Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1919-07-20 · Heft 181 (20.7.1919) · p. Seite 7

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 181 (20.7.1919)
Date
1919-07-20
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
88% known words query
IRI
…/2979076-2979077-2979258--01617-2987039
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

181'* .. Wien, Sonntag. Wiener MörgenAettnng^ "TT: mit 2p: §ärim Seite Pogromhetze in Baden. M'.tr, Wie linST in später Mchtstnnde aus Bad e n bei Wien berichtet wird, wurden dort gestern an den Häusern viele Hunderte von Zetteln angeklebt, in welchen unter den. unflätigsten Beschimpfungen des Judentums zu, Ausschreitungen ge-gen die Juden aufgefordert wi r d. Einer der Leute, der beim Amleben eines solchen Zettels Betreten und verhaftet wurde, gab au, er ,sei vom. K'o'm mu irrst enführer W i p p e l ' i iv-V 'ö' s l a » gedungen Word e n. Die jüdischen Gemeindevertreter ' von Baden Wandten sich an die Behörden, erhielten, ober nur ausweichenden' Bescheid, so daß in den jüdischen 'Kreisen. otoße B e u n ruhi g u n g /herrsch t, obwohl die 'Polizei von-den Parteileitungen die Zusicherung erhalten hat, daß oie Demonstrationen ruhig verlaufen werden. f -—-±-- ’ . •■■ / : Zur Berufswahl für die jüdische Zugend. Infolge des Zusammenbruches sind alle sogenannten Jutelligenzberufc. überfüllt und gilt es, die Heranwachsende, jüdische Jugend -dem Gcwerbestand znzuführm, welcher derzeit die besten Aussichten bietet. , Nicht nur in Deutschösterreich, auch un ganzen Ausland fehlt es an geschulten Arbeitern. Die Löhne -sind ganz bedeutend gestiegen und das Einkommen eines tüchtigen, Arbeiters , ber weniger Arheitsstuuden ist oft höher als das eines Beamten, Advokaten oder Arztes. Aber auch das Ansehen, dessen, sich, dev Handwerker' erfreut, ist bedeutend gestiegen und wird in einem sozialistischen Staate immer noch mehr steigen Die Fachschulen, sowie die Aussichtenauf Selbständigmachnng bessern , sich und gerade in Deutschösterreich wird die Pstege der Edelarbeit und des Kunsthandwerkes der intelligenten Jugend eine ehrenvolle und gewinnbringende Beschäskkgung bieten. Der Verein zur Hebung der Gewerbe hat es sich daher im Einvernehmen, .mit der israelitischen Kultusgemeinde, dem Jüdi- .schen Natioualrat, sowie zahlreichen jüdischen Bereinen angelegen sein lassen, sowohl die männliche und weibliche Jugend, als, auch 'die .Lehrherren auf die Wichtigkeit der Zuführung der jüdischen Jugend, zum Gewerbestand aufmerksam zu machen. Jüdische .Eltern und Lehrherren mögen sich vertrauensvoll an dm' Verein für unentgeltliche Arbeitsvermittlung, Wien, H., Taborstraße 59 Mmtsstunden 9 bis 12 Uhr) wenden, wo die Berufsberatung, wieauch die Arbeitsvermittlung zentralisiert, wurden und wo bereits eine Anzahl von freien Stellen für,jüdische Lehrlinge uud Lehrmädchen vorgemerkt ist. Dort wird eine gewissenhafte Auswahl und Zuweisung der für den Gew.erbestcmd tauglichen Jugend getroffen werden. - " :; Wirtschaftsgemeinschaft jüdischer Festbesoldeter. - Wir erhalten folgenden Aufruf mit dein Ersuchen um Abdruck : ' ' ... s „Jedes Gewerbe und stder freie Beruf bietet seinest Angehörigen stets eine mehr oder minder günstige Lebeusmöglichkeit: ganz anders verhält'es sich jedoch mit den Festbesoldetey/ die auf ihr leider allzu karg bemessenes Einkonnnen augewiesen sind. Bleibt cs nun den Gewerkschaften Vorbehalten, die Einkommen- Verhältnisse der Arbeitenden einer günstigen Regelung zuzuführen, so müssen. — unabhängig von diesen oder Hand tit Hand mit ihnen — Organisationen geschaffen werden, die den Festbesoldeten wirtschästlich unter die Arme greifen. , ft . ,. i Bon dieser' Erkennttns geleitet, hat sich eine Gruppe von öffentlichen und privaten Angestellten jüdischer Nationalität zusammeugetanuttd^zum,Zwecke der Förderung gemeinsamer wirtschaftlicher Interessen seiner Angehörigen die W i r t s ch a f t sg e ül e r n s. ch a f t j ü b i f cf) c r F e st b e s o l d e t e r . D e.n t s ch o st er r e i ch-s in W je n (kurz genannt: „Wis") gegründet ichd.Hs, zu?der demnächst stattsindcndcn konstituierenden Generalversamsttlung einen provisorischen Arbeitsausschuß geschaffen/ Die - Wlttschastsgemcinschaft indischer Festbesoldeter ist eine unpolitische-Vereinigung und hat sich zun: Ziele gesetzt: den j ü d i s d) .■* n F est b e s o.k d e t c n /b. u r ch c i'itc st c nt a t i s ch w i-r i c n b c g n t gel x i ,t c t cn O r gan r s a t.i o n i m Kampfe um ihr e E x'ist e u z ..h i.l f r e i ch z u r S e i t.e z n st e h e.u, ».)ftdNrch Stellungnahme zu den jeweiligen wirtschaftlichen); Fragen, in "Versammlungen, Resolutionen , und Petitionen sowie aus jede andere .Art; d) durch Erfassung billiger Einkäufsmögll'chketteu, Errichtung von Gemeinschaftsküchen und wohlfeiler Wohnungen. Dies soll angestrcbt werden dnrchRabattverträge mit - einzelnen Gewerbetreibenden, durch Verträge mit Lieferanten gegen Festsetzung billiger Preise, Unterstützung , behufs direkter Verbindung zwischen Erzeuger und Verbraucher abzielender Bestrebungen uud endlich Errichtung von Erwerbsuud Wirtschastsäenossenschasteu. . >■ Die „Wif" befaßt sich vorlällstg mit der E r r i ch t un g e i g e n er Kons u m a u st a l t e n sowie von G e m e tu* schüft s k ü ch e n, um den jüdischen Festbesoldeten eine weitgehende Erleichterung zu ihrer Erhaltung uud Ernährung 'zu bieten und beabsichtigt auch, in tunlichst rascher Folge, sich der D o h n u n g s f n r s o r g e ihrer. Angehörigen zu tvidmeu. Nicht, um dem-Beispiele anderer Nationen zu folgen, sondern dem. eigenen Triebe und.den eigenen Interessen Rechnung tragend, will sich unsere Organisation in den Dienst der jüdischen Festbesoldeten stellen. Für diese ihre schwere aber segensreiche , Aufgabe steht ihr du Unterstützung b 'e f r e u n d e t e r j« d,is che r. O'r 6 a u i s a t io .it c n des A u § l a n d.e s in Aussicht; wy ' nicht durch staatliche Fürsorge, soll durch den freien Einkauf den Ernäsirungsschwierigkeiten threr Angehörigen begegnet werden., Der Wirtschaftsgemeinschaft jüdischer,. Fest besoldeter können , angchöreu: alle jüdischen Vereine von Festäügestellien sowie - jeder jüdische Fcftbesoldete als ordentliches und jeder andere jüdische Verein und Jude als unterstützendes Mitglied. Der -AUtgliedsbeitrag-beträgt dermalen mindestens 12.