Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 142 (11.6.1919)
- Date
- 1919-06-11
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Skr. I« Wien, Mittwoch Wiener Morgeuzemmg II. IM« 1919 Die sportlich best« steistuna in diesem Rundspick bot die Germania, wenngleich ihr Auftreten alles eher alS sportlich war. Ahr Star Fischera hat sich ein Benehmen zurechtgelegt, wie man es zum Glück bei hervorragenden Spicke« selten zu sehen bekommt. Das war so ein ewigeS Protestieren, Feilschen und Reklamier«, wofür die zahlreichen Fehlentscheidungen der Schiedsrichter nicht aenügend Entschuldigung bieten. Ansonsten spielte die Mannschaft sehr aufopfernd, insbesondere am zweiten Tage, wo sie nm zehn Mann im Felde hatte. Die H a k o a h mußte am erste» Tag durch die Germama eure unverdiente Niederlage in Kauf nehmen. Am Montag trat sie mit zahlreichen Ersatzleuten an, gab aber trotzdem der kompletten Admira einen ebenbürtig« Gegner ab. Ausgezeichnet war an beidm Tagen die Hintermannschaft. Hervorragend Holpern im Tor, der seine Höchstform wieder erreicht hat. Schmer und Trümmer warm das beste Bachraar, daman in allen an der Konkurrenz beteiligtm Mannschaften finden konnte. Am Sonntag spielte eine Halbzeit LewituS als Verteidiger. Nach der Pause wurde er wegen Beleidigung de- Schiedsrichterau-» geschloffen. Die Hakoah-Mannschaft, die »nt« der Uubotmaßigkeit dieses Spielers immer zu leiden hat, spielte dann «nkomvlett bester als vorher. Solche Elemmte gereich« de« jüdisch« Sport nicht zur Ehre; sie auszumerzm, ist Pflicht einer ernst« VeremS-- leitung. Die Deckung gmügte an beidm Tagen. Gut führte sich am Montag Egon Pollak ein, von Einig kann man dawmiger behaupt«. Am Sonntag spielte die Stürmnreihe in dn Aufstellung Horwltz—Einig—Sträußler—Rußbamn—Katz, am Montag in der Zusammensetzung Hans Weiß—Sträußler—Häusler-^-Nußvamn— Katz. Die zweite war die besten. Horwitz ist derzeit total außer Form. Weiß, der ihm ersetz« soll, leider erst eine Zierde für eine Schillermannschaft. Nußbaum ist ei« sehr guter Half. Als Stürmer konnte er aber nicht befriedigen. Häusler ist jung Md bildungsfähig, derzeit fehlt ihm vor allem der Emst zum kämpf«. Strautzler suhlt sich auf dem StÜrmerpostm nicht wohl; am Sonntag erzlette er ein« eindrucksvoll« Treff«. Katz überragt seine Kameraden im Angriff, «m Klaffm. Die B i e n n a hatte gute Momente. Don -«Erstklassigkeit ist die Mannschaft noch weit mtferitt. Die relativ schwächste Stiftung bot A d «i r ft,m Spiele gegen Hakoah erwies sie sich wieder alS hartnäckiger Gegner. Das RrmdspieL in Favorite«. Die H e r t h a tmg in diese» RMdspie! ein« verdimtm Sieg davon; sie schlug cm drei aufeinanderfolgend« Tag« Simmering, Wacker Md Rudolfshügel. Zweiter wurde Rudolfshügel. Nachstehmd dir kurzm Berichte: 1. TagrRndolfShügel—WackerS:ü(1:H. Beiderseits zahlreiche Ersatzleute. t e r t h a—S i m m e r i n g 3:0 (0:0). Die Hertha erlegener als eS das Resultat zum Ausdruck bringt. 2. Tag: H e r t h a—W a ck e r 5: 0 (3 :0). Wacker mit Ersatz für das BerteidigMgStrio. Ueberlegmer Sieg. Rudolfshüge l—S immerin^ 9:1 (4: A. Die Favoritner überragt« ihre Gegner um eure volle Klaffe. 