Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1919-07-18 · Heft 179 (18.7.1919) · p. Seite 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 179 (18.7.1919)
Date
1919-07-18
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/2979076-2979077-2979256--01596-2987016
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Seite 4 Wien, Freitag —— — ■■■ — ■ Telegramme. Deutsche Nationalversammlung. Schütz der Ehe. — Gleichstellung der unehelichen Kinder. Weimar, 17. Juli. Präsident F c h v c'n b a ch verweist nnf die BeülMlnuug der Geschäftsordnung, wonach das Verlesen schriftlich adgrsaßler Reden nur denjenigen Mitgliedern gestattet sei, d e der deutschen Sprache nicht, mächtig seien. sHeitcrleit.1 " - - Die Beratung verschiedener Entwürfe wird mit der 'Abstimmung über die Artikel 118 und 119 fortgesetzt. In Bezug auf die Ehe wird nach dem Antrag dccJnmokretischen Partei beschlossen: Die Ehe steht unter dem Schutze ^er Verfassung. Die M n t t e r s ch a f t hat Anspruch auf den Stbul; und die Fürsorge seitens des Staates (die Verfassung sag: über die Mutterschaft nichts. Der Antrag der unabhängigen Sozialdemokraten, daß die Akutter des unehelichen Kindes den Anspruch habe, auch stO amtlichen Verkehr als „F r a n" bezeichnet zu werden, wird mit 138 gegen 133 Stimmen angenommen, ferner ern Antrag dev Demokraten, für uuebelicheKinder durch die Gesetzgebung die gleichen Bedingungen für ihre leibliche, seelische und g es ells ch östliche Entwicklung zu sch affen, wi e für d i e ch elich en K rüde r. Ebenso wird ein Antrag der Demokraten über die. Förderung der Familie in folgender Fassung angenommen: Die Gesundung und soziale Förderung der Familie ist Aufgabe des Staates und der Gemeinden. Kinderreiche Familien Haben Anspruch ' ans ausreichende Fürsorge. Amerika gidt den Verkehr urrd Handel mit Deutschland frei. Tuckerton» 17. Juli. (Fuuksvr. des Korr.-Bur.) Aus Was hingt O K wird gemeldet: Das Staatsdepartement für .Kriegswirtschaft hat verlautbart, daß d er V e r k e h r u « d H a n d e l m r t D e u t s' ch l a n d. v o n h e u t e a n f r e ig e g e b e n i st. Die noch in Kraft verbleibenden Emsuhrbeschränkuugen beziehen sich aus Z u ck e r, W e i z e n, Färbst o f f e, D r o g e n u n d C h. e m i k a l i e tt. Aus der Verfügung geht unter anderem hervor, daß die Nin den Händen der öffentlichen Verwaltung der feindlichen Vermögen besindlichen Güter von allen Begünstigungen ausgeschlossen bleiben. Verkehr und Handel mrtUngarn blerbt solange verbot en, als an der Spitze, jenes Landes nicht eine stabile Negierung steht. Wiederaufnahme des Psftverkehres zwischen Deutschland und Amerika. b Frankfurt, 17. Juli. (Tel. der „Wr. Morgenzlg.") Aus R e w - V o r f nrcldct man der „Frankfurter Zeitung", daß das' P o st v e r k e h r s v e r b o t zwischen den Vereinigten Schalen iwd Deutschland von der Bundesregierung aufgehoben wurde. Die Ermordung des französischen Quartiermachers in Berlin. Eine Note Fochs. Berlin, 17. Juli. (Korr.-Bur.) Wie das Wölfische Bureau von zuständiger Stelle erfährt, ist in der Angelegenheit des erstochenen französischen Quartiermachers in Mannheim eine Note de» Marschalls Foch eingegangen, in welcher die Beschleunigung des gerichtlichen Verfahrens,, dierUebernahme der Kosten der Bestattung, die Zahlung einer Entschädigung von 100.000 Franks für die Familie des Ermordeten und die Bezahlung von einer Million Franks in Gold durch die Stadt Berlin, verlangt-wird. - Leutnant Simon soll ausgeliefert werden.? Berlin, 17. Juli. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") Das „Berliner Tageblatt" meldet, daß die Entente in Kürze die Auslieferung des Leutnants Simon verlangen wird, der seinerzejt die Verbrennung der französischen Fahnen veranlaßt?. Die ehemalige Kronprinzessin besncht ihren Gatten. Htzag» 17. Juli. (Tel.-Komp.) Die ehemalige deutsche Kronprinzessin wird demnächst ihren Gemahl in Vicringen besuchen. Verkauf der Berliner Straßenbahn. ^Berlin, 17. Juli. (Tel. der ,,Wr. Morgenztg.") Zum Kaufpreis von 1377« Millionen Mark ging gestern die -Berliner Straßenbahn in den Besitz des Zweckverbandes Berlin über. Die Volksabstimmung in Sberfchlesien. z Breslau, 17. Juli. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") Entgegen Anders lautenden Nachrichten teilt die „Breslauer Zeitung" mit, saß die Volksabstimmung über die Zugehörigkeit Oberschlesiens frühestens im Februar 1920 stattsinden werde. . Das deutsche Eigentum in Amerika. r Frankfurt, 17. Juli. (Tel. her „Wr. Morgenztg.") Aus N e w - A o r k meldet die „Frankfurter Zeitung": Auf die Ratifizierung des Friedensvertrages hin verfügt der Kongreß nunmehr über die noch nicht unter Zwangsverwaltung stehenden deutschen Besitztümer. Viele deutsche Unternehmungen sind schon veräußert, alle amerikanischen Forderungen werden auf den Erlös verrechnet. Die Brmdesregierung erwarb das in der Hauptsache aus-den Hobokener Anlagen bestehende Eigentum der Hamburg— Amerika-Linie und des Norddeutschen Lloyd. Die österreichischen Beamter» in den Sudetenländern. Prag. 17. Juli. (Tel. der „Wr. Morgenztg/) Wie Ihr Korrespondent erfährt, soll zwischen der deutschösterreichischen und tschecho-slowakischen Republik ein Uebereinkommen getroffen worden sein, demzufolge mit Abschluß des Friedensoertrages und der endgültigen Festsetzung der Staatsgrenzen jene deutschen Staatsbeamten, welche aus dem Sudetengebiete stammen und von der deutschösterreichischen Regierung, sei es für die Zentralmächte, sei es für andere Behörden übernommen wurden, der Tsche^cho-Slowakei zur Verfügung gestellt werden. Die deutschösterreichische Regierung wünscht auf diese Weise ihrer Beamtenhypertrophie zu begegnen, die durch die Uebergangszeit und die Rücksicht auf die Beamtenschaft veranlaßt wurde. Die Prager Regierung, der es infolge des siowakifchen Zuwachses und der neukonjtiturerten ZentralöMer an g e s ch u l t e n B e a m t* n fehlt, soll. sich gnmVsiWch einverstanden erklärt -Haben, wünscht jedoch nur jene Beamte zu übernehmen, d i e der t j'ch e ch i s ch e n S p r a ch e mächtig find und sich nach dem Umstürze in Wien weder als nationale Fehme noch politisch betätigt haben. WretterMorgenzeltllrrg, Tschechische Nationalversammlung. Finanzminister Horaeek über die Lage. Prag, 17. Juli. Vor Eingang in die Tagesordnung ergriff Finanzminister Dc. Hora cek das Wort, wobei er vor allem die verdienstvolle Arbeit seines Vorgängers hervorhob und erklärte: Mir bleibt nichts anderes übrig, als. in der einmal eingeschlagenen. Richtung sortzufahren und mir höchstenseinige Abweichungen zu gestatten, welche nkeiner Ansicht nach gewisse Härten mildern sollen, welche die Bevölkerung schwer trägt, ohne welche aber leider keine Valutaresorm inöglich ist. Ich möchte gern, soweit es die Verhältnisse ' erlauben werden, unser sinanzielles und^wirtschaftliches. Leben einem möglichst norm aleu.S Lande zuführen, wovon ich eine allgemeine Beruhigun-g und eine