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Wiener Morgenzeitung · 1919-08-03 · Heft 194 (3.8.1919) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 194 (3.8.1919)
Date
1919-08-03
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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^Gieu, Somktag r* Eine militärische Richtigstellung der „Reichs ' "f ' post". ' Gin gelungener Grubenhunt. Der .Rüchspost" ist es stets ein gefundenes Fressen, wenmf ks ihr gelingt, gewisse „Machinationen eurer östlich angehauchten Clique zu enthüllen. Sie hegt die felsenfeste Uebcrzeuguna, daß 1 unsere Generale den Krieg gewonnen hätten, wenn nicht jene ■ Hmterlandsclique den großartigen Siegeslauf gestört hätte, In ihrem Wahne, der einstens einträglicher war, 'öffnet fie'. jeder' sjuschrift ans Leserkreisen, besonders, wenn es eine solche, wie in ihrer gestrigey Nummer, von einem Franz Nawrackil, lehemaliger von F r e y e n w e h r), ehemaliger Oberst des Generalstabes, ist, ihre sensationslüsternenSpalten. Um die Identität dieses wackeren Generalstäblers braucht sich natürlich ein Redakteur;• der ,Reichsvost" weiter n i ch t z u kümmern. Der Name — und sei es auch ein falscher — genügte diesem der Vergangenheit Tranen nachweiNendeu Blatte. Dieser Herr von Navratil knüpft an Nowaks „Weg zur Katastrophe" an und meint, - er halte eS für seine heilige Soldatenpsticht gewisse Ungenauigkeiten, welche die von chm geführte Division betreffen, richtig zu stellen und erzählt unter anderem: Im Armeeoberkommando sei man. sich schon in den Abendstunden des 26. Anglist 1914 darüber klar.^ gewesen, daß die Forcierung des Zloczower Beckens selbst um den Preis größter Opfer nicht zn erreichen sei. Schweren Herzens babe sich Erzherzog F r i e d r i ch daher eutschloffe«, die schon, Karl »bgckämpste 12. Landwehrdivisiou, welche die Rochadelmie ü. »bsval der Straße K u l r k o w—U h n o w' bereits gegen M y f e r z.o w echelonicrt unter tapferen Rückzugsgefechten deckte,. zum Enllastungsstoß gegen Przemyslany einzusetzen. Für diese ungemein schwierige Ausgabe seien nu Raume Plasz- §zow—S t a r v B i a ch verschiedene Formaüonen verwendet worden, die von nachstehenden Trupvenführern befehligt wurden: D l a u h o b e tz k y, Oberst Wageuknecht und Hauptmann P o w ö l n y. Diese Formationen seien zum iofortigen Vorstoß bis Kote' 395/4 angesetzt worden. , Es ist freilich ein „Msser soll"' wenn >der Redakteur der .Reichsposi" mit Kote 395/4, der TelephoMmimrr von Karl Kraus, keine Verbindung bekommen hat, sonst wäre er auf vie Personen in Karl Kraus' Szenenfolge „Die letzte Nacht" nicht deremgefallen. Auch Oberst Bambula von Feld-r? sturm, der. verdiente Führer der Wigelbrigäde. ist im t. Gasthame G r ü ß e r isiehe ebenfalls „die letzte Nacht") zns suchen. Wie es mit den« L a m b a ch e r I 8 g e r b a t a il l o n, welches' einen glänzenden Durchbruch gemacht haben soll, bestellt ist, müßte man dw Mönche des Lambacher Klosters ftagen : ob i sie etwa seinerzeit ein Frerwilligenbataillon gestellt haben. Sr Raum von St'ary - Bia ch ist auch, nicht ohne, meint devf rlte Brach. 