3. Tag: Simme-rin g—W a ck e r 8 :1 (ö : 0). Das ohne jedes Animo geführte Wettspiel brachte Simmering eium verdienten Steg. Herth a—Rudolfshügel 2:1 (2:1). Verdienter Sieg der bester« Mannschaft. Richtigstellung. Der W. A. E. schlug Preußen nicht wie irrtümlich gemeldet vmrde 2:0, sondern 3 :0. D« dritten Treffer erzielte Wana. Wien—Berlin. Der Verbandskapitän hat für dm am Sonntag stattffndendm StLdtekampf folgende Mannschaft aufgestellt : Tor: Iockl (Amateure); Verteidigung: P o p o v i c (Amateure), Dittrich (Rapid); Deckung: Nits ch e, Brandstetter, Putzend opler ^sämtliche Rapid); Angriff:B auer, Uridrl, Knthan (Rapid), F i s ch e r a (Germania), W i e s e r (Rapid). Ablöselaufen über 4 mal 400 Meter. Der W. A. F. veranstaltete am Sonntag ein Ablöselaufm über 4 mal 400 Meter, das eine sehr schwache Beteiligung aufwieS. Außer den Veranstalte« hielt nm die Hakoah chre Nemmug ein. Die erzielt« Zeit« sind sehr gut. Der Einlauf war folgmd«: W. A. F. l jFried, Lasch, Hmdegaer, Ehelich, S: 48*5) 1. Hakoah (Revatz, Singer, Wertheim«, Jawald 8: Ü1*v) 2. W. A. F. U 3. _ Der Volkswirt. Die Abwanderung der Unter«ehm«»gen Die vielfach bereits beschlossene und unmittelbar drohende Abwanderung einer großen Anzahl bedeutender Betriebe aus Wien bedeutet eine schwere Schädigung der deutschösterveichische« Volkswirtschaft. Es handelt sich einerseits um die leistungsfähigsten Unternehmungen der früheren Monarchie — man braucht da bloß an Skoda, Friedrichwerbe, Prager Eisen, Textil-, Zucker, und Kohlenwerke zu denken — und es würben für uns nicht nur die besonders ergiebige Akttensteuer, deren Ergebnis für Deutschösterveich bei diesen Unternehmungen mit 10 Millionen geschätzt wird, samt den Zuschlägen für die Gemeinde Wien und das Land entgehen, und es kämen auch die allgemeine Erwerb st euer, die Einkommensteuer der hier wohnenden Funktionäre, die indirekten Abgaben aus derer; und deren Familien Verbrauch und im ' weiteren Verlaufe die Aufträge für unseren bodenständigen Handel, die Industrie, die Börse und die Banken in Wegfall. Seit jeher hatten die größeren Betriebe Oesterreichs ihren Sitz in Wien schon mit Rücksicht auf die Nähe der Zentralbehörden und das Finanzzerrtrum des Reiches sowie den Stapelplatz des Handels, während die Fabriken dort errichtet wurden, wo im Hinblick auf Rohstoffe, Arbeiter und Frachten die besten Produktionsgrundlagen gegeben waren. Angesichts des Bestrebender Sukzessionsstaaten, die Unternehmungen, deren Betriebe sich auf ihrem Gebiete befinden, zu nattonalisieren, kommen die Firmen nunmehr in eine gewisse Zwangslage. Im Falle der tatsächlichen Abwanderung würde eine wirtschaftliche Massenflucht aus Men mit den bereitbeschriebenen Folgen eintreten, denen gegenüber die Erleichterung in der Wohnungsnot ein« sehr geringfügige Rolle spielte, und wenn auch nach einer Aufstellung des „Kompaß" 56 Prozent der .österreichischen Industrie in deutschen Händen sind, so bedeutet dies nicht zugleich fty/fr dLutsiLüÜLrreicknscüLN.Besitze denn tu jbi&f£K Zisftr eme7 . - . . --—-----T:.--. .. -4 find auch die in den Sudetenländern gelegenen großen Glas-, Berg- und Hütten-, Maschinen- und Metall-, Brauerei-, Textil- und Zuckerbetriebe inbegriffen, die Stattstik betrifft nur das nationale und nicht das territorial Moment und für Deutschösterreich, dessen Alpenläuder mit Ausnahme der Alpinen Montaugesellschaft sehr wenig Industrie haben, würden eigentlich nur die Wiener Metall- »nb LuxuSfabrikationsbetriebe üvrigbleiben. Vom streng juristischen Standpunkt aus ist mm allerdings zuzugebeu, daß mit der Verlegung des Sitzes in einen Nationalstaat die betreffende Firma für uns nicht mehr eine inländische, sondern eine ausländische ist, baß daher das bisherige Rechtssubjekt unterging und ein neues sich erst bilden muß, daß somit eine formelle Liquidation und Gewinnverteilung, an der Deutschösterreich