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Wiener Morgenzeitung · 1919-06-15 · Heft 146 (15.6.1919) · p. Seite 10

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 146 (15.6.1919)
Date
1919-06-15
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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Seite 10 ' Wien, Sonntag Miener Morgenzeitung 15. Juni 1919 Nr. 146 JywntM und gibt inländisch'e Produkte int gleichen Werte;,. Vorteil durch dir Verbesserung der Valuta ist nicht zu /, sindeu.! . - ' > Damit glaube ich, bewiesen zu haben, daß eine Finanz- - Politik, die sich Verbesserung der Valuta durch Verminderung-- Her Quantität zum Ziele setzt, zwecklos in ihrem Ziele littb verderblich in ihrer unbeabsichtigten Wirkung ist. Das zweite - Problem: die Frage der En tsr-m Io: s-'.'t J».**. nä.-bstex Ge- ^eAe::"ei! a:: .2:. e... e 2l?^crc eben DeLegierten nach SaittL- Germain ad gereift. Gestern abends reisten als finanzielle Delegierte Direktor Tr. H a m m e r s ch l a g, Direktor K r a ß n y, Präsident Dr. 8 a n d e s b c r g e r, Generalsekretär der Oesterreichischungarischen Bank R a p v und Direktor Weiner nach Saint-Germain ab. Die Bekanntgabe der weiteren wirtschaftlichen' und finanziellen Bedingungen der Entente an Deutschösterreich wird für die nächste Woche erwartet. Die AedersiedLung von Firmen in das Ausland und die Dienstnehmer. Zur» Schutze der Angestellten von Unternehmungen, die in das Ausland übrrsiedeln, hat das Staatsamt für soziale Verwaltung verfügt, daß den Dienstnehmern nur gegen Abfertigung gekündigt werden darf. Dienstnehmer, auf die das H a n d l u n g s g e h i l f e n g e s e tz zur Anwendung gelangt, ist bei einer Dienstzeit bis zu fünf Jahren das Einfache, von über 5 bis 10 Jahren das E i n e i n h a l b f a ch e. von über 10 bis 25 Jahren das Doppelt e, von über 25 Jahren das D r e r f ach e des j ä h r l i ch e n E n t g e l t e s zu bezahlen. Sonstige Dienstnehmer erhalten bei einer Dienstzeit biszu 5 Jahren das Achtfache, von über 5 bis 10 Jahren das Scchzehnfache, von über 10 bis 25 Jahren das Sechsnndzwanzigfache, von über 25 Jahren das Zweiundsünfzigfache des wöchentliche Entgeltes. Ungeachtet der Abfertigung bleibt das Entgelt für die Dauer der vertragsmäßigen oder gesetzlichen Kündigungsfrist bestehen. Falls der Dicnstgeber dem Dienstnehmer die Fortsetzung des Dienstverhältnisses am Orte seiner ausländischen Niederlassung unter nicht ungünstigeren Bedingungen und gegen Ersah der Ucbersiedlungskosten anbietet und der Dienstnehmer lehnt dies ab/ so v e r l i e r t er den Anspruch auf Abfertigung. Diese Vorschriften finden auch dann Anwendung, wenn die inländische Niederlassung eines ausländischen Unternehmens aufgelassen, wenn eine inländische Firma wegen Verlegung in das Ausland aufgelöst wird oder wenn ihre Geschäfte wegen Verlegung ihres Schwergewichtes in das Ausland eingeschränkt werden muffen. Die Vorschriften gelten auch für Dienstverhältnifse, die nach d e m 31. Dezember 1918 wegen der Verlegung des Unternehmens in das Ausland aufgelöst wurden. Dem. Dienstnehmer sind die aus diesem Anlaß zugewendeten Beträge in die Abfertigung einzurechnen. Wirtschaftliches aus Polen. Wir entnehmen dem „Polnischen Lloyd": Tarifveftimmungen für die Beförderung von Passagieren» Effekten und Waren. 