—'pro Jahr. > Der vorbereitende Ausschuß richtet daher an alle jüdischen Festbesoldeten (öffentliche uud private) und Arbeiter sowie Vereine die Aufforderung, der „Wif" unverzüglich den Beitritt zu erklären. Nur ' wer ' der Wirtschaftsgemeinschaft jüdischer Festbesoldeter („Wif") angehört, kann auch Genoffeuschafter der in Gründung begrifferlm Warenabteilung und Tciluchmer der Gemetnschafts* küche,jüdischer Festbesoldeter sein. Anmeldungen sind zu richten an die Adresse des Erstunterzeichneten, Wien, H., Castelletzgasse 31, Tür 11. ' Für den provisorischen Arbeitsausschuß der - WirtschastLrmschafk jüdischer Festbesoldeter Dcutschosterrcichs in Wien :^ Karl Leo G o t h, - ' Rechnungsrat Hugo N o b i t s ch e k. ' - - - >' Die. Ankäufe der aus Ungarn stammenden > ' DÜertpapiere. 1:; Amtlich wird mitgeteilt: ' Nachrichten aus Ungarn zufolge hat die rmgarische Räteregierung den auf ungarischem Gebiete befindlichen Bauten den Auftrag gegeben, ihr alle in deren Depots b e* fi n d l i ch en.T i tr es n nd W e rt e zur Verfügung z u .st e l len. Mit der Durchführung dieses Auftrages svu bereits begonnen worden sein. < - . Für den Fall, daß auch Wertpapiebe und Werte von N i ch 1 u n,g a r n i n^A usprnch n o m m r n . , Weimar, 19. Juli. (Korr.-Bur.) Zunächst erfolgt die Beratung des Gesetzes über die Z ö l l ei n & o l d. Das Gesetz verlangt wegen des allgenrein gesnnkenen Wertes.deS.PaPiergeldes die Begleichung der Zölle in v o ll w c r t igeü'Za'hlungsmittel n, um einer.Entwertung der Reichsmarkwährung zu, begegnen. Nach kurzer Erörterung wird das Gesetz in allen drei Lesungen angenommen. Sodann wird der Gesetzentwurf betreffend ' den Absatz von K a l i s a l z e n sowie betreffend einige Abänderungen des Gesetzes über die K a l i w i r t s ch a f t in allen Lesungen angenommen. Es folgt sodann die erste Lesung der beidey Vorlagen über die Entschädigungen an aktive Offiziere und Kapitulanten. Kriegsprinister Reinhardt führt hierbei aus: Lassen Sie diejenigen nicht verkommen, die die Abrüstung frei macht und die auch m den verflossenen Monqten demjungen deutschen Freistaat neue g r o ß e D i e n ft e geleistethaben. (Lebhafter Beifall bei einem .Teile des Hauses.) Im' Laufe der. Debatte ruft derunabhängige Sozialdemokrat S e g e r mit seiner Rede g r o ß e.L ä r m s z e n e n hervor, als er vom Massenmorden w ä h r c n d des K r i e g e s s p r i ch t und bemerkt, hie zukünftige Aufgabe der Truppen, von betffen der Kriegsminister gesprochen habe, würde wohl darin bestehen, w e i t e r g e g e n das Volk v e r w e n d e t z u w e r d e n. w o r d e n s e.i n s o l l t e n, i st ein e g.em e-r ns die Aktion alter M ä ch t e zum Schutze, t r er; S L a a t s a n g e h ö r i ge n p e P l a n 1. - •: Bis zur Klarstellung dieser Frage muß auf die wiederholten'Versicherungen der Wiener Vertreter der ungarischen Räterepublik hingewiesen.werden, denen zufolge , sich die Inanspruchnahme der Wertpapiere und Werte keinesfalls auf