Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 144 (13.6.1919)
- Date
- 1919-06-13
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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Nr. 144 Wien. Freitag oder Zentralen, von denen jede eine bestimmte Industrie zu leiten hat. Jede Zentral^ wird geltzitet von einem Kollegium ans 9 Mitgliedern, die mögest Sachverständige sein sollen. Jede einzelne Fabrik wird von einer Direktion geleitet, die Vom Obersten Mrtschafksrat, der Zentrale- und zu einem Drittel durch Wahl der Arbeiter besetzt wird. Unter Leitung des Obersten Wirtschastsrates schreitet die Sozialisierung rasch fort. Man sozialisiert erst die größten und wichtigsten Betriebe und läßt vorläufig die kleinen Betriebe Von ihren bisherigen Besitzern weiterführen. Doch unterstehen alle Fabriken dev Kontrolle des Obersten Wirtschaftsrates. Auf jeden 'Fall müssen sie durch seine Berte ilungskonnmssiaven die Rohstoffe kaufen und die . Waren verkaufen. So ist eS zum Beispiel irr der Textilindustrie. Die 'Betriebsräte sind nur noch reine Kontrollorgans der Arbeiter, bitz in Zusammenarbeit mit der Fab Weitung dafür zu. sorgen haben, daß die Bedürfnisse der Arbeiter <jn geistiger Und materieller Hinsicht erfüllt werden. Ihre beschränkten Befugnisse sind noch nicht durch Gesetz einheitlich geregelt. Sie sind verschieden, je nachdem ein Betrieb scheu sozialisiert ist oder nicht, natürlich am größten.in Privatbetrieben. Nach, dev Lohntaxe vom 15. März 1919 beträgt jetzt der Höchsts'Lohn, den qualifizierte, Spezialarbciter erreichen können, lü5ö Rubel, der niedrigste 600 Rubel im Monat. Zur Erhöhung der Arbeitsleistung werden jetzt wieder alle Reizmittel des kapitalistischen Systems, wie Akkordlohn, Prämiensystem qngewendet. (Lenin hat sogar nichts gegen die vorsichtige Anwendung des Tahlorsystems.) Der letzte allrussische Arbeiterfachkongreß in Moskau (15. bis 25. Jänner 1019) sprach sich, silr die Wiedereinführung der Akkordarbeit upd das Prämiensystem aus. Das letztere wurde sofort in der KoWn- und Erzgruben- und in der Tulaer Wafserimdustris eingeführt. Dadurch wurde die Leistung um 40 bis 50 Prozent erhöht. Das Stücklohnsystem wird wieder in den Metallfabriken verwendet; auch hier stieg die Produktion dadurch um 50 Prozent. In letztgenannter Industrie wird außerdem ein Arbeitsminimum verlangt, das jeder Arbeiter erreichen muß. Der schlechte Tausch der Straßburger Professoren. „Die elsäsflschen Prosessoren der Universität Straßburg lüten moralisch viel unter der deutschen Herrschaft, wirtschaftlich aber waren sie gut dran", so schreibt Element Bautet in; „Journal". „Das jährliche Gehalt. eines ordentlichen Professors an einer deutschen Universität betrügt bis zu 32.000 Mark, ganz abgesehen von kleinen NebeneinncchnM. Jetzt ist die Universität Straßburg französisch geworden, und die Bezüge ihrer Professoren sind ebenfalls französisch. Wieviel? 6000 Franks im Jahre. Es ist wahr, daß den Prosessoren nach heftigen Protesten eine tägliche Teuerungszulage von" 1 Louis zu diesem demokratischen. Gewalt bewilligt worden ist. Aber von den Geldern, chre sie ehemals bezogen, sind die eWsisch§n Professoren doch noch weit entfernt. Das hindert sie natürlich nicht, die gegenwärtige Regierung der früheren vorzuziehen, zumal diese Regierung noch sehr hygienisch sie davor bewahrt, zu viel Fett anzusetzen. In Deutschland werden die Institutsleiter, die Professoren und die Beamten im allgemeinen sehr gut bezahlt. Dafür verlangt der Staat von ihnen Verantwortungsgesühl und Eifer . . . , Generalstreik der Telegraphisten in den Bereinigten Stpgten. New-Bork. n* Qwu. (Korr.