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Wiener Morgenzeitung · 1919-07-29 · Heft 189 (29.7.1919) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 189 (29.7.1919)
Date
1919-07-29
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 8 Men. Diensmg KSMMMRlLS. Wir:!2T MorgLKzeiturch Der fchErZLliche Dienst an den Wiener Schüler?. Mit Beginn des Schuljahres 1919/20 werden Ms frMtf* ärztlichen Obliegenheiten bezüglich d.'r öfssutuchen städtischcu BolkS- und Bürgerschulen probeweise erweitert werde-,. ftu den Aufgaben beS erweiterten schulärztlichen Dienstes /gehört die Feststellung der körperlichen und geistigen Beschaffenheit aller in die erste Volkssrbnlklasse eint'.etsndsn Kinder. Die einer andauernden ärztlichen Bewachung be? - Dürftigen Kinder der 1. Bolksschnlklasfe werden periodischen 'Untersuchungen zugeführt werden u-nd Kinder döhrr-r Klassen, Die einer-'solchen Untersuchung bedürftig sind, welche auf Grund von Beobachtungen und Messungen seftgestellt wurde, werden dieser unterzogen werden. Ein besonderes Augenmerk wird der SchulärzteMenst auf. die Beratung der Eltern der Kinder auf Grund der .Unterfnchungsergebnifse sowie auch bezüglich der Beruf slberatuug der Kinder beim Austritte aus der Schule züwenden. Auch die Verhütung und Bekämpfung ansteckender Krankheiten und die periodische s au itä re 8! e v i s t o n der S ch u l r ä u m e tver. en in den Ausgabenkreis der Schulärzte fallen. Die Lehrpersonen werben in schulärztlichen Fragen beraten und werden so nzr Mitarbeit im Interesse der Gesundheit der Kinder herangezogen werden können. Ein wichtiges Augenmerk werden die Schulärzte bei-»ihren Arbeiten auch darauf lenken müssen, vaß vorhandene Sinnes fehler der Kinder, dir korrigierbar sind, entdeckt werden,' lum den wiederholt vorgekommenen Fehlschlüssen, die Schüler als unbegabt bezeichnet haben, die nicht unbegabt waren, entgegenzutreten. Auch die Schulausspeisung der hungernden Kinder wird berücksichtigt werden müssen, S chuld Über und andere hygienische Einrichtungen werden errichtet werden müssen, um vor allem die gesundheitliche Zukunft der Schulkinder sichern zu Helsen. Die GrnLtzrmrg. Der Marktbericht. > . Die Grünwarenmär kt e waren gestern, wie gewöhnlich an Montagen, etwas schwächer beschickt. Auster Produkten nirderösterreich sicher Herkunft gab es aut dem Naschmarkt Zwirbebr und Knoblauch aus der Tschecho-Slowakei. Gestern warm auch geringe Mengen von Hecrenpllzen und Eierschwiümnen angeboren, erftere zu L 16.—, letztere za K 7.60 pro Kilogramm. Auf dem O b st rna r k t e standen nur kleine Quantitäten ii»on Birnen und Johannisbeeren zur Verfügung. Johannisbeeren kosten K 11.50 pro Kilogramm und gehen wegen dieses h o h e n V r e i s e s nur schleppend ab. Das Angebot in der G r o ß m.a r k t h alle war geringfügig. Fleisch fehlte fast gänzlich, sonst gab cs nur erwas Schrsfletsch und Reste von Wrichwürsten. Eine angenehme Ueberraschnng boten die Fischmärkte, aus denen sehr schöne Karpfen angckommm waren. Sie wurden zum Kilogrammpreis von K 23.50 gern gekauft. Sperrung der oberZsterreichLscherr Wuldbesrerr- Krrssuhr. Die oberösterreichische Landesregierung hat angeordnet: .Zufolge Verordnung der Landesregierung wurde die-Ausfuhr/ von Waldbeeren aus Oöerösterreich für t r a n s p o r tscheinpsichtig erklärt, und zwar sowohl infrischem, als auch ur konservierten! Zustande, also in Form von Obstuiark, Obstmus oder Obstsiruv. Eventuelle durch Transportscheine nicht' gedeckte