Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 196 (5.8.1919)
- Date
- 1919-08-05
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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5. August 1919 Wiener Morgenzettrmg Nr. 196 Die Vorgänge in Ungarn. Gelte 2 Wien, Dienstag i*»--1' 1 -- - -- Gewissen hat. Die Adelskaste, die Oesterreich-Ungarn verwüstete, hat auch dem ungarischen Volk nichts.als Not und Elend gebracht und heute, wo der Hochmut und die Ueberhebung, die während des ganzen Krieges in Ungarn sich breit machte, einer traurigen Ernüchterung den Platz räumen mußten, erkennt das ungarische Volk-, das es in eine unheilvolle Kette geschlagen wurde, die von den Spielklubs des Adels, bis zu Bela Kun führte. Die Neuwahlen, vor denen Ungarn steht, sind ein wichtiges Ereignis in der Geschichte ganz Europas. Aus ihrem Resultat werden alle Völker erkennen, daß die Kriegspsychose im Abbau ist nnd daß die aus Rußland herübergewehten Erperimte wie Schnee in der Sonne schmelzen. Die Tragödie von Holleschau. Die Pogrome in Holleschau, deffm Veranstalter dieser Tage gerichtlich abgcurteilt worden ftnb, . hat. auch zwei Menschenleben gekostet. Da es die dortigen Verfechter des „christlichen Idealismus" gegen dm „semitischen Materialismus" im allgemeinen nur aus das Geld der Inden abgesehen hatten, fanden die vereinzelte'.! Mordtaten um so größere Beachtung. Und sie verdienen sie auch. Besonders die Umstände, denen der jugendliche Knegsinvalide Hugo Gcätzer zum Opfer siel, berühren wie die von einem Dichter ersonnene, kunstvoll in einem einzelrGt Fall konicntrici'lc Darstellung des Verhältnisses, in dem zwei Passen stit Jahrhunderten miteinander leben. Der alte Grätzcr der schon während des Krieges vier Sohne verloren hatte,' lenkte nämlich den Verdacht, seinen Aohn eischoffen zu haben, ans.einen Plünderer, den der Unglückliche a!S einen Kameraden rnsdemSchützengraben erkannt und' befragt hatte, warum er bei den Pogromen mittue» Der alte Mann ahnte wahrscheinlich gar nicht, in welche Tiefen er mit dieser psychologischen Begründung seines Verdachtes hincmleuchtrte Man stelle sich die peinliche Situation des biederen Mannes ruS dem arischen Volke vor, der in einem so fromm e n Werke, wie es ein Judenpogrom ist, plötzlich gestört wird, und zwar nicht etwa durch Brachialgewalt, der er, der Heimkehrer, aus ganz anderen Scharmützeln gespottet hätte, sondern gestört durch psychische Hemmungen, weil doch eme in gcmelnsamer Not und Gefahr erhärtete Kameradschaft sozusagen auch etwas hri'liges ist. Zu diesem Konflikt von Gefühlsmomenten möchte die ver, 4andesmäßige Erwägung kommen, daß die Umstände, die sein Kameradschastsverhältnis zu dem Geplünderten begründet hatten, ügentlich die Frömmidkeit des ganzen Plündernngswerkes vck ibsuigum führe. Denn diese gründete sich ja ans die Urberzeugung, ün Gottesgericht an Vaterlandsfeinden und Drückebergern zu aollziehen, die ebenso bequeme wie einträgliche Identifizierung solcher Schädlinge mit den Juden schlechthin wurde aber durch den Ort, yo er diesen Semiten kennen gelernt hatte, Lügen gestraft.. Das Selbstbewußtsein des Rächers und Strafexs mußte in einem Hause emvflndlch verletzt werden, wo es nichts zu rächen und zu 'trafen gab. Beinahe freute ihn die ganze Beute nickt mehr, di^ hm der „Kamerad" ohne Widerstand ausgelrefert haue ... Aus :mem so schweren Seelenkonflikte