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Wiener Morgenzeitung · 1919-07-05 · Heft 166 (5.7.1919) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 166 (5.7.1919)
Date
1919-07-05
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Sfc 186 Wien, Samstag.' . ........ ■*'■»«>«■ Tagesbericht. Der Polizeipräsident von Wien über die kommunistische Agitation. Sine Note «der die ungarische Gesandtschaft. Am 1. Juli hat der Präsident der Wiener Polizeidtrekiivn, Herr Schober, an die Staatskcknzlei, an die. .StaüjsümLer des Aenßern und des Innern sowie an den niedLkösterreichisch^n Landeshauptmann einen Bericht über.die politischen- Brandstiftungen der hiesigen ungarischen Gesandtschaft'.gerichtet.. Diese Note"'en-thLE ein sä ungeheuerliches Material, daß sie fast mehr den Eindruck eines BraeystüSeS.' aus einem Kriminalroman nxU' den eines trockenen. UmtsberichteS erweckt. 'Die Nota bestätigt eine Anzahl schon bekannter und enthüllt eine Reihe bisher unbekannter Tatsachen, die in ihrer GesaMtheit den Beweis schaffen, daß die hiesige Gesandtschaft der- Budapester Negierrmg der Herd einer weitberZtveigten. Verschwörung gegen den Bestand unserer Äerfassung, gegen die innere Ordnung und Rechtssicherheit in Wien und Deutschösterreich ist: Was feit. bcm .15. Juni ifs) ziemlich' jedermann in Wien weiß und offen. ausspricht,- findet in dem Berichte des PolizeipräsideutSn Bekräftigung. - Der Bericht schildert die Beziehungen zwischen der 'ungarischen Gesandtschaft und den deutschösterreichischen Kommunisten, die'durch'den inzwischen 'gefallenen Korporal R v t h z i e g e l, durch den Konzipienten Doktor Wert he im und 'durch den Kassier der .Kommunisten, Leopold Forst, einerseits, die Sekretärin des Gesandten Bdtgar,. Marie G os z t o n y, andererseits hergestellt, wurden und bet denen hohe Geldbeträge eine Rolle spielten. Im April dieses Jahres erscheinen die offiziellen Kreise Ungarns auf dem Plan. Drei Agenten erschienen mit einem Empfehlungsbrief Bela Kuns bei. To man n, um diesen'zur Eile zu mahnen. Dieser sowie D'r. Friedländer und der Gesandte Fenyö wurden mit der Verteilung der Propagandagelder betraut. Im ganzen hat die ungarische Gesandtschaft bis zum'4. Mai, wie aus ihrem Kassebuch ersichtlich ist, - . l ' U 6» MiNioneU lunier dem Titel „Außenhandelsfonds" für ihre politische Pwpaganba ftusgegeben. NaH diesen'Eintragungen erhielten zum Beispiel Julius d'All Aglio .und Stephan Szalay.am 31. März 3500 Kronen, Mar,ia Gvsztony am 30. März, also wenige Tage vor Ihrer Zusammenkunft mit Forst, 2000 Kronen, Farkas.Lebowiß am 10. Llpril 4000 Kronen. .Einem gewissen Neu man.« wurden am 7. April 10.000 Kronen, am 20. April eine Million Kronen ausbezahlt. Um 25. April'bezogen Adolf F r i s ch m a n n und Johann Kasper je 1000 Kronen. Auch, diese beiden Personen waren von der -Polizeidirektion schon vcrh er wegen Verdachtes kommunistischer Propaganda überwacht worden .und verkehrten, wie durch diese Ueberwachung feftgestellt, im Sekretariat der kommunistischen Partei Deutschösterreichs. Dem Wortführer der deutschiöft'erreichischen kommunistischen Partei, Karl Tvm ann, wurden nach dieser Liste 2500 und einmal 100.000 Kronen ausüezahlt. Es sind dies zweifellos die 100.000 Kronen, die er ans dem „internationalen Fonds" bezogen haben will. *. , Im Mai griff j '•/ Lenin ein. iEr setzte den Lomnmnistischen Partewat stand ab und bestellte den ungarischen Kommunisten 'Ernst B estte^Wi.m.'z«m deutschösterreHisch'en Parteidik'ator. Man.muß hier an die Erklärmrg Friedländers Kreisärbeiterrat erinnern, daß er dem Vommunistrschen Direktoriunl nicht mehr angehöre. Dieser Bettelheinr'rtun wurde der ungarischen Gesandtschaft zügele ilt lind mit . eurer halben. Million ausgestattet. Die -Gesandtschaft würde unter den Schutz kommunistischer Matrosen gestellt, die-täglich 50 Kronen erhielten. Der . Gesandte Bo lg a r. wurde als zu schwächlich abbermen Hund durch..Herrir Czobel ersetzt. - ■;vf' : v; Die Kanalplättt. y-v. -Ein von der Polizei Ungehaltener ungarischer Defektiv machte unter anderem auch die Mitteilung, daß .sich" die ungarische Gesandtschaft in den Besitz von Plänen der Wiener Kanäle gesetzt habe, und daß -durch Cinsichwahme dieser Pläne bereits festgrstellt lwvrden sei, -daß man.vom Keller der ungarischen ^Gesandtschaft durch eklen Kanal in den Kellerraum der Oesterretchisch-ungarischen Bank gelangen könne, i Er lenkte die hieramtliche Aufmerksam^it des weiteren daraus, daß auch der MilitürbevollmächLigre Bela Lindne r, der die Verbindung mit dem Volkstvehrbataillon in der Selzergasse besorgte,, von der ungarischen Regierung den Auftrag erhalten habe, Polizeiorgane für den Kommunismus zu gcwinneit, mud daß ihm zu diesem Zwecke fünf bis sechs Millionen 'Kronen zur Verfügung gestellt.worden seien. Auch unter den Telephonistinnen agitiert die" ungarisch; Gesandtschaft, beziehungsweise die komm itnistis che Porter .unter Zuhilfcuahnre ungarischer RegierungSgelbrr, Derselbe ungarisch« Detektiv wußte schließlich davon zu-er- Fühlen, daß die rwgarische Regierung eine Reihe von ' Terroristen nach Dien entsendet habe, dis die Aufgabe hätten, acht führende sozialdemokratische Politiker, über auch hvhe behördlich-? Fnnkiwnür? zu ermorden, Um den Widerstand gegen c-;,i5iUi Rn:?- .. Smettev MörgenZeLtüng^ Wer an Verwandte, Angehörige» Bekannte« Ln Amerika schreiben Will kann die Briefe an die Adresse des galizianischen Verbandes, 66 8sconä- Avenue, dier/ -Vorlc, Citjr, richten. Der Verband der galizifchen Inden wird die Adresse eruieren und die Briefe zustellen. Im Zuge der Erhebungen wurde auch im llnterstandsorte des deutschösterrcichischen Staatsangehörigen Egon Winkler ein Kanalplan der Inneren Stadt vorgesunden. Winkler will den Plan von dem vorerwähnten, hei der ungarischen Gesandtschaft, in Wien als. Detektiv eingeteilten Hamwas erhalten haben. * Der Staatssekretär des Innern, Eldersch, äußerte sich zu einem Mitarbeiter der Korr. Expreß:, „Der heute veröffentlichte Bericht des Polizeipräsidenten Schober ist richtig. Er ist durch eine Indiskretion veröffentlicht worden, .ähnlich tute;sie seinerzeit begangen wurde ,als die Ausführungen.des Staatssekretärs Dr. Bauer im Kabinettsrat über die Nichtvppvrtunität eines Vergehens gegen Ungarn in dis Oeffentlichkeit gelangten. Ob die Staatsregierung im jetzigen Moment gegen die hiesigen Kommunisten einschreiten wird, darüber muß sie sich noch ihre Beschlußfassung Vorbehalten. Wir haben längst gewußt, daß die deuLschösterreichischen Kommunisten Geld von Ungarn bekommen. Ein anderer Zusannnenyang zwischen den Wiener Kommunisten und den Dingen, deren -der Bericht des Polizeipräsidenten