Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 160 (29.6.1919)
- Date
- 1919-06-29
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 10 Wien, Sonntag Mieuer Morgenzeitung '29. Juni 1919 Nr. 160? vermochte? Es wäre recht wünschenswert, daß sich 'der Staatssekretär für Finanzen ausführlich darüber äußerte. Und zwar so bald wie möglich, denn die '-Bedölkerung verliert mit jedem Tage mehr die letzte ^Spur von vertrauen und Geduld. J-,L. L. Regierung und Börsenhauffe. , Es ist noch nicht so lange her, daß in den Kreisen!der Effektenbesitzer die tiefste Depression obwaltete, daß jeber Tag neue Kursstürze brachte und daß man ernstlich in Erwägung zog, ob es nicht besser wäre^ die Börse zu sperren. Damals hat die Regierung es nicht für angebracht aehaltem das Publikum, welches ia in jedem Wort der Regierung eine Offenbarung sieht, mit zwei Zeilen zu beruhigen. Heute, wo die an sich sicherlich nur zu begrüßende Erholung der Kurse in einzelnen Märkten ein Tempo einfchlägt, das sicherlich nicht im Interesse einer gesunden Marktlage gelegen sein kann, veröffentlicht die Regierung in der „Deutschösterreichischen Staatskorrespondenz" eine Notiz, die man füglich eher in einem Animierzirkular hätte erwarten dürfen. Mit den begreiflicherweise angekränkelten Nerven des Publikums wird Fangball gespielt. Am Abend erklärte der Herr Staatssekretär für Finanzen jedem, der es hören wollte, daß wir einer Zukunft entgegengehen, die zwischen grau und rabenschwarz nuanciert, am Morgen gibt die „Deutschösterreichische Staatskorrespondenz" augenzwinkernd zu verstehen, daß das Ausland in unsere Entwicklung begreifliches Vertrauen fetzt. Besonders verblüffend an dieser Veröffentlichung aber ist — und es fällt einem schwer zu glauben, daß ein Fachmann in der Nähe des Autors gesessen ist — daß sich darin sachliche Unrichtigkeiten gröbster Art -eingeschlichen haben. So wird behauptet, „daß ein Teil der eingetretenen Preissteigerungen sicherlich daraus zurückzusühren ist, daß zahlreiche Aktien sich in Depots befinden, die noch nicht zur Vermögensabgabe angemeldet, beziehungsweise sreigegeben sind, jede Nachfrage nach Stücken daher heute vielmehr Preiserhöhungen bewirkt, als dies unter normalen Verhältnissen der Fall wäre." Diese Schlußfolgerung ist aber wie das eben ^Gesagte falsch, denn jeder Praktikant eines Bankhauses weiß, daß Effektenverkäufe durch die Vermögenssperre nicht im geringsten behindert sind, daß al>o der Kunde jederzeit durch seinen Bankier seinen Effektenbesitz veräußern kann, und daß andererseits der Bankier die Stücke an den festgesetzten Kassentagen abliefern kann. Unterbunden ist die Freizügigkeit der Effekten durch die Dermögenssperre nur insoferne, als Effekten als solche nicht von einer Stelle an die andere (als Depotübertcagung) überwiesen werden können. Daß eine Erklärung, welche kraft ihrer Provenienz won vornherein mit dem größten Aufsehen rechnen mußte, nicht einmal sachlich fundiert ist, gibt zu denken und läßt sich vielleicht nur damit erklären, daß in diesen Zeiten, wo eine Verordnung die andere jagt, sich schließlich selbst die instanzmäßigen Behörden nicht mehr zurecht finden. Generalversammlung der Anionbank. Unter dem Vorsitz des Präsidenten Eugen M i n k u s fand gestern vormittags die Generalversammlung der Unionbau^ statt.. Wir entnehmen dem zur Verlesung gebrachten Geschäfts, bericht: „Jeder Arbeitsplan, jede Unternehmungsmoglichkeit hängt von den Verpflichtungen ab, die der