Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 180 (19.7.1919)
- Date
- 1919-07-19
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Gerte 6 Wen, Samstag n- , — -.-> ... > ». — ■, trn,iwi Ättever Morgerezettmtg Die ErnShrsng. Sport. Der Marktbericht. V»te Vefchirkung der GemüsemLrkte^ — Bevorstehende Herabsetznng der Gemuse-weise. Dir gestrig'n G e m ü s e m a r k t r wä ren ßitf beschick!' Io daß die Borräte den Bedarf in manchen Ärtckclu überllieNn- Namentlich waren grüne Erbsen m großen Mengen Vorhand'w Die Zw-ebelnnd Knoblmich.mfuhren cm§ der Tschecha-Slowakel »alten weiter an: ßrüecn war auch Hämttelsalar von -ort^ kommen. Infolge der guten Beschickung der Märkte ut rnit t:atc Preisherabsetzung für einzelne G e nt ü s t- -orten zn rechnen, die bereits Montag in Kr,ist treten soll. Auch d:e O b st m ä r k! e zensten ern etwas freundlicheres Bild. Allerdings sind trotzdem d.c Zufuhren io lächerlich gering, »aß von eurer Obfivmo'.-gung für des breiten SchichttnderVe» .loltermig nicht die Rede fein kann, die geringen Bsrrärr, murr?ram sich neben Ananasnnd ^-ffaldeidbeersn, peivrffermaßeN ^Kafi-?roben* von Birnen ans Südtirvl, Aevfel ans Raderosterreicki, »a§ Kilogramm z>'- 3.—, nnd medor»sterreich.che Weichsel zum ck'.ogramnwreise von 8.20 befanden, waren rasch Btt» jritfen. Die Frfchmärkte erbielten neben frischen Schellfischen, >>.e begehrt waren, gesalzene uns geräucherte Schellfisches die jedoch nur schleppenden Absatz fanden. In der G r o y m a r k t h a l k e beschränkte sich der Verkehr bloß auf Reste vom Bortaa«. Die nffchrn Aifiuntr^ von 33(X> Kilogramm Pökelfleisch mrd 400 Kilogramm Arudflnsch winden den Gemnnschafrskiichrrr und rayomerten Gastlvirren rugewiesrn. Aus einzelnen Markten wmdeu Eier in sehr beschränktem Nmsnng anZgrgeben. ^Die Mehrabgabe in der «achsterr Woche. Infolge deS Samstag-Mittagichlusics der LngerhäuLer «Nd verschiedener Zufuhrschwierigkeitru wird die Ausgabe der Mehl» »nd. MaiSzrießcmvte und der Maisgrieß-nnd Neisznbuße in der nächst»» Woche vor Mittwoch nicht beginnen können, was einer zweitägigen Derfvattmg nkffpricht. Sardrneuattsgabe. Die von der Deuffchöfierreich-schlN Fifcheinftchr-Geseüichatz eiagekauflen Sardmen find erst zum Teil nngelangr, wodurch sich die Ausgabe verzögert. Außerdem eriordert bte Uebcrnahme und Verteilung der Ware urrhrcre Tage» so daß die Ausgabe der Sardinen erst im Laufe der nächsten Woche erfolgen kann. Aadolf Feldschuh, N.» Praterftrahr 54. Ahgabr von ..Bauers* Marmelade. Schweizer Schokolade, Dschwemen, M-neralwaffern nsw. Geöffnet von 8 Uhr früh bis 8 Uhr abends. ReichsivirLschaftsLmnd der FestarrgestrSte«. Montag den 21. Jnli bleiben unsere Verkaufsstellen geschloffen. Die Mitglieder können an einem der folgenden Tage ihre Einkäufe besorgen. _ Bühne und Kunst. Montag sämtliche Theater geschlossen. Die »Union*. Vereinigung des technischen Personals der. L-heater, hat beschlossen, dich Montag an sänulichen Theatern k e ist Vorstellungen statt?,winden baden. BÄ>rr war «i bet allen. Streiks üblich — auch am 1. Mar — daß die Dealer ihre Vorstellungen Malten. Aach diesmal waren die darstellenden Mitglieder bereits?u spielen, infolge des erwähnten ^eichtuffes der »Unum" müssen jedoch d»e Bmstellttngen ektiMrr. selbstverständlich kommen durch diese