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Wiener Morgenzeitung · 1919-08-17 · Heft 208 (17.8.1919) · p. Seite 10

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 208 (17.8.1919)
Date
1919-08-17
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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Seite 10 Wien, Sonntag Miener Morgerrzeitrmg 17. August 1919 Nr. 303 ^affmstillstandsllnie die Bewilligung der Gonvernemmtbchöidc in T r i e n t fiiu alle Waren notwendig ist. Das „Tiroler Volksblatt" erfährt von kompetenter Seite, daß die Bezahlung von aus Südtirol nach Deutschland anszusührcnden Waren auch in M a r k vereinbart werden kann. Rege Tätigkeit vor Engländer und Amerikaner in den neuen jugoslawischen Gebieten. Bukarest, 15. August. (Tel.-Komp.) Die Agentur Dacia meldet aus Saloniki: Die kommerzielle und finanzielle Tätigkeit der Engländer und A m e r i k a n e r in den neuen iugoslawischen Gebieten ^gewinnt t c b. c n Tag a n A u s d e h n u u g. Kanäle, Straßen,, Eisenbahnen, werden gebaut, die Wälder werden ez'plvldiert, die englisch-amerikanischen Techniker und Finanzmänner spielen überall die führende Nolle. Die" englischen Ervortgenosscnschasten haben weiter den j u g o s l a w i s ch c n K a u f 1 e u t e n die Lieferung aller von ihnen benötigten Pro dritte gegen außerordentlich günstige Zahlungsbedingungen äugeboten. Die Verhandlung wegen Sozialisierung der amerikanischen Bahnen. Belmar, 16. August. (Korr.-Bur.) Die zwischenstaatliche Handclskommifsion des Senats verhandelt einen Man von Davies W a r f i e I d, der die Neuorganisation der Eisenbahnen auf den Grundsatz der Entschädigung der bisherigen Eigentümer mit einer Kapitalsverzinürng von 6°', vorsieht. Die diesem Prozentsatz übersteigenden Gewinne würden zwischen den Angestellten und dem Publiktzm (durch .Frachtenermäßigung) a u f g e t e i l t. Der Generalrat der nationalen Bereinigung von E'seubahnanlapen-Eigentümern, Luther M. Walker aus-Chicago, ist für diesen Plan, welcher in einer fünfftündiacn Senatsfitzung besprochen wurde. Walker erklärte. daß der Vorschlag sogleich nach Freigabe der,Eisenbahnen aus der staatlichen Verwaltung verwirklicht werden könnte. .' ' DieWrnte in dev Ukraine, Der Ukrainische Pressedienst meldet: Nach einer Schätzung der bolschewikischen Behörden in Kiew wird die diesjährige Getreideernte mehr alseine Milliarde Pud Br o tg e t r c i d e ergeben. Wenn auch die Schätzung zu, propagandistischen Zwecken in Rußland übertrieben sein dürste, ist. es- Tatsache, daß imganzen Lande rin sehr gutes Ernteergebnis zu erwarten '.st. trotzdem überall der Kampf gegen die Bolschewiken die Erntearbeitcu stört. Zur bevorstehenden Besprechung der internationalen Wechselkurssragen. Der „Bund" meldet aus Genf:' In Genfer Finanzlreistn wird die Meldung von der Einberufung einer Konferenz nach Paris im Monat September zur Besvrechung der W e ch f e l k u r s f r a g e n lebhaft begrüßt. Besonders bc'ricdigt ist man darüber, zu vernehmen, daß .die Konferenz nicht mit Politikern oder Diplomaten, sondern von- Fachleuten beschickt wird.. Man erwartet, van ihr