Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 167 (6.7.1919)
- Date
- 1919-07-06
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite ß Wien^Sonntag Wreuer Movgerrzettuug 6/ wxrrsr. |n6 Kilogramm, hat einen durch skrophnlöse Drüsen geschwollenen HalZ, ist von fahler Hautfarbe, die Beine sind ganz verkrümmt, ' -die Knochenenden des Unterarmes verdickt, er ist-müde, ihn schmerzen die Füße, lauter Zeichen der im späteren Jngendältcr semgetreteuen Rachitis, einer Krankheit, die jetzt so häufig und . ^Folgezustand der systematischen Unterernährung ist. i Und so', geht es weiter, viele schlecht genährte, blasse, in!der Entwicklung zurückgebliebene, verwahrloste und'' verlauste-, 'Kinder. *> - Es krampst einem das Herz zusammen beim Anblicke dieser _ -unglücklichen Jugend, dieser Opfer des Krises.. Besonders^ärg - äst es nur die jüdischen Flüchtlingskinder bestellt, denen do^h ^besonderem Maße die Liebe der gutenjüdischen Mutter Anteil, wird. Sie bringt alle Opfer für ihre Kinder, während sie selbst 'darbt und duldet. . Das sieht man diesen Müttern auihrcu ablgchärmtcn, verfallenen, frühgcalterten Gesichtszügett an. Sie verstrauen auch schwer und nur unter großer Urberwindung Hr, schwächliches, schwächliches Kind irgendeiner Fürsorgeaktion an, -weil sic zu eifersüchtig auf ihr Kind sind Und diese von fremden Händen viel zu wenig behütet glauben. ■-//_? Dieser Statrdpunkt der Mutter ist im Interesse der Kinder -lebhaft zu bedauern, weil gerade die Bedürftigsten den Ferienaktionen fernbleiben. Und so erklärt sich, warum die Gelegenheit fber Kiuderausspeisung so viel Elend zeigte. Die Angen /bet stiebenden Mutter wollen sich an dem gesättigten,Kinde fteuen, sie -wollen die blassen Wangen ihrer Kleinen mit erblühen sehenMer' -Fremde vermögen sie ihr Liebstes nicht anzuvertrauen. Dasistdie Licht-und Schattenseite der jüdischen Mutter. > - . Der Bericht des Polizeipräsidenten über die kommunistischen Amtriebe. Erklärungen des Kommunisten Toman. Dia „Korr. Expreß" veröffentlicht eine Unterr'sdüng . -mit dem Kommunistenführer Tvrnun, irr lvelcher dieser , 'stich über den „Bericht" des Polizeipräsidenten Schober ■ [unter anderem folgendermaßen äußert: ’*■ „Der Bericht ist teils ganz unwahr, teils sind -die Tatsachen entstellt/ .schließlich „'gründet sich ein ^großer Teil der Angaben auf bloße'V e r m n t u n g e n. -Ich könnte eine ganze .Reihe Unwahrheiten v nach weisen. -Als Partei messen wir diesem Berichte gar keine Be-- -deutung bei, ebensowenig den persönlichen Verunsglimpfnngen. Es ist nur natürlich', daß sich die heutige Ibürgerlich-kapitälistische Gesellschaft gegen uns mittels [ihrer dazu berufenen Organe, und-dazu gehört ja mich -die biirgerliche Presse, verteidigen will. Sie verwendet' rHierzu alte ihr zur Verfügung stehenden Mittel üstd jauch ihre Machbapparate: Polizei, Militär, G'erichtL-. -und ihre Presse. Was die bürgerliche Gesellschaft über -uns denkt, spricht und schreibt, ist uns ganz gleichgültig.' |. Unseres Erachtens hat lediglich das Proletariat das Entscheidungsrecht über unser Vorgehen. .;/K {?