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Wiener Morgenzeitung · 1919-07-16 · Heft 177 (16.7.1919) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 177 (16.7.1919)
Date
1919-07-16
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 Wien, Mittwoch ... ....... -.IIP»W- <m «I'MDWHMH» Wiener Morgenzeitung '16. Juli 1919' «form- Sport. Im Auto mit der Hakoah-StafeLte von HüLLeldorf auf die Hohe.Warte. Der Startschuß ertönt und schon setzt sich das aus tö Läufern bestehende Feld in Bewegung/ Zuerst ist mf dem W. A. F.--Platz eine Runde zurückzulegen, uinn geht aus die Straße. Wir hüben leine Zeit» ins um die Reihenfolge der, Läufer, zu kümmern, denn uir müssen selbst eiten, um noch früher den Ausgang M erreichen. Als sich das Auto in Bewegung setzt, haben bereits ne ersten Säufer den Sportplatz verlassen. Anderster Nelle liegt der W. A. F., ihm folgt der Vienna-Maiiri,st rann der Hakoahner Scheu. Die erste Etappe ist 300 Meter lang und. endet , bet der Li.nzerstraße. In / rer angegebenen Reihenfolge erfolgt die Nebergabe, Die Käufer müssen sich zwischen mehreren Straßenbahn--, jügen durchschlängeln, wir Haben es nicht so leicht, ns wir freie Fahrt bekommen, ist uns das Feld weit rorauS und erst auf halber Strecke haben wir Wert--' Weimer II, den zweiten Hakoah-Mann, erreicht. Cr legt noch immer an dritter Stelle und übergibtauch n dieser Position bei' der Abzweigung - der Hüttelwrserftraß? den S;ab an Singer (Etappenlänge lOO Meter), In dieser Teilstrecke trete« große Der» lnderungen ein. Zuerst schiebt sich der W. A. C.» -?äuser an die erste Stelle vor, während der im glänzen» »en Stil laufende Singer zuerst den Vienna- und dann ruch den W. A. F. - Mann überholt. Er steht die 380 Meter lange, Strecke glänzend durch. Das Dempv st sehr rasch, die Läufer benützen den ungepflastcrten Nehweg. Das Feld hat sich sehr stärk ausrinandericzogen. Revay II bestreitet die nächste Etappe. Ihm ist >ic 650 Meter lange Strecke etwas zu weit. Trotzdem Mt er die zweite Position. Der W. A. C. übergibt nit 1OO Meter Vorsprung als Erster den Stab. Jn drr nächsten Etappe — - sie wird von Grvßmann ll Letrittm— hat sich bereits eine Spitzengruppe gebildet, bornc liegen W.A.C., Hakoah und W.A.F., weit zurück vlgt das stark auseinander gezogene übrige Feld. Groß- ^nann läßt am Ende der 650 Meter langen Etappe "tark nach, so daß ihn der W'.A.F. passieren kann. lZcrtheimer I übernimmt als dritter den Stab. Es;eht an der Breitenseer Kadettenschule vorbei. Ueberalt 'tehen zahlreiche Zuschauer, die die Läufer lebhaft .be-;rüßen. Werlheimer hat auf der 650 Meter larrgew stappe etwas Terrain'gewonnen." Die nächste Teiltrecke ist nur 380 Meter lang. Wir haben die Hüttelzorferstraße verlassen. Siegfried Weiß halt den Status juo aufrecht. Er übergibt den Stab an Kurt Iuhn. der Weg führt stark, bergauf. Der Hakoahner versteht 's, mit seinen Kräften Mq.ß zu halten, so daß er Lus »er in ihrem weiteren Verlaufe bergab führenden 600 Meter langen Etappe den- W.A.F.-Mann überholen 'ann und, an zweiter Stelle liegend, die Ablöse erreicht. H i r s ch l e t I, der unverwüstliche Senior der hakoah-Leichtathlsten, läuft die nächsten 640 Meter. §r schiebt sich an den führenden WlA. C.