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Wiener Morgenzeitung · 1919-06-01 · Heft 133 (1.6.1919) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 133 (1.6.1919)
Date
1919-06-01
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 133 roten, Sonnrag W—---1, > —__ - ... ---- und Vergehen, an denen Angehörige unseres Volkes hervorragend beteiligt sind, im Gegensatz zur bisherigen Praxis israelitischer Leisetreter und zimperlicher Vertuschet:, sich mit Offenheit und harter Schürfe gegen die bezüglichen schuldigen Juden wenden, ohne die Leidige und höchst schädliche, schwächliche Rücksicht auf die Ausnützung der Anwürfe durch die Antisemiten walten zu lassen. Der volkserzseherische Wert dieser Einstellung ist leicht hoch gemlg einzuschatzen und diese ethische Seite zionistischer Lebensbeurtellung ist auch im nationalen Interesse von nicht geringerer Wichtigkeit als das spezifisch Jüdische an ihr. Nicht also um durch die positive, bejahende Arbeit an allem Forderungs- Werten und Aufbauenden muß sich die zionistische Regenerativnsbewegung von der bisherigen liberal-farblosen und schwächlicher Richtung unterscheiden, sondern auch als Ergänzung durch den unablässigen und offenen Kampf gegen alles Verderbte, Unehrliche und Unproduktive in der jüdischen Gemeinschaft. Immer müssen uns die Richtworte Herzls v-orschweben, die er im Programm der „Welt" geschrieben hat: „Eine redliche, ernste Selbstkritik muß dem Judentum «ersprießlich sein, und die wollen wir üben, mögen auch manche darüber wehklagen, baß es ,in dieser Zeit' geschieht. — Eine der schwersten Folgen des Antisemitismus war es, daß .in dieser Zeit' gewisse Leute eine Art von Straflosigkeit genossen. Was die Judenfresser von ihnen sagten, galt natürlich als wüste Uebertreibung, und die anständigen Juden glaubten, zu allem schweigen zu müssen. Daraus konnte eine Solidarhaftung aller für die Niederträchtigkeiten einzelner durch unsere Gegner konstruiert werden. Und gerade die Minderwertigen unter den Juden hatten eine Deckung an unseren Feinden, indes unsere Besseren in ihrem Ehrgefühl tief beleidigt wurden. Die neue nationaljiidische Bewegung itnft auch darin Wandel schaffen - Ich bitte noch, die beiliegenden 10 Kronen der Kci-egsblindenfttrsorge zuzuführen und zeichne hochachtungsvoll Dr. A. Sch." *• Unter dem Merkwort „Statt des Preis-Linkstanzes um den Blaufuchs — für die Kriegsblinden" sind uns außerdem folgende Spenden biSnun zugekommen: Mathilde Weber K 20.—, M. M. K 20.—, Dr. I. K. K 10.—, Jakob Hahn, II., Wrmtraubengaffe 30, K 20.—, Otto Lederer, II„ Paffrathgaffe 4, K l-O.—, Alfred Weißhut, XIX., K 20.—. Wir sind gerne bereit, für diesen Zweck auch weitere Spenden zu übernehmen nnd werden nach Abschluß der Sammlung (Tag der Blanfuchs-Veranstalttmg> diese Beträge ihrem Zwecke ^führen. _____ Das Siegesfest. Im Pariser „Journal" verspottet Clement Bautel das geplante Siegesfest in seiner bekannten Rubrik „Min Film". Er schreibt: „Die Vorschläge strömen nur so. Einer, von einem Poilu ausgehend, lautet: Die Zivilisten ändern ihre Art nicht; sie wollen unentwegt, daß wir Soldaten vor ihnen paradieren. Unter einem Siegesfeste verstehen sie nichts anderes, als eine militärische Parade. Ich aber finde, baß wir vor den Zivilisten genügend paradiert haben. Warum sollen nicht auch einmal die Zivilisten vor den Soldaten paradieren? Es gibt ja so viele Zivilisten, die sich gleich uns um den Sieg verdient gemacht.haben! Da sie ebenfalls Arbeit gehabt haben, mögen sie nun auch die Ehren genießen. Ich würde den Vorbeizug der Zivilisten folgendermaßen gestalten: An der