden« Nippesgegenstände demoliert. Antisemitische Ausschreitungen in Brünn. In Brünn kanc es in der Nacht vom 24. zum 25. b. M. zu großen antideutschen und antisemitischen Ausschreitungen, die bis 3 Uhr früh währten. Zunächst wurden deutsche Straßentafeln zertrümmert, dann aber wurden Juden verprügelt. „Rovnost", das Organ der tschechischen Sozialdenwkraten, stellt fest, daß diese wüsten Kundgebungen, an-denen -sich auch das tschechische Theaterpublikum beteiligt haben soll, der tschechischen Nation nur Schande machen. Eine Horde unverantwortlicher Leute habe sich wie Tollhäusler benommen. Der wüste Umzug wurde von Teilnehmern einer tschechischen nationaldemokratischen Versammlung veranstaltet, in welcher der Abgeordnete^ H a t 1 a k referierte. - * Die Demonstranten erklärten ihr Vorgehen als Revanche für das Vorgehen, deutschradikaler Eisenbahner gegen die S^koln am Wiener Nordwestbahnhofe. Der nati 'n'le C an-i.ck^mus feiert wieder Orgien und der Weisheit Schluß ist. eiye Judenhatz. Der dumme Stretch der Wiener Alldeutschen hat also doch einen ihnen gewiß genehmen Erfolg gezeitigt. Es geht in der Tfchecho-Slowakei ans die Juden los. Um diesen Preis, nehmen sie sogar eine Schädigung des Deutschtums in den Kauf.' Alle Wege führen zu Judenverfolgungen. Mögen diese traurigen Ereignisse die Judenschaft zur Erkenntnis ihrer Lage erziehen und sie im nationaljüdischen Lager einigen. Das nationale Judentum, welches den entwicklungsfeindlichen Hurra-Nationalismus verpönt, an der Errichtung der palästinensischen Heimstätte arbeitet, und die Juden aus den fremdnationalen Lagern herauszieht, wirkt im Sinne der Entspannung und Versöhnung. _ Die Kohlenkrise. Der Stadtrat wird sich heute zu Beginn seiner Sitzung neuerlich mit der Frage der Kohlenverso pgung Wiens in eingehendster Weise beschäftigen. Zu diesem Zwecke wurden der Staatssekretär für Inneres, E l d e r s ch, Landeshauptmann S e v e r, Ministerialrat Kloß, daß Staatsamt für Handel und Gewerbe, das Staatsamt für Verkehrswesen, der Vorstand des KriegSwuchcramtes Regierungsrat Dr. Bau mgarten zur Teilnahme an der Sitzung eingeladen. Der Sitzung werden weiters die Fachrcfcrenten und Direktoren der in Betracht kommenden städtischen Aemter und Unternehmungen beigezogm. Sonntag sind 170 Waggons oberschlcsische Kohle in Wien eingetroffen, wodurch die Ausrechterhaltung der wichtigsten Betriebe momentan gesichert wurde. Wie miigeteilt wird, sind letzten Snmstag 1400 Waggons Kohle aus dem oberschlesischen Revier nach Deutschösterreich abgegangen.. * Aus Caruarvon.wird gemeldet: Der Vorsitzende der britischen Grubenarbeitervercinigung, Robert Smillre, teilt cm „Weekly DcspatÄ" mit, daß rn kurzer Zeit, binnen wenigen Monaten, die Kohlenförderung in Großbritannien Adträchtlich v e r b e s s c r t und die monatliche Förderung um mehrere MillionenTonnen höher sem wird. Nach aller Voraussicht werde auch eine wesentliche Preisermäßigung cintreten. Solange das alte System in Kraft war, wodurch die Grubeneigentümer die Friedcnsgewlnne und noch mehr emsteckten, ohne daß die Arbeiter ihre Lebensführung verbeffern formten, sei eine Mehrförderung nicht möglich gewesen. , * Die" Agentur Dacia meldet: Den Entenüuau>'0vt(ii über Jugoslawien werden gleich an der Grenze in Bmlovce die größten Schwrerigkeitcu bereitet. Unter