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Wiener Morgenzeitung · 1919-08-17 · Heft 208 (17.8.1919) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 208 (17.8.1919)
Date
1919-08-17
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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y Sir. 208 Äiett, Sonntag r*VWi™.“ Die Instruktione» Wilsons an Movgenthau. Warschau, 16. August. (Del. der „Wiener Morgen- Ortung".) Der Pariser Korrespondent des „Kuryer Warszawski" teilt seinem Blatte den wörtlichen Inhalt der Instruktionen Wilsons an Senator Morgenthau für dessen Reise nach Polen mit.. - „Die Untersuchung der Authentizität der Pogrome in Polen", schreibt Wilson, „hat eine geringere Bedeutung. Ihre Reise bezweckt nicht, die Polen zu belasten, ebenso wenig der jüdischen Bevölkerung Unwahrhaftigkeit vvrzmvcrfen. Diese Fragen gehören der Vergangenheit an und am besten wird es sein, die Angelegenheit vor dem europäischen Forum nicht zu berühren. Der Hauptzweck Ihrer Reise ist, Mit allen Mitteln zur Milderung des Rassenkonfliktes' in Polen beizutragen, und zwar hauptsächlich durch Beeilt-' flussimg der jüdischen Bevölkerung in allen Zentren Polens UM durch Aufklärung derselben über ihre Pflichten dem neuer: Staat gegenüber. Ich habe nämlich den Eindruck, daß die erwähnte jüdisch« Bevölkerung sich noch nicht klar darüber ist, daß die Gleichberechtigung mit Pflichten verbunden ist, von.welchen man. sich absolut nicht ausschließen kann. Ich vertraue darauf, daß Ihre Reise günstige Resultate answeisen und zur Beruhigung der Gemüter beitragen wird, welche für die Konsolidierung des Renentstandenen dringend notwendig ist." Der Korrespondent berichtet weiter, bah Morgenihau sich anfangs geweigert hätte, die Mission zu Übernehmer: und erst auf Drängen WilsonS nüchgab- Der Korrespondent' meint, Wilson wolle mit Hilfe Morgenthaus nach dessen Rückkehr aus Polen die antipoluische Propaganda ln Amerika'eindämmen. -* (Wir haben in Unserem heutigen Leitartikel diese noch nicht bestätigte Meldung berührt. Falls sie auf Richtigkeit beruht, ist ein neuerlicher Beweis dafür gegeben, wie zielbewußt die polnisch« Propaganda im Ausland« arbeitet, daß sie sogar Wilson über die polnisch-jüdischen Verhältnisse zu täuschen vermochte. Die Red.) Aus Ungarn. Graf Paul Teleky hat das MinSsterpvrtefeullle abgeltzhnt. Budapest» 16. August, (Ung. Tel.-Korr.-Bur.) Das Amtsblatt veröffentlicht folgende Berichtigung: An der heutigen Morgenausgabe des „Pcstl Kosieny" ist in der Veröffentlichung über die Ernennung der Regierung auch die Ernennung des Grafen Paul Teleky zum Minister ohne Portefeuille enthalten. Diese Veröffentlichung beruht auf einem Irrtum, wie amtlich mitgetcilt wird. Diesbezüglich wurden wohl Verhandlungen gepflogen, Graf Trlekh hat jedoch die Ministerstelle ohne Portefeuille nicht angenoinmen. Verhaftete Kommunisten. Budapest» 16. August. (Korr.