Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 186 (26.7.1919)
- Date
- 1919-07-26
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 8 Myr, Samstag Wiener Morgenzettnng 26.'Juli 1914 Nr.'lM noch!«kt L 80.000.-. MZ sich der größte Teil der Räuber entfernt 'chatte, kam Mötzlich ein Mann mit geschwärztem Gesicht nnd verlangte von ihm Geld mit der Begründung, er habe ckemen Anteil erhalten. j. Dramatisch gestaltete sich daZ Verhör des 31jährigen «Ab-e^rham Grätzer, deffenSohn Hugo bei fee» Plünderungen erschossen wurde. Der >v«n den vielen Leiden gebeugte Greis, der wahrend, krs Krieges der^T Sohne verloren hcit, setzt sich mit Erlaubnis jd6S Vorsitzenden ans einen Stuhl. ÄS ihn der Vorsitzende fragte,!wie groß fein Schaden durch die Plünderungen sei, sagte er mit gekrochener Stimme: „U n e r s e tz l i ch! M e i n e n S o h n ß^an« mir niemand wiedergeben." Er und seine Wattm wurden schon vorher von ihrem Dienstmädchen gewarnt, saS ihnen nmteilte, daß etwas gegen die Inden bevsrstehe. Gegen;*/aS Nhr nachts wurde Grätzer von' dem Drenstmädchm geweckt, das mitteckte, die Minderer seien schon ins Hans eingedrungen. 'Einige Mirmtcn später erschien ein Haufe von Plünderern, unter 1>enni Grätzer die Brüden destftieift erkannte. Sein Sohn Hugo trat ans die Plünderer zn. rmd bat Ke, demGreise nichts zn t« n. Er tverde selbst die Schlüffrl nehmen und alles auZfolgen, waS sie wünsch-u. Dann ^öffnete Grätzer die verschiedenen Kästen. DaS geraubte Geld. K 7000, wrrrde sofort verteilt. Während Größer den Plünderern zÄrtzt den Bücherkasten anfschloß rmd sein Vater zwei Schritte hinter ihm abgekchrt von den Plünderern stasd. siel plötzlich von rückwärts ein Schuß. Hugo Grätzer siel ans seinen Vater und die schwere Last des starken ManneZ riß den . Greis mit zu Baden. Die Kugel war ihm durch daS Rücken« mark gÄwrmgen und beim Bauch hsranSgetreten. Der herbei« »gerufene Arzt wurde auf dem Wege von ^e «Plünderern aufgehalten, jo daßHngo Grätzer unterdessen verblutete und starb. Der alte Grätzer ktsfk den Verdacht, seinen Sohn ersch offen zu haben, auf erneu Minderer, den sem Sohn als ern eu K a m e r a d e n a us d em S ch ütz eu g r a b e« erkannt und befragt habe., warum ör bei den Mmderrmgen mittue. Wahrscheinlich habe dieser Hngtz Grätzer deshalb cmS dem Wege rämnm wollen. Bemerkenswert wsr auch die Aussage deS Ludwig Nasch. Dieser gab an, daß gegen 12 ti$t in d^S Zimmer, in -daS er sich mit Frau und Kindern geflüchtet hatte, eine Anzahl Plünderer emdrangen, als dessen Führer er StamÄavS L « st i g nngab. der mit vorgchaltenem RövoLver auf ch» jmkst wk dm Worten: „Ist das der Nai'ch?" Auf die erfolgte Bexchrmg s»Oe er'zu der Frau : „Fran und Kruder tzmmS!" rverderr hrev Jmc$ea Prozrtz «racherr^. Nasch glaubte sein letztes StikÄlein yekommen rmd §&£, man Möge ihn am Leben lasten, wobei er wagte, was die Minderer Mgmtlich wollen. WS diese geantwortet hatten, ste