-Bur.) Hurte soll im ganzen Land rin Streik der Telegraphisten beginnen' der den Zweck hat, Wilson durch die Unter« b r e ch u n g s e i n e s t 8 g l t ch tz n t e l e g r a p h i s ch e n Dienstes auf die' Lage der amerikanischen Telegraphisten aufmerksam zu machen.' Sascha Schneider und Katharina Schäfer, Michelangelo und Callot. Vieles aus zweiter Hand übernommen, nicht völlig verarbeitet und Überwunden. Aber man darf solche Entlehnungen bei einem jungen Mnstler, der sein Auge für die ganze Forjnenwelt geöffnet hält, auch nicht zu tragisch nehmen. Je freigiebiger man ist, desto freinehmender darf man sein. Unh Urtel Birnbaum ist wahrhaft freigiebig. Nur möchte man wünschen, daß all die. Erlebnisse, dm er durch andere Künstler bekommt, in ihm so verarbeitet werden, daß sie zu neuer, eigenster'. Form erwachsen. Ein anderer Zyklus heißt Totentanz: AMreitschaft und Allgegenwart des Todes fein Inhalt. Mittelmäßiges, AbgelanfchteS und groß Gesehenes gehen hier wieder ineinander. Zu der: setzten wären die Blätter: der Bildhauer. Tod und Knabe, Dod und Zeit zu rechnen. Die Farbe übernimmt in dieser Sorje einen bedeutenden Teil der Kraft des Ausdruckes: brennende, allövstärfftL Farben; wie GlgSgtzMlde. Von den biblischen Kopsen sei hier nicht ausführlich die Rede: sie sind schwach, wie alles, tpas Birnbaum bewußt jüdisch schaffen will. Schwächlich auch seine reinen Karikaturen („Seettnspiegel"), die Katharina Schäffer nachahmend. Do er aber imt freier Phantasie schaltet, entsteht wahrhaft Schönes und Originelles. So in der „Schöpfung", in den Gebäuden und Städten. Im SchöpfunstSzyklus gelingt ihm beinahe eine neue Technik: farbige Federzeichnungen, teilweise fast ganz gegenstandslos, dennoch durch daS Mittel her Assoziation, der Farbensymbolik, des Rhythmus von packender Eigenart. In den Gebäuden und Städten enthüllt er in starl dekorativen Entwürfen sein kristallinisches Schallen der Welt, ferne, ungewöhnlich, große Erfindungsgabe. Die Wiener Morgenzettung L»» LLL>»L. Vas Palä-tina-Affit und die J*aUl«tiniJ.-SeküQh des;> Jisckuw Efflz Israel« veranstalten Donnerstag ('2B. feiwan) den 26>Jun« I9l0|b&lb 7 Uhr abeods, im mittleren Konzerthaussaal einen Vortragsabend tmmt« liiclaibUderm übt'r den WledofäüÜJü.ü Ih-Ürl'NLS mit Btrücksiohtlgung dös modernen Btädt-baueg. Referenten: Dr. Emil Stein r Ing. Josef Tischler Ing« N, Sdineer : Ing. Jafc. Ornstein Karten im Vorverkauf von 2 Kronen aufwärts hei: Verloj ft. II., 1’rnterBiraeke V Inland. Fremdenhrtze. Die „Deutschen N'achnchteu" melden: „Die Abgeordneten Dr. R i e h l uiid Genossen Mieten in der gestrigen LalldtüMtzmig eine Anfrage an die Landesregierung, in welcher folgende Forderungen gestellt werden: 1. Daß zur Milderung der unerträglichen Wohnungsnot in Wien eine Kundmachung erlassen werden, wornach sämtliche Wohltaten des Muterfchutzgesttzes itüu für deutschösterreichtsche Staatsbürger, Staatsbürger der BnudeLstaatru des Deutschen Reiches und solche Mieter grltm sollen, welche ihre deutsche Volkszugehörigkeit in einer jedenZwcifelausschließendenWeisenach^ weisen. Den Vermietern soll jedoch nur daß Recht der Kündigung, nicht aber das einer Steigerung des Mietzinses zustehen. 