Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 201 (10.8.1919)
- Date
- 1919-08-10
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite'«' ien, Sonntag ^M^evMorgerchEmrg T'c»w'l^i|--v^ejr;t; ■10. August'lSl»' 3 ^Die .Heimkehr der Flüchtlinge nach Ost- "> . galrzien. ■% V-o» der polnischen Gesandtschaft wird gemeldet: - Die Krakauer Palizcidirektivn teilt' mit: Zufolge der gänzlichen Befreiung Ostgaliziens vom Feinde ist die Rückkehr'der Flüchtlinge in alle Kemeindebezirke Ostgaliziens mit Ausnahme des engeren Kriegsgebietes gestatt e t. Die Grenzlinie der nunmehr freien Bezirke verläuft vom Dnieftr über Ujscie Biskupie. Krzywcze, Borszczow, Jezierzany, Pobuzna, Kapvczynee, Snchostawy, Chorostkow, Grzymalow, Skat-at, Borti Wieliie, T.arnopol, längs des .Flusses. Tereth über Zarosco, Kotlow, S-asow, Olesko. bis^ Radziechow. AN 2 oberwähnten Ortschaften sind für., die Flüchtlinge frei. Ä *:••.: -#•* ■■■ ’•# Das Statthaltereiprüsidium fordert alle Flüchtlinge, welche in der staatlichen Fürsorge stehen, <auf,.; so rasch wie möglich nach Ostgalizieu zurückz ukeh re n. Die Flüchtlinge haben Anspruch ans freie -Benützung der Bahnen und freien Transport ihrer Bagage, und werden noch zwei Monate nach der Rückkehr staatliche Unterstützung er-, halten unter der Bedingung, daß sie längstens- bis^ zum 2 0. d. M. ihre Heimreise antreten. , - i; Die Mehrzahl der vstgalizischen Flüchtlinge würde gerne' heimkehren, aber ihnen ersteht die Frage, was sis nun, da ihre Häuser verbrannt, ihr Hab' Und Gütz. * verwüsteten Ostgalizien beginnen sollen. Polen. Hai noch nicht bewiesen, daß es sich seiner staatlichen. Pflichten gegenüber der indischen Bevölkerung bewußt ist. Ohne ' materielle Hilfe, denn als solche ist die zugesagte zwei monatliche Unterstützung wohl kaum anzusehen, Ware die Mehrzahl der Flüchtlinge dem größten Elend vreisgegeben. Zu den matericllcu Fragen gesellt sich/ die berechtigte Furcht vor den immer wieder aufslackcrnden Pogromen. Polen, hat ein eminentes Interesse anl Wiederaufbau mtb der Herstellung der Ordnung in Ostgalizien. Diese ist aber nicht mit Zirkularen zu schaffen, vielmehr müßte die Regierung diesem ausgcblutewn Lande und allen seinen Bewohnern in erster Linie Schutz verleihen und nicht zuletzt mit einer groß-e zügigen wirtschaftlichen Hilfsaktion einsetzen. *' * Derschiebuag der Sperrstunde für Gast- und Kaffeehäuser. Wie ,.Drr Kaffeesieder" meldet hat die Selbsthilfeaktion des Kasiersiedergewerbcs m der Frage der Ersatz beleuchlintß su einem (Sriolof geführt. Der von dm Kaffeesiedern Wiens rmgeietzte Arbeitsausschuß unter Führung des Herrn Grazer erhielt in dcr heule vormittags im Sraaisamte > für öffentliche Arbeuen abgehaltenen Enquete die desrnitive Zusage, daß durch eine sofort zu erlassende Verordnung die Ersatzbeleuchrnng für das Gastgewerbe bewilligt, und demzufolge die Sperrstunde für die G a st h ä u s e r b i s 11 U h r, für d i e K a f f r e h ä u f e r b i s 12 ll h r uus- ^edxhnt wrrd. 18 Heller 'tprv ^Kilowattftrmde ein Zuschlag von 20V Prozent, 'wobei sich jedoch kein höherer Strompreis als bl'3 Heller pro Kilowattstunde «geben darf. Die Miete für Elektrizitatszahler wird ab August wie folgt bemessen-: Bis-zu 10 Hektowatt Anschlußwert jährlich K 30—, bis zu 20 Hektowatt K' 51.