-Mann näher -eran. Man sieht es Ihm an, daß er das Letzte aus!ich herausgibt. Die nächste, 600 Meter lange Etappe oird von Lnmek beftrit^n, den sich die Leichtathleten wen so wie Iuhn aus der FußballMion - auSgebvrgt )aben. Lumef ist hart trainiert, nicht-nur im Sport, sondern auch in der Arbeit, ist er doch als Chaluz feit Nonateu tätig. Immerweiter schiebt sich der sonnserb ran nie Hakoahner an den Führenden heran, und rts er übergibt, trennen ihn nur mehr 40 Meter son dem W. A. C.-Mann. 30 Meter zurück folgt rer W. A. F. Karpath läuft die nächsten 340' Meter bergab. Er hat bei der Nebergabe wertvolle Sekunden verloren, kann aber den zweiten Platz behaupten. Die Ablöse befindet sich bei det Stadtbahnstativn Hernalier Hauptstraße. Hier -hat sich eine besonders große Zuschauermenge eingefunden. Die Straßenbahnwagen halten und lassen die.Läufer passieren. Für die Havoah läuft fetzt Jnwald ll, der! nie 540 Meter lange Strecke nicht ganz durchsteht und knapp vor der Ablöse den W.A'.F. passieren lassen muß. Die folgende Etappe ist die schwerste. Sie ist zwar nur 47O Meter lang, führt aber ununterbrochen' stark bergauf. Hirschier II, der, von einer Krankheit fanm genehm, sich zur Verfügung gestellt hat, verliert Terrain. Roch schlechter geht es bei der nächsten Etappe, die der Ersatzmann Dukes bestreitet. Die -700 Mieter sind dem jungen Hakoahnerer spielt in der Jungmannschaft Fußball — zuviel. Der Terrainverlnft ist uneinbringlich. Lustig kann in der nächsten Etappe (55O Meter) etwas aufholen. Mächtig legt jetzt der D A. F. los, er sucht an den führenden W. A. C.-Mann heranzubomm.'n. Der nächste Hakoahner ist Jenö Weiß. Seine Strecke ist 720 Meter lang. Das Nennen ist für die Hakoah nicht mehr -zu machen. Den dritten Platz kann sie aber nicht verlieren, denn der Vierte ist weit und breit nicht zu sehen. Gleich lang ist die nächste Etappe. Sie fällt stark bergab, das Auw kann kaum folgen, muß später einen Umweg machen, da die Läufer einen Feldwegs bcm'ch.-u, der durch zahlreiche Stufen nnidrbrochen ist In rasender Fahrt kommen wir wieder an dir Sprtz-.-ugi.upv!- heran. Der D.A.F. Hat den W.A.C. Lberhplt, I n u» n f b J sWitzkchl har viel Terrain attfgehvlt. Bei der Stadtbahnstation Ober-Döbling übernimmt .Salzer .den Stab, den er nach 490 Meter an Friedman n übergibt. Dieser gibt auf der 480 Meter langen Strecke das Letzte aus sich heraus, um die Zeit der Haboahstafette zu verbessern. Wir sind beim Sportplatz angelangt, aus dem .Auto gesprungen und im Laufschritt zur Bahn, wo der letzte Mann noch zwei Runden zurückzulegen hat. Gerade kommt'Friedmann an. Er kann dem Stab noch übergeben, dann, bricht er zusammen, um sich, übrigens bald wieder.zu erholen. Revay l ist der Schlußmann; er geht als Dritter hinter dem W.A.F. und W.A.C. um 46 Sekunden später als der Erste durchs Ziel. Die Hakvähstafette. hatte zur Zurücklegung . der 12 Kilometer langen Strecke 35 Minuten uich 52,8 Sekunden benötigt. Nach ihr liefen ckveitere 12 Stafetten ein. Da außerdem an sechster Stelle die. Halo a b -- F n ß b a l l e r und än zehnter die Mannschaft des Makkabi X lagkann man mit dem Erfolg < der jüdischen Farben sehr zufrieden sein. A. B. - Die onzlischrtt Leichtathletik-MeiftersHafLen. In drr Vo.woche keinen in Londondie englischen Meisterschastm zur Austragung, .