-Bur.f In Budapest befinden sich sämtliche gewesene VvlkSkomnnssäre :n Hast: Der gewesene Volkskommisfär für Heerwesen H a u b r i ch, Volks« komnüffär für ÄeußereS Peter A g o st o «, Volkskommistär für Ackerbau Georg NyiSztor, der Leiter des LandrSamtes der Geistesprodukte Alexander GzabOtos, Alexander B:nczer, ein leitendes Mitglied des DwrktvrinmS der Hauptstadt,, ferner der ehemalige Leiter des Wohnungsamtes Deßder G o m! o, der Leiter des Liquidlerunasamtes für Religionsangelegcnbeiten Oskar F a b e r und endlich der Leiter deS BolkSamtes Moritz S z a m e k. Die Staatsanwaltschaft musste infolge der Ausdehnung des Massenprozesses verschiedene Gruppen ausstellen. An die erste Gruppe gehören die vorerwähnten höchsten Funktionäre der Näteregierung. D:e zweite Gruppe umfaßt die Leiter, Mitglieder und Anklagekommifflire der NevolntionZgerichte. Ber diesen spielte der gewesene Advokat Eugen L a S z l o die Hauptrolle, der alS VolkSwmmiffär der Revolutionsgerichte fungierte. Dieser hielt sich mehrere Tage lang versteckt, meldete sich jedoch gestern freiwillig bei der Staatsanwaltschaft. Gleichzeitig mit ihm wurde der Präsident des Budapests NevoluiionKgerichteS Nikolaus K i s s verhaftet, ferner der Vizepräsident des RevolutionsgenchteS Anton Äikado und der Leiter des Anklagrkommissariaks Arpad T r a t t n e r sowie die Kommandanten der Roten Wache. Ungarische Polizeibeamte werden Bela Kun und Genossen einvernehmen. Budapest» 16. August. (Ung. Tel.-Korr.-Dur.) Gegen die Funktionäre der Räteregierung wird daS Verfahren eifrig fortgesetzt. Die Staatsanwaltschaft verfügte» daß die in O e st 11reich befindlichen gewesenen BolkSkvmm i s s ä r e e i n v e r n v m m e n und dain ihrem Besitze Vorgefundene, mehrere Millionen betragende und unrechtmäßig angeeignete Vermögen sequestriert werde. Zu dresem Behufe werden hohe Polizeibeamte nach Wien fahren. Wiener MorgerrzeUimg Tagesbericht. Die jüdischen Kinder in Holland. Ankunft des Kindertransportes Anitta Mutter in Elten. Von Z. F. Finkelstein. « Ein Tuscheln und Raitltett. In scheuer Erwartung blinzelten tausend. Kinderaügen ln den kühlen Frühmorgen, als tvlr nach zwei Tagen und Nächten nnnttterbvoche.uer Elseubahnsahrt an Hollands Grenze an* gelangt sind. Holland! Das gebemdelte Mllch- und Kästland, das vom Meer des Weltkrieges, umbraudet, verstanden hat. durch'eine überaus gewandte Diplomatie dem KrtegSjämmer zu entgehen und sich noch vbendrein zum gewichtigsten HaNdelSsMporium Nord- «euvopas empvrzuschwingen,. erschien so manchemKinderherz wie ein Märchen auS Tausend und einer Nacht. Nun stellten.sie sich mit halbverschlafenen Augen in erstaunlicher Artigkeit in Reih und Glied auf dem Bahnsteig ans und dieweil das geschäftige Begleitpersonal und Damen und Herren deS Empfangskomitees bas erste Frühstück verteilten, starrten sie in die Ferne, als erwarteten sie noch immer das eigentliche Wunder. Kinderträum«! Da kamen sie alle aus den Tiefen des 'Jammers und den Gegenden der rayonierten Lebensmittel und der nichtrayouierten Hungersnot. Blasse, unterernährte Judenkinder aus dem Osten, deren Intelligenz und frühreife Lebenserfahrung durch die körperliche Verkümmerung um so deutlicher durchschimmerbe. Manche unter ihnen hatten sich vielleicht noch nie sattgegessen, manchen war Milch und Fleisch Monate,' vielleicht Jahre hindurch nur ein frommer Wunsch gewesen, und alS sie nach Holland kamen und die Berge von weißem Brot und Bütter und Käse und die milchgefüllten Kannen erblickten — da blieben sie stumm und scheu. Nahmen alles entgegen — freudig erregt, aber doch zurückhaltend und zögernd. Trauten sie ihren Augen nicht, daß es noch diese Herrlichkeiten in solch Hülle und Fülle in der großen Mit gibt, oder war es die vornehm« Reserve geladener Armengäste, die. in die Fremde gehen, um sich satt zu essery