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Wiener Morgenzeitung · 1919-06-25 · Heft 156 (25.6.1919) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 156 (25.6.1919)
Date
1919-06-25
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Rr. 156 # Wien, Mittwoch Wiener Morgenzeitung 25.- Juni 1919 Sport. Die Iubiläumsrvoche Napids. Wettbewerbe vom Montag. Im Rahmen der Jubiläumswoche fand am Montag ein leichtathletisches Meeting statt, vas trotz der primitiven Leichtathletikanlagen des RavidplatzeS einen anregenden Verlauf nahm. Die wichtigsten Ergebnisse waren: H o ch s p r u n g für Neulinge: 1, Stirling (Wiener-Neustadt) 1'60 Meter; 2. Kanba (Rapid) 1'50 Meter; 3. Rnngaldier (W. A. C.) 1'öO Meter. Weitsprnng: 1. Lederer (W. A. C.) 5'96 Meter? 2. Fischer (W. A. C.) 5 91 Meter; 3. Weinzinger (W. A. C.) 5*51 Meter. Stabhochsprung: l. Kraus (W. A. C.) 3 Meter'» 2. Stirling (Wiener-Neustadt) 2'80 Meter; 3. Rnngaldier (W. A. C.) 2'50 Meter. L a u f e n üb er 100 Me ter: 1. U. Lederer (W. A. C.) 11'5; 2. Rauch (W. A. F.) 11'6; 3. Smwtta (Vienna) 11'8 - Diskuswerfen: 1. Ing. Tronner (W. A. F.) 38'86 Meter; 2. Kraus (W.A. C.) 33'31 Meter; 3. Kämmerer (W. A. C.) 31-29 Meter. Laufen 4 X1OO Meter (für Fußballer): 1. Dienna (Simotta, Weinzingc;, Huth, Peschek) 58*2; 2. Rapid (Fraßl, Wicser, Wondrak, Opfoldcr) 64-8; 3. Meidlinger Akad. Athl. Laufen 4X100 Meter: 1. W. A. C. (Fischer, Schön* thal, Lederer, Fleischer) 50-2; 2, W. A. F.; 3. Vienna. Wettgchenzirka 5Va Kilometer (Rapidplatz —-Auhof und zurück): 1. Kühne! (Rapide 28:39'6; 2. Pia (Vienna) 29 : 29 63. BeNda (Rapid) 30 :15 2. St rasten laufen zirka 57a Kilometer (Rapidplatz—Auhof und zurück): 1. Opfolder (Rapid) 19 : 21'8. 2. Mannsfcld (W. A. F.) 19:29'4; 3. Schramm (Vienna) 20:12'2 Die heutigen Wettbewerbe. Heute findet um V*7 Uhr abends das zwene Spiel um den Jubiläumspreis statt, in welchem fich die beiden Budapester Vereine M. T. K. und F. T. C. gegenüberstehen. Dieses Spiel bildet eine besondere Sensation, da die beiden Mannschaften zu den spiclstärksten des Kontinents zählen und ihr Zusammentreffen auf neutralem Boden doppelt interessant zu werden verspricht. Vor diesem Wejtspiel findet ein Rad-Polo-Turnier statt, das um 5 Uhr seinen Anfang nimmt. Die Fußballmeisterschaft 1919/20. In der letzten Borstandsfitzung des Fußballverbandes wurde die Auslosung der kommenden Meisterschaft der l. Klaffe vorgenommen. Sollte tatsächlich geruäst dem Beschlüsse der mittlerweile stattgesundenen Generalversammlung noch ein zwölfter Verein an der Meisterschaft teilnehmen, so würde er jeweils gegen den spielfreien Verein antreten. 24. August: Rapid—Amateure, Hertha—Sportklub. Simmering—W. A. F., Rudolsshügel- F. A. C., W. A. C.— Wacker, Sieger H. Sp. A. spielfrei. 14. September: W. A. F.—Hertha. F. A. F.— Simmering, Sieger H. Sp. A.—Rudolsshügel, Amateure— W. A. C., Sportklub—Rapid, Wacker spielfrei. 2t. S e P t e m b e r: Simmering—Sieger II. Sp. A., W. A. C.—Sportklub, Wacker—Amateure^ Rapid—W. A. C., Hertha—F. A. C., Rudolsshügel spielfrei. 28. S e p 1 e m b e r: W. A. F.—W. A. C., Sportklub— Wacker, F. A. C.-Rapid, Sieger II. Sp. A.-Hertha, Rudolfs- Hügel—Simmering, Aniateüre spielfrei. ‘ 12. O k tdb e r: Amateure—Sportklub, Rapid—Sieger II. Sp. A., Hertha—Rudolsshügel. W. A. C.—F. A. C., Wacker—W. A. F., Simmering spielfrei. 26. Oktober: Rudolfshügel-Rapid, Simmering- Hertba, Sieger II. Sp. A.