das E i g e n t'u m ausländischer Staatsb ü r g e r . c r ft r eck t. Die ungarische. Näteregieruug werde sich vielmehr nach wie vor den Versprechungen' gemäß verhalten, die sie schon früher dem Vertreter der britischen Regierung, General Smuts,' gegeben hat. Nach diesen Erklärungen der ungarischen Räteregierung können derzeit Vermögenswerte, die sich in Ungarn besinden und einem Nichtungarn gehörten, gegen den Willen der Eigentümer nur durch eine - verbrecherische Handlungsweise einzelner Personen von dort entfernt und nach Deutschösterreich gebracht werden. Die Erwerbung solcher. Wertpapiere, deren Provenienz mittels der bei den Banken erliegenden Nummemverzeichnisse festgestellt werden kann, wäre daher bedenklich er A.n k a n f g e st o h l e n e r, v e r u n t r e u t e r oder geraubter Sachen, der nach dm 88185. 186 und IW St.-G. mit Kerker, beziehungsweise schtpcrem Kerker bis. jiu fünf Jahren strafbar ist. Deshalb nmß vor dem Ankauf solcher Papiere auf das nachdrücklichste gewarnt werden. 7v.fi Die technische Studiengruppe des Palästinüamtes, Wien, I!., Zirkusgasse 33, ersucht alle jüdischen Techniker (Architektc, Ingenieure, Agronomen, Baumeister) und Bauhandwerker, wie Schlosser. Maurer, Tischler. Spengler nsw., sich zwecks Anlegung eines Katasters für Paläftinamteressenjen ehestens beim Palüstinaamt (Ing. Laszkowitz), II., Zirkusgasse 33. täglich zwischen 9 bis. 12 Uhr vornsittags anzumeldeu. . (Saut'staL geschlossen.) — Alle diejenigen ehemaligen jüdischen Soldaten, die tvahrend ihrer militärischen Dienstleistung an der.palästincnsischeil Front gestanden sind und besonders beim Ban der HLdjasbahu,' Straßenbau^ und anderer nnlitärischer Objekte uiw. als Techniker oder Arbeiter beschäftigt waren, werden ersucht,'nnb'erzügllch ihre genauen Personaldaten (Bor- und Zuitame, genaue Adresse, Berwmduugcin Palästina, derzeitiger Beruf) dem Palästiuaamtc, Technisches Ressort, Wim, II., Zirkusgasse 33, bekanntzugeben. . .. EiNgesendet. Gütel Löwin Samuel Mantel Sadau ' . ^etlobte . Wien, 13. Juli 1919 Sanok 5080 Josef Koffler . f Chaje Koffler Varnttdu : . - L-i. : V Wien, im Juli 1919 ■ 1410 Möbel u. Innen- I €*pgDi . dekoralion y ■ v ■ ■ »B in grösster Answahl. Nur gediegene UÜBD,!!!!., SlßtlBüSlßFriPi 1 II. 2 619 . . Erzeugnisse. (Ecke Karl Schweighofergasse). M.U. Dr. Leo Heinrich Werdisheim Ordiniert im Grazerhaus Kurort Gleichenberg -7- ..., >, 7 . -t..ra^rp; r. . e "j-i1 . , ... .... ■ -. . , " r-i. r~ Rechtsanwalt Dr. Jakob Weiss beehrt sich die Eröffnung seiner Kanzlei V ~ in Graz, Sporgasse ,?/U, anzuzeigen J-.:'' ■ ... 5029 Institut für Znhalativnstherayie und physikalische Heilmethoden Dr. Ostermann, IX, Spital- Hasse 1a, Tel. 2156.3. Ord. 6—12, 3—6. Sämtliche modernen Heilbehelfe für Erkranknngen der Äkniungsorgane; Rheumatismen, Gicht, Ischias, Drüsenschwellnngen, Bartflechten?c. ' . '.