und sich doch in ihr verborgenes Darben zurücksehnen- Kinderträum« l Wir alle bleiben ja zeitlebens Kinder, wenns auf die Träume ankommt. Sehnen uns mit aller Gewalt nach dem traumhaften Lebensglück und bleiben wie gleichgültig stehen an der Schwelle der Erfüllung. Doch mit den ersten Strahlen der Hauin aufgegangenen Sonne und den ersten Kannen fetter warn.er Milch erwärmten sich auch die Kinderherzen. Um so mehr, als es prächtige, gute Menschen sind, die die Kinder in Obhut übernahmen. Holländer an Sprache, Sitte und äußeren Umgangssormen, aber Juden von Tradition und Mitgefühl. Da kamen fünfhundert fremde, unbekannte Kinder in ein fernes Land und im Nu umfing sie ein Hauch wunderlicher Liebe und Vertrautheit zu den Gastgebern.! Fremd« Kinder aus dem fernen Osten und ^fremde Gastgeber aus dem fernen Norden. Aber eine Welle von Liebe und jüdischer Solidarität umschlang vom ersten Augenblick di« Großen und Kleinen, und kaum war die erste Scheu und die Ungewißheit beginnender Märchen überwunden, da flogen schonScherze und leuchteten Blicke und schlugen fünfhundert Kinderherzen in lautsr Erregung vor Freude und Dankbarkeit. Holland, daS übersatte Märchenland, eröffnete sich 500 jüdischen Kriegskindern aus dem Osten und tvotzden: das ganze Begleitpersonal mit Ausnahme der Transpvrtleiberin in die Heimat zurückretsten und die Kinder ganz Fremden überlassen wurden — sie fühlten sich zu Hause. Sie kamen nach Holland und schlugen flugS ihre Heimat in den jüdischen Herzen auf, die sie hier antrafen. Ein Rätsel jüdischer Anpassungsfähigkeit, daS auch an jüdischen Kindern seine Lösung findet. _ Ein offenes Wort an die jüdischen „Genossen". In einem Aussatz „Glossen -uv Ratifizierung" in der inehrhsitSsozialistlschen Zeitschrift „Die Glocke" schreibt August Winnig: „Es erscheint nötig, ein offenes Wort Über da- Gebaren der nichtdeutschen Mitglieder unserer Partei zu sagen. Wir haben eine ganz« Anzahl solcher Männer und Frauen an führenden Stellen der Partei, wir haben sie von Haus aus und haben fle durch bl« Gastfreibeit, mit der wir Emigranten aus dem Osten bei u»S aufnahmen. *©ie haben uns als Agitatoren nutz Literaten manchen guten Die Budaprster Advokaten müssen Rechenschaft ab» legen. Budapest, 16. Ananst. (Ung. Tel.-Korr.-Bur.) DaS Amtsblatt veröffentlicht eine Aufforderung der Leitung der Budavester Advokatenkammer an alle bei der Kammer eingetragenen Advokaten und Advokaturskandidaten. Die Aufforderung besagt: Be: dem Ausschüsse der Budavester Advokatenkammer ist die Klage .eingelaufeii, daß ein Teil der Advokaten nnb AdvokatnrSkanvidnten während der Proletarierdiktatur eine Tätigkeit, enifaltet oder eine Haltung an den Tag gelegt hat, die g e.g e n die A n w a l t 8 o v r e verstößt. AuS diesen: Grunde hat de: Ausschuß beschlossen, jeden einzelnen Advokaten und ' AdvokamrSkandidatm zur Rechtfertigung anfiufordern. Jeder hat anzugeben, womit er sich während d e r P r o l e t a r i e rdiktatur beschäftigte, insbesondere ob er von der Räterepublik oder von irgendeinem Organe derselben ein Amt, eine Stelle oder ein Mandat, sei rS auf politischem, sei eS auf administrativem Gebiete, angenommen, hat. Im BejahunaSfalle ist die Beschäftigung genau zu umschreiben, auch die bannt verbundenen Einnahmen sowie die Motive rmtznteilen. welche den Betreffenden bei der Annahme 1>er.Stelle gelcne? baden. Die Rechtfertigung ist mittels eines eigens hier.;« I 'i^'i »■; bvgens bis 1. September zu itUcivctcTjcu. (gingcfenbct. Fcla Döbel Sigmund Goldenberg Ingenieur Verlobte Wien, im August 1919 im& Miel u. Innendekoration in grösser Auswahl. Kur gediegene 619 Erzeugnisse. J. SPIRA Wien, an., Siibanstarng. 