—W. A. C., F. A. C.—Waaer, W. A^ F.—Amateure, Sportklub spielfrei. - 2; 3}oDcitib(r: W. A. C—Rudolsshügel, Wacker— Iieger II. Sp. A., Amateure—F. A. C., Sportklub-W. A. F., Rapid—Simmering, Hertha Spielfrei. 16. November: F. A. C.—Sportklub, Sieger II. Sp. A.—Amateure, Rudolsshügel—Wacker, Simmering— W. A. C-, Hertha-Rapid, W. A. F. spielfrei. 23. N o v e m b e r: W. A. F.-F. A. C., W. A. C- Hertha, Wacker—Simmering, Amateure—Rudolsshügel, Sportklub-Sieger II. Sp. A., Rapid spielfrei. 30. November: Simmering-Amateure, Rudolfshügel-Sportklub, Sieger II. Sp. A.-W. A. F., Rapid- W. A. C.. Hertha-Wacker. F. A. C., spielfrei. 7. Dezember: Wacker—Rapid, Amatenre—Hertha» Sportklub—Simmering, W. A. F.—Rudolfshügel, F. A. C.— Sieger II. Sp. A., W. A. C. spielfrei. Das tfchecho-flowakische Fuhballteam, welches nach Rom entsendet wurde, unterlag gegen Belgien 8 :3 (0:8), siegte aber gegen I t a l i e n 1:0 (1:0). Deutscher Futzballfieg in Dänemark. Nunmehr hat auch das erste Fußballspiel zwischen einer deutschen und einer dänischen Mannschaft seit 1914 ftattgefunden. Der Flensburger Fußballklub war einer Einladung nach Bamdrup gefolgt und schlug den dortigen Boldclub mit 3:0. Hermann Müller» der Sieger im 30 Kilometer-Gepäckmarsch des Berliner Garnison-Sportfestes, ist ein Beweis für die Bewahrung hohen Körperkönnens auch bei großen Dauerlerstungrn. Müller placierte sich im Jahre 1903 als ILjähriger Jüngling m einem 75 Kilometer-Gehen, wurde, im Jahre 1904 Zweiter in einem Sechs-Stunden-Laufen mit 67 Kilometer und stellte mit 15'8 Kilometer einen neuen Stunden-Rekord auf: im Jahre 1905 gewann er ein 25 Kilometer-Laufen m 1 Stunde 85 Mm. und wurde im Marathon-Lauf wieder Zweiter. Er beteiligte fich zum erstenmal an einem 50 Kilometer-Gepäckmarsch und wurde in 7 Stunden 26 Min. Sechster. Im Jahre 1906 nahm er an den Internationalen olympischen Spielen zu Athen als Vertreter Deutschlands teil. Er belegte im Marathon-Lauf den zehnten Platz. Müllers Sieg in 3 Stunden für 80 Kilometer zeigt ihn noch auf der Höhe der Leistungsfähigkeit. Ein Stafette,rlauf Hütteldorf—Hohe Warte findet am 13. Juli, statt. Die Sommerpause im Fntzballsport wurde für Wien die Zell vom letzten Meisterschaftsspiel -er l. Klaffe (voraussichtlich 13. Juli) bis einschließlich 14. August festgesetzt. In St. Pölten wurde in der Vorwoche ein neuer Sportplatz eröffnet. Halroah. Heute, 8 Uhr abends, Sitzung deS Fußball» ausfchusscs. Der VMswirt. Zur Bilanz der ÜnioubanK. In Ergänzung der bereits gemeldeten Bilanzergebnisse der Unionbank ist mitzuteilen: In den Verrechnungen ist das Erträgnis der Filiale in Triest nicht cinbezogen. Die italienischen Behörden in Triest haben den dortigen Filialen der Wiener Bankinstitute i)ie Fortführung der Geschäfte untersagt und ihre Liquidation angeordnet. Um sich vor größerem Schaden zu bewahren, hat die Unionbank mit der Banca Commerciale Triestina in Triest ein UebereiNkoNimeN getroffen, wonach an dieses Institut die Geschäfte der Filiale übergehen. Die Bilanz enthält lediglich die Bruttosaldi dieser Niederlassung, der im Jahre 1918 erzielte Gewinn ist der Einbeziehung in das Äihüidationsergebnis derselben Vorbehalten. Die Aufmachung einer Bilanz der im Jahre 1917 eröffnet«« Filiale in K o n st a n t i n o p e l ersch ien mit Rücksicht auf die Unmöglichkeit des Verkehrs untunlich. Was die zum Konzern der Bank gehörigen Unternehmungen betrifft, ist