Steigerung der Kredit- und Produktionstätigkeit erwarte. (Stürmischer Beifall.) Sodann beabsichtige sich ehestens wieder die Börse zu eröffnen, Hamit die Kurse der Anlagcpapiere richtig zum Ausdruck koyrmen, damit sich der Zinsfuß konsolidiere und sich' womöglich der ungesunde Zustand zwischen Mtiv- und Passivzinsen bessere. Gern möchte ich, wenn-es möglich sein wird, eine weitere Quote der zurückgehaltenen Einlagen freigeben, damit so die weitere Produrtionstäiigkeit befruchtet werden könne. (Zustimmung.) Ich würde mich nicht einmal atllznsehr vor einem Sinken des Wertesuchs er er Kr vn ei nt * An s la n d e, wiewohl ich es -nicht''unterschätzen-möchte, fürchten. Ich hahe. dabei durchaus/nicht itgend welche Interessen -einer bestimmten Produkttonsschicht im Auge. Au eine Ausfuhr landwirtschaftlicher Produkte ist in absehbarer Zeit nicht zu denken, aber wichtig ist mir nur, daß wir etwas zu essen, etwas zum Ankleiden haben, daß wir Rohprodukte besitzen, durch deren Verarbeitung sich unsere fleißige Arbeiterschaft' einen Verdienst und der Staat einen Exportgegenstand schaffen würden. (Zustimmung, Beifall.) . In Besprechung der Fälschtmgen.per 'gestempelten Banknoten erklärt der Minister, irgend welche Panik sei vollkommen unbegründet. Im übrigen sei bereits mit dem Umtausch der alten Banknoten begonnen worden. Es werde bloß notwendig sein, dafür zu sorgen, daß diejenigen, welche vielleicht unschuldig zu gefälschten Noten gekommen sind, nicht geschädigt seien. (Bravo.) Die neue Wahlordnung in Tschechien. Prag, 17. Juli. (Tel.-Komp.) Das Abeüdblalt des „Pravo Lidu" veröffentlicht heute den ersten Artikel der vom Verfassungsausschuß ausgearbeiteten neuen Wahlordnung, der die Einteilung des tschrcho-slowakischen Staates in 16 Wahlkreise Vorsicht. Diese Wahlkreise^- wählen 294 Abgeordnete in die Nationalversammlung. Die Kronländereinteilnng ist darin nicht beachtet, nur die Trennung von der Slowakei ist strenge durchgeführt. Wahlberechtigt ist nach dein Entwurf jeder Staatsbürger ohne Unterschied des Geschlechtes, der das zwanzigste Lebensjahr erreicht hat und drei Monate in der Gemeinde wohnhaft ist. Das passive Wahlrecht ist' an das 35. Lebensjahr gebunden. Die Wahlen erfolgen nach Wahlkreisen und durch Listen. Die Abstimmung soll nach dem Grundsätze des dreifachen Skrntiniums erfolgen. Polnische Meldungen über den Friedens- Vertrag mit Dentschösterreich. Krakau, 17. Juli. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") „Kmher Warszawski" meldet in Bestätigung früherer Nachrichten aus Paris: Anstatt des ursprimäbchen Projektes, wonach Polen, I u g o s l a w.i e n, Ts ch e ch o - S l o w a k i e n» und Rumänien die Verpflichtungen Oesterreich-Ungarns übernehmensollten, entschlossen' sich die Großmächte, diese Staaten von den Verpflichtungen Oesterreich-Ungarns zu befreien, jedoch pnter der?Bedingung, daß sie die Summe von eineinchalb M.i l l i a r d e n G o l d f r a n k $' als Anteil an den B efreiungskosten der erwähnten Gebiete erlegen werden. 'Auf Polen .würden - von dieser Summe 250 Millionen Franks entfallen. Der polnische Bevollmächtigte Ladislaus G r a b s'k i unterschrieb diesen Vertrag, und zwar unter der Bedingung, daß die ärarischen Wälder in Galizien von den Vertragsbestimmungen ausgeschaltet werden. Die Linie Mikulinoe-Trembowla- Ezortkow von den Polen besetzt. Mähr.-Ostrau, 17. Juli. (Poln. Tel.