Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1919-08-05 · Heft 196 (5.8.1919) · p. Seite 6

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 196 (5.8.1919)
Date
1919-08-05
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
82% known words query
IRI
…/2979076-2979077-2979273--01751-2987188
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

\ ,1 s Seite Y Wien, Dienstag ħrener5 MyrgenzeiLurrg V. ÄMvst 1919 Stt.TlSp' n u \ - Personalnachricht. Fräulein Auguste H trau, Beamtin des „Ostcrr. Phönix", ist o l z b v r g er rqs Krakau, Beamtin des „Ostcrr. Phönix", ist anr 2. b. M> rach kurzem Leiden geKorden. Die Leiche wird am Mittwoch den ). d. M. um 11 Uhr vormittags nur Zentralfnedhofe, 1. Tor, uw ewigen Ruhe Kesiattcr. . - MafsenüunÄgcbung des KafseefiKdcrgewerbes. veute findet um 3 Uhr nachmittags im Olympiasaal des Eaf«?lrlon, Wien, 1., Rotgaffe, eine Massenhmdgebun^ des KaffeeiedergewerbeZ statt, um ge gen die Ei ns ch r ä n tun gen r n d Eingriffe, welche den Weiterbestand des Wiener Kaffeehauses gefährden, Stellring zu nehmen und die Einstrhrüiig nner Ersahbelcuchtung zu fordm. An der Versammlung nehmen »uch die Vertreter aller Angestelltenorgauisationen' teil, * Unterstützungen für Aerzte. Unterstiitzungsbedurfüge Aerzte,. ohne Unterschied ihrer Parteizugehörigkeit, werden aufs gefordert, in ihrem eigenen Interesse ehebaldigst bei der Aerztez vu p p e des P ä l ä st i n a a m 11 §, U., Ztrkusgasse 33, Aglrch von %3 bis */94 Uhr mit Ausnahme von Samstag und Sonntag vorzusprechen. * Die Stadt Wien für die Heimkehrer. Die' Direktion ''der städtischen Straßenbahnen in Wien hat sich über Beschluß des Stadtratcs bereit erklärt, die jetzt eintrrMden Heimkehrer kostenlos vom Dahnhof in die Ubikationen, feie ihnen zugewiesen werden, zu tröMsportieren. * Eine Herznaht. Am Sonntag nachts wurde der Feldwebel der polnischen Armee, Franz Wröbel, in dev Prateriiraße von einem Unbekannten in einen Streit verwickelt, in dessen Lerlaufe ihm sein Gegner einen Messerstich in die, linke. Brustseite versetzte. Der Stich durchbohrte'die Lunge und öffnete die linke Herzkammer. Wröbel wurde von der'Rettüntzsgesellschaft, verbunden und eiligst auf die chirurgische Abteilung des Proseffors Zrner gebracht. Dort hat unmittelbar darnach Assistent Doktor Massari die Herznaht äusgefühtt. Die Operation dauerte etwa drei Viertelstunden und war von bestem Erfolge begleitet, io -aß eine Genesung Möbels « sicherer Aussicht steht. * Dev Schutzverband Absolvierter deutschösterreichischer Handelöakademiker, Graz, sendet uns die folgende § 19-Berichtigung zu unserer . jüngst erschienen Notiz : „E i n a n t i s e m i t i s ch e r Schutz verband von Ha n d e l s a k.a d e m i f c f nV „Es ist u'n w ach r. daß der Verband die jüdischen Mitglieder durch-Ersatz ' des Wortes deutschö st erreicht sch durch d e u t s ch ausgeschlossen hat, denn es sollte durch diese Wvxtänderung in den Satzungen auch deutschen Kameraden in von uns, abgetrennten deutschen Gebieten (Marburger, Egerländer uiw.) die Ausnahme