nachstehendes hervorzuheben: Infolge der im Oktober vorigen Jahres eingetretemn politischen Umwälzungen, bei welchen Trieft von den Italienern besetzt wurde, ist seitens der italienischen Regierung beim Oesterreichischen Lloyd ein Kommissär mit den Befugnissen der Verwaltung bestimmt worden. Da sich diese Geschäftsführung, welcher auch die Dispositionen über die Flotte des Lloyd zusteht, vollständig der hiesigen Kontrolle entzieht, hat sich die Unionbanb seither veranlaßt gesehen, ein sehr günstig erscheinendes, von italienischer Seite gemachtes Anbot im Einvernehmen mit dem Staatsamt der Finanzen anzunehmen und ihren Aktienbesitz zu veräußern. Der bei diesem Verkaufe erzielte Gewinn gelangt späterhin zur Verrechnung. Die Veitscher Magnesitwerke konnten ihren Betrieb nur in beschränktem Maße aufrechterhalten. Im April dieses Jahres erst hat eine dauernde Produktion eingesetzt, die sich in letzter Zeit erhöhte. Die Gesellschaft wird voraussichtlich eine etwas verminderte Dividende verteilen. Die Holzhandels-A.-G. sowie die „Szolhva" Ungarische Holzverkohlungs-A.-G. sind vorerst außerstande, eine Bilanz aufzustellen, da deren Warenvorräte und Waldbestände sich zumeist in den besetzten Gebieten und in den Nationalstaaten befinden. Die Wolfsegg-Traunthaler Kvhlenwerks-A.-G. kann die unveränderte Dividende von 7o/o ausschütten. Die Kleinmünchner Baumwollspinnerei konnte keine Dividende verteilen. Die Oesterreichische A.-G. für Banunternehrnungen beteiligte sich an dem Werftunternehmen der Ingenieure L. Kauf u. H'. Brunner, welches den Bau von Schiffen und sonstigen Schwimmkörpern aus Eisenbeton zum Zweck hat und gute Erfolge verspricht, und wich wie in den letzten Jahren eine lo/otg* Dividende verteilen. Die Wiener Automobilfabrik-A.-G. vormals Gräf u. Stift hatte unter der Ungunst der Verhältnisse zu leiden und.ihr Ertragnis ist einigermaßen zurückgegangen, so daß eine gegen bas Vorjahr etwas verminderte Dividende zur Ausschüttung gelangen dürfte. Die Oderberger Chemische Werke-A.-G. hat ihre Investitionstätigkeit im ab gelaufenen Jahre beendet ünd trotz der schwierigen Verhältnisse umfangreiche Lieferungen in Saccharin und anderen chemischen Erzeugnissen bewerkstelligt. Die Gesellschaft beabsichtigt, ihren Sitz von Wien nach Oderberg zu verlegen. Für das erste, achtzehn Monate umfassende Geschäftsjahr gelangt eine Dividende von 5 o/o pro anny zur Verteilung. Die Produktionsverhältnisse der Vereinigten Telephon- und Telegraphsnfabriks-A.-Gt, Czeija, Nissl u. Co. haben sich mit Rücksicht auf die wachsenden Lohnforderungen und die hohen Materialprei.se schwierig gestaltet, doch dürfte dessenungeachtet eine 8o/olge Dividende zur Ausschüttung gelangen. Die. Galizische Karpathen-Petroleum-A^-G. hat in der ersten Hälfte des am 30. 1919 zu Ende gegangenen Betriebsjahres sehr günstige Erfolge erzielt. Durch den Eintritt der politischen Ereignisse wurde bas Ergebnis des-zweiten Halbjahres beeinträchtigt. Die Hotel-A.-G. verteilte eine 5ty>ige Dividende. Die Erste österreichische A.-G. für öffentliche Lagerhäuser hat infolge wesentlich gesteigerter Löhne, Gehalte und Steuern 6fy> Dividende zur Ausschüttung gebracht. Die Graz-Köflacher Eisenbahn- und Bergbaugesellschaft hat im Eisenbahnbetrieb günstige Resultate erzielt und wird 7<fr Dividende verteilen. Wienei* KomSSdienhaus Karten von K4.