dem Vorwände, keine Koblenz» besitzen, halten die Jugoslawen sowohl die T r a n S p o r 1 z ü g e als auch den Snnplon-Ewirß tagelang auf und fordern von den Rasenden Separatbezahlungen für die Kohlenbeschaffung. Die französischen Transporlkomm ffäre, dre m den einzclnen Stationen den Kontrvlldlenst ausüben, sind diesen Uebergriffen der Jugoslawen gegenüber vollkommen machtlos, fo daß die interalliierte Transportkomnnfsion in Paris zu den s ch ä r f ft c n M a ß n a h m e u cnt- ÜfiMcttjß. Reparaturen u .«« schnell, billig und gut Josef Pelz, B., Bibers&rasse 8. Gin gräßlicher Mord Ser Spilleru. Mit Petroleum übergossen mtfc verbrannt. Einem gräßlichen Verbrechen, das an eine« in Wie« lebenden Geschäftsmann verübt worden ist, ist man gestern auf . dre Spur , gekommen. Der Holzhändler Jakob F l » n t e n st e i n aus Wien wurde früh n ä ck> ft S p i l l e r n tot a rr f q e f ihn d e n. Sein Leib war m i t Petroleum ri b e r g o s s e n und die L e i cki e wies, Brandwunden a u f. Ew Selbstmord erscheint ansgcschloffen. Wir erfahren über die rätselhafte Angelegenheit folgend» Einzelheiten. ' Heute früh kam ein Gendarm des Postens m Stockerau m das Wiener Sicherbettsbnreau und teilte dort mit, daß gestern früh. zwei Fischer im Gemeindeacbiet Svillern zwilchen Kilometer U und 18 in der Nabe des Donannfers. quer über einen Fußwetz die Leiche eines Mannes auf dem Boden gefunden hätten.. Si, verständigten sofort die Gendarmerie und Posten kamen aus dev Fundort der Leiche. Sie stellten fest, daß der Tote mit Petrolenn übeigoffen und daß die Kleider teilweise verbrannt watew Auch an dem Körper wies der Tote Brandwunden auf Die Brandverletznngen sind derart, daß nicht festgestellt werden konnte, ob der Tote auch sonst noch Wunden durch^Meffer öder Schußwaffe hat. Del dem Toten wurden eine Geldbörse und ein»' Rancherkarte gesunden. Die Karte lautete ans den Namen der, t6jährigen Holchändlers Jakob F l i n t e n st e i n, zu .Hnlicz geboren, verheiratet, Bolkertstraße Nr. 13 wohnhaft.,'In der Geldbörse befand sich ein Geldbetrag von K300. Das Slcheü' heitsbureau ließ rn der angegebenen Wohnung Nachfragen und' erfuhr, daß dort wirklich der Holzhändler Jakob Flmten-,. stein wohnt. Der Mann hat Sonntag früh die Wohnung mti, der Anaabe verlassen, daß er geschäftlich verreisen muffe. Er hä, weder über sein Reiseziel noch über den Zeitpunkt der Ruckkeh, Anaaben gemacht. Durch die Mitteilung der Beschreibung der Toten und der Kleider, die er getragen hat, ist erwiesen, daß de,. Tote Flintenstein ist. Daß eiü Selbstmord vorliegen könnte, erschein! vollkommen ausgeschlossen. Der Mann hat mutmaßlich nock Montag gelebt, da man bei ihm auch eine Montags- Morgenzeitung fand. Ob er einem Raubmord zum Opfer gefalle» öder aus anderen Gründen ermordet worden ist, darüber herrsche» Zweifel. Das Srchcrbeltsbnreau setzt die Erhebungen zur Aufllärung des rätselhaften Falles fort. ’' j Die Bakkaratpartie int TennispaviNon. Die tägliche Hasardpartie, die gestern nachts ausge-. hoben wurde, war zur Abwechslung wieder in der Josefstadt. DaS Polizeikommissariat dieses Bezirkes bekam um i/z2 Uhr früh die telephonische Mitteilung, baß im Hause Josef-, städtersrraße 51 eine Hasardpartie im Gange sei. Eine Anzahl- Polizeiorgane eilte unter Führung des Revierinspektgrs Schuster