1. Laut Verordnung des Eisenbahnministeriums gelten auf den Eisenbahnen des ehemaligen Generalgouvernements Lublin, seitdem sie an die polnischen Behörden übergegangen find, die durch die chnnaligen österreichisch-ungarischen Okkupationsbehörden festgesetzten ^arisbestimmungen hinsichtlich der Beförderung von Passagieren, Effekten und Waren, und zwar: a) die Tarrsbestimmungen des ehemaligen Kriegsministeriunis Nr. 97.367 vom Jahre 1917 für die Beförderungen von Passagieren, Hunden und Effekten; b) die ^.arijbestimmungen des ehemaligen Kriegsministeriums Nx. 71.918 vom Jahre 1916 betreffend den Transport von Waren, Ticreu und Leichen. H. Ebeiiso gelten auf den Eisenbahnen des ehemaligen Generalgouvernements Warschau, seitdem dieselben an die polnische Verwaltung übergangen sind, die dort seinerzeit durch die ehemalige deutsche Okkupationsbehörde festgesetzten Tarife, und zwar: a) Tarif für Passagier- und Effektentransport der militärischen Effcnbahn-Generaldirektion in Warschau vom 1. August 1916; b) Tarif für den Warentransport der ehemaligen Militärischen Eyenbahn-Generaldircktion in Warschau vom 1. Juni 1916. Ul. In den sub H, b) angeführten Tarffbestimmungen gelten stit dem 10. Dezember 1918 die um 100 Prozent erhöhten Transport- und Ncbengcbühren. | IV". In obigen auf den Gebieten der ehemaligen Generalgouperiiements Lublin und Warschau geltenden Tarffbestimmungen der Eisenbahnen, seitdem diese an die polnische Verwaltung übergangen sind, treten alle Begünstigungen außer Kraft, welche dm reisenden deutschen und österreichisch-ungarischen Mllitärpersonen und ihren Familien sowie der Beförderung von Waren für diese Mil'.tärpersonen nach Deutschland und Oesterreich-Ungarn zugestanden sind. DasBersicherungswesen. Das polirische Finanzministerium hat im Einvernehmen u'.'.t dem Ministerium für Handel und Gewerbe in den Monaten März uiio April die Statuten einiger ueuer Versicherungsanstalten, beziehungsweise neuer Versicherungszweige bestehender Jlistitute geilchniigt, uiid zwar die Statuten derpolnischen R n ck v e r s i ch e r u n g s b a n k „L c ch j a"1 der A.-G. für Glasuuternehmmigen und Scheibenversicherung „Szkl o"; der Abteilung für Einbruchvcrsichemng der Warschauer Versicherungsgesellschast; der gegenseitigen Volksv e r s i ch e r u n g s g e s e l l s ch a f t „W i s l a" in Lemberg mit den: Wirkungskreise und Vetatigungsrechte für sämtliche Gebiete der polnischeu Republik und der V e r s i ch e r u n g s- A.-G. .Viast". « N'eueWasserbauten an derWeichsel. Im Ministerium für öffentliche Arbeiten fand eine Enquete betreffend die neu zu errichtenden Wasserbauten statt. Die Enqnctemitglieder besichtigten die au der W c ichse l in W ars ch a u projektierten Stellen, welche als Ueb'ergangsstellen, respektive als Schiffahrthafen und als Kanalmündung dienen sollen. Die. Enqnete begutachtete die projektierte Richtung der neuen-Wasserlinien und es nm'.V beschloß'-!!, den Wn> einer rc-:-n