7 ■? - Die „Reichspvst" hat wieder einmal gezeigt, wie glänzend fie;: über die Vorgänge und Oertljchkeiien am ehemaligen Kriegs-, schauplatze informiert ist und wie gewiffenhast sie 'ihre Leser über' die Vorgeschichte des militärischen Zusammenbruchs informiert./ Sie ist auf dem besten Wege, demnächst eine ergänzende Zuschrift des wackeren Bambula von Feldstur-m zu bringen) die vielleicht noch durch eine Nachschrift des erfolglüsternen. Stabschefs der 19. ungarischen Division der Grüppe Peter' Ferdinand, Oberst Szykfül (identisch mit dem „ Badener Restaurateur), ergänzt werden wird. ' Zwischen zwei Zeitaltern. m sS-iem, ß. Htugnst 191)9". Der Zusammenbruch der ungarischerr Sowietregierung /steht' gegenwärtig im Mttelpunkte des allgemeinen Interesses und gleichzeitig erfährt "man wieder einmal, daß auch die r H er r s ch a f t L e u i n s .zu wanken ' beginnt. Es wäre für den.so nötigen Gesuntmngsprözeß Europas sicherlich der größte Vorteil, wenn das bisher so. lockende Beispiel des bolschewikischen Experimentes ans der Wirklichkeit verschwände. DenZ7 allzugroß ist die Zahl der noch zu lösenden Probleme, als daß Europa, sich' den Luxus phantastischer Abenteuer gestatten könnte. Noch sind die .Ge- -iietsfragen nicht geregelt, noch' ist die Welt von Un- 's, ruhe und Spannung erfüllt, die Staaten entbehren' der Konsolidierung, leiden unter der drückenden Schuldenlast, die alten politischen . Systeme sind unm o gl ich geworden' und neue harren noch der Verwirklichung. Die Neuorientie^ . rung des politischen > Denkens geht von der Ideologie aus, die Wil.son während des Krieges in die Weltpolitik brachte ynd.. deren Inhalt. ein Uebergang Vom Staatsnationalismns zur politischen JnteruationalrtLt bildet". Djss Krönung dieses' Werkes sollte der Völkerbund' sein, der das höchste Tribunal über die einzelnen Staaten und Kölker bilden sollte. Während früher der Grundsatz'gegolten hat, daß man sich'-in. innere Fragen eines anderen Staates ■ nicht .einmischen dürfe, müßte umgekehrt die Einmischung «unuiehr. die höchste. Pflicht bedeuten, soferne es sich um allgemeine Dinge der Menschlichkeit handelt. Der Staat» bisher ein mehr dder minder brutaler Tyrann, würde schließlich «mshoreu, bas letzte denkbare Glied einer Entwicklungskette zu bilden und an feine Stelle könnte der Begriff der Menschheit treten. Es. ist in diesem Blatte wiederholt auseinandergefetzt worden, wie wenig von dem Erwarteten bisher in Erfüllung gegangen ist, und wie sehe das bisher in Paris Geschaffene' jener Neuorientierung " künftiger: Politik zuwiderläuft. Nun Meldet eiu>New-Aorker^Blatt, es ffei-eine- Bewegung^.im den Völkerbund Wer Bord zn werfen rt\rU und den Weltfrieden lmrch' ein Amerikani'sch-f'ran.-)! 'zafisch es und' ein englrfch-fra'n z ösische s B)ünd- . m i s-a IM d a ue-r »de E nK e n 1 e -zwischen den drei Mächte», “ die bett* Krieg gewonnen haben,* sicherznstellerr. Abgesehe» '.davon, daß' hier nicht nur''die kleinen Staaten, sondern auch HtaliLn 'ams gescha-lhet.D bleiben, würde diese Konzeption. Ken völligen Zu-s amMZe-n b.ru ch von Wilsons"^ Reformpolitik bedeuten." Nicht auf die 'Zahl der vermag- 4 schließenden Machte vermag es anzukommen, 'sondern - aüft/ ^dest^Meist, deyMinter<diesen Bündnisse« "'steht. ’?