ermöglicht werden/ W a h r ist vielmehr, haß die z i o n ist i s ch e n Mitglieder daraufhin ans eigen c m Entschluß ihren AuslHtt anmeldcten.". (Wenn die zionistischen Mitglieder freiwillig ' ausgetreten sind, werden sic jedenfalls Gründe hierfür gehabt haben,. Dje Reh.) " ' " - * Fahrplair-Nendsrungen auf der Westbahn. Vön Donnerstag den 7. d. M. wnd' an Stelle des/bisher ,'nin 7 uhr 20 Min. vonnittags von Wien-Weftbahnf nach Rekawinkel abgegangenen Nahversonrnzuges Nr. 23 der Nahpersünenzug Nr. 51 Wien-Westbahnhos ab 6 Uhr 5.0 Min. vormittags, Rekawinkel . an 7 Uhr 57 Mm. vormittags täglich, regelmäßig gefithrt. Die Absahrtzeiten in Wie'n-Westbahnho/ der FernpersomNrüge Wien-Westbahnhof—Salzburg,? bisher' Wien-Westbahnhof U,Uhr vormittags und 6 Uhr nachmittags, werden Nom 'gleichen Tage an nm 20, beziehungsweise 30 Minuten vorgelegt, so daß der erstere Fernzug künftighin von Wien-Westbahnhof bereits um 6 Uhr 40 Min. vormitttägs, der letztere um h Uhr 30 Min. «ctchmittags abaehen wird. . - >. * Die TeleBhongebührenerhöhMg verschoben. Auf Betanlaffung des Vereines' für Post-, TelchhoN- und Berkchrsintereffen fand eine Aussprache im Staatsamt für Verkehr zwischen Staatssekretär Dr. Paul, Generalpostdireftor H v h v i s e l mit seinem Fachreferenien und einet Abordnung des Vereines statt, die ergab,' daß diese Frage dermalen n o ch n t ch t spruchreif i st. Der Verein. erhielt die Zusage/ daß.er zur Wahrung der Interessen seiner Mitglieder imgegebenen Zeitpunkt den einschlägigen Beratungen zugezogen werden wird. Es erscheinen demnach die über die Erhöhung der TelePhongebühren erschienenen Verlautbarungen verfrüht. f Hamburg—New-Dork. Aus B e,r l r n wird telegraphiert r Am 6. d. M. wird der erste direkte deutsche Dampfer " " 0 n H a m b u r g nach Amerika Vereinsnachrichten. - Z i o n. S e k t i o n I n n e r e S lad 1. Mittwoch den 6. Uutzuft, Uhr abends, Caf6 Prückl, Ausschüßsitzüng. — K n'l t ü r s e k t i o n"h ix B.e r ei N i gü n g j ü d i scher Erp o r tä k a d e m'ik er. durch den Leiter - des Vrkminaamtes,' Hr. Emjl 'S t i i n, geführte Semmät sstr Palästinakunde begrünt erst Donnerstag den 7. di M. um 4 Uhr in unserem Heime, 11., Obere Dvnanstraße 111. — I u g endgruppe z i d n r ffi s ch e B. e z i rk s s ek t i o n XX,, Brigit 1 e n.a n. Infolge des^ Tischabeab findet der Vereinsabend nicht Montag, sondern Donnerst et j den 7. d. W. um. ^. abends im Vereinslokal, XX., Karl MerWraße 5/i. statt. . ' Vorträge und Versammlungen. .Jüdische arbeitslose In g e N i e n r e- Geohreter, Architekten imd BäMetster ays Galizien' und der BüMma versämnreln sich Dienstag Um V, 7 Ahr ahenhs im Ktüerlvkal.des EafL Prückl, I„ Styhenring. Die Ernährung. Der Marktbericht. Wie gewöhnlich' an Montagen waren die Mär Lte iufftz gestern sch wacher bes chrck t und' infolgedessen war auch der Verkehr 'weniger lebhaft. Sie Grünwarein- Märkte vei^Ützten über Gärtnerwaren und Wurzelgemüse aller. Irt,' darunter auch über geldmäßig gebaute grüne ÄchsdN, die zum Kilogrammpreis von K. 2.S0 abgegeben