2. Für die N i ch t d e n t s chen i» N i e d e r ö st e rr e i ch sind eigene Lebensmittelkarten auszngcbcn. Die mit diesen Karten Geteilten haben die von der Landesregierung festzusehenden tatsächlichen G e st e h u n g 8 k o ft c n zu bezahlen. Iiu Falle des Ausbleibens des einen oder anderen Artikels, insbesondere der Kohle, sinh vor Herabsetzung d e r O n o t e n für die deutsche Bewohnerschaft d i e B e z u g s k a r t e n f « x die Fremden solange e i u z u st v l l e n. b i S d e r b e t r e f f e n d e Mangelbehoben erscheint. 3. Zur Linderung der herrschenden Arbeitslosigkeit sind alle sremdvölkischen öffentlichen Bediensteten entsprechend dem Verhalten der tschccho-flowckllcheu und jugoslawischen Regierung sofort zu entlassen, Auch die privaten A rb e i t g e b e r sollen durch eine Durchführungsverordnung verpflichtet werden, ihre nichtdemschen Angestellten aus Grund der v o r dem K r r e g e r n G e l t u n g gewesenen K ün d i g u n g s b t'st i m m u ng en zu entlassen, solange m ihrem Geschäftszweige noch deutschösterreichische Arbeitslose vorhanden stnd. Bon der Landesregierung wird verlangt» daß sie binnen 11 Tagen die erforderlichen Durchführungsverordnungen erlasse, die solange in Geltung zu bleiben hätten, bis im tschrcho-slowakischm und südslawischen Staate die analogen Verfügungen gegen die Deutschen aufgehoben werden. Die Herren Riehl und Comp, haben die Sach« viel zu milde angesastt. Das edle Wiener Herz ist ihnen wieder einmal durchgcg >ugen, sonst hatten sie sicherlich den obigen „Forderungen" noch folgende hinz'.'gesngt: „Die Nichtdemschen sind durch einen Nasenring kenntlich zu machen, ferner muß ihnen die Lust eines weiteren Schlauße. der Sänlenwasd, die kämpfenden Doms, die schwimmende Stadt und die imistM anderen Entwürfe sind eigentlich Theaterhintergrunde, abar von erstaunlichster Merkwürdigkeit und Grotes khöit. Ueberall bricht das Unheimliche. Grausige Schauerliche. Groteske bei ihm durch. Er ist der geborene Illustrator für Edgar Allan Poe und ähnliche Dichte?. Aber ex haftet nicht oberflächlich am Grausigen. Er erlebt es tief und fühlt es überall als unser echtestes Schicksal. DaS Grausig-Dragifchs allein erscheint ihm als des Menschen Realität, seine wohlverdiente Realität. In allen Werken Birnbaums spiegelt sich die Abkehr bev modernen Kunst und der pellen Wirklichkeit wider. Das alltägliche Leben in seinen gewohnten FyMW und Farben erschsint ihm als ein zu Überwindendes/ altzuteichteS, oberflächliches. Und fo können auch feine Bilder nicht an dieser Lobenspverfläche mit ihrem äußgren Schein haften bleiben. Die Farben werden auf seelische Wirkung hin verstärkt, die Formen auf assoziativen und dynamischen WM hin zersetzt und entstellt. Die gäreuda Kraft seiner innereir Glut zerstört die gegebcm? Bett her Gestaltungen und baut aus der FlnuiMß des Herzens und der Vision eim neue, ungenannte auf, ohne die gegebene Welt vollends zu verlassen: Expressionismus. Alle Dinge der Welt sind ihm schließlich doch viel zu lieb und teuer und göttlich, als daß er auf ihre Widergahe gänzlich verzichten könnte; aber durch /chwernnd und Entstellung geh§imnißt er allen Dülgert symbolischen Charakter an. Er kann vin einfaches Maschinenzahnrad derart darstellen, ganz leise deformiert dkirstellen, daß es den seelenlosen Charakter der Zeit enthüllt und wahrhaft erschütternd ' wirkt. 