Verfügung zahlreiche Personen zu Schaden, insbesondere jene Darsteller, die Spiel- Honorare oder Tagesgage» bqiehk». Der Schutz des lrterarischennüd Kunfteigentums" rechtes nr Jugoslawien. Belgrad, 13. Juli. (Sndslaw. Prestbur.i Ja Kürze envarLet man dir Bo »tage eines Gesetzes, ürit welchem das literärnchr nnd ^unstetgentmnsiecht im ganzen Königreiche geregelt isirv. Aal Grund dreses Beschluffes werden auch die interna-ivgsten literarische» und Kunstkonventwneu geordnet werden- Aus de« Theater«. Im S ch ö n d r.u n n e r 3 ch l o ß t h r a i e r .......... hk«te Samstag Hermann Bahr 8 Lustspiel „Diis'Kottzen^ zur Aufführung. Beginn s/t7 Uhr. Im..C arlth eater findet Herste, abend» 7*8 li hr, dk f!?' Ausführung der Operette »Dir drn Kawrlierr* vom G. Berts stau. Jur I o k a n n St raust- Tb eater gelayal hmte - am?tag btt Operette »DaS BeilchettnMel* zur ö0. AnffWüntz, In der Bolksoper wird dirrch die. E H - b N < Samstag zum ersten Mate »Der heilige- Alvnün* Hmte Samstag. 7 Uhr abends, im großen- Konzerthaussaale volksünnstches S.mtt v h o st i t* konzertdes Svmvhonieorchesters (.Konzerkvereln-Tönkünstler'- orchestrr). Leiter Attton Kourath. Portragssolgc: Schubert, Symphonie 6-6ur-, Maffenet, ÖcAtse# Neapoltiainos; Omstny Olwrtture za »Wilhelm TeÜ". - Konen zu L 2.— und K 4.— denn Portier des Konzerthaases nnd bei Kehlmdorser. Der u? r a i u i s ck - r e v u b l j k a n r s ch e B o l t-Sm o r veranstaltet am 24. d. M. im großen Kou;r'.!ka»tisMe s'N'ir Liederabend, an welchem Mstsche und Mirchilcht Lir'vet g<- ':w!',en werdrri. Beginn 7 Uhr. ' ' Atemgymnastik. Wvhs keine Art der KörperUtltur ist von unseren Larnern Sud Sportsleuten so sehr vernachlässigt worden wie die MenkgymUastik. Und doch gehört die Pflege nnd AnSbildnng der Mmuttgsorgüne mit zu den wichtigsten Aufgaben, die für die k-rperliche Ertüchtigung der Juden bsi ihrer zumeist sitzenden Lebensweise mtbsdingt notwendig'sind. Diese Mahnung gilt' insbesondere für unsere Türnabteilungen, die irr der schönen OmnmerSzeit so oft wie nmi irgend möglich airs brn engen staulügen Ttrrrchallen hinaus "in Gottes freie R«-nr ziehen Mten. Denn zur Atemgymnastik, brauchen wir viel Lust, viel reine Lust. ' Rrrn treiben wir allerdings bei jeder ttrrnerischen und sportlichen Betätigung eine Art ..nnbewnstte" Atemgymnastik.' Denn die Steigerung , der unwittkürtichen Atmung, wie sie sich zmn Beispiel, nach allen LaufnÄungen irr einer Vermehrung der Atemzüge nnd zugleich in einer Vergrößerung des Atemumsanqeö äußert, mutz «»bedingt als wertvolle Zungenttnd Herzzymnastik erscheinen. Uoklten wir jedoch rn der Ruhekaituug, das heißt, ohkk« gkeichzeitige MusÄltLtizkeit, vermehrt und verLirii atmen, so würde sehr' bald eine Neöersättigurrg mit Sauerstoss und anstatt einer Erfrischung des Körpers eine Ermüdung eintreten, eben weil ohne Muskelarbeit kein gesteigertes Atem--- bedürfnis vorhanden ist. Die willkürliche Atmn.ng oder die bewußte Atemgymnastik wird daher von vornherein immer mit einer Muskeltäligkeit verbunden fein. Bon großer Wichtigkeit ist hierbei die richtige ungezwungene Art des -Attn7u?. Cs ist verkehrt, wenn mün glaubt, nur „mit der Biuft" u«b nicht „mit dem Dün^ Ulmen zu dürfen. Denn das Unerläßliche Kennzeichen einer gefttttden und vollkräfttgen Einatmung zeigt sich gerade in der Infam menziehusg des wichtigsten Atemmuskels, deS Zwerchfells, durch ein« BorwölLmrg der Bauchwand an. Ohne dicfes Heben rmd Ausdehnen der Weichen, daS sich auch in Slaulrn und Lrnden ^ernerkbar macht, bleibt die Atmung trotz aller Weitung be£ Brustkorbes unvollkommen. Die mangelhafte Zwerchfellatmung, das falsche Atmen, ist in den meisten Fällen auf die einengende Kleidung, den STtnnaüvtri, der häufig auch außerhalb des TnrnenS. getrag.'