Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 140 (8.6.1919)
- Date
- 1919-06-08
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 140 Wiener Arlorgenzerrnug Seite 5 Wien, vonnrag Die TeilmobMsierung in Tschechien. Meldung des Tschecho-slowakLjcherr Pretzbureaus. Prag, 7. Juni. Was die Mobilisierung betrifft, welche nach Aufhebung einiger Erleichterungen für die Jahrgänge 1894 bis bis 1898, die zum aktiven Militärdienst verpflichtet sind, bevorsteht, muß von neuem die Bevölkerung aufmerksam gemacht werden, die Einberufungsscheine übzuwarten. Zn allernächster Zeit wird ein entsprechender Befehl ausgegeben werden, an welchem bereits daS Ministerium für nationale Verteidigung in eingehenden Konferenzen arbeitet. Tschechien muß einen Teil der Kriegsschulden tragen. z Prag, 7. Juni. (Tel. der „Wr. MorgenzLg.") Gestern nachmittags fand eine Sitzung des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten statt, in der Finanzminister Dr. R a s ch i n ein Referat über die finanziellen Verpflichtungen erstattete, die aus dem Friedensvertrage erwachsen Nach dem „Ceske slovo" sagte der Minister in seinem Bericht, daß die tschecho-slowakische Republik einen Teil der Vorkriegsschulden Übernehmen, müsse und ebenso die Last der Banknoten der österreichisch-ungarischen Bank, soweit sie in der Republik im Umlaufe waren. Auch ein Teil der Kriegsanleihen werde in der Weise übernommen werden müssen, daß Zahlungen in den gemeinsamen Fonds geleistet werden. Verbot von öffentlichen Vergnügungen in Prag. Prag» 7. Juni. (Tel.-Komp.) Das Präsidium der politischen Laudesverwaltung verlautbart: Unter dem Eindruck der Ereignisse in der Slow o! e i ist bis auf Widrrmi du Veranstaltung öffentlicher Feierlichkeiten, Vergnügungen, lärmender Freudenfeste und Ausflüge, die mit Tanzmncrhgltung verbunden sind, unter wie immer gearteten Namen verboten. Theater, Kmos und Betriebe mit aufklärrndem Charakter werden durch dieses Verbot nicht berührt. Die Prager deutschen Sozialdemokraten — genau wie die Wiener. « Prag» 7. Juni. (Tel. der „Wr. Morgenztq?) Mit dem Näherrücken des WahltermineS wird die Agitation der verschiedenen Parteien für die 'Gememdewahlen immer deftiger. Die deutschen S o z i a.l d e rn o k r y t e n Eichten mit Recht die Gegnerschaft des jüdischen Stimmzettels und tim ihr Möglichstes, uin die jüdischen Wähler aus ihre Seite zu bringen. Po verbreiten die Sozialdemokraten heute ein Flugblatt an die deutschen Wähler jüdischen Glaubens, in dem sie sagen: Die Zionisten täuschen Euch, wenn sie sagen, daß der jüdische Stimmzettel eine wirksame Waste gegen den Antisemitismus sei. Lasset Euch nicht täuschen! Jetzt vor den Wahlen ist das „Hepp, Hepp" der tschechischen Imperialisten verstummt, weil sie die auf die jüdische Liste vereinigten Stimmen gegen das Deutschtum in Prag ausspielen wollen, insbesondere aber gegen d«e Aufrechterhaltung der deutschen Schulen. Und wenn Ihr den Henkerdienst am Prager Deutschtum geleistet haben werdet? Dann werdet ihr wieder nur den üblichen Fußtritt bekommen mit dem üblichen: lästv äo Palßstiny! (Geht nach Palästina!) und wie müßten für diese eure selbstmörderische Politik die den Antisemiten ausgelieferten Provmzjuden büßen? Könnt Ahr deutsch-bürgerlich, antisemitisch, christllchsozml wählen? Ihr könnt nur eutc Partei wählen, welche für die Befreiung aller Unterdrückten ohne Unterschied der Nation, Konfession und Raste eintritt — die deutsche Sozialdemokratie! — Dieses interessante Flugblatt läßt auf die ernsten Befürchtnngen der Sozialdemokraten schließen, gegen die jüdischen Kandidaten zu unterliegen. Ziemlich stark ist die Anhängerschaft der Liste der Poalc-Zioniften. Die Hauptagitatorcn für diese stud Dr. P o l l a k und Rudolf K o h n, die eine ganze Reihe von wirksamen Wählerversammlnngen veranstalten. Die Zionisten haben, wie bereits gemeldet wurde, keine rein zionistische Liste aufgestellt, sondern haben sich mit den übrigen bewußten Juden zu einer gemeinsamen Liste vereinigt. Kascha« von de« Ungar« genommen. Wien, 7. Juni. (Korr.