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Wiener Morgenzeitung · 1919-07-15 · Heft 176 (15.7.1919) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 176 (15.7.1919)
Date
1919-07-15
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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\ Nr. 176 /Wien, Dtettsrag > -11—" ■ ' ■MnimmitirT-tar.H'a<~sr;riii»i.» . . * . —... >..>> Streik der Mdttfchen Bevölkerung in Innsbruck. . Forderung nach Lebensmitteln. KMSkptS/. 14’. Julr. Die Mitglieder sämtlicher sozialdemokratischen und deutschen Gewerkschaften von Innsbruck, der deutschen Eisenbahnerv-reine der'Sttdbahn und Staatsbahn, des Reichsbundes deutscher Postler und' anderer haben heute um 10 Uhr vormittags-die Arbeit auf 2 Stunden niedergelegt, um dadurch der Landesregierung den Entschluß zu verkünden, dem Streik der Landwirte den Streik der arbeitenden Bevölkerung der Städte eytgegenzustellen, wenn ihre Forderungen nicht erfüllt werden. Die hier abgehaltene, von Arbeitern und der Beamtenschaft zahlreich besuchte Protest- Versammlung nahm einstimmig eine Entschließung an, worin an die Landesregierimg folgende Forderungen gestellt werden: Sichere Belieferung mit Fleisch 'im Ausmaße von mindestens einem halben Kilo pro, Kopf und Woche, Maßnahmen zur Erhöhung der Milchzüfuhr, rasche Ausbringung und gerechte Austeilung der Butter und anderer Lebensmittel, strenge Bestrafung derjenigen Produzenten,, die sich weigern, zu den festgesetzten Preisen und Mengen Lebensmittel zu liefern, rücksichtslose Unterdrückung des Schleichhandels durch Bestrastwg auch der Produzenten, die Lebensmittel an Schleichhändler veräußern, und schließlich Bekämpfung des Wuchers in jeder Form. Eine zehngliedrige Deputation überreichte sodann der Landesregierung die Forderungen der'Demonstranten. '! < ' ‘ . Nach' einer Konferenz der Landesregierung verkmrdete. Landeshauptmann Schraffl den Demonstranten . den Beschluß der Landesregierung, wonach der sogenannte Ueberprüftrngsentschluß (Ueberprüfung der gegen die Landwirte wegen Mchtersülluug der Lieferungs- Pflicht verhängten Strafen), der sich nur auf eine geringe' Zahl bestimmter Fälle bezog, rückgängig gemacht wird, und der Ernährungsdirektor als Leiter des! Landeswirtschaftsaultes in Zukunft iiber die Rekurse gegen Straferkenntnisse entscheiden wird. Ferner. wird sich die Landesregierung nicht von agrarischen Interessen, allein leiten lassen, sondern sie wird ihre Aufgabe bewußt dem Recht und .Gesetz! entsprechend Unparteiisch lösen. Schließlich stellte der Landeshauptmann Maßnahmen in Aussicht, um'die Belieferung der Städte zu sichern. Die Demonstranten zerstreuten sich' hierauf.! Um 18 Uhr wurde die Arbeit wieder ausgenommen. Streik der Landarbeiter in Oberösterreich. Linz, 14. Juli. (Korr.-Bur.) In St. Florian droht, Äte die Blatter melden, ein Landarbeiterstreik auszubrrchen, da die dortigen Bauern die sozialdemokratische Landarbeiterorganisation nicht anerkannten und ihre Forderungen ablehmen. Die bisherigen Verhandlungen, die in St. Florian und in Linz geführt würden, hatten kein Ergebnis. Auch die heute nachmittags bei der Landesregierung geführten Verhandlungen, verliefen zunächstohne Resultat, wurden aber später unter Teilnahme der Landesregierung wieder ausgenommen. Heute abends findet eine Versammlung der Landarbeiter in St. Florian statt. Die Een Steuern in Deutschland. *"* Äermar, 14. Juli. 