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Wiener Morgenzeitung · 1919-07-13 · Heft 174 (13.7.1919) · p. Seite 9

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 174 (13.7.1919)
Date
1919-07-13
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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/ L^- Slowakei und Ungarn herrscht Gegenseitigkeit^ Da eS längere Zeit, in" Anspruch nehmen dürfte, bis unsere Industrie wieder ordentlich exportfähig ist, kann vorläufig von einer schweren Schädigung nicht die Rede sein. Auch erklärt bte Entente ausdrücklich, daß sie der freien Entfaltung Dcütschöfterreichs keineswegs im Wege stehen will'.. Endlich.ist es nicht ausgeschlossen, daß! durch unsere möglicherweise für den Herbst bevorstehende [ Aufnahme in best Völkerbund auch diese.Schranken fallen. Gerade'die Ausführungen dev Entente über die Aufnahme in den Völkerbund sind von einer gewissen 'Wärme, , die von der Antwort ün Deutschland stark ahsticht. Der Beitritt Deutschösterreichs zum Völkerbund wäre auch wirtschaftlich von größter Wichtigkeit, da er uns in den meisten Punkten die Gleichberechtigung Mit den Ententesmaten sichern würde. Inzwischen haben wir noch das ganze. Elend d e s U e b e r g a n g s st a d'r u m s auszukosten. Es geht deutlich aus den beiden Noten. Dr. Renners in Asn- ’ Gelegenheit des V e r k e h r s p r o b l e m s und unserer E§n ä h -r u n g s l a g e hervor. Man kann sich nur schwer vorstellen, daß. die Entente' mit der jetzigen Verstümmelung unseres Eisenbahnwesens und den-außerordentlichen Schwierigkeiten des Verkehres aus der Ppnaufür die-Dauer einverstarldett sein wird. In der Lebensmittekfrage sind wir gänzlich von der' Gnade unserer früheren Gegnex abhängig. Die-Kredite sind erschöpft-und wir stehenwie der Bettler vor der Tür des Reichen. Als Pfand müssen wir das Letzte herausgeben: däs Gold und die ausländischen Wertpapiere. - Hilft uns die ENtente nicht rasch, so verhungern wir und die Auflösung, muß rasch folgen. Von dem konzilianten Tone' Renners, der mit der Streichung des Artikels 49 einen anerkennenswerten Erfolg errungen ist zu erhoffen, daß er den richtigen Eindruck auf die Westmächte nicht verfehlen wird. Im Interesse der Entente, besonders Frankreichs, das-etwa drei Milliarden in österreichischen Werten investiert hat, liegt die Erhaltung unseres zusammengeschrumpften Staates. Die Angst vor dem Bolschewismus muß mitsprechen. Auch will man uns. nicht Deutschland in die Arme treiben. Ist doch in Paris bereits die Rede davon, baß man-uys deshalb'unbedingt einen Zugang zum Meere sch.affen müsse. Wenn auch im Augenblick jede Voraussicht der Zukunft fehlt, eine GrWdlage scheintdoch geschaffen zu werden, auf der man'langsam wird wieder aüfbauen. können. Die Zukunft ist nicht derart aussichtslos, wie es noch vor kurzem , den-Anschein hatte. L. L. Valutareform und Devisenzentrale. Bon einem Währungspolitiker. . . „ Die'in Ihrem Blatte vom 2. i. M. gebrachten Ausführungen über den Neuaufbau unseres Wirtschaftslebens und die so lähmende Tätigkeit der Regierungs-» . Maschine'sind leider nur zu richtig. Ein Blick in eine dieser Zentralstellen, sei es nun Devisenzentrale, sei es . Staats amt der Finanzen beweist es. Da stehen , Hunderte. von Menschen angestellt, der Unhöflichkeit der Beamten ausgesetzt — und warten. Warten stundenlang, ohne'sich helfen zu können. An jedem dieser wartenden Menschen hängen aber Dutzende' von Menschen, ganze Betriebe, die nicht arbeiten