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Wiener Morgenzeitung · 1919-08-10 · Heft 201 (10.8.1919) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 201 (10.8.1919)
Date
1919-08-10
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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tf*> 5 * ...... . .. . » S«itr 8 Wen. Sonnlar, Wiener Morgenzeitung 10. August 1919 Nr. 201 »-MMP.I- '■! I"- .I—»I , »p,, II iipiiimii>iwIii,i I^iiiiwim ... Literatur u. Wissenschaft. Ernst Haeckel. Weimar, 9. August. Heilte nacht? ist Professor Ernst H a e ck e l, der schon lange Zeit , leidend war, in Jena im Alter von 86 Jahren gestorben. Nach getanem Lebenstrrerk ist Ernst Haeckel von i«. Wett'Kschieden. Nicht vielen Gelehrten ist es Vstförurt, em so hohes Älter zu erreich?!! und in jo «^fassender Weise den Ausbau des eigenen Lehr" tebändes besorgen zu können. Haeckel gehört zu den Könnern, deren Einfluß über den engen Bezirk der Wissenschaft, der seine eigentliche Arbeit galt, hinaus ief in das Leben und die Geistesentwicklung nicht »irr seines eigenen Dolves, sondern der ganzen Menschheit eiagegriffen hat. Er war ein Mann von einer» Format und Kaliber, wie seinesgleichen die heutige nmtsche Wissenschaft nicht viele auszuweisen hat. Haeckels Leistungen auf dem Gebiete der Naturwissenschaft sind «m bahnbrechender Bedeutung gewesen. Als konsequenter und überzeugter Darwinist hat er sich jedoch »erführen Ässsen, die Grenzen zwischen Naturwissenchaft «ud Geisteswissenschaft zu mißachten. Materie nab Geist waren für ihn identisch; nach diesem Axiom >er Einheit nennt er seine Lehre „Monismus", die jedoch Heinen Versuch emrr schöpferischen Synthese der beiden Aemente barstellt, sondern in einseitigem Materialismusrusläuft. So hat Haeckel durch seine Lehre dazu beigeirage», jenen unglückseligen Geist des 19. Jahrhunderts, xr durch das Dogma von der allmächtigen Entwicklung, xurch Rationalisierung der. Lebenswuuder' und überhebliche Ueberschatzung des naturwissenschaftlichen Er- Senntnisvermögens die Menschen schließlich in den Abzrmtd des technisch-kapitalistischen Verhängnisses trieb, mächtig zu wachen und mit einer Scheinwissenschaft zu fundieren. Heute, wo seine Philosophie endgültig ils überwunden gelten kann, dünkt es fast unbegreiflich, satz sie bei ihrer völligen Verkennung des Wesens xs ErkenntnisprvblÄns und bei ihrem völligen Vorbeigehen an den philosophischen Gr.undftagen der letzten Auge so lange die Gemüter im Bann halten konnte, haeckel ist einer der größten Repräsentanten des 19. Jahrhunderts. Seine Forschung hat die Wissenschaft ungeheuer bereichert, seine Philosophie hat zur Verflachung des Denkens beige tragen. Haeckel hat auch in die Politik eingegriffen. Er war ein leidenschaftlicher Gegner der Kirche und des Klerus, obwohl er zu betonen liebte, daß seine monistische Ethik mit dem wahren Christentum vereinbar ist. Anläßlich des Kampfes der evangelischen Kirche gegen den Mvuistenbund ist Haeckel aus der Kirche ausgetreten. Es ist bekannt, daß die Ausstrahlungen dieser Kämpfe auch, noch in den Kulturkämpfen des heutigen Deutschlaud eine Rolle spielen. Auch in der Wissenschaft wurde fern Werk .leidenschaftlich