Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 140 (8.6.1919)
- Date
- 1919-06-08
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Sette IO Men, Sonntag Micner Morgenzeitnng t. Juni 1919 Nr. 140 amerikanisches Kapital, vorzuberoiten. Zeitungsnachrichten zufolge soll die amerikanische Rational.City Bank eine Filiale in Berlin mit weitausgrei'enden echt amerikanischen Plänen errichten. Wenn sich das'amerikanische Kapital in per Tat in so weitgehendem Mäsj für Deutschland interessiert, so wird auch Deutschland bei dem Fleiß Und der Tüchtigkeit seiner Bevölkerung trotz harter Friedensbedingungen doch verhältnismäßig rasch sich wieder wirtschaftlich erholen können. Deutschösterreich ist nicht in der Lage, ein größer^' amerikanisches oder englisches Interesse zu erregen.- Für diese beiden Nationen mit ihren weltweiten Interessen sind die hiesigen Verhältnisse viel zu eng und unbedeutend. Für Deutschösterreich gibt sich hauptsächlich französisches und italienisches Interesse kund, wobei eine ziemliche Rivalität zwischen Franzosen Und Italienern zutage tritt.. Das Interesse der Franzosen scheint mehr politisch orientiert zu sein, , wie dies den französischen Traditionen entspricht. Hingegen ist . das italienische Interesse ein wahrhaftwirtschaftliches. Italien braucht vor allem Holz und Papier, kann aber auch Eisen und vieles andere brauchen. Kohle, die Deutschösterreich so dringend braucht, hat Italien allerdings selbst nicht. ES könnte aber Deutschösterreich sicherlich auch bei der Erlangung und Finanzierung von. Kohlenbezügen aus Deutschland, der Tschechv-Slowakei und Polen behilflich sein, indem es Artikel liefert, die. diese Länder brauchen können, zum Beispiel. Lebensnnittel, Wolle, Baumwolle, Häute, Schwefel usw. Italien ist überdies Deutschösterreichs Nachbar und daher: für enge wirtschaftliche Beziehungen sehr geeignet, um so mehr, als es auch den für Deutschösterreich so wichtigen Hafen Trieft besitzt und ein großes Interesse daran hat,, diesem Hasen den Berühr mit seinem natürlichen Hinter-, land zu erhalten. ' , ' > Selbstverständlich schließt übrigens die Anbahnung: enger wirtschaftlicher Beziehungen zu einem Lande die Anknüpfung und Fortentwicklung solcher Beziehungen^ zu andereil Ländern nicht aus. Die „Politik der offenen: Türe" ist für Deutschösterreich gewiß geboten. Je mehr: ausländisches Kapital sich für Deutsch Österreich interessiert, desto besser für dieses. Ohne ausländische Unterstützung ist Deutschösterreich verloren. Dr. Raschin für die Herabsetzung der Kriegs* anleihezinsen. Der tschechische Finanzlnrnister Dr. N a s ch t n hat gestern in Prag cincn Redakteur des „Vienna Bulletin" empfangen und ihn zur Veröffentlichung der folgenden Acußeruttgen ermächtigt: „Ich glaube/ die Auffassung, daß die alleinige Uebernahme der Kriegsschulden durch „Oesterreich" für diesen Staat zli einer wirtschaftlichen Katastrophe führen mich. beruht aus einer rmgerechn'ertigt pesfinnstischen Auffassung der Siwatron." Ich sehe die Möglichkeit, daß die schweren Bedingungen, welche OeiLcrrcick auferlcgt wurden, geordnet werden können, , s h n e einen Staarsbaukerott herbeizüsiihren. Es sind migehrure Vermögen vorhanden, darüber können die Wiener Banken Aufklärung geben, welche bedeutende Aktivposten darstellen. Ich stelle mir nun vor, daß durch Verhandlungen-mit dem