Schober die ungarische Gesandtschaft beschuldigt, also ein Zusammenhang, der über das Empfangen von Geld hinausgeht, ist ans dem Verficht nicht zu ersehen. Darüber, vb gegen die ungarische Gesandtschaft vvrgegangen werden soll, wird die Staatsregierung noch zu beschließen haben." ■ _ ' Die Post mit Frankreich offen. Paris, 4. Juli. (Funkspruch.) Die französische Postverwaltuna hat bckanntgegeben, daß die P o ft v e r b i n d u » g m i t D e n t s ch ö st e r r e i ch wieder anfgcnvmmen, worden' ist. Es werden daher Korrespondenzen aller Art,. offene und geschlossene Briefe, Postkarten,. Grschästspapiere. Drucksachen, Warenproben usw'. mit der.Bestimmung ,nach Deutschvsterreich angenommen und ihrer Bestimtnung zngeMrt., Alle die vorerwähnten Sendungen können auch eingeschrieben aufgcgeben werden. ' - * Personalnachricht. S o n n t a g den 6. d. M. findet um ^/z4 Uhr nachmittags im Tempel zu B a d e n 'die Vermählung des Fräulems N. elltz Iell i n e k mit Herrn Doktor OswaldGlogau 'statt. * DaS Rechtsschutz-Bureau der „Sozialen Hilssgemeinschaft Anitta Müller" amtiert täglich von 9 bis 12 Uhr vormittags, H., Praterstraße 17, vorne. * Meldung von Kriegsgefangenen. Amtlich wird mitgeteilt: Alle e ft h l a n d i s ch r « Kriegsgefangenen, die sich in Deutschösterreich anshalten, wollen sich mündlich oder schriftlich beim deutschösterreichischerpKriegsgefangenen- und Zivilinterniertenamte,.Wien, l., Gumpmdorferstraße 1, melden. * Jüdischer Orchesterverein. Heute Samstag findet keine Probe statt. Die nächste Probe der Streicher findet Montag den 7. d. Nt. unt 7 Uhr ntt Caft Jndnsiriellen, 1, Konkordiaplatz 4, statt. Bsreinsnachrichteu. Lese- und P e d e h a l l e jüdischerHochs ch ü l e r i n W i e n, IX., Türkenstraße 9.. Heute um */»7 Uhr abends findet ein K o n v e n t statt. — Die zionistische Sektion L a n d st r a ß e hält hente um 8 Ubr abends im Sonterrainlokal deS Ca ft Prtrckl, I., Stnbenring, Ecke LLollzeile, emcn F a m i l i e n a b en d ab. Verein „Zion". Sonntag' den 20. d. M. um 3 Uhr nachmittags wird von unserem Amateurklnb unter LeitMg des Herrn Oberregisseurs Z. Reißmann in der N e n e n W i e n e r B ü h n e ^Schma JiSrueit", Drama in S Akten von O. Dimold, aufgeführt. Ein Test des Ertrages fließt den Pogrvmbeschädigten zu. Vorträge un^ Versammlungen. I ü d i f ch - a k a d e m i s ch e r K n l t u r v e r b a n d ,.J a b n e". „R e d en n. d L e s e h a l l e", IX., ^Lrkenstraße 9. Sonntag den 6. d. M. um 10 Uhr vormittags Dr. N.. G o 1 d ft e i n : Seminar für jüdisches Recht. (Impedimoritura impotentia© und i. ligatninig.) Donnerstag den 10. d. M. «m ß Uhr abendsDr. A. K a m i n k a: Kurs für die späteren Propheten (JesaiaS).' Sammlung des Jüdischen Nationalrates für die Pogromopfer. Bisheriges Ergebnis K 634.970.46. 1. Sammlung Kurzbcrg Leo K 214.—. IV' r 2. Sammlung durch Herrn K,sict Schächter und Moses Köppel 6ct den in Wien mtiässigen Trenibowlaer Bürgern: Auerbach K 20.20, Drimmer K 20.—, Felberbaunt K 20.—, Joachim GelleS X 10.—, Abraham Grnnbaut K 20.—, Bernhard Köppel K 10.—. Moses Koppel X10.—, David Leismcr K 20.—, Rosenzweig Jakob K 5.—, Ehaiw Schorr K 10.—, Hermann Schächter R 10.—, Kiste! Schächter 1^10.—, Hersch Staub K 6.~, Mendel Weinranb k>. 10.—» Deutsch L. Rosa Bddjgn '10.—, M. Teichmann % ■ 10:—, Ziwie.Briller K. Hermann Schächter K 7.