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Wiener Morgenzeitung · 1919-08-18 · Heft 209 (18.8.1919) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 209 (18.8.1919)
Date
1919-08-18
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Nr. 209 Wien. Mc>ma«z LVrener AlopgTn L.tt-n; lö. Auflujt uiy Seite 3 Iswolski gestorben. Amsterdam, 17. August. Wie das Reutersche Bureau aus Paris meldet, ist der ehemalige Botschafter und Mini st er des AeußernJ Sw olSki t* Paris gestorben. Die rnffifche AarenKrone. , London, 17. August. (Tel. - Komp.) „Daily Telegraphmeldet, daß nach drahtlosen Berichten aus Moskau die russischen Truppen in Sibirien dem Prinzen Kuropatkin die russische Zarenkrone anboten, der sie jedoch ablehnte. Die Krone soll nunmehr dem Herzog Romanows! i, der einer jüngeren Linie der Romanows Mgehört, angeboren werden. ) Greh fn Amerika. Earnarvon, 17. August. (Funkspruch des Telegraphen-Korrespondenzbureaus.) Zum Hauptsekretär Lord G r e y » während dessen Sondermission in Washington wmde der Staatssekretärgehilfe Sir William Tyrell bestimmt. Italienische Awangsanleihen. Saint-Germain, 17. August. Aus Rom wird gemeldet, daß man beabsichtige, eine Zwangsanleihe auSzuschreiben, von der man sich einen sehr großen Ertrag verspricht. Gorki lebt. Paris, 17. August. (Tel.-Komp.) Aus Kopenhagen wird gemeldet, daß entgegen anderweitigen Meldungen der Terrorist Peter Propper den Schriftsteller Maxim Gorki und dessen Frau in Moskau gefangen nehmen ließ. Maxim Gorki sei noch am Leben. Ein politischer Mord in Berlin. Berlin, 17. August. (Priv.-Tel.) Eine Mordaffäre politischen Charakters beschäftigt die Berliner Kriminalpolizei. Vor einiger Zeit wurde die Leiche des Landwirtschaftsinspektors Blau aus dem Landwehrkanal gezogen. Die Ermittlungen haben jetzt ergeben, daß ein Mord aus politischen Motiven vorliegt. Blau hatte sich Mter falschem Namen in eine kommunistische Versammlung eingeschlichen. Er wurde entdeckt und von den wütenden Kommunisten festgenommen, die ihn dann in den Landwehrkanal warfen und dort elendiglich ertrinken ließen. Ernährnngsdiktator Hoover in Men. Wien, 18. August. Wie aus Prag gemeldet wird, trifft hier heute der amerikanische Ernährungsdiktator Hoover ein. Seine Wiener Anwesenheit hängt mit den vitalsten wirtschaftlichen Fragen zusammen, die unsere Öffentlichkeit beschäftigen. Die wichtigste Frage für uns ist derzeit die Lösung der Kohlenkrise und der Rohstoffebeschaffung für unsere Industrie. Hoover, der vom Pariser Wirtschaftsrat ermächtigt wmde, dm wirtschaftlichen Wiederaufbau Europas zu organisieren, wird sich in Wien mit unseren Regierungsstellen in Verbindung setzen, um einen klaren Einblick in alle wichtigsten Angelegenheiten zu erhalten. Auch die weitere Belteserung mit Lebensmitteln wird eine wichttge Angelegenheit der Wiener Kon- Ä bilden. Hoover kommt aus Prag, wo er mit ttretern der Entente in der Tschecho-Slowakei Rücksprache pflog, mit welchem Quantum Kohle * Deutschösterreich bestimmt rechnen kann. Hoffentlich wird es ihm gelingen, die uns drohende Katastrophe abzuwenden. : Eröffnung der Modeausstellung in Wie«. Gestern wurde die im Wiener Vergnügungspark installierte Modeausstellung 1919 vom Staatssekretär für Handel, Gewerbe, Industrie und Bauim Ing. Johann Zerdik eröffnet, bei welchem Anlasse dieser eine längere Rede hielt, die