Nationalstaaten ein Emvernehmen erzielt werden könnte, dahin gehend, daß dir Kriegsanleihen, die Oesterreich übernehmen muß, in n i e d r i a e r z n v e r z i n f e n d e Anleihen rmrgewandm werden. Ich denke an eine 1 bis 2%t0e Verzinsung und glaube, daß durch einen solchen oder ähnlichen Vorschlag die alte oster-- reichischr Kriegsschuld, ohne einen Staatsbankerott herbeizusühren,' I a n t c r i innden lönnte. Eine, derartige Präposition würde auch bei uns Geneigtheit finden. Die Anleihen notieren jä .schon geraume Feit um (JO hermn, ste würden also dann mit 40 bewertet werden können. Wir haben am 1. Mai 1919 ein Gesetz geschaffen, das Angehörigen der tschechoslowakischen Repuplik ermöglichen wird, die vorgeichriebenc Vermögensabgabe bis zu 61 %' mit den mi tschechvüowak'.schen Besitz besinolichen österreichischen Kriegsanleihe Titres zu leisten. Ich bin mir auch ganz klar darüber, daß viele unserer Finanzmstiüüc enorme Po.sten K r i e g s a.n leihe b e s i tz'e n. Wir werden gesetzliche Maßnahmen treffen müssen, um eine dauernde Schädigung des Volksvermögens zu verhindern, durch Heranziehung der Reservefonds und die Verwendung aller Einnahmen aus die Dauer von 15 Jahren und schließlich werden wir in Fällen von erwiesenen Zwang beim Erwerb von Kriegsanleihen Staatshilfe gewähren. Parallel mit solchen Aktionen wird eine andere gehen. Bei den Frieden mit Österreich gilt derselbe Grundsatz, der bei den Verhandlungen mit Deutschland iesigelegt wurde,. daß das Privatvermögcn der deutschen Bürger, das sich im Auslande befindet, zur Schadenspulmachung herangezogen werden kann. Nun haben wir in der Tschccho-Slowakei eine mächtige Industrie, die im Besitze von Oesterreichern ist. 'Nach unseren Gesetzen sind Aktiengesellschaften, deren Sitz >nicht an dem Orte ist. wo sie die Fabrik haben, ausländische. Fast alle diese inachllgcn Unternehmungen haben aus steuer-technischen Erwägungen unv. ihren Sitz in Deutschösterreich. Sie sind beim Handelsgericht in Wien registriert. Die Aktien liegen bei den Wiener Großbanken. Das sind für uns fremde Gesellschaften. Viele von ihnen wollten ja liquidieren, um ihren Sitz nach der TschechoSlowakei zu verlegen, aber die Wiener Steuerbehörden haben dies teilweise nicht zugelaffen, teilweise durch die hohen Steuervorschreibungen auf die Liquidation-bilanz unmöglich gemacht. Das sind die mächtigen Aktivposten zur Deckung der österreichischen Kriegsschulden, von denen ich gesprochen habe. Es sind alle Zweige d'e r Industrie vertreten. Der tschechoslowakische Staat wird als Bevollmächtigter der Entente bte Verwaltung solcher Unternehmungen bis zu dem Zeitpunkte übernehmen, bis alle Schäden gutgemacht und die Einlösung der Kriegsschulden durchgeführt erscheint. Wir werden mit der EinsührungverFrankenw a h r u n g eine Relation des Wertes unserer Krone Herstellen, die, solange der Handelsverkehr behördlich reguliert werden muß, nicht möglich war, welcher aber durch den freien Verkehr baldigst wieder hergestrllt werden wird. Die Regulierung der Valuta ist durch die Devalvierung der Krone nicht ml erreichen. Eine Besserung unserer valutarischen Verhältnisse erhoffe« wir von der Wiederaufrichtung unserer durch den Krieg lahm« gelegten Fricdensindustrie, inSvesondere der Produktion für den Export. Schon jetzt sind manche Anzeichen vorhanden, daß sich die Situation wesentlich bessert. So find gestern die Baumwollspinner mit dem Ersuchen an mich herangetreten, eine Erhöhung der bis auf 20*/, der seinerzeiligm Vollprvduktwn gedrosselt gewesenen Errrnguna auf 40% zu gewähren. In allen Fällen, wo durch die industrielle Produktion Eportwerte geschaffen werden, werde ich auS valutarescheu Gründen d. i e P r o d u k t i o u m o g l i cf), st f ö r d e r n. Meine . Politik zielt daraus bin. d.'