1», 2 (Ecke Karl Sehweighofergasse). Institut für Jnhaiationstherapis und physikalische Heumethoden Dr. Ostermann. lX, Spital^ gaffe 1 a. Tel. 21568. Ord. 9—12, 8-6. Sämtliche movernen Heilbehelfi) für Erlrankuugkn der Ainumgsorgane; Rheumatismen, Gicht. 7^eliiaS. Drüsenschwcllungcn, Bartflechten rc. f7. August 1919 Gaurs ■*3 Schreit Leopold Steinhart. Wien, I., Bibrrstmße 9. «llslhilltll' Größte Auswahl! Billigste Preise! Dienst geleistet, und st« mögen eS weiter tun. Aber fie> sollen, das gebietet ihnen auch ihr eigenes Interesse» sich in:' allen Fragen, die ^rationale Gefühle berühren, znrückhalteui und darauf verzichten, dem deutschen Volke da ihren Rat fß erteilen, wo ihnen durch ihre vvlkSfremde Uhstamnutug de«. Weg zum Verständnis für das Fühlen des Volkes versperrt!: ist. Sie können, wie Max Brvd in der „Neuen Rundschau"^ (Dezember 1618) schrieb, ein Freund des Volkes' sein, in dessen Kultuekreis sie leben, aber sie können sich ttft diesem Volke so assimilieren, daß sie ein berufener Interpret jener Regungen des Volkes wären, die letzten Endes doch in dunklen: Geheimntsseu des Mutes ihren Ursprung haben. Dir haben volles BerstäudniS dafür, wenn unsere Genossen jüdisch e r A o st a m m n n g ihr Ideal in einer nativnslssen Völkergemeinschaft erblicken, da ihnen ein Harles Schicksal.? die nationale Bodenständigkeit genommen hat.: Aber sie sollen nicht das Unmögliche versuchen» eine auS dieser. Grundanschauuutz fließende Politik einem Völbe aufzureden/ das sich heute zu ihr nur bekennen könnte, wenn eS sich des. letzten Restes nationaler Würde entäußerw." Die Aeußerung ist symptomatisch und beleuchtet grell die Stellung der Juden in der Sozialdemokratie; sie dürfen, als „Agitatoren und Literaten" Dienste leisten, über sie mögen sich hüten, in die wirklichen Lebensfragen vreinzureden. August W i n n i g gehört allerdings zu jener Gruppe, die di« $bee der Internationale am meiste« verraten hat. Aber diese Rückkehr, zum Nationalismus ist vielleicht doch nicht eeürtz Rückständigkeit, und wenn dem auch so ist, so ist sie ein« Tatsache, vir ' der die jüdischen Sozialisten nicht achtlos Vorbeigehen können. Die mitleidige Aeststekluug, daß ihnen ein „hartes Schicksal die nationale Bodenständigkeit genomnren hat", sollte die Juden nachdenklich stimme« Und ihnen die Äugen über ihr Verhältnis zu den deutschnattonalen Genossen» damit aber auch über daS Verhältnis zu ihrem eigenen Volk, endlich öffnen* Die Kohlenkrise. Wie mitaeteilt wird, bat die KohleMse Wiens neuuduigd eine Verschüttung erfahren, da die Zufuhren ans den öberschltsischen Revieren infolge des dortigen Streiks bedeutend reduziert sind., Auch die Kohtenernläufe aus dem tschecho-slowMchen Staatsgebiete sind gänzlich unzulänglich. Sie beliefen sich, sofern die für Wien bestimmten Transporte in Fragt kommen, m letzter Zeit täglich unter lausend Tonnen. Die Zulchübe aus Polen, mit denen vornehmlich das städtische Elektrizitätswerk versorgt wird, sind gleichfalls sehr gering. Die Kohleunot macht sich insbesondere bei der Belieferung der