gibt es, darm sind alle Dichter md Kenner der menschlichen Natur einig, nur einen Ausweg: )en Tod! Daß eS der Tod der anderen wurde, daS macht eben die Eigenart der Tragödie von Holleschau aus ... Nur der von Holleschau? Ist diese Lösung «ineS arischjüdischen Kamrradschastsyerhältnisses, wenn die Not zu Ende, die ' :s geschmiedet, etwa eine unerhört neue Erfahrung? Ist nicht üelmehr die ganze Leidensgeschichte msserrS Volles «ine Sumnierung solcher Erfahrungen? Der oft gehörte Borwurf, daß die dem Judentum« immanenten Humanitätsideale sich nur auf die Angehörigen unserer Kation beschränken, hat zu allen Zeiten edle Männer unseres Stammes, in denen deffm Traditionen besonders glühend witkten, razn verleitet, die scheinbar engherzig gezogmm Grenzen des mosaischen Gesetzes zu sprengen, um die sengmsreichen Ausstrahlungen seines Geistes auch drn Fremden zusammen i» lassen. Einer der erstm Judm, die -sich so jüdischantijüdisch betätigten, war der Apostel Paulus, dem Schlaffer in seiner berühmten Weltgeschichte nachsagt, er habe das Christm- - tum von drn Fesseln des Judentums, als deffm Reform es ursprünglich gedacht gewesen, gänzlich gelöst und dalurch feine allgemeine Verbreitung in die Wege geleitet. Anfangs;mg diese aber nur stockend vor sich und die erstm Märtyrer des lenen Glaubens warm „Judenchristen". Dieseaus jenm Tagm iberliefcrte Wort, welches ein seltsames Pendant zu' dm jetzt gebräuchlichen Ausdrücken „judenliberal", „Judensozr" bildet, M über die Abstammung der Männer' und Frauen deren Opfermut die christliche Kirche bis auf dm heutigen Tag durch Zelte und Lobgesänge feiert, keinen Zweifel. Srmitm auS Palästina waren eS, die in dm schaueilichm Katakombm Roms dm Grundstein zu dem gewaltigen Prachtbau legten, der krmzgefchmückt tht paar Jahrhunderte später wcltbeherrschend gegen Himmel eagte und noch immer ragt. Juden des alte» und neuen , Glaubens fanden zum Lohne -schreckliche- Ende in dm Armm Reros und seiner kaiserlichen Nachfolger. AlS aber diese es wdlich aufgabm, sich 'bn neuen Idee nutzlos entgegmzustemmen .md es wohlweislich vorzogen, sich ihrer zu bedienen ^und sie ans üciatsmänmfchen Gründen zu fördern, kurz, als das Bekenntnis;um Christentum keinen Opfermut mehr erheischte, sondern -in Gegenteile immer mehr Vorteile brachte, da begann vgleich daS große Reinemachen, das heißt, die arischen Är.sten fetzten sich zusammen und mrrztm sorgfältig allB' auS, was etwa einen Verdacht noch so äußerlichen Zusammmhanges mit dem Judentum Raum ließ. Für den Radikalismus, mit dem ie dabei zu Werke^gingrn, zmgt besonders kraß die Verlegung der Sabbathrnhe von dem letzten auf drn ersten Wochentag, obwohl i? mit dem klaren Wortlaute und der sinnigen Begründung des Ruhetages in der auch ihnen heiligen Schrrft in keinen Einklang ,u bringen ist' Der siegreichen Kirche war eben daS geistige Band mit "p auch todUtbin Po das bltibenb.cn Juden aenau io veinltck Vorkehrungen der neuen Regierung. Die Agrarverordnungen der Räteregierung * aufgehoben. Budapest, 4. August. (Ung. Tel.»Korr.