Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 215 (24.8.1919)
- Date
- 1919-08-24
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Rr. 215 Wien. Sonntag Wiener Morgenzeitung 24. August 1919 Seite N Kommunales. Aus dem Rathause. Der Stadtra 1 trat in der kommenden Worbe am Mittwoch, Donnerstag und Freitag zu Sitzungen zusammen. Der übliche Empfang des B ü r g e r m e i st e r s am Montag entfällt wegen dienstlicher Verhinderung. Sie Verwendung komprimierten Sauerstoffes. Zwei ,m Monate Juni l. I. erfolgte schwere Unfälle, die au! die Verwendung von tomvnm'trlem Sauerstoff beim Anlassen von Rohölmvtorc» zurückmtühren sind, weisen neuerlich auf die großen Gefahren hin, welche durch die UnsinnmiS der Gefährlichkeit ve dichtster Gaie verursacht werden können. In derben Fällen wurde der komprimierte Sauerstoff deshalb verwendet» weil insotge deS schlechten Rohöl-- «alerials die sonst beim Anlass tt des Motorcs verwelkte Preßluft nicht ausreichte. Ui',m Hinkunft derartige Unglucksfälle zu verhüten, wird nunmehr mittels Kundmachung des Magistrates jede Verwendung ve'dichteler, chemi'ch akriver Gase, insbesondere auch des Sauerstoffes zum Anlassen von GasexplosionsmotorkN verboten. Dieses Verbot ist in dem Gasmotorranme durch Anschlag zu v e r 1 a rk t b a r c n. Unternehmungen, welche Gasexplosionsmotoren Herstellen, haben das vorstehende Verbot rn auffallender Schult in die Betriebsvorschriften au'zunchmen. Uebertreiungen dieses Verbotes werden, soferne sie nicht nach dem allgemeinen Straigtfttz zu ahnden sind, nach den Bestimmungen der Gewerbeordnung bestraft. 4 V >nftfldtBert»i«iqkN. Revnratnren itfttlt intt -lllllfr nute. .FarbbüM-r für wUlV VlvllllllUHHvIl «Pf Syürme, erslNaffiges Material. Leop. Kurzer, Wien, U1L, Westblihustraße 23. Telephon 31537. Der Volkswirt. Wochenschau. Das Schicksal der Alpinen Montangssellschaft, deren Kursbewegung düs Ereignis der abgelausenen Woche bildete, war von Beginn an ein sehr wechselvolles; nachdem sie jahrelang ein ziemlich ephemäreö Dasein geführt hatte» ans welcher Zeit auch der Spottname der „halb hinen Montangesellschaft" stammte; konnte sie erst zu ihrer richtigen Bedeutung gelangen, als Wittgenstein das Eisenkartell schuf, und unter radikaler Ausnutzung des Zollschutzes einerseits, durch eine Anlehnung an die Prager Eisenindustrie-Gesellschaft andererseits — die Fusion dieser beiden wurde von der: monarchistischen Regierungen sehr zum Aerger KestranekS verhiirdert — die Gesellschaft auf eine derartige Höhe brachte, baß sie in der letzten Hochkonjunktur vor dem Kriege zeitweise 7 Millionen Meterzentner Roheisen jährlich erzeugte und Dividenden verteilen konnte, die das Aktienkursniveau früherer, allerdings sehr ungünstiger Perioden erreichten. Durch den Zerfall Oesterreichs ist auch „natürlich die geplante ck.^ung mit der Prager Eisen hinfällig geworden, und letztere beeilte sich bereits, ihren namhaften Besitz an Alpirreaklim abzustoßsn; baß die Fusion nicht zustande kam, ist übrigens vom deutschösterreichischen Standpunkt nicht zu bedauern, denn sie hätte nur den Interessen der Prager Eisen gedient, da sich diese angesichts der Erschöpfung ihrer böhmischen Erzlager um eine breitere Rohstoffbasis umsehen mußte. Rach dem Zerfall des Kartells auf sich selbst gestellt, zeigt die Alpine im Hinblick auf Arbeiter- und Kohlenschlvierigkeiten — ihre Gestehungskosten waren angesichts der Entfernung geeigneter