Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1919-08-19 · Heft 210 (19.8.1919) · p. Seite 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 210 (19.8.1919)
Date
1919-08-19
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
88% known words query
IRI
…/2979076-2979077-2979287--01876-2987327
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Wien, Dienstag Wiener Morgenzeitu«^ 10.' August 1919 Seite 8 IS.. August. (Ung. .Del^Korr.-Äur.)- ' Die hat den Kommandanten der während der bolschcwiki- 'chkn Aera berüchtigt gewesenen Birinyi-Brigade, Brla B irin Y i, verhaftet. Er war der Anführer der mobilen Terrortruppen, die in der Provinz ihr Unwesen trieben- Ferner- Würden verhaftet Franz Breznah, der untör anderem s40 Gendarmen erschießen ließ n«d mehrere unschuldige Menschen eigenhändig ermordet hat, Franz F i z k e r t, einer der berüchtigsten Detektivs^ des bereits verhafteten Otto Korvin, Josef H e g y e s i und Stephan H o r v a tch, der Henkersdienste geleistet hat, Endlich der gelvesene Präsident des. Arbeiterratcs des 8. Bezirkes Josef Fritsch, der in (diesem Bezirk unerhörten Terror entfaltet hat. , Budapest, 18. August. (Nng. Tel.-Korr.-Bnr.) Auf Anvrdnung der Staatsanwaltschaft verhaftete 'die'Polizei den ehemaligen deutschen Volksbeanftragten Heinrich Kalmar sowie den ehemaligen Volksbeanftragten Anton D o v c s a k. Der Hanptschauplatz der Tätigkeit' Kalmars war Oebenourg ünb Umgebung, wo er die deutsche Bevölkerung besonders durch, einen Dichter namens Bors zu revolutionieren suchte. Dovcsak wurde bereits seit meh-reren Tagen gesucht. Er hätte sich zuerst in Budapest veriieät gehalten und war dann IMch Neupest entkommen, wo er schließlich von Detektivs pufgcfunden und arretiert wurde. Der schrveizsrifche Kommunistenführer Platten von der rumänischen Regierung beseitigt. Saint-Germam, 18. August. Nach 'Angaben des bekannten russischen Revolutionärs Boris Suworin Le- Haupten rumäuische Sozialistenkreise, der bekannte' schweizerische Komnmnistenführer Nationalrat .Fritz ^Platten sei von der'rumänischen Negierung beseitigt (worden. Platten hat bekanntlich vor einiger Zeit Moskau lim Flugzeug verlassen. Es verbreitete sich dann das Merücht, er habe durch einen Sturz mit dein Flugzeug den Tod gesunden. Diese Nachricht fand keine iMestätigung. Dagegen erklärte die rumänische Regierung, er sei in Rumänien gelandet und verhaftet worden. Man habe ihn in der Festung Jilawa eingekerkert, doch sei er von dort verschwunden. j Aufhebung des Ausnahmszustandes in j Tschecho-Slowakien.! Prag, 18. August. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") „Narodn Listp" melde!: Morgen tritt der Ministerrat zusammen, um die Aufhebung des Ausnahmszustandes zu beschließen. Dieser Beschluß iuiub unnuttclbar darauf publiziert werden. s, . ’ *s Prag, 18. August. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") Heute jfmth .eine massenhaft besuchte sozialdemokratische Versammlung nt sB r e buov statt, bei welcher sich die K lad n o e r Berg- ^sarbeiterschast an den M i n i st e r p r ä s i d e n t e n wendete und von ihin d i e S o z i a l i s i e r u n g der Gruben und der 'Hüttenwerke, die Aufhebung des A uHnahmsz ust a n d e s und die E n t l a s s u n g der verhafteten K o mm u n t st c n verlangte. Ministerpräsident Tusar setzte in längerer .Rede den Standpunkt d.S Ministeriums auseinander, lieber die Schuld, oder Unschuld der verhafteten Komnnmisten würden unabhängige Richter entscheiden, doch werde er sich für die tunlichste Beschleunigung des Verfahrens einsetzeu. Die AusnahmSverfügimgen 'würden in Kürze aufgehoben werden. Der Dichter Machar — Truppengeneral-! Z rnspektor. - Prag,, 18. August. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") Die Ernennung des Dichters und Abgeordneten Dr. M a ch a r zmu Generatmipettor der tschechv-slowaklschm Arnree wird heute pirbliziert. Vormittags hat er den Eid vor dem Präsidenten M a s a r y k abgelegt. Auch in der Tschecho-SlowaKei Kohlenmangel. 8 Prag, 18. August. (Tel. der „Wr. Morgenztg") Das Eisenbahmmnrsteriilm gibt bekannt, daß auch in der Tschccho- Slowake« der S ch n e l l z u g s v c r k e h r mit dem Auslande ab 19. d. M. ein ß c ft c 111 w r r d. Unter einem teilt das Ministerium mit, daß 89'6"/o der Kohlenlieserung für Deutschösterreich vom 1. Juli bis 10. August g e d e ck 1 wurde, während der Bedarf für die e i g e n c u B a h n e n nur mit 67°/o gedeckt war. I Die Tschechen gegen die Habsburger. « Prag» -18. August. (Korr.-Bur.) Das Tschecho-iloniakische Preßburcan meldet aus Paris: Munster des Aeußern Doktor Benesch sendete dem Vorsitzenden der Friedenskonferenz eine Note, in welcher er sagt: Im Einverständnis mit der Prager Regierung betrachte ich es als meine Pflicht, btc Friedenskonferenz über dm amtlichen Standpunkt der ischecho-slowakischen Regicrung uud damit auch des ganzen tschecho-sloivakiichen Volkes in bezug auf die Ereignisse in Ungarn. zu unterrichten, besonders aber wegen de r E r n e u c r.u.tt g der Nt o n a r ch i e, zu der es bestimmt kommen wird, wenn Erzherzog I o s c f anch weiterhm d i e R e g i e r u n g i n B u d a p e st leiten w i r d , oder wenn er durch einen Beschluß der Konferenz oder durch Maßnahmen eurer der verbündeten Möchte unterstützt wird. - Die ganze tschecho-slowakliche Republik enivfindet einen tiefen H. a ß gegen alles, w a s a n - d i e M o n a r ch i <r it nddieDvn a st c e e r i n i> e r t. Die Einsetzung Josef Habsburgs in Ungarn rief Ucbcrraichuug und Entsetzen hervor. In der t s ch e ch o -- s l o tv a k i s ch e n R.e publik gibt es keinen Zweifel und keinen Streit darüber, daß die Regierung Bela Kuns keine größere Gefahr bedeutete als die N e g i e r nng Jo s e f H a b s b n r g s. Sollte in Ungarn die habsbm gische Dpnastie euieuert werden, wäre die Mitarbeit der Ischecho-slowakischen Republik mit diesem Staate ausgeschlossen. Der Bolkswille in der ischecho-slowakischen Republik erfordert es, daß die Friedenskonferenz (über alle diese Unülände zu emer Zeit unterrichtck werde, wo V sic die ungarischen Angelegenheiten behandelt. Die Habsburgcr-Dhllastie würde me den verlorenen Gebieten , entsagen, auch meint sie den Fricdensvertrag lmteifcfjriebc; nie würde sie aus die Slowakei verzichten, uttb vom deutschen Geiste beseelt, würde sie alle Mittel benützen, um die Deutschen in der tichechoslowakischen Republik aufzureizen, indem sie sich bemühen würde, fllle Gebiete der