'Zu der.gestrigen Besprechung des Reichsfinanzministers mit den Finänzministern der Einzelstaaten erfährt das Wolffsche Bureau, daß nach den Vorschlägen des Reichsfinanzminifters die direkten Steuern bisfauf das außer st zulässige Ma ß durch das Neich au s ge s chö p f t werde n in ü s sen. Dieser Meinung haben sich die Finanzmimster der Einzelstaaten trotz anfänglicher .Bedenken rricht verschlossen? Zuschläge zu der Reichseinkommensteuer durch die Staaten und Gemeinden sollen nicht erhoben werden. Es soll also nur eine -einzige Einkommensteuer zur Einhebung gelangen, von der das Reich, einen ent-, sprechenden Teil an die Staaten stnd Gemeinden ab-' geben wird'. Das Inte re s s e des Re ich e s .an den Steuere in nach men wird b is z u 7 5 Prozent' zu beme ssen sein, ist also, so groß,, daß das Reich auch' .unbedingt einen Einfluß auf die Erhebung haben muß'. Die. Finanzämter müssen daher unbedingt auf das Reich übergehen. Dir bisherigen Hoheitsrechte der Gliedstaaten werden 'eingeschränkt. .Es wurde aber zum Schlüsse der Besprechung kein Widerspruch von'feiten der Gliedstaaten dagegeri laut. Besondere Nnfnterksamikeit wird auf die Ausbildung der. Steuerbeamten zu lesen sein. Eine Reichseinkommensteuer wirddem, .Parlament erst im Oktober zugehen, jedoch ist beablsichtigt, die Reichsabgabensrdnung möglichst bald der ^Nationalversammlung zu überreichen.? Die Banmivollsendungen für Tschecho- SloLvakien. . Prag» 14. Juli. (Tel.-Kvmp.) Räch einer Verlautbarung des Handelsministeriums wird die erste Sendung amerikanischer Baumwolle für den Ischecho-slowMchen Staat am 23. Juli in der Tschecho-Slowakei eintreffen. Bisher wurden in Hamburg 3000 Ballen gelöscht, die auf Schleppern nach der Tschecho- Slowakei gebracht werden. Die nächste Sendung amerikanischer Baumwolle im Ausmaße von 2V.000 Ballen wird in 10 Tagen - in Hamburg eintreffen, so daß eS binnen kurzem möglich fern wird, daß alle Textilfabriken de« Tschecho-Slowakei ihre Produktion wceder aufnehmen. SEK der politischen KonZepLspralrttüanten. Prag» 14. Juli. (Tel.-Komp.) Die politischeil Konzepisvraktikanten find heute behufs Berbefferung ihrer materiellen Lage in dm Streik getreten. Qderkommandant BÜHrn BnLapest. 14. Juli. (.Tel. der ..Wr. Morgenzta.Z Oberlömnmndanr B v h m ist krankheitshalber von lemcmPosten geschieden. Die Negierung hat den Konimandamen des dritten Wiener Morgevzertung 15. Juli 191Y Wit<sD Das Schicksal Ostgaliziens noch nicht entschieden. Mährisch-Ostrau» 14. Juli. (Tschrcho-stow. Prrßbur.) Wie die Polnische Telegraphen-Agentur meldet, ist G r a b s k i gestern in Warschau eingetroffen, um im Namen der polnischen Delegation dem polnischen Parlament den FriedenSvertrag zur Ratifikation vorzulegen. Päder e w s k i und D m o w S k i find in Paris geblieben, da die F r a ge O st g a l i z i e n s n o ch nichterledigt ist. Ein polnischer Autonomieenttvnrf für Ostgalizien. Warschau» 14. Juli. (Polnische Preßagentur.) „Knrhcr Warszawski" meldet: Die polnische Delegation hat der Pariser Friedenskonferenz einen A u t o n o m i e e.n t w n r f für Ostgalizicn unterbreitet. Der Entwurf ist auf demokratischer Basis aufgebant. Der im Entwurf vorgeschlagene Pro V i n zl a n d t a g wird sich mit Schul-, Eisenbahn-, Wohlfahrts- Md Verwaliungsftagen befassen. Mjs Amtssprache soll die polnische und u k r a i n i s ch egelten. (Die Polen scheinen eS noch immer für g'^t zu halten, die Existenz der jüdischen Nation und Sprache zn ignorieren. - Die Juden werden sich mit dieser Politik nie absinden. — Die Reku) . Die Assentierungen in Galizien. Lemberg, 14. Juli. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") Die Lcniberger Zeitungen melden.: Das Lembcrger Milttärkomnmndo wird innerhalb dieser Moche in, den Städten Lemberg. Zolkiew und Sokal eine allgemeine Rekrutierung der Jahrgänge 1896,1897,, 1898 und 1899 ohne Unterschied der NationaÜtät durchführen.' Mit Ausnahme' der Rekruten ukrainischer Nationalität werden alle übrigen sofort einr ü cN-tt muffen.' .. ./•* ' . Götz-Okoezymskr verkauft seine Güter. Warschau, 14. 'Juli. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") Der die - vom geraubten Betrage d u r ch! d ie Polizei a u f gefundenen 6 9 Millionen Kronen eine einstweiliges Sperrverfügung durch einen Beschluß' de Bezirksgerichtes Innere Stadt erwirkt. Gegen diesen Beschluß des Bezirksgerichtes hat die ungarischeMsandt schaft Widerspruch angemeldet, dem aber das Bezirksgericht keine Folge gegeben hat'.' / } .'Gegen diesen Beschluß betrat die GesüftdiMaf^ den Rekursweg und protestierte hauptsächlich -aus! völkerrechtlichen Gründen gegen den Beschluß. ' Das' Urteil des Lanvesgeeichtes hat nun dem Rekurse Folge gegeben und den Beschluß des Bezirksgerichtes aus Sperre der 69 Millionen vom 10. Mai znr-.G.ünze aufgehoben. / A Das - Urteil wurde in einem 'Senate 'htö Landes geeichtes gefällt, in-dem 'Hofrat Engel den Bor Msührte. ,, . j_v; j9.-: Erhöhung der Brotprerfe.? 7 In einer gemeinsamen Sitzung des Gchilfenausschuffesuud^ der Bäckergenoffenschaft wurde beschloffen, .an die Regierung heranzutreteu. mit Rücksicht -auf die neuerlichen Lohnfördmmgcn seitens der Gehilfen den - B r v t p r e i s z n .erhöhen. Es bleibt äbznwarten, wie sich die Behörden zu diesem Wunsche der»Bäcker verhalten werden! Reisausgabe. hat seine Güter an einem Franzosen um die Summe von 12 Millionen Franks verkauft. ' -. -? -. . Der Setzerstreik in Krakarr beendet. ' Krakau, 14. Juli. (Tel. der „Wr. Morgenztg.Z Der Streik der Schriftsetzer und Druckereiarbeiter', der das Nichterscheinen fast - sämtlicher Tageszeitungen während einer Woche zur Folge hatte, ist nunmehr durch die Annahme sämtlicher Forderungen der Arbeiter beendet. Die Zeitpngen haben ihr Erscheinen wieder ausgenommen. HMsbericht.,. EÄe von de« Komumniste« gesprMgie antisemitische Versammlung. Das Fiasko des Herrn Sedlak. — Karl Kraus als Kronzeuge des Herr» Orel. . Im II. Bezirk in der Jaroschauer Bierhalle fand gestern abends eine vom Antisernitenbund einbernfene Versammlung zur Gründung einer Ortsgruppe in der Leopoldstadt statt. In der Versammlung wären auch K o m m u n i st e n i n großer Anzahl erschienen rmd es kam wiederholt zu stür m is ch en Sz en en, die in T ätli-ch k e iten auszu arten drohten, so daß schließlich dicVers a m m l u n g v o m V o r s i tz eu d cn geschlossen werden mußte. •- 1 ' ■ Der erste Redner, Herr Sedlak, der unentwegte Schriftleiter mit dem tr eudeutschen tschechischen Namen, legte die bekannten „hehren" Ziele des in Wien schon lange abgewirtschafteten HeP-Hep-AntiseüntiZmus dar. Seine Ausführungen, die den Beifall seiner Parteigenoffen fanden, erregten bei den a-nwefendenKommunistenstürmischenWidepspruch, der sich noch steigerte, als die zweite Attraktion des Abends, der aus den letzten Wahlen bekannte Herr Orel, auch ein unentwegter deutscher Antisemit slowenischen Namens, das Wort ergriff. Herr Orel hatte die Freundlichkeit, den Juden zn raten, sie mögen aufhvren, Juden zu sein, und verwies ans eine Versammlung dersozialistischen geistigen Arbeiter, in der ein Redner von der Weltherrschaft der Juden gesprochen habe. (Zwischeuritfe derlKommunisten: (Das ist nicht wahr, ' er hyt von der Weltherrschaft des Proletariats gesprochen! Gcgenruft: Gemeint hat er aber die Juden! Soldatenrat K o l l m a n n fordert seine Genossen auf, Ruhe zu bewahren, da man dem Redner antworten werde.) 