Kohlenlager und billiger Verkehrswege immer relativ hohe — ein derart trostloses Bild, baß vor kurzem auch der letzte Hochofen ausgeblasen wurde» und dessen Wiederbelebung dürfte demnächst nur mit Hilf« tschechischer Kohle und der Verpflichtung der Gesellschaft, ein entsprechendes» Erzquantum an die Tschechen zu liefern, erfolgen. Angesichts dieser Geschäftslage ist die zeitweise stürmische Hausse der Alpineaktien, der allerdings zum Wochenschluß wieder ein stärkerer Rückgang folgte, nicht ohneweiters erklärlich, geht aber in der Hauptsache auf den Verkauf eines größeren Aktienpakets an das Ausland durch eine Börsenfirma zurück. Die „Arbeiter-Zeitung", die diese Transaktion z» einem Angriff auf Staatssekretär Schumpeter benützte, offenbar um einen ihrer Parteigänger, vermutlich den ihr nahestehenden Professor Amon an seine Stelle zu bringen, meint, dieser Verkauf wäre unter allen Umständen zu verhindern gewesen. Von ihrem Standpunkt ans hat sie ja nicht , so unrecht; die ausländischen Kapitalisten werden eS sich' zweifellos nicht ohneweiters gefallen lassen, wenn man an die Sozialisierung dieser Unternehmung.schreiten sollte, und da man auf das Ausland immerhin einige Rücksicht zu nehmen gezwungen ist, so ist dieser Zornesausbruch begreiflich; allerdings bleibt baS Geheimnis des Blattes, wie sich sein Vorschlag, die Aktien durch den Staat requirieren zu lassen und für Valutabeschaffung ins Ausland zu verkaufen, mit den Sozialisierungsplänen deckt, und wenn die zwangsweise Hergabe aller Alpinen aktirn wirklich durchgeführt worden wäre, denn eine Teilrequirierung ist doch ausgeschlossen, dann hätte das ^Inland nicht nur tatsächlich jeden Einfluß auf das Unternehmen verloren, es wäre auch der UebernahmskurS zweifellos ein bedeutend schlechterer gewesen, als der im privaten Verkehr erzielte. ES war somit, wsnn schon ein Teil unseres Stammvermögens ins Ausland für EvnährnngSzwecke weggegeben werden mutzte, der tatsächlich boschrittene Weg der vernünftigste, abgesehen davon, daß di« Banfe- und Wechse' esc^ält BERNHARD MAYER Wien, II., Taborstrasse 8 b,r->°«. Alle ba&km&sslgen und börsengescliflfllleheo Transaktionen Im Innnd Auslands. Geldeinlagen ln laufender Rechnung. Kostenlose Verwahrung von Depots, Vermögensverwaltungen, Losretislonen. Separate Warenabtei * 11 fl g: Vorg.ch.°Me “nr rJ5llend8 Kulantere Bedingungen. * and lagernde 'Waren. Informationen kostenlos 5032 inländische Gesetzaebung immer noch Mittel und Wege bereit haben wird, einen zu weit gehenden Einfluß des ausländischen Kapitals auf unsere Volkswirtschaft ' abzuwehren. Erfreulich ist diese Veräußerung keinesfalls, denn im Endeffekte wollen ja die italienischen Erwerber angesichts der Etzarmut ihres Landes die Rohprodukte des Erzberges, um sie selbst zu verhütten, wir würden somit auf die Rolle des Rohstofflieferanten zurücksinken, und mit dem Entfall der Verarbeitung ginge auch unserer Volkswirtschaft ein erheblicher Teil ihrer Einnahmen verloren. Nun sind allerdings auch die Käufe, die Italien durchführen ließ, nicht übermäßig bedeutend, erstrecken sich auf etwa ein Viertel des Kapitals, und von einer Majorisierung kann keine Rede sein, wenn auch den Italienern ein gewisser Einfluß auf bas Unternehmen wird zugesprochen werden Müssen. Die Alpinehausse stand im engsten Zusammenhang mit der Entwicklung unserer Valuta, die in der abgelausenen Woche wieder einen Rekordtiefstand erreichte. ..Vielfach