—, bis zu 50 Hektowatt L 84.—, bis zu 100 Hektowatt-,K' 114.—, bis zu 150 Hektowatt K 150.—, bis , -zu 200 Hektowatt und darüber K 180.— jährlich; sür 5000 Volt- * . zähler^A.300.—, Huri 16.000 Boltzähler L 480.—. ' Demonstratiousversammlumg von AugehSrigen der Kriegsgefangene« in Rußland. Gestern 'fand in der Volkshalle des Rathauses eine massenhaft besuchte Versammlung von Ungehörigen in russischer .Gefangenschaft befindlicher Deutschösterreicher statt, welche-einen überaus bewegte» Verlauf nahm. Die Versammlung, an-der gegen .2000 Frauen, eine große Anzahl Männer und Kinder teisnalnnen, wurde vom Architekten Hühnl eröffnet, der in scharfen Worte« die Lässigkeit geißelte^ mit der die Regierung -- ganz im Gegensätze zur tschechoslowakischen — die so wichtige Frage der Heimbeförderung der noch tmmeriu. Kriegsgesangeuschasi schmachtenden. Männer . behcutdle. Es sprachen dann noch mehrere Redner und! schlleßlich l' wurde eine Entschließung angenommen, in der gegen die Führung der den Rücktransport der Gefangenen betreffenden Verhandlungen ohne Zuziehung von Angehörigen derselbe« . auf das schärfste protestiert wird. Nach'.Schluß der Versammkmg begaben sich bi« Teilnehmer in geschlossenem' Zuge zum Maatsamte des Aeußern, von dessen .Balkon Staatskanzler Dr. Renner eine kurze Rede hielt, in der er auf die großen Schwierigkeiten, insbesondere auf die schlechten "Dvansportverhäktmisse lsinwies, welche eine /asche Hennbesörderung der- Kriegsgefangenen zu einem Problem gestalte. Nachdem die JU> Sii4.iL; UU l*^V «.yUVifW ii, v lywv (H*VV t *4* ^V|VU-(,IV* rfVHUJVVUi UV geplündert ist, zur Fristung ihrer Existenz in .-deiw'^.De^Em^ngstÄüreWrr vor den Gebäuden ^der wiglischem französischen und' italienischen Mission eine stille *' * Personak«achricht. Herr Adolf Stern, Inhaber der , Speditionsfirma Adolf Stern, hat-sich. mit Fräulein Lola Löwenberg aus Biclitz-varlobt,' * y % Hoover nach Wien unterwegs. Aus S a i n t - G e r m a i n wird unterm 9. d. M. telegraphiert: „New Vork Herald* meldet, daß H o o v e-r gestern von Paris n a ch W i e n a bg e r e i ft ist. In demselben Zug fuhr der amerikanische General P a n t h o l tz, der der interalliierten Seneralkommission angchört, nach Budapest. Prag, 0. August. (Tschech.-slow. Preßbur.)'Heute' vormittags ist mit dem Pariser Schnellzug die amerikMische Lebensmittelmission. mit dem Generaldirektor, Hoover hier eingetrosiell. '' . : ■ ■ •' ' : -■ k Wiener Literatur und ihre Kritiker. Uebrr ein recht harmloses Novellenbuch von Paul Busson, .Seltsame Geschichten" betitelt, schrerbt em Herr Leo P r c z o v s t Y ' m der,»Zeit": Ein-Band Novellen von Paul Buffou.. der .einer'unserer -fei »rfte lt und vornehmst e u E r z ä h! er ist, darf .