wurden. Tschechische Zufuhren fehlten' gestern, bägegen waren italienische Zwiebeln angekömmen. In der. Vittualtenhalle Mb es auch Herrenpilze. ' Der Obstmarkt hatte Reinere Mengen von Heidelbeeren und Johannisbeeren aufzuweisen, die -unter großen Anstellungen, verkauft wurden. Erstere kosteten Kä. 60, letztere A."11-.SV pro Kilogramm. Eine geringfügige Menge von Himbeeren war wegen zu hoher Preisforherung von den Marktamtsorganen beschlagnahmt worden. Sie wurden dann zu K./ 10 pro Kstoigramm zu je einem Halben Kilogramm pro. Person versmßert'. ' In der Vroßmarkthalle war das Angebot nur sehr Ipärlich. Es bestand auS einer geringfügigen Menge von Weichwürsten und Resten' von ge-pökeltem Rindfleisch, das wegen seiner minderen Beschaffenheit «lir wenig begehrt-ist. Auch auf dem Fi sch markt, der ■Mt, über geselchte Fische verfügte, war die Dachfreche schwach, Eier; wai-n nirgends, zu habem/. PrKUUMerKLi YM E'LKlKdung. An; 1. August begann ein neues Quartal. Wir hjtten unsere Abonnenteil, das Hbynnemen^ 'rechtUÜ^- zuerneuern/ bamü tym AnteHrech.uM in der ZuWsung des Blat.tes eintritt. - '. / Für. M^ri^ ’’ (v HrytsMAerreM *• mit ZuMuM/ Mit Höstversand . Monatlich i . . Kronen 7,50. Pierteljährig . „ 22.— " ... . . » 44.- Vlerteljährig Halbjährig' . Ganzjährig . .?•— 20.— iö;—. 80.— Für die Tschecho- Glöichakei: .mit Postversand in tschechischer Währung ' ll^onatlich, .. . . Krönen 7,50. Vtertcljährig . . " „ '' 22 — . ' „ 44.— . 88.- Halbjähxig Ganzjährig Gapzjähng ... „?8.— ' Für Polen tznh die ’ übrigen Nationalstaateu: mit Postversand . Monatlich ..'. . Kronen. 8.50 VteHljährig . . .'i „ 25.— talojähr-g ... „ 60.— anzjährig ... H 96.— Einzelexemplar 36 Heller. Für Deutschland monatlich 5 Mark, Schweiz 5 Franken, für das ' übrig^usland vierteljährig 26 Kronen. Die Geldsendungen für die Tschecho-Slowakei sind per Erlagschein an das Postsparkäffmamt- P. S. Nr. 150.693 'in Prag, für Polen, Westgalizien und Polnisch-Schlesten per Postanweisungen die Wiener Lombard und EsKomptebanK» Filiale Krakau, für '^Wiener Morgenzcitung", Krakau, Rynek 12, zu nchten. Administration der „Wiener Morgenzeitung" Wien, Ü.,Taborftratze 1-3. Telephon 44.y3tzu. 43.319. Abgabe von Frühkartoffel«. Dienstag und Mittwoch werden im XU, und XIII. Be,Ml V- Kilogramm Frühkartoffeln pro Köpf abgegeben gegen Avtrennung 'des Abschnittes L der Kartoffelkarte. . ■ Äpeiseölahgabe. Vom 4. bis 10. d. M. gelangen hei den städtischen Butterabgabestellen sowie bei den Konsumentenorganisationen 120?Gramm Speiseöl pro Kopf' und Woche zur Ausgabe. 12 Dekagramm kosten X 3.84. Audolf Feldschüh»!I.» Praterstraße 54. -Zuckerabgabe 'für .Ju.ni, Schweizer Schokolade, italienische'' Mandv' latti üsw. Geöffnetvon 8 Uhr früh, his 8 Uhr abends, . MitLeilnngen der „Roho". Zentralmagazin» VHl.. Piäristengaffe; 19: Sardinen auf Marko Mr. 63 -des Einkaufscheines, Saühexmge, .Sardellen, Kartoffeln- Walzgrieß, Schwmer Milchschokolade, italienische Gurken, Backpulver, italienische Mandolatti, Künrmel, Franckkaffee, Hakes, Sliwowitz (Gesäße mitnehmcn). Von 8 bis 12 und 3 bis 5 Uhr. — Magazin, I.