wird auch diese stürmische Aufwärtsbewegung als Flucht.vor dem Gelbe erklärt, obwohl diese Argumentation nicht stichhältig ist, denn schließlich werden ja die Dividenden in der Landeswährung bezahlt, und man mag Aktien, Staatsanleihen oder Bargeld besitzen, die Verknüpfung mit den öffentlichen Finanzen ist immer die gleiche. Daß hei so ungünstigen Devisenkursen' für das Ausland auch aus spekulativen Gründen ein gewisser Anreiz zum Kauf unserer Effekten besteht, ist« nicht in Abrede zu stellen, es gehört aber auch Vertrauen in die Entwicklung der deutschösterreichischen Volkswirtschaft dazu, Und wie sich dieses mit dem andauernden Dalutenrückgang vereinbaren läßt, bleibt das Geheimnis der Käufer. Ob tatsächlich, wie dies vielfach behauptet wird, der Ausländer mit seinem höherwertigen Gelds hier trotz der Warenpreissteigerung billiger lebt als in seiner Heimat, ist noch sehr fraglich, sicher aber ist, baß bis vor kurzem einzelne Warengattungen, speziell Edelsteine' und -Metalle hier relativ wohlfeil zu erhalten waren, ein Umstand, der zu starkem Schleichhandelexport dieser Artikel ins Ausland und speziell tnS Räteungarn, wo die erzwungene Hlüchff vor dem blauen Gelbe solche Ankäufe auch zu Phantasiepreisen als zweckmäßig erscheinen ließ, führte. Dr her.^l«ßteA;8ei^wü^dr wieder auffallend vibl in der ftPuhlizHi.it mit "'dem Staatsbankerott kokettiert, und wenn er auch in oer Geldentwertung schon seit langem latent besteht, wäre ein offener Zusammenbruch eine unabsehbare Katastrophe, man braucht da nur an die Folgen des 1611 angeblich so überlegt durchgesührten Staatsbankerotts zu denken. Gewiß werden sich die Kriegsanleihebesitzer eine Kürzung der Zinsen und der Tilgungsquote gefallen lassen müssen, ein teilweiser Staatsbankerott erscheint somit unvermeidlich, aber die Nationalstaaten, die angesichts der weitgehenden Verknüpfung ihrer Interessen mit den unseren und speziell in Anbetracht der großen Beträge fremder Gelber, die unsere Banken in den Suk-essiönsstacrten erhalten haben, bei einem weitreichenden Zusammenbruch die Meistleidtragenben wären, werden sich eine. Dabanquepolitik gut überlegen, und der Ritckgckffg der tschechischen Valuta, ein allerdings sehr magerer Trost für unS, beweist, daß auch für die „Bundesgenossen" der Entente nicht alle Hoffnungen in Erfüllung gehen. Die Unsicherheit über die definitiven Bedüsungen für Deutschösterreich soll in den nächsten Tagen endgültig behoben werden; hoffentlich ist die Entente einsichtsvoll genug, uns und dadurch auch Mitteleuropa die Lebensmöglichkeit zu lassen. Dr. L. S. Ueberlaffung ausländischer Wertpapiere an den Staat. Bon Dr. Eiffjl Schmitz. Laut tz 1 (2^ der zweiten VollzugSannmsung des Staats« amtes der Finanzen vom 20. August 1919 zum Gesetze vom 4. Juli 1919, Ct-G-Bl. Nr. 8.*>3 haben Inländer H 3 Absatz 1» und b des Gesetzes) im Jnlande befindliche ausländische Wertpapiere kmznliestrn. >m Auslände befindliche Wertpapiere vorerst bei einer Uevernahmsstelle annnnelden. Der in der Vollzugsanweisung bezogene 8 2, Absatz 1» und d des Gesetzes lautet: Zur Abgabe können vnpfüchtet werden:»)Deu1schösterr e t ch e r» die im Inlande ihren Wohnfiy oder davcrnden Aufenthalt haben; b) Fnimn, Gesellschaften und juristische Personen, die im Inlande ihren Sitz oder ihre Hauptmedetlassung haben. Somit wären, was eigentlich selbstverständlich ist, Inländer und Demschösterreicher identische Begriffe und so wert wäre die Sache in Ordnung. Nun aber hat die Finanwerwaltung selbst durch ihre Erläffe in den sonst so eindeutigen Begriff »Dcu'schosterreicher" eine Unklarheit hinringrtragen, daß manch einer sich zweifelnd fragen muß: »Bin ich nun DeutschösterrcicherrJnländer oder bin ich Au-länder?