.irch mW'chste Sl-ig<'ä'»iig von erpvlt- ( täbigen Ind:mi"cvroduktrn 'ilisi'ind'sch'e Zählntif'mütel zn schaffen. Z '' e v id -U st r r e. die -Heuer (»''anders günstige Älussichtktt. w'-d. irrrstände iLlü-./ufts.dihlrrii.-smittel für die Elufnhr von Robftoffcn beizttstcueni.' Die Km e «egen die Oefterreichisch-mrgarische Barch auf Keiegsanlerhebelehnnng aügeLviese». Wir berichteten über d'e Ende Mai stattgefnndene meritorischc Streitverhandlung, der die Klage der Bankfirma Frieden ft ein L Co., gegen die Oesterreichisch-ungarische Dank ivegen der L i a ui d i e r u n g d e s L o m b a r d - Dp r l e h e n s für K r i c g s a n l e i h e v o n 75 P r o z e n t zugrunde lag. Das nunmehr crflossene Urteil de§ Handelsgerichtes hat den Anspruch ans Belehnung a b g e w i e s e n. Anmeldung öfterreichrfcher Dermögsnsobiekte bei der ungarischen Gesandtschaft in Wien. Die imgarische Gefairdtschaft in Wien veröffentlicht folgende Mitteilnng: „Die ungarische Räterepublik wünscht dcn wirtschaftlichen Verkehr mit den fremden: Staaten sreundschastlich zu gestalten. Sie will Sorge trägen, d.i e v e r m ö g e n s rechtlichen A n ff p r ü ch e d e r' B ür g e r jener fremden Staaten, welche die auf dem Prinzip 'des Privateigentums basierende W.rrschast fortsetzen, \\i schützen. Zu diesem Zwecke hat der Rat der revolutionären Regierung die Bewohner Ungarns mittels Verordnung ausgesordert, ihre, dem Auslande gegenüber best e h enden S ch n l d e n bei sonstiger 'strenger Strafe— wahrheitsgemäß zu melden. Um aber diese Anmeldungen kontrollieren zu können, richtet sie die Aufforderung an alle jene fr e mv tu Staatsangehörige n. bis SO. Juni 191Ö. entweder . direkt oder im Wege des' zuständigen ausländischen Vertretungsorganes der ungarischen Räterepublik anzumrlden. Die Anmeldung hat entweder in Budapest bei der Evidenzhaltungsabreilung für ausländische Schulden und Forderungen des Volkskommissariates für Finanzwesen der ungarischen Räterepublik oder bei der ungarisch e n G'e s a n d ff ch ä f t. W i c n, 1, B an kgass e 6, ' zu . erfolgen und kann int Namen der - fremden Staatsangehörigen auch durch irgendeinen legitimierten ungarischen BevoÜmächtlgtku desselben geschehen. Uni die Anmeldung der Vermögensobjekte cittheitlich zu geftalteu, h ä t d i e G e s a n d ts 'ch a st der n n g a r i sch c n N ü terc v ubli k in W i e;i, I., B a n k g a s i e 6, A n m e l d e s v r m u l a r e . v e r f c r t i g ,e n .l aff s e n, -die in Form von Fragebögen bei der Gesandtschaft gegen E-.lffg vom 50 Heller ->ro Fragebogen erhältlich sind. Die Anmeldendcn haben ihre S t a a t s a ng e h ö r i g k e i t durch eine pememdeämtliche Bestätigung vdev cine Alntsbescheinrgung,: der Politischen Behörden erster Instanz uachzuweisen. Gleichzeitig ist eine behördlich bestätigte Angabe d.e.s Z e i.t p u uff t e s b e i z u b r i n.g eu, s erL w elch e.m. s-i e A n g e h 8 r i ge des.be