> Mbclimgengasie 7: Himbeersaft, Franckkaffee, Waschvulver.'.Von 9 bis 12 und von 3 bis 6 Uhr. — II., IH,, IX. X., XU., XIII., XVIII. unb XIX. Bezirk: Snlz-; beringe, Sardinen und Sardellen in Oel, Kartoffelwalzgrieß, Schweizer Milchschokolade und Kleinigkeiten. Von 8 bis 12 und vop 3 bis 5 Uhr. — -IV,, XV% und XXI. Bezirk, geschloffen.' Bühne Mld Kunst. Operndirektor Oskar Hammerstein gestorben. Amsterdam, 4. August. (Korr.-Bur.) Laut hier aus New- Vork vorliegenden Meldungen ist Operndirektor Oskar H a m m e r° st e i tt im ,70. Lebensjahre gestorben. Ms den Theatern. Im D e u t s ch e n V o l k S t h e a t e r find die Renovierungsärbeiten beendet. Die Vorstellungen setzen am 9. d. M. mit Strindbergs Komödie „R a u s ch" ein. In den Hauptrolle sind beschäsliat die Damen Janower, Carlsen und Werner und die Herren Man, 'Edthöfer, Teublex, Göetz, DänegW M8 Leicht. Direktor ErKMüller hat die Operette ^,D r H' a l t e Schachtel n"' von ^Heimann Haller (Gesangstexte von Rideamns), MM. von Walter K o l l o,' zur Auffühmtzg am J y 'h a n n S t t a u. ß - Thea t e r angenommen. ,J Im Iosefftädter T h e a t e r wird im Saufe» der nächsten Spielzeit die'Komödie „Der Hut Seiner Hoheit/ zur Darstellung gelangen. ', ' Im S t erb 11 heater wird in der ersten Hälfte her nächsten Spielzeit 'das Schauspiel'„Lisa Timar" von Alexander B r ö d y zur Aufführung gelangen. ' An 'der V ö l k's b ü h n e wird Jacinto B e n e v e n t e s, Komödie: »Der tugendhafte Glücksritter" zür Aufführung gelangen. '' Das Lustspiel „Die Frauenmsel^ 'von Emmerich F ö l d e s wjrd, in der nächsten Spielzeit an dm P e r l i n e r K a mm erspielen'N Wne gehim ' '' ' Dis Kömodie „Lanz auf. dem Vulkan" von Waldemar K a n t'e r würde für4m3 B e rlin e r Künstl°erth eat'er zur Uraufführung angenommen. ' Das F r a n k f u r t e r Opernhaus hat Franz S ch r eck e r s neuestes Werk. „Der Schatzgräber" zur Uraufführung angenommen. '' ' ' ' PreisverLeilung beim Künstlerbund.' Bei der letzten Frühiahrsäusstellunä des Oesteneichischen ' Künstlerbund'es im Kunstsalon C. I. W a w r ä wurde der Ehrenpreis des niederösterreichischen Landesrates, dem Bildhauer Pröseffor Franz Ze l e z n h und' der Ehrenpreis des Kunstfreundes F. Z,' dem Mäler Frali^ R o übel zuerkannt. - Zudischer Gesangsverein „Hahinor". Heute V*7 Uhr Gesangsprobe, Wien,Pöstgasse 16, 4. Stock. . " Die religiSse Denkweise de« Chaflidim ^von Paul Levertoff, Dozent am Delitzschianum ltt Leipzia. Dieses Werk ist als erstes in der Reihe der Arbeitm zur Missionswiffenschast erscklknen und bietet^ als Versuch, Berührungspunkte zwischen LyassidismuÄ. ünd'Urch'ristefftüm aufz'ufindcn, großes Interesse. Dre chafsidische Lehre erscheint hier in einer gänzlich neuartigen Beleuchtung. — Preis K 19.50 zu heziehen durch E Löwit, Buchhandlung, I., Rotenturnistraße 23.? ^MMGWales.