13. Juni 1919 Sette * Verbleibens inWien durch wöchentlich zweimalige Fasttage benommen; werden. Außerdem ist in EmätzMg zu ziehen, ob die Errichtung einiger Imcrnieruugslager zwecks Behebung der Wohnungsnot nicht von Vorteil wäre. — Mau müßte Lachen, wenn es nich^ so traurig wäre. Keine Weltkatastroptze kann den dumpfen Geistes^ zuünnd dieser Herren aushellen. Unbelehrbar, wen» aüch öhnmächtig, tobt sich ihr trüber Chauvinismus in engherzigen! „Förderungen" aus. Sie ketinen hiebet1 Mnschtichkeik, noch Bemmsti Was in der Welt vorgcht und wie es um bas Land ßcht, Wr» Kein Abb«u der Volkswehr. Eine Note dev Regierung an die Waffenstillstands^ Kommission.! Die deutschösterreichischtz Regierung hat in einer Note' «n dje hiesige italienische OafMstittstandskommission?vom 10. JE, die abschriftlich auch Herrn Alliz6 und Obersts C u n n i n g h a m e mitgeteilt wurde, daraus hrngewieseU, daß! die kriegerischen Handlungen zwischen den tschecho-slowakischery und den ungarischen Truppen einen für die Sicherheit'! D e u t s ch ö st e r r e i ch s b e d ro h l i ch e n C h a r a r t e r a n-i genommen hätten. Die Militärischen Operationenfoj würde in der Nöte ausgeführt — näherten sich btzdenklW uns-eren Grenzen und angesichts dieser Situation sei die! Gefahr Nicht ausgeschlossen, daß der eine oder det andere dev beiden Teile den Durch zug durch das deutsch öfterreicht sch LÄrßietzUtrrzwingLu versuchen könnte^ Die deutschösterreichische Republik lege dön größten Wert! darauf, in diesem Streitfälle strengste Neutralität zu be^ wahren. Uin dieselbe aber in jedem Falle äufrechte'rhaltert gif] können, müsse sie auch., über militärische Machte mittel verfügen. Aus "diesem Grunde sei die deutschöster-f reichische Negierung zu ihrem Bedauern gegenwärtig nicht ich der Lage, den seinerzeit über Initiative der italienischem! Wafsenstillstandskommission eingeleitLten Abbau doch Bolkswehr fortzusetzen und bis zu dem in Aussicht ge« nommenen Zeitpunkt, das ist der 15. Juni l. I,, dmchzu^ führen. i Die italienische Wafsenstillstandskommission wird in b'ev Note ersucht, unter Würdigung der Sachlage hiervon Kenntnis zu nehmen und in gleichem Sinne auch den: italienischen Ö.btwch wmmando Meldung zu erstatten. s Zum Schlüsse der Note bemerkt die deutschösterreichifches Regierung, daß sie der Frage des Abbaues der Volkswehr? neuerdings nahetreten werde, sobald die Verhältnisse eA ge^ statten würden. , . ,; Rückkehr Dr. Lodgmans, Seligers mrd Dr. Freißlers aus Saint-Germain. Die Stimmung in den besetzten Gebieten. Gestern vormittags sind die Vertreter Deutschböhmens trab! des Sudetenlandes, Landeshauptmann Dr. L o d g man und Laudeshauptmannstellvemeter Seliger sowie Dr. F r ei ßl erl aus Saint-Germain hier eingetroffen. Sre wurde» auf demj Bahnhofe von dm Mitgliedern der dentschböhmischm Landesregierung empfangen.! Nachmittags fand eine Besprechung d« drei Friedeusdelegimen mit