Wasserlinie vom K o h l e n r e v i e r -In* nach ANuschau uiio PI o c k. den Bau eines Kanals vom B u g bis nach Warkchan anfzunehmen sowie einen Hafen in Warschau zu errichten. Jul Sinne obigen Beschlusses nahm die Regierung die näheren Studien aust um die Bautätigkeit zu beschleunigen, damit dm Arbeitslosen auf diese Weise Arbeitsmöglichkeit geboten wird. Errichtung einer Warenbörse in Innsbruck? Aus I n ns b r u ck wird berichtet: Im Heime des Vereines der Kaufmannschaft fand vorgestern eine Versammlung der Jntercffentm zur Errichtung einer Warenbörse statt. Vorsitzender Großkaufmann T s ch o n e r erstattete den Bericht und teilte unter andem mit, man habe bereits einen Wiener Börsensensal für die Leitung der Warenbörse gewonnen. Die Usancen find vorläufig die der Wiener Waren-und Produktenbörse. Redner stellte mit Bedauern fest, daß die Wiener Regierung dem Projekte Schwierigkeiten bereite und daß man in Wien mit scheelem Auge darauf sehe, daß.Innsbruck zum H a u p t st a p e l - und U mschlagpla.tz für Warm von wtb nach. . dem Auslande ansgestaltet werden solle. Es stehe jedoch u hoffen, daß es gelingen werde, in den.am Dienstag bei der Landesregierung mit den Vertretern der Wiener Negierung statt- , findenden Verhandlungen diese von der Bedmtung und der Notwendigkeit dieses Projektes zu überzeugen. Handelskammerpräsident Reder teilte mit, daß südlich des Brenners große Mengen von Waren aufgehäuft seien, die dazu bestimmt sind, nach den warenhungrigen Gebieten der Zmtralmächte abtransportiert zu werden. Der italienische Handel hat ein großes Interesse daran, sich dieses Absatzgebiet zu sichern und namentlich der Konkurrenz der Verbündeten zuvorzukommen. Die bisherigen Verhandlungen mit dem Vertreter der Regierung in Innsbruck ermöglichten es, daß ungefähr für 40 Millionen Kronen Waren die Einfuhrbewilligung erhielten. Die Warenbörse soll nicht nur für Tirol allein, sondern vielmehr für ganz D e u t s ch ö st e r r e i ch und vielleicht auch für die Nachbarländer errichtet werden. Redner teilte weiters mit, daß auch geplant sei, in Jknsbruck eine Messe ins Leben zu rufen. Bei Warm, deren Einfuhr Deutschösterreich aus valutarischen Gründen nicht wünscht, kann in andere Länder, wo dieses Hindernis nicht besteht, die Einfuhr erfolgen und könnte sich so Deutschösterreich den Z w i s ch e n ge w i n n sichern., Vorsitzender T s ch o n er erklärte, daß Innsbruck durch die politischen Verhältnisse zum natürlichsten Handelsplatz für Dmlschösterreich geworden sei. Triest kommt nicht mehr in Frage, denn die Italiener werden es nicht benützen können, da die Warm durch das Land ihrer jugoslawischen Feinde geführt werden müßten. Als Häfen kommen für Italien nur Genua und Venedig in Betracht, von wo die Schienenstränge direkt nach Tirol und Innsbruck führen, das selbst wieder ein Knotenpunkt nach drei, Richtungen ist. Lagerhausdirektor Ka ud ers meinte, daß nicht nur der italienische, sondern auch der ,S ch w ei z er Handel hier in , Betracht komme. Vi» \-4 ' ,i: Die FinanzlckM ErÄvpas in einem Chaos. Amsterdam, 13. Juni. Einer Radromeldung zufolge führte die vom