treffenden Sta a.tes sind. Die englischen Banken. Aus dcn^H a a g wird uns gemeldet: Die Standard B a n k o s S o u t h A f r i c a ermächtigte die Direktion zur Kavitalserhohmig auf 10 Millionen Mund Sterling. Die,N at r o n a l P r o v i n c i a l a ir d U nff o n B a n k beschloß H e r a b ff e tz u n g d e s Aktie n nominale s, und zwar größkenteffs von 75 aus.25 Psuud Sterling. Ungünstige ErnteäusftchLerr in Jugoslawien. Betgrad»' 6. Juni. (Südsläw. Preßburü Infolge der ffortwähreuden Regengüsse /und der. ungünstigen Witterung sind die , Aussichten für die Ernte m Jugoslawien s e h r sch l ech t. An° einigen Stellen/ wurde ^drcimälTlacheiilaiider ohne Erwlg gesät. Auch die Emteaussichtcn für Obst und Weinsind ungünstig. Anleihe 2Lmeri;ras an Belgien. Brüssel, 7. Juni. (Tel.-Komv.) Die belgische Regierungverhandelt gegenwärtig mit den B e r e i n i g t c n -Staaten über eine Anleihe von 500 Millionen Franks, die in 25 Jahren zurückge-ahlt werden sollen. Die belgische Anleihe für die W i e d e r b e r st e l l u n g hat eme Milliarde 150' Mlll'onen Franks erbracht. Angliedernng der tschechischen Devisenzentrale an die staatliche Bankanstalt. Prag» 7. Juni. „Narodni Listv" meldet, daß die Devise n z e n t r a l e an die st a a t l i ch e B a n k a n st a l t augegliedert werden soll. Einfuhrverbot österreichischer und ungarischer Wertpapiere «ach Italien. Lugano, 7. Juni. Ein königliches Dekret verbietet bis auf weiteres die Einfuhr jeglicher Art von Wertpapieren der ehemaligen österreichisch-ungarischen Monarchie nach Italien. Aeber ruhende BanLengelder erklärte ein Mitglied des englischen Unterhauses, in den Banken häufen sich große Summen, auf die sie kein moralisches Recht haben, er schätze sie auf 100 Millionen Mund. Chamberlam erwiderte, die Banken seien nicht Vertrauensleute, sondern Gläubiger und Schuldner; dem Anträge, die Banken sollten ihre überschüssigen Gelder dem Schatzamte zur Verfügung stellen und der Schätzung von 100 Millionen müßiger Gelder könne er nicht zustimmen, wohl aber der Zuweisung des Antrages an ein besonderes Komitee, das über die praktischen Ergebnisse berichten sollte. Das Haus , faßte einen Beschluß in diesem Sinne. Die Polnische Notenbank. Die „Polnischen Stimmen" berichten: Der Flnanzminister hat im Landtage einen Gesetzentwurf betreffs Errichtung einer Staatsbank, die den Namrir „Polnische Ban T (,.Bank polski“) führen soll und der die Regulierung des GcldverkehrS in ganz Polen obliegen wird. Nach den Statuten der Bank die dem Ministerpräsidenten unterstehen wird, besitzt die polnische Bank, die ausschlreßliche Befugnis zur Emission von Banknoten, die in sämtlichen Gebieten des polnischen Staates als rechtmäßiges Zahlungsmittel gelten. Das Grundkapital beträgt 100 Millionen polnischer Goldgulden (Zloty). Die Polnische Bank kann dem Staate Darlehen bis zur Höhe von drei Milliarden Goldgulden erteilen. Mit dem Lage, da die Bant ihre Agenden ansnimmt, erlischt die Tätigkeit der polnischen Landes-Darlehenskasse. Die polnische Bank besitzt das ausschließliche Recht, die in Polen besindlichcn Anteile der Oesterreichlsch-ungarrschen Bank und der Deutschen Reichsbank zn übernehmen. In den ersten drei Jahren besitzt die Bank das Recht, auf das Ausland ausgestellte Warenwechsel (für von polnischen Kaufleuten und Jndustriellm bezogene Waren) zu