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Wiener Morgenzeitung · 1919-07-06 · Heft 167 (6.7.1919) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 167 (6.7.1919)
Date
1919-07-06
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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1 S/tte 8 Wien. Sonntag Wiener Morgenzettung .» — -- , .. .r.. ---“—! Die Ernährung Der Marktbericht. . Der gesteigerten Nachfrage am Freitag stand gestern auf-den Märkten im allgemeinen an'ch rin besseres Angebot gegenüber. Die Beschickung der G r ü nwärenmärkte siel ersrenlicherweise wieder günstiger ans. allerdings blieb die gestrige-Beschickung'dcS Nasch Marktes noch weit hinter den letzten Samstag- - markten zurück. Dieser Umstand dürste darauf znrückzusühren jfeilt, daß jetzt der D e d a r f d 1t Sommersri s ch c n stark s tt tt i in m t und die Versorgung derselben ackf Kosten der Wiener Märkte bestritten wird. Soweit cs sich bei der Belieferung der' Sommerfrischen um Gemüse Wiener Erzeugung handelt, könnte durch schärfere U c b e r w a ch u n g der G a r t n c r a b e n d m 8 r k11 u n d. der Produkt!- o n s st ä t t e n tt nd vor allem der Bahnhöfe leicht Abhilfe geschaffen werden. Dies wird um so notwendiger sein, als die P r e i s e fürGärtnerg e.m!t s e a l l e r Art nm 1Y bis 25 vom H u n d er t e r m ci ß i g t würden und bekanntlich die Händler der Sommerfrischen in der Lage sind, bessere Preise zu bieten. Die neuen Kleinhandelspreise. für Gemüse treten erst Montag in Kraft. Die O b st s e n d u n g e n fielen gestern auch etwas günstiger, wenn auch noch bei weitem nicht bedarsdeckend. aus. Dem Naschmarkte wurden etwas über 15.000 Kilogramm ungarische Kirschen, den Bezirksmärkten aber nur weit kleinere Mengen zngetviesen. Auf den F i s ch m ä r k t e ir gab es lebende slavonische - Karpfen. Die Fische wurden wohl restlos ansverkaust, aber die Nachfrage war nicht so stürmisch wie sonst beim Berkaüf lebender Flußfische, die besonders in Wien amliebsten gekauft werden. DerPreis war allerdings hoch das Kilogramm K 23.50 und die Fische wogen überdies nur etwas mehr als ein halbes Kilogramm. Die. Fische -sollen auch nicht besonders gut schmecken. ES dürste sich um schlecht gefütterte Fische handeln. ' ' Die G r v ß m a r k t h a l l e bot außer den, rahonrerten Fleischmcngen etwas über 10.000 Kilogramm Pökelfleisch, Schasfleisch, Kitz- und Ziegenfleisch und das Fleisch von vier (!) Kalbern. Geflügel ynd Eier waren ans keinem Markte erhältlich. ._ Kleinhandelspreise für Geflügel: Bom 7. . an gelten folgende Kleinhandelspreise für Geflügel: Lebendes steirisches Geflügel: Backhnhn 45 bis 55 Dekagramm K 27;50 pro Stück, Brathuhn 60 bis 60 Dekagramm K 34,50 pro Stuck vnd Junghühner über 80 Dekagramm K. 40.— pro Stück, Suppenhühner K 35.— und geschoppte Poulards ll 46.^- Pro- Kilogramm. Totes, ansgeweidetes - steirisches Geflügel: Jnnggrfingel, aemäsict bi 57.—, Suppenhühner, gemästet bi 53-.—, geschoppte PonlardS X 60.— pro Kilogramm. Totes jugoslawisches! Geflügel: Hühner «nb Indians K 42.—, Fettgänse und Fettentcn - L 52.