* '■[, E'"' ' «Me Entente, . ' - - ' >sie mag nun drei oder acht Großstaaten umfassen, bedeutet eine Verewigung der -abt.eu P«li.t>ik der Bü'n-d-/ rris.fe und. Allianzen, der Rivalitgten und der-^ Rüstun-gen, sie bedeutet die Verlängerung all jener'» pirorschen Methoden, die schließlich phne das ganze Jntcigen> ' Lustmord au einem Schulmädcheu. ‘ Die Einvernahme des Mörders. - Wie berichtet, wurde vorgestern der Buchbindergehilfe Karl. Samuel R a i d i n g e r verhaftet, der vormittags die noch-nichkl zehnjährige Charlotte Karl getötet hat. Der. Lusimörder wurde dem Sichr'rhritsbureau überstellt und dort emvernommen. Er? macht keineswegs den Emdmck eines-Irren und sieht vielmehr) ganz intelligent aus. Der Bursche gab bei seinem Verhör den' Mord zu, will aber sonnlich unter dem Zwang.! e i n e s k o- X p e r l i ch e tl Z u st a n d e s gchandelt haben.. Er ist in Kietv krank geworden und wird, so behauptet er, oft-, von Ailsreaungszüständen befallen. Auch vorgestern wurde er Don einem solchen Zustand heimgesucht. Die Wohnung will er verlassen haben, um sich eine Zeitung zu'holen. Als. er, vor das Haustor kam, sah er die kleine Karl Vorbeigehen. Er wintte das Kind an fick heran und gab ihm eine Krone, damit es ihm eine Zerttmg hole. Er bezcichnete ihm Stockwerk und Tür und bedeutete dem Kinde, daß er vorausgehen werde. „Das Mädchen lies auch um eine Zeitung und kam dem Burschen damit in die^ Wohnung nach. Da hat ihn angeblich wieder die En'egung befallen und er stürzte sich auf das arme ahnungslose Kind. Dre^Kleine soll sich, so behauptet der Brrrsche, gewehrt haben. Da hat er sie mit seinem H o s e u ri einen gewürgt und ihr einen Kirebel. in den Mund gestoßen. Zu seinem Schrecken habe er dann gemerkt, daß das Kmd schon tot war. Nun sei er in großer Sorge gewesen," daß seine Tat gleich aufkonnnen würde, da ja die Eltern beimkonlnieu müßten. Um die Entdeckung hmauszuschieben, ist er aus -die Idee verfallen, die Leiche des Kmdes in d e n F l i ck*, kofs e r z u stecken, und das hat er dmn auch getan. Dann hat er nachgedachl, was er tun sollte, und ist angeblich zu dem Ende gekommen, daß e r i u d i e D o n an g eh e n wolle. Ehe er seine Absicht verwirklichte, hat er einen Abschiedsvries an die Eltern geschrieben. Dcmn aber hat er-den Plan ansgegeben und war vorerst darauf bedacht, s i ch. G e l d z u v e rs ch a f f.e n. Er-verließ das Haus und begab sich zum hiesigen Kommando der ukrainischen Legion, bei der er gedient hat, um eine Abfertigung herauszuschlagen. Diese wurde sihni. aber verweigert. So ist er denn herumgeirrt, mrschlüfsig, was er tun sollte, bis ihn auf der Mariahllferftraße Pollzelagenteuinspektor - Kraus verhaftete. .._;_; ' ' PalLstirur-Baugesellschaft in Berlin. Vor kurzem ist in Berlir/die Gründung einer Gesellschaft zur Ausführung von Bauten, vorerst hauptsächlich für die große Maste der Einwanderer, von einigen russischen und deutschen Ziomstm, Technikern rmd Kaufleuten,' mit Beteiligung des Palästma-Fndustrie-Syndikats vollzogen worden. Die Gründer' beabsichtigen, bei erster Möglichkeit nach Palästina zu gehen und d;e Tätigkeit dort aufznnehmeu. Bis zu diesem Zeitpunkt betreibt die Gesellschaft in Berlin Vorarbeiten und Studsen und -arbeitet am Ausbau ihrer Organisation. Die Gesellschaft, welche mit ansehnlichem Stammkapital gegründet wurde, beabsichtigt, dieses noch zu erhöhen. Zweck der Gesellschaft ist, denjenigen, die emzeln oder, in 'Grupvm (Ackusoth usiv.) nach Palästina auszuwandern gedenken, wor ihrer'Uebersiedlnng die Errichtung der notwendigen Baulich-, 'leiten zu ermöglichen. 