wünschte» Geld, psb er ihnen ferne Brieftasche mit ungeKhr K 160,— und «sTgte rhnen auch bte Schlüssel M Grschäftskaffe aus. Eure S?.n InftiZirrLAW. Affäre, die seinerzeit in dev Wiener NesthLMtvelt Kvoßes Aufsehen erregte, war der GegsrHerck einer Derhmckrknng vor dem ErkenntWi^rrichte, in d« der ModewarÄchändler Wilhelm Balassa wagen BergehenS des Kettenhandels angekkagt erschien. Schon im Jahve f9T6 tmtbe gegen Balassa eine anvntzme Anzeige wegen PreLLr-eröerer erstattet und bab BezirKgericht Foftffsradt verurteilte ihn zu einer Gslostvafe von K. 600H. Balassa führte dagegen die Berufmeg auö und der AvpeklsenatkaMÄe das Arteil und sprach d^eu Beschuldigten frei. Innerhalb der Zeit zwischen Nerrrrteilnng rvrb Freisprechung wurde nun Wilhelm Balafsa m die sensationekke ÄWäre der Eeidenfirma S. Kary verwickelt, und zwar, wie fwj nun» mehr yeranssteMe, ohne jedes eigene BerfchuLsr und nur infolge eines merkwürdige» Zufalles. Gerade in dem Augenblicke, als eine behördliche KsmmMon in dem NvfchZfMykale der Monm Karh eine Nevisio» vsrnahm, sibervvachLe ein KesWft'sdisnLr Balassas eine Post SeDenwarvr, Re bisfev Kdrh verkauft hatte, zur AöliesLvung. Die Ware wrrrde Seschlasnahnrt, dos sofortige Eirrsthrsiten gege« BÄassa wegen Verdschtes des KettenhaLdels augera-drrä, bas GeWAsMokal gesperrt und das gesamte WsDenlaser beschkagmchmt. Eine» wesenMcheu Anhaltspunkt ftbe d« Nermnttrug, daß Balasfa an Len Geschäften KaryS betekktzgt war, biLetv jene „Vorstrafe", die dann «mmiliLrt wurde. Ms sich ergab, daß Nalassa an Kaeh Nberhoupt rmr jene W«oe als elfte rrud Äuzige Best veokmP hatte, wurde die Sk^eleAttcheit Bal^sa ans de« Berftchren gegen Kary ansgeMeden, jedoch wurde gegsn ihn die Anklage erhoben, bqtz er durch den Einkauf des frqglichen Postens Ware, durch den WeÜartzerLmf an Lartz ^eLLesgandel getrieSLu habe. Der LngeSagte pvoiesttevte. leWrft gegen die erhobene AuWrkdtgung. Bakaffa g«L ryr, er Hose die Ware <m eine SeÄrsnstrma firr ihr Detaikgesthäßt NÄ dem Lächerlich gering« Wutzen von Pro^nt ver- Smchk, mck Kvsr um K. '4S per Meter, währsrrd AefeKe Ware bei de« Faürüanle« K. Lv per Meter bssiete, was auch Herr Larh »als Zeuge brstÄigon werde. Ze«D«w« anHagen und das wettere DsweiSverstrchren SestLl^en die MchWkE dies« GsrantwortTurg. Der VerichMsf f8Me daher wPe^Vr e*fca freisp.re chan.ö sS ErkermtniS. Eirr vsrLVMrs«s«Erdrgyr Lemfbnrfche. Der ISjLhriss Rudolf Havel war feit bei? vorige» Jahre bei der ÄllgemeüM DspoKtenbank ä& Laufbursche ” »ieustet. Havel war leichstinrng deranlogt mrd Poll de« gefaßt haber^ sich bei der ersten VewgenHetL i» de» einer größeren Geldsnmme M fetze« und ins Ausland zu flüchten. Er betz-rach sich mit seine« Fveurrde, dem SSjLhrigen Hilfsaebettvr Franz O'hlcnschlSger, der sich WÄer mit feinen Wtevn darüber ins Vi«ver«ehmen setzt«. Me Elter« versprwchon Wvberung nud BeihSKe. Der Bawr des Fttmr OchlerrtzMgsr, Franz OAenWÜiger sen. sichte