ziemliches Aufsehm erregte und von dyr zahlreich erschienenm Ehrengästen an vielen Stellen durch lebhaften Beifall unterbrochm wurde. (Wir geben die Rede an anderer Stelle wieder. Anm. der Red.) Zrir Eröffnungsfeier war unter anderen Staatssekretär Dr. Weiß, Sektionschef Kl im bürg vom Ministerium für öffentliche Arbeiten, Regierungsrat Z i u n b u r g in Vertretung des deutschösterreichischen GewerdeförderungSamteS, zahlreiche Industrielle und GenoffenschastSvorsteher erschienen. Für dm am Erscheinen verhindertm Direktor des Gewerbeförderungsinstitutes der n.-ö. Handels- und Gewerbekammer, Nationalrat H e i n l, begrüßte der geschästSführende Vizepräsident des Wirtschaftsverbandes der Bekleidungsgewerbe und deren Industrien den Staatssekretär als Schutzherrn der Ausstellung, wobei er auf die vielen Schwierigkeiten hinwies, welche sich der Durchführung dieser Ausstellung in den Weg gestellt hatten. Namens des Verbandes der Fachpresse hieß Chefredakteur Direktor JacaueS Sachs die Regierungsvertreter und die Ehrengäste willkommen. Auch diese Ausstellung, führte er aus, sei wie die im Mai durchgeführte Frismen- und Kopfmode-AuSstelluna auf die Anregung de- Verbandes zurückruführen, der bemüht ist, Gewerbe und Industrie zur Veranstaltung anfänglich kleinerer Fachausstellungen zu veranlaffm und dem Auslande zu beweisen, waS Wiener Geschmack und Wiener Gewerbefleiß trotz der schwierigen Rohstoffbeschaffung und sonstiger Widerwärtigkeiten zu leisten vermöge. ES folgte die Red« deS Staatssekretär- Zerdik. Nachdem er die Ausstellung sür eröffnet erklärt hatte, wurden unter Führung deS Sekretärs G r a c o n die einzelnen Objekte besichtigt, die lebhaft interessierten und Anerkennung fanden. * Tagesbericht. Der Kampf gegen die Wiener. Die Alperrlünder wollen sich abschlietzen. Die „Korrespondenz Herzog" meldet: Die Bewegung der einheimischen Bevölkerung in den Alpenländern gegen die Sommerfrischler ist nicht nur auf Salzburg beschränkt. Wie uns mitgeteilt wird, soll der bereits demnächst in Wien zusammentretenden Länderkonferenz der formelle Antrag unterbreitet werden, i n allen Sommerfrischen von S alzburg, Ob erösterreich, Tirol, Vorarlberg, Kärnten und Steiermark mit 1. September d. I. die Saison zu schließen, da die Lebensmittelverhältnifse dies schon mit Rücksicht t auf den heurigen Winter dringend gebieten. Neue Einreisebewilligungen werden unter keinen Umständen ausgestellt, laufende nicht verlängert und es wird auch erwogen, alle über den 1. September hinausreichenden Aufenthaltsbewilligungen für Sommerfrischler in den Alpenländern generell zu annullieren. Die Landesvertreter verweisen darauf, daß die Fremden trotz aller getroffenen Maßnahmen durch Ueberbieten der Preise förmliche Mastkuren machen, während der Lebenshaushalt her einheimischen Bevölkerung in demselben Maße zurückgehe. Besondere Klagen kommen außer aus den Landeshauptstädten Salzburg und Innsbruck aus Ischl, Gastem, Gleichenberg, Kufstein, Fulpmes, Mayerhofen usw., wo unter Umgehung der fleischlosen Tage trotz aller Kontrolle durch die Gendarmerie und die Bahnorgane gepraßt werden soll. Sollte es tatsächlich zur Schließung der Saison mit Ende dieses Monates kommen, so würde dies nicht nur alle jene treffen, deren Aufenthaltsbewilligung bis halben September läuft, sondern auch das große Heer jener, die aus den