— pro Kilogramm. Die neue Kartoffelkaete. Montag tritt die neue bellbraun gedruckte Kartosselkarte, gültig vom 6. Juli bis einschließlich 22. November d. I. in Geltung. Die Kartoffelkartenbesiber haben sich daher im Laufe der kommenden Woche bei eiver . städtischen Kartoffclabgabestelle oder bei-einer mit der Kartosselabgabe be-. trauten Kvnsumentenorganisation zum.Bezüge anzumelden. Die Wahl der Abgabestelle steht frei. Die alle Kartoffelkarte verliert samt den noch imeinaelosten Abschnitten mit dem 7. Jnli ihre Gültigkeit. Butter- »nd Selabgnbe. In der Zeit vom 6. bis SV. Juli werden bei dm städtischen Butttrabgabestellen und bei den Konsumentenorganisationrn 60 Gramm Butter und 60 Graprm Speiseöl pro Kops und Woche abgegeben. 60 Gramm Butter kosten K 3.—. Das Del wird in denselben Verkaufsstellen ausgegebm wie bisher und ist der Preis unverändert, Air Erleichterung der Manipulation ist es den Abgabestrllm, die gleichzeitig Butter und Oel sichern, gestattet, die Abgabe.nicht gemeinsamsondern nacheinander vorzunehmen. ' , Abgabe von Saccharin. Ab Mittwoch dm 9. b. M. wird für Verbrancher mit gelben Mehlbtzugskärten Saccharin bei jenen städtischen Abgabestellen zu beziehen sein, bei betten das Saccharin bei der erstm Abgabe erhältlich war. Di? Mitglieder vouKünsumeutenvrganisationen beziehen das Saccharin bei ihrer Organisation. Wegen Zuweistmg von Saccharin habm .sich die Konsmnentenorgamsationen unverzüglich an das Bezirkswtrtschtistsvmt, Stelle 2, zu wenden. Berechtigt zum Bezüge von Saccharin f nd alle Haushaltungen ohne Rücksicht aus, die Zahl der Hansaltrmgsangehörigen. Ans reden Einlausschein, gleichgültig ans wieviel Personm er lautet, ivird eine Packung Kristallsakcharin » 1'5 Gramm zum Preise von 1.30 abgegebm. Der Bezug erfolgt gMn Abtrennung der Ziffer 64 des EinkaufschemeS ohne Unterschied der Farbe. Kartoflelabgabc. Maytag bis Mittwoch werden' im lll., VIII., IX., XI., XVI. und XX. Bezirk pro Person ei» Kilo«, gramm Kartoffeln gegen Abtrennung des Abschnittes - A der tzrenen Kartoffelkarte abgegeben. Abgabe von Sapeokeant. Die Abgabe von Sauerkrant wird auch in der kommenden Woche fortg^etzt und die Ware ohne Einschränkung der Menge und ohne Vorweisung «»er Ausweiskarte abgegeben. Der Preis beträgt für 1 Kilogramm 70 Heller. Abgabe von Kondensmilch. Zur Verbesserung .Milch^rrsorgrrng der Kinder in Wiep wird aus den zur Verssugnttg stehenden Milchkonservenvorräten in der Zeit vom 6. bis □0. Juli an die Kinder vom vollendeten 1. bis zum vollendeten «. Lebensjahre Kondensmilch abgegebm. Jedes Kntd vom 1. bis zum 2. Lebensjahre hat Anspruch aus drei, jedes Kind vom 2. bis zum 6. Lebensjahre ans eine Dose. Die Abgabe der entfallenden -Quote, die auch in Teilmengen bezogen werden kann, 'erfolgt gegen Vorweisung der Milchrarle zunt amtlich festgestelllen Preise von X 5.