Vorschläge von wirtsamen Lösungen für die Frage, wie der schweren wirtschaftlichen Gefahr begegnet werden, könne, die der gegenwärtige Kurssturz bildet. Es war wirklich hohe Zeit, daran zu denken und es wurde das einzige brauchbare Miitcl gewählt, nämlich au Vertreter aller Nationen zu appellieren.. Die Schweiz wnd gewiß nicht verfehlen, zu dieser Konferenz einen vollqnalifizierten Fachmann als Vertreter zu entsenden. Gute Erntearrsfichten in Rumänien. Aus Buk ar e st wird gemeldet: Dre E r n t e a u s s i ch t e « Mit Rumänien sowie in den ueuangegliederten Gebieten sind a u s g c z e i ch n et. Das rumänische Ackerbauiulmfterium bereitet ein Dekretgesetz über die A u s f u h r rumänischen Gereides nach dem Auslände vor. Die zum Export, freiegebene Gelreidentenge soll dem Auslandr nur a l u t a geliefert werden. - ■ ■ BERNHARD MAYER Wien, II., Taborstrasse 8 b, «AL»" vurchküdruns aller dsnkmsrrlgsn mi bomoeseftäftlieben transaktionen. Belüelnlagen ln laufender Recbnuno ru kulantesten Secklngmgen. Informationen kostenlos. sos» 11gegen 8 c i» .. -2.- . Der neue polnische HandelSminrster. Aus Warschau wird gemeldet, daß an Stelle des zurückgetretenen Ministers für Handel und Industrie Dr. Hacia Ignaz Szezniowski zum Minister dieses Refiorts ernannt worden ist. Die Gerichte und die Anmeldung ungarischer DermögensobZekte. Me unter dem 20. Juli bekannt gemacht, wurde die Frist für die Anmeldungen von Vermögmsobjekten nichtunaarischer Staatsbürger bis zum 21. August 1919 verlängert. Das Staatsamt für Justiz hat nun den Gerichten unter dem 9. d. M. uutgeteilt: Das Postsparkassenamt ist nach einer Mitteilung der Direktion - wegen der großen Zahl der von ihm verwalteten Werteffektendepots nicht in, der Lage, den Gerichten- oder den Parteien, für welche ungarische Wertpapiere in den Dcpots derPostsparkasseerliepen, Mitteilungen darüber und Anmeldeformulare emznsenden. Dre Gerichte haben daher aus den eigenen Akten und Aufzeichnungen festzustellen, in welchen Vermögensmaßcn sich ungarische Wertpapiere befinden und bezüglich solcher Papiere im Smne des Erlasses vom 7. Juli d. I. und der bei diesem Erlasse abgedrucktcn Anlcimnaen zur Anmeldung ungarischer VcrmögenZobjekte selb st das Entsprechende vorzukehren. Ausgleich. Vom Wiener Handelsgerichte wurde das Ausgleichsverfahren emgeleitet über das Vermögen der Firma Kunsta n st a l t f ü r S p e z i a l- und P r i s m e n g l ä s e r Robert W. No n a, Wien, XVI., Lienfeldergaffe 32. Ausglcichsko'nunlssär,Karl B i c b e r, Ausgleichsverwalter Heinrich Kr e ib.i ch, Genosienschaftsvyrsteher, VI., Mariahllferstraße 53. Anmeldefrist 1. Oktober, Tagsatzung 8. Oktober, 10 Uhr. Dm Gläubigern werden 10 Prozent geboten. B'örse für landwirtschaftliche ProdnkLe. Wien, 16. August. (Orig.