s^wt den h^karr, dan jugendliche» Vefra«dante« zu prevke-rr. ' MS nun einige Beamte der DepottkenSsnk Kavek vetmftraBeu^ Deld im Betrage von K. 14SDOS der der Kaste dev Stzmk bchrchS MstempeÄmg edrznLsvhsn, km» HavÄ dichöm S^fwage nicht mehr nach, ßsndsm &«$«$ sich matt ist IHe Mchmmg d-s Wo«sthKg«v und »»Mktedvä^ wid er z« bm» ]Ifefte geLsmmeu fet K«mz LMwtjchSger rs&m ihm tts ganze Mkdsirmme SK «AfS. Sv»S ab «rd gmg mit dwn «Me zu Mnem B-absr. Im tw H«H ring v2 bsdiimst-Lt-n HaüsSvforg« M LItzKsMAM, der das NE» in eiv-em }&toAb.'fa«!>gimm>. steLik-e. Ädr dam Schwurgerichte unter Vorsitz de- MoMvdesdPilichiSnatsS Ar. Kaeob sisaanv fmto bU lWchmKrnz ßjMBi HavÄ und fcnf MtzÄed« U* »mu Wege« B«b«che»S der Vernntemmtg. rmwan Kr. Aacher vertritt dir ÄnNage, o& fungiere«: Dr. DL-u^Sc r, Br. Dr. W e Dc. LMst-ban k u»d Dr. MnS AuW. Mr toe&eH. JHer Sport. Sportfest der Häkoah. Am. Somitag den 16. Angnsi findet am Hakoahpsatz ein Sportfest statt, veranstaltet vom Jüdischen Jugendheim, mit 'olgenden Konkurrenzen." ■ - I. T e i l- 1. lOo-Meieb-Knabrnlauferi, offen für Jugendliche bis zum vollendeten 16. Lebensjahre. 3. Stasettenlaüfen 4X1M für Knabm, offen für alle Jngendorganlsationen. 6. Laufen über 6OO Meter, offen für Knaben bis znm vollendeten 16. Lebensjahre. N. Teil. 1. Laufen über 100 Meter, offen für, Neulinge, daS sind solche, die beim. öffentlichen Meeting bisher noch nicht äugetreten sind. 2. Lauf«: Über 400 Meter, offen für Nrnlinge. 3. Stafettenkaufrn viermal eine Runde zirka 360 Meter, offen für Ncnlmge. 4. Stafetten 4X100, offen für Nenlinae. 5. Laufen über lüOO Meter, offen für Neulinge. Hl. Teil. 1. Laufen für Damen über 60 Meter. 2. Stafettenlaufen für Damen 4 X 60 Meter. IV. Teil. 1. Stafette, viermal eine Runde mit Borgabe, offen für alle. 2. Stabhochfpr'mgen, Schauvorführung. Mopositivncn für Leichtntbletik: Startberecktigt sind alle Mitglieder der dem Zentralvrrband a««schkoffeum Gruppen. MekdungM sind zn richten an Sporttlub Haksech^ l^ Konlordiaplatz 4. Nmuungsfchluß Montag den IO. August 1013. _ Die Hsftoich, MeKtz, irr Krakau Die DiMer Hakosh absolvierte am 18. d.M. ihr Netonrftziet gegen bm S.-C. Jutrzrnk» m Krakau. Das Wetttzriel endete 3 :3 unentschieden. Hakoah mußte für beide Berteitzigtr Ersatzlmte Änstellrn, von denen der rechte total versagte. Bei Jutrzema gefielen die sinke Seite deS Angriffes mrd der Tormann. B« Haksah konntm sich nur Fantp 'md> Brückner dmch ihr faires und umsichtiges @#<£ emszeichnön. Die AeiKmeges beider Parteien wurden durch de» Ball, der nicht eümnÄ die Hälfte des vorgeschriebenen Gewichtes hatte, sehr beeinträchtigt. Go vergab die Hakoah drei „(g&r hintereinander, auch wurde von beiden Seiten zwei Schritte vor dem Tore haushoch v«- schoffcn. BaK» nach Degüm ermelt JutrMka ans einem Borstoß, bei dem sich der rechte Vcckoah-Verteidiger schr ungeschickt bemmmt, da§ erste Tor. gleicht durch KkeinzWer U aus. Mrt