früheren Monarchie unter ihrem Szepter wieder zu vereinigen. Denr gleichen Problem steht, die Bcvolkeruug von Siebenbürgen und Jugoslawien gegenüber, s Die tschecho-slowakische Regierung ist überzcligt. daß es unerläßlich ist, die Erneuerung der habsbnrgischen Reaktion nicht zu Mterstiitzen, da sie die Einsetzung der habsbmgft'chen Dynastie als eine große Gefahr; für die Eristen; der tschccho^ slowakischen Republik betrachtet, und sie ' wird alles' tun, damit in Ungarn keine schädliche Regierrma Fuß fasse. Die Regierung der tschecho-slowakrschen Republik ersucht die Konferenz, sie möge diese Einwendungen erwägen, die Regierung Josef Habsbm-gs nicht,anerkennen und die Position des Erzherzogs nicht festigen, eines grimmigen Feindes der alliierten Mächte, der nicht zögern würde, sogleich nach Unterzeichnung des Friedens sich im Zeichen des Revanchegedankcns uut / Tesche«. j Paris, 18. August. (Korr.-Bnr.) Wie Wr „Temvs" aus Warschau berichtet, haben die Bewohner deö ^.'eschmcr Gebietes infolge der Aussichtslofigkeit dev polnrsch-rschitchischen Berh-andlinigen über die Teschencr Frage der iuterMiiertm Kommission vvrgeschlagen, das Land, das sich einer Aufterlung zwischen Polen und der Tschecho-Slowaker widersetzt, zn neuvalhierrn. j Kleine Nachrichten. / Berlin» 18. August. (Korr.-Dur.) Wie die (.Vossische Zeitung" meldet, plant das Neichspostminlsterium, ein großes über das ganze Reichsgebiet ausgebreitetes Netz für drahtlose Telegraphie einzmichtcn, das insbesondere dem Preßdienst zu Nutze kommen wird. , Aus S a i n t - G e r m a i n tvird gemeldet: Der Bau des Tunnels, der unter dem A c r m e l k a n a l Frankreich und England verbinden soll, dürfte bald begonnen werden. Es liegt eine Reche von Projekten vor nnd Generalittspcktor Boistn hat bereis dem Obersten Rat für öffentliche Art,eiten Bericht erstattet., Nach Mitteilungen des, „Petit Paris!en" werde der Ban nicht viel rnehr als 100 Millionen kosten und in vier bis fünf Jahren beendet sein. Man werde dann die Reise von Paris nach London in fünfeinhalb Stunden zmücklegen können. , Die jüdischimtiormlen Ortsfchrrlräte in der Leopoldftkdt. Gestern fanden in der Bezirksvertrettmg für den zweiten Gemeindebezirk die Wahlen in den neuen Ortsschulrat statt. Die Parteien einigten sich ans den Proporz, so daß auf jede Partei die ihrer Stärke entwrechende Zahl von Ortsschulrätcu entfällt- Die jüdischnatiouale Parker kandidierte die Herren Ing. Fcdvr Ackermann, Lehrer Leopold Müller und Eisig Torczhner, ferner alsErsatzmänner die Herren Dr. Moritz Setzer, Siegmund Haber und Markus Schneid, welche einstimmig gewählt wurden. Es erübrigt sich, hervorzuheben, daß die Teilnahme jüdischnationaler Mandatare am Schnlwerke der Stadt Wien von ganz besonderer Wichtigkeit ist. in alle» Vreirlagen. Revaraturen unter Garantie. Farbbänder fiir nlle Systeme, erstklassiges MateriäÜ Leop. Kurzer, Wien, W„ Westbahnstraße 23. Telephon 31537. nach- und Mr. Hoover in Wien. Seine Abreise. Mr. Hoovcr verweilte gestern von früh bis V<3 Uhr mittags rn den Räumen der amerikanischen LebenZmittclhilse bgab sich hierauf zürn Mittagscssen. Um 4 Uhr kehrte er zurück und verblieb daselbst bis in die Abendstunden. Mr. Hoovcr ist noch gestern 