• Auf die Frage, ob Lenin tatsächlich Bettelheim/ jzum deutschösterreichischen Parteidiktatur ernannt Habe, Sagte Toman: « „Daß Lenin. Ler-/dAltschöjherxeichischen,.. Kommunistischen Partei Schwächlichkeit vorgeworfen und -daher Bettelheim zum Karteidikba't-or - .W; eine dreiste Lüge.- Etrwn''-.Gsnossött''-.KeMWM^E^ »es in Wien nicht, und der llUÄtosft,'' der.' ansiftdiLsiyck'... Namen bezeichnet wird, ist schon längst, nicht mehr hier." . k „Wenn die Regierung", sagte Toman - weites - ^,,'gegen die 'ungarische Gesandtschaft porgeht, -so begeht/ »sie damit einen großen taktischen Fehler. Der verantjwortliche Staatsfunktionär Eldersch sprach von,, einer Indiskretion^durch, die die Angelegenheit iiv irüe Oeffent^- stichkeit gelangt'sei.^Jch möchte nur die Frage -aufwerfen, tzvft'es möglich ist, daß'in einem/geordneten-/Staptswesen '— und für* ein solches >gibt.sich doch^do^ 'dentschlösterreichische'' aus,—^eme solches Indiskretion begangen. «werden tonnte." LVahlerr in das Gremium der Wiener Kauf- Mannschaft.; - Am 3. Juli sauden unter zahlreicher . Beteiligung in / -den Sitzungsräumen des Gremiums der Wiener Kaufmannschaft die N e u w a h l e u i n d i e G r e M i a l l e i t u n g u n d!i n d i e e i n z e l n e u V e r t r e t u n g s k ö r p e r d i.S' >G r e m i u m s sowie seiner I n st i t utt i o me n statt. Wieder ge wählt wurden aus die Dauer von sechs Jahren zum B r ü s i. deuten Herr Cornel S p.i tz e r in Finna Franz Leibenfrost & Comp., zu B i z e p.r ä s i d e n t e u. die Herren: Leopold Langer, JosefsBinzl jun. in Firma iI. Vinzl; n e u g e-w ä h l.t. auf die Dauer von (s e ch s. Jahren zu Vizepräsidenten die Herren: ' - Franz Schallaböck in Firma F. Schallaböck.mid Dr. Lothar Meitz/(m^ iFrrma Handels-Aktiengesellschaft). ' ' ■ -/t f : In den G r .e m i alrat' wurden auf - die -- Darier von js e ch s . Jahren 100 G r e m i a l r ä t e und 15 Ersatz- /m ä n.n e r gewählt, darunter zum erstenmal als G r e m i a lr ä t e die Herren-: , Moritz Älmasi in Firma Moritz Almasi, Wmzenz Binder m^Firma Vinzenz Binder,. Eduard Breisach in Firma Breisach & Co., Karl Dreh in Firma 8. Dreh, Berthold Fasfel in Firma Amerikanisches Schuhwarenhaus Berthold Faffel> Eugen Fulda in Firma Ferdinand Gombrich L-Co.,' Heinrich' Herzog in Firma I. Herzog & Sohn, Ernst Hochmuthsn Firma Hochmrttl) & Gerstmann, Emil Honigmaun in Firma Emil Honigmann. Ferdinand Hrdliczka in-Flrnm „Herlango" photographische Industrie-Ges. m. b. H., Johann Jung inFirma Johann Jung, Franz Karl Kaindl in Firma Josef H. Kaindl, Gottlieb Kantor in Firma Gottlieb Kantor, Ludwig Klausner in Firma Del-Ka G. m. b..H., Robert Koch in Firnis Ovel & Behschlag G. m. b. H., Leopold Kreidl in Firma Schön & Kreidl, Arttw Nkühne in Firma Berbandstoff-Fabrik Rauscher & Co. G. tn. b. H., Heinrich Kurz in Firma M. Beyer & Coinp., Alfred Philipp in Firma Freudenthal & Bachwitz, Gottlieb Pollak in Firma I. L. Pohl L Co., Stefan Robitsek in Firma H. Rovitsek &' Reis »mb Stefan Robitsek, Heinrich Rosenberg in Firma Benefeld & Roseirbera.