^ Vom städtischen Arbeitsnachweis. Nach einem 'Berichte, des., Arbeitsnachweises der. Waöt Wienbetrug die Zahl' der SteUenarrgeböte in der Zeit vom" 1. bis 30. Juni 104:152, davon 36.37Y für HausperfonaLj Diesen Anboten ständen 183.353 Stellengesuche, darunter 30.922 von Hauspersönälgegenüber. Die Zahl/der Dev-i ckittlnngen. betrug ''60i899. Der' Arbeitsnachweis hat M Arbeitstosenamt bisher 69.086 Arbeitslose in Unterstützung genommen. In Wfall kämen havon 9146 durch . Vermiw lUng von Arbeit und' 17.788 aus sonstigen Gründen, sös daß der Stand der Ende Juni.- in Unterstützung stehendem Personen. 42.152 betrüg. Die städtischen- Hauptkassenabtev lnngen, die zugleich auch als Zahlstellen für das Gremiunü der Wiener Kaufmannschaft als! Arbcitsloscuamt füv Angestellte fungieren und derzeit Anszahlungen an ungefähr bist Hälfte der Wiener'Arbeitslosen vornehmen, haben bis Eichst Mai des Jahres 36,244.534. Kronen als ArbeitslosewmteiÄ st.ütznngcn zur Auszahlung gebracht. ' Die Gehaltsnachzahlung an die Wiener Lehrers schaft. Ans G'.uüd des 'Landesgesetzes vom 3. Juli d. I. sinh die Wiener Lehrer in das. Gehaltschema einzureihen. Diese Arbeit gestaltet sich bei der Lehrerschaft deswegen schmieriger als wie bst den Bunten der Stadt Wien,, weil bei' den' Lehrern vielfache Dienstzettnnterbrcchuugen hörliegen. Es war trotz 'allen Bei mühungcn nicht Möglich, die Einreihung und die damit wer« bundene Nachzahllmg bis zum l. August vorzunehmen. A ut i. S e'p te in b er wird a u ch d i e W i e n e r Lehr ev( sthn ft in d e n Gen u ß i h r er B ezü g e ko m m'Jt GerLchtssaal. Der; entfLhrte Volksbeauftragte. Vor dem Einzelrichter, Oberlandesgerichtsrat/ Doktoh Kästner, hätten' sich heutedie ehemaligen Oberleutnants der ungarischen- Armee, - Emil (früher Baron) Potz,per, Albert Storch und Adalbert G.arzuly wegen Verbrechens der Einschränkung der persönlichen.Freiheit zu verantw^Mw Staatsanwalt Dr. H a r r h st'g e n beantragte die Verurtermna gegen die Angeklagten mit nachstehender Begründung': ' 1 - Anfangs Juli d, I. kam äüs Budapest der ehemalig^ Redakteur' der '„Nepszavst^'1 ithfe ' Bolksbeüuftragte Franz G. ö n d ö.r in Wien an. Kurze 'Zeit/ nach. seiner Ankunft wurde er des Nachts auf dem Weg« nach ferner Wohrmng von vier ihm rrnbekannten, elegant gekleideten Männern mit bep .Worten aufgehalten: „Sie siyd .Höndöv?" Als er die Fragq bejahte, forderten ihn die viev auft' ein' bereikstehendes Auto?« Automobil, das den.Weg über die Mariahilferstraße nahm, Während der Fahrt stiegen Göndör Bedenken auf und e« forderte seine beiden Begleiter auf, sich zu legitimieren, odch das Automobil, das sich in schnellster Fahrt befand» anhalteN zu lassen, damit er aussteigen könne. Dies wurde ihm jedock' von den beiden, es waren dies Einil Popper und Adalbest Garzuly mit der D'rohutig^''Verweigert, daß, wenn sich nicht ruhig verhalte,; O e w a Ivt an g e.w e nch e ch. .Uürdch Dabei hielt ihm Ga rzuly einen -Revolver vor das Gesich^ während Popper ihn festhielt. 