diesem ResnÜat (i: 1) wevd.en die Seiten gewechselt. Jutmnka wringt bald hm mhvskden Tveffer. Nachdem Hakoah drei ^Elfer" hintereivaMr verfchicht, sendet Vrüchnvr ans einem „Elter" ein und zieht damit gßchch. Der Schiedsrichter war äußerst schwach, so daß ihn das zahlreiche Publikum in den Entscheidungen kräftig unteMtzen rmchte. H, Fl—g. Die ungaristhen F«tzbaLer in SLddeuHchlemd. Der M. T. K. konnte auch s-sin zweites Spiel, das er in Nürnberg zur AuStzragung brachte, siegreich beenden. Der Halbzeit stand das Treffen 1: O, Schlußsiand 3 :0. Der Nürnberger F. C. ist die Meistermarmschaft von Süddeutschland. tKadfer»fa»hrt »»Amrd um Wie»". Nach sechsjähriger Unterbrechung kommt morgen wieder das Radrennen „Rund um Wien" zur Austrvguna. Der Start erfolgt um 6 Uhr früh bei der Straßenkrsu-Mg Äopoldan—Wollersdorf nnd führt nmd mir W«n auf eurer ISO Ktsvlneter langen Strecke bis nach Schwechat fKiksmetersteM 9). Die ersten Fahrer dürften gegen 2 Uhr beim Ziele eintreffru. Dos Hakoah dürfte die Herbsisaifo« am 8. August mit einem Wettspiel in der Provinz eröffne». IF M-M BERNHARD MATER Wiea,fl.,Tafi8rstra8se 8d, 41184, 48188. vmehMr-gg aller dus^rArrise» «»a d-rreseschSNllche« l^svrssitwne». LelSekrrazen ln lsufenSer llrclmuLg m lWÄsrertze« vesr»sm»srn. WstMM-ne« lerrresker. 5012 Der WEsWirt. Die Handelsrmd 8nl»«ftrrsa;VtM«ng M bem zwnPHcheir PEstirra-Depavtemeut in London. Die ÄVte<e fAr Ha«del und Judnstrre bei de« zionistischen Palästina^ Departement inLoudon versendet sokgendeS Rund" schreien: In dem allgemeinen Arbeitskomplex, der in allernächster Zeit zur MLeixrwsckung und rqschm Enttvicklung des wirtschaftliche» LebenS m Palästina in Mgviff genommen werden maß, wird naMich ein beträchtlicher Teil «ff die private Jnitiattve entfalle«, und unsere nächWegende Pflicht ist eS jetzt, diesem Zweige der jüdischen Arbeit für Md in Palästina die Angehendste AusmEuvkeitz-u widmen. Die AßbÄung für Handel und Industrie übernimmt als ihre-fpezreSe Aufgabe , denjenigen Zweig der PsWmaavdeit, der Pi H a « f H ^nWe^l « wd jlt^t fr e z i e h t. Die tkEermhmttttg« «yd Plötto privater Gruppen und einzelner Perwvr» für die EüMrwrg von Mrrsirisllrn und HaitdrlSunter* «ehnmug« in PEdra «üffen mit de« Ersordermffrn und MSgLchkett« des Landes ür solcher Welfe ln GmKang gebracht werden, daß ß» aufbeste fedu« fos i a l e n F o r t s ch r i t t «ch ßch» *t*4s ch..«^E ch< Entwicklung Dchaw. sioch« Rcktzabe wird es fern, der privaten JMat^ve nnd de« peittt« WeternchnumgS^oist dusch genaue Information nnd praNGche NassthK^ den rWigon.Mg. z». -weison. Unsere Ab- ' eiüm^AMMMO l ««MÄchttt... der den Handel-- nnd Jndustriebebingunge« im Lande Md dm jeweilig geltmdm Gefttzm rmd Bestimnmngrn über dieselben gewidmet ist. Diese AnSkmrftei wird zum Beispiel über folgende Punkte Jnformatisn erteilen: L) Charaller, Qualität nnd Herkunftsort vo« Rohmaterialien rmd Waren, die bisher nach Palästina