!l wird, und bei den Frauen auf die Einschnürung durch das Korsttt znrückznführeu. Der also. Atemgymnastik Reiben will, muß zunächst öirfe unhygi-nijche ^Kultur"-Bslleidang beiseite lassen. Man unterscheidet zwei UebrmgSformen der Atemgymnastik, daS „Tiefatmen" nnd das „Atmnanhalten". Das Tiefatmen hat zur Folg«, daß der Brustkorb ohne Einziehung der Bauchmuskeln stark »mgespannt und eriveitert wird. Durch reichliches Einatmen frischer Lust wird dabei dem Blute Möglichst diel Sauerstoff zugeführt und so der ganze Orgarnsmns Msärdert. . . D«ts- Tiefätmen wird am bester» in Berbindupg mit schwedischen.Freiübungen gepflegt. Besonderes Gelvicht ist auf regelrechtes Ein- und Ansatmen zu lege». Das Einatmen geht langsanr »nv tief vonstatten iu der für die Atmung geeignetsten, Bstllrmg, so dätz teth< Sitft bis in die entleMsten LsnM^'.'ea dring.'« kann. Die Äu?atmung erfolgt kraf.'ig, ebenfalls-in günstiger. Ste^iln^ nm die im Körper veebrattchts'.r Gast M entfernen. Zur. Kontrolle der regelmiifiioen u»b gleichzeifigeu Atmungen empfiehlt es sich, die Ansatmüngen ein.-wenig hörbar durch den Mund gehen zu lasse». Die für ein« Berbindunmit den Atemübungen äußerst zu etnpschsenden schwebisthe» Numpfbewegungen kommen de» Be'ljst- «yd BauchmnskÄn, Nacken- und Rückerrmnskeln sehr zugute. Die langsam, aber kräftig ausgesührten Atnrungen stäcstn Herz nnb Lungen und gewöhnen einen. jeden anch fü^ die vuyeciyrnerische und außersportiiche Tätigkeit an trestä. AkUeu. Harrst das Detcht-nuZer-Atem-Korntnen bei verhaltnisrnLßig geringer Artstrengnug ist in de» meisten Fälle» nur «ne Folgst des -gewohnt.'» Lurzatirtells und kann bei enkigeL UeRrnstleicht, behoben werden, mit «bestem' Etfalgr auch dgS „Atemanhalten^ hinzufügen. Der fleißig dsts Tirfatmen betreibt, wird dieser Uebung Man stütze die HSyde in bst Hüsten, atme recht langsam und ruhig mit geschlosst,rem Munde Lust ein und halte sie möglichst lang« au sich, tvora-rf mit raschem Stoße gründlich anSgeatmet wird. Au wa.nM ist vor Nebertreibung beS kULmeinhaltens sowie twr dessen falscher Ausführung, der ssgensmrten Aternprefsrrng, das heißt, gewaltsamem Zurückd-. üngen drr Luft /bei Verschluß der Kehlkopföffnvng. {% T. & Äp. Z.) Volksbühne. Für die Sommerlanon wurde U. rr^ittchr -cü.cank »S J a v l ft) § 2 n n 11" ausgtgrabtN. Tos einzig Nn!>7-h,cktcnde an diesem >'ninsclowriüiick — ist das.Pubtifirm. Man must sich über dre Nmviiiit und Harmsoncheit der Lttrititu tt>'uen. welrbe dri bitten wirklich, aiderne» Sp8ff-m vor Bcrtznffrm sönulich brüllen. Herr Fclir .4 c o u e §, der als -»Oi'-ul.M stranun Qcbiinfile Tcuuisl'v'cn unter dem ifreilwox! Jrfiot, wmde besudelt. Das Hans nmr sehr gut be?i«ht. Die Dnektion hat affo endlich deu Geschmack der Theatetfrrunde s-etroyrn. ' ' *- Dos Auuiheft tzxr MvnM'ch'i-t e r I n d e" seloebeü zur Versendung. Inb-lll: A. Zlv r» e : D?» ittttsrnattmtt.l'tät der Inden.. N. G o l d m a n n: Ett vn tt S ch w a r> v o n : DaS Dogma von der ewigen fi a & M t^ o & n : Die Sache des Lapöar^tterLl. O t.v . - - n : D . .i!