^freadiger Begriißung stets gewiß fein. Schade nur, daß des- ^Dichters Lamie so sparsam, fast knausensch waltet. Aber,' sucht man schon nach Gründen, so mag gerade dies, ein Grund sein, <.weshalb Bnffons Novellen j e n e p r e zs i ö \ c lt, k L stlich . H,e,s chliffenen Kunst w e r k e sind, als die man sie . ' rat langem liebt und schäm. Um Stoffe ausinspiiren, schlägtsich Buffou gern ins Dicklcht des Absonderlichen, greift er nach ^Archemeu 'and Situationen, dce auf den mten Blick blenden ■h nd — bluffen. Bei uährrnn Zusehen gewahrt man -freilich ^bald, daß das Strahlen und »Glitzern nur Reflexe' n d. die von eitlem Blech (jtmot se n rb e n, daß diese anscheinend kühne uud seUame Phantasie sich '‘in den gleichen Gleisen b e w e tz t, a u f e n en d i e a n g e l i ä ch s i s ch e n M a g a z i n e zu "D u tz e n d e n rollen. Nicht das Stoffliche, an denl sich freinch' _ der Dichter entzündet, macht den Reiz der Bussonschen Novellen 'ans, sonder» dre große, klare, miteiner fabelhaft noblen Beherrschung der S p r a ch e dalini- ^'-"flutende Kunst der Erzählung. Die Motive sind meisterhaft aus- - genützt und nach ihrem T r a g v e rm ö gen r rchtig i «geschätzt, Aufbau und Lösung musterchistig, ' die - Charaktere bis in ihr scheinbar Nebensächlichstes treffend gesehen und die^K ulijsen von e i n e m d u r ch t r i e b e n c u w e r k f r o h e n P r a k t i k u s g e ft c 111." Fernster Erzähler und Blech. Köstlich geschliffene Kunstwerke uud -Bluff. Traavennägen und durchtriebener Praktikus,— sabcl». hast,-wirklich favelhaft diese Wiener Dichter unv ihre Kritiker. Preise für elektrischen Strom. ^Statt^des bisherigen 60 prozentigen Zuschlages treten ab tvorgen für alle Stromverbrauchsrechnnngen folgende Zuschläge rn Krast:'1. ^lus Stromrechnungeu sür Lichtzwcckc: Bei einem Nettopreise,von 70 Heller pro. Krlawattstunde ein Zuschlag von kl 11>Y pro Kilowattstunde, bei allen übrigen Sstombreisen ein Zuschlag von 220 Prozent, jedoch höchstens 1.50 pro Kilowattstrmde. L. Artt Stromrechnmigen für Kraft- und sonstige'Zwecke: Bei einein flcettostwlltprnse von 30 Heller und darüber pro Kilowaltstundo ein Zi»schlag'von 50 Heller pro Kilvwattstundc. bei einem Strompreise von 18 Heller, bis eiusthlleßlich 80 Heller pro KilowciU-- stmlde. ein Zn'chlug von 185 Pwzen!, ie'doäi höchst«'!'!- 5 > vipi'l^r w0.-Kt!owÄrnn'-rde »Md' bei entern Sn-ympreiS von H'-ennur als * Abschied -«»^KapitLns Torrey von. Wien. Anläßlich des Abschiedes deramerikanischen Million, welche die Kinder-Hillsaktion in Deutsch ästerreich organisiert hatte, fand beim Präsidenten Seitz ein Frühstück statt, zu welchem der Chef { der Million Kapitän T o r r e y, seine Gattin und die amerikanischen Mitglieder der'Million geladen waren. Präsident Seitz gab bei diesem Anlässe seinem herAichen Danke Ausdruck für die ^Hilfe, die der deutschösterreichischen- Jugend seitens der Miffion zuteil wurde. An Stelle des. Kapitäns > T o r r e v wird das Kindcrhilsswcrk von seinem ^bisherigen Vertreter , Dr. G e-i st .