-. Gustav Schnitzer in- Firma Löwy & Schnitzer, Hans Schonfeuinger in'Firma Haiis Schönfellinger, Wilhelm Stöckler in Firma Wilhelm Stöckler, Hans Strehler in Firma Josef Audorfer L Bachmnnn, Nachfolger 'Strehler & Peter, Siegfried Wacht! in Firma Siegfried Wachtl, Hans .sjellhofcr; als.E r f a tz m ä n n e r deS G r e m i a l Benedict in Firma „Ecco", Gesellschaft, für technische Bedarfsartikel und indusiriclle Bctriebserfordernisse m. b. H., Eduard .Chor'oba in Firma Spezerei-, Delikatessenunp Flüschenbierhandel, Hans Ehrlich in Firma Wilhelm Pohl. Franz Paul Fischmeister > m Firma Nozct & Fischnieister,' Leopold Kpnecnh in Firma Leopold Konccnh, Wilhelm Kurth iw Firma "! - Wilhelm Kurth . jun., Ludwig Nette! str Firlna Ludwig Nettel, Siegfried Oppenbenn in Firma-Siegfried Oppenheim/ Philipp Popper in Firma Plnlipp Popper, Franz -ft .in' Fi'rntä Franz /Pserer, Ernest Reitzner in Firma Reitzner, Sigmund Schweinburg . in - Firma Sigmnnd chweinburg, , Simon -Alexander in Firma Simon & Böhm, ... ‘ i> rte für die eaniu m s und dü e-B er.tr e t er., d e r K ö rp o r at'i o n in d eu v e r s ch i^ e d e n e n von d e m G r e m i u m , vermal t e t en - In st i t n ti ontit. g e w ä hl t. Das Heil vom KriegsbersorgungsamL. Der Rattenfänger von Hamburg. In der „Nürnberger Zeitung" leien wir: Man wird heule in Hamburg in die Zeit des Mittelalters und der.Fexenvrozeffe zurückversetzt. Eine große Menschenmenge durchzieht die Straßen, unter Boräntritt mehrerer Soldaten, die an Stöcken zunächst 'Undonnierbares tragen, das -sich bei. .näherer Betrachtung als R a t e n k ö p f e, 'M ü \t\ e s dj em.k e l, Hund evie.rt el n n d K a tz e n s ch w ä n z e entpuppt. In der Mitte der Menge fährt ein Wagen. Aus - einer Tonne, die nnt Kadavern' von - Ratten, Mäusen, Hunden und -Katzen gar zierlich bekränzt ist, steht ein Mäim, der ein Plakak in der Hand 'trägt mit' der' Inschrift: „Ich bin der Meister". Um seine Schulter-hangt ein- Kützenfcll und von Zeit zu'Zeit muß der so-Geschmückte aus einer Wanne aus'Geheiß der-ihn bewachenden Soldaten^.,Eine, Portion Sülze" essen/ denn dies muß nach dem, an dem Bottich gehefteten Plakat der Inhalt der Gesäße sein. So ' geht der Zng durch ganz Hamburg, deffen Laternenpfühle teilweise mit den Leichnamen von Ratten „geschmückt" sind. Diesen.Umzügen liegt u n b M ä u s-e n folgendes zugrunde. - Bor - einer Konservenfabrik der-Reichenstraße wurde^ denn Abladen von Fässern -eine Tonne z e r t r ü m m e rck. Der Inhalt verbreitete. einen pestilenzartigen Geruch und es stellte sich heraus, daß dieser in der Hauptsache aus e n t haut e t e n K atzen n n d H u n d e n, untermischt mit R a t t e n int d M äufe n- sowie G e d ä.r nmt lt n d>a n d e r e n A b-' 's ä l! e N-- bestand. Es bemächtigte sich dew Menge eine-große Erregung, als bekannt wurde, daß ftiese'Sendung für die