Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 175 (14.7.1919)
- Date
- 1919-07-14
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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9tt 175 Wien. Montag 1 —— p,,, _ TKgbSÄerichL. . Mne Zivilklage gegen Maria Josefa HaSSbAVg-Lothringeu. Das Landesgericht .in Zivilsachen derlciutbarte gestern unter der Aufschrift .Maria Jose.fa HabSburg- Lothringen" ein. Edikt, das in seinen Einzelheiten wie auch durch die öffentliche Verlautbarung selbst ein, drucksvoll den Wandel der Zeiten. wideripiegelt. Das Edikt lautet: .Maria. Josefa Habsburg-Lvthringen. Wider Frau Maria Josefa Habsburg-Lothringen, ehemals Erzherzogin von Oesterreich, .deren Aufenthalt Unbekannt ist, wurde bei dem Landesgerichte Wien in Zivilrechtssachen von den Eheleuten Alfred Josef und Hildegard Horten an wegen 200'000 Kronen eine Klage angebracht. . - . Auf Grund der Klage wurde die erste Tagsatzung . «af den 17. Juli 1919 vormittags V210 Ufit Hiergerichts, Halbstock. Zimmer Nr. 40 ' anberaumt. Zur Wahrung der Rechte der Beklagten wurde Herr Dr. Eduard C o u m v n t, Rechtsanwalt in Wien, I. Walfijchgafse 4, zum Kurator.bestellt/ DiesÄ Kurator wird die Beklagte in _ber bezeichnten Rechtssache auf deren Gefahr und Kosten so lange vertreten, bis diese entweder sich bei Gericht meldet oder einen Bevollmächtigten namhaft macht. Landesgericht in Zivilsachen Abteilung VH Wien." Dieser Rechtsstreit scheint die seinerzeit in .der Wiener Gesellschaft lebhaft erörterten Beziehungen des verstorbenen Erzherzog Otto zur Ballettänzerin der Wiener Hofoper Fräulein Schleinzer, die dann den zuerst in Äböazia, jetzt Bad Ischl tätigen Arzt Dr. Kohn heiratete, dem das Adelsprädikat von Hartenau und später die Berechtigung zur Führung dieses Namens verliehenwurde, der breiten Oeffentlichkcit übergeben zu wollen. Der Mord im Arsenal. Am Sonntag wurde« dis Polizeilichen Erhebungen in der Angelegenheit der.-Erschießung des Kommandanten der Arbeiterwehr im Arsenal Josef G e i s e r, und seines Stellvertreters Hubert S t a n z l abgeschlossen. Am selben Tage wurden die seit dem 10. d. M. in Haft befindlichen Personen bewi Straflandesgerichte eingeiiefert, und zwar: die Kaufleute Arnold R o l l e d e r, Alfred SM) f f und Friedrich Alfons Widder (falsch Schramek) sowie der tschecho-slowakische Leutnant Roman Hübner. Der ^.tschecho-slowakische Major Antonin N e a n d e r wurde auf Anordnung der hiesigen Staatsanwaltschaft gleich, zeitig auf freien Fuß gesetzt. Die Betrügereien beim Gvenzschmuggel. Der in Budapest. ansässige Kaufmann Samuel N agy hat am 10. d. M. dem Sicherheitsbureau die Anzeige erstattet, daß er zwei Schwindlern in die Hände gefallen sei. In der Angst vorder Beschlagnahme durch die Räteregierung war er bestrebt, sein Geld Md seine Juwelen über die Grenze nach Oesterreich in Sicherheit zu bringen. Er fand zwei willfährige Leute, den 21jährigen Kürschnergehilfen Artur Spiegel und seinen Vetter, den 24jährrgen Weinagenten Be la ' Hpiegel. Sie versprachen dem Nagy Geld und Schmuck ineinem Weintransport zu verbergen -und so über die Grenze zu' bringen. Nagy vertraute ihnen K. 48.000 und eine Handtasche mit Schmuckgegenständen an. Als nun Nagy nach Wien kam und