Wiener Bevölkerung mit Hausbrand empfindlich fühlbar. Auflassung sämtlicher Schnellzüge im Bereiche der deutsch österreichischen Staatsbaynen wegen Stein» Kohlennot. Amtlich wird mitgeteilt: Anfolae gänzlich »n z »» reichenden Steinkohleinlaufes und Fehlens jeglicher Vorräte muß ab D re« S t a g den 19. Au g u st der gesamte SchtttllzngSverkehr i m BereichedrrdeutschösterreüchilchenS ta.fr ts* bahnen ringe st ellt werden. AlS teilweiser Ersatz wird ab 21. August der Personenzug Nr. 218 Wien-Westbahn- Hof—Salzburg—Innsbruck irden Donnerstag. Samstag und Montag lWien-Westbahnhos ab 1 Uhr Bö Min. nachmittags Innsbruck-Hauptbahnhof an 7 Uhr 5 Min. früh) und ab 20. August Jnnsbruck-Hauvtbahnbof—Salzburg—Wien-Westbahnhof der Personenzug Nr. - 26/513/218 jeden Mittwoch, SamStäg und Montag lJnnsbruck ab 7 Uhr 27 Min. früh. Wien-Westbahnhof an 6 Uhr 10 Min. früh) geführt werden. Diese Pysonenzüge vermitteln unter anderem Äwchlüsfe nach und von Vorarlberg und Badgastein. Sollten die Kohlenverhültniffe eS irgendwie gestatten, so wird sofort an die Wiedereinfiihrimg des SchnellzugSverkehres geschritten werden. Dev Kreisarböiterrat und das Verbot des Rucksackvertrehrs. Der ApprovistonierungSausschnß deS KreiSarbeiter'- r a t e S hat eine Resolution beschlossen, in der eS unter anderen' heißt r »Durch die Kriegßzeit und nach dem §usamv:enbruche hat eS die Arbeiterklasie mit der größten Erbitterung erfüllt, daß die bürgerlichen Klaffen dank des wohlorganisierten Schleichhandels bester versorgt gewesen sind, als die auf die Rationen angewiesene Arbeiterschaft. Deshalb . begrüßt der Arbeiterrat die Verordnung der Landesregierung, die den Ruckiackverkehr verbietet. Der Kreisarbeiterrat warnt aber die Genossen vor jeder W t l! k Ü r l i ch k e i t. Sie sollen «ich! über den Kampf gegen den Rncksackverkehr vergessen, welche großen Mengen an Waren im Schleichhandel besordett werden, tm Waggon- und wagenweise auf allen Bahnhöfen, und auf allen Zufahrtstraßen nach Wien kommen. D i e f k M e n g e« g t l t e ö v o r allem zu trfa.ss en. Dir Ärbeitryräte sollen verhindern, daß d e n ä r m e r e v Kreisen derBevolkerung oder den Mruschen, di^ außerhalb Wiens wohnen, aber in Wien arbeiten, die k l e i n e i> Mengen an Mundvorrat weagenommen werdde n, die sie zu ihrer persönlichen Berkostia:mg brauchen Der Kreisarbeiterrat empfiehlt den Genossen mit Vorsicht und im Gefühl der Verantwortlichkeit an das Werk zu gehen und niemals zu vergessen, daß sie durch jeden Mißgriff d'.e Institution der Arbeiterräte schwer schädigen. Eine Million Kronen unterschlagen. Wie berichtet, wurde am 14. d. M. der Uemnte der Bartt und Wechselstube,i-Attiengefellschaft, Filiale Roteitturmstrane. Nr. 18, Friedrich L o b st e i n, verhaftet, weil er beschuldigt erscheint, ein« Million Kronen unterschlagen zu haben. So weit bisher angenommen werben kann, ist dev Gchode mit der ursprünglich angenontmeneu Summe von ein,".- Million Kronen keineswegs begrenzt. Es ist mit Gicherheir tut;«* nehmen, daß er sich auf zwei Millionen Kronen beläuft.' Aber es scheint, daß auch mit dieser Solossale« Gunune die Grenze der Unterschletse nach oben nicht gezogen i f:. ■ verlautet vielmehr, daß etwa vier Millionen Kvo,,^, seh'»-!, dürften. Die l^rholniugen werde«, »o:u Eichers,o!< --'.'iirra«, [orfnoh'h i.-

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