können, -sondern mitwarten müssen, bis eine der auf geradem ... Wege' so schwer erlangbaren Bewilligungen herbeigeschafft ist. Welchen Zweck haben nun diese Bewilligungen - außer den, die zahllosen Beamten, deren fortgesetzte - Beförderung wir. täglich in der „Wiener Zeitung" zu - lesen bekommen, zu beschäftigen? Haben sie irgendein«: 'wirklichen Zweck oder sind sie geeignet, die angegebenen Zwecke zu erreichen? ' - 7 ' Dgs Ilm und Auf unserer .Valutapolitik ist die . Verhinderung der Kronenausfuhr. Tatsächlich sind aber "der Ausfuhr von Kronen keinerlei Schranken gezogen. Sie kostet nur, jetzt 10 Prozent, .statt wie einst ■vbtebankmäßig^. -Courtage' voneinem Achtel Prozent. F)ie -Id. PjMÜ1>/nm-;-welche die fremden, Devisen in Wien teurer ' sind .. als int Ausland, sind die Kosten - des uniformierten und. nichtuniformierten .Schmugglers, der Lias Geld hinausbrfngt. Da ,es selbst .zur Zeit der schärfsten, Grenzkontrolle möglich, war, Werte in großen Massen -ins Ausland zu schaffen.-^ damals waren, es vornehmlich die offiziellen Persönlichkeiten, die dies besorgten und nicht allein Kuriere—, so ist es - jetzt um sö Aeichter. Daß der Weg, der emgeschlagen . wird, nicht zu sperren ist, weiß sogar bereits das Staats-! anit dep Finanzen. Daß er nicht zu sperren geht, ist . ja. unser Glück gewesen: Nur wissenschaftliche Dilettanten, wie sie jetzt ja allgemein unsere Volkswirtschaftspvlitik betreiben, können nämlich glauben, daß die Kronenausfuhr irgend" etwas mit dem.Verhältnis unserer zu -den fremden, Währungen — was man gemeiniglich die Valutafrage nennt — zu tun hat.. Ohne den Kronenschmuggel hätten wir überhaupt keine Waren, außer auf Grund des 45 Millionen-Kredits der Entente im- . portieren können. Jft^es doch bereits allgemein, daß auch die staatlichen Import« rganisationen fremde Devisen im Schle ich h a n d tt kaufen, was angesichts der moralischen Qualitäten ihrer Leiter niemattd mehr verwundern dürfte. Das Kwnenaus.fuh'rverbyt verteuert also die Importwaren um sage und schreibe 10 Prozent. Fast noch ärger als das unsinnige Verhältnis der Devisenzentrale zum Import ist ihr Zusammenhang mit dem Export. Bezüglich des Exportes besteht die Aufgabe der Devisenzentrale , darin, dem Exporteur däs ganze Valutarisiko aufzuladen und ihn an der Durchführung der früher' übvich'en Deckungsoperativnen zu verhindern,' indem sie ihn zwingt, den Exporterlös — natürlich.ausschließlich in fremder Valuta — an sie abzuliefern. Da der Exporteur die fremde Valuta an die Devisenzentrale abliefern muß, kann er sie nicht im voraus verkaufen, was er sonst, sogar in Zeiten ganz minimaler Kursschwankungen, zu tun pflegte, um sich vor jedem Valutarisiko zu schützen. Er tat dies gewöhnlich direkt oder ich Wege einer hiesigen Bank am Weltgeldmarkt in London, Berlin oder New-Aork. Das kann er jetzt nicht. Was ist die Folge? Daß nirgends im Ausland fremde Devisen im voraus, gegen Kronen gegeben werden, was sonst geschah,, weil mit einem Sinken dieser fremden Zahlungsmittel und also mit einem Steigen-der heimischen Krone als Möglichkeit gerechnet wurde. Das Ausland muß deshalb den, Eindruck gewinnen, daß der deutschösterreichische Kaufmann selbst, er, der dem Ausland wohl als der beste Kenner der Verhältnisse hierzulande gelten muß, mit einem weiteren Rückgang des Kronenwertes rechnet. Das ausländische Kapital wird sich durch diesen Umstand, gewiß nicht in dem spekulativen Ankauf von Kronen und Kwnenwerten ermutigen lassen. , . So sieht der moderne „Valutüschutz" ans. Was soll man aber dazu sagen, daß dies alles unter dem Regirüe eines Finanzministers geschieht, dem man gewiß nicht die genaue Einsicht in. diese Vorgänge oder die. vollständige Beherrschung der Probleme absprechen kann, der dies alles aber aus Schwäche und Hilflosigkeit einer Horde von Hofräten, Sektions che fs und Ministerialsekretären gegenüber duldet und es nicht zustandebringt, diesen ganzen Unfug radikal zu beseitigen? Die Hilflosigkeit, ja Rettungslosigkeit dieses Staatswesens drückt/sich in dieser euren Frage nur zu deutlich aus. Wenn schon in hiesem Falle, wo ein wirklicher integrer Fachmann helfen könnte,- gar. nichts geschieht, um dem Unheil zu steuern, was 'soll dann dort geschehen, wo nur Leute zu reden haben, die ausschließlich vom privaten sechs- und siebenziffrigen Eigennutz geleitet werden? _________ Die Vermö gensamneldrmg. Nach den Bestimmungen der HI. Vollzugsanweisung des Staatsamtes für Finanzen vom 15. Apnl 1919 über dre Anmeldung und Kontrolle gewisser Vermögenschaften und die Sicherung der Vermögensabgabe, St.-G.'-Bl. Nr. 230, kann die Kontrüllbezeichnung von Schuldverschreibungen, des .ehemaligen österreichischen Staates nur dann stattfinden, wenn — abgesehen von den sonstigen Voraussetzungen — die deutschösterreichische Staatsbürgerschaft des Eigentümers nachgewiesen erscheint. Es liegt daher im eigensten Interesse des Anmeldenden, sich im Falle der' brieflichen Anmeldung von dem durch § 9, A Absatz der VII. Vollzugsanwcisüng vom 5. Juli 1919, St.-G.-Bl. Nr. 341, hierzu, berufenen Amte oder Notar nicht nur ihren Wohnsitz und ihre Unterschrift, sondern auch ihre durch geeignete Belege Uachzuweiscnde Staatsbürgerschaft auf her Anmeldung bestätigen zu lassen. Wiederaufnahme des Handels zwischen England und Deutschland. London, 12: Juli. (Tel.-Komp.'i Das englische auswärtige Amt gibt bekannt, daß innerhalb 48 Stunden eine Bekanntmachung erlassen werden wird, die sich aus die W r e d e rausnahme des Handels mit Deutschland bezieht. Nizr der Handel mit Farbstoffen, Chemikalien und Kali soll weiter der Genehmigung des Ausschusses für den Wiederaufbau unterliegen. Alle Einschränkungen im Schiffsverkehr mit Deutschland sollen-aufgehoben werden. Bevorzugung des nrchtZüdZschen Handels durch die polnische RegLernng. Warschau, 12. Juli.' (Tel. der „Wr. Worgenztg.") Mehrere christliche Grosrkausleute lausten im Auslände größere Warenmengen, deren Bezahlung erst n a ch Regulierung d e s p o l n i s ch e nG e l d k u r s e s e.folgen soll. Bis dahin haben die polnischen staatlichen Finanzinstitute die'Garantie für diese Waren übernommen/ Diesem Beispiele folgend, wandten sich «im auch jüdische Kaufleute, die größere Bestellungen im Auslande machten, an die Negierung, daß ste ihnen' durch die Vermittlung der polnischen Banken die gleiche Abschließung uud Aluvicklung der Warenkäuse ermögliche.- worauf sie jedoch eine.a b-s.ch l ä g i g e A n t w o r.t erhielten. 1 Europas finanzielle Zukunft. Wie die Londoner „Financial Times" aus N e w* $ o r t berichtet, erklärte B a n d e r l i v, die große Gefahr bestehe darim daß Amerika seine Pflicht »n der derzeitigen Krise mißverstehen konnte; er - empfehle eine große i n t e r n ä.t i o n a I r A nleihe bei *den durch den Krieg reich gewordenen Staaten, nämlich Amerika, Schweden, .Dänemark, Lolland, Schweiz, Japan, Norwegen, Argentinien, Brasilien und England. Das Ergebnis würde für die,verwüsteten Länder, aber nicht m Vorschüssen, sondern in langfristigen Krediten für Rohmaterralien- > kaufe uiw. verwendet und die Borgenden sollten ihre Zoll- > einnahmcn verpfänden. In Frankreich, Italien Md. Belgien, erklärt die „Fittaucial Times", werdmsolcheVorschlägemitBMrWnyaufgenommm, venu Frankreich sieht darin eine Enttäuschung seiner.Hoffnmigen auf/ Kriegsentschädigung; noch beängstigter aber ist man über die Zumutung einer Verpfändung der Zölle angesichts der enorme« Personen- und Sachopfer. Börse für landwirtschaftliche Produkte. Wien, 12. Juli. (Orig.