^eichswehrnümster Noske erllärt, die Kämpfe der Truppen ' in dm letzten Monaten beständen darin,' daß sie Deutschland vor dem Chaos gerettet haben. (Großer BeiM.ml. Hanse. Großer L ä r m b e i d e n U n a bh ääug'i gen.) /' y"', ' ft ^geordneter Seger erklärt: Wen n i n L e i v z i g d v'skeleute nicht eing e z o e n w ä r.e.n, > o. w ä.r'e Leipzig die eiuzigeSta.d t,' w o n.i ch.t g e st o h l e n w u r d e. (Andauerndes Gelächter.) Wenn Noske den Mut hat, den Erpresserprozeß heranznziehen, so beweist er damit,'" daß er entweder nicht unterrichtet ist oder aber, was mir richtiger erscheint, er weiß es, aber jedes Mittel zur V e r l e u md u n.g d e r U n a h h ä n g i g e n ist ihm recht.! - Präsident Fehrenbach ruft den Redner^ wegen dieses Ausdruckes zur Ordnung. . . .. / Kriegsmmister R e t u h ardt stellt fest: Darin sind wohl alle Deutschen mit mir einig, daß der H e l d e n t o d auf dem S ch l a ch t f e l d e soweit vom Massenmorde entfernt ist, wie der Terror von der Freiheit. ' Der Gesetzentwurf wird an dm Ausschuß verwiesen. < EZ folgt die dritte Beratung des Reichssiedlungsgesetzes. ckft /. Nach-kurzer Debatte wird das Gesetz nach dem Beschluß' der Kommission angenommen. ' ‘;-. 4:0.000 Lei gestohlen. Dem Privaten Franz ' M:ad rr azz a, Landstraße Keilgasse Nr'.'6 wohnhaft, wurden, anr1o.'d. M:, wie berichtet, m der Biberstraßeaus der Revolver-' lasche, em'Betrag von 40.000 Lei (Kurswert 92.000 K) gestohlen. Der Betrag war in ein Kuvert und dann in Zeitungspapier ge- ' wickelt- Herr Madirazza war bei der jugoslawischen Paßstelle an-. verichwundm. Herr Madirazza. der durch den Diebstahl schwer betroffen ist,. sichert dem Langfinger Straflosigkeit und eine gute. Belohnung! U, wenn -er das Gclg, das schwer mnzubringen istz an semc Adresse sendet. . - . >v. Ein englisches Gericht gegen die Äntisemiterr^ Der englische Gerichtshof in Edinburgh . hatte sich mit einer Klage gegen eine englische Essenbahngesellschaft zu befassmft welche emem .Inden den. Aufenthalt in ihrem Hotel-in Edinburgh verschnetzen Niid wurde hierzu auch danü gar nicht berechtigt sein,' wenn er, wie behauptet aber nicht euunefen wurde, ein deutscher Jude wäre. Eine derartige antisemitische Hotelpraxis. welche iw Deutschland häufig und auch in Amerika vorkam, wäre ni England bisher unbekannt gewesen. . . / . « VerkÄ'chLer Einbruch in der SLnLionskaffe -er Franz -Jssefs-Pahn.- Am 15. d. M. wurden der Muer A. .Lettner,, der Tischlergehilfe Johann Kcrschbaum und der Schlofiergehilfe F. R. Primezboser bei einem EinbruchsversM. m der Stütionskassc des Franz Josefs-Bahnhofes durch den Nachtwächter des Balmhofcs ertappt und durch dsss energische . Ein--' schreiten einer Pätronillc des Volkswehrbataillons XXM'ftmt' 'bei- Flucht verhindert. ■ ";■' ft'''ft ft Aus dem Rtttharrs. Mittwoch, Donnerstag und Freitag., dieier-Woche tritt der Stadtrat zu Sitzmigen zusammeii. Vbrschobene AnLvIsVerhandlung. Die für morgen. Montag mn VelO Uhr vormittags mnb'eräuMte Aubotsverhmidlung' betreffend die Vergebung der Arbeilen für die J;rstandsetz'ung'cher Schulen im 13. Bezirk, Reinlgasse 13 und Gurkgassc 32. finden an diesem Tage nicht statt, sondern find auf Dienstag, 22. d/ M., um ftftio Uhr vormittags verschoben wöftden^ ' Tnjyßi Wrodevanknüpfung wissenschaftlicher Beziehungen mit dem feindlichon Ausland. Der C i