-.Li..^en der jl'.e'.ichu, Schule w. 1t' ut: -'i- 'Vu iV> , sb - r : .e %W-tr voti;K,c A ' ’*C:l ■ - - :•;r ff-....> . . ,,j.n ■ '''!.. n!--.fchv-..'>.i- I. r^V;- ^r-st«r;ch»?t fee« Vchußvereine des Medkrrfirr»e-.chiicheu .lkrtzboMtdandeK ficht der Sv. M. H r ch a w er a»h dritt'l', der M. fi. G. Bi K a d i m a an Msttr Stelle/ . st» -1Xu$«fUn. ■ Hkir'r nuhmiimD findet im A'^L'leu e.«, von der ommiarr-iLeu .K»nd«rMkkSaK!ott verr.'rff.-ck -.leZ lYtii . m f-enr? Rahmrn . or^r Svottkonsirr"euren ■ l'tt chfritt'. mm gefattf'i»..- D'-ö PiS-,tro.mr»p wer« 0'N?uKh«llw t( .«w, b-.:^ '--wei Mirstlkch\ mÄim0n*;en-;n Ormm« ile&r. w 'l--/- ty.rvt ltt->Mete^L.wf und e.n Stajrttrnlausen »dir 4 X 100 Me er. Au« „Q«er fettrdf Wie»". Der Schwttmnttnband hat chMfoffrn, daß säNr'.l'che zu dem am S7. d. M. fiattnudenden Schwimmen Gemeldeten, eine Prüfung abzül'aep hnben, m,d zwar entweder durch Terluahmr an einer komm.-dtw Samim.i stturfipbsndrn Donnutkr van Gteffenftiett r 1-ir, ft -rtzrrdrrf (fi .'.iiii::" von S:ta 4 übt 80 Mm. Franz vdkr' dv'ch emfiüttdige) Schwimmen in der '/ttu.MckM.'.fin-v'-vststst. An di-rfem Zmrckr w'-ch der PerbaNdK» ichTviMitwar? üfe non JtofilWit«* d»n N. tz. M. ki-A 'Ntttckw» i >"• .. ad r? Mt der stver V*,,'l'rrtv«! nuvertt:^ ct;.v.\ Pe'ffrnp'k'.l-'.nd't-akett. baden sich btt chm >i utttt-x«. Ode:-' :'''>tt7e 'ff üttnrg wnb nndedm-tt niemand 19. Juki 1315 EM -' KoMMMÄLS. Die Errrchturrg eiV.es stLdtifchLÄ' SiedlMgSB e».«ttes. ,X. Der Stadtrat beschäftigte ffch neficm mit. dem von dem Genmyberat K r a m e r gestellten Änrrag beireffnch dio Schaffkmg eines sl 8d. 1 i s ch r n S; r-d l u n a samt eM nnd" Schaffung eines Beirotes für Fragen der Gartenstadt^ de'wegnng m WM. ' . - Nach dem Berichte fall Las Amt mit Spezialisten, die sich m>t SirdlnnpZ ragen bchHästigc», besetzt werden.und dort solle»: olle Arrsklimkr erieiü weiden. Atchndem.soll zur Beratung für die Lösung der ganzen Siedlnngsfrageim Lainzc» T i e r g'ü r t e n ein Komitee eingesetzt werden, dnn B e r»' t t i t e v d e S H o f ü r a r s, des Staates, d t£ Gemeinde, b e r Künstler sch a f t und der N a ih» stelle s ü r N a t v r s ch n tz arigebörcn sollen. Der Stadtrat beschloß, durch den Magistrat au die Berwakttm-i des Hosmnrs das Ersuchen zu ' richten, der Gemein d'.e- W ’t,e.nein Bor r.e cht bei d e r B c n ü tz n ng dev' h o f 8 r a r i s ch e u G ü t r r e i n z u r 8 u m e n. Zur Befriedigung der Ansprüche. der zahlreichen Bewerber um Klei«^ gärlk-n. sollen alle verfügbaren Gründe' der; Gemeinde irtib der in ihrer Verwaltung stehenden Fonds durch daS Landwirtschaftsamt. (Klemgarttnrcferat) tm Estw' vernehmen mit dem Stadtbauantte an K l e i n g 8 r t n e r iui B r nütz u n g gegeben werden. Die hosöransche BerwaÜMg. wurde dringendst ersucht, durch entsprechende Borkchmngeu d e» Lainzer Tiergarten gegen w e-.i t ere Wüstungen wirksamst zn schützen., Ans der BezirksvsrLreM«g RlfsrgMnv. In der BezirkSvcrtretnng Aff ergründ fanden am 16. d. Ergtinzungöwahlen m den Ärmenrat statt. Es gelangten iü»L Armenratstellen zur Besetzung. Der iüdischnationale