entsprechend partizipieren und sich für die Abwanderung entschädigen würbe, Platz zu greisen hat, ein Gebankengang, den sich unsere Regierung auch zu eigen machte, so daß vorläufig die Lage der UebersiedlungSwerber in Schwebe ist. Für die Richttgkett dieser Auffassung würde das Aktienregulattv zeugen, bas bestimmt, der Sitz der Gesellschaft müsse in Oesterreich, in sinngemäßer Wänderung somit in Deutschösterreich liegen, und eine ausländische Gesellschaft müßte zum Betriebe hier erst zugelassen werden, was wieder den Untergang der bisherigen Rechtspersönlichkett zur Voraussetzung hätte. Allerdings ist nicht zu verkennen, daß sich dar Mtienregulattv auf die alte Monarchie bezieht, in diesem Sinne daher auch die Sitzverlegung in einen der Sukzession-staaten noch als Inland gedeutet werden könnte; aber auch wenn unsere Regierung diesen Standpunkt ettmähme, wäre die betreffende Statutenänderung erst zu genehmigen, und mtt der Verweigerung geriete die betreffende Unternehmung in eine peinliche Situation, aus der sie nur durch formelle Liquidation herauskäme. Eine Liquidierungsabsicht besteht aber bei dieser zweifellos nicht, im Gegenteil, sie will durch die Sitzverlegung ihren Fortbestand ermöglichen, und es wäre zu erwägen, ob nicht ohne Rücksicht auf den formalen Rechtsstandpunkt in Nachahmung des deutschen Beispiels von 1871, wo der Bevölkerung Elsaß-LothringenS das Recht eingeräumt wurde, für die deutsche oder französische Staatsbürgerschaft zu optieren, den Uebersiedlungswerbern gestattet werben könnte, unter eventuellem Fortbestand einer Niederlassung i» Wie« chren G1 tz in einen der Nationalstaaten zu v e r le g e «. Abgesehen von der Rechtsfrage, wäre noch zu erwägen, daß ein Festhalten an formalen Gesichtspunkten Repressalie« der anderen Sukzessionsstaaten zur Folge habe« könnte, und daß letzten Endes die Geschädigten wieder die Aktionäre, also hauptsächlich deutsch österreichische Staatsangehörige wären. Diese Frage, die noch durch den vielfach starken Kriegsanleihebesitz der Abwandernden kompliziert wird, bildet einen Teil der finanziellen Liquidation der alten Monarchie, und ebenso wie bei der Auseinandersetzung über Banknoten und Staatsschulden wird sich auch hier eine gütliche Einigung als der einzig richtige und gangbare Weg erweisen. L. S. Deutschösterreichs Handel und Gewerbe gegen de« Gewaltfriede«. Ueber Einladung der niederösterreichischen Handelsttnb Gewerbekammer traten gestern Vertreter der Kammer, der Vereinigung der deutschösterreichischen Industrie, des Gremiums der Wiener Kaufmannschaft, des Niederösterreichischen Gewerbevereines «und des Wiener Genossenschaftsverbandes zur Besprechung deS unserer Friedensdelegation in Samt-Germain vorgelegten Teiles des Friedensvertrages zusammen. ES kam hierbei einmütig die Meinung zum Ausdruck, daß der vorgelegte Entwurf undurchführbar und nnannehmba r sei. Die Vertreter der genannten Körperschaften beschlossen, die Einzelbestimmungen der Vorlage «och einer gemeinsamen Untersuchung und Begutachtung zu unterziehen, um den Unterhändlern Grundlagen für ihr weiteres Borgehen zu liefern. Es wurde folgende Kundgebung einmütig beschlossen: Nach vielmonatigen, geheimen Beratungen, an denen uns jede Teilnahme, jede aufllärende Mitwirkung versagt blieb, ist die Entente dazu gelangt, 6 Millionen Deutschösterreichern allein die moralischen und materiellen Verantwortungen der zerfallenen Monarchie auf-, bürden zu wollen. Die Friedensvorschläge für Deutschösterreich zielen darauf ab, uns vollständig