amerikanischen Senat vorgenommme Untersuchung bezüglich der Veröffentlichung des Friedensvertrages zu einer allgemeinen Erörterung der Finanzlage Europas, in der die - großm Bankiers alle darin Lbereinstimmten, daß die Finanzlage Europas sich in einem Chaos befinde und daß Amerika helfend einspringen müsse, wenn eine verzweifelte Lage vermieden werden solle. Die Bankiers billigen im allgemeinen dm Plau, einen Ausschuß der führenden Finanzleute und Bankiers in ganz Amerika zu organisieren, um die europäischen Geldmärkte zur Uebernahiye der amerikanischen Schuldverschreibungen zu f e st i g e n. Ein belgisch er SchwerinÄ^striellruft? Berlin» 14. Juni. Einer Meldung der „Nation Belge" zufolge sind Verhandlungen im Gange, um die belgische Schwerindustrie zu einem großm Trust mit einery Kapital von 300 Millionen Franks zusammenzuschließen. Er ‘ würde die zahlreichen zerstörten Werke Belgiens durch drei oder vier groß« Unternehmungen ersetzm, von denen sich jede auf die Herstellung gewiffer Artikel zu beschranken hätte. Der Urheber des Planes ist der Großindustrielle Paul Trasenster. Einige große Firmen sollen dem Plane noch ablehnend gegmüberstehcn. Börse für landwirtschaftliche Produkte. Wien, 14. Juni. (Origmalbericht.) Die unsichere , Beurteilung unserer politischen Zukunst spiegelt sich auch im heimischen Börsenverkehr wider. Gewohnheitsmäßig, sozusagen traditionell, zeigt der Wochmmarkt guten Besuch, allein von einer Vermehrung der Geschäftsumsätze ist wenig zu merken. DieProvinzmtereffmtm bekunden vorwiegend informatives Interesse, eine Offertenansammlung findet unter diesen Umständen nicht statt, die Deckung des Bedarfes ist nur in vereinzeltenFällen möglich. Trotzdem ist. die Tendenz keineswegs fest, namentlich Käme in Eisatzfutterstoffen werden schlankweg ab gelehnt, da Grünfiittcr immer mehr in Betracht kommt. Eine' größere Partie Rüben wurde zu Tagespreisen seitens des Konsums ausgenommen. Der Saatmstarid hat gegenüber der Vorwoche eine w e s e n tlich «Besserung erfahren, trotzdem muß mit einer Ernteverspütung von z w e i bis vierWochen gerechnet werden. Privilegierte österreichisch-ungarische Staats- Eisenbahn-Gefellschaft. Der Berwaltungsrat der Privilegierten österreichisch-ungarischen Staats-Effmbahn-Gesellschaft hat in seiner gestrigen Sitzung festgcstellt, daß angesichts, der gänzlich unterbrochenen Verbindung mit den in den besetzten Gebieten Ungarns liegenden Hauptwerken die ,A u f st e l'l u n g der .Bilanzfürdas Geschäftsjahr 1918 derzeit unmöglich ist. Die Einberufung der Generalversammlung und Festsetzung der Dividende wird daher in diesem Jahre erst in einem späterem Zeitpunkte erfolgen können. Da von der statutengemäß dem Berwaltungsrat zustehenden Befugnis, eine 2Vgvrozentige ^Abschlagszahlung auf die Dividende za leisten, bereitsrückstchtlich des Jännercoupons Gebrauch .gemacht worden ist, kann über die Einlösung dcS Restcoupons, die sonst immer mit 1. Juli erfolgte, heuer erst in jenem späteren Zeitpunkte^ nt welchem die Abhaltung der Generalversammlnua möqlich sein wird, Beschluß gefaßt werden. Notenumlauf: 40<173 Milliarden. Dem letzten Wocksrjlailsmels der Oesterreichffch-ungarischen Bank zufolge hat sich der Notenumlauf um 222'8 Millionen Kronen erhöht und betrug am 7. Juni 40473 Milliarden. Die allgemeine Gewerbebank in Agram, die ursprünglich als Bank für Kleingewerbe gedacht war, wurde, wie das „Aaramer Tagblatt" meldet, mit 1 Million Kronen Kapital kürzlich gegründet. —' Dem ..Jnqoslaw. Llovd" zufolge beschloß die L a t [) g.ch r v K v o 9 i t!