Mengen von WaldSeeren werden auf Eisenbahnen und Dampfschiffen sowie bei Beförderung. mit Stcaßensuhrwerken oder Wasserfahrzeugen aller Art beschlagnahmt." Abgabe von Fsühllartoffsl». Heute und morgen werden im X. Bezirke V* Kilogramm Frühkartoffeln vro Persogege» Abtrennung deS Abschnittes „9" der Kartoffelkarte ab gegeben. Ferialmenfa. Die Hörer und Hörerinnen des jüdischen Pädagogiums, welche msi dre F e r r a l m e n s a reflektieren, wollen sich in den folgenden Tagen ,m Hochschulausschnß, Alferstrghe 23, k. Stock, bei Herrn Wechsler melden. Rudolf Feldschuh» II.» Pratevftxstze 64. Zuckerahaabe für Juni, Schweizer Schokolade, Tsichweine, Mineral- '»Lsser nsw. Geöffntt von 6 Uhr früh bis 8 Uhr abends. - Erster Wiener Ksnsurnversm. Die, Schwierigkeiten, die sich im vorigen Jahre für die Gesamtheit der Bewohnerschaft Wiens bei der Versorgung mit Tee ergaben, haben den Ersten WienerKonsumverein veranlaßt, rechtzeitig Vorkehrungen zu treffen, damit eine für die Jahreszerl voll ausreichende Belieferung der Korsiumvereinsmilglicder mit Tee stchergestellt werde. Die nötige, beträchtliche Menge ist nun hier eingetroffen und wird in dm nächsten Tagen den Genossenschaftern in sämtlichen Berschleißstellen zum Kaufe zugänglich 'gemacht werdm. _■ - ■ Bühne und Knust. ' Barietsi — &»£•'• r r. . Auf der, Kimstlerbühne R o n a ch e >, die am 1. Auairst ehre uear Spielsarson eröffnet, wird, eingebettet in ein ..überaus reichhaltiges Programm", rm ganzer Akt der Oper „F a u st" von G o u n o d gegeben. Das ist der neueste Barielchrick: Man reißt ein prachtvolles Stück aus einer Oper heraus und präsentiert es dem nachtmahlcuden Publikum. Bald werden alle berühmten Opern zerhackt und aktwerse, mit Trapezkunst, Hundedreffur unv Athletik garniert, in erstklassiger Besetzung auf den Bühnen oerRauchrhratec erscheinen. Die Wiener Künstlecschaft muß rccht- Mg einschreitm! _ der Hglrvsh. Do-niec?0ig 21. d. M. land das Einscheidn''gö'iwcl um die Klirbmelste'schaff der T''w.nsftkiion deS SportklubL Hakoah k Müschen,Brm>.o ' 6 D t r a und Isidor H a m m e nii nun statt..Das ■ ftmin-mde. höchst lmsf.cifs.ule Spiel dauerte über zwei Stunden. Nach hartem ,Kamrsi lonnte Bruno S p i vn knapp dm S:eg ertirftcii.' Beide Gegner zeigt-n gutes Spiel. Das Endresultat war: 8:6, 7:5, 8:6. Hiermit gewann Bruno S p i r n die Klubmeistersch.sit. H a m m etninntt wurde hsöcifir, W»lll E t) v e n r <* t ch errang den HI. und De. Erich F r i e bi« n n den IV. Preis. Bei den. Damen bsirb Fräulein Marianne H o r s ch e tz k y siegreich, während Frä' icn Mizzi Spirn den 11. Preis davontnrg. , » Dre TemiisMion der Hakoah nimmt-noch ein *• ** ans. Training jeden v^ontag, Dienstag, Donnerstag und Freitag ab. 6 llbr abends, Viil., Joiefstädterstraße 51. Den Ntitgliedrrn Mhrn echte englsiche Tennrsbälle zur Verfügung^ .' Drr §N.'T. K» rN Müschen. Die ungarische Meistermannschaft trug Sonutaß ein Wettspiel gegen die Münchner Repräsentativen aus und siegte überlegen 7:1 (3:0). Elrr ÄeftiKlischer NasrbmordyrrsRch. . i Schluß.! , M« Angeklagte, als deren Verteidiger. Dr. Heinrich ^'chissmann sungierie, spricht in gebrochenem Deutsch, so daß ein tschechischer Dolmetsch beigezogen werden mußt«. Das Verhör. Vors.: Erzählen Sie mrs etwgS aus ihrem Vorleben. — An g.: Bis zum 13. Lebensjahr war ich zu Hause bei meiner Mutter, wurde aber viel, geschlagen, weil ich harnleidend war. Die Angeklagte - erzählt weiter, daß sie zltr Frcm Ennna Herzog nach Wien in