unserer politischen und wirtschaftlichen Selbständigkeit zu berauben. Sie gehen aber noch dadurch über die Deutschland gemachten Vorschläge hinaus, daß die wirtschaftliche Knechtung, aus unser viel schwächeres Staatswesen angewendet, auch das Mittel zur Vernichtung der nationalen und staatliche« Selbständigkeit wird. Nicht nur, daß uns mtt dem deutschböhmischen und sudetenländischen Industriegebiete ihr Kohlenreichtum verloren gehen soll, auch die Zukunftshosfnung unserer Alpenländer für die Emanzipierung von der Kvhleneinfuhr und deren Ersatz durch die Wasserkräfte wird dadurch geschmälert, baß die ungerechte Grenzziehung im Süden fast die Hälfte derartiger Kräfte aus unserem Besitz bringt. Selbst wenn der so nach allen Richtungen verstümmelte Staat überhaupt noch eine sellstandige Handelspolttik treiben wollte, wird ihm dies durch die Vertragsbestimmungen von vornherein unmöglich gemacht. Noch wissen wir nicht, ob nicht außer all dem, was man uns heute bereits zumutet, wir auch noch in untilgbare Schuldverpflichtungen verstrickt werben sollen. Noch ist eSs unbekannt, ob nicht auch dem deutschösterreichischen Staat in irgendeiner Wiedergutmachungskommission etttC; Regentschaft eingesetzt wird, .die dauernd dafür sorgt',' auch in ferner Zukunft jeden möglichen Tribut aus' dem Laiwe zu ziehen. Aber schon aus den jetzt vorliegenden Bruchstücken des Friedensvertrages ist es klar, daß sie staatlichen und privaten Bankerott uM dauernde Schnldknechtschaft zur Folge haben' müßten, daß furchtbare soziale Kämpft und schweres! Elend aller Art ihr Ergebnis wäre. Darum müssen? die Streife von Handel, Gewerbe Und Industrie, welche^ die traurige Legitimation besitzen, diese wirtschaftliche« Folgen zu beurteilen und zu ermessen, auf das nach-! drücklichste erllären, daß der vorgelegte Friedensvertrags' für uns unannehmbar ist. Das Los, das' die Feinde in ihren Vorschlägen uns zumuten, birgt auchft für die anderen Staaten, die auf dem Boden des' alten Oesterreich entstanden sind, ja für die Großstaaten! der Entente selbst schwere Gefahren in sich. Aus der Wiener Börsekammer. Zn der gestem unter dem Vorsitze des Prüft-t denten Otto Seybel abgehaltenen und von uns? bereits gemeldeten. Plenarsitzung wurde beschlossen, den| seit 3. Juni Merten Verkehr an der Börse ab! heute Mittwoch wieder aufzunehmen. Ferner wurde,? vorbehaltlich der Genehmigung der- Regierung, als nächster Kassentag der 20. Juni? (Aufgabe 13. Juni) in Aussicht genommen.? Zum Studium der aus dem Friedensvertragsentwurf, für den Effektenvrekehr sich ergebenden Wirkungen und! zur allfälligen Ausarbeitung eines diesbezüglichen Gut-! achtens wurde ein Komitee gewählt, das seine Beratungen ehestens aufnehmen wird. j Schließlich wurde den Gesuchen um Lieferbarkeits-? erklärung für die neu ausgegebenen Aktien der O e st e r-! reichischen Alpinen Montangesellschüft (Kapitalsvermehrung von 72 auf 90 Millionen Kronen) und der Poldihütte, Tiegelgußstahl-, Fabrik (Kapitalsvermehrung von 26 auf 40 Millionen' Kronen) im eigenen Wirkungskreis ftattgegeben. Wirtschaftliches aus Tschechien. Karlsbad, 10. Juni. In der ersten ordentlichen General- Versammlung, der Oesterreichifchen Porzellan-. Industrie -A. -G. wurden die vom Verwaltungsrat vorgelegte Bilanz für das erste, den Zeitraum vom 30. April bis. 31. Dezember 1918 umsaffende Geschäftsjahr sowie die be-j Mkagten Statutenänderungen genehmigt, unter welchen sich als wichtigster Punkt eme prozentuelle alljährliche Zuwendung aus den Erträgnissen an die A r b e i t e r s ch a st befindet. Die Firma wird in „O ep Ha g", Porzellanindustrie-i A.