-Ber.) Infolge einer Wetter- . besserung läuten die argentinischen Maisberichte günstiger. Nachdem auch die sichtbaren Vorräte Zunahmen zeigen, ist die Haussetendenz der amerikanische» Märkte um so weniger erklärlich, älS der Erntestand der Union ein mehr als befriedigender W Im Berliner freien Verkehr ist es etwas stiller geworden, da däs Gros deS Bedarfes im ersten Ansturm gedeckt wurde. Der Verkehr zeigt derzeit trotz Entgegenkommens der Eigner nur a e r i u g e n U m f a n g. Die heutige Wochcnbörse unterschied sich nur wenig von-ihren Vorgängerinnen.' Vereinzelt erschienen wohl Pirovinzbesucher und Interessenten aus unseren Nachbarstaaten, aber eine Vermehrung des Offertenmalerials war kaum wahrzunehmen. Auf vorwöchcntlicher Preisbasis konnten einige Umsätze in F u t t e r st o f f e n wie in Sämereien verzeichnet werden. An eine Besserung der Marktlage ist kauf« zu denken, so lauge die Verhältnisse nach innen und außen mmt geklärt sind. Gin neues NaphthaübereinLomnre« zwischen Deutschvsterreich und Polen. Die „Polnische Preßagentur" teilt uns mit: Zwischen der deutschösterreichischen Erdolstelleund den Vertretern der polnischen Naphthaindustrie werden gegenwärtig in Wien intensive Verhandlungen betreffend den Abschluß emeS neuen größerenNaphtha ü b er ein k o m m ens gepflogen, die rasch und günstig fortschreiten. Es ist alle Aussicht vorhanden, daß in den allernächsten Tagen die Verhandlungen zu emem für beide Staaten erfreulichen Ergebtsisse führen werden. Gin «eueS Skodawerk i« Prag. Aus Prag wird geineldet: Die Skodaaktiengcsellschast beabsichtigt, wie die „Tnbuna erfährt, ein großes -Eisenwerk in. der UmgebMg von Prag zu errichten, und zwar in einem Gebiete, m welchem das Vorkommen hochprozentiger^ Eisenerze sichergestellt wurde, deren A b b a.u. durch die Skodawetke von der tschechsschen Regierung bewilligt werden dürfte. Berichte über die tschecho-slowakische Industrie für England. Nach dem Berichte des englischen GeschäftS- IrägerS in Prag sind die Tschechen eifrig bestrebt, reden deutschen Einfluß aus ihrem Handel auszuschalten, sowohl m der Einfuhr als auch in der Ausfuhr. Sie meinen, daß England m erster Linie dazu berufen sei, den Platz emzunehmen, dem bisher Deutschland innehatte. Die neue Republik werde ungefähr eine Bevölkerung von 12 Millionen Menschen haben und den größten Teil bn-, bisherigen österreichisch-ungarischen Industrie innerhalb seiner Grenzen vereinigen, beispielsweise von der Zucker^ i n d u st-r i e 92°/o. von der T e x t i l i n d u st r i e 80 bis 90°/o. von der S ch w ä r z k o h l e n f ö r d e r u n g 87°/0, von der B r a n n k o h l e n s ö r d er u n g 84°/0, von der Eisen- und Stahlindustrie 60'/«, von der Spiri^ tusindustrie 56% mtb von derTabakv e r a r b ei-' t u n g 43%. Die rumauische Petroleumindustrie. Die „Frankfurter' Zeitung" berichtet: Diese Industrie kommt allmählich wieder m den Friedensbetrieb hinein, e8 besteht jedoch großer Mangel an Material. Rohren, Drähten