Konservenfabrik von H e.i l bestimmt war. Man - stürmte die Fabrik und fand dort'in Botüchen und .'Kesieln die gleichen tierischen Abfälle. Der Inhaber der Fabrik wurde aus seinem Kontor geholt, ganz f ü r ch t e r l i ch v e r h a u e n und dann von der Volksmenge nach der Bivnenalster geschleppt, wo er über das Brückengeländer i n das W a s s e rg.e w o r f e n wurde. Er . konnte sich s ch w i m m e n.d ' a n . L a n d retten, würde aber dort'"'wieder von der tobenden Menge in .Empfang genoumreu und nur mit Mühe gelang es den hinzugeruienen Sicherheitsmannschüstm, ihn 'vor .der L y n ch j u st i z der .Menge zu retten. Eine-Kommission begab sich in d'ie Geschäftsräume der Firnm und beschlagnahntte.'die Lagervorräte wie auch die Bücher. Es stellte sich - heraus, daß Heil bereits seit' langer Zeit . rn^ dieser unapvetitlichen'Weise/„Delikateßsülze" hergestellt hatte, hie in den Geschäjtrn-i. mit'3 Mark und 5 Markdas Pfund verkauft wurde. Das nnr-aus^Mädchm bestehende . .Fabrikspersonal erhielt neben dem"Taglohn ein S ch w e i g e-'/ g e l d von 10 Mark den Tag, der M e i st'.e r,,dew aus .die oben geschilderte Weise durch die Straßen/Hamburgs» gefühtt» und .gr-' zwängen wird, sein eigen Fab r i k ct t z u ' v e rz e h r e n,. soll sogar ein Schweigegeld von 100-Mark pro Tag erhalten Haben.- Der.Fabrikant Heil, der.früher M Waudsbeckeme.L-.e-d e r s a b r i k,. ü nF-G.ew/h-e r eft-hatte,, wurde, ftofürt in/Haft genommen.»Sonderbarer..Weise^hat -Heib von dem Reichsernährungsamt die ' 'Erlaubnis ', erhalten,- Sülze her--' zustelleni Die: vom Hamburgischen Kriegsversorguugsamt -durch - Sachverständige worgenommenen Stichproben sollen ein einwand- - -freies Resultat ergeben haben.- Vor dem.Gebäude/ des Hambur-/ . gischen 'Kriegsversorgnngsamtes kam cs daher zu g r o ß e.n, T u m uTt e n.ft'Me vor der» Gebäude stehenden Straßenlaternen wurden ebenfalls mit toten. Katzen,-Ratten itnb Hunden. bekränzt und da .die Erregung - der .Menge durch das Znrschau- - tragen von Holzbottichen mit dieser' „Sülze"' und ' deren Herstel- , lungsmaterial ständig im Wachsen begriffen, war, mnst'te man., d a s Krie g s v t r s o r g u n as a m t sch li e ß e n. Eine Kommission besuchte im Lause des Tages die Lebensmittelgeschäfte. und"beschlaanahmw sämtliche aus der Fabrik stammende Ware.* Die nnapperitliche Angelegenheit / wird / auch die Sitzimg der/! - Bürgerschaft beschäftigen.- ' v -.U JüdischsPMstnr. Melft- und LraiisporLgesellschäst im. V. H., Wieii, 2. Bez., -HratcrstraHe 9/1, versendetden folgenden Aufrüf: -Die nächsten 'Monateftollen dem/iüdischen Volke die Erfüllung zweitausenbjähriger Hoffnung-'bringen.- In .'fünf .EMÄlen . werden - siebertzäft die /Vorbereltnngen für. deir Aufb'ruEsn die verhekßene-Heimat gckrossen. Die groHew Ansorderungen, die anläßlich!