-G^ Karlsbad, abgeändert. Ferner wurde dem Verwaltunasrat. die Ermächtigung erteilt, das Aktienkapital von 25 auf 30 Milli-! on« Kronen zu erhöhen. Eine lOprozentige Dividende pro rats towporis wurde beschlossen. Der verbleibende Rest von K 101.787.59 wird ans neue Rechnung vorgctragen. , Erhöhung der Preise deutscher Baumwvllwaren. Berlin, 10. Juni. (Tel. der „Wr. Morgenstg.") Der Teuerungszuschlag wurde vom Verband deutscher Veredelungsanstalt« baumwollmer Gewebe um 200 Prozent erhöht und stellt sich somit auf 700 Prozent. Eine neue belgische Anleihe bei Amerika.! Lyon, 10. Juni. (Funkspruch.) Aus Brüssel wird gemeldet,: ^Der belgische Finanzminister unterhandelt gegenwärtig über eine in den Vereinigten Staaten aufzunehmende A n l e i h e von 500 Millionen Franks, rückzahlbar nach 21 Jahren. _; Anmeldung von Forderungen in Ungarn. Aus Budapest.wird gedrahtet: Der A n m e l d u n g s t e r m i n für ausländische Schulden und Forderungen wurde bis 1s. Juni verlängert. Für Ausländer außerhalb Ungarns läuft jedoch der Termin nicht am 1b. Juni, sondern vier Wochen nach jenem Zeitpunkt ab, in welchem die Aufforderung der Mgarischm Räterepublik vom 17. Mai, sei es durch die Presse oder auf irgendeine andere Weise, verlautbart worden ist. Eine starke Ausdehnung des amerikanischen Ueberseehandels steht bevor: „R e w B o r k T i m e s" kündigt die Gründung einer amerikanischen Außenhandelsgesellschaft mit 20 Millionen Dollar Kapital für solche Zwecke an; die Schaffung eines Garantiefonds wurde vorgeschlagen. Bo« den Getreidemärkten. Durch die Freigabe deS Rauhfutterhandels hat der Kreis der noch in Sperre befindlichen Artikel eine weitere Verringerung erfahren. Die Umsätze im heimischen Verkehr werden zweifellos eine Vermehrung erfahr«, jedoch erst nach Abschluß des Friedens und bis halbwegs normale Transportmöglichkeiten vorhanden sein wcrdm. Vorläufig werden Interessenten nur selten Gelegenheit zur Betätigung finden. , Es sei d«n, daß stärkere Lokalzuschübe erfolg«. Die auswärtigen Meldungen bringen wenig bemerkenswerte Details. In Amerika haben die Preise eine mäßige Verwolstfeilung erfahr«, die indessen auf borsentechnische Motive zurückzusühren ist. An den deutschen Plätzen steht derzeit reichlich Stroh zur Verfügung. Die wechselseitige Ausgleichung der Kronenkonti. Das »Prager Tagblatt" berichtet: Die wechselseitige AuSgleichungderKronenkontiin den einzeln« Staat« der ehemalig« österrelchlsch-ungarischen Monarchie, insbesondere im Zusammenhänge mit der D e ck u n g der heutigen Kontermine in Wien bereitet große Schwierigkeiten. Deshalb hat sich der Finanzminister Dr. R a s ch i n entschloffen, zur Regelung dieser Frage eine eigene Kommission zu ern«uen. Die Kommission wird im Beisein des Sektionchefs der Revifionsabteillmg des Finanzministeriums A. I i r a k die Verhandlungen einleitm, sobald die Revifionssektion die Berichte über die wechselseittg« Kompmsattonsforderungen der Emzelstaaten m Händen hob« werde. Eonponeinlöfnngen. Der Coupon für 1918 Nr. 5 der Aktim Schönpriesener Zuckerrassinerie wird ab IS. Juni mit K 80.— eingelöst. — Der Coupon für 1918 Nr. 39 der Böhmischer: Union-Bank wrrd mit K 15.— eingelöst. Zur Entwertung der französischrn Valuta. Aus Saint- Gsrmain-en-Laye wird telegraphiert: Eia Leitartikel des „Echo de Paris" behandelt unter dem Titel „Die Krise des L!)cchselkurses und unsere Alliierten" die B e r i ch l e ch t e r u n g der