—, D. M. Feder^-4.—. Frau Frucht, K 1p.", ilrnv^Af: K o,-, Mmws Köpvrl -X 5—, Josef Ke-eisle>- l,' . acmipu Kmmann K. r>.~ , Seide Mnlder*. - .;’::;; i-! „'n',.90. . 6. IM'1919 . Seite 5 - —“-~i--—‘ ■ * Letzte Nachrichten. Die italienisch-franzSsischsn Znsammenstötz« . in Fimne. - Lugano, 4. Juli. (Tcl. der „Wr. Morgenztg/) Zn den blutigen Zusammenstößen,'die am Mittwoch in Fium e-zwischen der Volksmenge und den f r a n z oft schen S o l d a t e n erfolgten, «wird noch berichtet: Schonwährend der vorhergegangenen Tage halte die srauzösische Besatzung eine Italien f e t rt btt ch e, herausfordernde Haltung angenommen und de, italienische Befehlshaber verlangte van seinem f r a n z ö« fisch e n Kollegen vergebüch G e n u g-t um n g. Den unmittelbaren Anlaß zn den Tumulten gab-das Vorgehen eines, ftanzöfischen Soldaten, der einer Fiumaner D a m e die italienische Trikolore abriß. Der „Corticre della Sera" g r eist ans diesem Anlasse F r a n k r e r ch auf SJdS h e H i g st e a n - und fragt. , was,Frankreich an der Adria zu suchen habe. Italien habe sich in die französischen Angelegenheiten -a m R h e i n . nicht eingemengt und fordere das Gleiche von Frankreich bezüglich Fiumes.' Die französische Besatzung solle s o f'o r t zurückgezogen werden. "v >' ReVolutionäre Propaganda in. der Ententemarine. Berlin, 4. Juli. (Korr.-Bur.) Die „Vossiche Zeitung* meldet ans K o p e n h a g e n : Die Kriminalpolizei ist mit der Aufdeckung einer »evolutionären, P r o p a g a n d a unter den Mannschaften der zurzeit hier liegenden f r e m d t n K r i eg s s ch i f f e beschäftigt. Es handelt sich^wie es scheint, um eine wohlvorbereitete Agitation unter den Matrosen dieser verhältnismäßig zahlreichen .Ente n t e f a h r z e n g e. Es wird ein in englischer SP r a^ch c g.,e,d nt (ft c r Aufruf verbreitet, in dem eS heißt, daß die russische Revolution in großer Gefahr sei und daß'sie von Finnen und Esten bedroht wäre. Die Matrosen sollten alles tun, um dm Zusammenbrnch der Revolution zu verhindern. Der B u ch d r u ck e r, bei dem die Aufrufe hergestellt wurden, ^erklärte, die Auftraggeber nicht zu kennen. Die Polizei versucht, festzustellen, ob die Urheber der Agitation revolutionäre Dänen sind oder ob r u f s r.s ch e A g e n t e n in Betracht kommen. LeberrsmiLLelrmrrrhen in Italien. n Lugano, 4. Juli. (Tel. der „Wr. Morgeuztg.") Die Lebens mittelunruh.en in derRomagna und in T o s c a n a nehmen anarchistischen Charaster an. In F i e s a l e griff die Volksmenge Privathäuser an. Es kam zu S ch i e ß e r e i e n, in deren Verlauf sieben Personen g etötet und zahlreiche schwer verwundet wurden. In Sorrent wurde als Protest gegen die L e b e n s m i 11 e 11 c ucttt % der G e n e r a l st r e i k erklärt. - . „Herz des Feindes." Paris» 4. Juli. (Korr.-Bur.) Unter dem Titel „H e r z d e s F e i n d e §" ist eine Sammlung von deutschen Gedichten ans der Kriegszeit i n f r a n z o s i s ch^e r Uebersetzung erschienen. Dte vertretenen Schriftsteller sind unter anderen E h r e n st e i n, H a s e n c l e v e r, Rubin er und Z w e i g. . * Ruhe in Dortmund. j Berlin, 4. Juli. (Korr.