'WEaggaa Sk und die Ränke der G.'e hermdiplo.matüe nichts ^sind'berÄtS-eingetroffen.. Wenn diesev''Kongreß imstande fei» kbcrr find. Die Fortsetzung dieser Bündnispolitik fleht in,e «*-*-•- . rsstem Gegensatz zu dem Geist, des Völkerbundes, der der-' iiGeist .des künftigen Menschheitstzefühlesber allgemeinen Soli- ^darität ist. Wetm nicht schließlich als Abschluß peS Werkes ' von Paris der 'Kölkerbtlnd ins. -Leben tritt, dann ist dieser ^Krieg wahrhaft für alle verlv.rru und die 'Völker müssen beginnen, das" von unten aufzubaiten, wozu ihrt . Führer unfähig snrd. Wenn die Welt in ruhigere Bähnew eingelenkt haben 'urrd eine vollkoiNmeuere proletarische Inter-! nationale'geschaffen sein wird, dann kann der Gedanke des? Völkerbundes den Weg zur Verwirklichung nehmen. Cle-. menceau . mag sich sträuben und Wilso n kann unter-! . liegen, aber die Ideewird wohl ans dem' Politischen Denkers nicht mehr verschwinden. ' {'' leichten Stand hat. Auf der einen Seite bedrängt ihn dlej Zugegeben muß werden, daß Wilson in Amerika' keine« Opposition der republikanischen Senatoren j, und 35 von ihnen sollen sich bereits' schriftlich verpflichtet!.; ' haben, gegen die Ratifizterung des Friedens zw stimmen. Weiters nimmt, wie die „Daily News" ans New^ Uort meldet, die S p a n n u n g z w i sch e n den V'e u eiuigten'.'S'tanien nn d Iapan zu und. diesessek.", 8 u keinerlei Zuge ständn-.issen" bereit. .Der. Wider»- stand der amerikanischen Opposition. erklärt sich besonders " durch die Besorgnisse in der Sch an tun g frage und map»", '.hat vorgeschlagen, den Friedensvertrag unter Hinzufügung! von Erklärungen über Reservationen zu ratifizieren.'Wie dip. Schantung-Frage in -Amerika dargestellt wird, wurde China! nach -Abbruch seiner Beziehungen zu Dieutschland von den! . Bereinigten Staaten aufgefordert, in dem Krieg mit Deutsche . land einzutreten..Um.dieselbe Zeit kam ohn e. Amer'ikaein Geheim ab kommen zwischen den Mächten und Japan ... zustande, .von welchem die Bereinigten Staaten" erst iml ' Februar- 1919'erfahren haben sollen.^Daraus schließt diel . amerikanische Opposition, daß -1.'; / China betrogen worden sei. . Zudem wird behauptet, daß Frankreichs England und Japan zu einer sterritorial.ew Verständigung über Asien gekommen sein," wodurch Japans Einfluß im Osten ungeheuer wachsen.müßte. Sogar die Möglichkeit eines neuen .M'el'tkr.ieges im Osten .wird in amerikanischen Kreisen ^erörtert, womit cGe gewisse Klbneigung gegen - England' ein-- ^hergeht. .! Man sieht, wieauch itt Amerika die Realität dev Dinge sich stärker erweist als aller RefoLmgeift. Währen^' der Völkerbund in weite Fernen gerückt ist, bestehen diü - alten Gegensätze zwischen den Staaten und das Streben nach - Erweiterung von Territorien ' und Mächtsphären, welches schließlich den Krieg entfesselt hat. Die Menschheit befischet sich' gegenwärtig an der. Wende zwischeir zwei Zeitalter^ >nnd. während das. eine, "abgewirtschaftet hat, ist daS anders ^lvch völlig unfertig. . . - Vielleicht wird dev interrvationale Aozialistenkongreß, ■ der eben in Luzern zufäinmentritt, eine kleine Etappe auf «dein^ Wege ' zur Zu kirn ft bedeuten^ H e u d e r f o u soll bot ^Vorsitz führen, Maed onald, Trö lstra, Re n au del, -ver-schiedene Delegierte der neuen s l a w i s ch e.n Staaten vii-nd' bereits - einaetrakken.. Wenn dieser'' Knnarp.k ir tvird, die Gegenstände zivischen den sozialistischen Parteien der einzelnen Länder zu überbrücken und im -Geiste einer /tvirklichen Internationale ein zeitgenräßcs Programnr ans« .