'abends nach der S ch w e i z a d g e r e i st. ' Der Zweck der Reise Hoovcrs. Wie wir erfahren, weilte Mr. Hoover in Wien, um mit dem hiesigen Stab der weitverzweigten amerikanischen Lebensmittelhilfe die abschließenden Verhandlungen dieser Aktion z» besprechen. Hoover hat hier mit keiner amtlichen Stelle verhandelt. Die begonnene Kinder Hilfsaktion wird vorläufig uneingeschränkt fortgesetzt. Sm GaunertrrcL. Die Private Jasesiile B'. hat vor kurzer Zeit den Kauslmiuu Eruerich T anssig keuneit gelernt. Heute vormittags kam Taussig, der wußte, daß Frau B. verinögend sei, in die Wohnung der Frau, und teilte ihr nnt, daß sich ein glänzendes Geschäft machen lasse, zu dem er' aber selbst zu wenig Geld habe. Es handle sich urn ein Valutageschäft, an dein sich etwa 10.000 Kronen mühelos und in kürzester Zeit verdienen lassen. Er ersuchte Frau B., ihm dafür 308.000 Kronen zu. borgen; ein Risiko sei ausgeschlossen; denn er selbst tverde Frau B. begleiten uhb unverzüglich den Gegenwert ihr einhändigen. Am , Nachmittag kam' Taussig tviever urrd brachte einen jungen Manu von etwa 21 Jahren mit; er stellte ihn der Frau B'. aK Mvan Wiener vor. Der junge Mann, sagte Taussig, ser dev Vermittler des glänzenden Geschäftes. Taussig bat Frau B, die 308.000 Kronen mitzlinehmen itnb mit ihm uud dem jungen Wiener int. Autornobil znm Hanse Salzgries 1'5 zu fahren, wo bas Geschäft abgeschlossen werde. Es handle sich um ein Goldgeschäft. Frau B. war die Fahrt 'im Auto, nicht shmpnthisch urld sie lehnte ab. Zu Fuß, erklärte sie, würde sie mit den beiden gehen, In einer Aktentasche nahrn sie die Snmnre vorr 308.000 Kronen nnt und machte sich mit Taussig und feinem Begleiter ans den Weg. Vor denr Hanse Salzgries 15, daS ans bieten Gannergeschichten als osr für Schelmenstreiche benütztes Durchhaus bekannt' ist> übergab ahnungslos Frau B. dem Taussig die Handtasche mit den 308.000 Kronen, bestehend aus. jugoslawisch gestempelten Noten zu je 1000' Kronen. Taussig ersuchte die Frau, zu warten, und trat mit dem jungen Mann in das Hans. Fran^B. hatte nur einige Minute» zu warten, da kam schreä^niSlileich Taussig heransgestnrzt und teilte der Fran nüt: „Gnädige Frau, der junge Männ ist nrir verschwunden!" Die Frau war außer sich; sie hatte lernen Vienschen das Hans verlassen gesehen; das war auch wirklich nicht ans dieser Seite, der Fall, da das Haus, wie gesagt, ein Durchhaus ist. Taussig bot der Frau «tS. vorläufige Deckung 27.000 Kronen. Er selbst begleitete die Frau zum Pälizeilommissarrat Jiurcre Stadt, wo Frau B. die Anzeige erstattete rrnd Taussig die nötigen Angabeir »rächte. Taussig bleibt steif und fest dabei, daß er selbst das Opfer des jungen Mannes geivvrden sei, der rhu mtb Frau B. betrogen habe. Da aber der Verdacht einer Teilnahme des Taussig an dem Betrug rächt völlig behoben werden konrrie, wurde Taussig selbst in Verivahrnagshast genvnrnren. Die Verfolgung des jungen Mannes ist eingeleitet. Er, wird beschrieben als etwa 21 Jahre alt, mittelgroß mit blondem Haar, bartlos. Er trägt grauen Sakkoanzug, lichtbrauuerc weichen Hut und schwarze Halbschuhe mit weißem Besatz. Auf die Wiederbringung des Äeldeh ist eine Belohnutrg von 10 Prozent der zustandegebrachten' Sumyie