von den beiden Vettern den Betrag und die Juwelen verlangte, teilten sie ihm mit, daß ihnen das Geld an der Grenze beschlagnahmt worden sei; sie wiesen auch eine Bestätigung vor, laut welcher die Uebernahme des Geldes bestätigt wurde, aber nicht von einem Amtesondern von einem Kaufmann in Kiralyhida. Den Schmuck behaupteten sie einem Privatbeamten namens Aladar Nogradyübergeben zu haben, damit dieser die Juwelen dem Eigentümer in Wien zurückstelle. Artur und Bela Spiegel und Aladar Nogrady wurden 'am 11. d., M. hier ausgesorscht und in Haft genommen. Sie blieben dabei, daß das Geld beschlagnahmt worden sei, geständen aber schließlich, in die Enge getrieben, daß sie das Geld veruntreut und untereinander geteilt hätten. Die 48.000 Kronen wurden auch noch in ihrem Besitze gefunden und beschlagnahmt. Den Schmuck hatte Nogrady noch vor der Anhaltung dem Nagy zurttckgestellt. Die drei Verhafteten wurden dem Landesgerichte eingeliefert. Em origineller Schwindel. Zn dem. Kritzendorfer Fuhrwerksbesitzer Karl R e chperg er lam dieser Tage ein Mann und fragte ihn, ob er die Uebersührung eines Klaviers, daS ein hochherziger Spender der Volksschule in K r i tz e n d o r f zum Geschenke gemacht habe, von dem Spender in der Favoritenstt?a ße in Wten übernehmen wolle. Herr Re chperg er erklärte sich in Anbetracht des edlen Zwecke- und im Interesse der Ortsschule gerne bereit, den Transport des KiaviereS unentgeltlich zu besorgen und schickte an dem vereinbarten Tage einen mit einem Pferde bespannten Wagen nach Wien zu dem bezeichneten Hause in der Favoritenstraße, um das Klavier abzuholen. Bor dem betreffenden Hause wartete bereits der Mann, der inKritzendorf mit Herrn Rechpkrger verhandelt hatte, mit noch einem zweiten Manu. ^Ersterer ersuchte die beiden Kritzendorfer Burschen m\H ihm in die Wohnung, wo das Klavier abzuholen ist., hiuauszugehen und zu helfen, es hinabzntragen, sein Brtzleiter werde einstweilen auf den Wagen und das Pferd sehen. Der Fremde ließ die beiden Burschen vorausgehen und tat, als ob ihm das Stiegensteigen beschwerlich wäre. Wiener Ätzrrgenzeitrmg Für eine gröHere Gemeinschaftsküche ----- werden geeignete ------- L o K a li t äte n (Souterrain oder Parterre) mit bestehender oder einbaufLhiger Küche iw 2. Bezirk . .. gef uch t & Anträge unter „Gemeinschaftsküche" an die Administration dieses Blattes Plötzlich kehrte er um und eilte rasch die Stiegen Hinunter und zum Tore hinaus. Als die beiden Burschen, anfangs über dieses Verhalten überrascht, doch Verdacht schöpften und rasch nachcilten, waren Roß und Wagen mit den beiden Unbekanntest verschwunden. Wohl schlugen sie fofort Lärm und verständigten die Polizei, aber alle Machforschungen blieben bisher ersOlgloS. Eine große Eisenbahnkatastrophe in Belgien. Brüssel, .13. Juli. (Prio.'Tel.) Infolge -falscher Weichenstellung ist gestern ein Eisenbahnzug bei Lecken entgleist. Durch die Zertrümmerung zweier Waggons wurden 50 Soldaten getötet und 24 schwer verletzt. Frau Bürgermeister. Pilsen, 13. J lli. (Priv.-Tel.) In Bedonice im Bezirke Rsiiudnic wurde zum' Bürgermeister Frau Anna Matouskova. eine Anhängcrin der sozialdemokratischen Partei, gewählt. Die Krim non den Bolschewiken gssürrösrt. Paris, 13. Juli.(Funkipr. des Tel.