^.zustellen, dann könnte er eine Entwicklung anbahnen, die imstande wäre, alt das gntzumachen, was die Staatsmänner in "Paris' verderben wollet!. W> suchen Sie am erfolgreichsten ick Wege des „Kleinen Anzeigers" der «Wiener Morgenzeitung". Die neue Gründung, in deren Auffichtsrat akS.Borsttzender T .'Herr Professor Dr. Otto W a r b urg sich befindet, rst vom>! Standpunkte einer. planmäßigen Organisation der Palästina- >! Siedlmig lebhaft zu, begrüßen. Die 'Gesellschaft nimmt weiterhin.'^ noch neue Mitglieder auf. Ein Anteil betragt 5000 Mark. .- Interessenten im Gebiete des ehemaligen österreichischen Staates-^! erteilt das Wiener Palästina-Amt (Abteilung für Handel 'undk k-'Jlldustrie), H., Zirft^gasse 33,-bereitwilligst/Auskünfte. ---- - .'h * - r-'-‘ -■ >'4--! '^4, •' i‘.\ ' —i Vertreter dieser Gesellschaft befinden sich gegenwärtig in - Wim und sind sin-Interessenten heute und morgen.im Hotel., Kontinental, Zimmer 120, zu erreichen. Anmeldung der Forderungen an die ehe» : malige fc. tu kr. Heeresverwaltung. Amtlich wird mit geteilt: Behufs Schaffung einer 'Uebersicht über sämtliche, gegen .die Liquidierungsmasse ii der ehemaligen k. Heeresverwaltung noch bestehenj den Forderungen werden alle, denen materielle Mn--! spräche . gegen die Liqnidiermrgsmasse der ehe--» ' maligen l. n. k. Heeresverwaltung znstehen,.eingeladc^n, » diese Ansprüche bei der Abteilung 1b (15 B) des liquidierenden Kriegsministeriums, Wien,. 3. Bezirk, Radetzky platz, Hotel „Hungaria", 2. Stock, ItimlWt bis/'l. Ok-.^ tober 1919 schriftlich anzumelden.' "l '; - Die Anmeldung hät -in getrennten-Eingaben nach, folgenden Kategorien, von Ansprüchen zp erfolgen: 1. Ansprüche auf Ausfolgung von den Zlnmeldenden -eigentümlich gehörigen, in Verwahrung, Benützung oder sonstiger Jnnehabung der Heeresverwa.ltung stehen- Len Bermögensvbjekten; ' ' ’2: Forderungen aus nnNtärischen "LieferungKberträgen oder sonstigen mit militärischen Behörden oder.:; Anstalten abgeschlossenen Verträgen; 3. Forderungen ckus sachlicher 'Kriegsleistungen;; k 4. sonstige Forderungen oder' Ansprüche, 'insbeson-.'^ dere Ersatzansprüche, Forderungen " an " ^Personal-, gebühren rffw. ' - Durch diese Einladung zur Forderungsannreldung werden die. derzeit geltenden 'Bestimmungen über die Liquidierung und Begleichung von Förderungen gegerr die Liquidationsmasse der ehemaLkgen k. u.-k.-Heeresverwaltung nicht berührt. Ebensowenig wird hiedurch der -Stellutrgnahme der einzelnen, auf dem Boden der ehemaligen österreichisch- Ktngarischen Monarchie entstandenen Nationalstaaten zur Mnerkenn'ung und Befriedigung sämtlicher oder emzeUer. - Kategorien dieser Forderungen - borgegriffen. ' ZZ Wiederarrfnahme^des Ersenbahnverlrehres Ezernowitz—Stanislau. Aus Bukarest wird telegraphiertDie Agentur ,Daeia meldet aus Czernowitz: Die hiesige Eisenbahndirektion hat den Eisenbahnverkehr für Personen und Lastzüge zwischen Czernowitz, Kolomea, Delatyn und Ottynia in der Richtung. Stmlislau glMenommen. Die Kohlerrkrise. i Die Zyfuhren, an Kohle sind andauernd s ch l e ch-L .Das E l .e k t r i z i t ä t s w e r k fristet sein Dasein von Stund« . fn Stunde, und die Katastrophe kann jeden Augenblick eintreten. ln weitere Sparmaßnahmen denkt das Staatsamt für. öffentliche Mrbeitrn n i ck> t, da solche die Siwation. nicht mehr retten .können.. Die Katastrophe kann nur noch aufgehalten werdeiy . wenn die "versprochenen .Zufuhren in den nächsten Stunde» emlreffen. . . ' Das G a s w e r k erhalt täglich spärliche Zufuhren, mii denen ' es dm beschränkteu Bedarf aufrecht erhalten kann. Wü ".mftgeteilt wird, ist insbesondere die Versorgung Wiens mit K ii ch e-n b r a n d ernstlich gefährdet. 