Stellung gekonnnen, ist, weil hier ihr Geliebter wohpte. Jm> Zeitpunkte der Tat war sie bei Frau Herzog. U/s Monate als Stubenmädchen bedienstet, Hab e aber sehr viel Hunger gelitten. Am kritischen Tage habe sie ihre Frau -frisiert. — Vors.: Wanun haben Sie an dern Tage der Frau Herzog d ri s Haar vors Gesicht gekämmt? — Ang.: DaS hgbe ich inrmer so gemacht. Des Weiteren erzählt die Angeklagte, sie habe versehentlich ihre D'ienstgeberin mit der Haarschere^ verbrannt, sie Frau' Herzog sekkierte. Darüber sei sie in solche Erregung geraten, daß sie die Hacke ergriff und einmal auf den Kops der vor ih» Sitzenden losschlng. Was dann geschehen sei, wisse sie nicht. Als etste Zeugin wird Frau Emma Herzog verhört, die unter auderern angibt, daß ihr die Angeklagte gelegentlich einnial gesagt habe, „ttenn sie ein Kind bekommen werde, w i r d s i e ihm das „G u cfü" abbre h e n"l (Heiterkeit im Auditoriun:, welche der Vorsitzende rügt.) Sonst schildert dir Zeugin die Vorgänge an kritischen Tage mit minutiöser Genauigkeit. , Ihre Angaben bestätigen den Inhalt, der Anklage. , Zeugin, Marie, Beck erzählt über das Dazwischentreten der in der Nachbarschaft wöhiwnden Parteien. — Verteidiger . Dr. Schi ff man n (zur Zeugin): Was nmchte die Angeklagte, als sie ins Zimmertraten? -^ Zeugin: Sie ftand am Gangfenster und aus ihrem Gehaben. trat unverkennbar hervor, daß sie Selbstmord durch Abstürzen in den Hof begehen wollte.' Die übrigen Zeugen bestätigen die Angaben der ersten Zeugin. Der Verteidiger der Angeklagten beantragt die , Verhandlung zu vertagen, da er die Ges ch warnen bank wegen Befangenheit ablehnen müsse. Während der Pause seien zwei Geschworne an ihn herangetreten und haben ihn gesprächsweise gebeten, er möge den Gang der Verhandlung beschleunigen, denn sie. haben sich schon ihr Urte il gebilbei. Der Staatsanwalt Dr. Soos spricht sich gegerr diajen Antrag aus. . . Die Verhandlung wurde um 1 Uhr nachmittags abgebrochen. Bei Wiedereröffnung der Verhandlung verkündet der Vorsitzende die Ablehnung des Antrages de8 Verteidigers auf Vertagung. Sodann werden die Psychiater ein vernommen. Professor Dr. Meixner legt in - seinem Gutachten dar, baß die Angeklagte an Hysterie leide, geistig abnorm und minderwertig sowie psychopathisch veranlagt sei. Der Ver- «teidiger versucht durch Fragestellung die geistige Verfassung^ der Angeklagten zur Zeit der Tat zu ermitteln. Nach kurzer Beratung über die Fragestellung begründet der Staatsanwalt in seinem Plädoyer dre Anklageschrift Verteidiger Dr. Schisfmann spricht in seiner Einleitung zum Plädoyer über die Moralkrise, in der sich die gesamte Menschheit befinde. Neüer den Fall selbst bittet er die Geschwornen, iit Anbetracht des jugendliche« Alters der Angeklagten, um Milde. Di» Geschwornan brachten nach. einstündiger Beratung folgendes Ergebnis zurück: . Erste Frage (versuchter Raubmord) 12 Ja. Zweite Frage (schwere körperliche Beschädigung) 7 Stimmen Ja, ü Nein. Dritte Frag« (Sinnesverwirrung) 12' Rein, Somit ist die Angeklagte des versuchten Raubmordes' schuld i g ge spro ch e n. In dem Strafplädoyer empfiehlt Staatsanccälr Dr. Soos dem Gerichtshöfe die Anwendung des autzerord^ntlichen Mil^.