usw. Da eine ordentliche Orgamsation der Ausfuhr noch nicht vorhanden ist. sammeln sich riesige Bestände an, so daß es an Behältern für Lagerungen fehlt. In den Lagern men zurzeit 50.000 Tonnen. Benzin, 75.000 Tonnen Leuchtöl, 18.000 Tonnen Motorine, 20.000 Tonnen Oele, 30.000, Tonnen Rückstände und 120.000 Tonnen Rohöle vorhanden: Die Rohölproduktion betrug in den ersten vier Monaten 1919 8Ü4.600 Tonnen, die derzeitige Tagesproduktion rund. 300 Wagen. Die Preise neigen infolge der Transportstockungen nach unten und betragen je nach Gegend und Qualität 10 bis 22 Lei pro 100 Kilogramm. Eine nach, Paris entsandte Kommission, , die über den Export verhandeln sollte, habe noch keine bestimmten Ergebnisse erzielt. In Finanzkreisen sei, die Rede von der Gründung einer großen Bank oder Finanzgesellschaft mit 100 oder 200 Millionen Lei Kapital, die speziell, den Interessen der Petroleumindüstrie dienen, ihr Kredit gewähren, Material beschaffen solle usw., doch feien noch keinerlei Schritte in dieser Richtung getan. Dreiteilung einer Aktiengesellschaft. Die Aktieugesellfchast für chemische Industrie in Wien beschloß im Hinblick darauf, daß sich ihre Unternehmungen in der tschecho-slowakischen Republik,' m Jugoslawien unb in Deutschösterreich befinden, drei selbständige Aktiengesellschaften, zu errichten, und zwar mit dem Sitze in Prag, Laibach und Wien. (Die Gesellschaft übernahm im Jahre 1905 die Gelatinefabrik von Kind & Landcsmann in Obersedlitz.) Kaschau-Oderberger Eisenbahn. Die Berwaltma der Kaschau-Oderberger Eisenbqhn gibt bekannt, daß auf Grund der Verordnung des ungarischen Volkskommiffariats für Finanzwesen die E i n l 8 s u n g der v erlösten Kapitalbeträge nach dem 4%tgm Goldprioritätsobligationen vom Jahre 1891 pro Rm. 12,874.000.— der Kaschau-Oderberger Eisenbahn bis auf weiteres s u s p ^n d i e r t ist. Hauser & Sobotka A -G. Gestern fand die konstituierende ' Generalversammlung der Hauser & Sobotka A.-G. statt. Ihr Zweck ist die Erwerbung der von der Ersten'Wiener ^Port-Malzfabrik Hauser & Sobotka in Stadlau für den Betrieb ihrer Unternehmungen verwendeten Grundstücke und Fabriksreälitäten samt maschineller -Einrichtung sowie oer Fortbetrieb dieser Unternehmungm. Das Aktienkapital beträgt K 10,000.000.—, zerlegt in 50.000 Stück voll eingezahlte, auf den Inhaber lautende Aktien zum Nennwerte von je K. 200.—. In den Verwaltungs-! rat wurden gewählt die Herren Alfred Haus er, Hugo ' Hauser, Mix Sobotka, Hans Sobotka, Richard 1 Hauser, Mar EPler, Direktor Wilhem Kux, Direktor s Felix S t r a n s k y, Direktor Dr. Emmerich Frank und | Direktor I. P o llak. Zum Generaldirektor wurde Herr Hans Sobotka bestellt. Die Maffeneinfnhr ausländischer Textilwaren. Die „Allgemeine Texril-Zeltung" schreibt: In letzter Zelt nimmt die Einfuhr von Textilwaren aus dem. Auslande immer größere Dimensionen an. Es gelangen in der Hauptsache naturgemäß nur h o ch w e r t i g e L u x u s w a r e n ziir Einfuhr, denn Kommerzwflre mangelt selbst im Auslände.-. Ganz ähnliche Erscheinungen suid auch in Deutschland zutage Setreten. Aus den besetzten Gebieten und über Holland Möwen ereits erhebliche Mengen von Textilwaren nach Deutschland. ES Hs« H. Speditions-Gesellschaft £ £ Telephon Nr. 44474 A O am ® . ML KommSssionen v VerzoSlungei-i ■ Einlagerungen ’ . Uebersledlungen. Ab- und Zufuhren am Wiener Platxe (auch mit Lastautos)* AWi€bin9 n«9 jeder Jk. mr &. Intspei 4 5* Teiegr,*Adr;

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