-von denen mehrere inS Ausland entführt wurden. Immerhin nicht allzu viele, hauptsächlich deshalb, wecl die Ämeukauer den Meistench.üien fern blieben. Die er* zielten Leislungeu sind ‘mit wenigen Ausnahmen hervorragend. Die Ergebnisse waren: Laufen über 100 DardS: I.A. d'Arch (PolhiechnikHarriers) in 10 Sek. , . Gehen über 2 Meilen (0218 Meter): 1. Bridge (England) in U:18'2. Hürdenlüufen über 120 Dards: 1. Wilson (Neuseeland) in 15-8 Sek. Hammerwerfen: 1. Mitgaard (Dänemark) mit 43*77 Meter.' Hochsprnng:'1. Baker (England) 1'82 Meter. Lauten über 804 Meter: 1. G- Hill l Englands in 1:55*2. Stabhochsprung: 1. Hogstrom' (No-.wegen).3‘34 Meter-. Laufen über 402 Meter: 1: Butler (England) in 49*8 Sek. Laufen über 4 englische-Meilen (6736 Meter): 1. Backmann (Schweden) in 19:56*4. Hürdenlaulen über 44GAards: 1. Gray. (England) in 59-8 Sek. 2. English (England). ' WrWrung: 1. Petersm (Schweden) 7-29 Meter. Stafettenlaufrn. über viermal 40 Meter: Polhlechnik. Harriers in 3 Minuten 32*4 Sek. Lausen über 220 Vards: 1. William Hill (England) in 32'6 Sek. Kugelstoßen: 1. Jansen (Schweden) 13*12 Meter. Lausen über 1 Meile (1609 Meter): 1. G. Hill (England) in 4:21*2. Der I. T. B. Makkabi XY, hielt am 5. d. M. in seiner Halle einen H e r z l - G e d e n k a b e n d ab. Nach ernsten, einleitenden Worten des Obmannes, Herrn Schiller, die von dcu Versammelten stehend angehort wurden,^ sprach der Vorsitzende de3 dcutschosterreichischen Kreises der jüdischen Tmuerschaft, Herr Dr. Schiffnrann, über die Bedeutung Herzls und sein Verhältnis zur jüdischen Durnerschast. Das Wettschwimmen „Quer durch Wien". Zu dieser größten schwimnn'vortlichen Provagandaveranstaltung, die bekanntlrch am 27. Juli stattfindet, find insgesamt 127 Nennungen, 83 für die Herren- und 44 für die Damrnwertbewerbe cingelaufen. Der Sportklub Hakoah^ hat folgende Mitglieder aenannt: Herren-Junioren: Eugen Teichner. Oskar Ultmann, Richard Ultmann, Rudolf Spitzer, Richard Schoßberger, Wrlly Kurtz, Ernst Frever; Herren Über 30 Jahre: Seegnnmd Deutsch; D a m e n - I u n i o r e n :' Olga Altmann,' Hilda Altmann, Maria Sobotka, Hilda Much.- Propagandawettsprel im Augarten. Samstag dm 19. d. M. findet im Augarten im Nahmen eines, Wobltätiakeitssestes ein Propaganda-Fußballspiel zuiischeu zwei Mittelschülermaunschaftrn statt. Die Sommeesaison. Obwohl die Fmßballsaison offiziell geschlosien wurde und für die nächsten Wochen in Wim Swelvcrbot herrscht, wird der Lederball doch nicht vollkommen ruhen, da heuer die Proviuzvee-eine eine große Rrgsanireit entfalten. Am Sonntag findet in.Stockerau ein großes Sportfest statt, an welchem eine durchwegs aus erstklassigen Wiener Spielern zusammengesetzte Mannschaft ftilnimint. die den geschmackvollen Namen ,,D' schwären Elf" führt. Eine Woche spater Hut Schwechats feinen großen Tag. Im Nahmen eines großen Sportfestes feiert der Manager des Vereines, Engelbert König, sein 20jährigeS Spielerjubilämn. Die Schwechater Haben aus diesem Anlaß den Grazer Athletikklub zu Gaste. Außerdem finden auch in Liesing. Wiener-Neustadt, Mödling usw. jeden Sonntag Gastsp'.cle von Wiener Mannschaften starr. Leichtathletisches Meeting