Friedensvertrag unserem Staate auferlcgm wird, von der Regelung der .privat" rechtlichen Ansprüche, die der früheren Gemeinschaft entsprungen sind und von der endgültigen Gestalrung Deulschösterreichs und seiner Stellung im mitteleuropäischen Staatengelnlde. Mit den Lebensbedingmigen. bte dem deutschösterreichischen Wirtschaftsgebiete gesetzt sein werden, ist die künftige Wirkiamteit, ja das Schicksal aller Kreditinstitute auf das innigste verknüpft und unter diesem Gesichtspunkte ist der Ihnen vorliegende Rechnungsabschluß und der Bericht zu beurteilen. Sie werden hieraus den Schluß ziehen, daß unsere künftige Gebarung durch weitgehende Einschränkung unseres Wirkungskreises Und die enorm: Steigerung der Geschäftsspesen wesentlich beeinflußt werden wird. Der Geschäftsbericht wurde ohne Debatte genehmigt, desgleichen der Antrag auf Verteilung des Reingewinnes, demzufolge ab Montag eine Dividende von K 20.— pro Aktie ausge^ahlt wird. ' ' In den Verwaltungsrat wurden die Hrrren Fred. I. Mac G a r v c y und Fortunat V i v a n t e neu und Viktor K a l chb c r g wiedergewählt. In den Revistonsausschuß wurden die Herren Dr. Hans Adler, Karl Hutterstraßer und Viktor F r e d e k berufen. Die Einzahlungstermirre für die direkten Steuern. Eine Dienstesanweisung des Staatsamtes der Finanzen vom 25. d. M. bestimmt die Emzahlungstermine für die direkten Steuern, für welche die Frist zur verzugsfreien Einzahlung mit dem 13. März 1919 noch nicht verstrichen war, nach Ablquf der durch die Vollzugsanweisungen über die Vermögensabgabe gewährten Fristverlängerungen wie folgt: Für die Grund-, H a u s k l a s s e n-, und die unmittelbar zu entrichtende Renten- und Einkommensteuer der 1. Juli und 1. Dezember 1919; für die allgemeine und besondere Erwerbsteuer der 1. Juli und 1. Oktober 1919. In den vorstehenden Fällen ist in jedem Termin je die H ä l s * t des zu zahlenden Gesamtbetcages zu entrichten. Revision von Geschäftsbüchern nach $■»* b fl dbewährten Systemen. Eigene Abteilung füs* Fabräksorganisation. 293 Internationale TreahamMies. m. h. H. Wien, X., Sohottenring 31. Telephon 12.009, 16.216, 16.158. Broschüren über Trouhand-BuohhattunG Cegen K 5 - Nachnahme. — IS 1 I»-;BI Für die Kriegssteuer (Kriegsgewinnsteuer) der 16. Jull 1919. Dieser Einzahlungstermin gilt auch für jene Kriegs(gewinn)steuerbeträge, über welche der Zahlungsauftrag in der Zeit vom 1. bis einschließlich 14. Juli 1919 zugestellt tvird. . Zur Einzahlung der Steuern oder Steu erraten wird eine Fristvon 14 Tagen eingeräumt. Erst die Ueberschreitung dieser Frist zieht rückwirkend auf deren. Beginn die Verpflichtung zur Zahlung der allgemein geltenden Verzugszinsen nach sich. - Personen, deren Kriegsauleihebesttz nach der dritten Vollzugsanweisung deS Staatsamtes für Finanzen zunächst zur Konti o l l b e z e i ch n u n g n i ch t z u g e l a f f e n ist, können die v o r l ä u f i g e Stundung der Kriegs-(Kriegsgewinu-)steuer insoweit beanspruchen, als der Steuerbetrag durch die dem Steuerpflichtigen gehörige, in gesperrtem Bankdepot erliegende vierte bis achte Krietzsanleihe gedeckt ist und sie überdies den Nachweis erbringen, daß sie die betreffenden Kriegsanleihetitres vor dem 1. November 1918 erworben haben. Solche Stundungen bewilligt die Steuerbehörde erster Instanz. Bezüglich der Einzahlung der Brotauflage bedarf es keiner besonderen Verfügung. Die Aufbringung der Ernte in der Tschecho- Slowaker. Prag, 27. Juni. Der Approvisionierungsausschuß