-der zu erwartenden. Mässny« einigration, an die' zionistische Partei herantreten iverden, ^erfordern eine intensive Unterstützung dev -üfiiziellen Maßnahmen durch private 'Initiative, ,-^n.dieser Erkennttns würde kürzlich' auf Initiative des' Herrn 'I. -'B r i n g s nkrt Förde- ,rung der Palastina-Aemier in Men und Barliri eine Jüdisch- PalästinLnsische Reise- und Transportgesellschaft m. b. H/ gegründet. Dev« ZjVyk. rhes - -Uifterpehnrens 'ift; .die geordnete .Beförderung der jüdischen Auswanderer, und deren-MtLr'.von - ihren Wohnorten, beziehungsweise -von bestinimteu .S'anrmelplätzen nach Palästina - vorzurrehmen und im spättt^en' Zeit-- 'punkte den Touristenverkehr dörthür zn leiten. . Wenn, man bedenkt, welchen /Gefahren und Schäden mannigfacher Art die Auswanderer. auf ihrer langen und beschwerlichen Reise ohne Führung und Schütz ausgesetzt sind, wenn man ferner bedenkt, daß internationale-Reiseöureaus/aus der'„Not der .Auswanderer" große Gewinne ziehen,, ohne ihnen Schutz, Fürsorge und. Bequemlichkeit zu biften, so. ist es ohneweiter^ .klar, daß ein jüdisches Unternehmen, beherrscht von dem' einzigen Gedanken, den jüdischerr Auswanderer zu schützen, zu führen, zu verköstigen, auf dep UmMagplätzeu für Unterkunft zu sorgen und in Palästina selbst ihn. auf seinen Bestimmungsyrt zu bringe,!, von größter Bedeutung ist und der Förderilng aller jüdischen . 5k'reise würdig. 'Zar 'Erfüllung dieser Aufgabe sind vorgesehen/Verträge »nft Eisenbahn-'und Schiffahrtsgesellschaften, für Sonderfahrten und.Ermäßigungen, Begleitpersonal, Tlerzte und rituelle < Verköstigung. während der Reise, .Hotel und Unterkunstsräume in Palästina und zur Propaganda filr den Touristenverkehr Ausgabe, von Reiseführern, Veranstaltung von Journalistenreisen ufto. Die technische Durchführung ist teilweise in Uemeinschaftnüt bestehenden weltbekannten Unternehmungen -■ geplant, teilweise durch! Errichtung eigener.Organisationsstellen in 'den. Hauptpunkten der Auswanderung. Für die ersten orgarusa- Ivrischcn Vorbereitungen ist ein Kapital von 600.000 Kronen vorgesehen, von dem ein Teil schon in den ersten Tagen.nach der Subskription gezeichnet und eingezahlt wurde'. Die Aufbringung des Kapitals für, die weitere Arbeitstütigkeit, soll >r ft t e s, die Herren' Karl Bymr, Firma H. Scheids, Karl vo, LiMistischey. Wsen aus'die..Größe der Erfordernisses einerseitsnnb' das Jtiteresses welches schon jetzt die Gründung r'n zrpnisttfchen'Kreisen Linker'// wurde bei-der am 6. Juni-1919 stüftgefundeneu ersten Anssichtsratssitzung beschlossen, das »Kapital .ans vorläufig eine! Million! Kronen' zu erhöhen. Es ergeht demnach! an Menj Zionisten die- Einladung, die' Zeichnung-xvon Anteilfcheinem (1- Antrilschein — 1000> Kronen) voHnneh'meU,/D'«ls'. Wter-!! nehmeir wird eine streng -Mide karlfulännischr .Kettung Haben,! - dahev fVerzinsung /uttd eineentsprechende .Dividende zn er-^ ‘ . warten! seindürfte. Es lsegt. im. .Interesse eines 'jeden 'JudeN^ diese /. Untern eHmen . zn fördern, mm. dä^ 'Gefühl Her Soli-s.! bäntät 'mit. de,r' aüswän.dernden Brüdernzu ^eMden. 7S.nL»-- WpfiWemmeLüngen./nnd.^Jyfqrmätionew jeder Art ertekit 5>re/Jüd.isch-Pälästin. Reise- und .Transportgesellschaft m. b.I:,'. Wen, '2.