in Schwechat.Der Sportklub Germania, Schwechat, veranstaltet, wie bereits berichtet, am 27. d. M. ein großes Sportfest, in defien Nahmen auch leichtathletische Wettbewerbe zur Austragung gelangen. Dies« umfassen folgmdeKonkurrenzen:1 Laufenüber 100 Meter; 3. Diskuswerfen; 3. Laufen über l0v Meter (Zwischenläufe); 4. Hochsprung wit Anlauf: 5. Laufen über 100 Meter (Entscheidung); 6. Laufen über 1000 Meier; 7. Weifiprung mit Anlauf; 6. Laufen über 400 Meter; 9. Stafettenlaufen 4 X 100 Meter; 10. Stabhochsprung. Panama und Girardi Hwtfe vrrclen prompt und billigst nach ntuwter Fa$o» modernisiert 347 --"-"* XVm , WäUrlugorgtlrtal 21 und VtL, Marfahllferstroas« So Gerichtssaal. Drohbriefe an eine« Richter. Am 17. d. M. beginnt, wie wir schon berichteten, die Schwurgerichtsverhandlimg gegen eine zehnköpfigc „Platte" wegen systematischer Villendiebstähle. Die Verhandlung, in der den Bürsttz OberlandesgerichtSrat Kämpf inne hat, ist für drei Tage anberaumt. Wie wir nunmehr erfahren, erhielt VberlandeS» gerichtsrat K ü m p f anonyme Drohbriefe, in. denen ihm mlgeratm wurde, in icintm eigenen Intereste ein milderndes Urteil zu fällen. Es sind Vorkehrungen getrosteti worden, den Schinm-genchtsfaal von zweifelhafteu Elementen nötigenfalls zu fänberi!. Der Volkswirt. Zur Sozialisierung des Kahlenbergbaues und Kohlenhandels in Deutschösterreich. -Von Ingeuienc RsüerL Schwarz. . Die Protokolle, welche das Ergebnis der aut 28. Juni und 1. Juli abgehaltenen Enquete zur Frage der Soziaüsi-erung des Kohlenbergbaues und K-ohbLn-- Handels in Deutsch Österreich zusammenfassen, sind bisher der Oeffentlichkeit nicht zugänglich gemacht worden. Dies ist. aus mehrfachen Gründen bedauerlich, da mit dem Schlagwprte der Sozialisierung vielfach unberechtigte und undurchführbare Erwartungen, eriveckt wurden. > Mau scheut sich offenbar, d'ie jetzt von Fachleuten: aus. dem Kreise der Unternehmer, aber auch, der Arbeiter zutage geLreteuen ernsten Bedenken gegen UeÜcrcluruqoti auf diesem Gebiete allgemeiner bekannt zu machen-, obwohl Offenheit hier mehr am .Platze wäre. Bon besonderem Interesse ist auch die Liste der Sachverständigen, tvelche berufen waren/ zu diesen Fragen> die für die weitere Entwicklung der gesam.Leu Industrie von so grundlegender Bedeutung sind, ihrL beratende, beziehungsweise warnende Meinungsäußerung abzugeben. Trotzdenr die Auswahl der Experten gewitz. nicht so vorgen<Mmen tvnrde, um' Beschlüsse gegen dir-. Sozialisierungsbestrebungen zu unterstützen, soll das Ergebnis der Enquete keineswegs für die, Durchführungder Sozialisierung ermutigend sein. Auf dem Wega der Ueberstürzung wird demnach diese Frage nicht gc* löst werden können. Allerdings bleibt die Frage offen,' wie die Geister, die man rief, ,zu entsprechend plän--- nräßiger und zielbetvußter Reformarbeit veranlag werden sollen, wie aus der Politik der Schlagworte' tatsächliche und positive gesunde Wirtschaftspolitik ^werden soll. - j Am 28. Juni ^wurde der erste Teil der von dxv Gruppe II (Industrie) der SozialisierungSkommissiou veranstalteten Enquete betreffend die Sozialisierung dcx Kohlenwirtschaft durchgeführt. Auf der Tagesordnung stand die Frage des Kohlenhandels. Die den Experten in einem Fragebogen vorgeftgten