BeznMat. Dr. Weiner bcant'.agte, vier Stellen der fayiibcmontttitd&öi und eine Stelle der iüdischnationalen Partei als der stärkste» Mmorikätspartei, die im Armenrat noch nicht vertretM m, z» überlassen. Die Sozialdemokraten rmd der tschechische BszwrSrat stimmten diesem Begehren zn. Der Antrag wmde zedoch mit de», 14 Stimmerr, der Chnstlichsozialeu, Deuffchnationalen und .demokratischer^ Bezirksräte gegm 13 Summen abgeletznk und an fünfter Stelle em Dentschnationaler in dm.Armenrat. gewählt. Es ist bemerkenswert, daß die fast ausschlußtich mrh lüdischm Stimmen gewählten Vertreter der sogerranutcn »Ver^ einigten demokratischen Parteien" in der BWrtsvertrettMG Alsergrund regelmäßig mit den antisemitischen Parteien &»* sammengchen. ■ 1 Urlaub des Bürgermeisters ReuMann. BärgermeKer Ncumann hat einen kurzen Urlaub an getreten und in seiner Abwesenheit Vizcbürgermeistec Emmerling zum geschäftsstWenden Bizednrgermeister bestellt. > - . GerMssKÄ.' Breitwiefer." Das Arteil. Wider alles Erwarten konnte das Urteil in dem für drei Tage anberanmten Prozesse noch vorgestern in später Nachtstmib» gefallt werden. .(! Die Geschworneu bejahten, mit Ausnahme dev Schirldstage in bezug auf den Angeklagten Stepa^ nek, sämtliche an.' sie gerichteten Schuldfragen. Auf; Grund des WalnspurcheS der Geschworneu verurteilte dev Gerichtshof den Adolf Kopetzky zu fünf Jahre»; den Karl Kopeyky zu vier Jahren, den FriÄrich Backfried zn drei Jahren, Anton Fast! nnd Franz Dorn zn je zwei Jahren, Hew'me Fast! M stnem Jahre schrverrn Knftrs. Die Strafsache gegen Julius und Jülle Fr i c S e wurde ausgeschieden. Josef K a u.r a wurde z». zwei Monaten schweren Kerkers verurteilt, August S t.c p a n .e k. wurde fteigesprochen. .. . Der VslksWirt. Derrtschösterreichs Kshlerrkatasirophe.. Bo» einem Fachmann,; Vor wenigen Wochen ist amtlich verlauibart wsrdcht,« daß der Oberste Wirtschaftsrat der alliierten Mächte die Erzeugung und Verteilung der Kohle des Ostrau-Karwinev Reviers nnd Polens unter eine einheitliche Kontrolle z» stellen beabsichtigt. Man konnte bei Verlautbarung breM Nachricht an die Möglichkeit denken, daß Wien von -den uitr W?|l- Ar{UJ\.UjU*\L'i MtWUliUl# .y7S»>V»l Deutschösterreich — zu einem Einriernehmon gelangen int» den Intentionen der alliierten Mächte daS nötige Verständnis! zollen.^ werden. Das/ Resultat dieses Einvernehmens sollte bekanntlich ein Uek'eretnkomruen sein. in. welchem die. Zulieferung der verfügbaren * Kvhlenmcngen entsprechend oert. wirtschaftlichen . Derhaltiftssen per drei Republiken garem«' tiert fti» svll!e. ' .. , In den' beteiligten Fachkreisen hat^ mau gehofft, da» es dem Komr.-ündonteil der; interalliierten Kommission, CM Ministerialrat Dr. Ing. Kloß einem Bevichterstatter gemacht hat. vernommen, datz eS dem Obersten G'od^ear nicht gelungen ist, irgend einen'Erfolg zn erzielen. Trotz deS güte» WAenS Godyears, ist es bisher nicht gelungen, Deutschs österreich vor dev Kohlenkatastrophe zu bewahren, dir komme» muß, wenn nicht in letzter Stunde Maßnahmen getroffen werben, die jene Wirkungen verhindern, tvelche die voll" ständige Lahmlegung unseres WirtschaMlebens mit sich vrmgsu müßten. « 2di« SavIeitige Köfflsnkrisr Eürsva^ wird insbesönoere für jrn» ÄwatZgevtete von katastrophalen Folgen sein, welche sichtlich, möglich