'Die Fahrt ging bis Schön- 'brünn. Unterwegs stieg. n0ch ein Mann in das Lkutontobih, Göndör erkannte in' diesem den Büdapester ' Journalisten Zoltan Egyed, dem er in seinem Büdapester Blatte „Uz Ember" wiederholt - angegriffen hatte. Nun glaubte er zy wissen, worauf dieganze Sache hinäüslief und schlug Lärny wodurch 'der Chauffeur aufmerksam wurde-und das Auto anhielt. JnfoM des erregten Wortwechsels, den die Insasse» des Automobils führten, wurden Vorübergehende, aufmerksanj und beinahe wäre es zu'Tätlichkeiten gegen 'Göndör gehomL Men, .da ihm Garzply. der Menge gegenüber alsKommunistest bezeichnete. Schließlich wurden die .Streitenden zum Polizei) Kommissariat Hietzing.gebrächt und stach einem kurzen. höreentlassen....- ^' G - t Zwei Tage "darauf erstattete er brrrch seinen MrtKkkevi. Nechtsanwaft- Dr. Sperber hie Strafanzeige gegen EiW § -o p p e r, Ajbert Störtz, Zoltan E g Y e h und Md albert ärzulch wegest Verbrechests her Mstschriulkung der."pä« sönlichen Freiheit. . '-1*^ f'v ' Der ichter, Oberlastbesgerichtsrat Dr. Kastne^, ev öffnet ÜM häW' I^.'-Ahr 'chist'WrtzoiMung.Emil Popper gibt, über sein Wstrleben befvafft, - ast, e? habe oie philosophische FäkulM''in Dl'j^'n?Wankreich).- besucht, sei. dann im Jahre 4915 eingarückt.'' Als' Neferveöffizier habe er die orientalische- Akademie' in.. Budapest besucht. Gr sei noch jetzt aktiver Oberleutnant der. Nebenregierung in Sze- . gedin. Zur Zeit der Krönung sei er zum Mter des goldenest Sporns geschlagen worden u/ld^ Mtre den Plan, gefaßt, den Göndör, dessen Treiben: er M 'Patriot mißhiütghe>^ zü einem ihn belastenden Geständnisse zu zwingen und dadurch' unmöglich zu machen. Üebrigens sei Göndör, ohne daß es. eines, Zwanges, bedurft hätte, mitgefahren^. j * Dt. .Sperber beantragt die Einvernahm^ hes.Bqr^ standes ' der deutschösterreichischen 1 Staatspolizei, Polizeträi Bram bl, dem verschiedene große ungarische Politiker ühÄ die - politische Gesinniing des Franz Göndör Mitteilungen Mchtettl' Der Anttag wird äbgelehttt. Ein Bertagüttgsantvag der.Verteidigung wird ebenfalls abgelehnt. Der Zweitangeklagte, Adalbert Gar zu ly' gibt deü Sachverhalt ebenso wie Popper an. Der Angeklagte stellt ebenfalls seine Tät äks. eine ihm von seinem PatviötismnÄ diktierte 'hin. "' - .' ' ' ] Der letzte Angeklagte, Albert Siortz, erklärt, er sek zufällig hinzügehommen und sei in keinerlei. Weise an W -ganzen'Ängelegenheit beteiligt. Der als Zeuge' vernommene NebakLeur des' „Pestk Futar", Franz Nädas,''kann' nur über die Vorfälle v'öst der Tat anssagen. Aus seinen Angaben1 ist zu entnehmen^ daß Göndör Mit seinem Sohn aus- Budapest vor de»l Berfolgungen des. Bela Äun geflüchtet und jetzt wieder zurück geehrt sei.. . - ' " : HaS Weit. Auf Grund' des Beweisverfahrelis verrirteiltc best Nichte« me AngeklaLten'Emil Pop'P.e'^.Md-Hdalvört GaÄ z n l y uttte« AnwendungE bes außerordentlichen Milberungssj rechtes zu je einer Wo che st've ngen. Arrest.' i In der Begrürrdung legte der Richter da«, daß' die patriotischen Beweggründe her Angeklagten M. besonders mildernd, angerechnet wurden. - | . Der. Ungek-lägie Albert S k o r tz wurde f r e i g e*( -lpr o che n. Popper und Gärzujy meldeten die V.crufnng. astj

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.