-Bur.) Der Ackerbauminister Takacs erklärte, er werde im Laufe des heutigen Tages verfügen, daß die für die Pro-, duktion schädlichen Verordnungen außer Kraft gesetzt werden. Was die Sozialisierung'deS Grundbesitzes anbelangt, werde diese später von der Nationalversammlung entschieden werden. Bis dahin bleibe die Verwaltung die bisherige, damit die Pwduktion keinerlei .Störung erleide. Die Maßnahmen, welche l'.z Bauern verbittert haben, würden abgestellt werdest. Wir sind, sagte der Minister, ein Agrarstaat und müssen mit der Bauernschaft rechnen. Die soztalisierten Großgrundbesitze und Produktivgenossenschaften werden dementsprechend urnorganisiert werden. Äeutzernngen des ungarisch en Handelsminifters Budapest,' 4. August. HanhelSminister Dovcsak erklärte, es sei die größte Sorge der republikanischen Regierung, das Lan6 ohne, jede größere Störung über die Schwierigkeiten der Übergangszeit hinwegzuleiten. Die leitende Idee des H a n d ecksr e s so r t s d ü r f e nur die fein, alles Mögliih« zu tun, was im Interesse der Aktionsfähigkeit der Industrie und des Handels notwendig ist. Wir müssen, sagt der Minister, jeden Wert sowohl an Personen. als auch an Institutionen in die Zukunft hinüberretten. Von den für die kommunistische Regierung geschaffenen Aemtern und Institutionen sollen nur jene aufrechterhalten bleiben, die gegenüber der Vergangenheit einen Fortschritt bedeuten. Was die Frage der Sozialisierung betreffe, so bestrebe sich.der Minister in erster Reihe, dem Kleingewerbe und Handel die Aktionsfähigkeit zurückzugeben. Die Frage der Sozialisierung der Großbetriebe werde die konstituierende Nationalversammlung zu entscheiden haben. Das Schicksal von Industrie und Handel, fuhr der Ministe? fort, hänge hauptsächlich davon ab, welchen Frieden Ungarn von der Entente erhalten und ob es hinsichtlich der Rohstoffe jene Vorbedingungen sichern könne, ohne welche eine Tätigkeit von Handel und Industrie nicht denkbar sei. Der rumänische Heeresbericht über den Einmarsch in Budapest. Bukarest» 4. August. (Funffpr. der Tel.-Komp.) DaS rumänische Pießbureau meldet: Heeresbericht deS rumänischen Großen Hauptquartiers vom 3.d.M.: Ostfront: Die Operationen gegen B u d a p e st sind heute beendet worden. Unsere Truppe» haben vor BudapestHalt gemacht. Zwei unserer Regimenter sind in Budapest als Vorhut eingerückt; es ereignete sich kein Zwischenfall. Der Vormarsch wurde aus eigener Initiative, nicht auf Intervention von dritter Seite eingestellt. Westfront: Keine besonderen Ereignisse. O Öffnung der Geschäfte. — Titel tmb Auszeichnungen gelten wieder. — Die Wahlen. Budapest» 4. August. (Ung./Tel.-Korr.-Bur.) Der Ministerrat verfügte, daß sämtliche Geschäfte, die auf Anordnung der Räteregierüng gesperrt wurden, vom 4. August angrfangm wieder offenzü halten sind. Der Ministerrat hat ferner gestattet, daß sämtliche Personen die ihnen vor dem 21. März 1919 verliehenen Offiziers-und Unteroffiziers- Auszeichnungen wieder tragen dürfen. Auch die Titel der öffentlichen Beamte» wurden unter Außerkraftsetzung der bezüglichen Verordnung der Räteregierüng wieder hergestellt. wie dem Pogromhelden von Hollescharr. Sie hat eS auch an Anschlägen auf ihre Kameraden auS der Zeit, da sie gemeinsam verfolgt worden waren, fortab nicht fchlen kaffen. Man begann die christliche Lehre, deren streitbarer Geist - sich bis dahin nur gegen die heidnischen Verfolger und Bedrücker gekehrt hatte, im judenfeindlichen Sinne auszulegen und wenn heute noch sogar Arier, die sich vom berufsmäßigen Antisemitismus mit Abscheu abwenden, doch ein gewisses Vorurteil gegen die Juden niemals . ganz los werden, so rst nur die Methotik dechristlichen Religionsunterrichtes schuld