- Bez., Praterstraße 'H/1> wohin alle Zuschri'ftenH- und -Ayfrägeii zu richten sind. Md'isch-Palästin. Reiseünb'!- Trattsportgesellschaft m.'' L .//H! Fürden Aufsrchtsrat: Doftox! E. Ziv e i g, 'Vorsitzender. Die Geschäftsführer: Adolf S-t'a n d, -I. B.rings. ------ft/-.-a ,f- > Geld ans Ämdrtta'.-' Bekanntlich ^HkAeün' beträchtlicher-' - Teil der jüdischen Bevölkerung OsteuröPkE/!van den rhri seitens' der Verwandten, in den Ver^iNigM-Maatest 'vvn's Nordaiiserika fast regelmäßig -st-tzrwiesestdnftWe1oHttägtzn--H^ lebtt Diese Beträge, beliefen sich in. den Wie» iWiedensjahrenünd in - Galizien allein .mif üngiefäh'r 2,V00!M0 Dollar'- pro Jahr.-Seit KriegsausbürF, bsssonders-fiberWitbem die, Lereiiiigten. Staaten/in* den europäischen Hrieg aktiv einge-' griffen..'haben/ hat dieser Quell vollends veHiegt. Nicht alleW -' die' Geldüberweisungen haben ' seither ganz., .aufgehört,' sondern es trat noch hierzu eine völlige-.Stockung und.-Uitter-/. bindnng jeglichen britslichen »Verkehrs -/unters hen -ftlber Osteuroftr..und Arnerikaverstreltteic Fannlieilgliederu ein. Eltern' fiNd/bpn 'ihren ZkiNdern--und -Wildern, von. ihren .Schwestern 'durch bÄ^nnt allen Künsten blockierten -Ozeäst getrennt mchj -äbgeschMte,, worden. - Sie - sind jeder -Möglichkeit benommen vost/einä,chen auch nur ^jn/ Kebenszeichen zu erhalten.-- Uftft dMU ^ZnstflNde r abzuMfen/ sotvie behufs Indienststellung. :diDep-!^fti-^-hie/-.- -gegenwärtigen.! osteuropäischen SerhältnUe^ ,getNdeKt-M'gch^E-!Mmmen-'rsür den-Mirtschafilichen-MeLsx--- 'ausbch/Her/ Ostjuden wurde im. Rahmen der,'Menev.'Dehe---.- gLfivH-/iws!/Jüdischen-!Nationialrates'--füvr-OstgaKziW ein. spe- ,!zieW-Bureau geschaffen^ das die Aufgabe hat, den Kontakt!/ zwischen!deir'''Ostjuden- undihren Verwandten in -Amerika, wieberherzüstellen.-' Diese.Bnreäu-Abteilung, die/den:-.Nämen ftAMrrkä'^-:führt, wirb vermittels - einer - ganzen-- Reihe, von- BertraNenZmännern in Osteuropa und in den Ve'pLiuigtWft -'Staaten/ sowie unter Zuhilfenahme.der jüdischen -Pressef.W Verwandte haben undumgekehrt/wodurchzml-ächst'chie Wieüer>» auftahMü des brieflichen Verkehrs unter.ihnen /ehestLtts;'.e-rs> - Möglicht/ werden soll. Es unterliegtkeinen, Zw'eisel/ydMi'i Juden aus Galizien,. Polen, Ukraine, Rliün'inien upd -der B»-/. kowina,. -sowohl ihre eigenen Adressen ' als. auch-die ihrer-..' in -Amerika lebenden Verwandten ihr-- ehestens vekanntzii-!'< geben. Die Bureau-Abteistmg ^„Arnerika" wird auch beveit^: willigst allerlei Kriefpost seitens, der' Ostjuden an ihre' Bckxwairdten in den Vereinigten'Staaten in zuverlässigster Weistz. ' befördern -und . ihrem -Bestimmungsorte' zuführen-'''-'läHe'M'- Mdressellmigaben und. sonstige Zuschriften sind'zn richten an die - Delegation des Jüdischen Nättonalrates für. -Ostgäyzien«; Abteilnng „Amerika", Wien, 2. Bez., .Taborstraße/20 a.. f.; * Der^ jüdische Exportakademiker an die jüdische Kaufmannschaft. -Die Bereinigung-jüdischer Exportakademiktr?' (ll.