-weitergeleitet werde». - •. «. * Deutfchnationale Schaffner. Die städtische Straßen-i bahn schreibt durch ein Inseraten der „Arbeiter-Zeitung" Stellen sür gesunde Männer als -Schaffner für. den Bahnhof' Kagran aus. Gefordert wird d.eutscheNationalität als Bedingung. Der drntschnational - chauvinistisch - einsichtslose Kurs der sozialdemokratischen Kommnnalpoütlk bleibt also auftecht und wirkt sich bis in die anüerstcn Bnzweigungen des Straßen-. balmnetzes aus. Aber in Prag werden die Deutschen zMrfellos nicht müde werden, über Zurücksetzungen, und Verletzung der bürgerlichen Gleichberechtigung zu klagen. Ein Symptom des unverbesserlichen Widcrsiüns unserer uativiial' verirrten-Zeit ist -diese ^nationalistische.Koudukteunvirtschast. * Keine ErnxeifebemMKmrgen «ach Vorarlberg. Aus Im n s b rack wird telegraphlevt: Wie ine Vorarlberger Landesregierung mitteilt,' werden hii nt neuen E i nr e i s e b e wil 1 i g u n g t n zum Sommeraufenthalte ^mehr erteilt, nachdem. die sür Vorarlberg bewilligte Hvchstzahl» von Sommergästen bereits -errücht-ist.ff^ * Die zionistische Sitzung in der Schweiz. Zu der von..-uns veröffentlichten Nachricht über eine Zusammen-" kunft zionistischer Führer in der Schweiz ist auf Grund der jetzt eingolangten Telegrammkopre," ausder zu erschen ist, daß. ,'der'Text-des ersten Telegrammes verstümmelt war, noch nachzUtragen, daß außer Marburg, Hautke und Weizmaun auch Doktor R u p p i v, Dr. Beckhold F e i w e l und Julius B e r g e r an den Beratungen teilgenommen haben. . - S-osortlgc Mevnmg wllqr invalidennichtakttven Offiziere. Wir werden um .Aufnahme folgender Zeilen ersucht: Alle invaliden uichtatziven Gagisten, welche, in ambulatorischer Behandlung, Nachbehandlung, Schulung, in häuslicher Pflege stehe,: und denen mit 31. Juli l. iJ. die militärischen Gebühren eingestellt wurden, mögen füh sofort beim Vertrauensmann ihres Sprtales melden. Mle invaliden nichtaktiven Gagisten, welche auf den Anfall-ihrer Invalidenrente warten und sich in der gleichen Lage befinden, mögen ab Montag den 11. d. M., zwischen 9^ und '12 -Uhr vormittags, 1. Dez..v Stephansplatz 3, 3. Stock, Nr. '15, oder A. Stock, Nr. 1, vorsprechen. Mitzubringen sind in beiden Fällen: Annreldeschein des Anspruches auf eine Invalidenrente, Spitalsbestätiguug oder Supecarbitrierungsschein (Warteschein),Nachweis" der deutschöster. Staatsbürgerschaft, (Heimatschein,-Staatsbürgerschaftserklärung vor dem 31. März l. I. — die besetzten Gebiete gelten als Deutschösterreich), Nachweis dev Vorbildung (Inskription an einer Hochschule vor dem schädigenden Ereignis), Nachweis des Bezuges der militärischen Gebühren bis 31. Juli und Uebersetzung in das nichtaktive Verhältnis.mit diesem Tage seitens des Kaders oder der betreffenden militärischen Liguidierltugsstelle, Nachweis des bürgerlichen Wohnsitzes vor dem schädigenden Ereignisse durch amtliche Bestätigung oder durch schriftliche ehrenwv.rtliche Erklärung. * Ausfallender Empfang. Im'Staatsamt sür Volks-l ernährung entfällt am Dienstag den 12. d. M. der Empfapz beim Staatssekretär Paul wegen dienstlicher Vcrhindcnmg. >. * Stvatzenbahnzusammenstotz. Ein schweres Straßenbahnttnglück hat sich gestern nachmittags auf dem Mar g are t e n q ü 1111 in der Nähe der Feuerwache Margareten ereignet. Ein Straßenbahnzug der Linie „18" -kam über den Margaretengürtel gegen den VIII.