'Herr Orel leistete sich noch die Behauptung, die Kommunisten rmd Bolschewiken seien nichts anderes als eine Abart der Juden, die das deutsche Vol; abschlachten wollen! Redner zitiert dann aus dem Epilog aus der „Tragödie der Menschheit" von Kraus jene Stelle, wo die Toten auf den Schlachtseldenr beraubt werden, als Anklage gegen die Inden, was neuerdings stünnische Szenen Hervorrust, so daß Herr Orel seine erquickenden Ausführungen schließen mußte. Vor seinem Abgang rief er noch«, in den Saal : „Müssen - denn die Juden bei uns in Deutschösterreich bleiben? Sie können ja auswandern!" Aus diese Worte hin entstand ein furchtbarer Tumult, die Anwesenden erhoben sich von den Sitzen und eS drohte zu Tätlichkeiten zu kommen. Vergeblich versuchte Soldatcnrat Kollmann auf seine Leute beruhigend einzuwirkeu, die Erregung war ungeheuer, so daß sich der Vorsitzende gezwungen sah, die BersammlMg zn schließen. ■ , ■ . Es wurde eine Orduerkette gebildet, die Antisemiten konnten abziehen, worauf die Komuruuisten unter Absingung revolutionärer Lieder den Saal verließen. Vor dem Saale stand ein großes Wacheaufgebot bereit,' das aber keinen Anlaß zum Einschreiten hatte. - ' V <•- '' H Die MiKisnen der mrgarrfchsü Gesrmdtschast freigegeben. Das Landesgericht Wien als R'ekursgaricht hat in dein zwischen der £)>'sterreichisch-ungarischen Bank und der ungarische^ Gesandtschaft in Wien schwebenden Rechtsstreit betreffend das VerfugsunDrecht der von der ungarischen Gesandtschaft seiuerzert geraubten 185 Millionen Kronen jetzt das Urteil gefällt. Wie HM Hl? ^esterrMisHMgarische Bairk auf Amtlich wird werlautbart: In der Zeit ab 21. Julr komntti 7a Kilogramm Reis pro Kopf allgemein zur Ausgabe. Mef näheren Bestimmungen über die Ausgabe in Wien werden w>ntV- Bezirkswirtschaftsamt Wien verlantbart werden. .! >7^' .7 . * >. ■ i c;r>- > ' -.7,- - r* i!' Amtlich wird verlautöart:. In der Woche Vorst 297bis 26. d. M. werden in Wien an alle Mehlbezugsberechtigten 250 Gramm Feinmehl und 250 Gramm Maisgrieß prö'Kops statt 500 Gramm Fennnehl. ansgegeben. Ueberdies gelangt an alle Mehlbezugsberechtigten 7s Kilogramm Maisgrieß als Zubuße zur nornralcn Quote zur Ausgabe. Der Preis für ein Kilogramm Maisgrieß beträgt K 5.4V. Eine Protestversammlung der Trafikanten. Im großen Saale.des Hotels Kontinental tagte gestcrr nachmittags eine von mehr als 800 Trafikanten besuchte Protest- , Versammlung; der auch Vertreter des Siaatsrates (Ministerialrat! Dr. D o r e k und Dr. E n g e l s b e r g, der Tabakceg'.