Fragen betreffen hinter anderem das Verhältnis des deutschösterreichischen Großkohlenhandels zum Kohlenbergbau und' zum Großkohlenhandel des Auslandes, die Preisbildung^ den Kohleneinkauf und den Weiterverkauf, sowohl unter den Verhältnissen einer freien, wie. unter der Voraussetzung einer Zwangswirischaft. Weitere Fragen' behandelten die technischen Einrichtungen zur Kohleuversvrgung. Ein eigenes Kapitel des Fragebogens war den Erfahrungen mit der ZwangZbewirtschüftung gewidmet. Aus den Aeußeruugen der Experten ging hervor, daß. die auf -mehrere iJahre im vorhinein .abzusch ließenden LivferungsverträgL * für; die Einfuhr ausländischer Kohle der staatlichen Bewirtschaftung ganz erhebliche, vielleicht sogar unüberwindliche Schwierigkeiten bereiten könnten. ‘; Am 1. Juli hat der zweite Teil der Enquete über die Sozialisierung der .Kohlenwirtschaft stattgrfunden. Es zeigte sich, daß der Einfluß, welcher deu Betriebsräten durch das aup 26. Juli in Kraft tretende Gesetz erugeräumt wird, ein die Arbeiterschaft zuin großen Teil befriedigender ist:. Es. gelangte weiters die.'Frage, ob die Entwicklung des Bergbaues, hinsichtlich der Steigerung der Pvödnktion durch das bisherige Wirtschaftssystem' des Privatbetriebes gehemmt tvnrde,' zur Beratung, woran sich die Diskussion' über die Vorteile der Vergesellschaftung!rller oder eines Teiles des deutschösterreichischen Kohlenbergbaues in der Hand einer gemeinwirtschaftlichen Unternehmung schloß. Insbesondere wurden die Experten dahin gefragt, inwiefern durch eine derartige Vergesellschaftung die Produktion gesteigert, die Gestehungskosten herabgesetzt und die planmäßige und wirtschaftliche Ansnützung des. Kohlen-. Vorkommens in,, Deutschösterreich gefördert werden könnte. > ' , Ebenso wie die kürzlich in Prag durchgeführten Verhandlungen betreffend die Sozialisierung der Gruben-' betriebe in der tschecho-slowakifchen Republik das Ergebnis hatteu. daß sowohl die Vertreter der Arbeiter- ' schaft als auch die Jndnstrievertreter von vornherein jede Verstaatlichungstendenz ah lehnten, dürfte auch die deutschösterreichische Enquete zu ähnlichen Ergabirissen gelangen. Im allgemeinen wird, aber wohl eine entsprechende Anteilnahnur der Angestellten und Arbeiter an der Verwaltung der Betriebe gewiß im beiderseitigen Einvernehmen zur Durchführung kommen können^ Wenn man untersucht, wie es bezüglichdes K-vhlenhergbaues in'Dentschöstecrerch steht, so gelaugt man zu folgenden Msultaten? Deutschösterreich ist kaum imstande, ein Siebentel seines Kohlenbedarfes üns oer eigenen Förderung zu decken. Mr werben also .vorwiegend auf die Zufuhr fremder Kohle, nümeut. lich aus Deutschland und dem. tschechischen Staate, au« gewiesen sein. Wir könmn eö in den nächsten Jahren höchstens auf eine Kvhlettpvodnktion v.on etwa 30 Millionen Meterzentner bringen, während der inländische Bedarf mindestens 200 Millionen Meterzentner pro Jghv beträgt. Zweck der Gozialifterung soll sein,, di« Kohlrnproduktion zu heben. Weilers will mau eine billigung des nnueralisch?» Brenustoffts herbeisühren, da ja die zu enteignendrn Uttternehmungett inr Jnter- .c'ssi der Gemrinwirtschafl weit-ergesührt werden sollew

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