7 Schmuggel nach Angarn. - j " Der Kausinann Max W o l l n e r aus Raab halte im Jvckl -1918 in Wien neun Kisten Textilwaren um K 143.000 cingctäuft *uui fie in Ungarn abzusetzen. Eine Aussuhrbewilliguug belaß e»' >nicht, doch wollte er die Ware auch ohne sie über dre Grenz«" '-schaffen lassen. Er trat mit einem Konsortium in Verbindung, das diese Aufgabe übernahnn Ihm gehörten an die^Kaustcut« Moriz. Schlesinger, Favoriten, Mannhartgasse 4 wohnhaft, Jakob Schlesinger. Alsergrund, Nußgaffe- 4 wohnhaft, imfc -bic Buchhalter Rudolf L 8 w y, Döbling, Muthgaffe 56 wohnhafj Mud Karl' Pick, Praterstern 50 wohnhaft. Das Konsortium /äibernähim die neun Kisten. Später wollte es dem Wollncr nur. fchen. Erlös, für drei .Kisten ausfolgm mit der Begründung, »daß hie übrigen sechs Kisten beschlagnahmt worden seien. AÜ ^Wolluer die Belege für diese Maßregel verlangte, konnten sie dieZ uncht beibrmgen. Schließlich wurde ein Vergleich abgeschlossen, dei - fabrr für Wollner so nachteilig war, daß -er sich noch - mv -^ "'70.000 geschädigt erklärte. Nun war aber die g a n z > (Mndung unbehelligt über die Grenze gekommen sind die viel 'Leute hatten die Waren auch angebracht und. den Erlös' in int» gestempelten Banknoten nach Deutschösterreich geschmuggelt uni "hier gegen gesteistpelte Banknoten umgetauscht. Wolluer erstattet« ' schließlich die Strafanzeige . und' die beiden Schlesinger, xLvwy. und Pick wurdm am 30. Juli verhaftet. Sie gäbe, ^zu, auch die sechs Kisten, die-angeblich beschlagnahmt waren, übe« i^die Grenze nach Ungarn geschafft zu haben. Die Waren Haber ' sie auf eigene Rechnung mn 'K 120.000 verkauft. Sie hätten sich deshalb.dazu berechtigt geftihlt, weil sie dem Wollncr vor der« Abtransport der Wäre auf Grund der vorgewieseneu. .Rech- Mingen H 72.000 bezahlt hätten und weil Wolluer den gerinaercn.,Wert nur - deshalb angegeben habe, mn eine niedriger! Provision bezahlen zu müssen. Am 31. Juli wurde das Kow sortium unter dem Verdachte des Betruges dem L a n.d e'K 4'g e r i ch t e. e i u g e l i e s e r t. 1. deutschSsterreichrsche KlassevloLterie. Der Erucnerungstermin zur lll. Klaffe endet am Abens dcs 4. August 1919. S’ Bis zu diesem Tage können die Spieler, die an der Ziehun« ,-der- M. Klasse teilnehmen wollen, die Emeuerungslose bv i Ul. Klasse der l. dentschösterreichischen Lotterie unter Zahlung dei 'einfachen Klaffeneinlage und Vorweisung der Lose der H. Klaff chei jener-Geschäftsstelle beziehen, bei welcher sie die Lose bei ll. Klaffe gekauft haben. Die Ziehung der NI. Klaffe findet Dienstag den 12. uni DomierHlag den 14. August 1919 im Zichungssaale, Wim, M. Lotliringerstraße 20 (Konzerthaus), öffentlich statt; der Beginn ij an beiden Tagen für 8 Uhr früh festgesetzt. Am Dienstag den 12. August 1919 werden vor Begim der Ziehung die 2750 Röllchen mit den spielplanmäßigen Gv' winnbeträgen der .Hl...Klaffe in das-Gewinnrad - öffentlich e'mgo

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