Spitze marschiert der politische Große Generalstab (znPfero oder in Wägelchen). Dann kommen, zu Vieren gereiht, mi-t den Augen nach rechts oder links, entsprechend ihren politischen Meinungen, die Parlamentarier. Damit wird' rtzin allerliebstes Durcheinander geschaffen. Es folgen dann der Reihe nach: Die französische Akademie in Uniform und zu Pferde. — Die Kriegslieferanten, sämtlich dekoriert mit ihrer Fahne, die in goldenen Buchstaben den glorreichen Wahlsprnch trägt: „Geld und Vaterland." Die Schleichhändler — Intendanz d?r Zivilverwaltung, die auch beim Vorbeimarsch nach gewohnter Weise Ellbogen an Ellbogen aneinanderprrssen und damit zeigen, wie vorzüglich ihre Verwaltung ist. — Die Patinnen der Potlus; sie verkörpern den Dienst „Postlagernd" und „Mein Schätzchen". — Das Korps der Liebesj ungfrauen, die in Paris die Verbindung mit den Verbündeten besorgten. Diese Damen und Fräuleins marschieren, ihrer Gewohnheit entsprechend, nach dem Takte der unwiderstehlichen Melodie „Komm, mein Hühnchen . . Ich hatte auch daran gedacht, den Journalisten in ihrer Art als Linienregimenter und Angriffs truppen einen Platz int Fest- Mge einzuräumen. Wie aber sollen sie in diesem Falle ihr-en Bericht verfassen können? Die Auflösung des ^iegeszüges würde selbstverständlich beim Obelisken zu erfolgen haben. Es ist höchst merkwürdig, daß bei allen vorliegenden Projekten für das Sieges fest die Borschlagenden ihren Zug auf dem Eintrachtsplatz enden lassen. Hvffcn wir, baß dieses Auseinandtu'g-ehen auf dem Eintrachtsplatze kein Symbol, sondern reiuer Zufall ist. . _ Die Ausländer von der Einliefermrg der Wertpapiere in Angarn befreit. Amtlich wird mitgetrilt: Die drutschosierreichische Gesandtschaff m Budapest hat eine Mitteilung dcS ungarischen VolkskoinmisiärS für Finanzen, Szekely, erhalten, welche niittcilt, daß die Regterurig von der EtnliefenmgSpflicht der daS Elgentum von Ausländern bildenden Wertpapiere absieht. Die Ausländer sind lediglich zur Anmeldung der Wertpapiere bei der Geldinstituts» ZentraleJbt8 &vm löj3u»t verpflichtet« Wiener MorgenZertnng Die jirdenreine Kinderaktron des städtischen Jugendamtes. Wir erhalten von einem Beamten der Rordbahn die Abschrift eines Dienstbcfehles, die wir nachstehend wiedergeben: „Deutschösterreichische Nvrdbahndirektion. Wohlfahrtangelearnbeiten. Entsendung von Eisenbahnerkindern nach Schweden. , Wien, am 23. Mat 1919, Dicustbefehl Nr. 0286. dln alle Dienststellen! Das" deutschösterrcichische Staatsamt für Verkehrswesen hat mit Erlaß Z. 14,882/5 vom 17. Mai 1919 Nachstehendes eröffnet: Laut einer dem Staatsamt iür BerkchrSweseu zugekommenen Mitteilung des st ä d t i s ch e n Jugendamtes könne» bei dem am 17. Juni 1919 abgehendcn dritten Knlder» zuge nach Schweden allenfalls auch eine sehr beschränkte Anzahl von Töchtern von Staatsbalmbeamten im Alter von/ zehn bis höchstens vierzehn Jahren unb Söhnen von zehn bis sechzehn Jahren berücksichtigt werden. Erholuugsbedürsnge, jedoch nicht kranke Bewerber rwd Bewerbermnctt ch r i st l t ch e r (ft c t v g ton wollen ihre Gesuche sofort untnittclbar an das Staats» amt für Verkehrswesen, Dcp. ö, crlcgetr. Wir überlaffeit cs unseren Lesern, sich jetzt ein Urteil über daS städtische Jugendamt zu bilden. Unsere Mandatare werden natürlich nicht ermangeln, der Sache nachzngehen nnd der s o z i a l d e m o k r a t i s ch Mt Stadtverwaltung ihren merkwürdigen konfessionellen Standpunkt bei ihrer Kmderrettungsaktion vorzuhalten. Ans diesem Anlaffe sei die Wiener Judenschaft nochmals eindrrnglichst auf die unter der Leitung von Frau Anitta Müller stehende