-Bcricht.) Der heute verlautharte Bericht über die Entwicklung der Saaten und über den Fortgang der Emtearbeilen innerhalb der rot-welß-rotm Greuzpfähle, blieb ans hie Tendenz des Wiener Wochenmarktes ohne jede W i r k u n g, zumal Offerte in neuer Ware, mit Ausnahme von F'eldgemüse, das derzeit in reichlichen Mengen zuströmt, nur vereinzelt zur Verfügung stehen. Der Entwicklung des GeschäftS- : Verkehres stehen derzei so große Schwierigkeiten im Wege, daß der Umsatz sich nur auf belanglose Mengen erstrecken kann. Bevorzugt werden Artikel, die her, 5Ö ter* erzeuguug dienen. Brauchbare E r s a tz sto f f c finden deshalb günstige Aufnahme. Für Sämereien besteht Ervortsbegehr, doch fehlt es an entsprechendem Offertcnmaterial. Nübensamen sind über Bedarf angeboten. Raubfutter hat sich neuerlich verwvhlfeilt, ohne daß die Kauflust hierfür eine Belebung erfahren hat. Mil Rücksicht auf die Geringfügigkeit der Umsätze hat die aintlicke Preisermittlungsstelle von einer Verlautbarung der Preise abgesehen. Berliner Börse. Berlik«, 16. August. Im Gegensatz zu gestern ließ die Börse heute eine entschieden freundlichere Veranlagung erkennen. Für diese waren in der Hauptsache die Meldungen, denen zufolge die Entente 'sich vorläufig mit der Hälfte der Kohlenmcnge zu- > ineben gebe, dre Deutschland auf Grund des Fricdensvertrages zu liefern hat, sowie die Hoffnungen auf eure baldige Beilegung des ..Streiks , in Oberschlesien maßgebend. - Hieraus zogen besonders die oberschlesischen Montanwerte Nutzen, die sich um 2 bis5°/o im Kurse erholten, doch waren mit wenigen Ausnahmen auch die rheinisch-westfälischen Papiere bester gehalten/ Hiervon abgesehen, hielt sich der Verkehr wiederum mengen. Grenzen, so daß sich bei Schiffahrtwerten und auf den übrige» Umsatzgebicten nur 'geringe Veränderungen ergaben. Petroleumwerte und Kanada-Aktien verharrten im großen und ganzen aus ihrem gestrigen Stande. Orientbahniind Oesterreichische Kredit- Aktien stellten stch um 3°/0 höher, während Türkische Tabak-Atien 3°/0 einbüßten. Von chemischen Werten verloren Höchster Farbwerke« Aktien 6%. Hervorzuheben sind ferner Hirsch KupfeEktien, di« sich um i°l0 tut Kurse hoben. Auch auf dem Rentenmarkte macht« sich eine Erholung bemerkbar, so daß Kriegsanleihen wieder den Stand von 8'v— erreichten und auch Sckatzscheme, und alt« heimische Anleihen Besserungen erfuhren. Oesterreichische und ungarrsche Renten lagen bei kleinen Umsätzen schwach. I» späteren Verlaufe machte sich die Geschäftsstllle stärker geltend» doch konnten die erzielten Besterungen, namentlich auf, dem> Montanmarkte, zumeist gut behauptet werden. Die Devisenkurse. Wien» 16. August. -Kurse der deutschösterr. Devisenzentrale.) Amsterdam 1675.— (1650.—), Berlin 242.50 246.50), Zürich 777.50 (775.-). Christiania 1027.- (1022.—1, Konrhagen 997.— (992.—), Stockholm 1085.— (1080.—), Mark-Noten 241.75 (244.75), Lec-Noten 242.— (240.—), Leva-Noten 150.— (150.—), Schweizer- Noten 778.50 (776.-), Französische Noten 555.— (555.—); Italienische Noten 460.— (460.—), Englische Noten 180.— (180.—), Dollar-Noten 40.— (40.—), Rubel-Noten (Romanows) 215.- (215.—).;• Berlin, 16. August. (Kurse der Devisenzentrale.) Holland 722— (730.-). Dänemark 419.— (419.-), Schweden 470.— (470.—), Norwegen 445.— (445.—), Schwer« 834.— (334.—), Oesterreich-Ungarn 42.45 (42.45), Spanien 840'** (340.