verhandelte gestern den Antrag betreffend die Ausbringung der heurigen Ernte. Minister V r b e n s k h wies darauf hin, daß die ganze Ernte, außer den Hülsenfrüchten und dem Mohn, aufgebracht werden wird. Die Ernährnngsquolm werden so festgesetzt werden, daß sowohl die Bauern, wie auch die konsumierende Bevölkerung auskommen werden. Die Uebernahmspreise werden erst vercinbartundbekanntgemacht werden. An Requisitionen werde überhaupt nicht gedacht. Vorsitzender S a m a l i k setzte sich für die F r e i g a b e der Ernte ein. Für die Uebergangszcit enipfabl er statt der Requisitionen die Abgabe eines bestimmten Kontingents. Die Vertreter der Bauern, namentlich der Minister für öffentliche Arbeiten Stanek und Staatssekretär P a z d e r k a, begründeten die Erhöhung der Uebernahmsprei.se. für Getreide. Der Inhalt der Verordnung betreffend die Aufbringung der neuen Ernte wurde schließlich angenommen. Einmütig wurde folgender Resolutionsantrag des Vorsitzenden Samalik angenommen: Sobald die Ernährung der Bevölkerung der ganzen Republik mit Mehl, nanlentlich mit der aus dem Ausland besorgten Zufuhr s i ch e r g e st e l l t kein wird, ist sofort der Handel mit allen Feldsrüchten und Lebensmitteln f r e i z u g e b e n. Die staatliche Bewirtschaftung mit Feldfrüchten ist ordnungsmäßig und auf sparsame Weise durchzwuhrm, und zwar sofern die Bauern ihre Pflicht erfüllen, ohneRequisitionen. Die für die Ernährung : der Bevölkerung festgesetzten Quoten sollen bis zur nächsten Ernte nach Möglichkeit belassen und e i n g e h a l t e n werden. Auf Antrag Dr. P i s k o v s k y s wurde der Grundsatz angenommen, die Getreidepreise den tatsächlichen Produktionskosten anzupasscn. Zn den Gesuchen um Aufhebung der Vermögenssperre. Die niederosterreichische Finanzlandesdirektion teilt mit: Die Gesuche um Aufhebung der besonderen Sperre des 8 13, Zahl 2, der III. Bollzugsanweisimg für Edelmetall, ausländische Zahlungsmittel und Wertpapiere — nach erfolgter Anmeldung — häufen sich. Um die Aufhebung der Sperre ist, soweit es sich um Effekten handelt, beim Staatsnmt für Finanzen, Departement 12. soweit es sich um andere Gegenstände handelt, bei der Devisenzentrale anzm'uchen. Die Aushebung der Sperre kann nur ohne Gefährdung derBermögensabgabe, eventuell bei deren Sicherstellung bewilligt werden. Der Zweck der Aufhebung ist im Gesuche anzugeben. Bilanz der Lemberg-Ezeruowrtz-Iaffy- Bahn. Der Verwaltungsrat hat in seiner gestrigen Sitzung den Rechnungsabschluß pro 1918 ffstgestellt. Die Bilanz schließt mit einem Abgänge von £ 3.961.075.—. Es wurde beschlossen, . der,.Generalversammlung der Aktionäre zu beantragen, diesen Abgang auf neue Rechnung vorzutragen. Gleichzeitig wird der Verwaltungsrat die Generalversammlung um die Ermächtigung ersuchen, für den Fall des Einganges, der pro 1918 rückständigen Gärantieraten für die österreichischen und rumänffchen Lmien den aus dem „Garantie-Evldenzkonto österreichischer Linien 1918" und dem „Garaniie-Evidenzkonto rumänischer Linien 1918" verfügbar werdenden Betrag vorerst zur Deckung des Verlustsaldos von £ 9,361.075.— zu verwenden, sodann ans dem verbleibenden Rest den A k t i e u c o >r p o n vom 1. Mai 1919 bis zum Betrage von £ 20.— emmlösm und nach Bestreitung der . statutenmäßigen Entlohnung des Verwaltungsrates den noch zur Verfügung stehenden Restbetrag von £ 273.509.— auf neue Rechnung vorzutragen. Börse für landwirtschaftliche Produkte. Wien» 28. Juni. (Orig.