akzeptieren. Es darf dies jedoch nur über Antrag des Handels- Ministers und mit Zustimmung des Finanzministers sowie deS Aufsichtsrates erfolgen. Eine tschechische Handelskammer wird in S t. L o u i S (Vereinigte Staaten) errichtet. Zur Steigerung der Psundvaluta in Italien. Frankreich und Skandinavien trug, wie die „Times" berichtet, die Zurückhaltung Englands bei Käufe» iw; b t mit Rücksicht auf die b»hU Peeise Freigabe des Nanhsntterverkehres. In der „Wien« Zcitimg" wird cine Vollmgsanweisimg des Staatsamtes füi /-^ilköen'.äh'.'ii'.ig über die Freigabe des Ranhsutrersverkehrcs der« äsi'iiff ckt. .Denffschc Vreiserhöhnngen. Der Kupferblech» v c v h „ u d li.u F-ir!' Preffe um 20 Mark Ute 100 Kilogramm auf (Äff Mack crliöhi. D-e Nheini'ch-wcstpliälische Zinkblechh ä u d l e r v c r e i n i g lt n g hat den Lagerpreis um 10 Mar) auf 235*/» M uff für l00 Kilogramm erhöht. Der amerikanische Wettbewerb aus dem englischen Eisen- und Stahlmarkt. Die Befürchtungen eines anrerstaniichen Wettbewerbes ans dem britischen Eisen- und Stablniarkt werden als >stb crtrtcbcn angesehen. Obwohl dce britischen Pcr'ffe seit Anshebnng der staatlichen Unterstützung in die Höbe gegangen sind, besteht doch t nach der Ansicht von Sachvrrständigerr in den. nttr-rälcn Ländern für'Eisen-und Stahlvrodukte eine so große dt a ch frag e,!»äß die britische Aussuhrproduktion zufriedenstellenden Absatz sinken wird. Nach einer Atitteilniig' der anrerikanischen' Handelskammer in London betätigen britische Firmen große Ankäufe von amerikanischem Eisens irnd Stahl. '! Die VerkehrSstratzen Serbiens. D^e „TemvS" berichtete Trog der grvßrn Schwierigkeiten bei der Material- ■ beschaffuilg schreiten die Arbeiten zur Wiederherstellung der Eisenbahnlinict! in Serbien vorwärts. Die Linie Belara b—' Kragüievac ist betriebsfähig und bald soll e3 auch die Strecke A g r a m—B aljevo und Milano-; o a c—8 a l k o vac sein. Zur Aufnahme der . regelmäßigen Schiffahrt aus der Donau wurden große Anstrengungen gemacht; P v ä h d‘d o soll zmu Zentrum der Versorgung und des Transits Verkehres nach Ost'Serbien gemacht werden. Amerikanische Warennotierungen. New-Bork, 5. Juni, , - , Baumwolle dtew-Pork loko ..l<. . 81.40 „ , New-Orleans loko.. . 31.75 dtew-Aork per Juni.. . 30,09 „ Nciv-Uork per Juli ..s. . 30.12 Petrol eu m: < ' " R'äsfiuäde (in cmsos) Ncw-Pork i . . . ... . 20,25 „ Standard White New-Aor? ...... 17L5 ' - 'in Philadelphia . . . .. 17L5 P ttp gl e uin Ered. Balaüc. at Oil City .. 4.— Rew-Yark/Mehl (Marke Spr. Mars) . 9.75 bis 10.72 ,, ' "We iz e n. Winterweffzrw" . . ., 237.50 „ f „ Sommerweizen .... > . . . 237.62 „ Dt a i s, Western loko ... .194.—’; Z ücker, Granülated ... . ....... 7.60 „ ' „ Centrisirgäl . ... » 7.23 „ Kasse e, Rio Nr. 7 loko ..• 19.87 . Getreides r. it. Ldnr' per Bush. (60 lbs.) nom. t'.' J .Schmalz (Marke Wrlcox) per rohe brothers 36.