mannigfaltigsten Gründen erst m der zweiten Hälfte August ihren Urlaub antreten können. Es muß darauf verwiesen werden, daß die Bevorrätiguug der einzelnen Kurorte, soferne die Sommerfrischler in Betracht kommen, nicht nur durch besondere Ueberweisung seitens des Ernährungsamtes, sondern auch durch eigene Ankäufe von Lebensmitteln in Italien, Jugoslawien usw. seitens der betreffenden Kommissionen erfolgt, so daß die Inanspruchnahme der eigenen Lebensmittel der betreffenden Gemeinden keine besonders hohe ist, zumal wenn man in Betracht zieht, daß die Fremdenindustrie auch Geld ins Land bringt, zahlreiche lohnende Arbeitsgelegenheiten für sonst Arbeitslose verschafft usw. In vielen Orten der Alpenländer wird derzeit bereits eine lokale Kopfsteuer von K. 10 täglich von jedem Fremden zur Besserstellung der Lebens Verhältnisse der ärmeren Bevölkerung eingehoben und auch sonst werden die Sommerfrischler zahlreichen empfindlichen Maßnahmen unterworfen, so daß ihnen das bißchen Erholung schwer - und teuer genug zu stehen kommt Es soll nicht geleugnet werden, daß es hie und da auch Auswüchse gibt, daß es manchmal zu Mißhelligkeiten, hervorgerufen durch einzelne Protzen, kommt, doch wäre es mehr als ungerecht, deswegen alle anderen leiden zu lassen, vor allem jene, die aus effektiven Gesundheitsrücksichten in Bäder, hochgelegene Sommerfrischen usw. müssen, um sür den heurigen Winter, dem allseits mit Recht mit Bangem entgegengesehen wird, einigermaßen einen Vorschuß an Gesundheit zu haben. . ^Kaufmännisches WÄffenhrmZ des VeeekneS Reisender ständigen Zöglingen auch ein« Anzahl jugendlicher Stadtgäste, die von der Aktion „Wiener Kinder zu Familien aufs Land" (Soziale Hilfsgemeinschaft Anitta Müller) zur Erholung Untergebracht wurden. Das genannte HauS eignet sich vermöge feiner gesunden luftreinen Lage als Ferienhort ganz besonders und man müsse der Veretnsleitung Dank dafür, wissen, daß sie der Aktion im Interesse der erholungsbedürftig«: Kücher die Begünstigung der Aufnahmen eingeräumt hat. Die Erfahrungen, die mit dem ersten Transport gemacht wurden, sind so befriedigend, daß man dem zweiten ein gleich günstiges Resultat Voraussagen darf. Di« Kinder erholen sich dort nicht bloß physisch, sondern auch seelisch, so daß der schönste Landaufenthalt den Kleben nicht so wohlzutrm vermag, wie «in Aufenthalt im Dornbacher Heim. Die Ausspeisrrng der Kinder wird von der „Amerikanischen Hilfsaktion" gefördert und findet namentlich seitens der Gemeinde Wien wirksam« Unterstützung, waS um so anerkennenswerter inS (T des Vereines der großen Opfer, heutigen Verhältnissen gewiß nicht möglich wäre,'den Kindern eine so nahrhafte «nd abwechslungsreiche Kost zu bieten. * Jüdischer Gesangverein „Hakinor". Heute Vi7 Uhr abends Gesangsprobe, I., Postgaffe 16. Es werden alle Mitglieder ersucht pünktlich zu erscheine». * Sin französisches Tagblatt in Prag. Aus Pra wird gemeldet: Wie »CeSko Slovo" erfährt, wird »ach der Rüä kehr des MrnisterS deS Aeußern Dr. B e n e s ch nach Prag dort einfranzösisch geschriebenes Tagblatt erscheinen. daS Ken fremden Staatsangehörigen zur Jnformatto« dienen soll. Keller, Neubau, Lofstallgaff« Nr. S, von Organen des Posizeikommiffariates Neubau eine Revision voraenommeu. Es wurde eine auS elf Personen bestehende Gesellschaft beim Hasard spiel »Bakkarat" betreten. Die WohnungSinhaberin