< (Dr. B a l d r i a n), der Finanzbezirksdirektion (Weißmändl,! Dberfinanzrat M a x, Oberfinanzrat Kriege r) sowie mehrere! Bezirksarbeiterräte beiwohnten. Der Vorsitzende, Reichsverbandspräsident L o e s f l e r, erklärte, daß die Trafikanten keine Gegners der Kontrolle seien, diese muffe aber bei allen Stellen^ diel mit Tabak zu tun haben, 'einsetzen. Es wurde nach eincr Dcbattä folgender Beschluß gefaßt: ' i) „Die beute versammelten Trafikanten spreche» die Erwartung aus. daß die LadLnkundenmenge durch entsprechettdoi Kontrolle faktisch an die Konsumentenkunden verabfolgt wird^ aber daß sie, im Jntereffe des Trasikgeschästes wegen Beteitm'.gzan die rayonierte Stammkundschaft bcibchalten wird. Zür Be-t kämpfnng des Schleichhandels soll in vecküßlicher Weffe veranlaßt werden, daß alle indirekten'Abgaben der Tabakregie eingestellt werden, so daß größere Quantitäten an die Konsumenten verkauft werden können, um die Existenz der Trafikanteüschast zu sichern, stellt die Versammlung die Forderung, die Provision von 10.ou« 20 Prozent zn erhöhen." . . , Legationspat Schrschmanorv gestorben. 7 Am Samstag ist hier der bulgarische Legationsrat Dr.Mlllim S.ch i s ch m a n 0 w gestorben. Er gehörte zuletzt als Geschäfts-! Wäger der Betretung Bulgariens in Wien an und war in juristischen Kreisen durcy seine wissenschaftliche Tätigkeit setz»'- geschätzt. . / . (fi Bom jüdischen Realgymnasium. Schüler und 'Schülerinnen, welche die dritte Klaisej einer öffentlichen Mittelschule mit Erfolg beendigt Habens könnten in die vierte Klasse des jüdischen Nealgyrtina-j. sinms nur ans Grund einer erfolgreichen Prüfung ansf dem En g lischen über den Lehrstoff der drittenKlassej ausgenommen werden. Für solche Schüler und Schüle-i rinnen ist ein Englischkurs bereits eröffnet worderr,^! in den. nur so fv r t, sich meldende Teilnehmer noch! aufgenonnnen werden könnten. (Kanzlei: 2'. /Bezirks" Obere Donaustraße 91, 2. Stiege, 1. Stock.) ,v * Persorrcrlnachrichtcn. Gestern fand im Feststmle U Wiener Universität die Promotion der absolvierten Juristen Ma N c umann und Otto Wagner zu Doktoren, dep Rech! ÜM" * Keine Päsie nach Numanien. 'Die rnmän'lsche Gl sandtschaft in Wien teilt mit, daß auf Befehl des rmnänische ar'oßeu Hauptquartiers die - Ausstellung von Reisepässen nn Reisedokumenten nach Rumänien und den von den rumänische Truppen besetzten Gebieten, bis auf weiteres e i n g e st e l l wurde. .?. : : 'v Versuchter Einbruch in dev städtischen Haupt Kasse. Am 18. d. M., mittags, habeu drei Männer den Versucl unternommen, die Bureauräume der städtischen Hauptkaffe .ui VIII. Bezirke, Schlefingerplatz 5, zn erbrechen. Sie wurden abe rechtzeitig bemerkt und zur F l u ch t v e r a n l a ß t, ehe fi etwas gestohlen hatten. Einer der Einbrecher ist klein, hat auf fällend, braune Gesichtsfarbe, englisch gestutzten Schnurrbart; de zweite ist mittelgroß,, schmächtig und trug blauen Anzug; de dritte ist mehr als mittelgroß und hager. Alle drei sind 30 .bi 35 Jahre alt. , -..--5 - * Die Achwrster Ängeschosstn. Noch! unaufgeklärt' ist e.i, um vierzeh» Tage, zurückliegender und. erst jetzt zur Tluzeig, gelaugter Fall einer Verletzung. eines Mädchens durch seinem Bruder. Gestern wurde nämlich der löVzjährige, bejchäfti gungslose Heinrich R u b i k, Alsergrund,. Lazarettgasse Nr. wohnyast, verhaftet mid 'dem Landesgerichte eingeliefert. - E hat am 30. Jnni in der - Wohnung seiner Mutte .seine "-inr--Bette liegende Schwester, die -20jährige Kinder gartüeriu Aloisia Rubik durch eimn Schuß am ligken-UntLi axin 'schwer verletzt. Rubik selbst behauptet, er häöe ' seinei Revolver entladen, und habei fei der Schutz losgegaugen Die Verletzte gibt au, cs seinicht ausgeschlossen, d»ü de Bruder in der Absicht, sie zu verletzen, auf sie geschosse . habe. Die Schwester hat nämlich die Mutter veranlaßt, °de Lvhrl nicht bet sich wohnerc zu lassen, nno sie nimmt ar Ä1 -h-nM SUit m

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