-Korr.-Bur.) Aus Odessa wird gemeldet, daß die Krim von den Bolschewiken gesäubert wurde. _ ’ Wiener Börse. Die aus Samt-Germmn vorliegenden günstigeren Berichte verliehen der heutigen Börse ein'festeres Gepräge. Alpine-Aktien fetzten K 26 —, Staatsbahn- Aktien K 12.— höher ein. Wirtschaftsgemeinschaft Mischer Festbesoldeter^ Wir erhalten folgenden Aufruf mit dem Ersuchen um Abdruck: „Jedes Gewerbe und jeder freie Beruf bietet seinen Angehörigen stets eme mehr oder minder günstige Lebcnsmöglichkest: ganz anders verhält es sich jedoch mit den Festbesoldeten^ die auf ihr leider allzu karg bemessenes Einkommen angcwieie» find. Bleibt es nun den Gewerkschaften Vorbehalten die EinkvmmeNverhälinisse der Arbeitenden einer günstigen Regelung zuzufirhrien, ko müssen — unabhängig von diese« oder Hand m Hand mit ihnen — Organisationen geschaffen werden, die den Festbesoldeten wirtschaftlich unter die Arme greifen. Von dieser Erkenntnis geleitet, hat lich eine Gruppe vött öffentlichen und privaten Angestellten jüdischer Nationalität zusammen getan und zum Zwecke der Forderung gemeinsamer Wirtschaftlicher Interessen seiner Angehörigen die WrrtschaftH" gemeenschast jüdischer F e st b t f b l b e t t.x Deutschö ft erreichSin Wien (kurz genannt i ,Wif") gegründet und bis zu der demnächst stattsindmden konstituierenden Generalversammlung einen provlsortscbetl Arbeitsausschuß geschaffen. * Die Wirtschaftsgemeinschaft jüdischer Feftbeioldtter. ist eine unpolitische Vereinigung nnd hat sich zum Ziele gesetzt: den j?! d i s ch e tt Festbesoldeten durch eint, systematisch wirkende gntgeleiiete Organisateon r m K a m p sie n m ich r e.E r t st enz htlsreichz nr S e i t e zu st e h e n. a) durch Stellungnahme zu den jeweiligen , wirtschaftlichen Fragen in Versammlungen, Resolutionen und Petitionen sowie aus jede andere Art; d) durch Erfassung billiger Elnkaufsmogllchkeitrn, Errichtung von Gemeinschaftsküchen und wohlfeiler Wohnungen. Dies soll angestredt werden durchdtabattverträge mit einzelnen Gewerbetreibenden, durch Verträge nnt Lieferanten gegen Festsetzung billiger Preise, Unterstützung behufs direkter Verbindung zwischen Erzeuger und Verbraucher abstelendcr Bestrebungen und endlich E'.rrchtung von Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschasten. Die „Wis" befaßt sich vorläufig mit der Errichtung eigener K o n s u m a n ft a l t e n sowie von Gemeinschaf t 8 k ü ch e n, um den jüdischen Festbesoldeten eine weitgehende Erleichterung zu ihrer Etbaltimg und Ernährung . & bieten und beabsichtigt auch, in tunlichst rascher Folge sich her W o h n u n g s s ü r s o r g e ihrer Angehörigen zu widmtn. Nicht um dem Beispiele anderer Nationen zu folgen, sondein dem eigenen Triebe und den eigenen Interessen Nechnnvg tragend, will sich unsere Organisation tu den Dienst der jüdischen Festbesoldeten stellen. Für diese ihre schwere aber segensreiche Aufgabe steht ihr die Unterstützung befreundeter jüdischer Dkgästisatwnen des Auslandes in Aussicht; -wo pichtdurch staatliche Fürsorge, soll durch den freien Einkauf dev Ernähryngtz« schwte: »akeiten ihrer Angehörigen hrargnct werden. C, Der Wirtschaftsgemeinschaft jüdischer Festbesoldeter („Ws'si können nngehören: alle jüdischen Verum vo«'Festangestellten sowie jeder Mische Festbesoldcte a!S ordentliche- und jeder andere jüdn'chc Verein und Jude als unterstützendes Mitglied. Der Mitgliedsbeitrag beträgt dermalen mindestens 12.