war nicht anwesend. Die Wohnung halte von chr der schon einigemale bei Hasardpartien beanständete Architekt Neumann-Tropp gemietet. Er war zugleich auch der Bankhalter. Fast üut dort beanständeten Personen sind schon wiederholt in der letzten Zeit denn Hasardspiel betreten worden. Die Amtshandlung ist oingelettet. — Einer Aufforderung des Obmannes Stein des Mariahilfer Ark^terrates dsigmd, wurdz am 16. d. M. nm 3 Uhr früh :m Hause Mar.ahilr. Kapistrangasse Nr. 2. in einer Wohnung; eine Revision vo'fl'uounnen. B c >. e l n em Zechgelage wurde eine aus 2'j Personen bestellende Gesellschaft angetroffen. Unter den Gästen waren ausländische Ofsiziere, Kaullcute, Artisten und Artistinnen. Veranstalter des Zechgelages war der Ingenieur Emil D u e m i g. Gegen ihn und gegen die WohnungS-, inhaberm Mathilde Morgenstern wurde die Slrafamtshandlung eingeleitet. * DaS Geheimnis des DonaimferS. Wie berichtet, hat' ein Vorfall, der sich am 15. d. M., abends, am Ufer des Donaukanales abgespielt hat, zu der Mutmaßung Anlaß gegeben, daß an der Stelle an einem Mädchen einMord begänne n! worden sei. Zwei Schiffsjungen zeigten nämlich an, daß sic uni: halb 11 Uhr nachts am rechten Ufer des DonaukanaleS einen . Wortwechsel und dann einen, Fall ins Wasser gehört Hütten.! worauf eine weibliche Stimme rief: ..Leo, was hast dn getan...?!! Rette mich! Rette mich! Hilfe! Hilfe!" Sie seien erzählten! die- Schiffsjungen — nachgcsprungrn, hätten aber im Wasseri keinen Menschen gesehen. Es ist klar, daß die Anzeige vermuten! lasien mußte, daß am Donaukanaluser ein Mord geschehen sei.? Nim hat sich aber der Vorfall durch die Erhebungen des Sicher-! heitsbureaus restlos aufgeklärt und es ist erwiesen, daß es ,st ch nicht u m ein Verb rechen, sondern um einen Selbstmordversuch gehandelt hat. Ihn har( die 19 jährige Kammerzofe Ida St., zuletzt 2., Große Spcrlgaffe 2 wohnhaft, wegen unglücklicher Liebe begangen. Sie ist am; 15. d. M., abends mit dem Agenten Leo H., der die Beziehungen j zu chr lösen wollte, zusammengekommen und war mit chm bis zur Aspernbrücke gegangen. Am rechten Donaukanalufer hatte sie nach kurzem Wortwechsel dem H. einen Abschtedsbrief in int! Hand gesteckt; dann hatte sie Hut und Handtäschchen wegge-, warfen und war vor den Augen des H. in den Donaukanal ge-! sprungen. Als geübte Schwimmerin schwanm sie bis zur Franzensbrücke. Die Worte: »Leo, was hast du getan?! Rette mich! Hilfe! Hilfe!" hat sie im Wasser ausgestoßen. Leo H. unternahm mit einem Bolkswrhrkorvoral Rettungsversuche, ,die bei der- Franzensbrücke zum Erfolge führten. Es gelang,ihm. Ida St. mit Hilfe des Korporals zu retten. Sie wurde' ins Allgemeine Krankenhaus gebracht, das sie bereits «wieder verlassen hat. Von! ihrer so weit stromabwärts erfolgten Rettung hatten die Schiffs-! jungen keine Ahnung. , * Ein Fälscher tschecho-slowakischer Pässe. Am 14. d. M. wurde der 29iährigc Privatbeamte Artur Brauner im Hotel! Müller am Graben Nr. 18 verhaftet. Er hatte sich nämlich einige Tage zuvor einem Gastwirt in der inneren Stadt erbötig gemacht,! ihm gegen ein Entgelt von K. 1000 einen Auslandspaß zu ver-, schaffen. Bei einer Durchsuchung seines Zimmers im Hotel fand' man mehrere Stampiglien der tschecho-slowakischen Gesandtschaft sowie die einer tschecho-slowakischen Gemeinde, dann mehrere * Paßformulare. Brauner wurde