mwortiert wurde«, sowie den gegenwärtigen Bedarf im Laude für solche Materialien und Waren b) Zoll Md Zollsätze und ihre Echel>mrg; of Frachtkosten per Eisenbahn und Waffer; ä) SchOSverhültmsse ufw. . Sie wird sich ferner mit den Chancen für industrielle Tätigkeit in Palästina beschäftigen sowie mit der Produktivität des Landes zu jeglicher Zeit. Um zu verhüben, daß private Unternehrnüngen. mit einander kollldieren, was mfokge der Unkenntnis und Ungewißheit der gegenwärstgm Lage in Palästina notwendigerwelse geschehen muß, ivird ein Register aller privaten UnternehmMgeu Md Bor- - bereitnngen für komrue^Me oder industrielle Tätigkeit angelegt werden. __ Die MerLpapierdePsLZ ZfLerVeichis,chSV SLuatsmrgohIrLger. ' - . . Die „Ungarische Post" meldet: Der ungarische Gesandte . Wikhem Böhm hat an dm Staatssekretär des Aenßeru Dr. Otto Bauer ein Schreiben Mrichtet, indem es heißt: Infolge der ans die Bemmchignug der deutfchvsjerrrichffchm Oeffentüchkeit abzi<lmdm wredechollen Ausstreuimgen,, sehr ich »lich veranlaßt, im Namen d e r u n g a r i s äi e ri Räteregierung folgendes mitzuwKen: Die Rätcregieruna hat bezüglich der fet bsmmWg«: Bevwahrmrg sich besiüdeuden Wertpapiere eine Bewrdmnm «lasten, die tm Wese« die Feststellung des Bestandes der Vamtapapicre bezweckt. AuZschlicAich nur zu.. diesem Zwecke wnrde« alle Wertpapiere der GeMnstltutsMtrale übmoiesen, wo die AvfavlmtMg des Materials erfolgen wird. Ich beehre mich im Namen der MgarifchM Rktteregierung wiederholt zu betonen, daß die W e r t p a p i e r d e p o tS fr enn.d^r Staatsangehöriger wederbiS jetzt inAnf p r u ch g e« o m m e n würbe«, «och aüch in der Z nfünft in Anspruch genommen werden, weiters, daß m jedem Falle der, Besitz der AüÄänder, in erster Lmie der D e n tf ch ö st er.r e i ch e r, durch die 'ungarische Rätevegierrmz unbedingtrespektiert wird. SLsKUMAtchme dsr Wlznnv BSrsekammer M den syVbetzens^eL^KMttKekr. . Die Wiener Borftfaamucr versendet nachstchcnde Verlaut* bamng: Schon bei der «sie« Durchsicht der bisher nur in ver^ einMe» Exemplaren zugänglich aewordenen, in deutscher Spracht noch nicht vorkregenden endAMigrn Fricdensbediyaun^kn für Deittschdsternich verstärkt sich die von der Wiener Börsekammer ' bereits anläßlich der UebevreichMg dr§ ersten Tellrs der'FriedeiiS» bedmgungen krmdgegebene Ueberzrnglmg, daß eine Aufrechterhaltung der Mntftchrn «ntz privaten finuMellen Wieilchaft Dentfchösterre<chS nur dann zu tthoffm ist, wenn die Entente den von der denffchöstrrreichffchen Fried eusdelegation schon erstatteten und noch m erstattenden AbünderungSvorschtäsen noch im letzten Augenblicke in wertem Umfange ftattoiirt. , Uebsr die Befestigung des wohl als die schwerste Ungerech-' tigkeit des ersten Entwurf emHunfreu-en Artikels 49 kannnur Beringe Befriedigung ans!o.