— bis K16 — bei R. Lö^t, Weti, I.,Rotentnnn« strasse 22 und im KomÖdienhaus, IX., Nussdorferstrasse 4 anlässlich der 16. Wiederkehr seines Todestages Schauspiel in 4 Akten von Theodor Hersl. Inszeniert von Egon Breoher, Arbeitsgemeinschaft fflr jüdische 6eÖ*f Die Beschlagnahme der bei den ungarischer Banken deponierten Effekten. Einer Verordnung der ungarischen Räteregierung zufolg dürfen alle im Besitz der Banken befindlichen oder bei ihne, d e p o n i e r t e n W e r t p a p i e r e mit Beschlag belegt un! zugunsten des Staates verwendet werden. Wie von maßgebende! ungarischer Seite erklärt wird, dürfen die ausländischen Recht und Interessen, somit auch die d e u t s ch ö st e r r e i ch i s ch e n durch diese neue Verfügung n i ch t betroffen werden, denn di> Budapester Regierung hat dem englischen Minister Balfönr uni dem General Smuts wiederholt feierlich erklärt, daß keine Bv schlagnahme ausländischen Vermögens stattfinden soll. ) Die amerikanischen Banken für langfristige Kredite für Europa. Frankfurt» 23. Juni. (Korr.-Bur.) Die „Frankfurt er Zeitung" Meldet aus New-Z)ork: DaL B u n d e s r e s e r v e a m t, die oberste Bankbehörde der Vereinigten Staaten, hat beim Kongreß beantragt, daß der n a t i o n a l e n B a n k e n die gesetzliche Erm8 chtigunj erteilt werde, ihre Gelder i n A k t ie n der Ausfuhr- Industrie anzulegen, um hierdurch die Erteilung vor l a n g f r ist i g e n Krediten für Europa zu er. möglichen. Amerika erwartet einen wirtschaftlichen Aufschwung Rußlands. Sayville» 23. Jimi. (Funkspr. des Tel.-Korr.-Bur.) Das amerikanische Bankmlonzern, das die r u s s i s ch e Ä n l e i h < von 50 Millionen Dollar im Juni 1916 in A m e r i k a üntergebracht hat, hat die Besitzer dieser Anleihe aufgefordert, lhre Anteile an derselben ruhig zu behalten, baj die Banken der Ansicht find, daß nach der bald zu erwartenden Kräftigung des russischen Reiches das Kapital samt Zinsen eingelöst werden wird. Es wurde ein eigenes Komitee zum Schutze der Rechte der Besitzer dieser Schuldverschreibungen unter dem Vorsitze M o r g a n s gewählt. Die deutschböhmischen Kriegsanleihebesitzer. Aus Prag Wird telegraphiert: Die Generalversammlung des Landes» Verbandes der deutschen Handelsgremien, der kaufmännischen Handelsgenossenschaften und des Landesverbandes der deut» schen kaufmännischen Vereinigung Böhmens hat vorgestern tu Töplitz eine große Aktion zur Rettung der Kriegsanleihen beschlossen. Dr. G rün selb aus Brüx lieferte das Projekt. Sein Vorschlag geht dahin, die Summe der zu rettenden Wegsanlerhen zu erfassen und sie jetzt nachträglich, da mau seinerzeit von dem einzig, richtigen Wege einer allgemeinen und gerechten Zwangsanleihe nicht Gebrauch gemacht hat, auf die einzelnen, je nach Maßgabe ihres Vermögens als Zwangsanleihe zu verteilen. Diejenigen also, die nach Maß« gäbe: ihres Vermögens bereits gezeichnet haben, brauchen nicht nachzuzahlen, die Anleihe derer aber, die zu viel gezeichnet haben, wird aüf jene umgelegt, die nicht oder zu wenig ge- ^zeichnet haben. Der Zinsfuß soll auf 4o/o herabgesetzt und auch die Zinszahlung nach demselben Schlüssel von den» selben -Steuerträgern eingehoben werden. Dieses Nebel wär« das kleinere, und diesen Schlag vermöchte Deutschböhmen auszuhalten. Während vom allgemeinen Ruin auch jene ge» txotzfen würden, die heute die glücklichen Nichtbesitzer von Kriegsanleihe sind. Die Versammlung war überzeugt, dgtz die Negierung einen solchen Plan, das deutschböhmische Volt vor