-Agent.) „G a z e 1 a Lwows k a" meldet in einer Extraausgabe, daß die p o l n i f ch e n Truppen die S er ethlrnie überschritten und die Linie Mikulinee—Ttembowla—Ezortkow und eine ganze Reihe von Orten, die an dieser Linie längst des Jbruez liegen, b e je tz t haben. Die weiteren Aktionen entfalten sich erfolgreich. Mähr.-Oftrarr» 17. Juli. (Poln. Tel.°Agent.) Meldungen der Blätter zufolge erbeuteten die polnischen Truppen in allen -Orten, die sie besetzt haben, Kriegsmaterial, Munition und Geschütze, welche bereits bei den weiteren Aktionen benützt werden In Czortko-w wurden 200 Eisenbahnwagen erbeutet. Es wird bestätigt, .daß die Ukrainer für Dienstag eine Offensive großen Stils vorbereiteten. Sie wmden aber von den polnischen Truppen geschlagen. . . Minniea vorr dey TrvMM Petlfurvs genommen. Mähr.-Ostrau, 17. Juli. (Tschecho-slow.Pnßbur.) Eimn: Bericbic des „Gouiec Krakowski" aus Warschau zufolge nahnnn 18. Juli 1919 Rr. 17S ->-li ''--'-7^— ---—- —■»«r '■ ■''''• - hie Truppen Petljuras Winnica ein. Der Atamans Grigoriew soll nach der Einnahme' von Odeffü auch Chers m und N i k o l a j e w s k erobert haben. 'Die Armee des General Denikin besetzte den wichtigen Bahnknotenpunkt W o r o s ch b( Iekaterinoslaw von den Svwiettrrrppe» erobert. Denikin und Koltfchak geschlagen. Moskau» 17. Juli. (Funkspr. des Korr.-Bur.l Kriegsbericht der russischen SowietrepubUk vom 16. Juli: Ostfront: Am'- 13. Jüw wurde S l a t o u st erobert, Tscheljabinsk ist vor dein Fall. 'Die B e r g w e e u n d F a b r i k e n d e s I n d u st r i e g e b t e t e s^i m U r a l s i u d irt utt ff r er. Hand; sie wurden sogleich' in Betrieb gesetzt, um dic Bedürfuissö der Noten Armee zu decken. Die P e r f o l a-u n g D e n e k i n S dauert fort. I eka-»/ terinoslaw ist von den Nottruppen gelt o.ni tit e n worden. Soeben kommt die Nachricht, daß am- 15. Juli E k a t e r i n e n b u r g, die Hauptstadt des Urals, ., von deri Rottruvpen eingenommen wurde. K o l t s. ch a f flüchtet in Elle, zwei Züge mit Bourgeois» f l ü ch t l i n g e n sind in unsere Hand gefallen. Unsere Truppen habenden Ural überschritten rmd dessen sibirisches Hang besetzt. *.. Der Friede mit Bulgarien. % Paris, 17. Juli. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") Mau rechnet nicht mehr damit, daß der b u l g a r i f ch e F r i e d e n Sv ert rag bei der Ankrmft der bulgarischen Delegierten, die aur 25. d. M. erfolgen soll, f e r t i g g e st e l l 1 sein wird. Dev/ Vertrag schneidet äußerst verwickelte Fragen an Md rollt das ganze B a l k a n p r o b l e m > auf. G r i eche n,. S e r b e n und Rumäne n müssen gehört werden, ehe endgültige Beschlüsse gefaßt werden können. Man 'ist auf den Verlauf der Dinge um so.mehr gespannt, als man-sich in Par iZider durch Italien geäußerten Sympathien für Bulgari« ermnert.. Aufstand irr Montenegro. Samt-Germain-eArLayc, 17. Jusi. Die „Times^ . meldet, dgß sich der Aufstand der Montenegriner gegendie serbischen Okkupatwnstruppen im ganzen Lande' , ausbreite. Die Montenegriner haben mehrere Vertreter^ der serbischen Behörden ermordet. Ueber" Podgoritziy wurde der Belagerüngszustand verhängt. Die Aufständischen verlangen die Zurückziehung der serbischenj Okkupationsarmee. - - ' , " Die Amerikaner gehen nicht gegen Rutzland^ Zürich» 16. Juli. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") Nach zuverläßigen Quellen haben die Amerikaner ihre Stellung gegen-; über den Bolschewiken der Friedenskonferenz genau festgestelll:md erklärt, daß Amerika es niemals zu lassen, w ü r d daß a m e r i k a n i s ch e T r u p p eu g e g e n R u ß la nd oderUngarn verwendet würden, solange nicht die Bolschewiken versuchen sollten, in die Lander der allnertcu Md assoziierten Mächte cinzudringen. Weiters wurde erklärt, daß dresep Entschluß Amerika nicht daranhindern koMe, moralisch oder finanziell diejenigm alliierten Mächte zu unterstütze», welche milltärische Dtaßnahmeu zur Bekäuchfung.des Bolschcwisnms ergreifen würden. Gompers tviedergewLhtt. Genf» 17. Juli.- (Tel. der „Wr. Morgenztg.") Der bisl,erige Präsident der American Federation of Labour. SamurL G o mp ers, ist in der soeben stattgefundenen Getirralver-» samnilung der Federation zum Präsidenten.'w'i e d er g ewähltworden. '. V - ' - Nord-England ohne Bahnverkehr. Amsterdam, 17. Juli. (Korr.-Buri) Der „T e l e g r a a meldet aus L o n d o n vom 16. d. M., daß infolge eine . S 1111 k s bei der Nord Tastern Eisenbahn, der größten englischen » Eisenbahngesellschaft, der B e r k e h r Nord-Englands st i k l l i e a t. Die Leitung des Eisenbahnerverbandes hat sich heute von London nach Newcastle begeben, um BermittlungS-- versuche zu Mternrhmen.. - Manra demisfirmlert. London, 17. Juli. (Reuter.) Die „Times* meldet aus M a.p r i d: Der König hat die D e m i s s i o n M a u r a S angenommen mtd D a t o zu sich berufen. : -j. ’ Neue LeSensmtttelkredite für Dentschösterreich^ Genf» 17. Juli. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") Der Führer der deutschösterreichischen Delegation, Dr. Renner,' hat be- ' kanntlich in der Vorwoche an Clnnemeau eine Note gerichtet, in der er ihn ersucht, die Beschlüsse deS Obersten WirtschaftSratcs über die Fortsetzung der Vcrsorglmg Wiens möglichst zu beschleunigm. , i- Jü' unterrichteten Kreisen besteht nun die Aussassung; daß die.vier Lieferungsmiichte, An:erika, England, Frankrei ch nnd Italien, geneigt sein dürsten, weitere - Liefer ungskredite zu bewilligen imd die entsprechende Menge von N a h r n n g s m i t t e lm nach DentschLsterreich. einzuführen. Italien kaut in Dentschösterreich Bahne». Ein neuer Paragraph im Friedeusvertrag. . - New-Borkr, 17. Jnli. (Tel.-Komp.) „Universal News Service" meldet aus Paris: Der Rat der Fünf hat i n d e n ö ft e r'r r j' ch i s ch e n F r i c d. e n s v e r t r a g einen neuen Paragraphen e i ng e f ü g t, dernzusolge auf österreichischem Boven neue Eisenbahnlinien g eb a u t w e r d e n s o Heu,, die über den Reichen- und über . den Predilpäst fuhren werden. Der Bau dieser beiden Eisenbahnlinien auf österreichischem Gebiete findet ans Wunsch Italiens-°r stptt, daß auch die Kosten der Erbauung tragen wird. fi , .»m , Streik in Linz. Linz, 17. Juli. Montag den >21.-d. M. itnt- 9 Uhr vormittags werden Proteste gegen das/V-or< gehen de^ Ent-enteimperialrSmus gegenüber den Gowiet- .. repnbWn Rußland und Ungarn , und znr Bekundmrgs - der Sympathie für das Proletariat in den Entente- ' - ländern hie Arbeiter in sämtlichen hiesigen -Betrichew- - die Arbeit niederlegen und sich in geschlpssenLn Zst^erv in das Stadtzentrum begebenwo eine Masseursammürng abgehalten werden wird.. Sämtliche GescUste werden vormittags gesperrt bleiben undauch die StrMrchghp wich, ipsihrettd .der .Dauer der, Nemvtl-. sttatjM.-nicht verkehren: Me iw.Li n z werden auch iw ' 5^ Wels, S te h r. und' in -anb'erM. Gememden des' LaydeS',, an dicß'm Tage' Dcm-ou-stralionsftreils, Uinzn-.ie und-^ / Versamml.uuaeu veranstaltet tverdcui.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.