-Bur.) Ein Fmikspruch aus Budapest besagt: DaS Ungarische Trlegraphen-Korrespondrnz-Bnreau meldet: _ Nach'zweitägigen Kämpfen habendieRotenTruppen Kas ch a u g e n o m m e n. Die Tschechen haben einen entscheidende Niederlage erlitten. Unsere Truppen haben außerdem Selrneczbanha (Schemnitz), K o r p o n a (Karpfen) und Nagysurany genommen. Wirtschaftliches ans Tschechien. z Prag, 7. Juni. (Tel. der „Wr. Morgenztg?) Nach Mitteilungen der tschechischen Devisenzentrale w rd den Aktienbanken, die ihren Besitz im tschecho-flowakischen Staate haben, ohne besondere Bewilligung ausländischer Kredit in tschechoslowakischen Kronen gewährt, wenn diese Banken sich schriftlich verpflichten, den Kredit nur für ihren Geschäftsbetrieb in der Achecho-Slowakei zu verwenden. Ausländischen Banken und Geldinstituten dürfen solche Kredite nur mit Zustimmung der Devisenzentrale und des Finanzministerinms bewilligt werden. i Prag, 7. Juni. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") Nach einer soeben erschienenen Verordnung des F i na» z- Ministeriums kann von richtig angemeldrten Einlagen ein Teil bis zu 70®/o des Standes vom März 1919 ausbezahlt werden. Kövess Oberkommandant der magyarischen Strettk-äfte? Prag» 7. Juni. (Tel.-Komp.) Das Organ des Ministers .verläßllcher^Ouelle erfahre^ 7* atll. Klofaej „Ce-ke Slovo", will aus .ärvv haben, daß der gewesene österreichisch-ungarische Feldmarschal. KüvösS aü Oberkommandant an der Spitze der magyarischen Streilkräfte gegen die Tscheche Slowaken und Rumänen steht. Mafsenverhattnngerr in Konstantlnopel. London» 7. Mi. (Tel.-Komv.) In Konstant!- u opel wurden vonM Engländern 66 hervorragend^ politische Persönlichkeiten verhaftet und nach flstgsta deportiert. 8. Juni 1919 Vor der Entscheidung in Paris Wien,?. Juni. Sich durch das Grwirre der verschiedenen richte über den Fortgang und die Aussichten der Pariser Friedensverhandlungen hindurchwinden zu müssen, bedeutet für den Leser in dieser Frage, wo es sozusagen keinen Nnbetelligien gibt, eine nicht geringe Geduld- Probe. Kann: möchte man sich einmal auf günstiger klingende Nachrichten hin einem gewissen Optimismus hingeben, so sorgen schon die allernächsten Berichte dafür, daß die Enttäuschung nicht ausbleibt. Nach den letzten vorliegenden MeldlMgen hat es den Anschein, als ob eine gewisse Nachgiebigkeit der Entente gegenüber Deutschland zu erwarten stünde. Lloyd George und Wilson, so heißt es, bemühen sich, eine Revision her deutschen Ostgrenzenfrage dnrchzusetzen und treten für die Bekanntgabe einer genauen Schadenersatz summe ein. Clemeneeans Widerstand scheint noch nicht gebrochen zn sein. Aber selbst für den Fall, Äs Clemencsau überstimmt würde, bleibt es noch fraglich, ob durch das Einlenken der Entente eine w e s e n t l i ch e Aender u n g des Dertragsentwurfts zu erwarten ist, welche einen glatten Gang der Verhandlungen ermöglichen könnte. Außerdem versichern die Pariser Blätter, daß Frankreich in der Saarbeckenfrage sowie bezüglich der Besetzung der deutschen Westgrenze keineswegs nachzugeben beabsichtige. So muß man, will man vor Enttäuschungen bewahrt bleiben, mit dem Optimismus sehr Haushalten. Was die Arbeiterbewegung kn Frankreich betrifft, so steht keineswegs fest, daß sie von solcher Ausdehnung und so ernstem Charakter sei, um einen wirklichen Druck auf dis Friedenskonferenz auSANÜben. Die Nachricht sei immerhin vermerkt, daß Clsmsnceau eine Deputation der streikenden Arbeite« empfangen habe, welche eine Politik dort der Regierung forderten, die der sozialen Umwälzung der Gegenwart entspreche und gleichfalls auf RußlaÄ und Ungarn hinwiesen. Im ganzen hat man, wenn man den Knäuel der Nachrichten zn entwirren sucht, den Eindruck, Haß unter den Staatsmännern von Paris Verwirrung herrscht und mancher sich fragen mag, wie die Geister zu bannen wären, dis man gerufen