umkämpft. Haeckel war am 16. Februar ,1634 in Potsdam geboren, studierte Medizin und Naturwissenschaften in Lürzburg, Wien und Berlin, wo er auch kurze Zeit als Arzt wirkte. Er widmete sich aber bald ausschließlich dem naturwissenschaftlichen Studium, 1861 habilitierte er sich als Privatdozent der Zoologie in Jena und wurde" 1865 ordentlicher Professor der Zoologie an dieser Universität, an der er bis zum Jahre 1909 hinein wirkte. Haeckel schloß sich bereits m den Sechzigerjahren des vorigen Jahrhunderts als einer der ersten Fachgelehrten Deutschlands rückhaltslos der Darwinschen Theorie an, die er in seiner „Generellen Morphologie" zu einem wissenschaftlichen System erhob. Es folgten die Bücher „Natürliche Schöpfungsgeschichte", „Anthropogenie" usw. Bekanntlich hat er m seiner Entwicklungslehre die These von der Abstammung des Menschen vom Affen ausführlich verfochten. Seine berühmteste Entdeckung ist das „biogenetische Grundgesetz", das den Parallelismus zwischen der Entrvicklung des Individuums mit der Entwicklung des ganzenStaanres feststellt. Haeckel verfaßte auch mehrere polemische Schriften; und schließlich sind als seine philosophischen Hauptwerke die „Welträtfel" und die „Lebenswunder" zu nennen. Die Marx-Biographie von Mehring. ' Im Verlage der Leipziger Bnchdrnckerei A.--Gist soeben die zweite Auflage be$- umfangreichen Werkes: .Karl Marx, Geschichte seines Lebens" van Franz Mehring erschienen. Die erst« Auflage erschien vor Jahresfrist, aber die Zensur chatte ihr arg mitgespielt und erst die vorliegende, deren Veröffentlichung Mehring selbst nicht mehr erlebte, wird ihren Intentionen gerecht. i Dieses Buch tarnt mau als Jude nicht lesen, ohne eS schmerzlich zu empfinden, vag Marx seinem Volke so. sehr rrftgsitt. Männer aus fremdem Blut schreiben die Geschichte fernes Lebens — wie sollten sic ganz sei» Wesen erfassen Minen? Trotz all seiner Assinnliertheit ist Marx nur im Zstahnren der jüdischen Kulturgeschichte zu begreifen, und wenn «ive Biographie damit beginnt, daß sie die von Karls Art« vollzogene Taufe ebenso entschuldigt und verteidigt, tote sie jeder biedere Meister verteidige würde,, so beginnt' Mar zu ahnen, welche ungeheure Kluft selbst zwischen einem Mehring rurd Marx bestehen bleibt. Da „die jüdische Güter- B einen heftigen Judenhaß auch m den Rheinegt hatte", schreibt der Biograph, „hatte ei» Mann ntastbaren Rechtlichkeit des alteu Marx weder die tz auch nur — im Hinblick auf seine Kinder — das fen Haß mitzutragen". Hatte demnach auch der Deutsche weder das Recht, noch' die Pflicht, den Deutschenhaß mitzutragen, den die Menschenschlächutscher Kriegshetzer in der ganzen Welt erregte? es Heinrich Marx, der de» Taufschein als Feigenjv-ttt verwendete, als Verdienst ougerechuet wirb, daß er tout b«& .SELcifc sich, und nuiu'ii Sohn vyn aller jüdischen Befangenheit" befreite" wäre es also nur folgeftchtig, daß zum Beispiel die deutsche Bevölkerung in den abgetrennten-. Gebieten sofort die polnische oder französische Maske vorbindet, um nicht mitverantwortlich gentacht zu werden? Es ist nicht einmal der liier versteckte Antisemitismus, der in dem Buch 'so unsympathisch berührt. Mehring gibt