-). Helstngfors 118.25 (118.25). r Kopenhagen» 16. August. (Devisenkurse.) Hamburg 24.10 (23.75), Amsterdam 189.50 (169.50), Schweiz 80.75 (80.75), New-Pork 453 - (453.50), London 19.68 (19.64), Paris 58.75 (58.75), Antwerpen 57.— (57.-), HelsingfvrS 34.— (33.50).; Zürich, 15. August. (Devisenkurse.) Berlin 29.25 (29.25), Wien 11.50 (12.50), Prag 20.-^ (19.-), Holland 210- (210.25), New-York 563.— (564.-), London 24.38 (24.35), Paris 73.15 (72.25), Mailand 62.- (61.80). Brüssel .70.25 (70.—), Kopenhagen 123.25 (123.75), Stockholm 141.75(140.-), Christiania 132.25(133.-), St. Petersburg 28.-7 (30.—), Madrid 107.— fllO.-), Buenos-Aires 2§0.— (230.—), Kronennoten, d.-ö. gestenrpelte 11.50 (12.50), Kronenuoteu, ungestempelte 12,'— (12.50). ' Amsterdam, 15. August. (Devisenkurse.) Berlin 13.90 (13.45). Wien 6.26 (6.-), Schwei: 48)-4 (47.75), Kopenhagen 59.20 l59.20), ) Stockholrn 0(5.50' (66.45V Christiania62.95 (63.-). New-Aork269.80 (269.50), London 11.60 (11.60), Paris 35.45 (34.40). Stoikholm, 16. August. (Devisenkurse.) Berlins 1.50 (21.—), Amsterdam 151.— (150.75), Schweiz 72.- (72.-), Washington 407.— (404.-), London 17.45 (17.45), Paris 52.— (52.-), Brüssel 50.50 (50.50), Helsingfors 30.7-. (30.—). 4 M» M »L «L W ML «L W V LT. « Burgtheater. Äull.» g. Sefieflbiirecu: EeLSiSG Grschloffeu. Operntheater. Ll'.rk.» u. Losirllbureau: Tel. 2«r. 175 Die Meistersinger von Nürnberg. Beginn */.!< Ulje Ende 9 Nbr OoiKsoper. Geschlosien. SeRonbrnnuer Ichfoss-Cheater. Geschloffen. Oeutsche$Bom$theaten Leleplion Str. 81037 Nachimitügr: 5ftn weißen Röhl. tze-tnft y.ji Uhr Ende 5 lihr •’%’ Abend»: '-hl' ' Siutigone. Beginn 7 Uhr Ende 3 Jlör Wiener Kamwmpieic. I., Rcientuniiitrabe CO. ' Haben Sic nichts zn verzollen?! Beginn Udr Ende Uhr 1_ •3o$ef$tä(!ter Cheatcr. / Der König in Paris. ^Beginn 7 iidr Lude 9 ll£ir ve«r Wiener Bühne. IX.. Wzs!rz.iffk 33. 'SinchLririagl: Die Schiffbrüchigen. 'Beginn « Uhr Ende 1/,s.Uhr ALendt: Da« Bett. , (Seatv, »od- 9 ttfr Ueiusbühtte. VII., Nenbaugaffe 86. Tel. ,r«^S Beichioffsu. Wiener BoWöüienha»r. IX., LugdorfersiratzS/l—ö, Nachuriitag«: Eriwan: Beginn 3 li:^ Ende 5 Uhr Abend»: Der Bogelhandler. Beginn V:7 Uhr Ende 'fAO Uhr £arl*Cbeater. Nachmittag»: Polenblnt. Beginn V‘3 Uhr Ende 5 Uhr Abend»: Die drei Kavaliere. Beginn */*7 Uhr Ende 9 Uhr theafer an Ser Wien. Nachmittag» und abend»; Nimm mich mit! tiaimnn<Kbeater. Kasien.Telephon Nr. £520, 16604 Nachmittag»: Der Pfarrer von Kirchfeld. Beginn 3 Uhr Ende 5 Uhr Abend»: J tzöhri. * Beginn V«7 Uhr Ende S Uhr Wiener Bürgertheater. Nachmittags: . Boccaccio. Beginn S Uhr Ende 5 Uhr Abends: HeifieS Blut. Besinn 7 Uhr Ende 9 Ubc Johann Ztrauss-Theater Nachmittags: Die CfärdLSfürsti«. Beginn >/.S Uhr Ende '/»S Uhr Abend»: DaS Veilchenmädel. Beginn Vi8 Ubt Ende */»10 Mr jBpolie-Cheater. Zwerent—KLuig—Herold in Urschula und gyoßer bunter Teil. Beginn 7 Uhr. Wiener StaSttheater. Geschloffen. £u$t$pieltheater. Nachmittag» und abend»: Die tolle Komteffe. 5o«mervühne wie«tk Uergnügungrpark. Kabarettvorstelluug. Anfang S Mr. Mettopoi-cheater. XI., AnssteltimgLstrahc. Nachmittag» und abenr»: Schwarzwaldmädel. Tntimes Cheater. II., Praterstrabe 83. 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