dem Ruin zu retten, unterstützen werde. Es wurde sofort ein zehngliedriger Ausschuß eingesetzt, der die Gründung eines giBßen Kriegscmleihevereines binnen drei Tagen m di« Wege zu leiten haben wird. Leipziger Herbstmesse 1919. Zur Sicherung von Ausstellunasräumm auf der nächsten Leipziger Herbstmesse Md zur Bestellung allfälliger Kollektivvertretungen für kleinere Erzeuger, welche auf der genannten Ausstellung auszustellen.beabsichtigen, macht schon jetzt die Vornahme gewiffer Vorarbeiten notwendig. Es werden daher Firmen, welche sich an dieser Mustenneffe zu beteillgen beabsichtigen, eingeladen, ihre Adresse unter Bekanntgabe der von ihnen zur Schaustellung in Aussicht genommenen Artikel der mederösterreichischen Handels- Md Ge- Werbekammer unter Zahl 4474 zukommen zu lassen. s Britische Handelskammern im Auslande. Lord Crrrzvn machte den Vorschlag, einen Ausschuß einzusetzen, der di« Frage prüfen soll, durch welche Mittel es möglich wäre, b« Beziehungen der britischen Niederlassungen im Ausland« mrteretnander und mit der heimischen Industrie zu fördern. Die staatliche Subventionierung der englischen Handelskammern im Auslands soll unter diesen Mitteln eine besondere Rolle spielen. Wie in dem Vorschläge aus geführt wird, sind.die Handelskammern in fremden Staaten meist halb» amtliche Stelle«, die Staatsunterstützung erhalten und sich daher bis zu einem gewissen Grade zugleich eine staatliche Aufsicht gefallenlassen müssen. Da das britische Volk aber seine besten Leistungen in völliger staatlicher Unabhängigkeit erzielt , habe und die Handelskammern im Auslände sich gewöhnlich aus den kräftigsten Elementen zusammensetzen, so würde es weit besser sein, ohne Staatshilfe zu ^verbleiben, als durch staatliche Maßnahmen beschränkt zu sein. Als Mittel zur Erreichung des vorgeschlagenen Zieles werden empfohlen: finanzielle Unterstützung, insbesondere an die. kleineren. englischen Niederlassungen, und diplomatische Hilfe, wo immer diese möglich ist, ohne die vöUige Selbständigkeit der Niederlassüng zu gefährden. j Die Stahlerzerrflung Oesterreich-Ungarns. Nach «iuer Statistik betrug . bte Stahlerzeugung der Monarchie 1918 1,763.745 Tonnen (gegm 2'S Millionen Tonnen 1917). Auf dir österreichischen Werke entfiel eine ErzengMg von 1,323,800 Tonnen (2'2 Millionen Tonnen), Ungarn erzeugte 426.476 Tonnen (692.429 Tonnen), Bosnien 13.469 Tonnen (24.221 Tonnen). Die ErzengMg an Eisenbahnschienm betrug in Oesterreich 67270 TvMM (98.492 Tonnen), « Ungam 39.283 Tonnen (68.115 Tonnen), zusammen 106.553 Tonnen (150.607 Tonnen). Es ist sonach sowohl die Stahlals auch die SchienencrzmgMg gegen 1917 «heblrch g e s ü n k e n. Die Einfuhr «ach Rumänien. Die „Gazette de Lausanne* meldet: Die Einfuhr < aller für Rumäniennotwendigen Bedarfsartikel ist frei, und zwar sowohl für e i n- - h e i m i s ch e als auch mr f r e m d e Firmen. Luxusartikel könne« nach Rumänien jedoch nur mit einer vom Handels- und Judustnemmistenmn in Bukarest zu erteilenden Erlaubnis emgeführt werden. ' Die wirtschafssiche Krise in Polen.' Die „Poliiischeu Stimmen" berichten: FinMzminister Knrpinski begründete ta' ftp letzten Lmrdtagssitzung die neue Emission der polnischen LandeS-Darleheuskasse (600 Mllronen Mark) und fiihrte u.a. aus: Ich will es durchaus nicht verhehlen, daß wir tatsäch-^ W-M einem Abgrund stehbn, aber nicht insolge unserer;

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