allen in Wien weilenden Vertretern Deutschböhmens und des Sudetenlandes statt, in deren Verlauf die Rückgekehrten üver die Situation in Saint-, G e r m a i n Bericht erstatteten und Vorschläge über, die! künftig einzuhallende Taktik in dm besetzten deutschen Gebieten gemacht wurden. Nach den aus Deutschböhmen vorliegendm, Nachrichten rft die Stimmung der Bevölkenmg wesentlich bemhigtek, da man damit rechnet, daß die S ch w i erig kerten den Isch echo-slowakischen Regierung dazu bei-i tragen werden, d i e S itn a ti on iu de» besetzte« G e b i e t en zu erl eich t er n. | Der Linzer Gemeinderat sozialdemokratisch-' Aus Linz, 11. Juni, wird rms telegraphiert: Der Gemeinde-- rat wählte heute Josef D a m e tz, den Leiter der hiesigen sozialdemokratischen Parteibuchdmckerei, zum Bürgermeister^ den Arbeiterrat Staatsbahnrevidenten Mehr, gleichfalls einen Sozialdemokraten, zum ersten und den Rechtsanwalt Dr. S t a m P f,0 christlichsvzial, zum zweiten Bürtzermeisterstellvertreter. Die D e u t s ch f r e i h c i t l i ch e n, die seit vielen Jahren den Bürgermeister stellten, stnd ini Präsidium. überhaupt nM vertreten. Die Beschlagnahme der ungarischen Millionen. Die Berfiigung bleibt vorläufig aufrecht. In aller Erinnermig ist noch die sensationelle Affäre^ welche sich im Monat Mai tnt Palais der ungarischen GesaNdl-i schaft in der Bankgasse zugetragen hat. i schleppten dabei 135 Millionen Kronen mit, welche sie inr Gebäude vorgefunden hatten. Der Wiener Sicherheitsbehörde! gelang es, das Versteck der Entführten — esi war das hbefige Franztskanerkloster am FranziskanerplP; — in dev zweiten Nacht schon ausfindig zu machen, die Entführten, von denen Dr. Bolgar nach feiner eigenen Erklärung in derselben Nachf hätte erschossen werden sülleu, zu befreie» und schließlich 70 Millionen des geraubten Geldes zustandezubringvn, welche in der Staatskasse deponiext wurden. ' Die Oesterreichtsch-ungarische Bank erhob nun <mf dieses Geld Anspruch, weil die ungarische Rii^regierung die Golh^ bestände der Bank jn Budapest widerrechtlich angegriffen habe. Auf Grund dessen wurde auf Verlangen der Bgnk vom Gericht ein Verfügungsverbot erlassest, gegen das die ungch rische' Gesandtschaft Beim Bezirksgericht Innere Stadt Ern^ sprach erhob. j Bei 'der hierüber geführten Pcrhandlmig inachte Nßy Vertreter der Oesterreichisch-nngarischen Bank Eigentumsrechts geltend, während dev Vertreter der Gesandtschaft Direktor Fenyö, das Verfügu/.gsverbot als völkerrechtswidrig erklärte^ Das interessante iirteil, beziehungsweise der Beschluß ds Gerichtes wurde gestern Pep Parteien schriftlich bekanntgpgebW uUd lautet: „Die Verfügung vom 10. Mai bleibt aufrecht, jedoch mit der U b ä n d e r u n g, daß dieselbe nur zur Sicherung des Anspruches dev gefährdeten Partei auf Rückstellung der von ungarischen Offizieren in das Gebäude der ungarischen Gesfludtschast verschleppten Barschaften im Betrage von 6S,dSY.000 Kronen und nur gegen Leistung einer Sicherheit von fünf Millionen Kronen, welche im hiergerichtlichen Depositenamt zu erlegen find, bewilligt wird. Die Sicherheitsleistuttg ist innerhalb drei Tagen nach Zustellung dieses Beschlusses auSzmveisen, widrigenfalls nach Verlaus dieser Frist die Aufhebung der Verfügung erfolge» würde." ||;\i,’ :j \n - »rar«