-Bezirk. Beim Passieren eines Wechsels entgleiste der Beiwagen des Zuges und holperte über das Pflaster. Ein Zufall wollte es, daß in diesem Augenblicke. m entgegengesetzter Richtung ein zweiter Straßcnbahnzug der gleichen Lime kam. Er fuhr m i 1 voller W u ch t dem entgleisten B t i w a gen i n d i.e F l a n k e. Mit großem Geräusch gingen die Fenster des Beiwagens in Trümmer, die Seitenwand zersplitterte und ans dem Inneren des Beiwagens ertönten S ch m e r ve u s r u f c. Die Wagen1 warm ineinander verschachtelt. Die Fahrgäste sprangen entsetzt ab. Es war aber eine ganze Reihe von ihnen' teils durch den Anprall, teils durch die Splitter der Scheiben verletzt worden. Sie wurden aus dem Wagen gehobenundzum Teile in die Feuerwache gebracht. ■ * Schweizer Hilfsaktion für die Wiener Hochschüler. Die Vorarbeiten des interfraktionellen Wiener Studentenansschulles stehen vor ihrem Abschluß, so daß mehr, als 500 Hörer und Hörerinnen der Wiener-Hochschulen noch vor dem 20. August die Schweizer Reise werden anlreten können. Herr. G l i ck, der Vertreter der z i o u i st i.s ch e n S t u d e n t e n erhielt von dem amerikanischen Hilfskomm>llär Dr. G e i st das V e r s p r e ch e n, die Kommission des Dr. Geist werde für die t e i l w e i s e V e r p f l e g u n g der Studenten während^ der- Reise sorgen. Von der Leitung der Aktion wird' vorausgesetzt, daß die große Oeffentlichkeit das Elend. der Wiener Hochschüler nicht unbeachtet läßt und die wiederholten Bitten an das Publikum um Unterstütz u n g nicht ersvlglvs bleiben. Wer sei» Mitgefühl, mit 500 -der benntleideuswertesten Aätmenschen .ausdrücken will, der versäunw uichi, eine, wenn ailch noch so Üeine Spende an die Schweizer Hilfsaktion, Wien, 1.. Universität, oder an die Allgemeine Verkehrsdank, VIII,, Alserstraße 22, zu rächten. * Die vormalige Hofbibliothek während 'der Ferien offen. Wie von der Direktion der vormaligm Hof» bibliothek milgeteilt wird, wurde Heuer entgegen der bishcrtgm Gepflogenheit verfügt, das die Bibliothek auch während der vom 1. d. M. bis 15. September dauernden Bibliotheksferien 'wochentags in der Zeit von 9 bis 1 Uhr für den Besuch> öffnet bleibe. - -cW * Das Arania-Zweighaus wird gebaut. Rach längen Verhandlungen sind die in der Frage der Erbammg des U r an i a - Z w e i g h a ns e s in Betracht kommenden Stellen und Körverschaften dahm übereingekonmwu, das Gebäude auf dem ursprünglich in Aussicht genomulenen Platze an der Kreuzung deq Märiahilferstraße und des Gürtels zu erbauen, nachdem die-stautechnische Möglichkeit des Projektes festgestellt wurde. Wegen ' der schwierigen Beschaffung der Baumaterialien uud des Mangels an Geldmitteln soll erst im Frühjahr 1020 mit denk Bau begonnen . , . . . L - . In der Nacht zum 7. d. M. wurde die Garage des ' Johann P e s k i r, XI., Gchriingergaffe- 23 erbrochen. Gestohlen wurden sieben Schläuche und mehrere-Mäntel' r>n Werke von X 20.000. — Am 7. d- M. wurde ferner beim Bäckenneister Karl G ach st t t t er, II., Feuerbachsiraße 6, .ein Einbruch verübt. Gestohlen wurde eineefferne Haudkasse, 'die X 1000 bar, sto Aktien' der Berkehrsbank, zwei Sparkaffebüchec dieser Bank, ein Sparkaffebuch dev Zentralsparkaffe in Wirrt und SchmuckMenstüude enthielt. * Einbrüche. Am 8. d. M. wurde das Geschäft «bes Kaufurannes David So-bei, Leopoldstadt. Stefauieftraße-IO,- erbrochen. Gestohlen tvurden Seiden- und,Baum Wollstoffe-and Kopftücher im Werte von K 45.000. Am ' 6. d. M. wurde die Wohnung des Ländesgerichtsrates Dr. Robert Schn e eweiß- Nußdorferftraße 32, erbrochen. Gestohlen würden einige Herrennd Damenremontoiruhreu, Brillantringe, silbernes Tafelgeräte, nanmter Mokkalöffel mit dem Monogramm «6. ferner Bettdnd Leibwäsche mit den Monogrammen L.". „3. 