gestern dem Landesgerichte eingeliefert. * Eine Biertelmillion verschwunden. Am 7. v. M. ist in Brünn ein Kuvert mit K. 250.060 in gestempelten tschecho-slowa-, kischen Banknoten zu je K. 1000 auf unaufgeklärte Weise abhan< den gekommen. > * Schöffe früh versah der egen einen Stadtschutzmann. Am 16. jb. M. stadtschutzwachmarm August Mernhart im Prater in der Stuwerstraße seinen Rayonsdienst. Da sah er in der Entfernung von etwa zweihundert Schritt einen Mann daherkommen, der plötzlich eine Brownirigpistole zog und auf ihn vier! bis fünf Schüsse abgab. Die Schüsse verfehlten zum Glück ihr> Ziel. Der Mann wurde angehalten. Er war angeheitert. Er ist! der 87jährige Bertteter Richard Muck, Prater, Obermüllner-! straße 6 wohnhaft. Wie festgestellt wurde, hatte er sich vorher' über die Polizei und Stadlschutzwache abfällig geäußert und war deshalb zurechtgewiesen worden. Er wurde in Haft genommen.' * Selbstmord. Die 31jährige Marinekommissärsgatlm' Paula Hartlieb wurde am 16. d. M. abends in ihrer Wohnung Wällring, Edelhofggsse 88 bei geöffnetem Gashahn tot aufgefunden. Sie hatte wegen Melancholie Selbstmord begangen. * Ein mysteriösen Vorfall. Der ööiährige Kaufmann! Emil A y d i n i a n, ein e h.e m a l i g e r O f si z i e r, hat am Sonntag nachmittags in seiner Wohnung, VII., Neuftiftgaffe 107, seine 23jährige Gattin Amanda Avdlman-Brocchi mit einem Meffer überfallen und ihr eine klaffende WMde von! 8 Zentimetern Länge an der rechten Brustseite und Schnittwunden' am linken Ring- und kleinen Finger beigebracht. Dann versetzte er ibr>noch mehrere Hiebe und brachte ihr dadurch Verletzungen im Gesichte und am Hinterkopf bei. Nach der Tat ist der Mann gestüchtet. Die Frau wurde von der Rettungsgesellschaft verbunden und ins Sanatoriunl Fürth gebracht. Es scheint sich um einen Akt der Eifersucht zu handeln. Die verletzte Frau verweigert über, die Ursache jede Auskunft. Emil Ahdinian wurde noch gestern spät abends, in der Wohnung seines Freundes auf der Wieden verhaftet und zunächst dem Polizeikommiffariate Neubau Übergeben/ wo er bei einem Verhör die Tat eingestand. Das jüdische Volk und seine Jugend. Ein Teil der Auflage des vielbegehrten Buches wurde mit neuem, elegantem Einband versehen. Diese Exemplare sind ohne Preiserhöhung' (K 10.80) vom Verlage zu beziehen. — TheodorHerzls „Philosophische Erzählungen" sind in neuer! Ausgabe in Wien eingetrofsen. Dieser Band enthält einige der berühmtesten belletristischen Arbeiten Herzls. Preis & 21.60 geb.- Durch R. Löwit, Buchhandlung, Wien, I., Rotenturmstraßr 22 Vereinsnachrichten. (NachrichtenvonVereinen erscheinen von nunan stets am Tage der Veranstaltung.) Heute: Zionistische B e z i r k s s e k t i o n B ritt ittenau(JugendgruvPe). 7 Uhr abendsXX,;Karl Meißlstraße 8/1, VeremSabend. Referent Ludwig D i ck st e i n r Autoemanzipation. — K «l t n r v e r b a n d ,.J a b n e"/ IX., Türkenstraße 9. 7 Uhr abends: M. Frostig^ KmS über die Agadah. z Jüdische Männer und cht Frauen! ¥ Reklamiert euer Wahlrecht zum Jüdischen Rationalrat für Deutschösterreich! Wahlberechtigt ist jeder Jude ohne Unterschied des Geschlechtes, der sich zur jüdischen Nation bekennt und das 20. Lebensjahr überschritten hat. / Anmeldung zur Eintragung in die Wählerliste im Bureau des Nationalrates: Wien, II., Taborstr»

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