r c o k oMa t-e?' m a ti c o di P a l e r m o, die zwischenstaatliche misseuschastliche Gesellschaft, deren Rendiconti eine' .geschätzte .Zeitschrift find, versendet ein Schreiben an .ihre deutschen Mitglieder upd kündigt die Uebersendnng der „neu erschienenen" . Hefte an, das heißt, also aller seit etwa vier Jahren' crschieuencu. Nach dem Stande von 1914 zählte die Gesellschaft unter ihren '932 Mitgliedern 623 ausländische und darunter reichlich ein Drittels nämlich 219, in Deutschland und Oesterreich-Ungarn. In. weitem. Abstande folgen die Vereinigten.Staaten .mit-141, Frankreich .- mit 67, Rußland mit 44 und England mit 29 Mitgliedern.. " Gin falscher Ingenieur. Äm 15. d. M.fthat ein.. Untervsfiizicr der italienischen Waffenstillstandskommlsfion dtn löjährigen ehemaligen Realschüler Friedrich. K ö p p bi n 'g-.ew,- einen gebürtigen' G r a z e r; dem Sichert;eitsbnrean mit der Anzeige überstellt daß der junge Mann fich in der Schwarzenbergkaserne unter dem Nainen „Aterrelli" als angeblicher italienischer Staats-' bürget Eintritt zu verschaffen gewußt, und dort D ich st ä-h-.lre a u.s g« s n h r t und auszuführen'versucht hat;' beim Diebstahle einer Bluse wurde Köpvlmger ertappt, -nachdem ,cr schon einen -goldenen Niilg und eine italienische Armeepistole niit Futteral-tze« siohlen hatte. Köpplinger wurde dem Landesgerichte eingeliescrt. Aufnahme des Gütervevkehres mik Italien.' Der Güterverkehr mit Italien, der bisher mit Stationen dcc Benezia GiuUa, das ist des von Italien besetzten Gebietes Triests und des Küstenlandes, beschränkt war, hat eine weitere'Aus- .geftaltung ersahrm. Es können nunmehr — vorläufig alterdmgs nur ans dem Wege ü be r T a r v iß — Sendungen -nach allen S t a t i o n.e n I t a l i em s zur Beförderung angenommen werden. Weiters find die bisher in/Brrkeh^ ,mit der Bene.zia Giulia in Geltung gestandenen Bedingungen die bis zur- Grenze auflaufenden Gebühren stets bei der Ausgabe' zn' bezahlen und die Sendungen mit Nachnahmen - nach Eingang und mit Barvorschüssen nicht zu belasten, aufgehoben worden. Bei allen Sendungen im italienischen Verkehre über' Tarvis köimxn die Frachtgebühren von . den Absendern entiveder bei der Aufgabe bezahlt oder falls die Sendungen nicht dem Frankatnrzwang unterworfen sind — an die Empfänger überwiesen, werden. Die nun zngelassenen Nachnahmen nach Eingang- und die Barvorschüss'e dürfen nur in der Währung dcs'Berstmdlandes aufgelegt werden. Dte Se'ndungeu find mit direkten internationalen Frachtbriefen bis zur italienischen' Bestivmumgsstakion anfzugebeu. da die Um-Expeditidn über Station Tarvis ans betriebstechnischen Gründen bis auf weiteres eingestellt werdest? mußte. . -fr"'" In Ungarn darf es keine Raseure geben.'? z Budapest, 19. Juli. (Tel. der „Wr. Mdrgcnztg.") Du ungarische Räteregierung hat beschlossen, das Ra s e n rg e' w e r b e v o l l st ä n d i g e i n z n st e l l e n. Es wurde -.eine Verordnung erlassen, welche verbietet, Lehrlinge für dieses Gewerbe ansznnehmcn, auch neue Gehilfen dürfen nicht eingefieltl verdcu.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.