— pro Jahr. Der ' vorbereitende Ausschuß richtet daher an alle jüdischen Festbesoldeten (öffentliche und private) und Arbeiter sowie Vereine dre Aufforderung, der„Wif"unverzüglichdenBeitritt zu erklären. Nm wer derW'.nschaflsgemeluschaft ludischerFestbesoldrter („Wis") ap-> gehört, kann auch Genossenschafter der in Gründung begriffenen Warenalneilung und Teilnehmer der Gemeinschastsküche indischer Festbesvldcter sein. Anineldungen sind zu richten an die Adresse des Erstunterzeichneten, Wien H.. Castelletzgasse 3l, Tü'r il. Für den provisorischen Arbeitsausschuß der Wirtschaftsgemeinschaft jüdischer Festbesoldeter DeutschösterceichS in Wen: Karl Leo G o t h, RcchMoä-^^• b etß ch ech. 14. Iuk ISIS Veite ^Das allgemeine jüdische Püdagoginm i^ Wien erösfnvt im Herbst 1919 sein drittes Kursjahr, atz dem Kurse zur Ausbildung von Lehrern für bii hebräische Sprache und Kultur, für jüdische Religionslehrer und für jüdische Kindergärtnerinnen abgehalien werden. Der Kurs füi hie Sprachlehrer und Neligionslehrer dauert vier Jahre her für die "Kindergärtnerinnen drei Jahre. Mfge« rwtnmen werden Hörer und 'Hörerinnen, die dal sechzehnte Lebensjahr erreicht haben, die, durch Zeugnisse oder durch Prüfungen eine 'allgemeine Bildung Nachweisen können, die etiva einem österreichische» Lyzeunr entspricht, und die Vorkenntnisse in der hehräischen Sprache besitzen. Für solche Hörer, die einet dieser drei Bedingung^ nicht entsprechen, wird iw Herbst 1919 ein einjähriger Borbereitnngskurs eröffnet, in dem die Hörer und Hörerinnen zur Aufnahme in den ersten Jahrgang des Pädagogiums vorbereitet werde::. Die Hörer haben eine Einschreibe, gebühr von 5 Kronen und einen monatlichen Beitrag von 30 Kronen zu entrichten (der im Falle nachgewiesener Bedürftigkeit herabgesetzt oder erlassen werden - kann). Wer die Aufnahme in sinen der höheren Jahrgänge anstrebt, hat sich einer Prüfung aus allen an, Pädagogium gelehrten Fächern zu unterziehen.' Di« Hörerzahl ist beschränkt; es empfiehlt sich daher utiiu sofortige Voranmeldung, die zu richten ist an: Stubiiengruppe für jüdische Erziehung, Wien, 2. Brz., Tabor« strafte 20a/3. _ Der Londoner Pogromprotest. Bon nnserem Londoner Korrespondenten. h. b. London, Anfang Juli, - . Das jüdische London hat seine Pflicht gegenüber den Pogromopfern erfüllt. Nach der großen Denwnstraticm von New-Uork, wo 400.000 Juden durch die .Straßen zöge» ünb Tausende jüdischer Invaliden und Soldaten bekundeten^ daß sie ihr Leben für eine wahre Selbstbestimmung der Völker, für die Achtung des Rechtes der Mnorität eingesetzt haben — nach dieser Demonstration hat nunmehr auch.das jüdische London seine Solidarität mit den Juden feierlich dokumentiert. Ich will keine Einzelheiten erzählen, nicht den Inhalt der Reden und picht den Wortlaut der angenommenen Resolutionen, ich möchte nur einen Begriff davon geöen, wie hier ein Volk «lfstand> nm für die nationale Einheit unseres Volkes im Leiden und in der Hoffnung zu demowpriemt, (Seit Tagen verkündeten Anschlagzettel Ln Eastend Londons, daß am 