Ferienaktionfürbedürftige Wiener jüdische Kinder verwiesen. Am 1.Juni geht der erste jüdische K i n d e r z u g vom Westbahnhof nach der Schweiz ab. Wir haben bereits darauf hingewiesen, daß leider nur ein kleitter Teil der unbedingt erholungs" bedürftigen Kinder berücksichtigt werden konnten. D i e G e l dmittels indviel zu gering. Nach dem Urteil d er Aerzt e, welche die Untersuchungen der angemeldeten jüdischen Kinder vornehmen, ist der Gesundheitszustand unserer Kinder in den Judcvbezirken erschreckend schlecht. Die Schweizer Juden haben für die jüdische Kinderaktion sehr viel geleistet. Die Wiener Juden s i n d bedenklich im Rückstand. Wir sind überzeugt, daß sie die „iudenreine Kmdcrsürsorge" des städtischen Jugendamtes an ihre Pflicht erinnern wird. Die Juden, die zu den allgemeinen Abgaben wie alle Bürger beitragen, müffen auch gleich allen Bürgern auf einen Anteil an den Fürsorge- und Wohlfahrtsveranstaltungen des Staates und der Kommune Anspruch erheben. Wir werden nicht ablaffen, für dieses Recht zu kämpfen. Unabhängig von diesem Kampfe aber müffen wir unsere eigenen Kräfte aufbietcn, um uns selbst zu helfen. Wenn, Staat und Stadt meint, daß Mische Kinder und jüdische Gesundheit ein weniger schätzenswertes Gut ist als christliches, so müffen wir Juden beweisen, daß wir uns bewußt sind, daß es n n s o r höchstes Gut ist. Die Derharrdlurrgeir Wegen der Kohlerrliefeknngenalrgebrochen. AüS dem Nathause wird uns berichtet: Dte in den letzten Tagen in P r a g von Wiener Vertretern mit Vertretern der tsch echo-slowakischen Republik geführten Verhandlungen Über die Belieferung Wiens tnit Kohlen sind als ergebnislos derzeit abgebrochen worden und sollen, wie verlautet, zu gelegenerer Zeit wieder ausgenommen werden. Für die Situation der Gaswerke bedeutet dieser Verzug eine n e n e V e r s ch l i m m e r n n g, da die Verträge ans Beltefernng der Gaswerke nur bis ztnn 11. Juni lauten. Das „zionistische Hauptquartier". Unter obigem Titel schreibt „Manchester Guardian": „Bor -wei Jahren bestand das zionistische Bureau tn London aus drei Raumen. Jetzt besteht dieses aus zwei atlstoßendeu Häusern m der Nähe des Britischen Museums. Das zionistische Zentralbureau umfaßt außer dem Sekretariat und denOrgatwanonSdePartements noch ein spezielles Palästimtdepartentcnt. Das Budget der zionistischen Organisation iür das kantmende Jahr wurde mir einer halben Million Pfund Sterling eingestellt, wovon der fünfte Teil in England selbst aufgebracht werden soll. Dr. W e i z nt a n tt reiste nach Paris und nach einigen Tagen tiach Palästina, wohin ihn H. Rosoff begleiten wird. * Der Straften-ahuverkehr um eine Stunde verlängert. Mit dem heutigen Tage wird der Verkehr der Straßenbahn am Abend um eineStunde verlängert, so daß die letzten Wagen v o m R i n g nach den Außenstationen u m. Vgll U h r abends abgehen werden. Ab 11. Juni werden auch die eingestellten Teilstrecken wieder in den Verkehr einbezogeit tmd auch die Verdichtung deS Verkehrs sowie die Wiedereinführung der ausgelaffenen Haltestellen «nd der Ausbau der Liniett in den äußeren Bezirken wird nach Möglichkeit durchgeführt werde». ZNdLN NKÄ Jüdinnen! Reklamiert euer Wahlrecht zum Jüdischen NEormlraL für Wentschosterreich! Wahlberechtigt ist Zeder Jude ohne AnLevschied des Geschlechtes der sich zur jüdischen Nation bekennt und tzgs 20. Lebensjahr überschritten hat. / Anmeldm a zur Eintragung in die Wählerliste im Bureau des Nationalrates: Wien, II., Taborftr. 