> a u k ritt: Kapitalserhöhnug um .L1 oiif.30 ’/li lf'.ourn Jiioi'n':;. Königshofer Zement.-G. Unter Vorsitz iv-T Vizepräsidenten, Generaldirektor Ostar R o l h b a l l e r, ivulde gestern die 28. ordentliche Generalversammlung der Königshofer Zementfabriks-A.-G. abgchalten. Von dem Reingewinne wurden neben den üblichen Dotationen K 139,050.— als Reserve für allfällige Kursverluste ausgeschieden, K 16.— pro Aktie als Dividende verteilt und K 188.727.— auf neue Rechnung vorgetragen. Die Versammlung genehmigte schließlich mehrere Statutenänderungen, durch welche die Gesellschaft nunmehr auch tschechisch firmiert und deren Sitz nach P r a g v e r l e g t w i r d. In den Verwaltungsrat wurden die auZscheideriden Herren Dr. Richard B u l o w a und Viktor S i e d e k wiedergewählt. Ausfuhr von schwedischem Schuhwerk nach Deutschösterreich und den Ostseeprovinzen. Nach Freigabe des Handels liegt seitens der Entente kein Hindernis gegen eine Ausfuhr von Schuhen im Wege. Oerebroer Fabrikantenkreise schöpfen daraus die Hoffnung, den darniederliegenden Betrieb wieder ausnehmen zu können. Stockholmer Zeitungen halten aber in Aubcttacht der Höhe der schwedischen Valuta eine Konkurrenz mit anderen Staaten für unmöglich, i; Akraiuisch-schweizerische Handelskammer. Die Grilndungssitzimg der ukrainisch-schweizerischen Handelskammer hat am 20. Mai in Genf stattgefunden. Der Sitz der Handelskammer ist provisorisch : 48, Rue du Stand, Genf; als Präsident des Vorstandes wurde M. Nicole, an eien consul et directeur du Syndicat industriell et comraercial k GSnöve, erwählt. Ungefähr zwanzig der wichtigsten Firmen der Schweiz sind schon der Handelskammer beigetreten und waren an der Gründungssttzung vertreten, eine Anzahl höherer ukrainischer Persönlichkeiten wohnten ihr noch bei. j Eine Exportsauk in der Schweiz. Aus B e r n wird telegraphiert: Am 11. d. M. wurde hier m einer Konferenz der Schweizer Großbanken beschlossen, eine Schweizerische Exportbank zu gründen. Die Notwendigkeit der Gründung, — so wurde auf der Konferenz ausgeführt — ergebe sich speziell aus den,jeden Handel erschwerenden Devisenkursen der Zentralmachte und aus der Notwendigkeit der Gewährung langfristiger Kredite. Ans der Entwicklung der Banka Eommereiale Ztaliana» die 1'42 Millionen Reingewinn (0*81) aufweist und die Dividende von 9 auf 10 Procent, das höchste bisher gezahlte Maß, die Reserven um 0'48 auf 383 Atiüionen Pfund erhöht, schließt, die „Dmes" auf die P r o s p e r i t ä t d er ita l ienrfchen Banken. Sie verweist darauf, daß die Banka Commerciale die Kontrolle über die L i n c o l n Trust Co., New-Iork erwarb. Die Ausgestaltung Prags zu einem Meerhasen durch Verbindung der E l b e, M o l d a