— für eine Dose. Die Mllchavgavestellen sind verpflichtet, bei jeder Abgabe von Kondensmilch eine der Zahl der verkauften Dosen entsprechende Anzahl der TayeSadschnitte der 125., beziehungsweise 126. Woche — beginnend rntt dem Montagabschnitt der 125. Woche — von der Milchkarle abzutrnme». Abgabe von Unterznndholz. Die Abgabe da» je b Kilogramm Unterzündholz an emen/Haushalt für eine Woche «folgt in der Zeit vom 7. bis 12. d. M. gegen Abtrennung des Buchstaben A der w nitit Mehlbezugskarte. Der Preis . ist unverändert. , ,,,»-^«Ws-irs7Mnn»iUsrir-r»»-n,>M>»■ iwfi n ivaanHOHiBi Wer an BerrvaiMe, Angehörige, BeksMte in Amerika schreiben mM kann die Briefe an die Adreffe des galizianischen Versandes, 66 8tzeonck- ^venus, Litze, richten. » j Der Verband der gattzischen Juden wird die Adreffe eruieren «nd die Briefe znsteKen. Bühne und KnKft. Schönbrunner Schloßthöater. Hermann B a l, r s bewährtes Lustspiel „Das Konzert" ist jetzt nach Schönbrimn übersiedclt. Ein wirtlich heiteres Werk, dessen gepflegter und nachdenklicher Dialog immer wieder mit Vergnügen genossen wild. Mag, auch dieser eitle, in lächerlich oberflächliche Licbesabentcuer verstrickte Pianist, mit den gefärbten,, grauen Haaren eine allzu oftansgeschrotete Lustspirlfigur fehl *, Bahr'- gibt dem Gustav Hein! einen fröhlichen'Einschlag ins Kindliche. Und dieser' Gegenspieler Dr. Jmä, linkisch und äußerlich wellsremd. aber gnmdgescheit und jeder Situation gewachsen, ist dem Dichter wirlllch ganz ausgezeichnet gelungen. Auch . diese beiden Frauen: Die seine, schlichte, ihrent hochberühmten langhaarigen Manne sehr überlegene Marie — sie erinnert an eine Gottfried Keller'sche Gestalt — und * dieses appetitliche Gänschen Dclstue sind «Gestalten, die noch lange auf der Szene lebendig bleiben werden. Was tuts, daß dieses,im guten Sinne literarische Lustspiel das Reguisit ein wenig vom Zaun gebrochener Situaliünskomik nicht verschmäht rmd sich gelegentlich einen Ausflug ins Groteske gestattet? Die Handlung bleibt anmutig im Flusse und vermittelt -dem aufgeräumten Publikum überdies manche tiefere Weisheit. Die Aufführung im Schönbrunner Schloßtheater, von Herrn P a u l s e n inszeniert, ist frisch und kurzweilig. Von den Mit" wirkenden ist insbesondere Herr R o m b e r g zu rühmen, der den Dr. Jura aufs trefflichste charakterisiert. Eme seiner besten Rollen. . Ihm zunächst ist Fräulein Kutschern zu neunen. Dieser jungerr Künstlerin sitzt ein arger Schalk im llkacken. Sie gibt der Eva Gerndl, der Unheil ftistenden mid liebeslüsternen jrmgen Frau eine eigene höchst erheiternde Nöte. Herr- P. a u l s e n als vielgeliebter Klavierlöwe, Frau Ä l b a ch- R et t y als die hineingesallene Delfine sowie Herr He l! c r und ' Frau Senders als drolliges Ehepaar Pollruger sehr anerkennruswert. Frau B l e i b t r e U gab die Marie. Ihre hohe Kunst hat diese Rolle förmlich mit neuem Inhalt gefüllt. Der, 'Autor mag die Pianistengattm um einige Jahrgänge jünger gedacht haben. Aber was Frau Bte.btreu an innerem Takt und edelstem Fraüemnesen hinzugab, ist neuer Gewinn.'für die Rolle und für die-ganze Dichtung. Sehr zu foben die Heiden/Bühnen-, bilder von Karl Alexander W ilk e. Ein erfreulicher Abend, der dev Schönbrunner Kammerspielen zugute kommen wird.