«Mtsrr, da du: Anfrechttthalkung des Umrrch«u»tzSfchMelS in Artikel 54 allein Demfchösierreich erdrücken müßte und die «enm siVMtzreS«r B-edmgnngen, insbesondere über die Berte-llMg der KrioMchwlden und die R-geümg der Noteu- - schuld die erfolgten ZüMftävdnisie mehr als arckycbrn. . . Nin' weites Entsegenkommen hm die Friedenöbedingungen als durchsührbar und damit aMehmbar erschemen lasseu. . Grrre ProdrrfriLontzS^fe Ln Olmsitz. Prag, 25. Juki. (Meldmm deS Tschecho-flow. Preßbur.) Auf Ellffchreitm dcs Mgeordneten Rudolf M l c o ch teilte Handelsunmsier Dr. H e i d l e r mit, daß die ErrichtMg einer Produltenbörs^ in O l m ü tz eine fertige Sache sei. BeschLagsrahMst tses* UrNzLartoffeln. Ln Tschechien., Prag» 28. Jnli. (Vkeldung d^ Tschecho-flow. Preßbur.) „TribMa" rrklftrt, daß das Mmistmum die ganze Ernte der Frühkartoffel« bescklaMah^t bat rmd daß sie zn einem Preise, der bereits frÄhsr für oen freie« Handel festgesetzt wurde, werden abgegebm wervm. ErrgLmrds Gxpoetforgs« rvezM KsHlettmarrgeL.! Amfteuvmrr, 24. Juli. Der Präsident drS englische«^ HandeksanttoS, Sw Eric G e d d e S, erklärte im Nnterhausein BeantwortE einer Anfrage, daß die Ernfuhr deS Bereinigten Königreiches rn den mit Mai' 1919 endiLtuden 12 Monaten einen Wert von rund 1SSS Millionen Pfund Sterling barstelle/ wäl)rend die Ausfuhr den Wert von SSS'S Mrksionen Pfund' StrÄmg betrage. Die Einfuhr der Bervmigten Staaten von Amerika in derselben Zeit habe 593 Millionen Mund Sterlinge betrage», die AuSftchr Zugegen 1415 MiAomn Wnd Sterling.. Gebdcs sprach die Befürchttmg auS, daß es England schwer^ ffrllm würde, seinen Export zu behaupten, wenn Sie Kohlen-' erzeugnng nicht Nmchme. SchLtzrrngs« der smeMsnLschen A«cksrerrrte»' Naiv-BorL, 28. Juli. Die Regierung schätzt den Ertrag der Zuckererute ans 3316 Millionen Psiwd. ZttweLfrrAg grZßerer Motrg-rn Gerste , tschechische BrÄNsreisn. Prutz» 25. Jrrll. ^Tschecho-flow. Preßbnr.) Soweit cS sich um die Zuteilung vün Gerste an ixe tschechischen Brauereien in' der künftigen Kampagne handelt, erklärte das SlaatSgetreideamt,. daß es nichts daaegen emwenden iverdr, daß den. Brauereien eine größere Menge Gerste zngewiesen werde. Die Brauereien uiüffcn sch aber die Gerste Zertifikate, die vom Gclreidcamt, nicht also von den Kommissionären, ansgtgebcn wvtdrn, besorgen. Das beabsichtigte Syndflal behufs Ausfchverleichierung von Bier inZi Ausland wird wahrfchirnÄch istcht errichtet werden. FreigKde v^r GL«- unfc ANSsrchr von Leder m DerrtWmch. ff Drvtt», SV. Juki. kTck.-Komp.) Die E i n- und A « fuhr von Leder ist nach einem Beschlnffe des Ausschusses! Dr Voltzwtrtfchajt wieder gestertttt. (®fhtfH$e AusfichLen der rrrmLttrfchen Er«ite.- ZSxUavtfh, 24. IM. Der Agentur ^Dscia" zufolge, gibt W DiMieu der landw'MchaWchm Arbeiten bolanut, dW die EMen vSlvKgkch ftrhem. Der GchM der Gerste und deS ÄchrirS. hat beoormen. Mchsie Woche nimmt, der Schnitt des Weizens in der Dsbmdfcha seinen Anfang. Die Ernte verspricht sehr out '' wrrdm. Ma-n erwartet eine Dnrchschmtrüenlte von 22 Hmt^ 339776