-ungSrechtes in Anbetracht der psychifx, nitnoerwertigen Bc-tanlagung der Angeklagten. Der Gerichtshof verkündete nach kurzer Beratrmg das Urteil, wonach Rosa Br in dl er zu fünf Jahren schweren 5k e r k e r s verurteilt wurde. In der Nechtsbelehrung führte der Vorsitzende, Hofrat Schnabel aus, baß der Gerichtshof aus den: von der Staatsanwaltschaft vertretenen Standpunkt von dem außerordentlichen M'lderungsrechte Gebrauch machte. Das vor« Dolmetsch' ihr verständlich gcniachte Urteil nahm die Angeklagte ruhig aus. D«ei «e«e Schriften zur Diskussion des jüdischen Problems erscheinen demnächst im Verlage R. L ö w r 1: Dokkor Ignaz' Z o l l s ch a n Z „Revision des jüdischen N a t r o n a l i s :n u s" wird durch seine neuartige Stellungnahme zu dm nationalen Problemen ungeheures Aufsehen errca-'n. Der erste Teck der ^Kritik des Z t o ti: § m n 8" '• x Heinrich Margulies wird glerchsalts eine erregte Disk-si,um tt&tr die Gnmdlagm des Zionismus zur Folge haben, /lapharl S c! i g m a n n 8 ,/B t d b 1 c m? d e s I n ' ' c n e n m 8" siigl Jtci) als drittes M die Ende hrr Biicocr r ■: ■ ■ - v iionMchen Probleme ein. Bordesl^.inng e. - .» m-.n »cr Verlag R. Löwü. Wien, l,?Vl?!fd)niai u i. . Die GoAleschalrer Pogrome. Den Zureden dc8 Hausmeisters nud der Marie Vecc.g, die den Plünderern vordielk, daß btc Gattin des SÖccr in anderen Umständen m, gelang es, die Leute zum Abzug zu bew'.'gen. S>e verließen die Wohn.',um, stürmten aber die Fnbrtksnwgazine .wo Beer. Dort raubten sie alles, was mitzunehmen möglich war, Das übrige zrnchlugen.ff«'. Auf die Frage des P»rsti;cnde.-.l erllä't der Zeuge, käst er vom Fenster aus i.-u-n-, wie dw Pliiudrrer eme Menge Ballen Tuch aus dem Lot ul weaaelchleppt haben. (Zs habe ihm I um me-.st:n g'sch-.ucrst, d -'- auc<-, Hunt wie von Kindern sich daran | befestigten, (y'.rn 7 ll;nf? ich brach im Hause d'rS Beer bei 1 Mem arwrsjen Grüubecg ein Brand aus. Ungeachtet der Lebens» 29. Juli 1913 Et. 189 gefahr begann Beer z« löschm. Die Soldaten, die man um Hilft anging, erllärten i „Wir werden nur dann löschen^ wenn Sie m» gutes Mittagessen zahlen." , Der nächste Zeuge Mikulik bestätigt die Aussage des Beer,'" ebenso die Zeugin Pumperla, die von den Plünderern.mit voller Sicherheit den Rudolf VankovZky erkannt hat und angibt, dast er eineu Revolver in der Hand gehabt hast Bankovsky gibt zu, bei Bcer gewesen zu sein, bestreitet aber, cmcn Revolver gehabt zu haben. Der Vorsitzende tragt die Zeugm, - ob n.cht Beer versucht habe, ne durch Versprechen emes Kleider-- geschenkes zu einer für ihn günstigem Aussage zu be- >' wegen. Die Pumperla bestrettet das. Sie habe kein Kleid bekommen, nur ihr Bub habe einen Anzug geschenkt erhalten und dnZ schon in cmem Zeitpunkt, als ne von Bcer entlassen gewesen sei und aus Grund eines schon früher gegebenen Versprechens. Die nächste Zeugin Marie V e e et a' bestätigt, daß 'sie sich unter den Leuten, die bei Beer geplündert haben, besmrdrn hat, ' und daß sie die Plünderer aufforderte, das Haus , 8p verlassen, weil die Gattin des Beer m änderen Umständen' jei. Darauf strgte ein Znasiührer: „Du verdienst ein paar übers Maul, weil Du Dich der Juden anuimmst." Der letzte Zeug? rn der VormiftaySverhandluug Angelus M e i s e l, besten Geschäft ganz ansgcplündert ww.de und der einen Schaden von K 148.000 erlitten hat, werß zur Sache selbst nichts Neues anzugeben. ' . S'm ZwLNZigjährigeu ermordet eine« BLerzehn- - jühriseu.,- Unser Bericht Über dir Schwurgerichtsverhaudlung gegen den Handlungsgehilfen Friedrich B i e h a w k a ist dahin rlchtig zu stellen, daß der Angeklagte vom Rechtsanwalt Dr. Eduard Korten (nicht Dr. Fischmann, wie es dort irrjümlich hieß) verteidigt wurde. ,__ Aufgehobene Verurteilung. Am 14. April d. I' wurde Frau Dora M e n d e l s s o h n, XU., Schönbrunner-, straßr 293, wegen Umgehung der Mieterschutzordnung zu L1600.