- (r. A., Aus den Theatern. Im Schönbrunner Schloßtheater wird heute Sonntag, ferner Dienstag den 8., Mittwoch Pen 9. und Freitag den 11. d.M. Bah r s Lustspiel „Das Konzert" wiederholt. Morgen Montag wird Bleis Lustspiel '„Logik des Herzens" gegeben. , An der Neuen Wiener Bühne wird heute Sonntag und morgen Montag W e d e k i n d s „Erdgeist" mit Maria'O r S k a als Lulu gegeben. Beginn 7 Uhr. Heule Sonntag n a ch m i t t a g s gelangt W e d e k i u d s „Die Buchse der Pandora" zur Aufführung. Die W i e n e r Ko m m u'n i st e n veranstalten für ihre Parteimitglieder am 29., 30. und 31. August drei Vorstellungen im B u r g/t h e a t e r. Zur Aufführung gelangen die Dramen „König Ocdipus", „Die Räuber" und „Don Carlos". Neben Herrn M o i s s i und einigen Bnrgtheaterschanspiclern werden in den Übrigen Rollen Schauspieler verschiedener Wiener Bühnen tätig sein. '_ Jüdisch-literarische Sondervorstellung des jüdischakademischen Kutturverbandes Jabue. Für die heute Sonntag um 3 Uhr »achmittags im K o m 8 d i e n h a u s e stattfindende Sondervorstellung aus dem Jüdischen: „Das Gelöbnis" von H i r j ch b e i u und „Sch Western" von P e r c it sind «och Karten an den Theaterkassen zu haben. Mitglieder jüdischnationaler Arbeiter-- Angestellten- und Studenten-Organisationen zahlen an der Kasse die Hälfte gegen Vorweisung ihrer Legitimation. Au Alle, die eine Enzyklopädie-Mischen Wissens, ein Forum für die Erörterung kultur- und wirtschaftspolittscher Fragen des Judentums, eine Revue der literarffchen Erscheimmarn und eine - geistige Arbeitsstätte für die Vorbereitung des Palästinaverkehrs suchen, ergeht die Einladung zum neuen Abonnement der führenden.jüdischen Monatsschrift „Der Jude", die soeben in den 4. Jahrgang ihres Bestehens tritt. Sie enthält ständige Beiträge der angesehensten iüdischen Literaten, Gelehrten' und Politiker, Bezug^reis pro Quartal X 10*30, Einzelhefte K 4*—. «R. Löwit-Verlag, Abteilung „Der Jude", Wien l., Fleischmarn 1. Dvel statttlche.VLude der von Martin Bub er geleiteten Monatsschrift „Der Jude" liegen bereits vor. Im eben beginnenden vierten Jahrgang wird „De» Jude". seine eigenüiche Bedeutung zu erfüllen haben. Erst jetzt, wenn die inter- Sationalrn Wege sich offnen, werden alle intellektuellen Kräfte des luslandes ihre Bereitschaft zur Mitarbeit betätigen kvnnell und dieser Zeitschrift ermögliche«, ihre Mission zu verwirklichen: Ein Z,e n t r a l p u n k t für die g e i st i g e u und p o l ifischen Kräfte des I u d e n t a m S zu sein. — Abonnements für das Quartal K 10.30, Einzelhefte K 4.— im R» Löwi t-Derlag, Mterlnng ^Der Jche", Wien, l., FleischmarK 1. 6. IuN 1919 f Rr. 167 Literatur ll^WLsfenschast. Johannes Fischart. „Das alte und das neue Svstem." (Verlag Oesterheld L Co., Berlin 1919.) Hinter dem Namen Fischart verbjrgt sich, wie. de« Verlag bemerkt.einer der bekanntesten Publizisten Deutschlands. ' Es Ist schade, daß er sich verbirgt — demr man hat enr' warmes BedürfniZ zu wissen, wer Ln dieser an Selbstbetrug so. reichen Zeit sich einen solchen klugen Blick.für die Schwächen des neuen Deutschland zu benfähren gewußt hckt. Die Por- - trätskizzen, die hier aneinandergereiht sind undwelche 4Lder'-'bestrenomrnierten Köpfe des politischen Lebens in Deutschland zum Gegenstand haben, erschienen fortlanfend in der. „Weltbühne". Mer erstals Ganzes -zusammengenommen! bringen , sie wuchtig.'