sich alle erdenkliche Mühe, ihn zu verbergen und zweifellos würde er ihn auch bestreiten, aber das Unerfreulichste daran ist, wie innerlich unfrei n,d darum beschränkt er diesen Dingen gegenübersteht. Da Heinrich Marx nicht mehr in die Synagoge hineinpaßt«, „fand ec noch am ehestett eilten Mterschlnpf in der preußischen Landeskirche" stellt er fest und findet es ganz in Ordnllng, Unterschlupf zu suchen. Das Gefühleinem unfreien Geiste gegenüberzustehcn, wird man dann nicht mehr los und die fortse ist, daß mau das Buch nur noch als Tatsachenbericht billigt, überall dort aber, wo die Persönlichkeit des Biographen sich zwischen den jüdischen Leser und Karl Marx drängt, Zurückhaltung üben und sie am liebsten als störend beiseite schieben möchte. Es ist dies um so bedauerlicher, als bas Buch überaus reichhaltig an Material jeder Art ist. Di« Sozialdemokratie wird in ihm „die" Marx-Biographie' erblicken. Für das jüdische Voll ist es nur die Vorstufe zu einer solchert. Moses' Heß, dessen späteres Werk „Rom und Jerusalem" den modern«» Zionismus einleitste, Ferdinand Lassale, Börne, Heine und ihr Kreis tauchen vor uns auf, silhouettenhaft, ein wenig blaß, von einem Pinsel gezeichnet, der die Farbe des Blutes auf seiner Palette nicht findet und man vertnißt ernetlt das Der heilige C«indidr»s, Drama in vier Akten von Robert Michel, Verlags S. Fischer, Berlin. Dieser Heilige, der in einer Dorfkirche Galiziens seine Residenz bat, soll ans den Trümmern des durch die Russen zerstörten. Dorfes gerettet werden und das Armeeoberkommando hat eme eigene Kommission zn diesem Zwecke ausgesandt. Aber niemand weiß anzugeben, wo sich die Reliquien befinden. Erst einem seltsamen Pilger, der selbst eine Art Heiliger rst, gelingt es durch Fasten und Gebet, dem Hetligen selbst sein Gehemmis zu entreißen. Dieses mit mystisch-symbolischen Elementen operierende Drama, tu dem auch ein für dm Pilger von ekstatischer Hingabe erfülltes Judenmädchen erscheint, das später den ersten Stein auf ihn wirft, nachdem der gefundene und «öffnete Sarg des Heiligen sich als leer erwiesen bat, und so seme Steinigung herdeiführt, hat zur Pointe den nicht gerade originellen Gedanken, daß wahrer Glaube tm Herzen wohnt und ohne ihn fromme Neberreste wertlos sind. Die kalt ersonnene Originalität vermag keinerlei tieferes Interesse zu erwecken. —<1. herein zur wissenschaftlichen Erforschung Palästinas. Auf Anregung des Geographen" Dr. A. I. B r a w e r lud das Palästina-Amt für Freitag den 1. d. M. eine Anzahl jüdischer Gelehrter und sonstige an der wissenschaftlichen Erforschung Palästinas interessierter Personen zu einer Vorbesprechung rin. Hiebei ergab sich der einmütige Entschluß, in Wien eine Zweigstelle des bekannten vor dem Kriege m Jerusalem gegründeten Vereines m errichten und in den Aufgabekreis dieser Zweigstelle sowohl W rem wissenschaftliche Forschungsarbeit als auch die Popularisierung der-wissenschaftlichen Forschungsergebnisse. sowie dre einschlägige Beratung des Palästina-Amtes rmd anderer Palästinainteressenten aufzrmebmm. In das vorbereitende Komitee zur Ausarbettrmg' der Statuten und des Arbeitsplanes wurden gewählt: Dr. Emil Stein als Leiter des