habe. Auch mit der oft gerühmten Einigkeit und llsbersinstimmung scheint es nicht weit her zu sein- Lloyd George soll von Elemenccau abgeschwenkt haben in der Ueberzeugung, daß die Bedingungen für Deutschland und Dentschüsterytzick unerfüllbar seien. Von Wilson heißt es, daß er einen beständigen Kampf führe und die amerikanischen Delegierten suchen angeblich Wilson zu überzeugen, daß gegenüber der nationalistischen Unersättlichkeit der großen und namentlich der Kleinstaatetr die Friedenssache nur durch den Völkerbund gerettet tverden könne, der jedoch ohneDeutsch landwertlos wäre. Auch „Daily News" meldet von der beständig anwachscnden Opposition Englands und Amerikas gegen den Justament-Standpunkt Frankreichs und Italiens und der Kleinstaaten. Italiens Stellung schließlich wird immer isolierter, der Gegensatz zu Frankreich tritt immer schärfer hervor und die Ursache für die plötzlich eingetretene Abkühlung zwischen Italien und den Tschechen, welche gegen den abberufenen italienischen General Pieyioni die schwersten Vorwürfe erheben, während die italienischen Blätter der Minderwertigkeit der tschechischen Truppen für die Mißerfolge in her Slowakei die Schuld gibt, wird von Italiens RegierungSprefse der französischen Hetze zugeschrieben, wie überhaupt die italienische Presse gegen Frankreich immer schärfere Töne findet. ' In der Frage Deutschs st erreich S macht die Nachricht des Prager „Ceske S'tvvv" ein gewisses Aufsehen, welches berichtet, Ftmmzmintfter Raschln - habe in der gestrigen Sitzung des Ausschusses für Auswärtiges milgeteilt, der tschecho-slowakische Staat werde nicht nur einen Teil der Vorkriegsschuld und die in Tschechien umlaufenden Banknoten, sondern auch einen gewissen Teil der Kriegsschuld übernehmen müsset:,; und zwar in der Weise, daß Zahlungen in de« fogenannten gemeinsamen Fonds geleistet werden. Man wird diese Nachricht angesichts des Umstandes, daß ];•>. mit dem von den Tschechen bisher eingenommenen S.?ndpunkt in vollstem Widerspruch steht, nur mit Reserve aufnehmen können. Ihre Richtigkeit voraus-' gesetzt, käme hier der von Deutschösterreich sestgehaltene und einzig mögliche Gesichtspunkt in der Frage der finanziellen Verpflichtungen zum Durchbruch. Ein Gegensatz könnte sich nur in der Frag« der zu übernehmenden Quote ergeben, während der bisher von den Tschechen eingenommene Standpunkt als völlig undiskutabel erschien. Falls Raschin wirklich diese Er-' klärung abgegeben hat, so beweist das, daß man in P arts die Grenzen unserer finanzielle« AerstmrgSrnöglichSeit zu erkennen beginnt, was ja schließlich nicht übermäßig schwer ist. Auch die Nachrichten über hie Anschlußfrage sind von orakelhafter Beschaffenheit. Während Kramarsch einem Interviewer erklärte, Deutschösterreichs Anschluß werde schließlich nicht zu vermeiden sein und durch diesen Hinweis die Annexionstendenzen der Nationalstaaten zu rechtfertigen sucht, da ja ein tüchtig zngestutzteS Deutfchöfterreich durch seine Bereinigung mit Deutschland keine größere Gefahr bedeuten könne, meldet „Secolio" aus Paris, man habe Italien veranlaßt, der Politik des Anschlußverbotes beizutreten und dafür zugesagt, daß keine Donausöderation geschaffen werden solle. Mt der ungarischen Räteregierung weigert sich die Entente bekanntlich, zu verhandeln. Unlängst hieß es, man wolle, wenn der Friede mit Deutschösterreich unter Dach gebracht sein werde, der Budapefter Räteregierung den Ungarn zugedachten Friedensentwurf einfach übermitteln. Die heutigen Nachrichten besagen, daß zwei ehemalige ungarische Staatsmänner sich nach Paris begeben haben, um dort über die Einsetzung einer rechtmäßigen Regierung in Ungarn zn verhandeln. Die Nachricht hat nichts Ueberraschendes, wenn man sich vor Augen führt, welche Furcht bei den Ententestaatsmännern vor dem Umsichgreifen des Bolschewismus herrscht. Leider hat die Entente in ihrem Kampf gegen den Bolschewismus nicht mehr Glück gehabt als ihr deutscher Gegner. Nur eine Politik, die fähig wäre, die überall angehäuften Gistkeime zn tilgen und der Welt e.nen wirklichen, dauernden Frieden zu geben, der nicht erst der militaristischen Sicherungen bedürfte, die immer wieder neues Unheil säen, wäre imstande, den Bolschewismus zu beseitigen und die Wege zu eintzr ruhigen Entwicklung ohne Gewaltsamkeiten fr/ei zu machen. Solange Herr Clemenceau und die ihnt sekundierenden Vertreter der neuen Staaten in Paris das große Wort führen, ist hierfür wenig Aussicht Vorhanden. '; Ei« politisches Memorandum wegen des Mnoritätenschutzes? London, 7. Juni. (Korr.