-Bcncht.) Der Witterungsverlauf der letzten Tage entspricht wenig dm Wünschen der Landwirtschaft. Zufolge'des kalten Witlcrungscharaklcrs steht zu befürchten, daß eme neuerliche Verzögerung des Schnittes eintreten wird. Damit bleibt die Versorgung rm Monate Juli werter auf Ententezulchübe gestellt. Das Geschäft rn der Berlchtswoche verließ kaum dm seitherigen engen Rahmen, da »n dm meisten Artikeln Offerte frhlten. An der Wochenbörse trat insofern eine Besserung zutage, als manches Osier vorlag, doch muß betont werden, daß cs sich bei Abschlüffen nn um genngsügige Mengen handelte. Zum Umsatz gelangten: Hafttschrot, Haferschalen und Melassesutter. Zu Fabrikattonszwcckm wurden klernere Rübmmengen erstanden. Für. Hm und Stroh bestand lebhafter Begehr, doch fehlte es an greifbarer Ware, und Ankäufe mit späteren Lreserungstcrmrncn wurden mit Rücksicht auf dre unsicheren Beiöiderungsvrrhältn sie abgelchnt. An den-Lokalmärkren zeigten sich vreltach * Kartoffeln südslawischer Pcovmieuz. Triefe durch den freien Handel rmportierte Ware verfiel angeblich der Beschlagnahme, da sie der raponiertm Ware erfolgreich Konkurrenz bot. Europas Finanzierung durch Amerika. > Man telegraphiert aus Bern: Die „Financial Newsl. nreldet arrs N e w - V) o t f: Der Vorschlag des amertkanischm Großbankiers BanderliP, die verarmten europäischen Kriegs« staaten finanziell zu unterstützen, findet in amerikamschen Finanz-, kreisen w c i t g e h e n d e B i l l i g u n g. Diese Kreise sind aber der Ansicht, daß vor allem die europäische Produktion gefördert werden muß. Zu diesem Zwecke müsse das Zollr e g i m e gründlich geändert werden. Die Notwendigkeit die europäische Privatindustrie durch umfangreiche Kredite zu unterstützen, wird allgemein anerkannt. Der Vorschlag VanderlipH - die Vorschüsse des amerikanischen Schatzamtes aufzuheben und dir den Alliierten gewährten Kriegsanleihen zu annullieren, wird allerdings im Senat bekämpft. Man denkt daran, Europa für' seinen Wiederaufbau ein D a r l e h e n zn gewähren, da? innerhalb fünfzehn Jahren amortisiert sein soll. Die Kursdifferenzen gegenüber der vergangenen Woche. j Die folgende Liste zeigt die wichtigsten Kursdifferenzen gegenüber den Samstagnotierungen der vori-, gen Woche: Mairente.... Ocsterr. Goldrmte. . .. Türkenlose.. 3°/o Südbahn-Prioritiiten. Anglobank ....... Bankverein Bodmkredit Oefterr. Kredit. Ungar. Kredit. . . . . Unionbank ..... Orienlbahn....... Donau-Dampfschiffahrt. . Nordbahn . . . . s . . Graz-Köflacher - . Lloyd .... Navigazione ...... Staatsbahn.. . Staatsbahn-Gmußscheine. Siemens & Schuckcrt . . Bergn.Hüttmwerke . Gremitz. Kramlsche Industrie . Krupp .. Poldihütte . . . . i. Prager Eisen . . . . Skodawerke. Trrfailer' Kohlen. . . Ungar, allgem. Kohle Beitscher Magnesit. . Fiatwerke. V Karpathen Petroleum. . Galizia. Schockier Zuckeraktien . Holz-Handelsgesellschaft.. Türkische Tabakregie . . Austro Amerikaua . . .. 28. Juni 81. Juni Differenz I . 80.— 77.75 (-i- 2.25) . 113.— 102.15 (+ 10.85) . 435.— 408.- (+ 27.-) . 355.— 336.— (+ 19.-) . 333.— 305.— •(+ 28.—) . 410.- 395.— (+ 15.—) . 880.- 825.— (4- 55.—) . 534.- 497.— (+ 37.—) » 550.— 521.— (+ 29.—) . 465.— 453.— (+ 12.-) . 1810.— 1760.— (+ 50.-) . 1575.— 1455.— (+ 120.-) . 4950.- 4850.— (+ 100.-) . 590.- 538.— (+ 52.—) . 3750- 3600.- (+ 150.-) . 4835.- 4980.- 145.—) . 851.- 804.50 46.50) . 430.- 403.— (- - 27.—) . 404.- 395.— (- 9.-) . 948.— 776.— 172.-) . 1680.- 1625.— (.+ 55.—) . 505.— 501.- (+ 4.-) . 