20 a na 1. Juni isiS Sielte ST t * Die Einstellung von Arbeitslosen in gewerbliche Betriebe. Zwischen dem Zentralverbande der Baugewerbetreibenden NicderLsterreichs und dem Zentralverbande, der Bauarbeitet'Oesterreichs ist wegen Einstellung von Arbeitslosen tn gewerbliche Betriebe nach langen Verhandlungen endlich eine Vereinbarung zustandegekommen. Die Zahl der in jeder Betriebsstelle zu verwendenden Arbeiter wird nach Maßgabe des Baufortschrittes von einer paritätischen Kommission, bestehend, aus zwei Arbeitgebern und 2 Arbeitnehmern festgesetzt. Ebenso ist die Entlastung von Arbeitskräften an die Zusttmutung dieser Kommission .gebnndeni Die Anmeldung des Bedarfes sowie die beabsichtigte Entlastung von Arbeitskräften geschieht im Wege der Vermittlung des Baugewerbes. Diese Vereinbarung gilt für, alle Wiener Mitglieder des Zentralverbandes der Bangewerbetreibenden Niederösterreichs, soweit sie Arbeitergruppen beschäftigen, die dem Zcntralverband der Bauarbeiter Oesterreichs angehören. * Die Sperrstunde in de« Gast- und Kaffeehäusern wird nicht verlängert. Allgemein war die Erwartung, daß die Sperrstunde in den Gast- und Kaffeehäusern vom 1. Juni ab um eine Stunde hinciusgeschobm wird. Infolge ° der andauernd schlechten Kohlenzuschübe bleibt die b i,Sh e r r g e S p e r r v e r o r d n u n g a u f r e ch t, das hctßt, die Gasthäuser werden weiter um 9 Uhr, die Kaffeehäuser um 10 Uhr ihre Lokale schließen. * Dev Postverkehr nach der Westukraine (Ostgalizien) ist wegen Verkehrsunterbrechmtg derzeit eingestellt. * Der gesperrte Telephonverkehr Wien—Budapest. Die Presseabteilung der ungarischen Gesandtschaft m Wien versendet nachstehende Erklärung: Zur Vereitlung jeder überflüsstgen Aufregung und jeder eitlen Hoffnung der Gegner des Rätesystems in Ungarn testen wir mit, daß die nach dem Ausland führenden Fernsprechlmien vom ungarischen Armeeoberkommando gesperrt worden sind. Die ungarische Regterung ist nämlich während der letzten Tage bet Benützung der ins Ausland gehenden Telephonleitungen gewissen M i ß b r ä tt $ c n auf die Sperr gekommen,, welche vom militärischere und polnischen Gesichtspunkt: aus eine entsprechende Vorsicht als geboten erscheinen ließen. Die Sperre der Fernsprechleitung Budapest-Wien stellt gleichfalls eine dieser Vorsichtsmaßregeln dar, welche hoffentlich in sehr kurzer Zeit unter entsprechenden Garantien eine Erleichterung erfahren dürfte. Gespräche zwischen Wiener und Budapester Amtsstellen, ob es nun deutschösterreichische oder.ungarische sind/ finden unbehindert statt. * Die Schuhpreise. Der Verein österreichischer Schuhwarenhändler ersucht uns nm Veröffentlichung nachstehender Erklärung : Mit Rücksicht ans die letzten Berichte in den Tageszeitungen betreffend Preisabbau diene dem Publikum zur Aufklärung, daß in Wien, respektive Deutschösterreich, noch immer die Verordnung vom 9. März 1917 zu Recht besteht, wonach die Schuhfabrikanten und Erzeuger verhalten sind, sämtliche Schuhwaren zu den gesetzlich fixierten Lederhöchstpreisen zu kalkulieren und die Preise in geeigneter Weise ersichtlich zu machen. Dte Detatlhändler sind verpflichtet, diese vorgefchrtrbenen Höchstpreise strenge einz u h a l 1 e n tmd zahlreiche amtliche Kontrollorgane sorgen dafür, daß dies auch wirklich geschieht. Die Detatlhändler haben auf die Preisbestimmung keinerlei Einfluß und ihr Nutzen besteht lediglich in dem in der bezogenen Verordnung beschränkte» festgesetzten Gewinn. : * Personulnachricht. Gestern hat die Vermahlung-des Redakteurs der „Neuen Freien Presse" Dr. Julian Sternberg mit Fräulein Blanche Schnitzer stattgefunden. * Eine Palästina-Bibliothek. Das Wiener Palästmaamt hat mit der Errichtung einer Palästina-Bibliothek begonnen, welche die