ausgesetzt. mstschillellN Größte Auswahl! i Billigste Preise!! Leopold SteinhirchWien, t,Bibcrstraße'9. der anscheinend antlsemlüsche Hetzen zu den Obliegenheiten seiner DwvsteS zu. zahlen scheint. Gestern morgens wollten einig« ludnchd Paßagiere den um 6 Uhr 26 Minuten nach Wien abgchcnden Zuge benützen und wollten mit allen übrigen Passagier» irrtümlicherweise in einen ankommenden, leeren Zug cmftcigcn der jedoch nicht nach Wien fuhr. Plötzlich stürzte der dicnstliabendi Beamte aus seiner Kanzlei und belegte die jüdischen Paffagiert Mit dm, ordinärsten antisemitischen Beschimpfungen nnd JnveMver und erging sich in allgemeinen Bedrohungen. Dieses „mannhafte' Auftreten hatte insofern Erfolg, als es dem Manne gelang, einen Teil des Publikums, namentlich aber das ihm unterstellt, B a b n p e rs o n'a l derart aufzuhetzen, daß dieses bald ein, drohende H a l t n n g' g e g e n dic indischer R e tj enden emnahm und bereits Miene machte, sich auf' ii«. zu stürzen und zu Tätlichkeiten überzugehcn. Mw die Ankunft deS nach Wien abgebeuden Zuges machte der bedrohllchen Sitnatisr ein Ende. — Der Direktion der Südbahn wäre zu eiirpfehlcii^ dafü^Sorge zu tragen, daß^ nicht Elemente in einen össentlichrv Dreiist gestellt, werden, wohin sie nicht gehören. Solch« Individuen wären im Interesse des Dienstes schleunigst p suspendieren. Keine Südbahnfchnellzüge. Zugsverminderrrng im Lokalyerkehr. Die Südbahndirektion verlautbnrt folgendes: Wegen der bevorstehenden Kohlcnuot wird — so wie au! den demschösterreichischen Staatsbahuen — heute Dienstaan bis auf weiteres auch auf der S n d b a h-r d e r S ch n e l l z u g s v e r? e h r gänzlich e i n a ezlehi Wie! ^len—Leoben—Villach—Tarvis—Triest wie auch in der Streck Wien—Graz und umgekehrt nicht mehr geführt werden. Weiter wird auch rm L o k ,a l v e r k e h r insofern ein« Zugs Verminderung cmtretcn, als ab heute di« Personenzüge Nr. 305 und 255 (Wim-Siidbahnhof ab 6 Uhr 10 Min. früh, beziehungsweise 4 Uhr 30 Mm. nachmittags) und die Züge Nr. 306 md 310 (Wien-Südbahnhof an 9 Uhi 50 Min. vormittags, beziehungsweise 3 Uhr 25 Bcin. nachmittags) in der Strecke Wien—Wiener-Neustadt unterbleibe»' werden. in g sm ii s s e n, Wie die Verhältnisse gegenwärtig liegen, wird überdies nächster Zeit mit einer noch weiter geh e n d e n Z u! cinschränkung getec&itct werden Ein antisemitischer Bahnbeamter. Erbauliche Zustände scheinen auf dem. Südb«chnhof in unter K a r l R ut n 11* ' ',».-.M--e«schen. Dor^ amtiert^ ein 7 ^rkehrsbeamter.>M7-K^' iKD--? < i » \2iisS * Ambulatorium des jüdischen Hochschulausschutzes. Montag, Mittwoch und Samstag von 11 bis 13 Uhr wird un Ambulatorium des jüdischen Hochschnlansschußes, IX., Alserstraße 28, für nüttellose jüdische Verbandsnntglieder ordiniert. Dem Anitmlatonnm ist eine sprzialiftische Prrvatbehandlung angcschlosscn. * Jüdisches Realgymnasium.. n s k ü n s t e in Angelegenheiten des zu e r ö fsn end en jüdischer R e a l g p ni n «»s i u m s werden tm Jüdischen dcationalrar, H.. Taborstraße 20 v, jeden Atontag von 11 bis 12 Uhr vorntittags, Dienötag von 4 bis 5 Uhr nachmittags, Donnerstag non 11 bis 13 Uhr vormittags und Freitag von 4 bis 5 Uhr vachmittags erteilt. - * Ein Stich ins Herz. Der 