8." und n6. 8.", zwei Frackanziige, zusinnmen im Werte von ungeähr X 40.000. 1-^—---— Briefe aus Amerika. - Bei der Delegation des Jüdischen Nationalrates für Ost-! galizien (Abteilung Amerika) sind nachstehende Briefe aus Amerika emgelaufeu': ' Judenfrennd Davids Nathan, Jlrdenfreund Geuia, Taube, Ihre, ans Stauislau, Kmhlrlin, während des. Krieges in Böhmen bei Karlsbad, Schlagemvald, gesucht v'on Max Judenfreund c. o. Kah und Stamler„140—142, StMon Str.,^.New-Aork, City. werden, * Diebstähle. ^..'ffAmnyHtVerVoMns ' ' Plrfyfiffftcf) iiTa(fon-;JFz(infcn . / Lang, New-?)ork 031, East 13 th. Dtr. . Straßmann Pina uni» Baruch aus Sassow, Golizieu, gesucht von Sälomon Straßmann^ 543 -Ralph Ave., Brooklyn, Ncw-Z)orst' Nafialie Kesten, Staromicjska 330, Kolomea, Galizien,-"gesuchtvon -Mnnie-- Kesten.c. o. Zipfer, 334 So-, 3. rd. Str. Brooklhn, > Ncw-Nork.. Eügeüia Fuchs, früher in Wien, - IX., Marktgaffe 3.1,- Tür gegenwärtig in Czortkow, Galizien. Fam. Taubes aus Lembergs gesucht von Siegmund Goblober, 233 East Sixt Str., Rew-Dork- Cith. David Fmk aus Przempsl Swietego Jana gorna 3i, Galizien, gesucht von Dora Hauptumnn, . 160 Vonmlyer Ave,?! New-Dork. Sime Fuchs, Wien, U., Mevnertgaffe », . Tür-5,; gesucht von C. Fox, 140, Lewis Str., New-Aork. Sporin Hersch m Lhsioc bei StaniÄau, Galizien, uud H. Chaim Diamand in Bohorödczanh bei Stanislau, Galizien, gesucht von Max Schauer, Brooklpü, New-Aork, 422 Wpona Sw. Mutmann Rhfke und Salomon in Horodenka bei Kolomea und Moses Lichtenthal m'Horodcnka, gesucht von Fischet MKtzcr, -1127—45 St., Brooklhn, New-Nork und von I. Mclt?cr, 433 Str. Ave., New-?)ork.! Frau Rosa Brandes, Schmaje Brandes uud Saul, Musie und Anna Brandes in Skala am Zbrucz bet Bvrszezow, Galizien, gesucht von Benzion Brandes 446 Nr.. Sth. Philadelphia Pa. Dora und Svgmuud Katz in Sokolowka, Galizien) gesucht von Boulevard Boot Shop up Io date Footrcal, 1763 So., Boulevard Bronx, New-Nork. Israel mid Frau Lacher, Zloczow, Galizien, Pinkas und Frau Lacher, Zloczvw, Galizien, - Sarah Maß, Zlocrow, Galizien, gesucht von Salomon Lacher^ 2746 Broodwah, New-Nork, City. ,, Briefkasten der Redaktion. A . - Jüdischer Student. Die versäumten Klaffen könnten Sie nur pnvat-nachholen und müßten sich nachher zu einer Prüfung melden. Die Vergünstigungen für Militärmittelschüler treffm für Sie nichtLu, Für die betreffende Hochschule ist Matura erforderlich. — Geistiger Proletabkep. Dies von Ihnen sehr richtig gekennzeichnete Vorgehen der städtischen Straßenbahn, dw " S ch a s f.».e r spcht, welche d e u t f chöst errei sch Staatsbürger deutscher Nationäli tat" sein rnüffen, ist von uns nicht unbemerkt geblieben. Es scheint, daß nt der Leitmig der Straßenbahnen auch unter sozial-- >"r-olla!!schem Regime alles venu alten geblieben ist.