einschlägigen Bücher und wichtigsten Zeitschriften enthalten soll. Dte Art der Einrichtmtg wird es ermöglichen, auf alle Anfragen eine sachliche tmd möglichst erschöpfende Attökunft zu erlesten. Es ergeht daher an alle, die sich für Palästina interessieren, die Aufforderung, an der Schaffung einer Bibliothek durch Beistellung (auch gelesener), Bücher und Zeitschriften sowie wirtschaftlicher und, wiffmschastlicher Fachblätter jeder Art mitzüwtrken., — Die Bücher und Zeltschriften wollen an das Wiener Palästinaamt (Handels- und Jndnstriereferat), H., Ztrkusgasse 88, gesendet werden. * Das Attermodernste der Neuzeit aus dem Gebiete der Photokunst, woselbst photographische Aufnahmen Vergrößerungen, Aquarelle und Oelportrats künstlerisch ausgeführt werden. Photo-Knnstsalon I. Weizmann, II., Praterstraße 9, Mezzanin. * In der beliebte« Schule Gutsch, II., Leopoldsgaffe 26, beginnen jetzt neue Kurse fihr Stenographie, M a s ch i u s ch r et b e» und k a n f m ä n n i s ch e FL ch er sowie dte Einschreibmtgen für den Jahrgang 1919/20 (Handelsschulfächer). * Die Gelegenheit ist da! In der neuen denffchofterreichischen Klaffcnlotterie den Haupttreffer von zirka einer Million K r o n e n zu gewtmttn! Es gelangen insgesamt 15 Millionen zur Verlosung! Ztehimg I. Klaffe am 17. Juni. Es kostet ein ganzes Loö K 40.—, halbes K 20.—, viertel KlO.—, achte! K 5.—, Zahlung nach Erhalt der Lose l. Klaffe durch Posterlagschein! Bestellen Sie noch heute per Postkarte bei der Geschäflsstelle Arwr Jellinek, Wten, IX., Servitengaffe 5. Wir verweisen auf das heutige Inserat. * Palästinaamt. Für daS neugebildeie HarchelS-- und Jndnstriereffort des Wiener Paläftmaamtes werden vorläufig fretwillige Mitarbeiter gesucht. Anmeldungen wollen an das Wiener Palästinaamt, H,, Ztrkusgasse 33, schriftlich oder mündlich von bis 5 Uhr nachmittags gerichtet werden. * Grüudtmgsverjammlu«g der zionistisckzen Bezirkssektion Alsergrund. Am 28. d. M. fand im Saale des Cafs Industrie die Gründungsversammlmm der ztonisiischeu Bezirkssektion Alsergrund statt. Gemäß der Tagesordunng entfaltete Bezirksrat Dr. Georg Weiner das inhallreiche Programm betreffend die Palästinaarbrit, die Einrichtung jüdischer Geschichtskmse und hebräischer Kurse, die Förderung der Jugendbewegung, die soziale Fürsorge, die kulturelle und polittsche Arbett,die Frauenpropaganda, die KultuSgeniemde nsw. Hierauf wurden die Statuten der ztonistischen Bczirkssektron Alsergrund verlesen und einstimmig aenehniigt. In die Sektionsleitnng wurden dann gewählt: Herr Dr. Isidor Schabt als Okimanu: Herr Dr. Dritno Pollack als I. Obitlattttstcllvcrttctcr; Herr Adolf Brecher als!l. Obmannstellvertreter; Herr Dr. Alfred Löwp als Geschäftsführer; Herr Dr. Abi ab am Schmerler als Schriftsührer: Herr Dr. Jakob Löeiner als Vortragsordner: Herr Wilhelm Schuß als Katasterführer : Herr Josef Pick als Propagandarcferent: Herr Daniel Pollacsck als Kassier; Herr Salo Schmerler als Nattonalfondstrnd Palästinitrescrent; Herr Heinrich Kiewe als Jugend- und Sporlrcferent; Herr Dr. Isidor Schalst als politischer Referent; Frau Lotte Kempler als Referentin für Frauenarbeit; Herr Robert Auer als Referent für Wirtschaft und soziale Fürsorge; Herr Nathan Tartakower als Referent fftt Kulturarbeit und hebrinfche Sprache. Vereinsttachrichte«. Der jüdische Bruder- und S ckt tv e st e rb u n d veranstaltet am &. Juni im Festsaale deS Cafö Jndustnellen feinen II. Vereinsabend. Karleu ff K 5.— der der Kaffe des Cafö Nord, II., Kaiser JoseftStraße 1!\ bei N. Löwit und . an der Abendkasse. WM—

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