-,-Obere -Donaustcaße 111) -Persendet - vachstehevden.-- -A-UMfÄ! Die Not unserer Zeit lastet LesöudeH... sch»ver>.M '''derk'LMchMj.- Studenten. Nach Jahren unsäglicher Mühen'MM Iflffd®' Felde heimgftehch wird sie -von neuen Sorgen-, bedrücktiinbT' im umfaßt, » wendet sich nun an die -gesamte Mische"Mff-- manMäst nüt der Bitte,., bei Besetzungvon frei gewordenen Stellen sich , unserer Sie l l e n v e r nf it 1 l tut g ttt auZ-. gedchntenp Btaße. zu Bedienen. Die Loittmg dieser Stellenvüs' - tuittlung betrachtet es als ihre Hauptaufgabe, nur verläßlichenUd'- vet-kräuenswmdige, in erster Linie die überwiegende Mchrheft ' bildende — notleidende Bewerber zu empfehlen. Derjüdische^ Kaufmann, der bei uns einen Bqxeanbeamten ansordert, erwrrb't! eine absolut, verläßliche- und vorzügliche Arbeitskraft und leistet! dadurch . seinen: Volke den großen Dienst, die Energie und den, Arbeitswillen/vieler junger Juden zu erhalten. .*»., .j ' f Der Meruverein. „Pestalozzi" --versendet./ deni folgeuden. Ausruf: Der Elteruverem Pestalozzi, der seit! vieler, Jahren Hunderte von Kinder äNsgespeist, gekleidet und mit allen/' .Nötigen für-die Schule versehen-hat. wollte, wie auch alljährlich//; r ä/u/m e yrrübte, der f a st d ä s g a n z e B a r v e r ur ö'g e d eZ- B'/r e in'es zum O p f e r f i e l. Hunderte von.' Kindern -sind dadurch in die Gefahr geraten, nur ihre Erholung! in.der Fetiertkolome sowie um die. Ausspeistmg zu kommen.! wenn es nicht geliugp im .letzten Augenblicke wenigstens emm. Teil-' des Geldes wieder hcreinzubekommen. Da. kauM änzunebmen ist, daß man der Verbrecher habhaft wird, ist! der'Verein-im Namen aller bedürftigen Kruder gezwungen, sich an-d.ie Oesfentlichkeit mit der B.i t t e zu wenden.- es. durch -S p^e n d/e'n z u e in öglrchen. daß arme Kinder infolge der Tat cmes Verbrechers an ihrer Gesundheit keinen Schaden leiden. Jeher-gebe so rasch-ex .kann! Spenden nimmt-der Eltmtverem „P e st a l o z z i, II., G r o ß e S p e r. l g a s s c WU, entgegtit;;. W; * EinfteVung eines jüdisch-sozialistischen Blatte-.^ Die Agentür Dacia meldet aus Czernowitz: Das Mische! sozialdemokratische Blatt „RmcS Leben" ist von der Zen'uc rin-I gestellt wörden. t ‘ .*1. dentschosterreichische Klasien'lotterie.. Der ErÄ muetungstermiu zur U. Klasse endet am Abcud des. 7. d. M.?- DiS-Ln .diesem Tage können jene Spieler, die an der Ziehung der l?^l. utt i4 OvJLu|(C ÜCt JCltCV i GeschaftMe beziehen, bei 'welcher sie die Lose I. Klasse gekauft habLw >-Dik Zlehtmg der U. Klaffe stndet Dienstag den 15. ünd j Donnerstag - den 17. d. M. im Ziehungssaale. Wien, M., LothrinM { ümße 20 (Konzerthaus), öffentlich statt. Der Begiuu ift. an-beiden Tagen für 8 Uhr früh augesetzt. . . ..^ , .InSi-Er-st Li-dlich tzai skinc Kanzlcki i-, Wlschmarkt 22, eröffnet. Telephon 17.816. m ' k Nled. Dr. JosefsKohn.^ Kurarzt in.Meran und m] Kastem, hat seine kumrztltche Täligkett m Bad Gafteiu, „Billa Ella", ausgenommen. . 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