Palästina-Amtes sowie die Herren: Prof. Dr. Samuel Kraus, Bibliothekar Dr. B. Wachstein, Prof. Dr. Wilhelm Stein und Geograph Dr. A.J. Brawer. — Anmeldungen für den Verein sind an das Palästina-Amt Wien,!!., Zirkusgaffe 83, zu richten. , Die größte Talmud-Ausgabe. In London wird letzt die größte Talmud-Ausgabe der Welt gedruckt. Sie enthält 1(>0Ü Kommtare. Bemerkenswert an dieser Ausgabe M, daß der Talmud mit Akzenten , und, Intel Punkt, onszeichen versehen ist. Am Ende jeden Bandes ist eui Wörterbuch für die schwierigsten Ausdrücke vorhanden und eine Biographie von 6 Tanaim und Amoraim. Es sind vorläufig drei Bände erschienen, der 4: und 5. Baud sind noch im Drucke. Die Ausgabe wird zusammen 28 Psimd Sterling kosten. -*v Eiye polnische WalMna-Zsitschvift. In Warschau erscheint im Verlage tnS.Palästina-Amtes eme Monats« schritt, die den-Fragen der Kolonisation und des jüdischen Rationalsonds gewidmet ist. Die erste Nnuimer ist im Mai erschienen und enthält Beiträge von A. E t t i n g e r, Löh m, Doktor R u p p i n und anderen. Die Weltliteratur ftr hebräischen Aebersetzungen. Im Verlag S t y b e l sind in Warschau unter der Redaktion von Lach o wer folgende Wecke der Weltliteratur in hebräischer Sprache erschienen: «Jngeborg-" von K e l l e r rn a n n, ..Der Tod" von Schnitzle^ „vo prokunäle" von Wu t d e, „TheUeroMand hörce83hip* von Earlyle, ,Rabbi Schlome Naggrd" von Schalom A s ck,. Dir Weltbühne, der Schaubühne XV. Jghr, Wochenschnlt für Politik. Kunst. Wirtschaft, lieransgegebrn von, Siegfried I a c o d s o b n, enthält m der Nummer 88: Einkehr von Heinrich Strobel. Ueberorgantsatiou von Ernst Friedrich, Gustav Bguer von Johannes Frschart, Die Politik des Unpolilischen von Julius Bad (Schluß). Eiinnemng an Landauer von Auguste. Hauschuer, Brief au den Herausgeber von Carl Meinhard, Jaäkobs Draum von Alived Potgar,, Krieg und Friede von Kaspar Hauser, Rundschau von Wolfradt und Panter, Aut» wortcu. .. Diichovtziülauf. Baron v. Prockdavsi: «Hobbrs imLichte seiner dlktatischen und pädagogtschen Bedeutung"; ..Die Differenz .-zwischen Schopenhauer und dcn ^tichtkantianern"^ Verlag Livsius & Tücher,.Kiel. — Ludwig Mrecht: „Der Buddhismus". Evangelffche Buchhandlung P. Ott, Gotha. — Fr. M. Kn'chei' tt: ..Napoleon mt Lande der Puramiden". Verlag Georg Müller, München. — Jakob Fingerunum: „Die Fluckt aus Jerusalem". Verlag R. Löwit, Wien. — Friedr. Heile.-: „Die Bedeutung der Mystik für die'Weltreligionm". Verlag.E. Reinhardt, München. — Fron; Brentano: ..Aeüigmatias, Neue Rätsel". Verlag Oskar Beck. München. N. Sololow: ..History of Zionism". Longmans Green & So., London. Bernhard Schivertkeger r „Der geistige Kampf irm die Verletzung der belgischen Neutralität". Verlag HanS Robert Enaelmcmn, Berlin. — Dr. A. L- Bischer: - „Zm Psychologie der.lleveiyqngszeit". Verlag Kober. Basel. -- Christ. Morgenstern: „Der Gmgganz". Verlag B. Cgssirer, Berlin. — Georg Mackowsky: „Sozialismus und Kunst". Furche- Brrlag. Berlin. — Dr. N. M. Gelber: „Die Kattowitzer Mn« fermz". Verlag M. Hickl, Wien, »De« Attdr", Heft l, ist soeben erschienen. DaS retchhalttge Heft enthält nebst einem Aufsatz von A. S ch l e s r n g e r „Zur materiellm und formalen Bestimmung des Nationaljudentums" und einer Arbeit von I. 8 e y i n s o h u über „Das Prinzip der Entwicklung in der Mischen Geschichte", Beiträge von Paul A m a un, Felix Perle s, Helene Hanna Cohn, zwei chassidische Parabeln von Martin B « b e r und Bemerkungm von Ernst Müller zum Werke Uriel Birnbaums. Preis drS Ein« zelhestes ll 4.