26. Juni alle Arbeit ruhen wird;, alle jüdischen ' Geschäfte zeigten an, daß sie zum Zeichen der Trauer und des Protestes gegen die Judenmassakers in Polen gU-diesem Tage ge,'chl-osse.: fei-.r .vc>den. Die jüdischen Arbeiter^' iununge-.r verkündeten Arbertsruhe. Die jüdischen Bäcker fetzten am Abend des 25. mit der Arbeit aus. In Eastend brauchte > man ihre Arbeit nicht. Denn der 26. Juni war znnr Fasttag ausgerufen worden und die jüdische« Massen fügten sich in wunbererbarer Freiwilligkeit dem stillen Befehle. 80 Prozent der Judenhsit'Londons haben an diesem Tage' gefastet. Jn l>eu LSynagogen wurde am Morgen Stichot gebetet... \ Seltsamer Anblick das — in der Frühe des 26. Juni. Das immer geschäftige Whitechapel ruht. Die jüdisch?n Läden sind gesperrt, die wenigen christlichen Läden tragen ^. r. c:* emblenw. Auf zehn Uhr waren die Versammlungen angesagt. Am frühen Morgen faßten die größten' Säle- und Theater kaum etneu geringen Bruchteil der Menge. Draußen auf Whitechapel Road und Mile Sud Road aber stauten sich ' die Tausende und warteten geduldig vier uub fünf Stunden, bis dks Versammlungen vorüber sein werden »:rd -sie sich der Demonstration anschließen können. y du unser gutes jüdisches Volk! Nur ein großer Dichter könnte beschreiben, was sich in den Versammlungen ■ zutrug als für die Toten der Pogrome das „El mol« rachatnim" gebetet wurde. Zehntausend Juden, zufällig durcheinaudergewürfett a»S allen Teile» der Erde, füllten die Säle; Jude» aus Pole», aus Rußland, aus Rumciaien, Südafrika, Amerika. Und MS der Sänger die ersten Wort« des „El mole rachamlm" sprach, da stürzten alle Wände zwischen Mensch und Mensch, ein Schmerz.riß alle Herzen aus und vereinigte di» Lausende zu einem Gefühl der Einheit »nd der Brüderlichkeit. Die Worte des VorVestwS gingen unter in diesem. Meer von Seufzern und Trane::. ^Mutter Rgchel weint": hier verstand ich diese Worte. Hiev ierlebte man die Offenbarung des jüdischen Volkes, dem nur eine Waffe geblieben ist: die Träne. Und vielleicht M diese Waffe starker als alle anderen: sie erobert den Himmel . . In dch: Versammlungen wurde kaum ein Wort des Hasses gegen dis Pole« gesprochen. Jochelmann nur klagte in ejyer erschütternden Rede die Pole:: au, weil sie uns unsere:: Glauben an die Menschheit nehmen und unsere Seele mit Desühlen des Hasses, vergiften, wo wir doch nichts anderes wollen und wollen dürfen, als Liebe u,st> Gerechtigkeit verbreiten ... - Um 2 Uhr nachmittags formierte sich der Zug. PptzStt die jüdischen Soldaten und Matrosen Rit einer Fahne, apf der zu lesen war: ,Mir haben für die > Freiheit der kleinen Völker gckämvft wir protestieren gegen dje Mßrder unserer Brüder", dann folgten die Schlllkinder auf Wa^en, dann die Arbeiterverbände mit Tafeln, die an die Solstarilät der Arbeiter appellierten, und dann der endlose Zug von 50.000 Menschen. Der Zug ging durch das; Fabriksviertel im östlichen Test der City, bog dann in Oxford! Street ein, wo Lausende von Zusehern die Straßen säumten^' -Der Zug sollte nach Quoens Hall gehen, wo die offizielle Trauersiler stattfand, aber Queens Hall war überfüllt) ehe die Spitze des Zuges angelangt war, und so Ling W Umzug weiter. Erst 1>er Hhdc Mrk war Lroß gemrg. di» vielem TaujrLde. M LdL«.