* In meinem Artikel »ZmSschcine und Staatsbürgerschaft" (stehe „Morgenzeitung" vom 9. Just 1919t konnte ,ch mit Neckt darauf Hinweisen, daß alle durch die Praxis bei Finanzverwaltung-benachteiligten DmÜchosterretcher sich die Fragt vorlegen müssen, ob das bei staatsbürgerlichen Rechte» augd wendete zweierlei Maß auch hmsichlltch der Pflichtet Geltung habe. Durch die neue BollzugSanwrisung erhält diese Frage ein> wesentlche praktische Bedeutung. Echuld.itel des ehemaligen österreichische» Staates (Krieganleihen. Renten) im Besitze solcher Bewohner deS deotschöstev rnchischen Staates, die erst nach dem 13. März 1919 die dou Gesetze iLr die Erwerbung der StaatsbÜrgeischüft geforderten Bv kingnngen erfüllt haben, also nach ihrer Meinung optima ßäi Deutschöst'neichet geworden sind, werden zur Kontrollbezeichmnii nicht zugclasscn, die Mtgcn Kupons nicht angekauft. Diesen selbe! Dculschösterre'.chern wird nunmehr die Verpflichtung auf. erlegt, ihre anöländ.schm Wertpapiere dem deutschösterreichischei Staate, zunächst unentgeltlich, leihweise zu überlassen, wobei di< Frage offen gel.rsien werden kann, ob diese Unentgeltlichkeit in Hinblicke atsi die trostlose finanzielle Lage nicht eine endgiltig! wird. E ne Unterscheidung zwischen Inländern vor nnd nach den 13. März 1919 wird nicht gemacht. Losgelöst von der Gesetzcsspr eiche ist also der Sinn bei Verfügungen für Staatsbürger zweiten Ranges idas ist solche, dir ts nach dem 13, Mürz 1919 wurden^: Die Schulden des österreichischen Staates gehen Deutfchösterrejch nichts an, die For. derungen aber der ehemaligen österreichischen und seit dem 13. May 1919 dcuischösterreichffcheN Staatsbürger gegen das Ausland miiffen abgetreten werden. Und was bleibt dem Staatsbürger! Das Nachsehen! . Eine internationale Kshlenkrommission. Berlin» 23. August. Das Wolffiche Bureau meldet: Aw 27. d. M. findet in Mährisch-Ostrau im Bureau des amertkü' Nischen Delegierten eme inoffizielle Sitzung der internationaler Kohlevkönmitssivn statt. Donnerstag den 28. d. M. soll dort du erste oWelle Sitzung stattsinden. Die deutsche Negierung ist eingeladen worden, hie-zu einen ständigen Vertreter zu entsenden. Dle internationale Kohlenkommission soll sich mit der Prüfunk der Kohjeniraae tn Obcrschlesi^mTeschen, Dombrowa und ii det/Tschittlio-Slowakei befassen urw^Maönahmen Vorschlägen, uw die Kohtenförderung wieder herznstrllen und weiter zu heben. Serrvrlngen nach Arrgarn. 91ur mit rumänischem Visum. . Das deutschosterreich-schr Warenvarkehrsbureau teilt mit! ES wird daraus aufmerksam gemacht, daß alle nach U n g a 11 b e st r m m t e it S e n d u n g e n. welche in das vor den Ungarn besetzte GebletWhett tderzeit östlich von Ghor), dnrck die Repräsentanz des r u m ä n t s ch e n Handelstu t u i ft c r i u m s W t e tt, I., Sta tsantt für 'Heerwesen, zur Einfuhr zugelassen werden müssen, da sonst die Gefahr bei Beschlag n a h m e durch die rnmänischen, Militärbehörden besteht. Die diesbezüglichen Frachtdokmnente müffen daher genannter Stelle zwecks Bidrerung eingereicht werden. Für daZ von den Rumänen nicht besetzte Gebiet ist lcd glich bte Einfuhr« bewillignng des