—. Abonnement für das Vierteljahr L 10.30, zu beziehen durch R. L ö tv i t - Verlag, Abteilung „der Jude", l., Fleischmarkt 1. Sport. Die heutigen Uutzbattwettspier«. Heute nt offizieller Arg nn der Herbstmison. Nach eine?i recht kurzen SommerPause beginnt wieder die Jagd nach dem' Lederball. Wohl ftmn noch einige Vereule, die meisten nehme«', aber schon die Wettspieltätigkeit ans. Das bemerkenswerteste Spiel findet in Floridsdorf statt, wo die A m a t c y r e gegen den Floridsdorf e r A. GL mitrcten. Man darf.auf den Ausgang des Svicles, in welchciir! die Brüder Konrad vom M. T. K. ttc den Reihen der Anrateure debütieren, gespannt sein. Der W, A. C., besten Platz derzeit nicht berlÜtzungZfähig istspielt, auf hem Straßenbahner-Sportplatz gegen D o n a u st a d .t, i der einer Niederlage kaum wird entgehen können. Die Hertha tritt auf dem alten Simmeringer Sport» platz gegen die Admira an, welche sich bemühen wird, ihr! Debüt in der ersten Klaste eindrucksvoll zu gestalten. Trotzdem^ werden die Faporitner sichere Sieger bleiben. -f Die Renuweger Sportvereinigung er-i öffnet ihren neuen Sportplatz nächst denk St. Maixcr Friedhöfe! mit einem Wettspiel gegen den erstklassigen S i m m e r i n g e r Sportklu b. Auch in diesem Treffen werden die E-.stklasiigen' einen sicheren Sieg davontragen. Die H a k o a h.tritt zum erstenmal mit ihrer neuen Manu«, schaff vor die Oeffentlichkeit. Sie hat eine aus den Vereinen! R o m a n i'a und A r m a tr i a znsammengestellte Mannschaft Sum Gegner. Die Kombinierten werden stark genug sein, die Hakoah zur vollen Spielentfaktnng zu zwittg'en. — Vor diesem' Tteffen spielt die I. B-Maimsthast der Hakoah gegen den S. C. U n i 1 a s, der momentan die Wandlung zum national-- jüdischen Verein dmchmacht. Auch dieses Gefecht dürfte sehr spannend verlaufen. Beide Spiele finden auf dem Hakoah-Sport-! platz in Floridsdorf statt und beginnen um 3 und 5 Uhr. , Hako ah-Sportplatz, Floridsdorf Sonntag’, 10. Angast, 5 Uhr nachmittags Romania-Armania(kombi.i.r.,'-'Eakoali 3 Uhr: Unitas—Hakoafi I B 7,3Uhr: Romania II—Hakoah II Sportfest in Mödling. In Mödling findet heute nachmittags ein großes Sportfest statt, das einen glänzenden Verlauf verspricht. Zum leichtathletischen Meetmg haben die besten Letchtathleten der Vereine W. A. C-, Hakoah, W. A. F., Vienna, Rapid, Daunbia und Lebrer-Sp. V. genannt. Das reichhaltige Programm umfaßt folgende Konkurrenzen: 100 Meter-Lauf. 200 Meter-Laus, 800 Meter- Lauf/ 1000 Meter-Lauf, Stafette 4 mal 100 Meter, Stafette l00-j-200-l-400-s-S00 Meter, Hurdenlaufen 110 Meter, Hochsprung, Weitsprung, Stabhochsprung, Diskuswerfen, Speerwerfen. Von der Hakoäb gehen ' Dr. Friedmann, Jnwald, Lederer, Hirschler, -Revay, Dr. Unterbera, Singer. Werlhrimer, Weiß und Salzer' an den Start. Den Abschluß des Sportfestes bildet ein