—’ ' ''--Schmal-. West. Steam . . . . . . •* 34,40 \ Berliner Börse. Berlin, 7. Juni. Nach der hi den ersten br«l Maiwochew eingetretetten beträchtlichen Entlastung zeigt^ der Ausweis! lwr Deutschen Reichsbank über die letzte Maiwoche im Zusamnienhange mit den Unsprüchen des Monats Schlusses einer erneute Belastung. Die gesamte'-Kapitalsanlage stieg nämlich von 2780,5 ans 28.788,9 Millionen Mark. Da anderer- : seits die fremden .Gelder gleichfalls, und zwar um 1519,2 auf 9987,9 Millionen Mark znnahmen, stellte sich die tatsächliche neue Inanspruchnahme der Bank diesmal auf 1261,8 Millionen"Mark. Die Nachfrage nach ZahlnngKnitteln Wan nach wie vor stark.' Sie. stand wiedernm zum erheblichen Tesl daw.it in Znsammcnhang, daß die illegitime», mit Mari! regulierten Einfuhren aus dem Auslande in die besetzten Gebiete aiidauerten. An Banknoten mußten diesmal 958,4 gegen 302,4 Millionen Mark in der.vierten , Maiwoche 1918. neii in den Verkehr gegeben werden, so daß sich-der gesamtes Rytennmlcnif bis znm v31. Mai l. I. auf 28.344,9 Milli-, onen"Mark ausdehllte. Auf , der anderen Seite vermindert«; sich die Sumnre der im Verkehre befindlichen Darlehensfaffejw scheine tu der Berichtswoche um 6,4 auf 10.966,3 Millionen! Mark. Der Goldvorrat ermäßigte sich, namentlich durch die Ueborfi'lhrung von Gold m die Schweiz, weiterhin um!0,4 auf 1516,1 Millionen Mark. Der gesamt« Darlehcnsbestand! bei den Darlehenska'scn erhöhte sich durch Nenausleihnngenj in der letzten Maiwoche um 329,9 auf 19.1ki4,8 Milli^i . onerk Mark. A New-Dorker Börse. New-Dork» 5. Juni. (Kabeltelegramm. — Fondsbörse-! verlauf und Schlnßknrse.) Unter dem Einstusse Mictegender Berichte iiber die industrielle Lage des Landes und im Zusammenhänge mit den Goldeinfuhren aus Kanada verkehrte die Börse bei' lebhaftem Geschäfte in sehr fester Haltung. Das Interesse wandte sich besonders Eisenbahnwerten zu, nach dMen sich starke Nachfrage zu Anlagezwecken geltend machte. , . Aktienumsatz 1,860.000 Stück. ' Geld auf 24 Stunden Durchschnittsrate 5'/?/«, Wechsel auf London (Cable Transvers) 4.62*/**), Wechsel auf London (60 Tage Sicht) 4.59, Wechsel aus Paris (Sicht) 6.53.—» Silber Bullion 109.12, Atchison Topeka & Santa F6 comm. 101.'50, Baltimore L Oh!o 54.50, Illinois Central 101.—, Louisville & Nashv.lle 117.—, Union Pacific cÄnnn. 135.50, Canadian Pacific comm. 164.50. American Smelting Res. 83.—, Anaconda Copper Ätining 71.62, United States Steel Corp. comm. 110.87, Bctlitehem Steel 85.—, Intel,«. Marme- Mercantile vref. 121.50. *) .Gestern 4.62%. Die Devisenkurse. Wien. 6. Juni. (Kurse der deutschösterr. Dcviscuzentrale.) Heute blieb die Dcvisenzentrale geschlossen. j Amsterdam, 6. Juni. (Kurse der Dcvisenzelstrale.) '■ Berlin 17.30 (17.45), Wien 8.90 (9.25), Schweiz 48.77V, (49,—), Kopenhagen 60.45 (60.50), Stockholm 65.90 (65.95V Christiauia 64.60(64.65). New-Uork 256.— (256.25), London 11.8/ (11.87), Paris 39.90 (39.75). Kopenhagen» 6. Juni. (Devisenkurse.) Hamburg 30.— (29.25), Amsterdam 16&25 (166.50), Schweiz 81.50 (82.—), Ncw-Uork 424.50 (425.—) London 18.63. (19.75), Paris 66.— (67.—), Antwerpen 65.— (65.—). /Stoikholm» 6. Juni. (Devisenkurse.) Berlin 26.50 (26.50), Amsterdam 152.— (153>—), Schweiz 74.— (74.-), Washington 389.- (389.-), London 18.03 (13.03), Paris 60.- (59.75), Brüssel 58.50 (58.50). Zürich, 6. Juni. (Devisenkurses Berlin 36.25 (85.50), Wien 18.- (18.50). Prag 30.75 (80.80), Holland 205.50 (205.-), Madrid 105.25 (104.50), Nem-?)ork 5.28 (5.24), London 24.45(24.80). Paris 8t.85 (80.75), Mailand 65.- (64.-). Brüssel 78.75 (78.50), Kovxnhayen 124.— (124.-). Stockholm 135.- (135.-), Chnstiania 152.60 (183.-), St. Petersburg 45.— (45.—), Bucnos-Äircs 23S-- (280.—), Kronennoten, d.-ö. gestempelte 17.50 (19.—), Krovrniwtcu, unge^ üewvelte 17Ä (1.9.—). * Ww ... »