— Geldstrafe oder zu zehn Tagm Arrest verurteilt. Die Landes* regierung hat dem eingebrachten Rekurse Folge gegeben und d a s Upt.eil aufg eh o b eu. > DZr VolksWirt. Das MMardesdestzU. Budget 1919/20. Die Staatsregierung hat den Entwurf eines Fittan'gcsctzcs samt Staatsvoranschlag für das Berwaltungsjahr 1919/20 tu der Nationalversammlung emgebracht. Im Staats-. Voranschläge sind vorgesehen Gesamte Staatsäusgahen . V .K 8.441,795,309.— Gesamte Staatseinnahmen . . . .8,4^4,400.125.—r Gesamter Abgang. . K 4.987,395.184.— Hierin sind inbegriffen alle Staatsansgaben und Staatseinnahmen der-deutschösterreichischen Verwaltung^ ferner der nach dem Bevölkerungsschlüstel veranschlagte Anteil Deutsch* ö st e r r e i ch s a n d e n L i q u i d a t i o n s au s g a b e n (Einnahmen) des früheren. Oesterreich, endlich Pauschalansätze für jene Staatsansgaben (Einnahmen), welche im Falle der politischen und wtrtjchastlichm - Anglicderungder derzcit der dcutschöstcrrcichischen Verwaltung entzogenen Geb:ete (insbesondere D e u t s ch b ö h m e n ck n d S u d e t e n l a n d) zu gewärtigen sem würden. Wevbeu die letzterwähnten Pam'chalansätze a u s g e s ch i e d e«, so 'j verbleiben einschließlich des Anteiles an dm Liqutdationsarrsgübm (Einnahmen) folgende Ansätze siir Klein-Demschösterrerch: -/ StaatSquSgaben . . . . . .. , . K 6,546,935.167.— Staatseinnahme« ....... . . . . „ 2.518,280.614 — oder rund Abgang . . K 8.993,644.553.— 4000 Mlllione« Krsnen. Während der Staatsvoranschlagsentwurf für das erste Halbjahr 1919 nur auf Schätzungen und für den Umfang-des ganzen von Deujschösterreich in Anspruch genommenen Staatsgebiet ganz von Deutschösterrcich , ausgestellt wurde, ist der voruegende Staätsvoranschlagsentwmf 1919/20 auf Grund der Pr-alimmarantrÜge aller in Betracht kommenden VerwallnnaZbehörden aufgebaul uud den gegenwärtigen tatsächlichen Verhältnissen möglichst angepaßt. Der Anteil Deutschöfterreichs an der aus gaben (Ginnahmen) de» Liqutdattonsdes früheren Oesterreich würde mit rund 24°/o seftgestellt. welcher Schlüffel dem Verhältnisse der Emwohnerzahl der m deutschostcrreichifcher Verwaltung i stehenden Gebiete zu jenen des früheren Oesterreich entspricht. ,,, . , ' im StaatsvvranschlagSentwnrf 1919/20 Es erscheinen folgende Ansätze: Etatsbezeichnung ordentliche A. Rein deutschösterr eichische Etats (Kapitel ' 1 bis 84). Staatsausgaben 2.065,118.941 Staatseinnahmen 2,072,871.449. Abgang A Anteil 9.D ent s ch 8 sterr e i ch s am Liquidati o n8e t a t (Kapitel 35). Staatsausgaben Staatseinnahmen Abgang 6 . außerordentliche- Kronen - 'zusammen' 3.801,706.204 5.866,820.14;5 409,087.381 2.401,456.780- + 7,257,509 - 2.892,61.6.873 2.885'O'O» '-'M' 825,070.000 8,873.664 822,696.435 'S .1 Summe Abgang A-j-B 815,438.927 C, Pauschalansatz für die der d e n t s ch* österreichischen B e rw altung ent* zog-neu Gebier?. Saatsausgahm 956,5'0 >35 Slci,iisi>irr,mhmen 780.^08.070 85 ' ' 6-1,4 lo ' 29.'.^' >. 3.183.2..h.6r!6 3.908 644.558 •|| ü , - :t'i 1 |0\'03 18H 06!' i‘>r» i ■> i I/ O s-i ' 112 »■I : I i M 1 Abgang 6 . . 175,542 656 818,207 07 > 980.750.681 v. tz) e s a m t* . summe A-j-V-4-0. G..snn'.e StaatSausgaben. . . 8.846,?.; .7;.»! . . i '0 Geiantte Staatscmoöfjntcn 2.8.'-;..v:o : i-o y .i.:;n,ioo.l2'> Grsamta-MNg . 9ÖÜ/J81.ö83 8.990,418.601 4987,895.184

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