ins Haus. Die Aushebung der Partie war etwas romantisch. Das Haus ist ein uraltes Gebäude, der sogenannte „Höglhof". Es umfaßt mehrere Höfe. Auf Äm'^.W' lände des zweiten Hofes ist ein 'Tennisplatz, Eigentum devün Hause wohnhaften Anna Grüner. Der Hof ist mit einerzwei Meter hohen/.mit' Dpahtzäunen versehenen! Planke mn-. gebe::. Zum Tennisplatz gehört ein Pavillon mit mehrerenr Nebenräumen und Garderoben. Als die polizeilichen. Organe^ durch die Türe der Planke eindrangen und zum Pavillon, der versperrt und dessen Fenster dicht verhängt waren, kamen/, hörtest sie gedämpftes Sprechen. Nach langem Pochen wurde geöffnet und nun huschten aus dem Pavillon heraus in den finsteren Hof die Spieler, um sich auf dem Platze zu per-, bergen. Aus Mangel an anderer Beleuchtung mußte der:. Tennisplatz mit Laternen abgesucht werden, um die Gäste des Pavillons zu finden. Im Pavillon selbst, lagen, auf. einem Kasten durcheinander geworfen mehrte Spiele Karten für Bakkarat. In einem Nebenraume fmrd man eine Geldkassette^ Die Tische im Pavillon waren mit Flanelldecken überzogen. Obwohl die Gesellschaft beim Spiele nicht ertappt wurde, ist klar gewesen, daß Hasard gespielt worden ist. Einige der Gäste gaben auch ohne weiters, zn, daß Bakkarat gespielt worden ist. _ Grütze von Kriegsgefangenen ans Italien. Folgende Kriegsgefangene vom Lager Nervi (Jtaüen!.- übersendest Grüße an Bekannte und Verwandte: Feldwebei Ornsteiu, Skole; Zugssührer Landes, Dolina; Zugssuhrer Mehl mann; Infanterist Josef Schreiber, Drohobycz; Moses Freibrunn, Halicz; Samuel Hirsch. Nadworna; Abraham Schwitz Kossow: Abraham Karpr Potok Noch; Chaskel Berkovncz David Vogel, Leib Ungar, Tysmienica; Nosenberg, Sambor j Füchl Klein, Gorl,ce; Samuel Jonas, Stanislan; Chain Ingber, Iesupol; Chaim Schechter, Bolschowce; Zallel Uhrmannn, Chriplin; RasaelReiß, Sokal; Akvses Nemet, Iesupol! Wassermann, Ziviebel. Gissingcr. Skole; Zmümg, Jakol Lenczecz. Tarnopol; Buchmann, Seidner, Czeruowitz; Mosei Suchartsthuk, Brody; Bruder Krebs, Lemberg: Gefreiter Hcrm Fiaker, Bnrstyn; Tennenbaum, ALzusromm, Stanislawezik. - Unentgeltliche Auskünfte erteilt täglich von 4 bis 6 Uhr Heimkehrer Leon Knöbil. XX., Romanogasse 11/13. •* Das Hilfskomitee für Advokaten und Advokatuvs-Kandidaten aus Galizien empfängt Parteien nur an Montag, Mittwoch und Freitag z w i s ch e * 3 und 4 Uhr nachmittags im Amerikanischen Hilfskomitee I., Seilersiätte 15. In der Privatwohnung des Kom-teeobmannZ werden keiner-lei Auskünfte erteilt. Für das Komitee Doktoi M. P y ch t m a n n. * Verband der Angestellten jüdischer Organi-. fationen» H., Zirknsgaffe 33. Anfangs September erfolg die Ausgabe von: Damenstrümpsen, Rndcrleibchen, Knabeusocken Frauenhemden, Frauenhosen, Handschuhen und Handtüchern h gllter Qualität zu billigsten Preisen. Vormerkungen der Hern Moses Bier. H., Zirkusgasse 33 (Sekretariat) und bei Fräuleir Lnstig, U..>taborstraße 1/3 („Wr. Aliorgenzeitung^). . * Jüdischer Gesangverein. Der unter der musikalischvn Leitung des Herrn Professor Leon Erdstery stehend« Jüdische Gesangverein hält seine erste Gcsangsübung nach dev Fernen m feinem ncum Uebungslokal im Wien«' Konzerthaus, Vereinssaal, Zugang I.,Heumarkt 6, Stiege IX, am «Dienstag de» 2. September 1919 um ^7 Uhr abends ab- Die zum pünftliKen iZMeium. <msg?fwdLrt