Fußballwettspiel des B e r e j n e s für B e w e g u n g s s H e 11 M ö d l i n g gegen die L r h r e r-Sp. B.. das die Einheimischen - auf Grund der zuletzt gezeigten Leistungen gewinnen sollten. Die Verairstaltung, bei der auch eine Kapelle konzertieren wird, nimmt um 2 Uhr ihren Anfang. ' Schwimmeeting in Perchtoldsdorf. Diese Propagandaveranstaltung wird unsere besten Schwimmer und Schwimmerinnen am Starte vereinigen. Dareichhaltige Programm umfaßt zahlreiche Schwimm^ und,Springkonkurrcnzen, Vorgabewetlbewerbe, Stafetten- und Gästeschwimmen. Das Meeting beginnt um i Uhr nachmittags. Sportfest der Volkswehr, Auf dem W. A. F.-Pliitz in Hütteldorf findet uni 7,3 Uhp. nachmittags ein Sportfest der Volkswehr statt. Im Mittelvunite der Veranstaltung steht ein leichtathletischer Fünfkampf, der die Konkurrenzen 100 Meter-Lauf, Hocksprung, 3000 Meter-Lauf, Kugelstoßen und Weitsprung umfaßt. Außerdem steht em Ablötelaufen über 4X100 Meter auf dem Programm. Nach detn Pftetiug kommt ein Fnßballwettsviel zwischen dem Baon 18 und dev, Batterie Kaiser-Ebersdors zur Austragung. Deutsche Knmpfspiele 1921. Bei dem großen T'-gauft sationstalenr der Deutschen dark es nicht verwundern, wem» diese schon jetzt mit den Vorarbeiten für die großen Kampffviele 1931 emfttzrn. — Der Wetttrmpsausschuß des Deutschen Reichsausschuffeö fitr Leibesübungen im Reichsamtedes Amern gab jüngst wichtige Bescklttffe über die Durchführung der Deutschen Kampf-- spiele 1931 bekannt. DaS großzügig gedachte Programm soll t» drei Gruppen durchgesührt werden, und zwar sind acplaut: eine Winterwoche, bestehend aus Eislauf. Skifahren. Eishockey usw. anfangs des Jahres in Garmisch-Partenkirchen, daun eine Sommerwocke, bestehend ans Rüdem, Reit-Tnrnieren, Turnfesten, Leicht,; unh Schwerathletik-Beranstalmugku, Schwimm-?)!eetiNyS. Gästetage für d>e Austragung von Mnderkämvsrn mit befteundeten Mächten, endlich eine Svivjwvche in >wec Teilen: Fußball- ,und Hockey-Matches folgen etwa Ende Mai, während dte Turnjcfte, LawmTennik, Radpolo und Golf m die Houptwochc fallen sollen. Gine Dovchschnittsgeschwindigkeit von Wl Kilovr.zlzc 8il Meter ivmde betm amerikanischen Antomobil" T erby auf der Rennbahn bei Rew-Uork erzielt. Uobor die SporMleidung der Domen. Die Deutsche Sportbehörde für Athletik hat angeordnet, daß Teilnehmerinnen an leichtathletischen Wettbewerben nicht in Pumphosen, sonder« ähnlich wie die Herren in Repnhoscn anzutreten haben. « Sportklub HakoM» Die Mannschaften spielen iq folgender Aufstellung: l.M a n n s ch a f t; Tor: Halpern, Verteidigung: Scheller, Trümmer; Deckung: Molnar. Seuzer, Nußbaum: Angriff: Slutzkh, Ist Gansl, Jenp Grünfeld, Katz. — lb-Mannschaft: Tor: Reumanns V e r t e i d i a u n ar gumek, Weihrauch: Deckung: Kurt Juhn, Wertheimer, Bank; Angriff: Weiß, Pollak^Hernuamy Häußler, Fisch. — II. Mannschaft: Tor: Waldmarmt Verteidigung: Kaperl, Glück; Deckung: Hänßle» Runder, Wald; Angriff: Kap«! ll, Bruwer, Rosenthal! Ali, Fleischmaun. In Dzieditz ist der jüdische Verein für Nasenspiele „H a s ch a ch a r". Dzieditz gegründetwordelk. Aitch in K en t tz besteht schon ein llidtfcher Sportverein^

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