2tiährige Kriegsinvalide Ferdinand Grablechner, An der alten Donau dt wohnhaft, geriet gestern um Y43 Uhr nachmittags in der Nähe der Stefauiebrikckr mit einem Manne in Streit und erhielt von diesem einen Messer? stich ins Herz. Lebensgefährlich verletzt würde er von der Rettungsgesellschaft in die Unfallstation gebracht, wo er sogleich operiert werden mußte. Der Täter ist geflüchtet. * Berichtigung. Herr Adolf Böhm ersucht uns, zu berichtigen, daß in seinem Aufsatz: „Der Zionismus" in Nr. 20', unieres Blattes, Seite 1, Zeile 19 von oben, im Satze „Die erst« (hebräische Zeltschrist) Hamclitz 1860" die Werte „i n R u ßl a n d" weggeblieben sind. Außerhalb Rußlands wurde schon 185«- eine hebräische Zeitschrift „Hamagid" voll Silbermann gegründet die lange Zeit von dem hebräischen Schriftsteller und Zionist«^ David Gordon geleitet wurde. * Persoualuuchricht. Herr M. U. Dr. Walte> K o h n e r, Obmann des jüdischen Bolksvereiues „Zion" ir Karlsbad, hat seine badeärztliche Tätigkeit anfgenoulmrn. Karlsbad, Haus Riva, Garten zeit e. * Preisausschreiben. Der Ausschuß des jüdischakademischen I u r i st e n v e.r e i n e $. m . Wien schreib! hiermit einen Preis von lli 500.— für die beste Abhandlnns über das Thema „D >» s Recht der Vierländers y n o d e n" und einen Preis von X 500.— für die beste Abhandlung über das Thema „D a s j ü d i s ch e A u s u« it n b e r » u g s- Problem t n der Neuzei t" aus. Die mit denr PrerL bedachten Werke übergehen,ur das Eigentum des Vereines mrd werden in dessen Berlage im Drucke erscheine». Die anderer Arbeiten werden den Autoren auf Wunsch sofort nach der Preisentscheidung zurückgeftellt. Die Abhandlungen sind bis ,längstenj 31. Dezernber l. I. (Wien, IX., Alserstraße 28) cinzurcichcl!. » * Die Lage in der Bukowina. Das NiunÜnisch« Preßbuream melbct auL Czer it o w i tz: Entgegen anderslanlender Duldungen ist sowohl die Wirtschastsals auch die ErnähruugS- Ioqc in der ganzen Bukowina durchaus g n n st i g. * Die Einreise nach Budapest. Wie dic Paßstelle de« ruruäujschen Vertretung in Wien mitteilt, wird die E i n r e i > « nach Budapest derzeit nur «nnilichen und diplomattscher. Persönlichkeiteii gestltttct. Verhaftung eines Krakauer Kaufmannes. An- Krakau wird gemeldet: Große Sensation erwrckr dicr. da Verhaftung des bekannten Kaufmannes Stanislaus Pore m s k l, Mitinhabers der Firma P o r e m s k l & Ziemler. Da Verhaftung erfolgte unter der Beschuldigung,der Verunrrenun< zum Nachteile des Landesbeklerdungsamtes, dessen Vorstand der Verhaftete eine Zeit hindurch war. * Lebensinittelmangel in Polen. Aus B u k a r e fi meldet die Agentur Dacia: Der Mattgel mt Lebensmitleltt uut anderen notwendigen, Dinge» ist in Polen sehr groß. Um di kritische Lage zu lindern, bat die volnische Regierung bei K rumänischen Schritte emgeleiter, damit sie dir A u s f u h r «tne* Teiles der mGalatz rmd Bra cl a ungehänstm Ware! nach Polen bewillige. * Eia Witz des Grafen Sternberg. Ter: ehemalig« Abgeordnete AdalbcrtSternberg läßt sich^ folgend Visitkarren drucken. Adalbert Sternbcrg aus dem Hause Sterriüct^ den Adel erworben unter>.K a r l d c n-G l o ß.e n, tuiüttl X»rTt's '* & \ t . , * ir

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.