-Bur.) Die „D e u t schr Allgemeine Z e i t n n g" meldet aus D o r t m u n d.i Heute nachmittags sinv 70 Personen, die an den Plünderungen beteiligt gewesen sind, .verhaftet worden. Die ^ahl der V t letzt cn ist, wie sich jetzt herausgestellt hat, ziemlich g r o ß.. Gegenwärtig herrscht vollständige Ruhe, da die Regiernngstruppen völlig HerrenderLage find, / Rückzug der Arrgarn an die Demarkationslinie.' . v; , Prag, 8. Juli. (Tschecho-slow. Preßbnr.) Die Magyarischen Abteilungen im westlichen Teile der Slowakei haben ihren Rückzug an die durch die Friedenskonferenz festgesetzte Grenze „ beendet. Unsere Truppen besetzten, heute das g e r 8 u m t t Gebiet. . •/; „ .. Vorläufig keine Räumung von Ratibor. '! Breslau, 3. Jnli. (Korr.-Bm.) Die in der Preffe verbreitete Meldung des t s ch e ch o - f l o w a ,t i s H e n P r e ß b u r e a u s, es würden von deutscher Seite -V o rdere i t u n g e ti zur R ü u m u n g 'und 11 e b e r„g a b e d es Gebietes von Ratibor an die tschecho-slowaktscheRe-. gierung, getroffen und die Berliner Regierung habe' die Räumung dieses Gebietes durch die Truppen bis aus eine kleine Wachabteilung bereits ama eo rd net, ist, wie die Preffcstelle des R e i ch s k o m m r s s a r.i ct t § . für Schlesien und Westposen'mitteilt, unrichtig. Der, Reichskommiffär weist-ausdrücklich darauf hin, daß vor endgültiger Ratifizierung des Friedensvertrages keine Räumnng deutscher Gebiete vvr-- genommcn wird. ,, - . > WojwodschafLeu in Polen. Mährisch-Ostvau, 4. Juli. (Tschecho-slow. Preßbur.) Ans Warschau wird gemeldet, daß. die Parlamentskommission für admütistrative Angelegenheiten das Prinzip der Einteilung des polnischen Gebietes.in Wojwodschaftrn,angenommen hat. Es werde 15 W o i w o d s ch a f t e n ' geben, darunter P o s e n, T h o r n, Op p e l n, K r a k au, Lemb etg, Stanislau und Lublin. Der tvirtsckiaftltche Charakter der Provinzen, welche ans Wojwodschaften bestehen werden, wird dank der umfaffendett Autonomie, die einem jeden «Berwaltnngsganzen zugesprochen werden wird, bewahrt werdend , Anfall des GeneraldelegierLen Dr. Galeekr. E Lemberg, 4. Juli. (Tel. der ..Wr,' Morgeuztg/) Ans dev Rückfahrt voneiner Inspektionsreise erlitt der Generaldelegierte . Dr. Gal c c t i, der in Begleitung des Statthaltereirates-N o e l war, einen nicht rmerheblichen Unfall. Die Draisine, aufbtu Dr. Galecki die Fahrt von Rawa-Ritskazürücklegtc, entgleiste ui der Nahe von Zolkicw und rollte über den' Bahndamm, hinab«' Dr. Galrccki wurde am K o p s e. v e r l c tz t, die Verletzungen des Statthallereirates Noel ftnd schkver. Die Friedensfrage im englischen Auterhaus. London» 3. Juli. (Unterhaus.)"Ad a ms o n behisit sich namens der A r b e i t e r P a r t e i •; eine eingehende Kritik des Friedensvertrages bis zur zweiten Lesung vor und sprach die Hoffnung^ au«, daß das deutsche Volk jetzt, wo. der Friede'nuterzeichnet sei, einsehen werde, daß die, einzige Aussicht für eine, friedliche und geordnete Weiterentwicklung daritt bestehe, daß es versucht, die.. -F r i e d e n s b e d i n g u u g c n aus jut« führen. Er hoffe, daß man.Deutschländ,. wenn . es so himdle, seine Aufgabe leicht «machm, und daß man es tz't v'ß- ,m ü t i g e' r- D. e r s ö h n l i ch k e i t behandeln werde/ > Carson zollte den Diensten Äond Georges warm» Anerkennung. Die Geschichte werde ihn als e'turn Manu be« urteilen, der ntehr als irgend ein anderer 'getan,' um die F r e ihe t t d e r W e l t ztt bewahren.

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