- zum -Ausdruck, was ihnen Bedeutung 'verleiht. Ohne Tendenz geschrieben, wirken sie - dennoch als! -vernichtende Anklage: Sie zeigen die Einzelnen, toie ficsilld, ' slizzieren, porträtieren, haltert sich fern von jeder Karikatur,- : stellen das Bild vor den (Leser hin und .lassen es fffr sich selber sprechasi. Und vergeblich sucht , man in diesem Bädecher;des politischslt. DLntfchland die Sterne. Geschickte Jnteressetrmenschert zeigen sich, die. durch ein Gewirr vöir Beziehungen, hindurch den Weg zur „Oberstufe" zu finden wissen, Handwerker, die fleißig den- Instanzenweg in der,.Partei abklappern,' über, den Redakteurposten bei einem sozialdemokratischen Krähwinkelblatt hinauf bis zum. iSekretär eines..Ber---. .bandes und Abgeordneten, Streber 'und Phraseüre, Charlaitaue und Idealisten.. Ein bißchen über, ein bißchen uüter hem. DMhschnitt, das meiste aber.’ brave- # harinlbse/.Feld-, .Wald-- - upd Wiesenpolitikcr. ,Mt einer von Skizze zu Skizze wach- - senden Ungeduld nsid Enttäuschung liest.mast iveiter: ivo - bleiben die großen Persötilichkelten, die Führer, wo ist ivirk- :ich ein Mann von mehr als ephemere - BDeutung? Hat Deutschland tatsächlich in diesep Zeit, die es seine große Nannte,, feilte anderen Führer als die Hittdenbürgs und Lrchendvrffs'^ besessen? Heinrich Mamr gab rn seinem Buche „Der Untertan" Men Querschnitt durch die Psyche des deutschen Bür-- gers. Fischarts Querschnitt legt die, .Psyche des . deutschen. Politikers' unb Parlamentariers bloß. Beide Bücher reden bis glekche beredte-'Sprache. , - ' Mg. Vom Euphrat und Ml. ' Dis Deutsche Orientgesellschaft hielt nach meltrjähriger Unterbrechung unlängst wiederctitc zahlreich besuchte -Hauptversammlung ab. In Vertretung des .Staatsministers von. Thielmann leitete D'r. James Simon die Vsrsammlu-ug^ Den Bericht über die Tätigkeit der Gesellschaft in den Jahren 1916bi-) 1919!erstattete der Schriftführer Prof. Dr.Güt er-' bock. Dis Änsgrabungen in Babylon Mußten, als die .Kriegs- . läge zu endgültiger «Räumung-Bagdads führte, Anfang Licärz 1'9l7 abgebrochen werden. Auch die ägyptischen Än-Zgravr'ug.ou-l in Tell-el-Ainarna konnten, wie. natürlich, während dep^ v Berichtszeit nicht Wieden ausgenommen werden! Leider sind'l 600 Kisten - mit Allsgrabungsobjekten uns -Babylon auf' dem' Seewege nach Deutschland in -Lissabon angehalten > und. von--, der' portitgiesischen Res/.enu-.g vorlä.isig beschlagnahmt worden.^ Das Staironshans der deutschen Ausgräber in Babylon ist' von den - britischen Truppen beseht worden/ fein;- Inhalt, / Bücher, Ansstattungsgegenstände- und vor allcnt eine immsrhin ' noch' erhebliche Zahl wertvoller -Antiken ist-von den Eng- -ländern nach Bagdad gebracht und dort in einem'-'besoudeveu. .kleinen -Museum ausgestellt worden. Auch das deutsche ExpeditionZchans . in el-Amarna ist bisher unversehrt - unb wird',.. aiidaNertld .bewacht. .In der Berichtszeit konnten, trotz' der!' Schwie.'