-Bur.) Nach dem Pariser Korrespondenten der „Morning Post" bereitet Polen wegen der Forderung des Mmorltätenschutzes ein Memorandum an die Friedenskonferenz vor, worin aegen eine derartige Beeinträchtigung der SouveränMsrechte Einspruch erhoben wird. Dagegen sei Polen bereit, den Juden und anderen Minoritäten den notwendigen Schutz im Wege der Landesgesetzg e b u n g zu gewähren. Die Haltung Dolens begründet die „Moming Post" bannt, daß 14 Prozent der Bevölkerung Polens aus deutsprechenden Juden (?) bestehen, die im Interesse Deutschlands gewirkt haberr und von Deutschland auch weiterhin zur Erregung von Unzusriedenheit in Polen benützt werden würden. (Diese „Begründung" der „Moming Post" dürste wohl in bewährter Weise inspiriert sein. — Red.) Frankreich vor der Revolution. y. Bern, 7. Jupi (Tel. der ..Wr. Morgemtg.") Aus Paris meldet „Novellike de Hyo n". daß Frau krrich ztveifelloS am Beginne einer revolutionären Bewegung steht. In einer Versammlung der Metallarbeiter in S a i«t D e n 18 wurde eine Tagesordnung «angenommen, in der die Regierung amgefordert wird, ihren Platz h u S o w 1 e t s m räumen. Die Regierung wird des V e r r a t e S an der Arbeiterschaft beschuldigt. Der Streik in Berlin. Verliu, ß, Juni. Die Straßenbahn hat bin Verkehr um 4 Uhr nachmutags, die Hoch- und Untergrundbahn um 6 Uhr nachmittagwieder a u t g e n o m m e n. Der Proteststreik ist überall ruhig verlaufen. Verschiedene Abendblätter konnten bereits wieder erscheinen. An8 dein Reiche ist kein Proteststreik gemeldet worden. Der Belagerungszustand in Westfalen- Berlin» 7. Juni. Die „Vosstsche Zeittmg* meldet tm9 Elberfeldt Heber Remsch eidt und 81m 11 wurde heute der verschärfte Belagerungszustand, ver' hängt. Die Truppen des Generalkommandos Münster, die in die Stadt einrückten, haben die Führer der K o m m u niste n und Unabhängigen, darunter das Mitglied der Nationalversammlung. Braß,, verhaftet. Gleichzeitig traten die industriellen Arbeiter, die Straßenbahner und die Buch' drucke« i n d e n A n L st a n d. Her Mörder der Luxemburg. Haag» 7. Juni. Oberleutnant Do gl, der ohne ordnungsmäßigen Paß über die niederländische Grenze gekommen ist, daher als Gefahr für die öffentliche Sicherheit angesehen wird, wird m ein für solche Zwecke eingerichtetes Ausländerl a S k r gebracht werden. Bon seinem Rechte der Zurückhesördenmg in die Heimat hat er bisher nicht Gebrauch gemacht, ebenso ist ein AuslieferungSbegehren bisher nicht 6 est ellt w ord en. Die Alldeutschen reizen zum Aufstand. Einstellung dev Berliner „Deutschen Zeitung". Berlin» 7. Jmi. (Korr.-Bur.) DaS Erscheinen der ^Deutschen Zeitung ist bis auf weiteres untersagt worden. Grund zu diesem Verbot war der in der gestrigen Rümmer »mu Abdruck gebrachte Artikel: „Der Worte sind genug gewechselt" und insbesondere der letzte eum eigenmächtigen b cwassnetes Aufstand aufteizende Artikel. Meuterei dev britischen Truppen in Aegypten. Amsterdam, 6. Juni. (Korr.-Bur.) „Daily Heraldik meldet, daß nach verläßlichen Nachrichten aus Aegypten die dortigen britischen ExpeditionSstreitkräste, da ihre Forderungevon Seite des Kriegsamtes unberücksichtigt geblieben stnd, die Angelegenheit selbst in die Hand g e n o m m«n und um die Erfüllung der feierlich gegebenen Versprechungen bezüglich de« D e ui o b i l i s i e r r; n g zu erzwingen, «nm Soldatenrat gebildet haben.