daran. Die alte überlieferte Methodikist genauso wst der meuchlerische Schuß von Holleschau der Aüsklang eines überlebten jüdisch-christlichen KameradschafiSverhältniffeS. Daran z« erinnern ist gerade in unserer Zeit sehr lehrreich» da der Versuch gewagt wurde, solch ein KameradschastSverhaltniS auf neuer Basis wieder herzustcllen: auf der Basis des Sozialismus. Daß dessen Begründer Juden gewesen sind, ist, wie N o r d a u hervorgehoben hat, kein Zufall. Marx und Laffalle könnten lang ihr Judentum verleugnen, meint er mit Recht, ihre ganze Lehre beweise, wie sehr gerade sie unter dem. Einflüsse der m jedem Judm,! latenten jüdischen Tradition gestanden seien. Auch hätten christliche Führer Zeit und Gelegenheit genug gehabt, die soziale Erlösung der arischm Massen in Sie Wege zu leiten. Die Haltung LmherS in den Bauernkriegen ist aber ein bezeichnende- Beispiel, wre ängstlich sie diesem Problem auSwichem We in dm Tagen deS Paulus mutzien Judm kommen, der modernen Sklaverei ein Ende zu machen. Juden waren die ersten zielbewußten Organisatoren der Arbeiter. Inden lieferten daS geistige und materielle Fundament der Sozialdemokratre.und Juden waren natürlich auch die ersten Opfer der politischen Gegenmaßregeln, mit dmen man die nme Bewegung im Keime zu ersticken suchte. Die hat sich aber als siegreich erwiesen und hält heute so weit, wre das Christen- — Installierung der alten Ordnnng. Schließlich beschloß bef Ministerrat, daß bas durch die Karolyi-Rcgterung herausgegebene Wahlrechtsgesetz nahezu unverändert aufrechtzuerhalren sei, und die Wahlen für die verfassunggebende Versammlung auszuschreibcn sind. Keine Plünderungen in Budapest. Budapest, 4. August. (Tel. der „Wr. Morgrnztg." Ei« kleiner Zwischenfall» der sich gestern' beim Einzug der beiden ' rumänischen Regimenter in Budapest abspielte, - gab in der Stadt zu den wildesten Gerüchten Anlaß. Ern mit Lebensmitteln j beladener Wagen wurde von den einziehenden r n m ä n i s ch c n Trupp en angehalten und die Soldaten versuchten: den Wagen zu plündern. Das Einschreiten der rumänischen OWere genügte jedgch. um .bic Ruhe wieder herzu st eklen und der Plünderung Einhalt zu gebieten. Die Gerüchte, die daraufhin von Plünderungen in der Stadt von Kämpfen zwischen Rumänm und Ungarn, von Gewalttaten und dem Einmarsch deS ganzen rumänischen Heeres erzählten, sind unwahr, die ganze Nacht und auch heute vormittags herrschte in Budapest vollste Ruhe undOrdnung. Die Szegediner Truppen. Bachedürstende Offiziere. Budapest, 4. August. (Telegramm der Korr.-Expceß.) Dir Truppen derSzegediner Negierung stehen oberhalb von S z e g l e d, 78 Kilometer von Budapest entfernt. Ihr Generalstydschrf rst Julms G ö n d 8 §. An der Spitze der Truppen stehen Nikolaus H o r t h y und General Krato * ch w i l. Die ganze Szcgediner Armee umfaßt ungefähr 19.000 bis 20.000 Mann. Die Soldaten dieser Armee sind zumeist ohne W a f f e n, nur die Offiziere find mit Revolvern ausgerüstet. Unter den Szegediner Truppen befindet sich ein aus Offizieren ^bestehendes Bataillon, das auf dem Marsche nach Budapest begriffen ist." Es umfaßt ungefähr 800 Offiziere, die Trauerflor angelegt haben und gesch w o ren haben, ihn erst abzulrgen, bis sie für die an ihren Angehörigen verübten Missetaten an den Bolschewike.n Rache gewommen haben. - Der erste bürgerliche Minister. Budapest» 4. August. (Tel. dev „Wr. Morgrnztg.") Als erstes bürgerliches Mitglied der Koalitionsregierung in Budapest wurde HantoS als Handelsminrste.r in das Kabinett ausgenommen. Westnngarn für den Anschluß an Deutschöfterreich. Budapest» 4. August, (Tel. der ,»Wr. Motgenztg.") Der Stmz der Räteregierüng wurde von,den Deutschen Wesmngarus mit allgemeinen Jubel ausgenommen. Die Häuser find heflaggt, auch mit rot-weiß-roten Fahnen. Die Rätesunklionäre sind fast durchwegs verschwunden. Die Stimmung ist für drn Anschluß an Deutschösterrerch, und sv sehr die Bevölkerung zufrieden ist. -dgs Joch der Sowiets loS zu fein, ist sie ebenso eiyer etwaigen Herrschaft der Szegediner Regierung entschieden abgeneigt und will jetzt von Budapest überhaupt nichts mehr wissen. Die Autonomie der Deutschen. Budapest, 4. August. (Ung. Trl.-Korr.-Bur.) Die Re» gierung beschloß im letzten Ministerrat, daS hinsichtlich der Autonomie der Deutschen herausgegebene Volksgesetz und die auf die Rechtsstellung der deutschen Nation erlassenen Verordnungen der Räterepublik aufrechtzuerhallen. Die Verordnung, welche diese Frage regelt, wird in der nächsten Zukunft erscheinen.. Tschechischer Bormarsch gegen Budapest. Pretzburg» 4. August. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") Seit heute früh haben die Tschecho -Slowaken von der . Demarkationslinie ihren BoWarsch begonnen. Es handelt sich nicht um ein militärisches. Einschreiten, sondern nur um eine politische Maßnahme, da die Tschechen zumindest mit geringen Teilen ihrer Armee an der Besetzung Buda^estsAnteilnehmenwollen. Imn im viertm Jahrhundert. Dabei Mt den Scheidemänüern die Rolle des Kaisers Konstantin zu, der die gefürchtete revolutionäre Nut klug ins seichte Bett einer Staatsxrligion zu lenken verstanden hatte. Und so wie damals bald allevergnügt in dem-Strome plätschern konnte, der sich ursprünglich drohend zwischen die Reichen und da- Himmelstor gewälzt hatte, so wird auch im Sozialismus sehr rasch Raum für alle Schichten kein, für alle — mit Ausnahme der Juden! Diese Entwicklung künde! sich schon ganz deutlich an. Antisemitische Kundgebungen von Arbeiterräten und sonstigen sozialistischen Funktionären häufen sich in symptomatischer Wesse und zeigen, wie pemltch man auch in diesen Kreisen bereits die Kameradschaft mit den „Genossen Juden" empfindet. Langsam aber sicher beginnt die Bahn für jene arischen Intellektuellen ft« zu werden, btt den Sozialismus, solange daS Bekenntnis zu ihm noch gefährlich war» wie die Pest gemieden und verdammt hatten, jetzt aber nur noch ejus M ihm bekämpfen: die Führerschaft der Juden» deren Stelle sie unter den heute uni so viel günstigeren Verhältnissen gar zu' gerne selbst ein. nähmen .. . Nur jemand, der aus der Geschichte nichts ^geleuf hat, kan» an der Erfüllung ihrer Plane zweifeln. Der Schuß gegen den „peinlichen Kameraden" kann jeden Moment loSgehen... Zum Glück ist daS Judentum als Ganzes nicht so leich« umzubringen, wie ein einzelner KriegSinvalide in irgend einen' Ghetto. Trotzdem ist eS hohe Zeit, daß es die Politik der undankbaren Kameradschaften endlich ausgibt. Lassen wir einmal davor ab, dort um Freundschaft zu wer den» wo man selbst die vor unS erppsangenru Wohltaten um peinlich empfindet und mache» wir allen unsere Humanität noch so ehrenden Bedenken zum Troh nur die Polittk, die unS einzig und allein ersprießlich ist: reit jüdischnationale PoltttN_