ungarischen Warenverkehrsbllreaus, Wien, 1. Scb ncnsiraße 8, no wendig. Alle Sendungen, soweit sie nicht ausfuhrfreie Waren bet-.cffen, müffen durch die entsprechender dcu'.schösterreichtschen Ausfuhrdoknmente gedeckt sein. Me Kommunalanlerhe der Stadt Präs*. Prag, 22. August. Aus dem Verbände der ts.':-ch\\ "i , Banken wird nntgeteilt: Der .Verband der tschechischen Bantev, und die Postscheckämter haben gemeinsam mit der Prager Stadtgemeinde über die Uebernahme der Klynmunalanleihe in den [ Kommcssiouöverk.nif im Wege einer öffentlichen Subikrrption im- Betrage von 150 Millionen verhandelt. Die Anleihe soll größten- ' te-ls Investitionszwecken dienen die Form eine! ' 4*/,igen Schuldverschrell'ung haben nnd m bl) Jahren vertosi > werden können. Mit Rücksicht auf die zu erwartende Staatsanlcihe-Emiision wurde iedoch die Durchführung der Anleihe-! Subskription der Stadt Prag vorläufig aufgeschoben Die ersten Sendungen Baumwolle in Warns» ' dorf. ' Prag, 23. August. (Tschccho-flow. Prcßbur.) „Bohcmia*! teilt ans Warnsdorf mit, daß hier nach Jahren endlich! die ersten Sendungen Baumwolle für Spinnereien ringttroffev , sind. Die Firmen Haebler und Gebrüder P e r u tz erhielten j je drei Waagons zu 160 Ballen und beginnen mit der Erzeugung,! die sich auf den vierten Teil der Fnedensproduktion erstrecke« i w rd. Die ersten Erzeugnisse werde,\ Ende dieses Monats fertig. - Abgesehen davon, kann mit Rücksicht nurr die Valuta schwierig« >, keiu-n die Entwicklung der Baumwollerzeuguug nicht im rosigen l Licht betrachtet werden. _! Die ZuckerfabriÄ in Chodorow. Den „Polnischer Stimmen" w-rd ans Warschau telegraphiert: Nach einer Mittcrlung des ..Kurier Palskr" soll für die .Kampagne 1980—1921 j der Betrieb der Zuckerfabrik in Chodorow wieder aufge- ' nommen werden. DieNebcrtretungen bei de« Vermstgensanmeldung. Die ..Wiener Zeitung" bnliutibcute gestern das Gesetz betreffend . dre Ncchtssolgen von liebertretungcn der Vollzngsanweisungev \ Über die Anmeldung und Kontrolle gewisser 8'ermogensckafteii nnd die Sickerung der Vermögrusabgade. Wer sich gegen dieses Gekev vergeht, ckann mit Arrest bis zu einem Jahr und Geldsträicn bis zu 20000 Kronen bestraft werden. ' De« Dolksreichtum Italiens wird angesichts der Geldentwertung mit 24') Milliarden Lire gegen 80 vor dein Kriege geschäht, denen 80 Millraiden Schulden, davon 15 Bor« krtegs-, 20 äullere, 35 umere Schulden und 10 Milliarden Noten geaeniibrrsteden; der beste Weg zur Wieverherstelluna der Lm wäre zunächst eme Vermögensabgabe, durch die die Notenschull! getilgt würde, dann müßte man von der inneren Schuld zrrko 20 Milliarden abtragen. Die Abgabe dürste 20 bis 25 Milliarden eroeben; da aber der Staat das einv'angenc schlechte Geld durch befferes tilgen würde, müßte bte Schuldentilgung nur ganz all» mählich erfolgen. Börse sür landwirtschaftliche Produkte. Die Ern« briNguntz wird derzert vom Weitergang' begünstigt. Das Wett« hat Heuer der Landwirtschaft eine ungeheure Ueberraschimg be» rertet, man hatte fast schon mit einem Mindererträgnis gerechnet. Ungarische Kommerz.- u. Diskonto-Bank-A.G. Besorgung aller bankgesch&ftl. Transaktionen. Entgegennahme v. Geldeinlagen. Ausgabe v. Einlagsbüchern. Uebernahme v. Vermögensverwaltungen Zentrale Pressburg Filiale Wien, I. Wipplingerstrasse 24—26 Telephon 123a8, 18296, 17406 Warenabteilung. Export von Serienmöbeln und landw. Geräten. Import von deutschen Heizmaterialien etc.