-igkeiten der Lage folgen!' ' Bande' der 'wisfenschaft^ lichen Teröffentlichiingen der .' Deutschen OriLnt-Gesellschaft! - airsgegebpn- .werden: Band. 29 Antike. Synagogen irr Gali-- läa" von Heinrich Kohl (ch) nnd Karl W,atzi nger, Baud 31 Telt-el-Amarnavor der deutschen Grabung 1911" von 'Paul ’ ' T i in m . Band 32 ),DaS Jschsar-Tor. in Babylon" von Robert K-öldeney; von Band 30. „KeiliuschristieM, ans Boghazköi", autographievt von Heinrich F'-i gu ll a...Otih Weber uud Ernst Weidner, wurden drei Hefte 'versandt. Aus den ZeitschrifLsn. In dem Doppelheft Nr. 13 -und 14 der ...S oz i a l.j«.. st i s ch e n M o n als h efte", befindet sich .unter anderem .ein Aufsatz von Adolf A ll w o h n .„Zum Religionsprobleni" , sowie eine längste religionswissenschastliche Notiz von Herbert, Kü hner t, die folgende Unterabteilungen enthält:- Biblisches; Weltbild., Semitische Genieinsamkeiten, Zahlenmystik- und eine kurze Chronik über Ereignisse, die im Zusammenhang mit jüdischer Religionswissenschaft stehen.' ' In der von Damaschke herausgegebenen Zeitschrist „Die Bodenreform" findet sich' in der Nummer vonl 5. Jilnt' 1919 ein längerer Aufsatz „Ums heilige Land^, derauf'' Grund der Neuesten-,. Ereigiiifse und Derösfentlichnngeir ' im' Zionismus' den gegenwärtigen Stand der zionistischen Bewegung bespricht- und mit besonderer Shtn^alhie die- Forderung der Nationalisierung des Bodens behandelt. - - ' . Die. Zeitschrift „Der Neue -Orient" b'eschästigt. sich auch", in dem neuen vorliegenden Doppelheft Heft 3 uitb 4 des-' 3. Jahrganges ausführlich mit dem Zio-nfl süi n s/ Herr" Ptos. Dr. .Adyls Koch, der den Lesern des „Stenen-Orients" bereits - durch seinen Artikel - „Der .Zionismus - vor seinem'.' Triumphe" als ein' aufmerksamer und wohlwollender .Benr«' keiler der.--zionistischen Bewegung bekannt geworden ist,-erör- - tert mit großer Sachlichkeit Und eingahender Kenntnis.dcv ein- - schlägigen Liierattrr das Problem: Der Aufbasi des jüdischen Palästina. __ ' \ ., . .. „Esra", M o n a t s s ch r i f t - ,d e s - j n d i f. rfi 'C n Akademikers. Eine neue Zeitschrift.- gut ausgestattet und erust geleitet, der mau wünscht, daß sie sich einen Platz in 1>em jetzt schon fast zn üppigen jüdischen Blättmvalde> erobert. Sie. erstrebt- „Die Berknüpsima des jndischcil .Akademikers mit der-Entwicklung und mit dem Geschehen seines Volkes". An dicse»'AnS« drucksweise ist unschwer die geistige Orientierung - des . neuen; literarischen Unternehmens zu erkennen. Der Leiter der Zeitschrift, Eichen H o e f l i ch, bespricht in. seinem Aussätze „Paris, Arabien . und Jerusalenl" die Araberfrage in PaUistitm.' -die' eine Lebensfrage'' ist, eine Friedensfrage sein . und niemals eme Angelegenheit'deS Kampfes sein darf.. Max B r o d steuerte einen anmutigen und erquicklichen.Aufsatz über „Waüntiit im Judentum" bei, Albert E h r en st e i.n'-em« Skizze ...D ezemb.ernacht" und Felix Weltsch cme Bctrachinng ..Ailserwähltheit", die sich mit gutem Grunde gegc» die Gefahr jüdiicher Selbstüberhebung wendet. Hervorzuheben ist noch cm Aussatz „Das Problem eiper jüdischen Kunst" von Dr. Oskar Rose ns e l d. Das Buch enthält nocl, eine Besprechung-von Gustav Landauers „Aufrns zum Sonalismuei" von Siegfried S ch n i tz und Hugo Bergmanns Buch „JaiVicc und Jerusalem" don Ernst Müller. ' s j

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