1029- 1085.- (- 56.—) . 472.- 434.- (+ 38.—) . 690.- 662.— (4- 28.—) . 2555.— 2440.— (4 115.-) . 641.— 602.— (+ 89.—) 618.— 580.— (+ 38.—) . 1745.— 1720.— (4 25.—) . 1925.— 1930.— 6.-) 355.— (+ 35.—) . 800.- 725.— (4 75.—) . 875.- 354.— (4 21.-) 600.- (4 1.50) . 1955.— 1925.— (4 30.—) . 1400.— 1370.- (4 30.—) . 1050.— 1097.— (- 47.-) . 635.— 595.— (4 40.-) . 1366.— 1250.— (4 116.-) . 1930.- 1978.— *v 48.-) Gesellschaft für elektrische Industrie A.-G. Am 28. d. M. fand die Generalversammlung der Gesellschaft stach in welcher beschlossen wurde, nach entsprechenden Abschreibungen eine Dividende von 8°/0 (gegenüber 10°/o im Vorjahres an die Aktionäre zur Ausschüttung zu bringen. Der im Geschäftsbericht ausgemiesme Gewinn beträgt nach reichlichen Abschreibungen inklusive des Vortrages pro £ 109.469.— (78.108.—), £ 863.072.— (990.731.-). Von diesem Gewrnne wurde beschloffen, nach dm statutenmäßigen Dotierungen £ 480.000.— als Dividende auf 30.000 Stück Aktien auszuschüttm, £ 200.000.— dem Unterstützungssands für Beamte und Arbeiter zuzuführen und £ 127.711.— (109.469.—) auf nme Rechnung vorzutragen. Der vorjährige Beschluß auf Erhöhung des Aktienkapitals von 6 Millionen auf 12 Millionen Kronen wurde m der diesjährigm Generalversammlung nochmals gefaßt. j Aus der Wiener Börsenkammer. In der gestern unter dem Vorsitze des Vizepräsidenten Bernhard Popper abgehaltcnm Plenarsitzung wurde mrt Rücksicht auf dre am 1. Juli in Kraft tretenden gesetzlichen Bestimmungen der erweiterten Sonntagsruhe im Handclsgewerbe beschlosim, in der Zeit vom 1. Juli bis 31. August die Börseversammlungen an Samstagen gänzlich ausfallen zu laffen, vom 1. September an aber die Börsezeit an Samstagen auf die, Stunde von 10—11 «Uhr zu beschränken. Wahlen für das Gremium der Wiener Kaufmannschaft. Donnerstag den 3. Juli finden in dm Sitzungsräumen des Gremiums der Wiener Kaufmannschaft zwischen 3 und 6 Uhr die Wahlen in die Gremiallcituny und in dre Vertrrtungskörper des Gremiums sowie semer Institutionen statt. . Der Banknotenumlauf 41*254 Milliarden. Die Nötmzirkulation ist neuerlich um 580°4 Millionen Kronen gestiegen. Es sind nunmehr 41'254 Milliarden im Umlauf. Insolvenzen. Mitteilungen d e L Kreditor e n - Vereines von 1870: Unter gerichtlicheGeschäftsaufsicht wurde gestellt: Janisch Johann, Schlosserei, Wim, XVI., Nauseagaffe 25. — Das. gerichtliche Ausgleichsverfahren w u r d e .e r ö f f n e t: Dub Josef, gew. Kaufmann^ Komotau; Milloch Ferdinand, Rcstaurationsbesitzer, Wien, Xlll., Am Platz 5. — Konkurse: Bartel Nikodcm, Großhändler, Pardubitz-Klein-Jesnitschau: Braun Heinrich, Kaufmann, Wrm,!V.,/Ramergasse 14; Verlaffmichasten nach Fischer Josef, Kaufmann, Wim, XVIII., Gmtzgaffe 57. — Außerdem m e l d e t derBerband der Gläubigerschutzve'reine Oesterreichs: Konkurse: Hrlfmstein E. & Co., Manrffakturwarenfirma, Zürich 1, Geßnerallee 28; Lutz Wilhelm, Kaufmann, Zürich; Sinniger A., iMaschinenfabrik, Wöschnau; Schlesinger Salomou, Uhren-- fabrimnt, Genf; Leopold Jakob, Herrmgarderoben, Hamburg« Hamburgerstraße 166. _, Wiener Börse. An der gestrigen Börse wurde das von der Deutschösterreichischen Staatskorrespondenz ausgegebene Eommuniquä über die Bewegung der Alpine- Montanaktien sowie über die Kurssteigerungen überhaupt vielfach besprochen und erörtert und gleichzeitig zum Ausgangspunkt einer neuerlich kräftigen Steigerung der Alpine-Aktien genommen. Diese setzten zu 904.— um K 11.— höher eilt, gingen sprunghaft bis 948.— in die