u und Donau mittels eines Kanals ist geplant. j Die galizischen Rohölpreise erhöht. Den „Polnischen Stimmen" wird aus Warschau, gedrahtet: Die galrzische Sektion des Approvlsionierungsministeriums hat eine Erhöhung der Rohölpreise angeordnet. Die Preise belaufen sich jetzt im G r o ß h an d el auf K 116— pro 100 Kilogramm und im Kleinverschleiß auf 98 Heller pro Liter. In den nächsten Tagen sollen auch die K e r z e n p r e i s e erhöht werden. _ Wiener Börse. Bei Beginn der gestrigen Börse setzte die Kontermine die Abgaben fort, was naturgemäß ein neuerliches Sinken des Kursniveaus zur Folge hatte. Stärker in Mttleidenschaft gezogen waren Staatsbahnaktien und die ungarischen Werte. Nach Beendigung der Verkäufe trat im Verlause des Verkehrs eine ruhigere Haltung ein, welche gegen Schluß von einer ausgesprochen festen Tendenz abgelöst wurde, da die Kontermine im Hinblick auf das. Fehlen des Angebotes effektiver Ware Rückkäufe in i)en Kulissewerten vornahm. Die gangbaren Effektengattungen wurden mit kräftigen Avancen bedacht. Im Schranken standen Schiffahrtswerte in Nachfrage. Adria gewannen K 26.—, Navig azio n e K 240.—. Einzelne Montanwerte wiesen ebenfalls Steigerungen auf. Die feste Tendenz blieb bis zum Ende des Verkehrs in Geltung. Renten waren unverändert. Im übrigen verweisen wir auf nachstehende Schlußkurse. Industrie-Unternehmungen. Allgem. Baugesellschaft 350.— (— —.—), Unionbau 270.— (— 5.—), Wiener Baugesellschaft 350.— (+ 1.—), Wienerberger Ziegel — (-Liestnger —(-Sarajewo Akt.-Brauerei (- Aussig Chem. 1105.- (- 20.-), Brosche Spiritus —.— (— Karborundum —(-.—),Holz« Handelsgesellschaft A. E. G. Union Elektr. —(-Siemens Stuckert 357.— (— 3.—), Alpine 686.— s-i- 11.50), Austria Email 9.60 (-.—), Berg u. Hütten 1550.— (+ 30.—), Poldihütte 624.— (+ 42.—), Prager Eisen 2320.— (—20.—), Rimamurany —(-.—), Skodawerke 560.- (+ 8.—), Waffenfabrik 795.— (-.—), Salgo, Tarjaner 756.— (— 14.—), Trifcnler Kohlen 550.— (— 10.—), Ung. Allgem. Kohlen 1605.— (-,—), Urikany 7111- (+ 3.—), Westböhm. —(— Brunner Maschinen —, (-Heidt 370.— (— Lokomotw Sigl — (-) Simmeringer —(-.—), Elbemühl — (--.—). Lehkam475.— (-.-), Karpathen 1800.- (4-10.—), Galizia 1225.— (— 20.—), Fezfabriken (-.—), Schoeller Zucker 975.— (-.—), Böhm. Zucker —(- Oesterr. Eisenbahnverkehr —(— —.—), Türk. Tabakregie 1224.— (4- 10.—), Türkenlose 398.— (4- 2.—), Krupp A.-G. 381.— (-.—), Rufton 489.— (4 8.75), Fmtwerke — (-Veitscher Magnesit 1710.— (-.—), Schönpriesener 650.— (- 12.-). i Transport-Unternehmungen. Adria 1785.— (4- 26.—),' Aussig-Teplitzer —(-.—), Buschtiehradcr lit. A, — .— (— —.—), Buschtiehradcr lit. B. —.— (-), Orieutbahnen 1700.— (4- 30.—), Donau-Dampf. 1455.— (— 45.—), Ferdinands-Nordbahn —(-.—), Lloyd 3220.— (--.—), Navigazione 4900.— (4 240.—), Staatseiscnbahn 746.— (+ 8.—), Lombarden 157.25 (-.—), 3% Südbahn- Prior. 824.50 (-.75), Staatsbahn Genußsch.367.— (4-2.—). Renten. Mairente 79.— (-.—), Fcbruarrente — (-.—), Oesterr. Kronenrente 78.75 (-.—), Oesterr. Goldrente —<?- (-Ungar. Goldrente —(— —) .Ungar. Krouenrente 62.— (—

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